Aufstellung bei den Kleinen

  • Hallo,


    aus einem anderen Beitrag möchte ich einen Aspekt rauslösen und hier diskutieren.


    Bei den Kleineren, also Bambinis bis E-Jugeend:
    Nach welchen Kriterien stellt ihr das Team auf? Wie sorgt ihr für Rotation? Welches Prinzip funktioniert gut, welches habt ihr wieder verworfen?
    Mit wievielen Kindern zieht ihr los und nach welchen Maßstäben nominiert ihr?
    Was macht ihr mit dem dicken Paul und was mit dem Topspieler?
    Wie steuert ihr die Spielzeiten?

  • Nach welchen Kriterien stellt ihr das Team auf?

    Anwesenheit beim Training.

    Wie sorgt ihr für Rotation?

    Sind alle beim Training, dürfen die daheim gebliebenen beim nächsten Turnier mit und haben priorität Nummer 1

    Welches Prinzip funktioniert gut, welches habt ihr wieder verworfen?

    Siehe 2.te Antwort

    Mit wievielen Kindern zieht ihr los und nach welchen Maßstäben nominiert ihr?

    Zum Turnier nehmen wir lediglich 9 Spieler (TW inbegriffen) los, also 7+1. Siehe Antwort 1

    Was macht ihr mit dem dicken Paul und was mit dem Topspieler?

    Ist der "dicke Paule" immer beim Training und der "Superstar" unregelmäßig, wird der "dicke Paule" vorgezogen.

    Wie steuert ihr die Spielzeiten?

    Manchmal sehr schwer, da ein Spiel zwischen 8-12 Minuten geht, je nachdem was für ein Turnier es ist. Aber ich versuche schon in Blöcke (2 Raus, 2 Rein)zu wechseln.

  • Wir spielen 6+1 und nehmen zu Spielen 10 Spieler mit. Rotiert wird im 3er Block, sodass jeder der mitfährt gleich viel Spielt. Der Torwart wird zur Halbzeit gewechselt. Ich stelle so auf, dass über die Saison gleiche Spielzeiten entstehen. Oft können eh nicht alle und ich muss mich kaum entscheiden. Trainingszeiten haben nur wenig Einfluss da eigentlich immer die Eltern dafür verantwortlichsind und nicht die Kinder.. Wir sind in der E.

  • Trainingszeiten haben nur wenig Einfluss da eigentlich immer die Eltern dafür verantwortlichsind und nicht die Kinder.

    Beispiel:


    Wenn die Kinder immer spielen, die selten beim Training sind (weil es die schuld der Eltern ist) dann kommen irgendwann keine Kinder mehr zum Training, denn die anderen Eltern bekommen es mit und denken sich, warum soll mein Junge zum Training, er wird eh spielen. Und dann beginnen die Probleme.

  • aber die Kinder wollen doch zum Training , weil es Spaß macht , weil sie Bock auf's kicken haben.
    Es klingt hier manchmal so, als kämen die Kinder nur zum Training , damit die am Wochenende spielen dürfen. Die haben sich mindestens genauso viel Lust auf's Training in dem Alter

  • Nach welchen Kriterien stellt ihr das Team auf?
    Wer da ist spielt.


    Wie sorgt ihr für Rotation?
    Bis zur F spielt jeder alles, ohne feste Aufstellung.
    In der E wird zur Halbzeit rotiert. Ein HZ Angriff eine AW und anders herum.


    Welches Prinzip funktioniert gut, welches habt ihr wieder verworfen?
    Rotation unter dem Spiel und Spielweise Rotation habe ich verworfen. Erstes führt zu chaos und zweites zu lange weile bei einseitigen spielen. Auch wenn die Kinder aufgefordert werden sich dann doch zu beteiligen.


    Mit wievielen Kindern zieht ihr los und nach welchen Maßstäben nominiert ihr?
    Wie halten die Kader klein, so das wir ca. 13-14 Kinder pro Team haben. Mit 2-3 Ausfällen pro Spiel ergibt sich die Nominierung von selbst. Bei zu vielen Ausfällen helfen Spieler der darunter liegenden Teams.


    Was macht ihr mit dem dicken Paul und was mit dem Topspieler?
    Wer da ist spielt. Alle zu selben Anteilen. Es wird aber versucht möglichst homogen zu wechseln. Soweit möglich.

