Antritt bzw Schnelligkeit bei Kindern...

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  • Hallo


    Mein Sohn ist extrem ehrgeizig und will ständig Fußball spielen und es gefällt ihm wenn er die Bestätigung bzw lob von mir bekommt das er für sein Alter sehr gut ist.


    Er als Januar 2011er gehört eigentlich in die G Jugend, spielt aber aufgrund von unterforderung in der f2. Er hat mal ausgeholfen bei der G Jugend weil sie ihr Spiel 17:0 verloren haben da hat er prompt in seinem ersten und bisher einzigem Spiel in der G Jugend 9 Tore geschossen.


    Natürlich will ich das der kleine neben dem Spaß am Fußball auch eine gewisse Förderung hat. Ich habe hier in dem Forum erfahren das es vollkommen ausreicht wenn er 2 x pro Woche trainiert. Nur waren in der Ferien jetzt kein Training und ab November gibt es auch nur noch 1 x pro Woche Training in der Halle.


    Deswegen habe ich mir vorgenommen das ich zusammen mit ihm trainiere an den Wochen wo er nicht auf 2 Trainingseinheiten kommt. Ansonsten spielt er jede freie Minute mit dem Ball (draußen, Schulhof etc)


    Er geht gerne mit mir Fußball spielen und ich versuche auch beim Spielen das zu machen was ihm Spaß macht (Flanken, schusstraining und dribbling) nur will ich auch das er 10-15 Minuten seine Schwächen verbessert. Das ist auch das was er will da er ständig fragt was er verbessern kann. Habe die letzten Male gezielt 10-15 min An seinem Antritt trainiert bis er selbst gesagt hat „das reicht jetzt“ ? Ziel ist es ihn so gut wie möglich zu fördern ohne das druck auf ihn aufgebaut wird. Deswegen gestalte ich das Training mit ihm so das wir die meiste das das machen was er will.


    Er hat für seinen alter eine sehr gute Technik ist robust und schussstark... was ihm fehlt ist die Reaktionsgeschwindigkeit und allgemein spritzigkeit/Schnelligkeit


    Jetzt zu meiner Frage... Wie verbessert man Reaktionsschnelligkeit bzw. allgemein Schnelligkeit bei 7 jährigen


    Hab mal irgendwo gehört gehabt das man nicht viel rausholen kann was die Schnelligkeit angeht da das meist an der Veranlagung liegt (war selbst auch langsam wie ne Schnecke ?) . Wiederum habe ich einen Bericht gesehen gehabt das gerade im Alter zwischen 7 und 10 Jahren man die Schnelligkeit soweit voran bringen kann, so das man als erwachsener nah ans Limit kommen kann. Andernfalls soll es sich negativ auswirken wie im Falle von „kordiantionstraining“ da es ab einem gewissen Alter schwer ist sich diese anzueignen... Also ziemlich widersprüchlich das ganze ...


    Bin gespannt auf eure antworten


    Gruß Coladose

  • die Antwort ist ganz einfach. Fangen spielen ;)


    Die Jungs, die bei mir die schnellsten sind, spielen privat als auch in der Schule viele fangspiele

    Versuche im jeden Training 1 Spieler gezielt besser zu machen und du hast in einem Jahr/einer saison, VIEL geschafft!

  • Hi,

    Spezifisches Training bei einem 6 Jährigen? wenn er immer den Ball am Fuß hat und einfach spielt, reicht das nicht nur aus, sondern ist auch das beste Training für dieses Alter.... Schnelligkeitstraining ist Trainingsinhalt E Jugend. Spiel mit dem Jungen einfach Fußball.

    Bewegungsspiele und Koordination sind wichtig. Nochwas dazu: wenn ich Höre etwas -rauszuholen- dann wird mir immer etwas anders. Nimms nicht persönlich, aber es handelt sich um Kinder. Und ich habe das Gefühl das nicht der Junge sondern der Vater extrem ehrgeizig ist. Auch wieviele Tore er persönlich erzielt hat ist doch sch.... egal, und sagt mal so gar nichts über den Leistungsstand aus. (in der G JUGEND)

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

    Einmal editiert, zuletzt von Trainer E ()

  • Lass ihn mit seinen Freunden Fangen spielen...

