Nach Größe und/in Verbindung mit dem Alter, statt nur nach Alter einteilen?

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  • Hi, am Sonntag coachte ich mein letztes Turnier mit meiner D. Wieder trafen wir auf einen "Gegner" der gut spielte, den wir aber locker an die Wand hätten spielen können, wenn da nicht dieser eine Spieler -wie auch schon im Punktspiel- gewesen wäre.


    Spielerisch ein gutes Team....aber nicht so gut wie wir....legt über ein,-zwei-, max. drei Aktionen eines einzelnen Spielers den Sieg hin.


    Grundsätzlich habe ich gelernt, mit Niederlagen gut bis überhaupt nicht mehr umzugehen. Früher war ich teilweise sauer, heute nach innen teilweise emotionslos bis sachlich sportlich kritisch. In diesem Fall bemerkte ich bei mir eine innere Wut darauf.....das dieser Spieler alles jedesmal entschied. Das machte mich sauer, weil ich es als unfair empfand...und ich keinen fußballerischen Rat fand, das vom Team kompensieren zu lassen. Innerlich sauer machte mich auch, dass der Trainer darauf anscheinend auch noch stolz war.


    Konkret...der Spieler war fast so groß wie ich, 175 cm groß...kräftig. Kein Ass, aber gut...groß, einigermaßen schnell. Vom Koordinativen gut, aber kein kommender Star...etwas behäbig...so wie es meist bei großen Spielern ist. Er geht die Aussenlinie....legt einen Trick hin...beschleunigt....Schulter an Schulter s und geht locker an drei Spielern vorbei, an denen sonst keiner vorbei gehe würde....mal ebend lockerst vorbei oder auch durch...so wie es ihm beliebt!


    Im Gegenzug sehe ich bei meinem Spielern, dass sie nicht in vollem Speed an den Ball flogen...weil sie vermutlich zuviel Repekt vor diesem laufenden Baum hatten. Darüber hinaus aber auch die Einschätzung, dass sie kaum eine Chance gehabt hätten, weil dieser Spieler auf Grund seiner Größe und damit verbundenen Sportlichkeit/Möglichkeit auf Geschwindigkeit und Kraft....einen riesen Vorteil gegenüber jedem anderen D-Spieler im zweiten Jahr hatte.


    Der Junge war eine Ausnahme...von denen es geschätzt so 3 bis 5 Prozent in der Liga gibt. Vom körperlichen her, eher ein C Spieler im zweiten Jahr, trifft auf D Spieler im ersten Jahr. David gegen Goliath.


    Was bringt es diesem Spieler, der durchschnittlich gut spielt, hier konkurenzlos mal so eben als King of dancing Currywurst über den Platz zu fegen, um das Ding mal ebend unter zu bringen? Fouls ordne ich nicht an, will ich nicht sehen. Da setzt man den Größten eng dran....und der sieht aus wie der kleinste Bruder.


    Dazu habe ich drei Fragen:


    1. Ist das hinzunehmen
    2. Welches Rezept hättet ihr taktisch gesehen
    3. Würde es Sinn machen, zu der Altersregelung wer wo spielt...auch eine Größenbegrenzung einzubringen? ?(:cursing::):):?:

    Einmal editiert, zuletzt von Andre ()

  • Andre


    mit diesem Problem bist du bei einer Dorfmannschaft, die keine jahrgangsbezogene Mannschaften melden können, ständig
    konfrontriert. viele scheinen auch allzu zu vergessen, dass in einer Jugend immer 2 Jahrgänge zusammengefasst sind.
    da kann es bis zu fast 2 Jahren und extreme körperliche Unterschiede kommen.
    Ist halt so, muss man damit leben und sich drauf einstellen, wenn man nicht sichten kann.


    eine Alternative wäre natürlich, dass nur Jungs, die im 2. und3. Q geboren sind, und innerhalb einer bestimmten Mindest und Höchstgrenze
    an körperlicher Länge vorweisen, zum Fussball überhaupt zugelassen werden um eine Chancengleichheit zu gewärhleisten. :O:O:O:D:D:D


    zur taktischen Gegenwehr:


    über mehrere Jahre musste ich 2 mal im Jahr gegen einen solchen Spieler antreten. Nachdem er uns anfangs immer alleine erschossen hatte, bin ich wie folgt vorgegangen:


