Spielen ohne Schiedsrichter im Kinderfußball

  • Ja richtig, im Training falsch und im Spiel richtig. Nur wir sprechen hier vom schirilosen Pflichtspiel und für manche Punktspiel einer F oder E oder gar Minis.


    Wenn ich richtig liege...danach vom geregelten Punktspiel, das aber immer noch anders "Überwacht" wird, als es das ursprünglich mit Schiri war.


    Übrigens...werde ich hoffentlich beweisen können, dass es den Straßenfußball gibt, denn ich werde ihn zulassen und wir werden nicht schlechter stehen als Tabellenplatz 6 von 12. Es liegt nur an mir...oder an Dir...oder den anderen...nur Leute wie du...(das ist nicht beleidigend gemeint) klammern sich an dem was ist.


    Nun kommen da glatt so "Pinsel" aus dem Süden oder gar ein Dfb, der den STraßenfußball wieder beleben will....und da nimmt man Leuten mit deiner Meinung die Wurst von der Schnitte und sie würden dann auch noch gezwungen, diesen altmodischen Mist mitzumachen. Von wegen 15 Meter vom Spielfeld weg.....das schaffen die nie ohne Schiedsrichter und was die wohl glauben....ohne meine wichtigen Tipps bei der z.B. F...das können die nicht...da ginge ja die Welt unter....ODER WAS?


    Ich glaube ürbrigens an den Osterhasen ;)

  • Andre, in deinem Straßenfussball gibt es aber auch eine Form vom Schiedsrichter.
    Nämlich der (die) "Rudelführer" bestimmt Regeln usw.. Wem das nicht passt, der muss woanders kicken. Genau so läuft es.


    Genau richtig. Die Initiatoren der Fair-Play-Liga wollen EIGENVERANTWORTUNG groß schreiben lassen....statt negativer ständiger und unnützer Fremdsteuerung, wie man in Aachen ja über Jahre der Erfahrung erkannte...gut erkannt Alex.

  • Es ist sber keine Eigenverantwortung der Kinder, die an der Aktion beteiligt sind, sondern 1-2 "Rudelführer" enscheiden beim Straßenfussball.
    Die meisten Kinder unterliegen also trotzdem einer Fremdsteuerung, wenn sie mitkicken wollen.


    Abgesehen davon diskutieren wir hier die Anwesenheit des Schiedsrichters nicht die Fair-Play-Liga an sich. Ich würde dich bitten, nicht argumentativ auf Dinge einzugehen, die gar nicht diskutiert werden. Und Trainerverhalten und die Steuerung durch den Trainer will ich hier gar nicht diskutieren.

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • Du liest aber schon meine Beiträge Andre ?!?!?!?


    Mit stattfindenen Ungerechtigkeiten leben müssen und können bedarf deshalb keiner Untermalung, weil es egal ob Schieri oder nicht in beiden Fällen vorkommt.
    Du kannst es also NICHT als Argument für das Spielen ohne Schieri verwenden.

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • Es ist sber keine Eigenverantwortung der Kinder, die an der Aktion beteiligt sind, sondern 1-2 "Rudelführer" enscheiden beim Straßenfussball.
    Die meisten Kinder unterliegen also trotzdem einer Fremdsteuerung, wenn sie mitkicken wollen.


    Das mag sogar so sein wie du sagst, vor allem wenn man das jetzt im Hauruck verfahren bei einer C oder wie auch immer einführen würde.


    Deshalb fände ich es besser, ganz unten damit anzufangen, um es zu probieren....vielleicht mal zwei Jahre mit der Option das alte -nach Abstimmung- zurück zu holen.


    Wie gesagt, ...ich kenne die genauen Modalitäten nicht, aber es gibt Eingriffsmöglichkeiten....nicht zuletzt, um solches zu verhindern.