    Wie steuert ihr die Spielzeiten?
    Kopie aus anderem Tread:
    Zum Thema Spielzeiten musste ich lernen das eine gleiche Verteilung für alle ohne Plan kaum möglich ist. Da man den Spielverlauf niemals vorher kennt kommen immer wieder harte Phasen. Knapper Spielstand, eigene Angriffsphase und einer der besten sollte eigentlich ausgewechselt werden. Selbst bei mir müsste hier wohl der schlechtere zurückstecken. Daher gibt es bei uns ganz einfache Vorlagen in welchen der Kader nach eigener Einschätzung der Leitung eingetragen wird und es gibt feste Wechselzeiten für alle Anwesenden Spieler. Mit dem Versuch immer möglichst homogenen Teams auf dem Feld zu haben. Und selbst das kann je nach Tagesform der Kinder daneben gehen. Aber ohne feste Liste wäre die Schiefststände noch viel schlimmer. Und wohl auch das Gejammer der Kinder und der Eltern.


    Gruß
    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

    "Der Grund, warum wir Fußball gucken, ist keine Zahl und kein Ergebnis, sondern ein Erlebnis."

    - (Quelle: paderball.com)

  • Anwesenheit beim Training.

    Scheinbar denkt der überwiegende Teil in diesem Zusammenhang anders als du. Aber das macht eigentlich nichts, denn jeder sollte seinen Weg, den er für richtig hält gehen. In aller Regel fühlt man sich abseits der Wege wohl. Allerdings ist es dann günstig, wenn die eigenen Entscheidungen mit nachhaltigem, sportlichen Erfolg gekröhnt ist. Sich in die Erziehungsmethoden oder gar den Terminkalender der Eltern, die ihre Kinder zum Training/Spiel fahren einzumischen, kann m.E. leicht zu einer neverending Story werden. Denn hier besteht die Gefahr, dass Eltern anders als der Trainer darüber denken und sich andere, parallele Kommunikationskanäle suchen. Weil für die Kinder in diesem Alter jedoch Eltern wie Trainer gleichermaßen Autoritätspersonen sind, geraten sie leicht zwischen die Fronten unterschiedlicher Ansichten. Denke mal, mit Kompromissen kann man den sozialen Frieden leichter aufrecht erhalten, als wenn jeder auf seinen Standpunkt beharrt.



    Wie sorgt ihr für Rotation?


    1. Rotation erklären
    Um ein Verständnis für die Rotation zu entwickeln, sollte man Eltern und Kinder vor der Saison über die Vorteile informieren. Dies vermeidet Mißverständnisse bei der Mannschaftsaufstellung und kann den Eltern helfen mit zeitweilig negativen Ergebnissen der Spiele ihrer Kinder besser umzugehen, wenn sie die Zuversicht haben, dass ihr Kind perspektiv besser ausgebildet wird als Kinder in Teams, wo es nur nach Leistung im Moment geht.


    2. Rotation trainieren
    Bei mir dürfen und sollen alle Spieler auf allen Positionen spielen. Dazu zählt selbstverständlich auch die des Keepers. Als Voraussetzung, nicht gleich bei den ersten Bällen aufs Tor schmerzhafte Ballkontakte zu erleben, die den weiteren Spaß verhindern, erhalten alle Trainingsteilnehmer in Form von Partnerübungen alle relevanten Sicherheitshinweise. So kann ich auch den Keeper während des Spiels beliebig oft wechseln.


    3. Rotation mit "Fingerspitzengefühl"
    Manchmal ist Fingerspitzengefühl notwendig, wenn ein Spieler besonders viel Freude an einer Position hat oder aber eine andere Position nicht so gern mag. Hier nimmt man dem Kind die Freude, wenn man es per Taktstock des Trainers von seiner geliebten Position mobbt. Besser ist es mit ein wenig Geduld diesem Kind den Spaß an anderen Positionen schmackhaft zu machen.


    4. Reden ist silber - schweigen ist Gold
    Der Rotationsgrundsatz sollte über kurzfristige Spielentscheidungen gehen. Zwar werden die Trainerentscheidungen hier und dort Siege kosten. Dies wird sich jedoch in dem Maße verringern, als dass alle Kinder im Team aufgrund gleicher Spielanteile auf allen Positionen intensivere Erfahrungen sammeln und sich daraus ein homogenes Team entwickeln kann. Wichtig dabei ist, dass Trainer nicht nur über die Rotation reden, sondern auch stets danach handeln.