    Verteidiger weit zurückgezogen, der erst auf 16er Höhe ins 1:1 ging, durch Innenverteidiger in Liberoart doppeln lassen (ging, da im Zentrum wenig Gefahr ausging). hat gegen diese Mannschaft und gegen diesen Spieler funktioniert.
    jeoch keine generelle Lösung, das man schon die Gesamtmannschaft betrachten muss.


    andere Möglichkeit: engste Manndeckung, um bei der Ballannahme zu stören, zusätzlich langes Doppeln um Steilpässe zu unterbinden.




    gg

  • Andre


    Es ist sehr schwierig allgemeingültige Merkmale zur Bildung von homogenen Fussballteams zu bilden. Das liegt zum einen an der sich permanent ändernden körperlichen und geistigen Veränderung jedes einzelnen Spielers. Was zu Beginn einer Saison als günstig erschien, kann sich schon nach ein paar Monaten verändern!


    Die Körperlänge wurde und wird leider noch heute häufig bei der Auswahl von Jugend-Torleuten herangezogen. Ich gestehe, dass ich diesen Unsinn früher selbst geglaubt habe, bis ich Mädchen- und Frauentorhüterinnen ausgebildet habe. Die sind nun einmal ein Stück kleiner als ihre männlichen Kollegen und verfügen auch nicht über die Sprungkraft! Also muß man andere Merkmale für gute Voraussetzungen finden. Für mich ist es die Handlungsschnelligkeit, in der der Keeper die jeweilige Situation korrekt erkennt und darauf reagiert. Dazu ist eine generelle Änderung der TW-Ausbildung in dem Sinne erforderlich, dass man jede Situation im Training ein wenig anders gestaltet, um den Keeper nicht zum "Spekulieren" (erahnen, statt erkennen) zu verleiten. Voraussetzung dafür ist ferner die Vermittlung eines umfassenden Stellungsspiels, Verfeinerung der Techniken sowie ein weitreichendes Verständnis gegnerischen und eigenen Handelns. Der Fussball spielt sich insgesamt jedoch weit mehr im Kopf ab! "Den Ball begreifen lernen" meint also die Verbindung körperlicher und geistiger Fähigkeiten! Das Ergebnis ist die maximale Handlungsschnelligkeit in jeder Situation die bestmögliche Aktion einzuleiten. Ob dabei mal ein Ball ins Tor geht, ist völlig unerheblich, weil nur die kontinuierliche Entwicklung der Fähigkeiten wichtig ist!

  • Andre, Deine Beschreibung kann ich nicht nachvollziehen. Wie soll ein großer Spieler ohne Foul an drei Abwehrspielern vorbeikommen, wenn er ihnen nicht SPIELERISCH überlegen ist? Der kann doch nicht mit dem Kopf durch die Wand...Im Gegenteil, ich habe sogar manchmal den Eindruck, dass ein großer und körperlich starker Spieler im Nachteil ist, weil jeder Körpereinsatz bei ihm gnadenlos abgepfiffen wird (weil's so ungerecht aussieht). Beim Fussball kommen nach meiner Wahrnehmung die Kleinen und die Großen gut zurecht. Demgegenüber gibt es Sportarten, bei denen die Größe einen eindeutigen Vorteil darstellt (Basketball...).


    Zudem gehören die körperlichen Voraussetzungen eben mit zu den Qualitäten, die einen Fussballer ausmachen. Wer besonders schnell ist, kann damit zum Teil spielerische Defizite ausgleichen. Wer langsam ist, kann das mit besonderer Spielintelligenz ausgleichen, usw. Man kann jetzt aber schlecht eine Spielklasse für die langsamen, intelligenten und eine andere für die schnellen Doofen einrichten, oder? Ich gebe gerne zu, dass die Einteilung nach Alter auch nicht optimal ist (siehe RAE-Thread), aber was besseres fällt mir erstmal auch nicht ein.


    Grüße
    Oliver

  • Tja Don Q. ....eine Film habe ich nicht. Stell dir einen typischen D Jungen vor und dann mal dir seinen großen Bruder aus der C ...der bald in die B kommt. So ungefähr war das größenverhältnis. Ich habe einen -aus meiner Sicht sehr großen Spieler im Gegensatz zu den anderen Spielern.....der sah gegen diesen Spieler klein aus...ungefähr etwas mehr als einen halben Kopf noch kleiner. Dabei war dieser andere Spieler noch kräftig....eine Ausnahme von seiner Entwicklung her. Es war übrigens ein "Urdeutscher" -Spieler...also keiner, wo irgendwann mal das Geburtsdatum geschätzt wurde oder ähnliches.