    Deswegen habe ich mir vorgenommen das ich zusammen mit ihm trainiere an den Wochen wo er nicht auf 2 Trainingseinheiten kommt. Ansonsten spielt er jede freie Minute mit dem Ball (draußen, Schulhof etc)

    Wenn er doch sowieso den Ball jede freie Minute am Fuß hat, was willst Du dann noch mit ihm trainieren???

    Kickt dann doch einfach ein wenig...Kopf aus...Spaß an...der Rest kommt von alleine...

    Wenn der Vater mit dem Sohne Fußball spielt, haut sich der Junior sowieso voll rein und wird sich verausgaben, um auch an den letzten Ball zu kommen...war/ist bei uns auch so...


    Ich würde -Stand heute- auch nur einmal die Woche mit einem G-Jugendlichen trainieren, wobei ein im Januar geborenes Kind ja durchaus schon als F-Ling durchgehen kann aufgrund des RAE, wo dann 2x die Woche auch in Ordnung ist.


    Reaktionsschnelligkeit bzw. Handlungsschnelligkeit und Grundschnelligkeit würde ich aber differenziert betrachten wollen und nicht über einen Kamm scheren...

  • Hallo Coladose))),

    wenn der Sohn sich für eine Übung interessiert, dann zeige sie ihm, sofern möglich))), egal ob E-G-F-oder H Jugend gerecht. Aber alles ohne Druck. Die Idee mit dem Trampolin ist auch sehr gut, wegen Beweglichkeit, Koordination etc. ich habe meinem Sohn immer einen klein Ball reingeworfen während er hüpfte...er hat ihn dann immer volley gegen das Netz geschossen, oder auch mal Seitfallzieher etc...ALLES FREIWILLIG!)) Als er ganz klein war, ca. 2 haben wir immer Innenseitenpass geübt, damals hatte er so einen schwarzen Wilde Kerle Ball (kennt den noch jemand). Lass ihn das machen wozu er Lust hat. Wenn er spielen will ist das mit das Beste....im Endeffekt liegt es an deinem Sohn was er aus seinem Talent macht, sofern erkannt und gefördert. Schnelligkeit ist zu 80-85% Veranlagung.....Wenn du meinst er hat einen Laufstil, der ihn verlangsamt, dann such dir ein Camp, welches Laufschule anbietet, oder evtl. macht das ja auch der Verein.


    Gruß

    DTV

  • Ich weiß das das hier nicht gerne gehört wird, aber wenn es einen guten Verein in der Nähe gibt schick ihn in die Leichtathletik.


    Hier bei uns gibt es mehrere Vereine die auch Kindertraining anbieten und ich muss sagen die machen das besser als jeder Fußballclub. Spielerische Laufschule, Werfen, Springen usw. Alle Kinder die ich bisher aus deren Gruppen aufgenommen habe sind den meisten "nur Fusballern" in Sachen Laufstil und auch Schnelligkeit weit voraus.


    Ganz allgemein kann ein Blick über den Tellerrand des Fußballs und eine breite Ausbildung in mehreren Sportarten das Bewegungstalent eines Kindes nur fördern. Das Alter in dem nicht mehr für alles Zeit ist und eine Konzentration auf weniger Sportarten erfolgen muss kommt von allein.


    Gruß

    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

    "Der Grund, warum wir Fußball gucken, ist keine Zahl und kein Ergebnis, sondern ein Erlebnis."

    - (Quelle: paderball.com)

  • nur will ich auch das er 10-15 Minuten seine Schwächen verbessert

    Habe die letzten Male gezielt 10-15 min An seinem Antritt trainiert bis er selbst gesagt hat „das reicht jetzt“ ? Ziel ist es ihn so gut wie möglich zu fördern ohne das druck auf ihn aufgebaut wird.

    Natürlich will ich das der kleine neben dem Spaß am Fußball auch eine gewisse Förderung hat.

    Hab mal irgendwo gehört gehabt das man nicht viel rausholen kann was die Schnelligkeit angeht da das meist an der Veranlagung liegt (war selbst auch langsam wie ne Schnecke ?) .

