FC Bayern Probetraining

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  • Wir sind abgedriftet, aber es ging mir um die ökonomische Logik von Sozialtransfers: nach oben umzuverteilen ist völlig sinnfremd. De facto hängt der Fußballbetrieb ja am staatlichen Subventionstropf, ohne dass ich mangels Transparenz (wohl gewollt) genauere Zahlen wüsste, - oder ? Massives Fördern als Pushen per Trainingsintensivierung in der U8 ist zudem wenig zielführend. Auffällig war, dass der Demmer-Bruder des Bayernspielers trotz weiter Entfernung (35 km) schon in der U8 landet. Ich zählte da 1 + 1 zusammen, da dies den Auswahlmustern bei uns vor Ort entsprach: man kennt sich... Nun eine H4-Debatte loszutreten (nach dem Motto: Wir geben denen nichts, gemeint: die Eltern, treffend: Kinder, die keine Schuld trifft - ist es so schwer, zwischen Eltern u. Kindern zu differenzieren? Das ist genau, was ich meinte!), ist völlig unangebracht, da es nur um Chancengerechtigkeit von Kindern (als solchen) bzw. Umverteilung nach oben vs soziale Kosmetik ging. Neid auf Arme: werd ich nie verstehen, erst Recht nicht bei Kindern! Der betreffende H4-Vater war alleinerziehend,Frau abgehauen, 3 Kinder, um die er sich in keiner Weise kümmerte, Alkohol u. PC-Spiele waren Lebensinhalt, das Amt schaute lang zu, da 3 Kinder unterzubringen eben tierisch viel Geld kostet: Wohnung Müllhalde, Schule Fiasko, am Monatsende meist nichts zu essen - diese Kinder hattne nur Fußball als Lebensinhalt! Und da kommt man, kickt sie aus dem LZ-Verein, da ein Unternehmervater sein Kind mittels "Spende" (auch steuerlich absetzbar) reindrückt, per Taxi über 40 km kutschieren lassen kann etc. Aber worüber regt "man" sich auf: dass wer auf die Idee kommen könnte, der armen H4-Kind Förderung zu ermöglichen, indem man evtl. den Vater per Fahrtkostenzuschuss anregt, den A hochzukriegen fürs talentierte Kind?*


    Ja, ok, so sieht es aus, man denkt so. Ich finde es nur traurig für Kinder, die für Eltern haften sollen. Und guenter: wieso dichtest du mir mal wieder was an: nie habe ich gesagt, die Allgemeinheit solle jedes Kind fördern, nur: wenn man so tut, als fördere man neutral u. fair Talente, dann muss die Selektion wenigstens auch leistungsgerecht sein u. nicht am elterlichen Geldbeutel hängen. Da der Fußball eben schon immer von enormen Sozialtransfers lebt! Ich hab den Zusammenhang glasklar dargestellt, wieso unterschiebst du mir da so ne abwegige Ansicht? Bitte zitiere doch sauber u. seriös, wenn du anderen etwas in den Mund legst, ok? Was man tun sollte: soziale wie biografische Verhältnisse so mit berücksichtigen, wie es wissenschaftlich naheliegt: bisheriger Input, "fußballalter", soziale/psychische Probleme, Gepushtsein vs Vernachlässigung etc. Weil dies logisch wäre: wer nie gefördert o. motiviert wurde, erst mit 6 statt 3 in einen Verein kam, zuhause eine kleine Hölle hat, dessen Leistungsoutput muss leiden, so dass schon pure Leistungsselektion unfair ist. Bringt solch Kind nun aber trotzdem die bessere Leistung, wird es immer noch aussortiert, da sein H4-Vater nichts sponsert wie der des Konkurrenten. Alles prima so o. lernt dies Kind: Fußball, diese Gesellschaft etc. ist Mist, mein Papa hat schon Recht, nur die Füße hochzulegen, das mache ich nun auch? Mich regt es tierisch auf, da andere da nur deine alles ad absurdum führende Unterstellung lesen u. meinen ich hätte dies gefordert, obwohl es um Grundanderes ging: wahrhaft gemeinnützige Kindgerechtigkeit statt tendenzielles Abzocken von Steuergeld für Eliten im sozialen Deckmantel! :thumbdown:


