E-Jugend - Welche Entwicklung können / sollen Eltern fordern dürfen

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  • Grüß Euch!


    Mein Sohn spielt seit ein paar Jahren bei einem Bundesligisten - derzeit E Jugend.


    Seit 4 Saisonen beobachte ich, wie 4 verschiedene Trainer ihn von 20 Spielen 18x auf der selben Seite spielen lassen,
    wobei jeder Trainer eine unterschiedliche Sichtweise davon hat, ob er ihn in der Saison mehrheitlich Links oder Rechts aufstellt.


    Anders gesagt:
    Saison 1: spielte er bei 5+1 abwechselnd hinten rechts oder links
    Saison 2: 5+1 nur links
    Saison 3: mehrheitlich Rechts hinten und selten im Zentrum
    Saison 4: bei 6+1 mehrheitlich Links hinten oder Links vorne, selten Mitte vorne und nie Zentrum


    Auffallend ist, dass bei 6+1, die Positionen Mitte vorne, Mitte Mitte, und Mitte hinten, ständig von nur 3 Spielern besetzt werden (egal ob Terstspiele oder Turniere).


    Wenn ich mir die Beiträge diverser Trainer durchlese, dann sollte die Ausbildung der Spieler im Vordergrund stehen und weniger das Thema der Positionen.


    Was mir allerdings bei unserem Verein auffällt ist, dass mir mein Junge rückmeldet, dass die Trainer im Training den Jungs erlauben sich die Positionen selbst zu suchen,
    er allerdings die Mitte Mitte Position nicht spielen darf, sondern von den Trainern ein bestimmter Spieler bevorzugt wird.


    In den Spielen selbst, wird er ständig von den Trainern zurückgepfiffen wenn er seine 1:1 Stärke ausspielen oder einmal selbst schießen will.
    Das geht soweit, dass er in Spielen ständig für sein Team spielt, 3 Assists liefert und dann wenn er 1x selbst den Abschluss sucht, vom Trainier kritisiert wird warum er nicht passt.
    Ich hätte kein Problem wenn er das bei anderen Spielern auch machen würde, nur tut er das nicht und man kann zusehen wie manche Spieler ständig in die Zweikämpfe gehen, ständig verlieren, wirklich nie abspielen und der Trainer schweigt.


    Was ebenso auffallend ist, dass in den seltenen Spielen wo mein Junge das Zentrum besetzt, die Spiele ungemein schnell werden,
    wir ständig so gewinnen und seine Kollegen wesentlich mehr an Tempo zulegen müssen um die Räume zu besetzen.


    Paradox ist,
    dass trotz vieler internationaler und nationaler Titel als "best player" in Turnieren und dem Lob vieler Trainer (Dortmund, Dyn Zagerb usw.),
    erhält er (und seine anderen Kollegen) in den Testspielen und Turnieren, weniger Spielzeit als ein gewisser Spieler des Teams.


    Ich habe oft den Eindruck, dass man sein Potential zu sehr zu unterdrücken versucht damit man gewissen Eltern das Gefühl geben kann, dass der Klassenunterschied zu ihren Kindern nicht zu sehr auffällt.
    Inzwischen sprechen auch Eltern offen davon, das bei diesem Jungen Geld im Spiel ist. :?:


    Worum es mir geht:
    Ich habe generell kein so großes Vertrauen in die Ehrlichkeit in den Vereinen. Vor allem wenn ich sehe welche Jungs spielen,
    deren Mamas mit den Trainenr ins Bett hüpfen oder deren Eltern mit den Trainern ständig am Saufen sind.


    1.) Welche pro und contras gibt es im Kinderfussball, einen Spieler ein Klasse älter spielen zu lassen, wenn er augenscheinlich stärker ist als seine Altersgenossen?


    2.) Kann/Darf/Muss ich vom Trainer verlangen, dass er meinen Jungen nicht nur Links sondern auch Rechts spielen läßt und wenn Ja, in welchem Rhytmus?


    3.) Sind meine Beobachtungen und Rückschlüsse zu sensibel oder ist sind das nachvollziehbare Entscheidungen, die von Seiten des Vereins ausgehen?


    MFG

  • Hast du mal mit den aktuellen Trainern gesprochen und dir erzählen lassen, warum sie so handeln wie sie es tun? Damit meine ich übrigens nicht, dass Ihr einer Meinung sein müsst. Überhaupt möchte ich an dieser Stelle bewusst keine Bewertung abgeben, und ich würde dir raten, in das von mir vorgeschlagene Gespräch primär zu gehen, um zu erfahren, was sie wie tun und weshalb so und nicht anders. Davon kannst du uns dann ggf. berichten.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • tobn:


    Ja es gab dazu schon Gespräche, allerdings wurde das Thema von mir nicht eingefordert sondern ist vom Jugendleiter selbst angesprochen worden.


