Von anderen Sportarten lernen

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  • Danke für das Video mit den Ball-Kräftigungsübungen, finde ich klasse und werde ich mal meinen Trainer Kollegen schicken!


    Oh ja, andere Sportarten sind super kreativ geworden jetzt im Heim-Training.

    Von der Abteilung Turnen und Tanzen in unserem Verein weiss ich, dass diese 3 mal wöchentlich ein Zoom-Training anbieten. Die Kids dürfen das Aufwärm-Programm oder mal das Krafttraining gestalten. Find ich klasse.

    Klar dort ist es eben um einiges schwerer von zuhause aus zu trainieren. Mehr wie einzelne Teile oder kleine Schrittfolgen sind einfach nicht machbar.


    Leichtathletik hat teilweise Geräte verteilt, diese können auf dem Feld nebenan normal trainieren. Speer oder Hürdentraining absolvieren, für geht der Trainingsbetrieb in weitestem Sinne weiter im vergleich zu anderen Sportarten..


    Mal schauen, ich hoffe die Kids bleiben am Ball.

  • Coach1976 : in Bezug auf den Fußball findest du unter dfb.de ("Ich glaub, ich bin im Wald"). Dort ist auch ein 4 Wochen-Heimtraining oder die Videos aus dem April verlinkt. Der Stützpunkt Nürnberg bietet die Montage im November auch Live-Trainingseinheiten über MS-Teams an.


    coach.goat : Turnen kann ich bestätigen - meine Kinder machen 3x wöchentlich 1h Kraft und Stabilisation über Skype.

  • So etwas lese ich sehr gerne :) - auch wenn es nur die Färöer Inseln sind (107. der FIFA-Rangliste)

    Das ist schon eine tolle Story, aber ganz untalentiert - und vor allem zumindest im isländischen Fußball unbekannt - ist der junge Mann natürlich nicht. 2013, knapp über 16 Jahre alt, hat er schon für Torshavn in der 1. Liga debütiert, bevor dann die lange Fußballpause kam. U19-EM Quali hat er 2014 auch mal gespielt.

    Aber solche in zwei Sportarten erfolgreiche Athleten wie er oder Ester Ledecká sind schon bemerkenswert!

  • Hallo!


    Sortübergreifendes Training macht wie ich finde immer Sinn. Natürlich in Maßen und Kontrolliert aber so lernt man gleich viel, was für den Hauptsport nützlich ist. Ist ja auch nicht unüblich, dass Fußballer mit kleineren Bällen spielen um das Gefühl zu steigern! Und koordinativ ist es immer eine gute Sache!


    Gruß!

  • Stimmt ich finde alle Sportarten nützlich die Schnelligkeit und Kraft trainieren, wodurch man sich im Fußball besser durchsetzen kann. Dazu zähle ich zum Beispiel American Football, Staffellauf, Eishockey. Besonders nützlich ist es wenn man sich auch in diesen Sportarten intensiv mit seinen Mitspielern austauscht um eine bessere Absprache und Teamwork zu entwickeln. Zusätzlich noch kleine Wetten zwischen den Spielern abschließen um den Ehrgeiz zu steigern kann man machen, muss man aber nicht weil es manche dann zu ernst nehmen.

  • Ich denke, dass es sehr wichtig ist von anderen Sportarten zu lernen. Viele Sportarten sind zwar vom Aufbau her unterschiedlich, sprechen aber oft selbe Muskelgruppen oder selbe Spielfähigkeiten an. Auch andere Teamsportarten wie Handball oder Basketball in ein Fußballtraining, vor allem im Winter in der Halle einzubauen finde ich keine schlechte Idee. So wird die Teamfähigkeit noch einmal auf einer ganz anderen Ebene gefördert und sowas kann meiner Meinung nach auch etwas Abwechslung in ein Training bringen.

  • Ich habe mir gestern ein Hockey Video zum Thema: Kurze Ecke (1. Welle) angesehen.


    Im Video wurde darauf hingewiesen, dass im Hockey Training oftmals beim Abschlussspiel ein Tor aus dem Spiel heraus mit einer kurzen Ecke bestätigt werden muss. D.h. im Anschluss an ein Tor wird eine kurze Ecke gemacht. Wird die nicht getroffen, zählt das Tor nicht (oder nur einfach anstatt doppelt).

    Ich finde die Idee ein Tor durch einen Standard zu bestätigen auch für den Fußball gut. Was für Standards könnte man damit trainieren? Elfmeter (wäre wenigstens ein bisschen Druck dabei, wenn man verschießt und das Tor nicht zählt), Eckbälle und Freistöße (vielleicht als Bonuspunkte).


    Weiterhin kam im Video vor, dass man die kurze Ecke auch mit einem Tennisball spielen kann (weniger Verletzungen, weniger Schmerzen als wenn man vom Golfball getroffen wird). Welche Alternativen gibt es im Fußball z.B. beim Freistoßtraining für die Spieler in der Mauer? (für die Offensive (Schützen) gibt es Dummys als Mauer; wie trainiere ich aber die Defensive?)