    *Und Karl, bitte keine Milchmädchenrechnungen: was glaubst, was nun 3 Kinder den Staat kosten, die bei Pflegeeltern untergebracht sind? Hätte man dem Vater per Talent des Sohnes Türen zurück ins Leben geöffnet, wäre ein Fahrtkostenzuschuss etwas kostengünstiger geworden! Macht man lieber 3 Kinder fürs Leben kaputt, spart man gar nichts, sollte sich lieber mal reell ausrechnen, was die in Zukunft alle kosten, falls Kosten hier alles bedeuten: die werden vermutlich nun auch H4-Empfänger o. ähnliches u. werden diese Gesellschaft zurecht ablehnen, die ihne schon mit 8 keine faire Chancengleichheit gab, obwohl "gemeinnützig" o. "Talentförderung" über allem prangt. Der Junge hatte definitiv mehr Talent als der, der dann genommen wurde, der Unterschied lag aber im Geldbeutel der Väter, der Reiche war für den "Verein" attraktiver, sponsert noch immer etc. Ist das kind-/talentgerecht? Sorry, ich rege mich halt noch drüber auf, wenn unschuldige Kinder für ihre Eltern bestraft, diskriminiert werden u. das dann "gemeinnützig" heisst. Daher: Kein Förder-Zirkus per U8, bis zur C-Jugend nur allen Kindern Impulse geben, in der Breite, offen, das wäre faire Gleichberechtigung, gemeinnützig, politisch sinnvoll. Oder?

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • Sorry Kicker, aber auch wenn man sich eine gerechtere Welt vorstellen könnte, muss man doch die Realität anerkennen: Kinder sind in Ihrer Entwicklung massiv auf die Unterstützung ihrer Eltern angewiesen. Und da ist die fussballerische Förderung nur ein kleiner Teil und mit Sicherheit nicht der wichtigste.


    Jedes LZ wird (unabhängig vom Talent des Spielers) gewisse Mindestanforderungen an das familäre Umfeld haben, da sonst die Teilnahme am LZ nicht möglich ist. Ich bin ja als Kleinstadt-Trainer schon an Eltern verweifelt, die sich nicht kümmern. Wie soll das gehen, wenn das Kind bei jedem Training und jeden Spiel auf seine Eltern angewiesen ist? Und genau aus dem Grund werden gerne auch jüngere Geschwister gesichtet. Denn da weiss das LZ aus Erfahrung, dass die Eltern das gebacken kriegen. Das hat mit Klüngel nichts zu tun.


    Zur Dremmer-Familie: Dass der Ältere bis U12 in FFB blieb, während sein kleiner Bruder bei ja (aus der Ferne betrachtet) identischen Voraussetzungen schon in U8 zum FCB wechselt, finde ich interessant. Es wäre spannend zu wissen, was die genauen Gründe sind.


    Grüße
    Oliver

  • Oliver: Was sind die Förder-Ziele, gemeinnützige? Ich wähle mal ein anderes Beispiel: wenn ein Hundezüchter Rassehunde heranzüchten will, um damit Geld zu verdienen, wieso soll die Allgemeinheit dann sein Gelände kostenfrei stellen, das mit Steuergeld sponsern? Würde ein Verein alle verwahrlost armen Hunde aufnehmen, sie aufpäppeln, ok, wäre ne gute Sache, hätte Steuervorteile o. Subventionen verdient. FB warf die "Strategie" der "Vereine" auf: mich würde interessieren, wieviel geldwerte Vorteile aus öffentlicher Kasse im "Förderbetrieb" der Vereine wie Verbände landen, wo man dazu was nachlesen kann, da ich diesen nicht als gemeinnützig sehe... Der Rest sind ja nur Beispiele dafür, dass Chancengleichheit für Kinder/Talente nicht recht existiert. Würde der FCB an U8-Frühförderung echt glauben, wäre ein Fahrtkostenzuschuss für zu arme Kinder Peanuts. Dass es ihn nicht gibt, legt nahe, dass es - wie FB meinte - um anderes als Talentförderung geht. Gleichberechtigung würde erfordern, leistungsfremde, aber beeinflussende Vorteile von Kindern fair zu beachten u. arge, zum Ausschluss führende Nachteile auszugleichen: um die wirklich stärksten Talente zu fördern, dem eigenen Anspruch gerecht zu werden, nicht um Geld zu verlieren: die Selektion ist ja schon nicht sozial motiviert, von Eigennutz getrieben: man will Mio-teure Stars heranzüchten statt gemeinnützig Schwachen helfen, will selbst offiziell die Besten vs die, deren Eltern Fahrdienste o. Sponsering leisten können. Der Subventionsdschungel bei uns wäre generell zu durchforsten, nicht nur im Fußball, klar: wozu, für wen, mit welchem Erfolg? Für Kinder, alle gleich ok, vorrangig für Reiche, fänd ich absurd: Da geht's nicht um Kids!

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  • @Kicker


    ich glaube nicht, dass ich so weit weg von deinen Gedankengängen bin.


    immer den H4 heranzuziehen stört mich.


    2 gleichgutsituierte Familien, die einen unterstützen ihren Sohn, nehmen Zeit (insbesonders) und finanzielle Aufwendungen (Fahrtkosten) in Kauf,
    die andere interessiert das Hobby ihres Sohnes nicht, möchten etwa, dass er ein Musikinstrument erlenrt, .vielleicht ist der sogar der etwas talentiertere Fussballer.


    Und ich versteh dich so, dass nun die Aufgabe dieser Eltern von anderen übernommen werden sollten. Das kann es doch wohl nicht sein.