    Das Argument des Bundesligisten ist, dass man ihn als Top Spieler betrachtet, man allerdings befürchtet, dass er eventuell den Sprung nicht schafft und dann sein Talent verloren geht.
    Jetzt ca. 1 1/2 Jahre später, lese ich in vielen Foren und berichten mir viele Trainer anderer Vereine, dass sie Spieler bewusst nach oben ziehen um sie mehr zu fordern.....nicht überfordern.


    Sehe ich meinen Jungen beim Training mit 12jährigen oder wenn er innerhalb des Vereins 1 Stufe höher spielt, dann gehört er immer zu den aktivsten und auffälligsten Spielern .... so die Rückmeldungen der anderen Eltern und der Trainer.


    Vom anderen Verein, hätte ich das Angebot meinen Jungen höher spielen zu lassen und der Trainerstab würde ihn eben individuell in Richtung RB Akademie unterstützen.
    Diese Zusage hätten wir.

  • Weshalb spielt Dein Sohn dann nicht schon bei RB, wenn er so ein Top - Talent ist und der Verein sowieso euer Ziel ist ? Er müsste dann dort ja schon aufgefallen sein ...

  • Ich kann deine Kritik nachvollziehen, sehe aber ein anderes Problem im Vordergrund:
    Du beschreibst deinen Jungen - nicht nur hier - so, wie ich es von Hundehaltern gegenüber ihren Wettbewerbstieren kenne.


    Dein Junge scheint dir auch reif und hörig zu sein. Na klar. Seit klein auf kennt er nur die Konditionierung durch Erfolg. Vielleicht auch die Gunst oder Misgunst seines Vaters, seines Umfeldes.


    Aus der Ferne betrachtet, bekomme ich als Pädagoge Angst um die Kindgerechte, ganzheitliche Entwicklung, wenn ich deine Beiträge lese.


    Als Trainer sage ich dir: Dein Sohn kann mit 10 der für seine Altersklasse beste spieler sein und wird nur Erfolge sammeln. Wie geht er damit um, wenn er in einer U12 keinen Freund findet? Keinen Stich sieht?


    In meiner U10 gibt es unglaubliche Entwicklungunterschiede, die sich aber alle 2 Monate ändern können.


    Also; komm runter, schnapp dir nen Snickers und lass deinen Sohn Sohn sein, nicht deinen Trophäensammler!

  • Inzwischen sprechen auch Eltern offen davon, das bei diesem Jungen Geld im Spiel ist.


    Worum es mir geht:
    Ich habe generell kein so großes Vertrauen in die Ehrlichkeit in den Vereinen. Vor allem wenn ich sehe welche Jungs spielen,
    deren Mamas mit den Trainenr ins Bett hüpfen oder deren Eltern mit den Trainern ständig am Saufen sind.

    Du sprichst von einem Bundesligisten...? Also von einem NLZ der deutschen Top-18 (meinetwegen auch Top-36)-Vereine?
    Sämtliche Trainer im Grundlagenbereich dieses Vereins werden mit Geld, Alkohol oder sonstigen Dienstleistungen bestochen?
    Was macht Dich denn so sicher, dass im Jahrgang höher die Mannschaftsaufstellung nicht auch auf der Bettkante ausdiskutiert wird? Wenn das alles so ist, wäre es nicht mein Hauptproblem, ob mein Sohn auch mal auf der 10 spielen darf...

  • Ja es gab dazu schon Gespräche, allerdings wurde das Thema von mir nicht eingefordert sondern ist vom Jugendleiter selbst angesprochen worden.

    Was für ein Gespräch war das? Nur zwischen JL und dir oder war das eher ein Vortrag des JL? Was ist mit den Trainern? Waren sie dabei? Haben sie sich geäußert? Hast du mit ihnen gesprochen? Es sind doch die Trainer, die deinen Bub trainieren, und nicht der JL, oder?


    Und was hat der JL denn gesagt? Was ist in diesem Zusammenhang "das Thema", das du als nicht von dir eingefordert erwähnst?


    Das Argument des Bundesligisten ist, dass man ihn als Top Spieler betrachtet, man allerdings befürchtet, dass er eventuell den Sprung nicht schafft und dann sein Talent verloren geht.