    Meine Spieler spielen eigentlich auf Verschieben, ...der ballnaheste läuft den Ball ab. Hier stellte ich einen auf die Socken des Gegners...und zwei sollten ihm stetig helfen....


    Dieser lange kräftige Lulatsch konnte auch spielen...nicht besonders talentiert...aber talentiert. ich erwähne das, weil viele große Spieler...vor allem in dieser Altersklasse eher behäbig sind...was kleinere Talente schnell auszunutzen wissen, ...das kenne ich...davon leben wir. Ich habe 9 Altspieler und drei Jungspieler....alle sind auf ungefähr dem gleichen Niveau mit einzelnen Spitzen. Wir sind mit diesem (also dem des Gegners wo dieser Spieler spielt) Team Punktgleich hinter dem ersten der höchsten Tabelle auf Kreisliganiveau. Ohne diesen Spieler wären die niemals dort gelandet...eher weit im Mittelfeld. Da das was er schaffte fußballerisch für mich wertlos ist, bin ich auch so angesickt, wenn ich über diese fußballerisch hausgemachte Sache nachdenke. Ich wills auch nicht zu wichtig nehmen, aber mir kam schon der Gedanke das das unterschwellig sportliche ...."Beinahunfairness" ist....und zwar vornehmlich im Bereich der Altersgruppe D und C. Im späteren Alter hat der Faktor körperliche Überlegenheit keinen so großen Stellenwert mehr wie in diesem Altersbereich...finde ich.

  • Da das was er schaffte fußballerisch für mich wertlos ist, bin ich auch so angesickt,


    Das ist doch der eigentliche Kern. Wieso ist das fussballersich wertlos, was der Junge für sein Team leistet? Wieso gehört körperliche Präsenz für Dich offenbar NICHT zu den fussballerischen Eigenschaften? Weil man sie nur eingeschränkt trainieren kann? Ist das nicht bei vielen Attributen so (Schnelligkeit, Intelligenz, ...)?


    Grüße
    Oliver

  • Schönes Thema!
    In den letzten zwei D-Jahren hatten wir den einen oder anderen Gegner, der so einen "Hulk" in den Reihen beherbergte: Schnell, B-Jugend-Physis, technisch ok und Karl-Allgöwer-Schußkraft.
    Im ersten Jahr war meine Anweisung: Ganz flach auf den Boden legen, sich tot stellen - dann tut er euch nichts. Und beten, daß das Spiel schnell vorbei geht.
    Im zweiten Jahr: Die zweikampfstärkste Spielerin (100% angstfrei!) auf die Socken stellen, die solchen Spielern schon im Anspiel (er kam aus der Mitte und ging dann über links mit Wahnsinnstempo) stört und beschäftigt, ein zweiter Spieler staffelt sofort dahinter und stört dann bei einem Durchbruch. Dann den Spieler "totlaufen" lassen (über 15 Sekunden, danach schnaufen die Jungs und ziehen entweder blind ab oder verlieren den Ball nach Fehlpaß). Der Kollege hat nach dieser Umstellung in 90 Spielminuten (nach der Halbzeitpause im ersten Spiel, vorher kannte ich ihn nicht) "nur" noch ein Tor gemacht.


    Zum Thema:
    Generell haben große Spieler natürlich Vorteile bei der Balleroberung (speziell hohe Bälle), aber im Antritt sind die "Flinken" im Vorteil. Auch durch mehr Muskelkraft kann häufiger "Kick'n'Rush" praktiziert werden, in dem Fall kann man einen eng gestaffelten Gegner gut überraschen und das Spiel aus der eigenen Hälfte verlagern. Auch Flügelwechsel sind dann leichter zu praktizieren.
    Das Thema von der Gegenseite betrachtet:
    Aktuell soll ich nun aus zwei Vereinen eine C2 bilden, wollte aber meine mir vertrauten 2001-Spieler mit hochziehen. Sie sind spielerisch, charakterlich und wachstumsmäßig auf dem selben Level wie die mir zugeteilten 1999er (teilweise liegen nur 13 Monate zwischen den Geburtstagen - Dec99 vs Jan01). Dort sagte mir mein neuer Jugendobmann "Ein NoGo! Spieler abgeben, wg. gleicher Altersklasse!". Vielleicht sollten mal meine 2001er gegen deren 99er ein Testspiel austragen. :D


    Fazit:
    Wie will man das alles kategorisieren? Neue EU-Norm?! 8| Wurde in den 80ern nicht nach "Schuljahr" sortiert (01.Juli - 30.Juni, s.ä.)?