    Mein Sohn spielte eine zeitlang Tischtennis, ausser ab und zu selbst gepingpongt hab ich damit wenig am Hut.
    Zeit und Aufwand hab ich nicht anderen überlassen, sondern hab mich da halt engagiert.


    Vor dem Anspruchsdenken an Andere (bei uns ja stark vertreten) sollte das Anspruchsdenken auf sich selbst unmgeleitet werden.


    "Jeder ist seines Glückes Schmid" bei den Kindern sind da die Eltern halt noch zuständig.


    Trainerkollege ist bereit seinen Sohn 4 mal die Woche 50 km (einfach) zum Verein, der 2 Klassen höher spielt zu fahren.


    wir nicht, obwohl Sohn etwas talentierter.setzten andere Werte höher an.


    da höherklassig spielend wird der Kollegentrainersohn weiterhin vom Verband (Auswahl) gefördert.


    ist das nun eine ungerechte einseitige Förderung? Könnte ich erwarten, dass die Fahrten für meinen Sohn von irgendwem übernommen werden,
    weil er genauso talentiert ist? Ungerechtigkeit dem Kind gegenüber? Aussortiert, weil keine Unterstützung des Verbandes oder der Gesellschaft?
    zukünftiger Nati durchs falsche Sieb gefallen?


    Eigeninitiative der Eltern ist gefragt und gefordert. Mag sein, dass es da Eltern gibt, die es übertreiben, und auch durch finanzielle Mittel sich kurzfristige
    Vorteile verschaffen. aber dieses Geld kommt ja wohl auch irgenwem zugute, und sei es als neues Trikot für die Mannschaft.
    Mag auch sein, dass durch Schleimerei der Eltern mit dem Trainer (kenn auch einen Fall, wo eine Mutter noch einen Schritt weiterging) ein Kind mal mehr gefördert wird.


    in meiner Anfangszeit, hatte ein Junge einen Stammplatz, weil sein Vater als einer der wenigen damals immer gefahren ist, und wir sonst nicht zum Auswärtsspiel
    gekommen wären.
    Fast immer sind diese Vorteile kurzfristiger Natur.


    13 jähriger Musiker unseres kleinen Musikvereines wird jede Woche ca 100 km wweit in eine Musikakademie gefahren und erhält zusätzlich teuer bezahlten Einzelunterrricht
    spielt logischweise im Kreisjugendorchester.


    Total ungerecht gegenüber den anderen Jungmusikern, die die gleiche musikalische Grundbasis haben.
    So wie du es im Fussball forderst, müssten da doch von irgendeiner Seite was unternommen werden. Welcher Beethoven fällt da wohl durchs Sieb?


    Von allen Kultur- und sporttreibenden Vereinen (selbst Schule schliess ich damit ein) bietet der DFB immer noch die bestmögliche und quantitativ am breitesten
    aufgestellte Förderung an auch mit dem grössten Sichtungspotential.


    Dass nicht immer alles zu 100% absolut richtig läuft, und es Ungerechtigkeiten gibt, bringt ein solches System mit sich.


    Du aber siehtst nur die vermeintlichen Ungerechtigkeiten, die Fehler des Systems und prangerst die ständig an.


    es liegt nicht immer am System, wenn jemand scheitert.


    gg

  • Günthers Beitrag kann ich unterschreiben.


    Kicker, Deine Argumentation geht ins Leere. Es geht den Profivereinen doch gar nicht darum, ALLE Talente zu fördern. Sondern sie wollen HINREICHEND VIELE fördern. Der FCB z.B. hat sicher kein Problem, alle Jugendmannschaften mit Spielern zu bestücken, die a) herausragendes Talent haben und b) auch von ihren Eltern unterstützt werden. Aus dieser Sicht ist es nicht notwendig, Fahrdienste anzubieten. Das würde sich nur lohnen, wenn man einen kleinen Messi entdeckt hat, der von den Eltern nicht gefördert wird oder werden kann. Das erkennt doch aber keiner in der U8, oder? Wenn also die Eltern nicht mitziehen, nimmt man halt das nächste Talent, sooo wenige gibt's ja offenbar nicht.


    Grüße
    Oliver

  • @guenters und @Don Quichotes Argumenten kann ich folgen. Denen von @kicker nicht. Ich selbst kenne keinen Fall, wo Kinder z.B. in die DFB Talentförderung aufgenommen wurden, weil die Eltern gut betucht waren oder entsprechende Gelder flossen. Ich kenne aber Eltern, die einfach zu faul sind, mal ihren Hintern zu heben und etwas für ihre Kinder zu tun. Und sei es erst einmal auf Arbeit zu gehen. Ich weiss, dass es dort auch Unterschiede gibt und möchte deshalb nicht alle gleich beurteilen. Trotzdem zähle ich eine Talentförderung im Fussball nicht zu den sogenannten Grundbedürfnissen, für die die Allgemeinheit aufzukommen hat. Die entsprechenden Kinder werden ja auch nicht vom Fussball ausgeschlossen, sondern können im Verein wie alle anderen trainieren. Also bekommen sie auch etwas von den Steuergeldern, obwohl ihre Eltern vielleicht nichts dafür getan haben. Aber alles kann man nicht die Allgemeinheit bezahlen lassen. Und unser Sozialsystem kann nicht ganz so schlecht sein, sonst würden nicht jedes Jahr so viele Menschen nach Deutschland einwandern.