    So gesteuert....würden solche Jungs die alles -auch ungerecht- regeln...letztlich ausgesteuert. Da wäre es vielleicht auch mal von Vorteil, wenn sich Ralf Klohr -so er denn mal Zeit hat- hierzu mal äussert....halt seine Erfahrung weitergibt, um das ein oder andere auch mal auszuräumen oder gar zu entkräften oder auch ein Problem benennt.

  • Bist du nicht in der Lage Texte richtig tzu lesen bzw. zu verstehen.


    Ich habe vom Straßenfussball gesprochen, bei der Erläuterung mit den Rudelführern.


    Bei dem organisierten Fussball ohne Schieri habe ich mehrmals dargelegt, das es eigentlich gar kein Foulspiel gibt (von den ganz groben DIngen mal abgesehen), also keinen Rudelführer.
    Das Weiterspielen bei anderen Regelübertretungen (Ausball, Mittelinienregel, etc. ) mal ganz abgesehen.

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • Nein ich bin nicht in der Lage deiner Intelligenz zu folgen....das wolltest du doch nun zum Ausdruck bringen.


    Ich denke ich beende die bereits geendete Diskussion mit Dir. Der Leser soll sich doch einfach sein Bild machen und wird dadurch schnell feststellen können, wer hier was nicht richtig verstanden hat oder gar...wer hier gerade versucht...die Dinge zu verdrehen..bzw. abzulenken. Ist schon o.k. Alex und gute Nacht noch. Gruß Andre

  • Im Abschlussspiel im Training lasse ich auch gerne alles laufen und ermuntere die Jungs, fair zu spielen und selbst für die Regeleinhaltung zu sorgen. Das klappt so lala:
    - ein Gutteil der Jungs ist wirklich bemüht und verhält sich sehr fair. Das macht Spass zuzusehen.
    - ein paar fahren aber sehr gerne die Arme aus im Zweikampf. Selbst offensichtliche Regelverstöße werden nicht zugegeben ("war kein Hand!"). Witzigerweise sind das überwiegend Spieler, die immer mit ihren älteren Brüdern kicken. Offenbar haben die sich anders nicht durchsetzen können. Ich habe so meine Zweifel, ob die sich das so schnell abgewöhnen werden. Das ist ein langer Weg. Aber versuchen werde ich es.


    Grüße :)
    Oliver


    PS: Wir spielen mit Schiri. Meist tritt der aber nicht wirklich in Erscheinung. Gemeckert wird nach dem Spiel dennoch immer, das sieht man ja schließlich auch im Fernsehen bei den großen Idolen...

  • Ich habe vom Straßenfussball gesprochen, bei der Erläuterung mit den Rudelführern.


    Das ist doch der Punkt. Bei Straßenfußball gab es schon deshalb den Rudelführer, weil die Großen mit den Kleinen gespielt haben - ohne Altersklassenbeschränkung. Der Große hat dann gesagt wo's lang geht. Der war der Chef. Im Straßenfußball hat das Prinzip des Stärkeren regiert. Und beim Wählen des Teams ist immer der Schwächste zuletzt gewählt worden und wenn er nen Fehler gemacht hat, dann ... naja ... das weiß jeder der mal echt selbst Straßenfußball gespielt hat ... ja dann gab's Zoff. Spätestens dann ist er einfach ins Tor gestellt worden. Da hat keine Sau rotiert. Die meisten der Schwächeren sind irgendwann nicht mehr gekommen.


    Straßenfußball ist Darwinismus pur.

  • Nein, nicht meine Einschätzung (zumidest was Str.Fu betrifft). Das ist die Kraft des Faktischen. Nochmal: Der Straßenfußball ist tot. Es gibt ihn nicht mehr. Es gibt auch kein Christkind und keinen Osterhasen und auch keinen Nikolaus.


    http://www.neuepresse.de/Hanno…ern-weg-vom-Spielfeldrand


    In dem Text geht es u.a. auch darum, den Kindern IHR Spiel zurück zu geben. Was ist denn IHR Spiel? Für mich klar...es geht Richtung Straßenfußball.


