Bilanz Jugendspielbetrieb in einem Fußballkreis - Erschreckend oder Normalität?

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  • TW-Trainer:
    "Also, dann würde ich die Jungen nur noch zu den Mädchen- und Frauenspielen zum Zuschauen schicken. Dort gibts keine Rudelbildung, keine Schwalben und kein Schauspielern! Da lernen sie dann auch nichts Falsches und benehmen sich anschließend anständig!"


    Ich wäre froh wenn das stimmen würde :D Auch bei uns gibt es solche Mannschaften... ganz besonders eine unserer Gegner ist mir da im Kopf, kommen aus einem Stadtteil der eher durch negative Nachrichten bekannt ist und genau so verhalten sich sowohl Trainer als Mannschaft. Der Umgangston zwischen Mannschaft und Trainer würde ich als "EY Alter" bezeichnen (wenn du dir darunter etwas vorstellen kannst) und einige der Spielerinnen nutzen Gewalt als wäre nix dabei, bei den Schwalben könnte man denken das ist ein Trainingsschwerpunkt für sie. Sehr unangenehme Mannschaft die immer mit Abstand die meisten Karten bekommt und ungelogen bei jeder gegnerischen Mannschaft hat danach mindestens 1 Spielerinnen Blessuren bzw. Verletzungen die definitiv nicht da wären wenn die besagt Mannschaft sich wie zivilisierte Menschen verhalten würde
    So extrem habe ich es bisher selten erlebt, was mir bei uns eher auffällt sind Worte,also Beleididgungen,.. , und wenn diese Worte hoch kochen kommt es mal zu einer Schubserei aber das ist dann im Normalfall das höchste was passiert
    Schwalben und Schauspielern jedoch erlebe ich gleich viel wie im Herrenfußball auch,bei manchen weniger bei manchen mehr. Von des besagten Mannschaft oben hat sich mal eine Spielerin als eine von uns vorbeikam überdramatisch auf den Boden geworfen (ohne das Körperkontakt zwischen den beiden war..) und geschrien das jetzt alle ihre Bänder durch sind.. nur blöd das der Schiri genau gesehen hat das da nix war und rate mal wer nach ein paar netten Worten vom Schiri 1 Minute später wie ein junges Reh ohne Probleme über den Platz sprintete :thumbup:


  • ich schliesse mich der Meinung von fak an. Auch beobachte ein deutlich fairers Verhalten in B und A, Jugend, jedoch mit der gleichen Einschränkung bei immer wieder auffallenden Vereinen.


    fak kommt ja auch aus dem FV Rheinland, wenn auch aus einer ganz anderen Ecke wie ich.


    Irgendwie seltsam, dass bei uns andere Umstände vorherrschen sollen.
    Vielleicht sind sie hier auch abgestumpfter.


    Vielleicht gar nicht seltsam, sondern eine Folge der ländlicheren Region. Höhere Gewaltbereitschaft hängt ja durchaus gerne mit stressigeren, prekären Verhältnissen zusammen; die findet man in Ballungsräumen und Großstädten viel häufiger als im Rheinland oder in der Westlausitz, woher die andere dezidiert positive Einschätzung kam.

  • Das was ihr da so beschreibt, hab ich in 13 Jahren Trainertätigkeit beim Basketball noch NIE erlebt.


    Eltern zivilisiert, Spieler zivilisiert...., Fans von Bundesligamannschaften respektieren sich, keine Hooligans....


    seltsam....

    Versuche im jeden Training 1 Spieler gezielt besser zu machen und du hast in einem Jahr/einer saison, VIEL geschafft!

  • @Uwe


    Ich beschönige gar nichts, und schreibe auch Negatives nicht schön. Mir geht es einmal um die Relativierung und zum anderen um zuviel Verallgemeinerung.