    @kicker:


    Du glaubst doch wohl selbst nicht, dass ein Fahrtkostenzuschuss den in Deinem Beispiel angeführten Vater zu irgendetwas bewegt hätte oder die Kinder vor der Unterbringung bei Pflegefamilien gerettet hätte. Ich sehe hier keinen, aber absolut keinen Zusammenhang mit der Tatsache, das der Junge nicht im LZ genommen wurde.
    Du prangerst u.a. Vereine wie Bayern München an, Subventionen aus Steuergeldern zu bekommen bzw. insgesamt vom Staat gefördert zu werden, kennst aber keine Zahlen. Wie kommst Du dann zu der Aussage ? Dann kann ich auch behaupten, dass der Staat mehr von den Bayern profitiert als umgekehrt


    Was das angeführte U8 Talent betrifft, kann ich die Eltern verstehen, die Ihr Kind jetzt schon dort unterbringen. Sie haben ja schon einen Sohn dort und sicher nicht die schlechtesten Erfahrungen gemacht, sonst würden sie wohl nicht entsprechend handeln. Vielleicht bedeutet es sogar einen geringeren Aufwand für die Eltern.


    @ kicker:


    Auch in unserem Verein ist es so, dass die Kinder für Auswärtsfahrten auf die Fahrdienste ihrer Eltern angewiesen sind. Die Eltern, die sich dort überhaupt nicht beteiligen, können dann auch nur erwarten, dass ihre Kinder zu den Heimspielen eingesetzt werden. Weder Verein noch Trainer können Eltern verpflichten, sich fremde Kinder in das Auto zu setzen. Und ich habe Verständnis für Eltern, die sagen, dass jeder einmal mit Fahren dran ist, bzw. sie kein Risiko mit fremden Kindern im Fahrzeug eingehen. Du würdest warscheinlich sagen, sie handeln unsozial.
    Das was Du hier im Forum verurteilst, betrifft doch allgemein alle Lebensbereiche. Was sollen denn die Fussballvereine hier reel (also auch finanzierbar und umsetzbar) ändern können ?

  • Karl


    Eltern, die ihren Hintern nicht hochkriegen, findest Du auch quer durch alle Schichten. Erziehungsberatung gibt es auch für sehr gut situierte Eltern, die überhaupt nicht verstehen können, was nur mit ihrem Kind los ist. Es hat doch alles.Umgekehrt gibt es auch Leute, die H4 bekommen und sehr verantwortungsbewusst und liebevoll zu ihren Kindern sind. Aber Du hast ja selbst auch schon relativiert.


    Es gibt doch seit einiger Zeit diese Bildungsgutscheine für Kinder von H4-Beziehern. Diese sind aich für Vereinsbeiträge nutzbar. Leider werden sie, wie ich gelesen habe, sehr selten genutzt.


    Ich sehe es auch so, dass die Vereine und Leiszungszentren etc. nicht auch noch dafür verantwortlich gemacht werden können, dass alle gleich gefördert werden müssen.
    Und zu den Steuerzahlen. Ein Verein wie der FC Bayern (und nein, ich mag sie nicht) ;) bezahlt Unmengen an Steuern. Hab ich auch gelesen, wen es interessiert, der kann ja googeln.

    "Multiple exclamation marks,' he went on, shaking his head, 'are a sure sign of a diseased mind."
    Terry Pratchett

  • Zitat @paulwurf mauli


    Zitat

    Eltern, die ihren Hintern nicht hochkriegen, findest Du auch quer durch alle Schichten. Erziehungsberatung gibt es auch für sehr gut situierte Eltern, die überhaupt nicht verstehen können, was nur mit ihrem Kind los ist. Es hat doch alles.Umgekehrt gibt es auch Leute, die H4 bekommen und sehr verantwortungsbewusst und liebevoll zu ihren Kindern sind. Aber Du hast ja selbst auch schon relativiert.


    So meinte ich es auch. Nicht speziell auf eine Schicht gemünzt.
    Ich denke, dass jeder erst einmal für sein Leben und das seiner Kinder selbst verantwortlich ist und einige ihren Kindern auch mal gestehen müssten, dass sie selbst versagt haben und nicht die Gesellschaft. Der Fussball und die Vereine, die ihn für alle ermöglichen, leisten grundsätzlich einen grossen Beitrag in dieser Gesellschaft. Und auch wenn vieles besser laufen könnte, muss man das einmal anerkennen und nicht nur kritisieren.

  • Da gebe ich Dir recht, Karl.