  • Bei meinem Trainerkurs ist dieses Thema auch angesprochen worden --> eine Idee ist es in Niederösterreich / Wien die Kinder nicht mehr nach Alter sondern nach


    Leistung einzuteilen. d.h. der kleine Gute spielt höher und der weniger gute Große spielt in einer niedrigern Klasse.


    Die Idee halte ich für hervorragend und zukunftsorientiert, aber auch für fast unausführbar solange sich alles um Erfolg dreht.


    Dazu gebe es viele Fragen; z.B. wer beurteilt nach welchen Kriterien ein Kind in welcher Klasse es spielt unn wie wird das kontrolliert usw.


    Und ich denke es gäbe dann findige und erhgeizige Trainer die eben dann Kinder wieder unzweckmässig einsetzen um irgendein Spiel zu gewinnen - es gibt ja keine Alterskontrolle.



    Andre --zu deinem Goliath der dir das Leben schwer macht, ich bin mir nicht sicher wer sich im Laufe der Jahre mehr entwickeln wird - eben der Große und Starke


    der sich kaum gegen seine Gegner anstrengen muss und dadurch auch nur unter- bis durchschnittliche Leistung bringt oder der momentan noch kleinere Schwächere


    der immer an der oberen Grenze seiner Leistung kratzt.


    Da ich mit meiner Mannschaft schon über Jahre bei weitem mehr Niederlagen als Siege eingefahren habe - denke ich so und hoffe das es wenigstes zum Teil so kommt


    da meine Mannschaft eben jünger und körperlich schwächer ist als die meisten anderen ist. X(

  • Das ist doch der eigentliche Kern. Wieso ist das fussballersich wertlos, was der Junge für sein Team leistet? Wieso gehört körperliche Präsenz für Dich offenbar NICHT zu den fussballerischen Eigenschaften? Weil man sie nur eingeschränkt trainieren kann? Ist das nicht bei vielen Attributen so (Schnelligkeit, Intelligenz, ...)?


    Tja, hier habe ich wohl eine spezielle Meinung, denn für mich bringt dieser Junge nur durchschnittliches Können mit. Wären meine Spieler alles so groß wie er, würden sie ihn auf einem 2 Euro-Stück ausspielen. Er hat was, was geschätzt 97 Prozent meiner Spieler nicht mitbringen...Masse...und dafür kann der Junge nix und meine Spieler und ich auch nicht. Das ist unfair für mich...ihm bringt es nichts...vielleicht sogar zu glauben man sei der Beste...ist es aber rein fußballerisch betrachtet aus meiner Sicht noch lange nicht. Der ging an einem Spieler von mir vorbei, der nun beim BVB in der D spielen wird....einer der gegen Köln bereits ein Tor schoss im Trainingsspiel bei Dortmund....einfach so vorbei...kleiner Trick....Schulter starr lassen, ein wenig dagegen lehnen und vorbei und Abschluß und drin....das ist nichts, überhaupt nichts.....In der B würde er das mit diesem Spieler so mit sicherheit...mit absoluter Sicherheit nicht machen. Es ist einfach zu verhindern, wenn man die Masse hat. Wer so groß ist und nicht langsam ist...also bezogen auf seine Größe...auf diese Größe ein normales Tempo in der Lage ist zu gehen....ist gegenüber seinen Altersgenossen aus meiner Sicht ganz klar weit im Vorteil. Ziehen die anderen nach...würde der schon sehen wo er bleibt. Hier jedoch...keine Chance. Wir wehrten seine Durchgänge ja auch einige Male ab, aber er kam dennoch beim Turnierspiel in 12 Minuten locker 6 oder 7 Mal zum Abschluß und schoß dabei ein....das entscheidende 1:0....wie schon im Punktspiel. Damals ließ er ihn zunächst hinten als ...ja genau...INNENVERTEIDIGER...spielen. Wir führten 3:0 zur Halbzeit. Dann setzte er ihn in den Sturm...und hätte das Spiel auch nur 3 Minuten länger gedauert...hätte wir mit Sicherheit verloren. Wir gewannen 3:2. -schwitz-. :thumbup: Wäre dieser Typ nicht da gewesen mit seiner Präsenz und nur dennoch nur durchschnittlichen Leistung...hätten wir die abgeschossen.