    Jeden Monat werden im Rheinland Spieler oder auch Trainer mit einem Fair-Play-Preis geehrt.
    Schon mal was darüber gelesen?


    von 10 Mannschaften, hatte ich auch immer so eine dabei, wo nicht gut Kirschen zu essen war, und eine Eskalierungsgefahr
    immer bestand. Soll ich nun die eine Mannschaft als Sinnbild für den Fussball nehmen, oder mir die anderen 9 als Vorbild nehmen?



    Ist dir bekannt, dass der Bayerische Fussballverband eine Besonderheit hat, die anderweitig nicht so gegeben ist.?
    In Bayern kommt jeder Vorfall mit Sonderbericht vors Sportgericht, während anderswo schon viele Fälle, duch den
    Staffelleiter abgehandelt werden. (keine Ahnung, ob das vor 10 Jahren auch schon der Fall war)


    wie gesagt Zahlen. nicht umsonst hat der DFB genauere Untersuchungen eingeleitet.


    Dass die Zunahme bei Sportgerichtsverhandlungen gestiegen sind, hat auch eine Ursache darin, dass man in den letzten Jahren
    bedeutend sensibler (was ich begrüsse), manchmal auch empfindlicher bei gewissen Vorfällen geworden ist.


    unsere Gesellschaft hat sich in bestimmten Bereichen verändert, und mach nun halt mal auch nicht vor dem Fussball halt.


    Und dass sich der Fussball da nun negativer wie die Gesellschaft entwickelt hat, bezweifle ich, ich seh da eher doch positivere
    Einflussnahme,. Klar, dass es noch besser sein könnte.


    Du hast meinen Beiträgen nicht entnommen, dass ich etwas aus Positivem ableiten möchte?


    Stimmt ja nun wohl nicht.


    Ich habe aufgefordert von postiven Spielen zu berichten, mit evtl. Begründungen, warum dies aus betreffender Sicht wohl gewesen
    ist, und man da was übernehmen kann.


    Negative Berichte müssenn sein, um aufzuzeigen, wie es nicht sein soll. Positive Berrichte zeigen aber auf, dass es auch anders geht, und es geht in der Relation überwiegend anders geht und sich nach denen ausrichten kann.


    Geht jedoch eine Berichterstattung nur in eine Richtung, hat das für mich einen manipulativen Beisgeschmack.


    Ich verschliesse garantiert nicht die Augen, könnte auch locker mitproblematisieren, setzte da aber ganz bewusst einen
    positven Gegenpol, es ist nämlich nicht alles und überall schlecht. Es liesse sich garantier mehr über Positves berichten
    als umgekehrt.

  • also, ich komme ja aus dem kreis.
    ich habe auch in den letzten jahren gegen diese erwähnten teams gespielt.
    bestimmte vereine agieren in allen jugenden in grenzwertigen bereichen.
    eins habe ich aber immer festgestellt:
    sind die trainer ruhig, sind es auch die spieler und zuschauer.
    ganz selten, dass dann was abgeht.
    versucht man im vorfeld mit small-talk etwas zu machen, geht es oft noch besser.


    aber


    bei manchen vereinen ist das anscheinend konzept.
    es gibt teams in der leistungsklasse, da habe ich noch nie ein wort mit dem trainer gewechselt.
    einfach weil das nicht gewollt ist. die gehen an einem vorbei.
    es gibt fälle, da will einem niemand sagen, wo man sich umziehen kann,
    während die heimmannschaft sich längst warm macht.
    pausenwasser? niemals. hinterher schlägerei unter der dusche.
    alles erlebt, ausgehend von vereinsverantwortlichen über die spieler und zuschauer.
    auch dafür gibt es dann evtl. nur ein rote karte,