    Das Argument wofür? Ihn in der jetzigen Mannschaft zu belassen und nicht in die U11 hoch zu ziehen? Nun ja, ich weiß nicht, wie die Statute bei Euch sind, aber bei uns wäre das ein Scheinargument, da man auch unter der Saison Spieler (im Rahmen der Regularien) in verschiedenen Mannschaften einsetzen darf. Einen U10-Spieler darf ich (hier in Hessen) ohne weiteres in einer U11 spielen lassen. Und er darf auch einzelne Spiele dort machen oder einen Teil der Saison, und dann wieder in die U10 zurück kehren. Die einzige Einschränkung hier ist die, dass er ggf. ein Spiel aussetzen muss, bevor er wieder in der unteren Mannschaft eingeetzt werden darf (die genaue Regel besagt, dass nur einer der Spieler, die beim vorherigen Spiel in einer oberen Mannschaft eingesetzt wurden, im aktuellen Spiel in der unteren Mannschaft spielen dürfen).


    Jetzt ca. 1 1/2 Jahre später, lese ich in vielen Foren und berichten mir viele Trainer anderer Vereine, dass sie Spieler bewusst nach oben ziehen um sie mehr zu fordern.....nicht überfordern.

    Ja, das kann man machen, wenn ein Kind unter seinen Altersgenossen deutlich unterfordert ist. Die dazu erforderliche Beurteilung ist aber nicht ganz so einfach, vor allem nicht für Eltern. Es geht auch nicht nur um die rein sportlichen Aspekte, die soziale und geistige Reife sollten auch berücksichtigt werden. Da Ihr ja schon bei einem Bundesligisten seid, würde es mich, ehrlich gesagt, wundern, wenn sein aktuelles Team für deinen Sohn zu schwach ist. Aber ich bin natürlich auch ganz weit weg.


    Sehe ich meinen Jungen beim Training mit 12jährigen oder wenn er innerhalb des Vereins 1 Stufe höher spielt, dann gehört er immer zu den aktivsten und auffälligsten Spielern .... so die Rückmeldungen der anderen Eltern und der Trainer.

    Das ist auf jeden Fall gut, dann ist er schon mal sehr engagiert. Vielleicht würde er es auch eine Altersstufe höher auch packen. Ob es aber besser wäre, das wird dir kaum jemand sagen können. Und auch im Nachhinein wirst du nicht mit Sicherheit sagen können, ob Ihr die beste Entscheidung getroffen habt, weil Ihr Euch eben für einen Weg entscheiden müsst und den anderen nicht gehen könnt. Auch das ist für mich ein Grund dafür, dir zu raten, es mit dem Wunsch nach Optimierung nicht zu übertreiben, denn so wird man nicht glücklich.


    Vom anderen Verein, hätte ich das Angebot meinen Jungen höher spielen zu lassen und der Trainerstab würde ihn eben individuell in Richtung RB Akademie unterstützen. Diese Zusage hätten wir.

    Aha. Das sagt mir jetzt nicht viel. Dieser andere Verein hat wohl nichts mit RB zu tun? Wie soll dann die "individuelle Unterstützung in Richtung RB Akademie" aussehen? Was kann man Euch in dieser Hinsicht zusagen, da Euer Ziel ja ziemlich sicher ein BuLi-Leistungszentrum sein dürfte? Wie schätzt du, wenn das dein Ziel für deinen Sohn ist, seine Chancen ein, in die RB Akademie zu kommen, wenn er in den U-Mannschaften von RB bleibt, gegenüber einem Werdegang bei diesem anderen Verein ein?


    Ich würde vermuten, dass er größere Chancen hat, ins NLZ zu kommen, wenn er bei RB bleibt. Ich weiß aber nicht, wie bei RB der Übergang vom Kinder- in den Jugendbereich läuft. Und ich weiß auch nicht, wie viele Spieler das NLZ typischerweise aus dem eigenen Kinderbereich holt und wie viele von außen hinzu kommen.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Weshalb spielt Dein Sohn dann nicht schon bei RB, wenn er so ein Top - Talent ist und der Verein sowieso euer Ziel ist ? Er müsste dann dort ja schon aufgefallen sein ...

    So, wie ich @JJH verstanden habe, spielt sein Sohn bei RB. Siehe die Eröffnung hier:

    Mein Sohn spielt seit ein paar Jahren bei einem Bundesligisten - derzeit E Jugend.

    Und in dem anderen Thread (Link reiche ich gleich nach) erwähnt er RB. Daraus schließe ich, dass sein Sohn in der U10 von RB Leipzig spielt.


    So, wie versprochen der Link bzw. den Passus als Zitat (Betonung durch mich):

    Jetzt haben wir ein Angebot von einem kleineren Verein, die auch mit RB kooperieren und unseren Sohn gerne weiterentwickeln würden.
    Allerdings ist deren Team nicht so stark wie jenes des Bundesligisten allerdings würde er in der U12 anstatt in der U10 spielen.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • tobn:

    Nein mein Sohn spielt nicht bei RB, da wir in einem anderen Bundesland wohnen.


