Saisonzeugnis

  • Hallo Ihr,

    ich habe mal so überlegt meinen Kidz jährlich ein Saisonzeugnis auszustellen, ähnlich wie in der Schule, mit Noten von 1-6, quasi als Leistungsnachweis. Noten jeweils für die relevanten Eigenschaften die einen Fussballer ausmachen (Ballbeherrschung, Dribbeling, Sozialverhalten, Humor, Trainingseifer, Zusammenspiel, Tricks, Zweikampfverhalten, Spielverständnis, Einsatzwillen, etc. (was mir sonst noch so in der nächsten Zeit einfällt))

    Ich möchte egtl. jetzt wissen ob ich dass so durchziehen kann?!
    Einerseits wissen die Kidz von Jahr zu Jahr, wo sie stehen und wo sie sich verbessern können.
    Andererseits könnte so ein negativer Wettkamp entstehen, in dem schlechter benotete Spieler gehänselt oder geärgert werden. (glaube ich aber weniger, wenn ich auf die Charaktere meiner Spieler schaue)

    Wenn ich nichts mache, dann läuft alles so weiter, aber wenn ich das mache, dann wird sich auf jedenfall was ändern, nur in welche Richtung?

    Schonmal danke für evtl. Antworten.

    Gruß Jens
  • Würde ich, aus den genannten Gründen, eher nicht machen... Kommt natürlich auch auf den Zusammenhalt der Mannschaft an. Es macht aber durchaus Sinn, den Kindern Feedback zu geben. Dann aber eher nach dem Motto "das kannst du gut" - "da kannst du dich noch verbessern". Wichtig ist, bei allen etwas Positives zu finden!
  • Moin,

    ich hatte mal die Idee die Kids auch zu "bewerten". Da hatte ich ganz schnell die Eltern auf dem Plan. Die Kinder würden in der Schule schon genug bewertet (unter Druck gesetzt), das brauchen die nicht auch noch in ihrer Freizeit.

    Das habe ich dann auch eingesehen. Feedback kann man immer im Training geben, das reicht völlig aus. Zusätzlichen Leistungsdruck aufzubauen halte ich für völlig fehl am Platze.

    ciao
    BB

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  • man sollte sie aber schon auf ihre stärken und schwächen hinweisen... man kann sie schon mal zur seite nehmen und ihnen sagen, was sie auch daheim üben könnten.. und vor allem ihre stärken müssen hervorgehoben werden
  • Ich glaube nicht, dass das geschriebene Wort stärker ist, als das gesprochene. Ein intensives und gut vorbereitetes Einzelgespräch ist viel klarer, verständlicher und kann Wunder wirken! Bei schriftlichen Formulierungen hast Du immer Formulierungsschwierigkeiten! Egal was Du schreibst, es immer unterscheidelich interpretiert werden. In einem Gespräch kannst Du dagegen viel klarer das ausdrücken, was Du sagen möchtest.
  • Hmm ich sehe das auch so, dass das geschriebene Wort stärker ist als das gesprochene - in dem Sinne, dass man sich das jederzeit wieder ins Gedächtnis rufen kann, dass es im Lauf der Zeit nicht verfälscht wird, dass man es anderen zeigen kann usw. Aber gerade deswegen kann es mehr Schaden anrichten. Und die erwähnten Formulierungsschwierigkeiten kommen noch dazu....
  • Also ich würde es auch nicht ganz schlecht finden so strengen sich die Kids an weil sie ein gutes "Zeugniss"(eigendlich Falsches wort) haben, nur die etwas schlechteren Kids würden sich schämen und es nicht den anderen zeigen wollen, worauf diese dann sagen werden das er schlecht ist.Deswegen sollte man das nicht mit noten von 1 bis 6 machen sondern mit "Noten" von 1 bis 3 also das
    1:Sehr gut/weiter so
    2:Gut aber kann man noch dran Arbeiten(muss man aber nicht.)
    3:Sollten wir dran Arbeiten.

    "Trainer werden ist nicht schwer - Trainer sein dagegen sehr!"


    Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit.


    Tipp- und Rechtschreibfehler sind absichtlich eingebaut und dienen der Belustigung des Lesers.


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  • Zitat:

    madd!! schrieb am 02.06.2007 13:20
    1:Sehr gut/weiter so
    2:Gut aber kann man noch dran Arbeiten(muss man aber nicht.)
    3:Sollten wir dran Arbeiten.