    "Multiple exclamation marks,' he went on, shaking his head, 'are a sure sign of a diseased mind."
    Terry Pratchett

  • an dieser Stelle hier möchte ich mal 4 bisherige Lebensläufe aus meinem direkten Umfeld beschreiben.


    alle Vier fast gleichaltrig, 3 davon besuchten die gleiche Klasse auf dem Gymnasium, alle 4 auf dem Stützpunkt.


    Junge, nenne ihn mal "A" mit sehr ehrgeizigem Vater, stellt den Fussball in den Mittelpunkt, wechselt zu einem leistungszogenen Verein (damals 2. Bundesliga. ist auch der Talentiertere der Vier . jeden Tag Training, auch Verbandsauswahltraining.
    zwangsläufigSchule vernachlässigt, Klasse wiederholt, dann Abgang mit schwachem Abi. fussballerisch durch mehrer schwere langwierigen Verletzungen
    immer wieder zurückgeworfen, schaffte er es in den Kader der 1. Mannschaft, die jedoch inzwischen nur 4. Liga spielt.
    Bekam einen 1Jahresvertrag, Bedingung war, dass er 2 mal am Tag trainieren muss. Also wurde die begonnene Lehr abgebrochen.


    22 Jahre alt, keine Ausbildung, 1 Jahresvertrag (schätze so 1500-2000 €) höchst Verletzungsanfällig, nach oben nicht allzuviel Luft.




    Spieler B, praktisch gleiche Situation wie bei Spieler A , jedoch ohne Abitur abgegangen


    23 Jahre, 1 Lehrstelle abgebrochen, eine 2. jetzt neu begonnen. spielt 5. Liga, 2. Mannschaft des Vereines, wo A spielt




    Spieler C, der wohl talentierteste von allen vieren (klar, hat ja auch ein Jahr bei mir trainiert)
    wechselte in der B nach Mainz, 3 Jahresvertrag in Verbindung mit einer Berufsausbildung und betreuter Unterkunft.
    Obwohl Miglied der A-Jugend Bundesligameistermannschschaft schaffte er den Sprung nicht in den Buli-Kader


    23 Jahre alt. abgeschlossene Berufsausbildung, Arbeitsplatz durch seinen jetztigen Verein. 5. Liga





    Spieler "D" wechselte ebenfalls, jedoch zu einer Leistungsmannschaft mit nicht gleich hohem Anspruch, nur 3 mal Training die Woche.
    Schwerpunkt auf Schule gelegt. Aufwand bei einer B-Regionalligamannschaft und Schule doch zu stressig, und deshalb zur A-Jugend hin
    zu einem Bezirksligisten gewechselt-, aufs Abi konzentriert und mit 1, soviel abgeschlossen.
    22 Jahre alt, Bachelor - Studium abgeschlossen, Masterstudium begonnen. im Kader eines Verbandsligisten (nur Fahrgeld und kleine Siegprämie)


    alle Vier galten im E-Jugenalter als förderungwürdiges Talent.
    alle Vier wurden voll vom Elternhaus unterstützt, bei Zweien stand dagegen jedoch der Fussball stark im Vordergrund.



    da ich alle vier ziemlich gut kannte, auch ihre Charaktere, habe ich die einzelnen Entwicklungen in etwa so seit 3-4 Jahren vorhergesehen.


    Waren letztendlich dann auch die Entscheidungskriterien für den Weg, den mein jüngster Sohn, wohl etwas talentierter als 3 von den Oben aufgeführten, nach ausführlichen Diskussionen eingeschlagen hat.


    Negativ ausgedrückt würden einige sicherlich sagen, dass wir ihm nicht die bestmögliche Förderung zukommen lassen.
    Fussball ist aber mehr, als nur nach ganz oben zu schauen, und nur für ganz ganz Wenige mehr als die wichtigste Nebensache, also
    ein Grundlage fürs zukünftige Leben.


    Ich wünschte mir da schon etwas mehr Verantwortungsbewusstein bei Eltern, Vereinen und vor allem bei den Scouts, die mehr Interesse am eigenen
    Geldbeutel haben als die Zukunft junger Menschen.


    Lobe da ein LZ, bei dem man bei Eintritt das Zeugnis vorlegen muss, und bei einer wesentlichen Verschlechterung sich verabschieden darf, aber auch entsprechend durch Nachhilfe unterstützen.
    Ob das überall so gehandhabt wird, vermag ich nicht zu beurteilen.

  • Hier in der Schweiz machen einige TopLigisten gute Erfahrungen mit sogenannten Partnerclubs.
    Die Idee dahinter ist die, dass der TopVerein die Trainer seiner regionalen Partnerclubs ausbildet oder ihm sogar Trainer zur Verfügung stellt.
    Damit soll sichergestellt werden, dass die Trainings der Partnerclubs inhaltlich, methodisch und disziplinarisch in etwa dem Ausbildungsstandards des TopClubs entsprechen. So können die Kids länger vor Ort trainieren.
    Wenn sie dann später - so ab der U12 - zum Stadtclub wechseln, gibt es da weniger Integrationsarbeit zu leisten. Man spricht dann, obwohl die Spieler aus ganz unterschiedlichen Regionen stammen und weder miteinander trainert noch gespielt haben, schon mal in etwa die gleiche "Sprache". Junioren, Eltern und Trainer wissen dann schon wie's geht, so dass man sich viel Findungsenergie sparen kann.