    Bzgl. Gespräche mit dem Verein
    In 4 Jahren und 4 verschiedenen Trainern gab es
    im 1. Jahr ein 2 minütiges Entwicklungsgespräch
    im 2. Jahr keines jedoch 2 eher zufällige Gespräche (bei einem Turnier) mit dem Jugendleiter
    im 3. Jahr ein 1stündiges Gespräch mit Trainer und Jugendleiter
    und im 4. Jahr bisher noch keines.


    Eines meiner Themen die ich in Gesprächen immer wieder eingefordert habe, war die Bitte meinen Jungen abwechselnd Links und Rechts spielen zu lassen.
    Im Verein weiß man, dass er eine beidbeinige Ballführung und entsprechenden Schuss hat,
    mir ist allerdings aufgefallen, dass er nach einer halben Saison auf links, zuwenig seinen rechten Fuss aktiviert hatte.
    Und ich hätte das gerne korrigiert gesehen...geschieht aber nicht.


    tobn: Habe ich schon erwähnt, dass mein Junge erst vor ein paar Tagen bei einem internationalen Freundschaftsspiel 3 Assists geliefert hat und als er danach 1x in seiner Spielzeit selbst aufs Tor schießen wollte der Trainer zu ihm ruft er soll abspielen?


    Oder vor wenigen Tagen bei einem Testspiel:
    8+1
    Aufstellung 3-2-3
    Er durfte bei einem 30min Spiel gerade mal 10min im Zentrum spielen.
    Nach 5 Pässen in den Angriff und davon 3 Assists wurde er sofort von der Position genommen und der Trainerliebling ist wieder auf die Position ins Zentrum gerückt.
    Endergebnis 3:0.


    Daher eben meine Frage, was darf ich als Elternteil von einem Trainer einfordern dürfen.

  • Sorry, aber mir ist die gesamte Diskussion hier zu unsachlich und einseitig


    - Trainerliebling
    - Mütter bespaßen Trainer
    - Trainer trinkt mit Vätern
    - mein Sohn der Beste...




    Das sind für mich keine Diskussionsgrundlagen, sondern Killerphrasen.


    Ansonsten sage ich immer "sprechenden Menschen kann geholfen werden". Einfach mal sachlich und ruhig ein Gespräch wünschen und führen. Nur wenn dann auch so oder so ähnlich argumentiert wird, dann wird es wohl nichts bringen.


    Hat der Verein kein Konzept? Es muss doch gerade im Leistungsbereich ein Förderplan / -konzept vorhanden sein, woran sich der Trainer zu halten hat.
    Dennoch wird er sicher seine Gründe haben, warum er wie aufstellt.


    Und damit meine ich keine Bestechung!

  • Nein mein Sohn spielt nicht bei RB, da wir in einem anderen Bundesland wohnen.

    OK, dann entschuldige bitte meine Vermutung. Du schriebst aber doch, dass er bei einem Bundesligisten spielt. Und nanntest RB und die RB Akademie.. Naja, es ist ja auch letztlich egal, auch wenn es für uns hilfreich ist zu wissen, wie die einzelnen Vereine, um die es geht, aufgestellt sind.


    Übrigens gibt es zwischen Bundesligisten, so zumindest mein bisheriger Eindruck, durchaus nennenswerte Unterschiede darin, wie bei ihnen der Kinderbereich aussieht. Einige Bundesligavereine haben gar keine eigenen Kindermannschaften, bei anderen laufen sie im Stammverein und ziemlich losgelöst vom NLZ, bei wiederum anderen wird der Kinderbereich scheinbbar als Unterbau des NLZ gesehen.


    Bzgl. Gespräche mit dem Verein
    In 4 Jahren und 4 verschiedenen Trainern gab es
    im 1. Jahr ein 2 minütiges Entwicklungsgespräch

    im 2. Jahr keines jedoch 2 eher zufällige Gespräche (bei einem Turnier) mit dem Jugendleiter[/quote]In diesen zwei Jahren war dein Sohn in U7 und U8, also sechs bis acht Jahre alt. Da sind Entwicklungsgespräche meiner Meinung nach ausgesprochen ungewöhnlich und auch eher überflüssig.


    im 3. Jahr ein 1stündiges Gespräch mit Trainer und Jugendleiter

    Und mit diesem Gespräch warst du nicht zufrieden? Hast du dieses Gespräch veranalssst oder war das der Trainer? Oder etwa der Jugendleiter?


    und im 4. Jahr bisher noch keines.

    Und hast du schon mal um eines gebeten? Der jetzige Trainer weiß ja vermutlich nichts von dem Gespräch im Vorjahr, oder?