    Nächstes Beispiel war im letzten Jahr eine C-Mädchen....Stützpunktspielerin...die bei der D mitspielte. Die ging so durch und zog ab....5 von 6 Toren gegen uns....grausam brutal und einfach scheisse und vorgeführt wurden die Jungs. Sie war cirka 1,5 Köpfe größer und brachte geschätzt ein drittel mehr Gewicht auf die Waage. Wer will -sorry im Vorhinein- gegen so ein Kalb gewinnen. Die war dazu fußballerisch sogar richtig gut für ein Mädchen. Entscheidend war aber nicht das fußballerische...denn fußballerisch war jeder meiner Jungen mindestens genauso gut...es war die Körpergröße und das Gewicht.


    Würde man eine Maximalgröße einführen...hätte die bei der C spielen müssen...auch als Mädchen und das ...genau das...hätte ihr was gebracht und uns auch! Genau so sehe ich das jetzt auch mit diesem Jungen (der da ja nix für kann)....! Deshalb bin ich grundsätzlich weiterhin für eine Alterseinteilung....aber ebend zusätzlich für eine Größenbeschränkung....weil es anscheinend Sinn macht. Ich ärgere mich selbstverständlich über das verlorene Spiel....wir kamen auf dem Turnier übrigens auf den zweiten Platz und das Team des "Großen" auf Platz EINS...prima!


    Im ersten Jahr war meine Anweisung: Ganz flach auf den Boden legen, sich tot stellen - dann tut er euch nichts. Und beten, daß das Spiel schnell vorbei geht.


    :):):):):) Super Kopfkino...genau mein Humor....einfach tod stellen, klasse.... :thumbup::thumbup::!:


    Andre --zu deinem Goliath der dir das Leben schwer macht, ich bin mir nicht sicher wer sich im Laufe der Jahre mehr entwickeln wird - eben der Große und Starke


    Ja das weiss ich ja auch. Und genau das wird meiner Einschätzung nach auch passieren. Das bringt mir aber nix für den Augenblick.


    Ferner ....ist das mit dem Augenblick natürlich auch kurz gedacht. Vielmehr muß es darum gehen, hier sportliche Chancengleichheit zu erzeugen und natürlich muß auf Top 1 die Ausbildung stehen. Gerade deshalb sollte dieser große Junge ruhig in der C spielen..z.B. spätestens im zweiten Jahr...da würe ihn stärken und die anderen ...sowohl und gerade in seinem Team....also auch den Gegnern die so sportlicher beacktert werden könnten...so sehe ich das jedenfalls.


    Das der Trainer/der Verein diesen Jungen natürlich in die C hätte freiwillig durch hochziehen hätten spielen lassen können ist mir auch klar.....Fakti ist, das das aber nicht geschehen ist und ich denke ich weiss warum! :thumbup: Ein Grund mehr, warum eine Regelung (Vorschrift) in den Statuten diese Dinge regeln sollte.

  • Andre,
    ich kann Deinen Unmut ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Der Spieler kann nichts dafür, dass er größer ist als die anderen.


    Würde man nun nach Größe einteilen, ersetzt man nur eine Ungerechtigkeit durch eine andere. Was machen wir dann mit dem super kleinen Top-Spieler aus der D1? Der könnte von Statur und Größe her locker als E-Spieler durchgehen, vielleicht sogar als sehr robuster F-ling. Da würden sich die Gegner bedanken. Einen Spieler habe ich in der Mannschaft, der ist genau so groß wie der von Dir beschriebene, reißt aber mit Vorbeigehen etc. überhaupt nichts, ist eher der am wenigsten gute Fußballer im Team. Soll der dann in die U15, nur weil er groß ist?


    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass oft die größeren Spieler ( bei denen bei meinen Zwergen ein Raunen durch die Reihen ging, als sie diese erblickten) keine Probleme gemacht haben. Die stärksten Gegenspieler waren meistens eher klein oder normal groß (U13). Wenn unsere Kleinen Befürchtungen hatten, habe ich Ihnen die "Angst" genommen durch kleine Witze., z. B. "groß heißt nicht gut, dem läufst Du zwischen den Beinen durch, da kommt der nie hinterher".
    Mir fehlt da irgendwie der Glaube, dass sich ein durchschnittlich begabter, großer Spieler gegen Deine Top-Spieler einfach so durchsetzt, wahrscheinlich spielt da doch die Psyche mit.

    "Multiple exclamation marks,' he went on, shaking his head, 'are a sure sign of a diseased mind."
    Terry Pratchett

  • Würde man nun nach Größe einteilen, ersetzt man nur eine Ungerechtigkeit durch eine andere.


    Ja mag sein. Ich wollte das Problem aber dennoch mal auf den Tisch bringen.


