Beiträge von Danhem

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    Mit diesem Herangehen zerlegst du spätestens ab E1 den eigenen Nachwuchs, weil die guten Spieler weggehen.
    Wir stehen mit unserer E3 gerade vor dieser Herausforderung: Zum Ende der vergangenen Saison haben die drei besten Spieler die Mannschaft verlassen (einer spielt nun eine Altersklasse höher, einer ist weggezogen, einer hat den Verein gewechselt). Die Mannschaft hat entsprechend an Substanz verloren und verliert nun mehr. Nun sind die Eltern der 3 besten verbliebenen Spieler auf uns zugekommen, dass sie für die kommende E1-Saison eine qualitative Aufwertung der Mannschaft erwarten, sonst wechseln sie den Verein.


    Resultat: Wir streben die Bildung einer Spielgemeinschaft an. Es geht sehr wohl ums Gewinnen!


    Du hast recht. Für einen Holz-Pädagogen mögen solche Richtlinien richtig sein, um aus 20 Kindern 3 A-Liga Spieler und 17 Skateboarder, Tennisspieler und Sportmuffel zu ZÜCHTEN.


    Ich bin raus :thumbsup:

    E-Jugend! Da ist jede gelungene hohe Abspiel-Annahme Glücksache. Das kann man machen, aber die Spielintelligenz wird dabei gewiss nicht gefördert.


    Es wird hier verusucht eine Krankheit mit Schmerzmitteln zu heilen.


    Wenn 14 Kinder nur 50 Minuten Zeit für einen Ball haben dürfen, ist es absurd über Taktik zu philosophieren.
    Während der lange Ball links fliegt, schaut rechts alles zu. Das periphere Sehen ist in der Regel nicht soweit ausgeprägt, als das der 9 Jährige RV erkennt, warum der LF gerade von links ins Zentrum zieht.Wo bleibt die Lerneffekivität? (rhetorische Frage, bitte nicht antworten)


    Den Flugball sehe ich als Ausbildungselement in der D/C Jugend, wenn sich Körperbau und Muskulatur, sowie Schädelknochen und Brustkorb entsprechend entwickelt haben, um einen Lerneffekt bei Annahmen hoher Bälle zu gewährleisten.
    In der E-Jugend empfinden Kinder zu häufig Schmerzen bei Kopfbällen oder Brustannahmen, sodass sie in Folge diesen Ablauf scheuen.


    Und lange Ware, die irgendwie so ans Ziel kommt... mal ehrlich, das ist Kreisliga C. Bei den Kleinen haben wir die Verantwortung systematischer zu wirken.

    Da die Ballannahme von hohen Zuspielen in der E-Jugend noch keinen Schwerpunkt bildet, ist der lange Ball zwar ein Ergebnisgarant, hat aber mit Ausbildungsidealen nichts zu tun.


    Es geht um die ganzheitliche Sicht der Dinge: Das Spiel des Gegners unterbinden ist ein Gruppentaktisches Element, welches im in der E-Jugend nicht angewendet werden sollte.


    Auf den großen Feldern ist die Aktionszahl der einzelnen Kinder eh schon eine Katastrophe. Dann kommen wir Erwachsenen noch auf die Idee den ersten Pass zu unterbinden... herzlichen Glückwunsch.


    Wir spielen auch regelmäßig gegen diese Holz-"Taktik". Klasse Ergebnisfußball bei dem die Kinder vom Coach wie Marionetten gesteuert werden :thumbsup: /Ironieoff

    Du sprichst mir aus der Seele.


    Das "Zustellen" gehört mMn in die 80er Jahre. Meißt propagiert das auch das eher ältere Trainer-Semester.


    Es macht überhaupt keinen Sinn. Genau so wenig wie lange Ware.
    Beide Dinge liefern nur Ergebnisse, die Entwicklung allerdings stagniert. Eine neue Generation "Manndecker" braucht der Fußball nicht.

    Spiel Satz und Sieg! :thumbsup:<3

    Option 4: Das Bild vom Kind überdenken/überholen. Auf Spaß setzen/Ergebnisse nicht beachten. Den Moment genießen, wenn alle gemeinsam spielen und sich nicht profilieren. So, wie wir Erwachsenen es nicht(mehr) können.
    Genieß die Kinder in ihrem Spiel und vergifte ihren Geist nicht mit Zahlen und einfachen Kategorien, in denen sie sich durch Abgrenzung unterscheiden werden.

    Hey Milan,


    in diesem Forum gab es schon den ein oder anderen Spielervater, der sich Gedanken um die Trainer/das Training seines Kindes gemacht hat. Bevor dieser Fred wieder endlos in die länge gezogen wird, würde ich dir einige andere Themen ans Herz legen.
    Du sprichst von "Erfolg" und "schlechtem" Trainer. Diese Begriffe scheinen mir durch die Aufführung der Vereinsleistungen im weiteren Verlauf wenig, bis nicht ausreichend definiert, um konstruktiv ansetzen zu können.