    Er ist 6. Ich habe bei den Zitaten Bauchschmerzen. Vor meinem geistigen Auge sehe ich einen Erstklässler, der im Garten oder auf dem Fußballplatz Sondertraining mit Papa hat, um gezielt an seinen Schwächen zu arbeiten.

    Ich habe immer ein schlechtes Gefühl, wenn den Eltern meiner Spieler der Fußball zu wichtig ist. In der Vergangenheit habe ich auch einige Beispiele gesehen, bei denen der Schuss später nach hinten losgegangen ist.
    Es ist für Euch beide toll, Zeit zusammen zu verbringen. Es ist auch toll für Euch, zusammen zu spielen. Aber lass für Deinen 6-jährigen Sohn doch Fußball weiter ein Spiel sein, bei dem man nicht an seinen Schwächen arbeiten muss.
    Kein seriöser Trainer in dieser Altersklasse würden einem Kind seine "Schwächen" präsentieren und durch Übungen daran arbeiten. Ein seriöser Trainer in dieser Altersklasse würde Spielformen kreieren, die ein gewünschtes Verhalten provozieren. Niermals würde dieser Trainer einem 6-Jährigen aber sagen, er wäre zu langsam.
    An Eurer Stelle würde ich mir verschiedene unrunde Bälle (z.B. Reflexball oder Football) besorgen und damit ganz normal Fußball spielen. Das ist lustig, macht Spaß und hat mit dem bekannten Fußball recht wenig zu tun.

  • Ich glaube das der Threadschreiber ein netter Vater ist, der jedoch nicht objektiv ist, weil er der grösste Fan seines Sohnes ist!


    Das birgt -neben einer schönen Zeit- auch Gefahren. Da ich das dreimal hinter mir habe folgenden Rat:


    1. Lass deinem Sohn SEIN Spiel und kicke ein wenig mit ihm, ...aber trainiere ihn nicht.


    2. Schick ihn mit anderen Kindern auf die Wiese oder mit einem Tennisball o.ä. im verkehrsberuhigten Bereich unbeeinflusst Straßenfussball spielen.


    Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass da große Trainer als Helden der Kreisliga kommen und aus dem ungeschliffenen Diamanten ein Juwel machen. Das macht der Junge in SEINEM Rahmen schon selbst.


    3. Akzeptiere das auch ihm Grenzen gesetzt sind. Er wird in diesem Alter nicht mit anderen Kombinationsfussball beim Spiel im Raum praktizieren. Da sind ihm entwicklungstechnische Grenzen gesetzt, garantiert.


    4. Ich muss mich sehr wundern, was hier teilweise zum Thema Antrittsschnelligkeit und Schnelligkeit an sich bei einem Minikicker der in der F 2 aushilft geraten wird !!!!!!!!


    4.1 Gibt es für einen Trainer andere Themen für diese Altersgruppe, die Überschriften sind andere, versteckt findet das statt, aber nur für den Kopf.


    4.2 bauen Kinder in diesem Alter keine großartige Muskulatur auf. D.h. über Kraft (ein Teil von Kondition) wird die Schnelligkeit durch Training nicht beeinflusst...das sind spätere Ziele...übrigens ist auch Kondition in diesem Alter nicht zu trainieren.


    4.3 KINETIC (Körper und Geist wird in Sachen "Tun" und "Abläufe" im Zusammenspiel) wäre vielleicht ein aufbauendes Thema....könnte für ihn aber langweilig sein (je nach Übung), da er Bewegungsdrang hat. Kinetik ermöglicht unter Druck schneller zu reagieren


    Fazit


    Ich glaube, dass man durch das Denken als Erwachsener hier sehr schnell dazu neigt, den Jungen zu Überschwemmen. Selbst wenn er als absolutes Ausnahmetalent in der Lage wäre, vieles doch zu tun....so würde es ihm langweilig werden....da andere da nicht mithalten und er allein wäre. Weniger wäre da mehr.


    Unter dem Strich spricht deshalb SEHR viel dafür, ihn mit einem Ball zu bewaffnen und über den Straßenfussball sich selbst durch einfache kindliche Bewegung und Erfahrung fördern zu lassen...unbeeinflusst!