    Das Wort RICHTUNG bedeutet für mich, dass der wohl tatsächlich nicht mehr erreicht wird und auf Vereinsebene, auf Grund der Ausbildung auch nicht, da hätte Paul nicht ganz unrecht. TOD ist er aber nicht, denn die Koten spielen zu Hause -hier in meinem Umfeld- reichlich frei auf der Wiese oder im verkehrsberuhigten Bereich...ohne Ende. Bis zur B Jugend...das kann ich sagen, weil es mich privat durch meine Söhne betrifft....trifft man sich oft....nein sehr oft...zum Kick abseits des Trainings auf dem Vereinsgelände oder auf dem Soccerplatz und dafür fahren die mit dem Fahrrad quer durch die Stadt.


    Halten wir fest....ich kann sagen....


    1. Das die Kinder die mich umgeben sehr oft frei Kicken in ihrer Freizeit


    2. Wenn ich sie trainiere, tendiert mein Training in diese Richtung durch Spieletrainings mit Aufgaben. Die Aufgaben sprechen dagegen.


    3. Würde ich aktiver Trainer sein, würden sie bei mir auch im Spiel große zeitliche Anteile von mir nichts mehr hören, dafür garantiere ich....das kommt dem auch entgegen.


    4. Der Dfb. fordert es im Ausbildungskonzept mit gutem Grund (Trainer beeinflussen zu viel und verhindern dadurch Ausbildung und Entwicklung und oftmals haben diese Trainer -meine Worte- nicht mal ausreichend Ahnung vom Fußball, wenngleich sie keine Monster sind und es auch nur gut meinen, das aber aus meiner Sicht nicht tatsächlich gut ist, sondern max. mäßig und das rein sachlich betrachtet!


    5.Die Fair-Play-Liga, ....die ihr "Ding" schon seit Jahren praktiziert und zu einem guten Ergebnis in der Sache und in den Köpfen der Skeptiker wurde....zumindest hin zum freieren Spiel für die Kinder...für den Fußball. Freies Spiel = für mich Tendenz Richtung Straßenfußball. Hierzu haben sich die Initiatoren mehrere Dinge einfallen lassen, nicht nur das Spiel ohne Schiri.


    Alles Dinge, um die Ausbildungsbremse zu lösen, ...um den Hebel "Joysticktrainer" = 100 Prozentige Abwendung vom Straßenfußball...wieder umzulegen, um den Trainer und die Zuschauer ruhiger zu bekommen. Das passt einige Leuten nicht....da kriegen sie Schweissausbrüche und das verstehe ich gut....hilft ihnen bald aber nichts mehr.


    Alles steht auf ..."hin zum Straßenfußball"...oder dort wo er noch - im Ansatz- besteht...."den wollen wir erhalten".


    Ergo: Der Straßenfußball ist nicht tod, sondern er lebt und ich glaube auch an das Christkind! ;)

  • Das ist doch der Punkt. Bei Straßenfußball gab es schon deshalb den Rudelführer, weil die Großen mit den Kleinen gespielt haben - ohne Altersklassenbeschränkung. Der Große hat dann gesagt wo's lang geht. Der war der Chef. Im Straßenfußball hat das Prinzip des Stärkeren regiert. Und beim Wählen des Teams ist immer der Schwächste zuletzt gewählt worden und wenn er nen Fehler gemacht hat, dann ... naja ... das weiß jeder der mal echt selbst Straßenfußball gespielt hat ... ja dann gab's Zoff. Spätestens dann ist er einfach ins Tor gestellt worden. Da hat keine Sau rotiert. Die meisten der Schwächeren sind irgendwann nicht mehr gekommen.


    Das kann man auf keine Fall als gegeben so im Raum stehen lassen!