    Klar, dieses Konzept ist in der Praxis erst seit ein paar wenige Jahre erprobt, aber, so wie es bis jetzt aussieht, ist es insofern vielversprechend, als dass das Ausbildungsniveau der Regionalclubs nicht nur vereinheitlicht wurde, sondern vor allem auch die Trainerqualität und -Breite im Schnitt um Teil auch substantiell angehoben werden konnte.
    Aus Sicht des Nachwuchses finde ich dieses Konzept Spitze. Denn Kids sollen doch vor allem die Schule machen, Freunde treffen und trainieren und sich nicht jede Woche x-Stunden im Auto um die Ohren schlagen, finde ich.

  • @ Fussballbaron:


    Ich finde das Konzept mit den Partnervereinen auch sehr gut. Es wird auch in Deutschland von Vereinen praktiziert.

  • Ich zitiere hier den Chef Nachwuchs eines TopVereins anlässlich eines Informationsabends für U8-U11 Eltern:
    "Wir produzieren keine Sozialfälle !" Wenn sie sich als Vater oder Mutter wirklich für ihren Sohn engagieren möchten, dann verwenden sie die Zeit, die sie sonst mit ihm auf oder neben dem Fussballfeld verbringen, besser mit ihm am Stubentisch und schauen, dass er in der Schule klar kommt. Für den Fussball sorgen wir als Verein. Da ist es auch nicht nötig, dass sie permanent daneben stehen und unser Arbeit kontrollieren müssen. Wir sind alle Profis hier, wir können das. Für die Schule aber, sind sie - meine sehr verehrten Eltern - selber verantwortlich. Und darauf zählen wir. Und ja, wir möchten gern die Zeugnisse einsehen".
    Das hat gesessen.


    Vielleicht kann man das auch noch etwas durch die Blume sagen. Aber inhaltlich, denke ich, sollte diese Message nicht nur bei allen Eltern angekommen sein, sondern auch die anwesende Presse hat vielleicht endlich mal verstanden, dass sich die Leistung in einem Leistungsverein, entgegen allen Vorurteilen, nicht nur am Fussball misst.

  • @Fussballbaron


    Das Konzept finde ich ebenfalls gut und befürworte dies.
    Auch die Aussage des Jugendleiters finde ich gut, wenn gleich Du recht hast, etwas diplomatischer könnte man das schon sagen. ;)


    Wir sind jetzt kein kleiner Dorfverein, aber zumindest die Eltern träumen nicht von den großen Fußballerkarrieren. Da gilt auch, Schule geht vo. Als Trainer habe ich dies auch immer kommuniziert, Schule ist wichtiger und wenn mal mehr gelernt werden muss, kann man auch mal ein Training dafür auslassen.

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  • @guenter/karl: Ich schrieb, dass ich Zahlen nur bzgl. dem hiesigen JLZ (Club 4.Liga) kenne: die fördern nur ganz wenige ausgewählte Kinder, haben schon doppelte soviele Plätze bei 10 vs 30 Teams u. bekommen nun von der Stadt vollfinanziert "ihren" Kunstrasenplatz (da dort Eigenleistung ja nicht geht: man hat nur Geld, arbeitet aber nicht gern mit am Platz). Wie es bei FCB & Co bilanziell läuft, Steuerabgaben vs Subventionen, kann ich buchhalterisch nicht wissen, aber offenbar kennt auch sonst niemand Zahlen: wieso? Muss es so unter der Decke gehalten werden, dass es nicht jedem zugänglich gemacht wird? Egal, jeder weiß auch so, dass Vereine alimentiert werden u. es abenteuerlichste Konstrukte gibt: das JLZ ist GmbH, also ne Firma, trainiert aber auf den Plätzen des e.V. kostenlos, also sponsert der gemeinnützige Verein die privatwirtschaftliche GmbH statt umgekehrt etc.