    Zunächst zum Zitat....ich war zunächst der Meinung, dass man die Größe des Spielers ZUSÄTZLICH zur bereits bestehenden Regel...ebend das zwei Altersjahre in einem Team zusammenspielen können (nicht müssen....denn es gibt ja auch Vereine die streng nach Alter staffeln/einteilen). Dh...im Echtfall,


    -Spieler xy ist im D- Alter, jedoch z.B. 1,75 groß. Die Größenbeschränkung für einen D Spieler liegt im Maximum beispielsweise bei 1,65 m und deshalb müßte er höher spielen und in die C. Dort ist es Vereinssache, in welche C er käme.


    Darüber hinaus würde ich noch -abseits des Themas- mir vorstellen, dass jeder Spieler auf der Auswechselbank mindestens die halbe Spielzeit spielen muß, damit nicht genau das passiert, woran ich gerade denke, wenn ich mir vorstelle, dass DEIN großer Spieler der ebend nicht so gut spielt...dort nicht versauern muß.


    Abseits dieser Grundidee könnte ich mir nun aber auch vorstellen, dass man nur nach Größe grundsätzlich einteilt. D.h. konkret, das man halt sagen würde, dass Spieler mit einer Körpergröße von ...bis....in der F bis ?? (vielleicht C) eingeteilt würden. Ich könnte mir vorstellen, dass das nach dem Längenwachstum eine andere Regelung...halt die alte Regel...dann halt wieder nach Alter bestimmen müßte/sollte.

  • Ich wollte noch ein Beispiel das pro Größeneinteilung ein kleines weiteres Argument wäre:


    Da spielten wir im letzten Jahr auf dem vereinseigenen Megaturnier im Freien und da kommen wieder die Engländer mit ihren Teams. Tolle Sportmänner...jedoch körperliche Bullen...Hulks...Batmans :) ....geschätzt 50 Prozent des Teams.


    Was passierte? Logisch...wir bekamen in den letzten 3 Minuten derbe eingeschenkt...die Kraft war weg und bei denen noch da.


    Dann ein Schuß...knallhart auf unseren armen Torwart, welcher einfach mit den Fäusten abwehrte und hinhielt. Der schrie...vor Schmerz und spielte danach noch ein Spiel weiter.


    Zwei Tage später erhielt ich einen Anruf: ARMBRUCH....Grünholzbruch (da hält die Knochenhaut die Knochen noch zusammen oder so ähnlich).


    Dieses Jahr kamen die lieben Engländer wieder....sie schossen uns -wie damals in den letzten 3 Minuten nach einem Stand von 1:1 dann ab...


    Die hätten sich auch beim zeitgleich verlaufenden C Jugend Turnier prima gehalten. Nicht weil die so super genial spielten, sondern weil der Körper einiges wegmachte, was spielerisch nicht ganz so da war.

  • Anderes Beispiel..


    In der Mannschaft meines Sohnes Jg. 2004 ist ein Spieler. 170cm oder 168cm groß (also fast so groß wie ich), Schuhgröße 44.. der junge ist ein Aprilkind 2004…
    Der Junge wächst unaufhaltsam.
    Der Bursche ist vom Geiste genau im richtigen Alter, nur steckt er halt in einem sehr große Körper. Der ist eh schon gestraft genug weil er 1,5 Köpfe größer ist als alle seine Freunde. Der Arme hat sich sogar schon bei Spielen von Gegnerischen Eltern und Trainer als behindert beschimpfen lassen müssen… wow da bin sogar ich mal auf 100 gewesen!!


    Bei allen Respekt, aber egal welche Einteilung, welcher Stichtag, es wird immer Benachteiligungen geben.

    Wer aufhört sich weiter zu entwickeln, hört auf besser zu werden.

  • Schwierig. Wird es wohl keine Generallösung für geben. Mir käme hier ( da es ja wohl nur diese eine Truppe ist ) nur in den Sinn, dass dies ein Fall für gruppentaktische Anweisung wäre. Gnadenlos doppeln heißt die Devise. Wenn sie ohnehin Ballorientiert geschult sind, reißt das auch nicht so große Lücken, die der doppelnde Spieler hinterlässt. Den Raum müsste dann wiederum ein ballentfernter Spieler abdecken.
    Aber grundsätzlich lernen die Spieler auch bei solchen Erfahrungen mit körperlich überlegenen Gegnern eine Menge.


    Im Falle der robusten Engländer würde ich den Jungs extremes Kurzpassspiel empfehlen. Ich weiß. Sehr im taktischen Bereich. Aber kommt schon. Ist doch für'n guten Zweck -).