    Eines meiner Themen die ich in Gesprächen immer wieder eingefordert habe, war die Bitte meinen Jungen abwechselnd Links und Rechts spielen zu lassen.
    Im Verein weiß man, dass er eine beidbeinige Ballführung und entsprechenden Schuss hat,
    mir ist allerdings aufgefallen, dass er nach einer halben Saison auf links, zuwenig seinen rechten Fuss aktiviert hatte.

    Man kann doch aber auch auf der linken Seite seinen rechten Fuß benutzen. Aber vielleicht kann ich die Situation ein bisschen verstehen, er scheint ja einen starken linken Fuß zu haben. Linksfüße sind ja seltener als Rechtsfüße, so dass die meisten Trainer der Versuchung erliegen, einen Linksfuß, so sie ihn denn haben, auch auf die linke Seite zu stellen. Den meisten Spielern kommt das auch entgegen, da sie so in der Offensive i.d.R. den Ball mit dem gegnerfernen Fuß führen und den ihnen bequemen Fuß für Flanken von außen oder Torschüsse aus dem Halbfeld nehmen können. In der Defensive allerdings spielt es allerdings eine deutlich geringere Rolle, welcher der stärkere Fuß ist -- dadurch bin ich etwas ob deines Ansinnens verwirrt.


    Ich selbst setze häufig hinten links oft gerne den Zweikampfstärkeren meiner zwei Verteidiger ein, eben weil der gegnerische Rechtsaußen häufig gefährlicher ist als der Linkaußen. Welcher der stärkere Fuß meines Spielers ist, spielt da eigentlich kaum eine Rolle. Wären meine Kids so ballsicher dass ich sie im z.B. von @Sir Alex bevorzugten 3-2-1 mit offensiven Außenverteidigern spielen lassen können, dann würde es sich anbieten, als LAV einen Links- und als RAV einen Rechtsfuß spielen zu lassen. Allerdings würde ich diese Spieler dann auch gerne als Mittelfeldspieler auf den Halbpositionen einsetzen, und dann gerne auch den Linksfuß rechts und den Rechtsfuß links.


    Und ich hätte das gerne korrigiert gesehen...geschieht aber nicht.

    Ich glaube, du überschätzt hier den Einfluss der Position auf den bevorzugten Fuß. Es ist immer der Spieler, der sich den Fuß aussucht.


    Habe ich schon erwähnt, dass mein Junge erst vor ein paar Tagen bei einem internationalen Freundschaftsspiel 3 Assists geliefert hat und als er danach 1x in seiner Spielzeit selbst aufs Tor schießen wollte der Trainer zu ihm ruft er soll abspielen?

    So, wie du es schilderst, klingt es so, als würde z.B. ich als Trainer auch anders handeln als der Trainer deines Sohnes. Aber ich kenne eben nur deine Schilderungen und habe noch kein Spiel deines Sohnes selbst gesehen. Ebensowenig wie diese Situationen.


    Oder vor wenigen Tagen bei einem Testspiel:
    8+1, Aufstellung 3-2-3
    Er durfte bei einem 30min Spiel gerade mal 10min im Zentrum spielen.

    Das ist immerhin ein Drittel der Spielzeit.


    Nach 5 Pässen in den Angriff und davon 3 Assists wurde er sofort von der Position genommen und der Trainerliebling ist wieder auf die Position ins Zentrum gerückt. Endergebnis 3:0.

    Das Ergebnis ist mir völlig egal. Hat der "Trainerliebling", wie du ihn nennst, denn die übrigen zwanzig Minuten im Zentrum gespielt? Was ist mit den anderen Spielern im Team, wie oft dürfen sie denn im Zentrum spielen oder halt da, wo ihre Papas sie am liebsten sehen?


    Daher eben meine Frage, was darf ich als Elternteil von einem Trainer einfordern dürfen.

    Einen fairen und respektvollen Umgang, ebenso keine Benachteiligung gegenüber anderen Spielern. Eine besondere Bevorzugung oder eine bestimmte Position aber jedenfalls nicht.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Zitat von tobn

    Was ist mit den anderen Spielern im Team, wie oft dürfen sie denn im Zentrum spielen oder halt da, wo ihre Papas sie am liebsten sehen?

    Ich hoffe nicht, dass du das jetzt zynisch meinst.
    Es ist wirklich so, dass 3 Jungs ständig auf fixen Positionen spielen und der Rest wird dann auf die anderen Positionen verteilt.
    Soweit ich das beurteilen kann, verstehen so einige Väter und Mütter nicht, warum man von einer Ausbildung spricht und die Jungs ständig irgendwo festhängen.
    Egal ob Testspiel oder Bewerb, die Jungs hängen großteils fest.



    Zitat von tobn

    Hat der "Trainerliebling", wie du ihn nennst, denn die übrigen zwanzig Minuten im Zentrum gespielt?