    zum thema schiedsrichter.
    wir haben sehr viele junge schieris hier. die wollen sich profilieren und für höhere aufgaben empfehlen.
    des geldes wg. möglicherweise. die lassen als erstes, sogar im unwichtigen testspiel die farblich nicht passenden tapes abmachen,
    coaching zonen einrichten und spielen nicht eher, bis alle auswechselspiler laibchen anhaben usw.
    alles korrekt, aber wenn es dann beim zarten nachfragen, warum das?, eine gelbe gibt, steht er bereits vor anpfiff unter zugzwang.
    im test bleibt es meistens ruhig, die trainer lachen und gut ist.
    im pflichtspiel eskaliert das nach zwanzig minuten und dem schieri gehen die karten aus.
    das gefühl, dass die jungs schnell überfordert sind, habe ich inzwischen häufiger.
    es sind weniger die selbstdarsteller als die jungen paragraphenheinis, die dann die kontrolle verlieren.

    • Offizieller Beitrag

    Mir geht es einmal um die Relativierung und zum anderen um zuviel Verallgemeinerung.

    Unterschreibt jeder ;) , darum geht es mir auch.

    Jeden Monat werden im Rheinland Spieler oder auch Trainer mit einem Fair-Play-Preis geehrt.
    Schon mal was darüber gelesen?

    Na klar, aber dies ist genau wie bei den Roten Karten "... Erstens fehlt da die Bezugsgrösse ...". Warum ist das jetzt wichtig, was willst du mir damit sagen?

    Soll ich nun die eine Mannschaft als Sinnbild für den Fussball nehmen, oder mir die anderen 9 als Vorbild nehmen?

    Wir sind doch einer Meinung, Fußball ist geil und der Trainerjob macht Spaß. Wir müssen uns aber um die eine Mannschaft kümmern, wo es nicht funktioniert. Was kann ich denn konkret aus den andern 9 Teams übernehmen?

    Ist dir bekannt, dass der Bayerische Fussballverband eine Besonderheit hat, die anderweitig nicht so gegeben ist.?

    Ja, auch das ist mir bekannt ;) . Es gibt überall verschiedene Kriterien, im Saarland, in Bayern, in Schleswig-Holstein, Berlin, deshalb dürfen wir nicht über einen Kamm scheren. Es scheint nicht überall die Sonne und Statistiken kann jeder für sich interpretieren. Warum wir das machen hatte ich schon beschrieben.

    unsere Gesellschaft hat sich in bestimmten Bereichen verändert, und mach nun halt mal auch nicht vor dem Fussball halt.

    Das stimmt, deshalb sollte man mit "früher" und "heute" immer vorsichtig sein.

    Ich habe aufgefordert von postiven Spielen zu berichten, mit evtl. Begründungen, warum dies aus betreffender Sicht wohl gewesen
    ist, und man da was übernehmen kann.

    Ob du dazu aufgefordert hast, lasse ich mal so stehen, ist nicht wichtig. Ich kann nur sinngemäß lesen "alles nicht so schlimm" oder/und "früher war es besser". Die Aussagen sind legitim und diskussionsfähig, aber was soll ich davon übernehmen?

    Geht jedoch eine Berichterstattung nur in eine Richtung, hat das für mich einen manipulativen Beisgeschmack.

    Unterschriebt jeder ;) , sehe ich auch so und jeder in seinem Kontext. Ich könnte dir vorwerfen in "alles halb so schlimm" zu manipulieren, du mir in "alles furchtbar". Manipulation ist immer die Meinung des Anderen ;)

    es ist nämlich nicht alles und überall schlecht. Es liesse sich garantier mehr über Positves berichten
    als umgekehrt.

    Stimme ich zu, auch über Positives zu berichten ist wichtig. Es ist aber auch wichtig, das Negative nicht zu vergessen. Du siehst die Entwicklung im Fußball positiv, ich auch. Viele Probleme die wir heute haben, gab es schon vor vielen Jahrzehnten und teilweise noch viel extremer als heute. Ich möcht die Zeit nicht zurück haben. Heute gibt es aber auch andere Probleme, die wir vor Jahren noch nicht hatten.


