Wir sind abgedriftet, aber es ging mir um die ökonomische Logik von Sozialtransfers: nach oben umzuverteilen ist völlig sinnfremd. De facto hängt der Fußballbetrieb ja am staatlichen Subventionstropf, ohne dass ich mangels Transparenz (wohl gewollt) genauere Zahlen wüsste, - oder ? Massives Fördern als Pushen per Trainingsintensivierung in der U8 ist zudem wenig zielführend. Auffällig war, dass der Demmer-Bruder des Bayernspielers trotz weiter Entfernung (35 km) schon in der U8 landet. Ich zählte da 1 + 1 zusammen, da dies den Auswahlmustern bei uns vor Ort entsprach: man kennt sich... Nun eine H4-Debatte loszutreten (nach dem Motto: Wir geben denen nichts, gemeint: die Eltern, treffend: Kinder, die keine Schuld trifft - ist es so schwer, zwischen Eltern u. Kindern zu differenzieren? Das ist genau, was ich meinte!), ist völlig unangebracht, da es nur um Chancengerechtigkeit von Kindern (als solchen) bzw. Umverteilung nach oben vs soziale Kosmetik ging. Neid auf Arme: werd ich nie verstehen, erst Recht nicht bei Kindern! Der betreffende H4-Vater war alleinerziehend,Frau abgehauen, 3 Kinder, um die er sich in keiner Weise kümmerte, Alkohol u. PC-Spiele waren Lebensinhalt, das Amt schaute lang zu, da 3 Kinder unterzubringen eben tierisch viel Geld kostet: Wohnung Müllhalde, Schule Fiasko, am Monatsende meist nichts zu essen - diese Kinder hattne nur Fußball als Lebensinhalt! Und da kommt man, kickt sie aus dem LZ-Verein, da ein Unternehmervater sein Kind mittels "Spende" (auch steuerlich absetzbar) reindrückt, per Taxi über 40 km kutschieren lassen kann etc. Aber worüber regt "man" sich auf: dass wer auf die Idee kommen könnte, der armen H4-Kind Förderung zu ermöglichen, indem man evtl. den Vater per Fahrtkostenzuschuss anregt, den A hochzukriegen fürs talentierte Kind?*
Ja, ok, so sieht es aus, man denkt so. Ich finde es nur traurig für Kinder, die für Eltern haften sollen. Und guenter: wieso dichtest du mir mal wieder was an: nie habe ich gesagt, die Allgemeinheit solle jedes Kind fördern, nur: wenn man so tut, als fördere man neutral u. fair Talente, dann muss die Selektion wenigstens auch leistungsgerecht sein u. nicht am elterlichen Geldbeutel hängen. Da der Fußball eben schon immer von enormen Sozialtransfers lebt! Ich hab den Zusammenhang glasklar dargestellt, wieso unterschiebst du mir da so ne abwegige Ansicht? Bitte zitiere doch sauber u. seriös, wenn du anderen etwas in den Mund legst, ok? Was man tun sollte: soziale wie biografische Verhältnisse so mit berücksichtigen, wie es wissenschaftlich naheliegt: bisheriger Input, "fußballalter", soziale/psychische Probleme, Gepushtsein vs Vernachlässigung etc. Weil dies logisch wäre: wer nie gefördert o. motiviert wurde, erst mit 6 statt 3 in einen Verein kam, zuhause eine kleine Hölle hat, dessen Leistungsoutput muss leiden, so dass schon pure Leistungsselektion unfair ist. Bringt solch Kind nun aber trotzdem die bessere Leistung, wird es immer noch aussortiert, da sein H4-Vater nichts sponsert wie der des Konkurrenten. Alles prima so o. lernt dies Kind: Fußball, diese Gesellschaft etc. ist Mist, mein Papa hat schon Recht, nur die Füße hochzulegen, das mache ich nun auch? Mich regt es tierisch auf, da andere da nur deine alles ad absurdum führende Unterstellung lesen u. meinen ich hätte dies gefordert, obwohl es um Grundanderes ging: wahrhaft gemeinnützige Kindgerechtigkeit statt tendenzielles Abzocken von Steuergeld für Eliten im sozialen Deckmantel! ![]()
*Und Karl, bitte keine Milchmädchenrechnungen: was glaubst, was nun 3 Kinder den Staat kosten, die bei Pflegeeltern untergebracht sind? Hätte man dem Vater per Talent des Sohnes Türen zurück ins Leben geöffnet, wäre ein Fahrtkostenzuschuss etwas kostengünstiger geworden! Macht man lieber 3 Kinder fürs Leben kaputt, spart man gar nichts, sollte sich lieber mal reell ausrechnen, was die in Zukunft alle kosten, falls Kosten hier alles bedeuten: die werden vermutlich nun auch H4-Empfänger o. ähnliches u. werden diese Gesellschaft zurecht ablehnen, die ihne schon mit 8 keine faire Chancengleichheit gab, obwohl "gemeinnützig" o. "Talentförderung" über allem prangt. Der Junge hatte definitiv mehr Talent als der, der dann genommen wurde, der Unterschied lag aber im Geldbeutel der Väter, der Reiche war für den "Verein" attraktiver, sponsert noch immer etc. Ist das kind-/talentgerecht? Sorry, ich rege mich halt noch drüber auf, wenn unschuldige Kinder für ihre Eltern bestraft, diskriminiert werden u. das dann "gemeinnützig" heisst. Daher: Kein Förder-Zirkus per U8, bis zur C-Jugend nur allen Kindern Impulse geben, in der Breite, offen, das wäre faire Gleichberechtigung, gemeinnützig, politisch sinnvoll. Oder?