    5. Wie häufig auswechseln
    Je jünger die Spieler, je häufiger können Wechsel erfolgen. (Nach 2 - 3 Min. wechseln) Denn je weniger technische und taktische Fähigkeiten damit verbunden werden, je rascher können Erlebnisse und Erfahrungen wahrgenommen werden. Denn die Konzentrationsphasen sind noch sehr kurz. Muß ein Kind lange auf seinen Einsatz warten, so wird es sein Interesse am Spiel verlieren. Dies wäre das Risiko, wenn man erst zur Spielmitte die gesamte Mansnchaft wechselt.


    6. Wie viele Spieler gleichzeitg wechseln
    Diese Entscheidung hängt auch davon ab, mit wievielen Spielern man angereist ist? Denn werden die Spielzeiten nach Leistung/Trainngsanwesenheit vergeben, so geht die Entwicklungsschere schon relativ schnell in der Weise auseinander, als das der Leistungsunterschied zwischen den Viel- und Wenigspielern immer weiter auseinander geht. Manchmal nehmen Trainer diese Leistungschere als Begründung ihrer Entscheidungen.
    Ansonsten kann man auch hier die Regel anwenden: je jünger die Spieler, je mehr sollten gewechselt werden.


    7. Fehler eingestehen
    Weil niemand perfekt ist, können Fehler bei der Rotation passieren. Dann sind ein paar erklärende Worte und eine kurze Entschuldigung wichtig, um den sozialen Frieden mit der Elternschaft und die Harmonie im Team wieder herstellen.

  • Wir sind 12 Kids, älterer F-Jugend.


    Zum Training kommen die Kinder nicht, wenn sie krank sind oder beim Kindergeburtstag. Das jemand nicht kommt, weil er kein Bock hat auf Training oder Fußball kenne ich nicht.


    Ich nehme immer alle mit und alle spielen auch wenn sie in der Woche krank waren. Ich rotiere viel bis sehr viel. Bei einigen mache ich eine Ausnahme, da ich gemerkt habe dass sie mit einer festen Position besser klar kommen.


    Ich wechsle immer on block und teile meist in zwei möglichst gleich starke Mannschaften komme. Ich gehe jetzt ins vierte Jahr mit den Jungs und habe noch nie die stärkste Truppe spielen lassen, immer gemixt. Mittlerweile muss ich überlegen, wer in der stärksten Truppe dabei wäre und wer nicht. Alle kann ich bedenkenlos reinschmeissen, bei zwei tue ich mich in der Abwehr ein wenig schwer.


    Wir verlieren Spiele aufgrund der Rotation und das konsequent alle die gleiche Spielzeit erhalten. Dies ist den Eltern immer präsentiert worden. Ich war überrascht, dass meiner Frau beim letzten Turnier offenbart wurde, dass es durchaus Skepsis bei den Eltern gab. Mit mir hat niemand gesprochen. Jetzt sehen die Eltern aber das wir spielerisch vorne mit dabei sind und alle 12 aktiv und geil auf den Ball.


    Ich bin gespannt wie sich die Jungs weiter entwickeln.

  • Wir (ältere F) rotieren im 5 Minutentakt im Uhrzeigersinn. Wechselspieler (max.3) wechseln automatisch mit rein/ raus.
    Somit gleiche Spielzeit für jeden. Jeder spielt auf jeder Position.
    TW-Wechsel in der Halbzeitpause.
    Wir machen das jetzt im zweiten Jahr. Es braucht im ersten Jahr schon Durchhaltevermögen, aber spielt sich dann ein..
    Man sollte die Kids auch nicht unterschätzen. Die checken das mit der Zeit immer besser.
    Mittlerweile sind wir leistungsmäßig trotz Rotation bei uns im Kreis im vorderen Drittel mit dabei.


    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die du siehst, eine die ich sehe und eine die wir beide nicht sehen.

  • Ich nehme immer alle mit

    Schön das du dann einen kader von nur 11 Kinder hast, denn bei Turniere oder "Ligaspiele" sind nur max 11 Spieler erlaubt, zumindest hier bei uns im Kreis.

    und alle spielen auch wenn sie in der Woche krank waren.

    Auch das wird sich rächen, denn ich habe schon erlebt bei einer anderen Mannschaft hier in unserer Stadt, das irgendwann dort die Eltern gesagt haben, warum sollen wir noch zum Training, wenn doch eh alle spielen. Denn manche Eltern sehen den verein echt als KITA an, damit sie mal 1-2 Std Ruhe haben.