    Was wollen wir dem Trainer in einem Brennpunkt-Bezirk denn sagen, wie kann er zum Beispiel mit Gewaltprävention umgehen? Wollen wir ihm sagen "Alles halb so schlimm" oder "früher war alles besser"? Wahrscheinlich hat er einfach nur Pech in der falschen Ecke als Trainer tätig zu sein und die Trainer die alles "halb so schlimm" finden haben das Glück, am richtigen Ort zu sein. Es gibt keinen Grund das Eine wie das Andere auszublenden. Die heile Welt des Fußballs gibt es so nicht und wer dort wo er ist zufrieden ist, der soll darüber froh sein.

  • In Deutschland gibt es ca. 360 Fußballkreise.


    Der Fußballkreis Duisburg, Mühlheim, Dinslaken hat laut dem beigefügten Artikel von heute folgende Bilanz im Jugendspielbetrieb Saison 2013/2014:


    6 Spielabbrüche bei der E-Jugend

    Wird denn Irgendwo beschrieben wodurch die Spielabbrüche zustande kamen ?
    Denn so wie Ich die meisten E Jugendspiele sehe , sind die Spielabbrüche meist dadurch verschuldet das es größtenteils noch Vater Schiedsrichter sind die ein Spiel leiten und diese dann meist von den Trainern ( meist der Trainer des gegners welchen den Spielleiter gestellt hat ) Provoziert , beleidigt und jede aktion kommentiert wird so das dem Spielleiter gar keine andere Wahl bleibt das spiel abzubrechen bevor es noch Eskaliert.


    Unter diesem Aspeckt finde Ich eine sollche Statistik wo auch Rote Karten und Spruchkammer sitzungen mit drin auftauchen nicht wirklich Aussagekräftig.
    Spruchkamersitzungen gibt es zwar auch bei Spielabbrüchen in der E Jugend , wobei diese eher selten durch Zeitstrafen , Spielausschluss oder Gewalt zustande kommen sondern wie beschrieben durch den Spielabbruch des Spielleiters weil er Extrem angegangen wurde.

    • Offizieller Beitrag

    siebener,


    das Problem des Verhaltens der Schiedsrichter könnte in der Ausbildung liegen. In anderen Sportarten ist das "pädagogische Pfeifen" der Grundsatz in der Ausbildung. Die Spieler sind nicht deine Feinde, du bist ein teil des Spiels und ermöglichst es, zerstören soll man es nicht.


    Wichtig wäre zu wissen, wo die Situation richtig schlecht war und welche Maßnahmen den Spielbetrieb verbessert haben. War es im Kinderbereich die Abschaffung der Tabellen, die Einführung der FPL oder andere Reformen. Was hat konkret zur besseren Atmosphäre geführt? Wir müssen doch feststellen, ob Reformen greifen, sonst macht das keinen Sinn. Dort wo es schon immer toll lief, ich glaube daraus kann man nicht viel ableiten. Sie haben den Spielbetrieb, der in anderen Gebieten scheitert. Es sind dann wohl doch die besseren Orte, mit den vernünftigeren Menschen, was auch immer das ist.

  • Jugendabteilung


    würde mich mal interessieren, an wie vielen Spielabrüchen du im F oder E Bereich beteiligt warst, bzw, als Zuschauer dabei warst.
    und natürlich in welchem Zeitraum.


    Ich selbst habe nämlich noch nie in G,F oder E in 20 Jahren einen Abbruch direkt mitbekommen.

  • Was wollen wir dem Trainer in einem Brennpunkt-Bezirk denn sagen, wie kann er zum Beispiel mit Gewaltprävention umgehen?


    da bin ich mit meinem Latein ziemlich am Ende, denn das hab ich lediglich mal als gegnerische Mannschaft kennengelernt.


    Offensichtlich gibt es da aber auch Möglichkeiten.