    Ja hat er und davor ebenso schon 30 Minuten. Kein anderer Spieler durfte diese Position spielen.



    Deine Argumente in Richtung Spielzeit rechts oder links sind nur die halbe Wahrheit (bitte nicht falsch verstehen).
    Sei mal ehrlich, wenn du einen Jungen hast, der beidbeinig stark ist, warum sollte dieser nicht an einem Tag links und am anderen Tag rechts (egal wo) spielen?

  • TrainerT:
    Ich weiß nicht ob du es jemals erlebt hast, ein sehr talentiertes Kind zu haben und erleben zu dürfen wie du als Elternteil ständig angefeindet wirst.
    Wenn dir soetwas geschieht, dann reden wir von keinen Maßnahmen und Gedanken die man über jeden 08/15 Spieler legen könnte.
    Da gilt es aufzupassen, dass man gewisse Entscheidungen nicht verschläft und vor allem, man muss die Entwicklungen genau beobachten.
    Kinder in solchen Fällen alleine zulassen funktioniert nicht.


    Es ist kein Spaß wenn man zusieht wie sich Kinder für ihre Leidenschaft im Spiel und Training aufopfern und ihnen talentbefreite Kinder den Platz wegnehmen, weil Freunderlwirtschaft, Alkohol und Xes im Spiel sind.


    Ich finde das unprofessionell und vor allem jenen Kindern gegenüber, die alles für den Fussball geben, jedoch kaum Beachtung erhalten, inakzeptabel.

  • Ich hoffe nicht, dass du das jetzt zynisch meinst.

    Nö, da würde ich schon ein entsprechendes Smily bemühen oder diesen Umstand explizit erwähnen.


    Es ist wirklich so, dass 3 Jungs ständig auf fixen Positionen spielen und der Rest wird dann auf die anderen Positionen verteilt. Soweit ich das beurteilen kann, verstehen so einige Väter und Mütter nicht, warum man von einer Ausbildung spricht und die Jungs ständig irgendwo festhängen. Egal ob Testspiel oder Bewerb, die Jungs hängen großteils fest.

    Das ist keine Seltenheit, sondern eher die Regel im Kinderfußball, soweit ich es beobachten kann. Gerade bei in ihrer Spielklasse starken Mannschaften könnte man als Trainer tatsächlich viel mehr rotieren als es den Trainern von durchschnittlichen Truppen möglich ist, ohne signifikant mehr Spiele gegen eigentlich ähnlich starke Gegner zu verlieren. Es ist halt so, dass die meisten Trainer, aber eben auch Eltern und Kinder tatsächlich teilweise auch, dem Spielergebnis die größte Bedeutung geben, es stellt den entscheidenden Faktor in der Bewertung des Spiels dar. Bei Eltern spielt die im Spiel mutmaßlich sichtbare Wertschätzung ihres Kindes noch eine recht große Rolle....


    Tatsächlich ist die scheinbare Bevorzugung einzelner Spieler durch Trainer keine Seltenheit. Es sollte sie eigentlich nicht geben und nicht immer ist sie wirklich in dem Maß gegeben, wie sie von den anderen Eltern wahrgenommen wird. Aber, ganz ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass du mit Forderungen deinen Sohn betreffend wirst viel erreichen können, wenn du sie zu deutlich oder lautstark artikulierst. Denn folgt der Trainer ihnen, so sendet er damit das Signal an die übrige Elternschaft, dass er nach der deiner Pfeife tanzt. Das wird sie ähnlich ärgern wie du dich jetzt über die Bevorzugung der drei aktuellen "Lieblinge" aufregst.


    Letztlich ist die Frage, ob du den Trainern deines Sohnes vertraust oder nicht. Wenn du das offene und konstruktive Gespräch mit ihnen suchst, könnte sich evtl. dein bisheriger Eindruck ändern. Hast du an einem Gespräch aber kein Interesse (und das meine ich wertungsfrei) oder siehst du darin keinen Sinn, so musst du letztlich entweder akzeptieren, wie die Trainer die Mannschaft inklusive deines Sohnes führen, oder eben die Mannschaft verlassen und woanders Euer Glück suchen. Ich glaube aber nicht, dass dein Sohn in seinem jetzigen Verein zu wenig an Entwicklungsmöglichkeiten hat. Er spielt sicher nicht eine so bedeutende Rolle wie du sie ihm angemessen betrachtest, aber ich glaube nicht, dass ihm die Zukunft verbaut wird.


    Deine Argumente in Richtung Spielzeit rechts oder links sind nur die halbe Wahrheit (bitte nicht falsch verstehen).

    Ich weiß jetzt nicht, welche Aussage du konkret meinst.