  • Wir haben dieses Jahr 3:3 gegen eine eher schwache Truppe gespielt, gegen die wir noch sehr viele Torchancen hatten und deutlich besser waren. Alle drei Gegentore hat eine Mittelfeldspielerin mit einfachen 'Tempogegestößen' gemacht. Sobald die im Mittelfeld den Ball erobert hat, also keine von uns zuerst am Ball war, hat die mit Ball am Fuss Tempo aufgenommen und über links alles überlaufen. Konnte gefühlt zigmal aufs Tor schießen, ohne dass sie nur ein einziges Mal abgeben 'musste'. Gott sei Dank konnte sie meistens zumindest nach außen abgedrängt werden und hatte nicht immer optimale Schußbahn. Sie konnte auch immer zu zweit angegriffen werden, da die anderen ohnehin keine Rolle spielten und nicht von ihr eingesetzt wurden.


    Ich habe ein paar Wochen später dem Nachbarverein beim Spiel gegen den gleichen Gegner zugeguckt, wir hatten spielfrei und ja, ich bin schon so bekloppt dass ich mir dann Samstags morgens ein D-Jugend-Mädchen Spiel angucke. Muss ich vor meiner Frau verheimlichen, das Anschauen der 2. Halbzeit konnte ich unbemerkt zwischen Müll weg bringen und einkaufen gehen schieben. Ergebnis 3:4, Spielverlauf genau wie gegen uns. Nicht ein einziger Angriff unter Beteiligung eines anderen Mädchens, immer nur das Fahrt aufnehmen des gleichen Mädchens über die linke Seite.


    Ärgerlich, insbesondere wenn diese Tore lautstark gefeiert werden muss man sich zusammen reißen um nicht rauszuschreien: eigentlich könnt ihr aber nix ! Aber die jetzt praktizierte Jahrgangseinteilung ist schon o.k., mit allen anderen Alternativen würde man die Struktur des typischen Dorffereins sicherlich überfordern und 100 % gerecht wird es nie. Hört sich für mich auch alles sehr kompliziert an, neben Alter auch Größe und dann müssen ein paar D-Jgdl. in der C-Jugend mitspielen und umgekehrt ?! Hört sich nicht sehr gut an, auch von der mentalen Entwicklung müssen die Spieler doch zueinander passen. Die o.g. Spielerin war körperlich nicht mal herausstechend, die war normal groß und normal gebaut. Keinerlei körperliche Vorwahrnung, was da gleich nach der Ballanname passiert. Man kann ja ein Kind schlecht dafür bestrafen, dass es viel schneller ist als alle anderen und in die C-Jugend 'zwangsversetzen'.


    Ich fände z.B. die Umsetzung des Vorschlages sehr gut, dass jeder Spieler per Spielordnung sagen wir ca. 15 oder 20 Minuten draußen sein müsste. Käme auch dem KIFU-Gedanken sehr entgegen und die Mannschaft müsste auch mal eine Zeitlang ohne den 'Superstar' klarkommen, wäre sowohl für den Gegner als auch für die eigene Mannschaft gut.

  • Meine D hat dieses Jahr gegen eine eher schwache Mannschaft 3.0 bei ca.25 100%igen gewonnen.Die hatten einen Tormann,der wäre locker in der B-Jugend mit durchgegangen und hatte trotz 1,80m und 95kg super Reflexe.Nach dem Spiel hab ich den zu seiner Leistung gratuliert,passiert mir nicht alle Tage.Machen kannst du dagegen nichts,es bleibt dir und den Spielern als Anekdote in der Erinnerung.Reglementierungen bezüglich Spielstärke oder Grösse halte ich nicht für praktikabel.

  • wir hatten spielfrei und ja, ich bin schon so bekloppt dass ich mir dann Samstags morgens ein D-Jugend-Mädchen Spiel angucke. Muss ich vor meiner Frau verheimlichen, das Anschauen der 2. Halbzeit konnte ich unbemerkt zwischen Müll weg bringen und einkaufen gehen schieben.


    :thumbup::thumbup::thumbup:


    Grüße
    Oliver

  • Ich fände z.B. die Umsetzung des Vorschlages sehr gut, dass jeder Spieler per Spielordnung sagen wir ca. 15 oder 20 Minuten draußen sein müsste.