  • @onkel1978
    Bei uns sind auch nur 11 Spieler erlaubt. Mir wurscht, ich trag es auch so bei DFBnet ein. Sollte jemand dagegen Einspruch erheben, gewinnt er das Spiel am grünen Tisch. Dem 'jungen' Herrn Staffelleiter ist das bekannt, er verweist auch in den Kreissitzungen darauf das einige das falsch machen. Wir spielen Fair Playliga. Läuft alles fair und freundschaftlich. Der erste Trainer der das Anmarkern würde dürfte mit Unverständnis der allgemeinen Trainerschaft rechnen.


    Zu dem anderen Punkt kann ich nur sagen, dass die Kinder Bock haben aufs Training. Es läuft und auch die Eltern tragen das mit. Ich glaube nicht in Ansätzen das sich was rächt. Ich sehe vielmehr, dass wir mehr und mehr von der Rotation profitieren. Andere Mannschaften sind gnadenlos abhängig von ihren Stars, wir nicht. Bei anderen gibt es Diskussionen wer, wann, warum spielt. Bei uns gibt es das nicht.

  • Ich habe das auch schon mal mit Rand gesagt! Ein Junge bei der F, der häufig fehlt und oft zu spät kommt, die Eltern sich nie einbringen und er spielt dennoch und das häufig von Beginn an. Warum? Weil er gut ist.


    Und?


    Will meiner deshalb nicht zum Training? Nein. Ändert sich deshalb meine Einstellung? Auch nicht.


    Ich ärgere mich in dem Zusammenhang über die Trainer die das mit den Eltern nicht besprechen und seit Jahren tolerieren.

  • Wenn es mein Sohn betrifft und du wärst der Trainer, dann gäbe es schon einen mega Artikel im Lokalblatt über dich als Trainer und über de Verein.


    Beispiel:
    mein Sohn käme immer zum Training, denn mein Sohn macht es nicht s aus ob es regnet oder Schneit, und ein anderer oder sogar zwei andere Kinder kommen nicht zum Training, und dürfen trotzdem spielen, dann wäre ich der erste der bei dir auf der Matte steht, denn es ist (wie schon 1000x erwähnt) ungerecht den Kindern gegenüber die immer kommen.

  • Gegenbeispiel: mein Sohn knickt sonntags um und kann dienstags nicht trainieren. Donnerstags schont er den Fuß lieber noch weil er am Samstag für das Spiel fit sein will.


    Nach deiner Logik muss er zugucken
    Nach meiner Logik spielt er weil er da ist
    Nach der Logik seiner Trainer spielt er weil er einer der Leistungsträger ist.

  • Wenn es mein Sohn betrifft und du wärst der Trainer, dann gäbe es schon einen mega Artikel im Lokalblatt über dich als Trainer und über de Verein.
    Beispiel:
    mein Sohn käme immer zum Training, denn mein Sohn macht es nicht s aus ob es regnet oder Schneit, und ein anderer oder sogar zwei andere Kinder kommen nicht zum Training, und dürfen trotzdem spielen, dann wäre ich der erste der bei dir auf der Matte steht, denn es ist (wie schon 1000x erwähnt) ungerecht den Kindern gegenüber die immer kommen.

    Und ich sehe es genau anders herum. Ungerecht wäre es wenn manche Kinder nicht spielen dürfen, weil andere besser oder fleissiger oder sonstwas sind. Deshalb spielen alle. Immer. Zu gleichen Teilen.
    Jedoch kann das jeder halten wie er will, nur es muss klar kommuniziert werden.
    Ich behaupte übrigens man kann anhand der Elternkulisse bei Spielen zu 99% sicher erraten welche Variante von diesen beiden der jeweilige Trainer einsetzt. :rolleyes:

  • Nachtrag:


    Hier geht es nicht um schöne heile Welt wo sich alle Lieb haben. Hier geht es darum das es regeln gibt, genau wie im wahren leben. I

    Gegenbeispiel: mein Sohn knickt sonntags um und kann dienstags nicht trainieren. Donnerstags schont er den Fuß lieber noch weil er am Samstag für das Spiel fit sein will.

    Habe ich genug Spieler bleibt er Zuhause. habe ich weniger Spieler die aber für eine Start Mannschaft reichen, kann er mit, aber evtl nur von 40 Minuten 10-15 Minuten spielen.


    Aber das ist doch alles ganz einfach, jeder macht es so wie er will und denkt eh seine Methode ist die beste. Unsere Eltern wissen Bescheid, und akzeptieren es auch.


    Wenn es bei euch anders gemacht wird dann ist es doch gut. Und was nun gut oder schlecht ist, ist eh alles Ansichtsache.