    Wir hatten hier den Verein XY, seit Jahren berühmt berüchtig.


    zufällig da ein C-Jugend gesehen. ich staunte nur, äusserst postives Verhalten.
    als ich fragte: "Ist das wirklich die C von XY?", drehte sich der vor mir stehende Trainer um, grinste und sagte nur:
    "dafür habe ich aber 1/2 Jahr intensivster Arbeit dafür gebraucht"


    Offensichtlich hatte er einen Weg gefunden.


    der Gesamtverein blieb aber extrem auffällig, bis dem Verband nichts anderes übrig blieb, als ihn für 2 Jahre zu sperren.
    es ist wesentlich ruhiger geworden in der Gegend.


    Man muss auch mal Mut haben, zu unangenehmen Entscheidungen, und sei es dass der Verband mal Signale setzt, bis hierhin und nicht weiter.


    Gerade weil ich von Gestern bin, ist meine Überzeugung, dass man in der heutigen Zeit, nicht mehr mit den Mitteln der Vergangenheit vorgehen kann.


    Schiris klagen z.B. über zu lasche Bestrafungen bei exremeren Fällen. Könnte mich dem anschliessen.


    aber auch dort sollten die Relationen stimmen., die aber auch nicht zutreffen, wenn ich mitbekomme, dass ein Schulterklaps
    als tätlicher Angriff auf den Schiri bewertet wird, ähnlich einem Fausschlag, weil der Schiribericht entsprechend ausfällt.,
    andererseits die Beleidigung mit Kanacke höher bestraft wird wie Hure, oder Wichser. (soll jemand verstehen)

  • Du siehst die Entwicklung im Fußball positiv, ich auch.

    Was entwickelt sich positv? Der Fußball an der Basis? Der Leistungsfußball?

    • Wir verlieren im Jugendspielbetrieb auf Kreisniveau immer mehr Mannschaften ab der D-Jugend
    • Wir verlieren auf Kreisebene immer mehr Seniorenteams
    • Wir verlieren auf Kreisebene immer mehr Schiedsrichter
    • Wir verlieren grundsätzlich immer mehr Ehrenamtler

    Positiv???? Ich denke wir wollen nichts schönreden!


    siebener: Klasse Post(25)!!!

    Wie wir mit den Kindern von heute umgehen, das wird die Welt von morgen prägen (Hans Jonas 1903-1993)

  • @ jugendabteilung


    bei den spielabbrüchen von D bis A, die mir bekannt sind, weil ich im kreis spiele oder weil es in der hiesigen presse stand,
    ist überraschender weise ein bestimmter duisburger verein oft vertreten. da haben wir schonmal drüber gesprochen hier.
    einfach mal suchen...


    @ uwe


    bei jungen schieris beobachte ich überwiegend einen "paragraphen" zwang, an dem sie sich klammern.
    ob es wie beschrieben die tapes sind, das trikot oder die eckfahnen. hier fehlt es an begeleitung und erfahrung.
    ok, kann man lernen, da muss man durch. erschreckend ist nur die große anzahl an diesen schiedsrichtern.
    bei 6 spielen im kreis der A-jugend leistungsklasse die am WE stattfinden sind in der regel zwei dieser schieris eingestezt,
    während in der "harmlosen" gemütlichen nachbarschaftsbegegnung der erfahrene alte hase pfeift.
    sicher weil er auch keinen bock hat, sich stets zu ärgern, allerdings läuft die ansetzung der begegnung nach "wer will wer kann"
    und umgekehrt nach, "höma, lass mich mal nich widda die schwatten da pfeiffen, ich mach nur hier umme ecke..."
    da ich mich da nicht so gut auskenne, weiss ich nicht wie man das ändern kann.
    es würde aber helfen, vieles zu deeskalieren...


    diese trainer und verantwortlichen wollen sich aber nicht ändern.
    in offenen briefen stellen sie stets die sachlage anders da und sehen sich als opfer.
    diese rolle wird gepflegt und meiner meinung nach als taktisches mittel eingesetzt.
    es gibt halt vereine, da fährt man nicht gerne hin, auch als schieri und die wissen das!
    ob es der miese ascheplatz ist, der schreiende trainer, die berüchtigten treter oder die bedrohlichen homies am rand.
    alles taktisches kalkül, das würde ich so unterschreiben!