    Die Noten umbennen ist ne gute Idee, man könnte ja auch den Noten 4-6 Namen geben ohne sie zu vergeben?! Dann würden alle auch etwas besser da stehen.

    4: das kannst du besser
    5: ich weiß nicht, wie ich dir das beibringen soll
    6: total Talentfrei (Insider Spruch eines Trainerkollegen)

  • noten (in welcher formulierung auch immer) würde ich auf keinen Fall vergeben.
    wenn dann ein kleines geschriebenes Feedback.
    aber positiv für jeden - und für jeden auch etwas wo er sich verbessern kann.


    selbst hab ich sowas noch nicht gemacht, ich spreche zur winterpause und am ende der saison mit JEDEM spieler in einem kurzen einzelgespräch.
    ich finde das persönlicher und man bekommt reaktionen der spieler mit (auch wenn es nur gesichtszüge sind). Man kann etwas erklären wenn etwas nicht verstanden wurde und man kann vielleicht eine kleine Plauderei drum rum aufbauen.
    find das viel näher und auch wichtiger als etwas was der spieler sich abheften kann.
    und ich glaube schon, dass die jungs aus einem gespräch auch etwas mitnehmen.
    das geschriebene kann auch ganz schnell im mülleimer verschwinden!
  • Noten sind das falsche Mittel.

    Fußball soll Spaß machen und schlechte Noten machen nun mal keinen Spaß. Außerdem sollte man immer die indivieduelle Entwicklung berücksichtigen. Denn jemanden zu vergleichen der gerade angefangen hat mit jemandem der schon länger spielt ist nicht nur unfair, weil die Basis unterschiedlich ist, sondern führt eventuell zu Frust.

    Einzelgespräche mit dem Hinweis was einem gefällt und woran ggf. noch gearbeitet werden muß sind da sicherlich viel hilfreicher. Ich empfehle immer eine positive Formolierung, auch für Dinge die noch nicht so gut sind.
    Diese Gespräche machen meiner Meinung nach erst ab der C-Jugend Sinn, da ab diesem Alter sich die Kinder relativ gut selbst einschätzen können.

    www.bcefferen.mx35.de
  • Verteil bei meiner Mannschaft immer Urkunden (natürlich nur positiv) auf denen steht:
    - erzielte Tore
    - Torvorlagen
    - Spielteilnahmen
    - Trainingsteilnahmen
    - Erfolge der Mannschaft (z.B. 1.Platz beim Turnier)
    Auszeichnung des Torschützenkönigs, Besten Vorbereiters und Trainingsteilnehmers.
    Man kann das vielleicht auch ausweiten, denke aber das das so reicht.

    Stärkere können gut bei Tore/Torvorlagen punkten und Schwächere durch Spiel/Trainingsteilnahmen.
    Jeder möchte sich natürlich verbessern und alle haben zumindest bei der Teilnahme die gleichen Chancen.

    Ein Spieler des Teams hat bei mir in der Hinrunde mehr als 10 mal gefehlt. In der Rückrunde fehlte er kein einziges mal und war somit Trainingsbester.
    Ein anderer Spieler war stolz wie Oskar als in der Rückrunde 1 Tor stand!
    Bei 0 Toren/Torvorlagen hab ich das einfach weg gelassen und mehr zu dem anderem geschrieben.

    Man kann natürlich auch Spitznamen mit einem Spruch dazu verleihen,
    so was hab ich selbst in der E-Jugend bekommen:
    Sanja = Lady Eisenherz, an ihr kommt kein Spieler vorbei.
    Da findet man bei wirklich jedem irgendwas gutes.

    Von Noten würde ich wirklich abraten!
    Benotung führt immer zu "Ungerechtheits-Empfinden", das war schon in der Schule so. Der Trainer mag den und den viel lieber...
    Das wird auch so sein, wenn du total sachlich benotest, was eigentlich unmöglich ist.
  • Hi, ich habe das in der F Jugend zu den Weihnachtsfeiern wie bei Sanja beschrieben durchgeführt. Noten gab es zudem jedoch auch. Allerdings gab es bei mir nur Einser und Zweier, max. mal ein Minus. Die Eltern waren dabei, die hatten alle viel Spass dabei und die Jungs hatten leuchtende Augen. War gut so und erinnere ich mich gern dran. Andre