    Nun ganz abseitig - ich hab mal als Co unter jenem H4-Vateer gearbeitet, bewusst: für denen waren die 5 Euro Zuschuss/AE je Stunde existenziell wichtig, motivierend, für mich nicht. Klar hätte auch ich die 60, 70 Euro gehabt, zumal er dafür eben Zigarretten u. Alkohol erwarb, er war nicht mal Fußballer. Als dann der Sohn im LZ abgelehnt wurde, sein Team dank Vereinspolitik zerbrach, der vater nichts mehr kriegte an Geld wie minimaler Anerkennung, da zerbrach er völlig. Die Kinder hingen nurmehr durch, waren in keinem Verein mehr etc. Ja, hier gestehe hier: ich rief dann beim Amt an, machte Druck, dass die Jungs wenigstens wieder Fußball spielen dürften, aber Ämter entscheiden eben nicht immer, wie man sich es vorstellte. Nun ist die ganze Familie kaputt u. die, die da eine Mitverantwortung hätte: LZ u. der Unternehmer, der mit Geld sein Kind rein drückte, werden sich dieser wohl nie bewusst werden. Später aber, wenn jene H4-Kinder auch ihr Leben in der sog. "sozialen Hängematte" verbringen, ist es nicht nur tragisch für diese unsere Mitmenschen, mit denen keiner solidarisch sein muss, sondern auch teuer für uns alle. Ich hatte dem Jungen, der für mich in Stadt und Kreis der stärkste Spieler u. unglaublich motiviert war, damals gesagt, dass er mal bei Werder spielen werde u. ich oft total begeistert von ihm war, wie er mit 8 die zwei drei Jahre Älteren reihenweise stehen ließ. Heute aber muss ich mich revidieren: aus ihm wird gar nichts werden, in der Hauptschule schon hängengeblieben, kaum Fußball mehr spielend, nur Null Bock, traurig kaputte Augen. Ich sehe nur solch ein Kind u. alle diese Berechnungen sind da für mich - na ja, typisch deutsch o. irgendsowas: es hat ja Gründe, wieso Kinder bei uns solch seltenes Gut sind...

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • @guenter/karl: Ich schrieb, dass ich Zahlen nur bzgl. dem hiesigen JLZ (Club 4.Liga) kenne: die fördern nur ganz wenige ausgewählte Kinder, haben schon doppelte soviele Plätze bei 10 vs 30 Teams u. bekommen nun von der Stadt vollfinanziert "ihren" Kunstrasenplatz (da dort Eigenleistung ja nicht geht: man hat nur Geld, arbeitet aber nicht gern mit am Platz). Wie es bei FCB & Co bilanziell läuft, Steuerabgaben vs Subventionen, kann ich buchhalterisch nicht wissen, aber offenbar kennt auch sonst niemand Zahlen: wieso? Muss es so unter der Decke gehalten werden, dass es nicht jedem zugänglich gemacht wird? Egal, jeder weiß auch so, dass Vereine alimentiert werden u. es abenteuerlichste Konstrukte gibt: das JLZ ist GmbH, also ne Firma, trainiert aber auf den Plätzen des e.V. kostenlos, also sponsert der gemeinnützige Verein die privatwirtschaftliche GmbH statt umgekehrt etc.


    Es ist natürlich viel einfacher, alles einfach so zu wissen, als zwei bis drei Minuten aufzuwenden, um sich über die Suchmaschine seines Vertrauens zu informieren: http://www.fcbayern.telekom.de…resabschluss_ag_11_12.pdf


    Die Kinder hingen nurmehr durch, waren in keinem Verein mehr etc. Ja, hier gestehe hier: ich rief dann beim Amt an, machte Druck, dass die Jungs wenigstens wieder Fußball spielen dürften, aber Ämter entscheiden eben nicht immer, wie man sich es vorstellte.


    Was hätte "das Amt" denn tun sollen? Die Kinder zwangsweise ins Training schicken?


    Nun ist die ganze Familie kaputt u. die, die da eine Mitverantwortung hätte: LZ u. der Unternehmer, der mit Geld sein Kind rein drückte, werden sich dieser wohl nie bewusst werden. Später aber, wenn jene H4-Kinder auch ihr Leben in der sog. "sozialen Hängematte" verbringen, ist es nicht nur tragisch für diese unsere Mitmenschen, mit denen keiner solidarisch sein muss, sondern auch teuer für uns alle.


    Allein, dass es Hatz 4 gibt, ist schon solidarisch. Und die Schuld des Unternehmers ist natürlich erwiesen. Es kann an nichts anderem gelegen haben.


    Ich hatte dem Jungen, der für mich in Stadt und Kreis der stärkste Spieler u. unglaublich motiviert war, damals gesagt, dass er mal bei Werder spielen werde u. ich oft total begeistert von ihm war, wie er mit 8 die zwei drei Jahre Älteren reihenweise stehen ließ.


    Ist ja sehr verantwortungsvoll von Dir, Kindern solche Flausen in den Kopf zu setzen. Mach doch Talentscout, dann verdienst Du ein Vermögen, bei dem Auge.

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    Terry Pratchett

  • Wie gesagt, ich kenne kein einziges Kind , bei dem ich behaupten würde, da seien Gelder geflossen !
    Die Kinder stammen aus allen Schichten, oft auch mit Migrationshintergrund, den Eltern ist aber eines gemein : sie sind zuverlässig, mobil/organisiert und stellen ihr Kind in den Vordergrund und nehmen sich selbst eher zurück. Die Kinder selbst verzichten auf manches um im LZ ( wie gesagt BuLi) spielen zu können und sind trotzdem mit Freude an der Sache. Das ein LZ beim Scouting auch ein bisschen auf die Eltern schielt, könnte ich verstehen, denn wenn die Eltern keinen zuverlässigen Eindruck machen, wie sollte es das Kind tun ?