    Und zu guter Letzt fand ich auch die Buchempfehlungen zum Schluss gut: u.a. "2 gegen 1" von Bernhard Peters (kommt ja aus dem Hockey) und "Gib alles nur nie auf!" von Norbert Elgert ;-)

  • Ich finde die Idee ein Tor durch einen Standard zu bestätigen auch für den Fußball gut. Was für Standards könnte man damit trainieren? Elfmeter (wäre wenigstens ein bisschen Druck dabei, wenn man verschießt und das Tor nicht zählt), Eckbälle und Freistöße (vielleicht als Bonuspunkte).

    ich bin im Hockey nicht so bewandert, aber wenn ich nicht ganz falsch liege, ist die kurze Ecke im Hockey eine Standardsituation,

    die stark reglementiert ist, also sich an immer an gleichen gegebenheiten orientiert. (stellung der spieler def und off, ich glaube sogar höhe des passes nach innen etc.).

    Insofern ist das ein wesentlicher einflußfaktor auf das spiel, weil eine Torerzielung danach sehr wahrscheinlich ist.

    Im Fußball kenne ich keine Standardsituation, die damit vergleichbar ist, da bis auf den Strafstoß, stets wesentlich mehr Faktoren eine Rolle spielen, als bei der kurzen Ecke im Hockey.

    Warum ich im Fußball nun ein Tor nach einer(möglicherweise) wahnsinnig guten Aktion (Dribbling, Pass in die Tiefe, Kombinationsspiel whatever.) ab- oder aufwerten sollte, indem ich das von dem Erfolg oder Mißerfolg aus einem Standard bewerte, erschließt sich mir jetzt nicht.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Das Tor durch Eckball oder Freistoß bestätigen zu lassen erscheint mir auch schwierig. Da stimme ich obiger Erklärung zu.

    Die Idee mit dem Elfmeter finde ich nicht schlecht. Das geht relativ schnell, "klaut" also keine Spielzeit.
    Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass der Elfer reingeht, d.h. die gute Aktion wird meist nicht durch den misslungenen Standard "gekillt". (Wenn doch: es ist ja nur Training!)

    Somit finde ich die Idee ganz gut immer mal wieder Elfertraining für Spieler und Torhüter ins Spiel einfließen zu lassen...

  • In einer Corona -freien- Saison habe ich in durchschnittlich 24 Spielen für uns 1-2 Elfmeter erlebt (f bis C Jugend). Gegen uns kann ich mich an 2 Elfmeter erinnern in den Jahren. Von daher erschließt sich mir der Sinn nicht.

    Andere Standardsituationen wären, davon ab, das ich Sie es kaum oder gar nicht trainieren lasse, auch immer durch das stets unterschiedliche Spielfeld eingeschränkt.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Du kannst Bonusaktionen außerhalb des Feldes machen. Ich habe oft Bonustore gemacht (Schuss auf Zielzonen in einem Tor oder auf Minitore)

    Genauso könnte ich mir vorstellen, dass man z.B. einen Flugball in eine Zielzone schlagen muss, oder aus spitzem Winkel eine Flanke in ein Tor bringt.

    Trifft der Spieler gibt es ein Extrator.

    So hast du Spaß und Motivation dabei und die Spieler können gleichzeitig die Technik trainieren.

    Währenddessen geht das Spiel für die Mannschaft, die gerade ein Tor geschossen hat, in Unterzahl weiter. Es gibt für den Bonuschützen also einen gewissen Zeitdruck.

  • In einer Corona -freien- Saison habe ich in durchschnittlich 24 Spielen für uns 1-2 Elfmeter erlebt (f bis C Jugend). Gegen uns kann ich mich an 2 Elfmeter erinnern in den Jahren. Von daher erschließt sich mir der Sinn nicht.

    Andere Standardsituationen wären, davon ab, das ich Sie es kaum oder gar nicht trainieren lasse, auch immer durch das stets unterschiedliche Spielfeld eingeschränkt.

    Was den reinen Trainingseffekt angeht und die Sinnhaftigkeit Elfmeter zu trainieren will ich Dir gar nicht widersprechen.

    Aber gerade bei Kindern und Jugendlichen bringen Elfmeter im Training ja auch immer einen gewissen Spaßfaktor mit sich. Und wenn bei einem erzielten Tor direkt im Anschluss der Torschütze oder der Spieler des vorletzten Passes (trainiert gleich noch etwas kognitiv) einen Bonustreffer per Elfmeter erzielen kann / darf, dann geht dadurch nicht viel Zeit verloren und das Training wird um einen motivierenden Funfact erweitert.

  • einen Bonustreffer per Elfmeter erzielen kann / darf, dann geht dadurch nicht viel Zeit verloren und das Training wird um einen motivierenden Funfact erweitert.

    mag ja sein, das es ein Funfact ist, da möchte ich Dir nicht widersprechen.

    in einer Spielform mit Spielrichtung, also auf 2 Tore, würde das eine schnelle Spielfortsetzung behindern. gegner ist vielleicht ungeordnet und es kann schnell eröffnet werden etc. etc.

    insgesamt würde mir das viel zuviel Dynamik nehmen, woran dann die u.a. Intensität und die Aufmerksamkeit leiden würde

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)