    auch gibt es hier zig fälle von "vetternwirtschaft". da kannst du rein gar nichts machen.
    bstimmte vereine werden stets benachteiligt, bei anderen drückt man stets ein auge zu.
    auch das würde ich unterschreiben und könnte es belegen, mit dem endergebnis,
    dass mein verein in vielen situation noch mehr benachteiligt wird.
    warum ist das so? weil keiner sonst die funktion im verband ausüben will
    und dann macht es halt einer auf seine weise, der bestimmte leute besser kennt als andere.

    • Offizieller Beitrag

    Positiv???? Ich denke wir wollen nichts schönreden!

    Doch manchmal schon, ich hätte das kon­kre­ti­sie­ren sollen ;)


    Das Bewusstsein für den kndgerechten Fußball wächst, wenn ich bedenke was hier noch wenigen Jahren los war. Einige Reformen, wenn auch wenige, sind auf dem Weg oder bereits umgesetzt.


    Das es viele weitere notwendige Reformen gibt ist mir klar, deine Aufzählung ist noch nicht einmal vollständig. Es geht alles viel zu langsam ...


    Allerdings sind in deiner Aufzählung Punkte dabei, um die es im Eingangsposting nicht konkret ging. Rote Karten, Spruchkammerentscheidungen, Zunahme?, Abnahme? etc., dort sollte es in vielen Gebieten weniger geworden sein, insofern positiv wenn auch nicht genug. Ich hoffe, dass Refomen wie Tabellenabschaffung und FPL dazu beigetragen haben.


    Wir verlieren immer mehr Teams - Eigentlich müsste sich die Anzahl der Rorten Karten etc. drastisch verringern, es gibt ja weniger Teams ... weil hier immer auf die Bezugsgröße gepocht wird ;)
    Übrigens, bei einigen Punkten deiner Aufzählung ist der Schuldige doch längst gefunden, der demografische Wandel. Mir ist das immer zu wenig, alles auf die Gesellschaft zu schieben, aber das ist ein anderes Thema.

  • Liebe Trainerfreunde,


    genau wie in anderen Bereichen unserer Gesellschaft versucht man durch Belegung von Zahlen ein bestimmtes Interesse und eine Sichtweise der Dinge zu verbergen. Nur in Ausnahmen sind diese Zahlen brauchbar. Denn nur, wenn sich herausstellt, dass bei der Datenbeschaffung nicht bereits ein bestimmtes Ergebnis herauskommen soll, kann man ihnen vertrauen.


    Auch bei diesem Thema war für den Beobachter rasch zu erkennen, dass je nach Interesse unterschiedliche Ergebnisse ans Tageslicht kamen. Und um beim Thema Bayern und dem Vergleich der Verletztenanzahl beim Okoberfest zu bleiben, fällt mir eine kurze Story ein: Das Mäxchen wird von seinem Lehrer gefragt, ob er Fan einer bestimmten wäre. "Ja, von den 60-igern" antwortet er. "Warum", will der Lehrer von ihm wissen? "Na, mein Vater ist Fan von den 60-ern, meine Mutter ist Fan von den 60-gern, meine Schwester ist Fan von den 60-zigen .."! Da fällt ihm der Lehrer ins Wort: "aber Mäxchen, wie willst du dir denn eine eigene Meinung bilden" entrüstet er sich! "Stell dir mal vor, dein Vater wäre ein Ganove, deine Mutter eine Betrügerin und deine Schwester eine Taschendiebin!" "Na dann wäre ich natürlich Fan von den Bayern" schießt es wie aus der Pistole aus Mäxchens Mund.!