    Im Forum gibt es das Thema "
    Nachwuchsförderung, Konzepte, Trainingsmethoden


    dort wirst du sicherlich fündig.


    Viele Freds werden nach kurzer Zeit sehr unübersichtlich, da viele Köche an einem Brei rühren. Sei dein eigener Koch!


    Lieben Gruß

    Es gibt meiner Meinung nach drei wunderbare Varianten:


    1.) Alle Kinder, die an einem Spieltag anwesend sind, spielen in etwa die "gleiche" Zeit.


    2.) Der Trainer läd Kinder zu Spielen ein, und bevorzugt im weiteren Verlauf der Saison immer diejenigen, welche zuvor nicht nominiert wurden.


    3.) Der Trainer besitzt genug fachliche und soziale Kompetenz, um Belastungen und Zeiten steuern zu können. Er ist dabei in ständigem Kontakt und regem - wertschätzenden - Austausch mit den Eltern und Angehörigen.


    Es gibt kein Patent, nur Hilfestellungen. Und so sollten die Leitlinien des DFB und von Horst Wein und wem auch sonst verstanden werden. Ein Kind mit niedriger Stressresistenz (Resilienz), oder fehlenden sozial-emotionalen Kompetenzen darf man nicht in dieses Schema zwingen.


    Euer Trainer kann in diesem Falle auch sehr verantwortungsvoll gehandelt haben, als dass er eben Punkt 3 beherzigt. Ein Kind gar nicht spielen zu lassen ist aber ein krasser Fehler, der ihm so nicht nochmal passieren sollte.

    Niemand zwingt dich dazu, sie zu lesen.

    Ist absolut richtig. Dann möchte ich mich inhaltlich doch noch kurz mitteilen.


    Kindercoaches, die solche Fragen stellen, stellen sich in Frage.
    Wenn ich mit Trainern im F Jugend Bereich rede und mir mein Gegenüber ein herausragendes Talent prognostiziert, dann kann ich diesen nicht mehr ernst nehmen.


    Das sind Kinder. Gedanken über deren Zukunft in 10 Jahren vergiften mMn mehr Hirne, als dass sie durch Qualität aufwiegen können. Ich wehre mich also eher präventiv gegen solche Beiträge, weil ich - ähnlich wie bei einem Unfall - widerwillig dochmal reinschaue und nahezu immer grausame Dinge lesen werde.


    Wie dem auch sei. Meine Antwort auf die Eingangsfrage:


    Nach den gehobenen U Bereichen, auch bei den 1. Buli Clubs und nach erfolgreicher Laufbahn in den U-Nationalmannschaften, sprechen Experten von einer Chance von 1:1000, wenn es um einen Profivertrag für einen Spieler geht. Dabei ist nicht die Rede von Lizenzspielern.


    Selbst bei 1:900 oder 1:500... die Antwort ist einfach "99,9% Nein"


    Der "Überflieger" ist kein "Mini-Messi", sondern höchst wahrscheinlich ein Kind.


    Es mag viele Kollegen geben, die diese Statistiken einordnen können. Es gibt leider zu viele, die sich Realitäten schaffen wollen, die den Bezug zum Kind nicht bedingen.


    Ich habe fertig.

    h

    Danke für den Tipp!


    Momentan plagt mich ähnliches Szenario. Werde mal versuchen mit Leibchenfarben und Niveau zu arbeiten.


    LG

    Nichts für ungut. Diese Themen langweilen mich.


    Manchmal denke ich beim Blick in die Freds dieses Trainerforums, an ein Forum für Soziologen und Statistiker. Es geht oft um ungelegte Eier.


    Ich trainiere, Coache und Entwickle meine Spieler nach ihrem Weg. Komplexe Antworten auf komplexe Fragen. Interessiert mich nicht, welchen Weg wer mal gegangen ist, wenn ich an die Förderung meiner Belger denke.


    Wozu sind diese Themen wichtig? Helfen die Erkenntnisse meinem "Mini-Messi", wenn dessen Eltern sich scheiden lassen, oder er den Schulwechsel nicht verarbeitet? Vielleicht übersehe ich etwas!?



    Entschuldige den aufkommenden Zynismus, nur mittlerweile muss ich mich durch einen Berg an sinnlosen "was wäre wenn" Beiträge graben, bis ich aktive Hilfe für meine Arbeit als Trainer lesen kann.


    Dafür habe ich mich nicht angemeldet. Sollte das die Regel bleiben, dann ohne mich :)


    LG und schönes Wochenende