    ähnlich der Zeitnehmer bei der Leichtathletik müsste es dann aber einen Lehrgang für den Zeitnehmer geben.
    entsprechende Strafen, wenn die betreffende Mannschaft bewusst nur in Mannschaftsstärke oder maximal 1 Einwechslespieler antritt.
    da bedarf es natürlich noch einen Ausschusses, wie das kontrolliert und bestraft wird.


    Sobald die im Mittelfeld den Ball erobert hat, also keine von uns zuerst am Ball war, hat die mit Ball am Fuss Tempo aufgenommen und über links alles überlaufen.


    Vorgabe einer maximalen Lauflänge mit Ball am Fuss, ansonsten Freistoss. am besten mit entsprechenden Lichtschranken.


    dass man nur nach Größe grundsätzlich einteilt. D.h. konkret, das man halt sagen würde, dass Spieler mit einer Körpergröße von ...bis....in der F bis ?? (vielleicht C) eingeteilt würden.


    zu klären ist natürlich noch, ob mit oder ohne Schuhe die exakte Grösse zu messen ist. Messgeräte sollten natürlich einheitlich, geeicht und
    auch vom DFB finanziert werden. Zu beachten ist natürlich die Messung vor jedem Spiel, da die Kids in der Wachstumsphase sind.


    Eine Neuordnung sollte aber unbedingt auch noch andere Kriterien, die gleichen Vorraussetzungen widersprechen, mit berücksichtigt werden:


    Gewichtsbegrenzung, Höchstgrenze bei der Grundschnelligkeit, Sprungkraft und nicht zu vergessen eine IQ-Begrenzung.


    Mehr Zwillinge braucht das Land. diese in der jeweils anderen Mannschaften, somit gleiche Vorraussetzungen der Gegenspieler.


    Noch besser wäre eine Änderung der Spielordnung in der Mannschaftsstärke zum 1:1 hin.


    wir könnten aber auch einfach nur abwarten, Retortenbabys könnten die notwendigen Veränderungen automatisch mt sch bringen.



    Womit wir wieder mal bei einer Trainertugend wären, die im Jugendbereich einfach erforderlich ist: Geduld haben.



    Alternativ bietet sich bei dieser Extremproblematik an, das Toreschiessen pro Spieler auf 1 Tor begrenzt.


    gg

  • Andre
    Entdecke ich da eine Spur von Gewinndenken bei Dir :?: ;)


    Das, was Du da beobachtet hast, beobachtet man umgekehrt genauso. Vielleicht nicht in einer D1 - aber in einer D3. Da findest Du dann große, kräftige Jungs, die aber Krach mit dem Ball haben. Die werden von mittelmäßigen E-Jugend-Spielern an die Wand getackert. Nach Deiner Logik müssten die in die C-Jugend...
    Dann gibt´s da noch einen ganz praktischen Aspekt: Die Rabauken wachsen ja nicht in der Nacht vom 30.6. auf den 1.7. - was soll man machen, wenn die irgendwann im Laufe der Saison Deine Höchstgrenze überschreiten? Muss der Trainer dann jede Woche nachmessen?
    So sehr man sich zuerst über soetwas ärgert - nicht weiter drüber nachdenken und weitermachen.


    Wenn man den Gedanken konsequent zuende denkt, könnten nach der Logik Messi, Xavi und Iniesta noch C-Jugend spielen... Aber wo müsste Mertesacker spielen?

  • Interressantes Thema!Allerdings stelle ich mir eine Einteilung nach Größe (und theoretisch müßte das Gewicht dann ja auch eine Rolle spielen, oder? 60kg drücken mehr weg als 40kg) in der Praxis schwierig vor.


    Wenns dumm läuft landet der riessige D-Spieler (möglichst Jungjahrgang!) in einer C mit hauptsächlich Altjahrgängen. Was soll der "Kleine" da?? Psychisch ist er ja doch erst 10,11. Da liegen doch Welten dazwischen.


    Letztendlich sind es doch nur ein paar Jahre, wo ihm seine Größe einen Vorteil verschafft. Und selbst die sind manchmal teuer erkauft, wenn ich nachdenke, was sich manche körperlich starken Spieler von gegnerischen Trainer und Eltern manchmal anhören müssen. ("Fette Sau" ist da noch harmlos). Ich hatte mal eine Spielerin die groß und recht "athletisch" gebaut war. Was da alles reingeplärrt wurde, war echt krass!


    Und andersrum find ich es auch nicht so prickelnd. Kleine, zarte Spieler zurückzustufen??Schon irgendwie diskriminierend, oder? Kann ja keiner was dafür wie groß bzw. klein er/sie ist!!