    Am Beispiel des Verhaltens einer Frauenmannschaft hat @hopesolo angeführt, dass es bei ihr ein Team gibt, die sich (aufgrund ihrer Herkunft) ungebührlich benehmen. Ich mußte ein wenig schmunzeln, denn in der Tat handelt es sich bei den Rivalinnen nicht immer um Lämchen! Auch sind sie in der Wahl ihrer Schimpfworte nicht zimperlich. Sie hat jedoch nichts von Prügeleien und Spielabbrüchen berichtet.
    Dementsprechend wäre es mein Wunsch, dass wir uns nicht mit gleichartigen Dingen, die seit Jahrzehnten im Fussball vorkommen (können) bei diesem Thema beschäftigen, sondern um die Extrem-Fälle, die eine Korrektur eines zu beobachtetenden Trends erforderlich machen.


    Und wenn Günter behauptet, in seinem Bereich hätte es nie irgendwelche aussergewöhnlichen Vorfälle gegeben, dann können wir ihm das entweder glauben oder dabei an Stina aus "Ferien in Saltkrokan" denken, bei der auch immer alles anders war! :D

  • Jugendabteilung


    würde mich mal interessieren, an wie vielen Spielabrüchen du im F oder E Bereich beteiligt warst, bzw, als Zuschauer dabei warst.
    und natürlich in welchem Zeitraum.


    Ich selbst habe nämlich noch nie in G,F oder E in 20 Jahren einen Abbruch direkt mitbekommen.

    Im F bereich noch nie.
    Im E Jugend bereich habe Ich im letzten Jahr leider 2 miterleben müssen ( als zuschauer / betreuer )
    Wir spielten beide male auswärts bei 2 verschiedenen vereinen und musste somit einen Spielleiter stellen der von den Trainer und eltern der gegnerischen mannschft verbal extrem angegangen wurde und dadurch die spiele Abgebrochen hatte.

  • mich wundert,dass gewisse Entwicklungen einfach ignoriert werden.


    In einer Stadt spielt der Geburtenrückgang noch keine entscheidende Bedeutung zu, da ist noch Potential, das einfach in der Vergangeheit liegengelassen wurde.


    Aber auf dem Land sieht es einfach anders aus, das kann man nicht beiseite schieben.


    Wie will ein Verein noch eine Mannschaft gründen, wenn aus seinem Dorf nur 7 Kinder eingeschult werden.


    Spielgemeinschaft, vor 15 Jahren spielte man noch gegeneinander, heute werden von den 3 Vereinen 20 Kinder eingeschult.


    Spielgemeinschaften werden hier ständig grösser, nicht aus Lust, weil man gerne 10-15 km ins Training fahren will, sondern weil keine Kinder da sind.


    vielerorts kriegt man noch eine F und E zusammen. Ab D, spätestens ab C reicht es nicht mehr, also Wechsel oder Spielgemeinschaft. Viele Jungs hören da doch dann auf, aus verschiedenen Gründen, nicht immer aus fussballerischen.



    und der Fussball ist doch nicht allein auf der Welt.


    Musikverein sucht verzeifelt Vorsitzenden.


    bildet seit Jahren mit viel finanziellem Aufwand junge Musiker aus. massive Kritik, weil die allerwenigsten bei den älteren
    weiterspieln (hören halt wie beim Fussball auf) obwohl ein junger Dirigent verpflichtet, der das Musikprogaramm auf junge Leute umgestellt hat.


    Jugendochester steht vor der Auflösung, weil keine Kinder mehr da sind.


    in einer Stadt wie z.B. Duisburg mit Brennpunktstadtteilen, einem anderen sozialen Verhalten und auch anderer Bindung
    wie auf dem Dorf, sind die Probleme sicherlich eine andere.


    es ist doch nicht möglich alles aus einer Sicht zu beurteilen. Es Bedarf seperater Betrachtung um zu Ergebnissen zu bekommen.