    Sei mal ehrlich, wenn du einen Jungen hast, der beidbeinig stark ist, warum sollte dieser nicht an einem Tag links und am anderen Tag rechts (egal wo) spielen?

    Ich habe doch geschrieben, dass ich es so machen würde. Tatsächlich spielen meine Kids typischerweise mal links, mal rechts.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Für Außenstehende ist es schwer zu unterscheiden, was Wirklichkeit ist und was eventuell reine Polemik ist. Von "Freunderlwirtschaft, Alkohol und Xes" im NLZ zu sprechen finde ich zumindest gewagt. Das kann sich kein Bundesligist erlauben und über so etwas hinwegsehen.
    Die hochkochenden Emotionen machen es da sicher auch schwer, sachlich zu bleiben.


    Ich bin der Meinung, dass es das Wichtigste ist, dass das Kind sich wohl fühlt und eine Vertrauensbasis zwischen Trainer, Spieler und Eltern herrscht und diese scheint es in eurem Verein nicht zu geben. Wenn ich mein Kind in die Obhut anderer Gebe muss ich ein gutes Gefühl haben, ansonsten macht es keinen Sinn, denn habe ich es nicht, hinterfrage ich jede Kleinigkeit. Ich denke daher, dass alles was folgt nur zu weiteren unnötigen Diskussionen führt. Ich würde das Gespräch mit dem Trainer suchen, ihm alles schildern, was ich denke und dann entscheiden, ob ein Neuanfang fernab von allen vergangenen Konflikten und Missverständnissen möglich ist oder ich bereite dem Spuk ein Ende und melde das Kind ab.


    Nebenbei sei auch erwähnt, dass ich in keinem Post entdeckt habe, was das Kind fühlt.

  • Auf die Fragem was Eltern Einfordern dürfen.... NICHTS! Du kannst Dich gern im Trainerteam informieren, wieso, weshalb, warum es so gemnacht wird..aber Fordern- gar nichts


    Wer ist der Fachmann in der Ausbildung Deines Sohnens? Der Trainer / das Trainerteam oder Du?


    Dü möchtest, das Dein Sohn der Star ist....das möchten auf dem Niveau glaube ich alle Eltern von ihren Kindern....!!!


    In dem Alter gehören Kinder in ihren Heimatverein..zu ihren Freunden..Familien... nicht im Stress mit Freundschaftsspiele gegen andere Teams aus der restlichen Welt....nicht ins Auto, um 3 x die Woche quer durch die Lande zum Training zu fahren......das sind in dem Alter Kinder, die man Kinder sein lassen sollte!

  • In dem Alter gehören Kinder in ihren Heimatverein..zu ihren Freunden..Familien... nicht im Stress mit Freundschaftsspiele gegen andere Teams aus der restlichen Welt....nicht ins Auto, um 3 x die Woche quer durch die Lande zum Training zu fahren......das sind in dem Alter Kinder, die man Kinder sein lassen sollte!

    Der Meinung bin ich zwar prinzipiell auch denn jede Stunde im Auto kann das Kind nicht aufm Bolzplatz verbringen.


    Aber in dem Fall stelle ich mir das extrem anstrengend für alle Beteiligten vor. Stell dir vor, JJH geht mit seinem Kind in den Dorfverein und stoppt dort die Einsatzminuten je Position und überwacht mit Argusaugen, ob auch die aufs Kind optimierte Mannschaft um ihn herum aufgeboten wird. Nicht dass noch der Dicke Paul den ach-so-schönen Pass nicht adäquat verwertet.


    Sorry JJH, ich kann deine Anspruchshaltung nicht nachvollziehen. Du scheinst die Karriere deines Kindes minutiös zu planen. Mit tut der Drops leid. Glaubst du wirklich ein echtes Talent kann man irgendwie stoppen, wenn er nicht exakt so wie du es dir vorstellst gefördert würde? So ein Blödsinn. Aber du scheinst ja schon gar nichts anderes mehr als Haifischbecken zu kennen; witterst Vetternwirtschaft und hochschlafen. Mir biegen sich da die Nackenhaare hoch. Entweder, du übertreibst maßlos oder das stimmt, dann würde ich mein Kind nie in so einem Umfeld lassen.

  • Danke Goodie!