    Welches Kind nun talentierter ist als das andere, wer will das entscheiden ?????????????? Der beste Schuss, der Schnellste, das Auge ? Meine Meinung ist, dass Du verallgemeinerst, weil es in dem Dir bekannten LZ so gelaufen ist ....

  • Das hier jemand daran zerbricht, weil der Sohn im LZ abgelehnt wird oder sich die von ihm trainierte Kindermannschaft auflöst, ist völlig nachvollziehbar. Wenn bei mir nicht alles im Leben glatt gelaufen wäre, wäre ich ja auch schon Alkoholiker. Und natürlich ist der Geldsack, dessen Sohn den Platz im LZ bekam daran schuld, das dieser Vater sich dem Alkohol ergab. Am Vater selbst kann es ja nicht gelegen haben ... :thumbup:

  • aber der Vater war schon VORHER Alkoholiker ;) ! Nein im Ernst, natürlich ist das ja für das Kind selbst traurig, aber es ist ja nun mal eben so, dass Kinder eben mit unterschiedlichem Background auf die Welt kommen und da ist ja Fussball ja auch nun wirklich nicht das Entscheidendste , oder ? Schule , Gesundheit , schon allein Zahngesundheit .... wer kennt nicht Kinder mit Stummeln im Mund ? Oder Kinder die in der Wohnung zugequarzt werden ?
    Man kann doch jetzt einem Verein nicht vorwerfen, dass er sich das für ihn Vorteilhafteste raussucht, und dann eben andere Kinder keine weitere Beachtung finden !
    Genauso wenig , darf sich das BuLi-Kind "beschweren", wenn es seinen Platz für den Besseren aufgeben muss. Das ist der Deal, darauf hat man sich eingelassen und dann mag man das vielleicht traurig finden, aber das war dann das Thema "LZ" .
    Übrigens müssen unsere auch ihre Zeugnisse zeigen, weil der Großteil ja irgendwann auf dem Weg eben wirklich aussortiert wird und der Verein will, dass die Kinder nicht alles auf die Fußball"karriere" gesetzt haben ;( . Ich find das gut !

  • Was unterscheidet ein LZ (kicker, du kannst gerne deins nehmen ) von anderen Vereinen, nehmen wir mal Hertha Zehlendorf, RW Essen, Bonner SC, SC Fürstenfeldbrück, TeBe Berlin, FC Oberneuland, etc.


    LZ darf sich jeder Verein nennen, das hat quasi NULL Aussagekraft. Das sind Vereine, wie alleanderen "Dorfvereine" auch, nur spielen ihre Männer und Jugend etwas höher, so dass sie gute Jugendspieler anziehen.


    Aber ein NLZ ist etwas ganz anderes. Diese Vereine stehen über dem Stützpunkt (die Spieler gehen nicht zum Stützpunkttraining ihrer Region, laut Papier sollen die Stützpunkte den NLZ zuarbeiten).
    Ich will nicht alles (undsicher nicht alle NLZs) gutheißen, was in einem NLZ abläut, aber das man bei einen "höherklassigen Dorfverein" ständig von LZ spricht, ohne das von einem NLZ abzugrenzen, im Gegenteil über dieses LZ auf ALLE NLZs zu schließen, finde ich fragwürdig.




    Spieler in NLZs werden eigentlich nur nach Talent ausgesucht.
    Zum Talent gehören aber neben konditionellen oder kognitiven Fähigkeiten, Technik, etc. auch das soziale Umfeld.
    (Kinder von überehrgeizigen Eltern z.B. entwickeln sich oft langfristig nicht so gut, wie Kinder von Eltern, die selbst etwas imLeben geschafft haben und ihr KInd nur voll unterstützen.)



    In U8-U11 mag es eventuell auch ineinem NLZ mal einen vereinzelten Spieler geben, der aus anderen Gründen im Kader ist. Sozusagen als plus Spieler, nicht anstatt eines talentierten.


    - Spielerkinder beim FC Bayern gelten als plus Spieler (da nicht immer so talentiert), bei anderen Vereinen sicherlich ähnlich (Zieges Sohn spielte auch bei Gladbach und war kein Knaller)
    - Oettingers Sohn spielte U9 und U10 bei Stuttgart, als sein Vater Ministerpräsident war, vllig talentrei der Junge
    - Bei Hertha spielte von U8-U10 ein Junge, dessen Vater großer Sponsor des Vereins war.


    Aus 10 Jahren kenne ich also genau 2 Fälle (Spieler- oder Managerkinder ausgenommen) die in sehr jungen Jahren ohne hinreichendes Talent als Zusatzspieler Kadermitglied waren. WIr reden von echten NLZ und ich habe guten Einblick, kenne aber sicherlich nicht alle. Die Regel ist es aber ganz sicher nicht.

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill