Der Trainer ist gegangen

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  • Hallo,
    ich habe es befürchtet, geahnt, vorhergesehen.


    Der Trainer unseres 96ger hat da Handtuch geworfen.....Tja, aber noch nicht einmal, wegen der Probleme mit dem Verein, sondern weil einige Eltern doof gequatscht haben. Typisch. Anstatt froh zusein, einen Trainer mit Ahnung zu haben . Er hatte eine A Lizenz, und wirklich viel Erfolg und echt ein Wissen, was nicht von der Hand zu weisen ist.


    Schade, jetzt stehen sie zwar ungeschlagen auf Platz 1, aber was nun wird ?


    Mir tat der weggang sehr leid, und das habe ich ihm auch persönlich gesagt. Ist halt schwer, in so einem kleinen Verein. Die Eltern wollen mitreden, am liebsten noch mit Handschlag begrüßt werden. Er wollte sein Ding mit den Kindern machen und am liebsten die "Elternprobleme" an die Betreuer vergeben. Allerdings haben am meisten die Eltern gequatscht, deren Kinder auf der Bank saßen.


    Nun kommt hoffentlich bald, sehr bald eine neuer guter Trainer, mit dem die Jungs klarkommen und die Karten werden neu gemischt.

  • Nicht schön!



    Hoffentlich kommt bald ein toller, neuer Trainer!

    [b][color=#990000]"Absolvent der SOCCERDRILLS-ONLINE Kurse BASIS, Ki-Fu und JUGEND-FU."

  • Dein Sohn durfte aber spielen richtig!!!?


    Tja, ...bestimmt kein schlechter Trainer.....nur die eine Sache...also die Sache die ihm wohl das Genick brach....schade, schade....die hätte ich nicht erlitten, weil....bei mir ja alle gespielt hätten....


    Nun denn, da muß man nun das Positive raus ziehen, denn schließlich haben seine Bankdrückerlies nun eine neue -wenngleich wohl nur kleine- Chance auf einen Trainer, der sie voll mit einbindet und halt in Kauf nimmt, halt auf dem bösen Platz 2, 3, 4 oder 5 zu stehen. 8)


    Mit anderen Worten hat der ....warte ich muß mal eben scrollen....A-Lizenz-Inhaber die 96iger schon behandelt, wie die Menschen aus der 1. Mannschaft.


    Darüber sind wir dann wieder unterschiedlicher Meinung, klaro...wie immer. Jedenfalls hätte ich meinem Sohn -so er der Bankdrücker gewesen wäre- stark geredet, mit dem Trainer zu sprechen und nur deshalb, weil ich meinen pubertierenden Nachwuchs nicht bloßstellen wollen würde (so empfinden die das in dem Alter wohl, wenn Vati sich für ihn aufbäumen würde), hätte ich den Trainer nicht angesprochen...jedenfalls nicht offiziell.


    Inoffiziell hätte ich als Vater nach dem zweiten oder dritten Bankdrückertag entsprechendes unter vier Augen gesagt. Dabei hätte ich ihm


    a) gesagt, wie schade und -umschrieben natürlich- wie dumm ich das von ihm fände
    b) dass ich für den Fall, dass er sich mit einer anderen Linie in der Mega Kreisliga C, B oder A nicht anfreunden könnte, ich dafür selbstverständlich kein Verständnis hätte, ...und ich hätte ihm dann gesagt, dass ich meinen Sohn -der von diesem Gespräch nichts gewußt hätte- stark reden würde, damit er halt in die zweite Mannschaft ginge oder gar ...einen anderen Sportverein suchen würde....da hätte ich meinen Sohn stark gesprochen, unter dem Strich dann aber den Willen meines Sohnes akzeptiert.


    Dieser Trainer hat Gewinndenkend gehandelt. Das halten bei einer B Jugend fast alle für richtig, ...ich nicht!


    So unter dem Strich könntest du auch sauer auf ihn sein, dass er hier so stur war....jedenfalls aus meiner Sicht der Dinge,...womit ich mit Sicherheit allein auf weiter Flur stehe....gestatten...Andre....erprobter Gegenstromschwimmer :D

  • @ Milky Way: Kannst du noch etwas mehr ins Detail gehen? Was heißt "doof gequatscht" bei dir? Bei mir haben auch schon Eltern mal doof gequatscht, aber die Frage ist natürlich wie genau, denn das Handtuch habe ich nicht werfen müssen...

  • Ich find sie super, diese Eltern, die meinen alles besser zu wissen als der Trainer ihres Sohnes.
    Was würde ein Trainer nur ohne sie machen, er wäre wahrscheinlich völlig aufgeschmissen und die liebenswerten Anregungen der Eltern.
    Herausragend, wenn sie dem Trainer dann permanent und zeitnah den Fussball und die korrekte Umsetzung des Ausbildungsgedanken zeitnah erklären.
    Am liebsten (und häufigsten) sind die, die mal selber richtig gut gespielt haben (zumindest in ihrem eigenen Irrglauben, denn Bezirksliga ist jetzt nicht so dolle) oder selbst als Trainer agieren/agierten und sich selbst immer über nervende und unwissende Eltern echauffieren.


    Ich finde, die Eltern sollten sich einfach noch wichtiger nehmen.




    P.S.: Wenn ich mit dem Trainer meines Sohnes extrem unzufrieden bin, dann habe ich nicht den Arsch in der Hose diesen zu belehren. Ich nehme dann mein Kind und wechsle einfach den Verein oder die Mannschaft. (Mal abgesehen von sehr ländlichen Regionen gibt es ja i.d.R. immer auch Alternativen.)
    Aber ich habe eh ein so geringes Selbstwertgefühl, dass auch ein nicht ganz perfekter Trainer mich nicht zu Kritik oder Unzufriedenheit mit dem Hobby meines Sohnes treibt.
    Vielleicht nehme ich die Ausübung des Hobbies von meinem Sohn auch nicht wichtig genug. Hier muss ich wohl an mir arbeiten, das ich ernsthafter diese wichtige Thematik angehe. Schließlich kann mein Sohn ja nicht entscheiden, was ihm Spaß macht und als Vater (in meinem Fall sogar Trainer und mal ein gar nicht so blinder Kicker) sollte ich da mehr Interesse aufbringen und meine unglaubliche Kompetenz, die der des Trainers weit überlegen ist, auch gewinnbringend und nachdrücklich einsetzten. Nur zum Wohle der KInder, versteht sich. Meine persönlichen Empfindlichkeiten muss ich dann einfach zurückstellen.
    Dazu muss man halt auch regelmäßig über seinen Schatten springen und zum Wohle des Kindes den Trainer direkt oder auch hinter seinem Rücken kritisieren. Und wenn ich mich dabei dann selbst sehr in den Mittelpunkt dränge, dann muss das wohl sein und dient dem guten/richtigen/wichtigen Ziel.
    Ich arbeite an mir.

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • Andre


    Ein wirklich gutgemeinter Rat: Drück mal zwischendurch den Resetknopf. Nicht bei jedem Stichwort muss sofort das Schlimmste dahinter stecken. Oder kennst Du ihn oder die Situation vor Ort persönlich ? Dann vergiss meinen Rat.


    MilkyWay -inaktiv-


    Was denken die Jungs darüber ? Bringen sich die kritisierenden Eltern sonst ein ? Ich meine offen und konstruktiv. Und bei den Jungs auf der Bank: Vielleicht geht es ja auch nach Trainingsbeteiligung. Und damit meine ich persönlich nicht nur die bloße Anwesenheit beim Training !! Vielleicht sitzen sie ja auch nur 5 Minuten auf der Bank und die Eltern sind beleidigt, dass Sohnemann-Superstar nicht von Anfang an spielt. Vielleicht hat der Trainer diesen Jungs auch schon vorgeschlagen in der 2ten Mannschaft zu spielen und das wollten entweder sie oder ihre Eltern nicht. Vielleicht... Vielleicht... Vielleicht..


    Und die Version des Trainers würde mich besonders interessieren. Ohne die wirst nur Du entscheiden bzw. beurteilen können, ob richtig oder nicht. Ob gut oder falsch.

  • Steini, stimme dir zu
    um urteilen zu können, muss man mehr Wissen haben und keine Vermutungen haben.


    andererseits ist für mich aber auch klar, dass wenn das " Gequatsche von diversen Eltern" , wie Milky Way es beschreibt,letztendlich entscheidend war, dieser Trainer trotz vielem Wissen, ein schwacher Trainer ist.wenn er sich davon beeinflussen lässt, zeigt er keine Stärke. da muss ein Trainer drüberstehen, enn irgendwelche Eltern, Zuschauer oder gar
    Vorstandsmitglieder sind immer am meckern, egal wie es läuft auch damit muss man als Trainer umgehen können.nicht nur fussballerissches Wissen und Können, machen
    einen guten Trainer aus.


    gg

  • das mit den eltern kenne ich gut. von wg. persönlichem handschlag und so.
    leider sind es meistens die arriviertem, die eltern, die seid der f-jugend dabei sind.
    die können es auch nicht verkraften, dass aus ihren 96ern körperlich und sportlich gesehen männer geworden sind.
    am liebsten würden sie immer noch soooo gerne bespasst werden, mit ausflügen, feiern usw.
    macht der trainer das nicht mit, gibts liebesentzug. gottseidank lassen sie dabei ihre jungs aus dem spiel,
    aber komisch ist das schon.


    @ andre
    manchmal denke ich bei dir, du würdest am liebsten den huntelaar ins tor stellen und metze als stürmer aufbieten, damit es gerecht ist.
    sollen ja alle immer alles spielen und lernen... :D


    meinst du nicht, das ist in der b-jugend dann irgendwann auch mal zu ende? bestimmte grundsätzliche dinge oder körperliche defizite kannst du nicht mehr abstellen.
    ich habe in dieser saison b-jugenden gesehen, die sich nicht sonderlich von gestandenen herrenteams unterschieden haben.
    bestehst du bei solchen umständen dann tatsächlich darauf, dass der kleine nils, der doch immer so fleissig zum training kommt und mit eifer dabei ist, spielen muss?
    meinst du nicht, dann sollten die 15 besten und robustesten auch antreten? ist denn nicht mal irgendwann gut mit rotation egal wer wie und wo?
    die unterschiede in solchen teams sind oft gewaltiger als jemals zuvor in allen jugenden. habe ich auch, so jungs, die immer dabei waren,
    aber meilenweit weg sind von den anderen. ich lasse sie spielen: in freundschaftsspielen sehr viel, gegen schwache gegner regelmässig aber gegen gleichwertige oder stärkere
    kommen sie nur zum einsatz, wenn mir welche fehlen oder verletzt sind. warum? weil es ihnen aus meiner sich nicht mehr viel bringt auseinandergenommen zu werden.
    auch die kollegen haben in solchen spielen nicht mehr die geduld mit ihnen, wie es noch in der C-jugend war. isso. so vermeide ich frust allenthalben und halte sie trotzdem einigermassen bei der stange.


    zwei dieser jungs haben zum winter aufgehört: warum? nicht weil sie nicht gespielt haben, sie waren sogar durch verletzungen immer dabei, sondern weil sie kein land sahen.
    die waren froh, wenn es zu ende war. trainiert haben die immer, aber es waren sog. schwimmer, lieb und nett, gut integriert, aber körperlich und technisch unteres level.
    so haben sie für sich entschieden, das mache ich nicht mehr, da sie auch ohne anklage aus dem team gemerkt haben, dass sie übermassen fehler machen und die anderen limitieren.

  • Wieder einmal zeigt sich, wie wichtig es ist, mit Eltern (und Spielern) zu kommunizieren, und seine hoffentlich klare Linie vorab bekannt zu machen. Ich teile zwar generell Andres Ansicht, dass auch in den älteren Jugenden möglichst alle Spieler spielen sollten, es mag aber Vereine und Teams geben, die das anders sehen. Bei uns im Kreis ist da auch mal wieder der althergebrachte Spielbetrieb hinderlich, der die Zahl der zulässigen Wechselvorgänge deutlich einschränkt. Wie dem auch sei, wichtig ist, dass Jeder weiß, woran er ist. Die Alternativen sollten auch genannt werden, schließlich muss ein Verein daran interessiert sein, seine Mitglieder zu halten. Man könnte also bspw. den Wechsel in die zweite Mannschaft anbieten, wo die Einsatzzeiten evtl. paritätischer verteilt werden. Ist das für den Spieler oder seine Eltern keine Alternative, so bleibt immer noch der Vereinswechsel. Und wieder: je früher solche Konflikte angegangen werden, desto leichter fällt ihre Lösung.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Man könnte also bspw. den Wechsel in die zweite Mannschaft anbieten, wo die Einsatzzeiten evtl. paritätischer verteilt werden.



    vielen Eltern und auch Kindern (Jugendlichen) geht es aber gar nicht darum. sie wollen dass ihr Kind bei den Besten ist, ohne zu sehen, dass es eigendlich nicht dazugehört,
    es letzendlich eigendlich überfordert ist (vom Anspruchdenken der Eltern) und damit dann nicht kindsgemäss gehandelt wird.
    kommen diese Kinder in das Alter wo sie selbst entscheiden können, hören sie auf.


    kennen wir ja aus einem anderen Bereich, mit aller Gewalt, entgegen der Empfehlung auf sGymnasium. Folgen sind bekannt.
    gg

  • vielen Eltern und auch Kindern (Jugendlichen) geht es aber gar nicht darum. sie wollen dass ihr Kind bei den Besten ist, ohne zu sehen, dass es eigendlich nicht dazugehört, es letzendlich eigendlich überfordert ist (vom Anspruchdenken der Eltern) und damit dann nicht kindsgemäss gehandelt wird.


    Stimmt leider. Vor schlechten Eltern können wir als Trainer die Kinder leider nicht schützen. Einen überehrgeizigen Vater hatte ich auch bis zur letzten Saison in meiner Elternschaft, inzwischen ist die Familie umgezogen und seine Jungs spielen daher anderswo, wobei einer von ihnen auch tatsächlich insgesamt sehr gut ist, der andere im Tor, auf das er sich spezialisierte, auch. Da kann man als Trainer recht wenig machen, wenn die Eltern die Realität nicht erkennen können oder wollen, das wird in vielen Fällen wohl tatsächlich unglücklich enden. Eventuell kann es helfen, eine Vertrauensperson hinzu zu ziehen, damit das ehrgeizige Elternteil den Trainer nicht als Gegner betrachtet und seine Avancen als so konstruktiv erkennt, wie sie gemeint sind.


    kennen wir ja aus einem anderen Bereich, mit aller Gewalt, entgegen der Empfehlung auf sGymnasium. Folgen sind bekannt.


    Ja, davor hat der Schulleiter der Gesamtschule, auf die unser Sohn geht, auf dem Informationsabend auch ausdrücklich gewarnt. Er sagte, die meisten derjenigen, die 'seine' Schule ohne Abschluss verließen, wären gegen die Empfehlung aufs Gymnasium gekommen. Er sagte aber nicht, wie viele Schüler das Abitur im Gymnasialzweig erreichen, obwohl sie keine entsprechende Empfehlung hatten. Zwei Schulfreunde unseres Sohnes sind auch in seine Gymnasialklasse gekommen, obwohl sie eine Realschulempfehlung hatten. Bisher scheint es bei ihnen auch zu klappen. Insofern möchte ich da gar keine allgemeine Empfehlung abgeben, sondern möchte auf die Prüfung im Einzelfall verweisen. Wichtig ist in jedem Fall, dass man versucht, die Situation richtig einzuschätzen, egal ob im Sportverein oder in der Schule.


    Das Thema Schul- und Bildungspolitik ist aber auch eines, über das sich trefflich streiten lässt... Und ein Bereich, in dem die Zustände nicht minder verkrustet und verbesserungsbedürftig sind als im Kinderfußball.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • ich lasse sie spielen: in freundschaftsspielen sehr viel, gegen schwache gegner regelmässig aber gegen gleichwertige oder stärkere
    kommen sie nur zum einsatz, wenn mir welche fehlen oder verletzt sind. warum? weil es ihnen aus meiner sich nicht mehr viel bringt auseinandergenommen zu werden.


    Das finde ich im Kinderbereich übrigens auch in Ordnung. Wenn wir als durchschnittliche Mannschaft gegen die Spitzentruppe unserer Gruppe antreten (Torverhältnis nach 12 von 20 Spieltagen: 109:11), bringt das meinen Kids auch nichts, das sind zehn Minuten Spaß, gefolgt von vierzig Hoffnungslosigkeit und Demütigung. Am Torverhältnis kann man erkennen, dass es fast allen anderen Mannschaften genau so geht wie uns. Deshalb prangere ich ja den nicht kindgerechten Spielbetrieb in unserem Kreis so vehement an.


    Ansonsten denke ich aber, dass man auf dem Großfeld schon eher mit festen Positionen spielen wird, das werden die Spieler auch eher so wollen. Möglichst gerechte Einsatzzeiten wären aber, so denke ich, schon noch wünschenswert. Und man sollte Spieler nicht in Positionen zwingen, die sie nicht spielen wollen.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • naja, mal umgekehrt gesehen ist es für die eltern ja auch schwer aussen vor zu bleiben.
    ob jetzt in der schule oder von mir aus im sportverein. man trägt die verantwortung für den sprössling ja nahezu ein leben lang...
    wie oft habe ich es erlebt, dass meine jungs ne schlechte note bekommen haben wenn ich mich aus ihren angelegenheiten raushalte
    und wie oft konnte die note dann nach einem gespräch mit mir korrigiert werden.


    und im sportverein soll ich dann meine klappe halten?
    ist schon schwierig, was mir als vater dann alles vorgeschrieben wird, wenn mein sohn unbedingt fußball spielen will:
    zu auswärtsspielen fahren darf ich, soll ich auch. die trikots muss ich waschen, von allen reihum. rauchen darf ich nicht am rande,
    kein bierchen dazu. maul halten und die fäuste in der tasche soll ich machen, wenn die großen groben gegenspieler meinen sohn umtreten.
    schreien darf ich nicht, nur positives in blümchensprache.
    dem trainer ist nicht zu widersprechen, auch wenn er mir unsympathisch ist und meinen jungen anbrüllt.
    spenden soll ich für den verein für die umkleide, für die mannschaftskasse und den beitrag pünktlich bezahlen.
    ein woche vorher soll ich spätestens den geburtstag von oma anmelden wg. des spiels.
    stubenarrest ja, nur das training darf nicht darunter fallen. hausaufgaben sind vorm training oder später dann zu machen.
    für arbeiten lernen soll mein sohn, nur nicht am trainingsabend vorher, denn da muss er sich mal so richtig auspowern,
    um auf andere gedanken zu kommen. was er dann nicht kann, lernt er eh nicht, sagt der trainer.
    regen, hitze und schnee sind hinzunehmen, draussen sein ist gut für kinder.
    ...


    da kommt schon einiges zusammen, was wir unseren eltern so zumuten, oder?

  • Der Trainer unseres 96ger hat da Handtuch geworfen.....Tja, aber noch nicht einmal, wegen der Probleme mit dem Verein, sondern weil einige Eltern doof gequatscht haben. Typisch. Anstatt froh zusein, einen Trainer mit Ahnung zu haben . Er hatte eine A Lizenz, und wirklich viel Erfolg und echt ein Wissen, was nicht von der Hand zu weisen ist.


    Es ist immer schade, wenn gute Trainer gehen. Wir wissen zu gut, dass unsere Zeit keine Wertschätzung findet. Na nu... so muss man sich nicht wundern, wenn man immer und immer wieder zu wenig Trainer hat. Trotzdem ist Erfolg nicht alles (auch in einer B-Jugend nicht).


    Er wollte sein Ding mit den Kindern machen und am liebsten die "Elternprobleme" an die Betreuer vergeben. Allerdings haben am meisten die Eltern gequatscht, deren Kinder auf der Bank saßen.


    Zum Glück sind es keine Kinder mehr sondern Jugendliche und schon bald Männer.
    Ab C-Jugend hört die KIFU-Mentalität wo man fast mit der Stopuhr kontrolliert, dass alle gleich viel spielen, auf. Ich denke auch, dass man da auch mal nach Leistung die Einsätze verteilen sollte. Weniger gute Spieler können problemlos auch 20 Minuten/ Spiel spielen... diese 20 Minuten dann aber möglichst sicher. 90 Minuten Ersatzbank sollte vermieden werden. Wenn der Trainer also zu oft die gleichen Spieler im Aufgebot hatte und diese "NICHT" oder regelmässig "weniger als 20 Minuten" spielten, so kann ich den Frust der Eltern verstehen...

  • @ Siebener


    Du kannst Lehrer überreden eine schlechte Note zu korrigieren? ?(


    Aber wie würde es denn bei anderen Hobbies aussehen?


    Würdest du dem Musiklehrer erklären, wie er deinem Kind das Klavierspielen beibringen soll?
    Würdest du dem Karatelehrer erklären, wie er deinem Kind diese Techniken beibringt?
    Würdest du dem Ski- oder Snowboardlehrer erklären, wie man das fahren mit den Brettern lernt?
    Würdest du dem Nachhilfeleher erklären, wie man Latein vermittelt?

  • kennst du das nicht?
    dein sohn kommt nach hause, schreibt ne drei und ne zwei in deutsch, kriegt aber ne vier, wg. mündlicher mitarabeit.
    schreibt er ne drei und ne vier und ist in mündlich zwei, bekommt er trotzdem ne vier, weil ja mdl. nicht so sehr zählt.
    dann hörst du, dem sowieso seine mutter war beim lehrer, sie holt ja auch das kind ständig ab, und schon bekommt der trotz zweier fünfen ne vier.
    das habe ich auch probiert und es hat funktioniert, ehrlich!


    denk mal über das geschreibsel von mir aus vatersicht nach und nimm es nicht ganz so ernst, trotzdem wirsd du viel wahres darin finden, oder?
    schließlich waren die sachen ja nicht nur auf die qualität des sportlichen vermittelns und durchführens beschränkt sondern auf das ganze drumherum.
    bin ja auch trainer, dem geschreie und besserwisserei aufn sack gehen, allerdings gibt es ja immer zweierlei sicht der dinge...

  • Richtig, siebener, wir müssen als Trainer die Sache auch mal aus der Sicht der Eltern sehen. Hier sind Vater- oder Muttertrainer im Vorteil, denn sie sind ja sowohl Trainer als auch Elternteil. Leider verstehen sie ihre Motive des Trainers aber auch immer gleich, ohne dass man er sie ihnen mitteilen muss... 8)


    naja, mal umgekehrt gesehen ist es für die eltern ja auch schwer aussen vor zu bleiben.
    ob jetzt in der schule oder von mir aus im sportverein. man trägt die verantwortung für den sprössling ja nahezu ein leben lang...


    Das stimmt, deshalb ist ihr Engagement auch unbedingt zu würdigen. Und deshalb ist es auch wichtig, sie mit ins Boot zu nehmen, eben indem man sie überzeugt. Ein Trainer, dem die Eltern vertrauen, hat es unendlich viel leichter als einer, der permanent angezweifelt wird, weil er den Eltern quasi unbekannt ist.


    und im sportverein soll ich dann meine klappe halten?


    Eben nicht, du sollst mit ziehen, mit einem guten Trainer, von dem du gemerkt hast, dass er das Beste für dein Kind will und sich auch ehrlich und gut darum bemüht, das zu erreichen. Es gibt ja auch gute Lehrer, wir haben da mit unseren Kindern bisher, was die Klassenlehrerinnen anbelangt, bisher nur Glück gehabt. Der eine oder andere faule Fachapfel war aber leider schon dabei...


    ist schon schwierig, was mir als vater dann alles vorgeschrieben wird, wenn mein sohn unbedingt fußball spielen will:


    OK, dann schauen wir doch mal:


    zu auswärtsspielen fahren darf ich, soll ich auch.


    Im Kinderalter willst du das ja auch.


    die trikots muss ich waschen, von allen reihum.


    Das machen wir schon lange anders, jeder Spieler hat sein Trikot, das dann daheim gewaschen wird. Der Trainer hat für den Fall, dass es einer mal vergisst, noch zwei in Reserve. Dieses Vorgehen kann ich nur empfehlen, der Waschdienst hat bei uns nur Zwist in die Elternschaft gebracht.


    rauchen darf ich nicht am rande, kein bierchen dazu.


    Doch, musst aber den Kunstrasenplatz verlassen. Und gegen das Bierchen der Eltern habe ich persönlich auch nichts.


    maul halten und die fäuste in der tasche soll ich machen, wenn die großen groben gegenspieler meinen sohn umtreten.
    schreien darf ich nicht, nur positives in blümchensprache.


    In der Tat. Als Erwachsener solltest du versuchen, dich am Riemen zu reißen und deine negativen Emotionen im Griff zu haben.


    dem trainer ist nicht zu widersprechen, auch wenn er mir unsympathisch ist und meinen jungen anbrüllt.


    Höflicher Widerspruch unter vier Augen sollte kein Problem sein, damit muss der Trainer klar kommen. Aber man sollte das Thema, wenn keine Einigkeit herrscht, dann lieber ein andermal vertiefen. Der Spielfeldrand ist nicht der geeignete Ort und das Spiel nicht er richtige Zeitpunkt für Diskussionen. Das sollte sowohl dem Trainer als auch den Eltern bewusst sein. Ein kluger Trainer sucht in einer solchen Situation allerdings auch das Gespräch nach dem Spiel.


    spenden soll ich für den verein für die umkleide, für die mannschaftskasse und den beitrag pünktlich bezahlen.


    Den Beitrag sollst du pünktlich zahlen, klar. Spenden darfst du, musst du natürlich nicht.


    ein woche vorher soll ich spätestens den geburtstag von oma anmelden wg. des spiels.


    Gerade bei der Oma liegen doch genügend Erfahrungswerte darüber vor, wann der Geburtstag so ca. zu erwarten ist...


    stubenarrest ja, nur das training darf nicht darunter fallen.


    Stubenarrest? Das halte ich von vornherein für eine fragwürdige Maßnahme.. Aber meine Kinder sind auch erst acht und zehn Jahre alt...


    hausaufgaben sind vorm training oder später dann zu machen.


    Ja, schon. Wenn es mal mehr sind als sonst, ist das etwas anderes. Sind sie regelmäßig so umfangreich, dass ein Trainingsbesuch sehr schwierig wird, sollte das Gespräch mit den Lehrern gesucht werden. Oder überprüfen, ob das Kind vielleicht azu neigt, die Hausaufgaben erst auf den letzten Drücker zu machen, so dass sich am Trainingstag zu viel aufgestaut hat. Bei uns gibt es von Lehrerseite aus auch Angaben dazu, wie lange die Kinder an den Hausaufgaben sitzen sollten. Schaffen sie die Hausaufgaben innerhalb dieser Zeit nicht, so dürfen sie damit aufhören, wenn die Eltern das bestätigen. Das nutzt dann der Lehrer auch als Feedback.


    für arbeiten lernen soll mein sohn, nur nicht am trainingsabend vorher, denn da muss er sich mal so richtig auspowern,
    um auf andere gedanken zu kommen. was er dann nicht kann, lernt er eh nicht, sagt der trainer.


    Wir fragen ohnehin nicht nach dem Grund, wenn jemand sein Fehlen ankündigt. Bei vielen Kindern kann das aber durchaus zutreffen, was dein kolportierter Trainer meint.


    regen, hitze und schnee sind hinzunehmen, draussen sein ist gut für kinder.


    Ja, draußen sein ist tatsächlich gut für sie, in den allermeisten Fällen zumindest. Ein verantwortungsvoller Trainer sagt das Trainer bei gesundheitlich bedenklichen Witterungsverhältnissen ab.


    da kommt schon einiges zusammen, was wir unseren eltern so zumuten, oder?


    Manche schon. Und es ist auch wichtig, sich als Trainer dessen bewusst zu sein, dass es die Eltern sind, die für die Kinder verantwortlich sind. Der Konfrontationskurs ist der falsche. Man sollte versuchen, sie zu verstehen, und sie dazu zu bringen, dass sie einen verstehen.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • hast dir aber mühe gegeben :thumbup:


    naja, es gibt ja sicher viele trainer, in unserem kreis recht viele befürchte ich, die haben so gar keine kenntnis von wenig und sind pädagogische hammerwerfer.
    ist leider so, selbst bei uns im verein laufen einige rum, oh mann.
    nu ist es bei uns so, dass die eltern traditionell höhere ansprüche inkl. igel in der tasche haben.
    eine firma führen und sich dann, überspitzt gesagt, vom hartzler bzgl. der sportlichen entwicklung seines sohnes die leviten lesen zu lassen,
    kann halt nicht jeder. irgendwo schon krass, ist aber genau so. da ist ständig konflikt angesagt.
    hinzu kommt hockey und tennis als konkurrenz, in meine b-jugend dann auslandsaufenthalte etc.
    die eltern haben die macht, sehen sich hier eher als kunden und wollen ihr recht.
    (wie war das nochmal? beitrag sollte auf 15 euro angehoben werden, damit fußball eine entsprechende wertigkeit bekommt?)


    rückblickend gesehen kann ich sagen, dass mir viele dinge, die ich früher gerne mitgenommen habe, heute auf den keks gehen.
    früher war ich der trainer für alle, in der f-jugend, die eltern konnten mich ständig belagern und reden, über dies und das, oft tel. abends.
    das wurde mir dann ab der c-jugend zuviel und ich habe es eingedampft. nach dem training ist ok, dann aber schluss.
    dann die teamaktivitäten: vom drachenbootfahren, kinoabende über sonstwas, schnell konnte eine weihnachtsfeier 10 stunden dauern.
    das will ich heute nicht mehr, ist mir zuwenig fußball, zuviel bespassung der eltern, da ich das irgendwie immer anführen musste.
    der trainer dies und das, ne, habe ich absolut reduziert. für die kleinen war das ok, aber ab c-jugend ist es überflüssig.
    leider sahen das viele eltern anders, insbesondere die damen, die das leben ihrer kinder ja quasi mitführten.
    der kleine jonas ist jetzt ein kerl und wir wollen unsere parties teamintern durchführen, wenn überhaupt noch.
    das begreifen sie nicht und es kommt zum liebesentzug.
    keiner fährt mehr gerne, obwohl sie drei autos in der familie haben, trikots waschen (bei den älteren und wenn immer andere spielen, waschen wir alle zusammen)
    musste auch immer energisch nachfassen. und am spielfeldrand werden manche inzwischen zu den opas aus der muppetshow.
    das ist ein teufelskreis, ganz klar. da sollen die eltern funktionieren, ganz nach altersklasse, oder täusche ich mich?


    umgekehrt gibt es sicher auch abnutzungserscheinungen, aber die eltern sind in der b-jugend nicht mehr so entscheidend.
    allerdings ist das, denke ich, in den altersgruppen komplett unterschiedlich zu handhaben.
    am einfachsten ist es, wenn man in seiner altersklasse bleibt und jedes mal neue jungs übernimmt.
    dann kann man sich darauf einstellen, weiss was kommt und die eltern auch.
    schwierig wird es in der tat, wenn alles im fluss ist, aus kinder werden männer, alte gehen, neue kommen usw.
    ich merke gerade, wie wenig ich da im bezug auf eltern bock habe.
    da muss ich wieder was ändern, glaube ich .... bleibt aber schwierig.
    als vater möchte ich mich auch mal einmischen dürfen, als trainer sag ich, lass gut sein oder willst du das hier machen?
    oha.... :S

  • Hallo


    Sorry, beim Hallo soll es nicht bleiben.....;) PC ist abgestürzt, für alle die sich wunderten.


    Also.


    Es ist leider so, das im Grunde 2 Welten aufeinander trafen. Der Trainer, selber mal in irgendeiner U Nationalspieler, kommt von einem großen Verein. Dort haben tatsächlich die Betreuer den Kontakt zu den Eltern gehalten, damit der Trainer sich auf die Jungs und das Training konzentrieren konnte.


    Nun kommt er zu einem mittleren Wald und Wiesenverein, zu uns. Ich gebe zu, ich hatte auch dieselben Erwartungen wie die anderen Eltern, das er sich vorstellt, das er kurz sagt, wie das Training so laufen wird usw. Es passierte nix. Nichtmal ein guten Tag konnte er sich abringen, von Hand geben ganz zu schweigen.


    Alle haben massiv darüber gemeckert, ich gebe zu , ich hätte ihm bei den Eltern den Rücken stärken können, weil auch der Trainer unseres 95ger sich nicht vorgestellt hatte ( der allerdings in einem anderen Verein spielt). Das scheint in der Altersklasse einfach nicht mehr gemacht zu werden. War mir dann auch egal, denn sein sportliches Konzept ging ja auf. Und nein, unser Sohn ist kein Bankdrücker gewesen, selbst wenn, selbst die Eltern der Bankdrücker sagten sportlich ist alles ok, er macht seine Arbeit gut.
    Unser Sohn gehört zu den Leistungsträgern und er nahm mich beiseite und meinte, wir sollen sehen, das er hier weg kommt, und in eine Sportinternat geht. Was wir aber im Moment nicht als Ziel sehen. Unser Sohn schon, wir sehen da aber einige Probleme, die er einfach noch nicht absehen kann. Er ist noch sehr naiv. Aber egal, es geht ja nicht um meinen Sohn.


    Die Jungs allgemein sind mit dem Trainer sehr gut klargekommen. Es gab zwar hier und da welche die unzufrieden waren, aber nix problematisches. Die Probleme liegen rein im zwischenmenschlichen Bereich. Da hat er kein gutes händchen bewiesen , auch mit dem Rücktritt tut sich dieses Defizit auf. Es gab Eltern, die sich an ein paar persönlichen Dingen die Nase gestossen haben und der Co war auch nicht mit ihm einverstanden (das ist aber mehr eine Vermutung als Wissen).


    Mir tut es für die Jungs und für den Trainer leid. Ich gebe auch ein großes Stückweit dem Verein schuld, denn man hätte bei der Einstellung des Trainers vielleicht mal über die Dinge reden sollen, die von ihm erwartet werden. Im Nachhinein zu sagen, er hat einen haufen Kohle bekommen und da erwarten wir (der Verein ) mehr, reicht meiner Meinung nach nicht. Hart getroffen hat ihn die Aussage, die wohl einige Eltern gemacht haben, er würde eine arroganz an den Tag legen......


    Jetzt läuft es wahrscheinlich so weiter das die Bussigesellschaft unter Eltern und Trainer wieder die Jungs einsetzen, mit den Eltern mit denen sie gut können.......


    Und ganz ehrlich, ich bin froh, das sie auf unseren 96ger nicht verzichten können.