    Ich verfolge die beiden von JJH erstellten Freds und wünsche mir in dessen Folge, dass mich mein Eindruck Täuscht und der Junge die intrinsische Motivation am Fußball nicht verliert. Geht der Weg so weiter, dann wird daraus ganz schnell eine extrinsische, dann kann er sich sein Talent kleben und du hast ne heiße Zeit in der Pubertät vor dir. In den Leistungsjahrgängen ist die Motivation mindestens so wichtig wie z.B. der erste Kontakt. Die Motivation erhalten sich Kinder in der Regel, wenn sie in einem sicheren Umfeld Dinge tun, die ihnen Spaß machen. Das der "dicke Paule" den Doppelpass verhaut, sehen vordergründig nur wir Erwachsenen. Und wenn dein Junge sich beschwert, oder dich bestätigt, dann denk an sein Alter und frage dich, ob er dieses Verhalten nicht vielleicht gelernt hat. So wie ich es aus deinen Beiträgen lese, muss dein Junge immer in Konkurenz treten. Scheisse, Fußball ist ein SPIEL, mach es ihm nicht kaputt. Vielleicht ist es eben deine Aufgabe ihm zu vermittlen, das er seinen Kumpels helfen kann, mit alle dem, was er schon kann. Das fördert am Ende des Tages die Persönlichkeitsentwicklung.


    Alles hat Folgen, Kinder vergessen nicht, sind sensibel.


    @JJH, deine Grundhaltung muss sich zwangsläufig ändern. Horch in dich rein. Was hast du dir als Kind von deinem Vater gewünscht? Was hat dein Verhalten, deine Haltung zu den Trainern für Folgen auf die Zusammenarbeit? Mit solchen Anmaßungen, wie von dir beschrieben, wirst du nur verbrannte Erde schaffen. Ein Kind kann nur dann gefördert werden, wenn alle an einem Strang ziehen. Bist du überhaupt bereit für Koopertionsarbeit? Bist du in der Lage, dich auch für die Kinder aus der Gegnermannschaft zu freuen, wenn diese eine tolle Finte gespielt haben?


    Bitte versteh diesen Beitrag als Hilfestellung.

  • Glaubst du wirklich ein echtes Talent kann man irgendwie stoppen, wenn er nicht exakt so wie du es dir vorstellst gefördert würde? So ein Blödsinn.

    Klar, kann man ein Talent stoppen und zwar genau damit, was JJH macht. Ich kenne einen Vater. Sein Sohn kam zu uns aus einem NLZ. Genau diese Argumentation. Alles Schieße, nur Vetternwirtschaft, Sex und Alkohol. Mein Sohn ist der Beste, spielt aber nicht. Vor ein paar Wochen habe ich mit einigen Eltern vom besagtem NLZ gesprochen. Der Junge war gut, nur sein Vater war nicht auszuhalten, weil er immer Verschwörungstheorien wetterte. JJH, nimm es nicht persönlich.
    Ich bin genau, wie du gewesen. Wer meine Postings verfolg, weiß, dass ich auch Angst hatte, Karriere meines Sohnes durch Unterforderung kaputt zu machen. Bis es dazu gekommen ist, dass mein Sohn mir sagte, er hört mit Fussball auf, weil ihm all das Hype zu viel ist. Seitdem mische ich mich in seine Angelegenheiten nicht mehr und mein Sohn hat angefangen Fußball richtig zu spielen. In diesem Jahr hat er Angebote von drei NLZs zu Probetraining bekommen und wechselt am Ende der Saison zum Nächstgelegenem.
    Lass bitte deinen Junge in Ruhe. Er hat Talent und wird es schaffen.

  • Wie JJh war ich früher auch, ähnlich verpeilt. habe einmal sogar glaube U 9 oder 10 die einsatzminuten aufgeschrieben))))). Jetzt, mein Sohn spielt U15 NLZ, kann ich sagen, bis zur u13, isnd die Jugendmannschaften eines NLZ reine Imagepflege. Erst ab der U14 zählt es. Die Hauptsache sind Eigenmotiovation...in diesem Bereich. wenn den Sohn so talentiert ist, wie du sagtst, dann wird sein Weg in ein NLZ führen, da kann kein "Saufabend" etwas daran ändern. Danach muss er auf eigenen Füssen stehen. Also fange an dich zurück zuziehen...im Aufbau-und später im Leistungsbereich interessirt deine meinung niemanden und es wird auch keine Rücksicht darauf genommen, ob du der ansicht bist, dein sohn sei ein zweiter Zidane.
    Wenn er Talent und Motivation hat, Durchhaltewillen und die Ochsentour eines NLZ-Spielers für ihn normal ist, dann kann der weg weit gehen.
    Hier zur Stütze der Werdegang meines Sohnes.
    Dorfklub 1 Jahr
    Stadtverein 2 Jahre
    Drittligaverein ohne NLZ 5 Jahre
    NLZ seit 3 jahren.
    Verbandsauswahl, U15 NM.
    Auch die zu spielende Position kann und wird vermutlich später eine ganz andere sein, bedingt auch durch den Übergang Klein-zu grossfeld.


    MFG
    DTV