    Ganz offensichtlich ist es ja wohl, dass es Gegenden gibt, bei denen es auf den Plätzen gesitterter zugeht.
    Trotzdem gibt es auch dort Rückläufe in den Mannschaftsmeldungen zu sehen.


    Also können diese Rückgänge von Mannschaften doch wohl nicht allein auf irgendwelche Umstände im Fussball geführt werden.


    Es bedarf schon einer differenzierte Betrachtung.

  • Dafür, dass Gewalt ein solch großes Problem im Sport sein soll, gibt es erstaunlich wenig belastbare Studien/Untersuchungen.


    Wenn ich denke, wie viele Stadionbesucher im Profibereich es gibt und dass dort die bekannteste Aussage die bereits hier erwähnte von Herrn Spahn mit dem Oktoberfest ist... nunja.


    Im Amateurfußball tragen auch die Verbände zu meinem Unwohlsein bei.
    In einem anderen Thread wurde ja bereits auf die kommende Ordnerpflicht hingewiesen, die nach einem Modellversuch in Württemberg jetzt eingeführt wird.
    Siehe auch hier: http://www.fussball.de/newsdet…id/101447#!/section/stage


    Die Begründung in diesem Artikel lässt mich schaudern bzw. an das von TW-Trainer schon genannte Nicht-Zitat von Winston Churchill denken.


    Im Artikel bzw. der Untersuchung steht:
    "76% der Schiedsrichter fühlten sich sicherer" mit den Ordnern.
    Ja, welch ein Wunder. "Fühlten sich sicherer", wenn da zwei Leute draußen stehen, die im Notfall auf ihrer Seite eingreifen können und sollen.


    Das erinnert mich an die Umfrage, als der Horst-Schlämmer-Film rauskam. 18% der Deutschen "konnten sich vorstellen", Horst Schlämmer zum Kanzler zu wählen.
    Wieviele das wohl tatsächlich gemacht hätten? Wie die Prozentzahl wohl gelautet hätte mit der Frage "Wenn am Sonntag Wahl wäre, würden Sie Horst Schlämmer wählen"?


    Was im Vorfeld der Ordnerpflicht-Einführung in ganz Deutschland wirklich interessant gewesen wäre:
    Haben sich die vom Verband eingeführten Regelungen (Ordnerpflicht, Einführung Coachingzone, Einführung Shakehands vor dem Spiel) direkt auf die Anzahl/Intensität/etc. der Vergehen ausgewirkt?
    Ich hätte da gerne harte Zahlen als Grundlage gehabt, bevor jetzt in ganz Deutschland Westen verschickt, Ordner geschult, und sonstige Aktionen betrieben werden.


    Nicht falsch verstehen: Alles was hilft unterstütze ich.
    Kostenintensive reine Symbolpolitik lehne ich aber ab - die bezahlen nämlich wir Vereine mit unseren Verbandsabgaben.

  • Was ihr alles erlebt.
    Scheinbar haben wir hier einen sehr anständigen Fußballkreis in Landshut.
    In der Jugend kaum rote Karten.
    Von Spielabbrüchen hört man gar nichts, seit sich ein ganz bestimmter Verein aufgelöst hat.


    Die Trainer sind hier eigtl. auch fast alle wirklich sehr in Ordnung.


    Hin und wieder erwischt man halt mal einen Schiri der massiv schlecht ist - aber das sind hier NICHT die jungen!

    Sieger stehen da auf, wo Verlierer liegen bleiben

  • die Ordnervesten sind ja eigendlich keine neue Erfindung..


    gabs schon mal in Form von Ordnerbinden, die für jeden Verein verpflichtend war. Gabs einen Vorfall, und kein Ordner mit
    Binde da, gabs saftige Strafen für den Verein.
    kann mich noch gut erinnern, dass bei uns immer 3 Vereinsmitglieder so ein Ding in der Tasche hatten, um bei Bedarf schnell
    überzustreifen. Kam dann irgendwann aus der Mode.