    Das mag Paul`s Geschichte sein. Das ist seine Wahrnehmung, sind seine Erlebnisse, ...vielleicht...war er derjenige, der manchmal zuletzt gewählt wurde...das ist die soziale Prägung, die bei jedem von uns, durch die eigene soziale Erfahrung anders aussehen kann.


    Ich habe früher auch oft auf der Wiese gekickt, zusammen mit Nachbarn, teilweise mit den Mädchen, mit Freunden, mit Mitschülern und ich habe das nie so emfpunden. Ganz im Gegenteil, das waren die besten Tage, ...die wo wir verdreckt, ausgepowert, blutige Knie und viel zu spät nach Hause gekommen sind. Und ja, sicher haben wir uns dort auch gestritten und auch wenn ich es nicht so in Erinnerung habe, wird der eine oder andere die Dinge mal geregelt haben.


    Ist nicht genau das das, was soziale Kompetenz entstehen läßt? Das eigenverantwortliche Handeln muß geübt werden. Ich kann doch den Kindern nicht alles abnehmen, das ist falsch! Die sind nicht doof und selbst wenn sie ihre Gesetze beim Spiel entwickeln, die uns als Erwachsenen noch so falsch erscheinen, so haben wir uns da raus zu halten, statt hier zu meinen, alles regeln zu wollen. Genau das findet beim Fußball und meist schon bei den Minis statt und das ist falsch und gehört abgeschafft. Und wer das nicht verstehen will, den würde ich gleich mitabschaffen. JA ich gehe sogar soweit, dass der Trainer beim Spiel gleich zu Hause bleiben sollte, weil er überhaupt nicht von nöten ist....jedenfalls nicht für das Spiel...für alles andere wie die Stimmung schon.

  • Ganz im Gegenteil, das waren die besten Tage, ...


    Das erinnert mich an die Klassentreffen wo sich die Männer erzählen wie toll es doch früher war. Hauptsächlich liegt das daran, weil sie sich nicht eingestehen wollen, dass sich die Gegenwart anders darstellt als erhofft/erträumt. Typischer Fall von Glorifizierung der Kindheit. Frauen sind da anders: Die gestehen auch mal anderen gegenüber ein, dass ihr Leben eher suboptimal läuft.


    Oder die Zeit bei der Bundeswehr: Wenn man nicht gerade das Glück hatte und nen guten Job bei der Luftwaffe bekam, war das ne verdammt harte Zeit. Hinterher sagt jeder: Schön war's doch.


    Die Wahrheit ist: Früher war eben nicht alles besser.


    Ich halte es damit lieber im Jetzt zu leben und die Zukunft positiv zu gestalten und auf sie zu hoffen und an sie zu glauben. Aristoteles hat gesagt: Sie (er meinte die Alten) leben vom Gedächtnis anstatt von der Hoffnung, weil das, was ihnen vom Leben bleibt, wenig ist im Vergleich zur langen Vergangenheit. Heutzutage sind viele Menschen biologisch jung aber geistig alt und kleben am Gestrigen.


    FPL ist teils Gegenwart, auf jeden Fall Zukunft. Straßenfußball ist Vergangenheit.

  • Kein einfaches Thema. Grundsätzlich wünsche ich mir, Idealist der ich bin, ein funktionierendes schiri-loses Spiel. Dieses Ziel teile ich also mit Andre, ebenso wie die Auffassung, dass es erreichbar ist, jedoch nicht das Ideal und nur unter Anstrengung und breiter Unterstützung. Ich stimme nämlich PaulBreitner und Sir Alex auch darin zu, dass der ideale, d.h. faire Straßenfußball nicht als Regel dargestellt werden darf. Die Geschichte mit dem Wählen kennt doch jeder, und dass sich um die Schwachen kaum geschert wird, wird doch auch keiner ernsthaft bestreiten. Sicher, es mag Ausnahmen geben, wenn da mal zwei angehende FSJler den Ton angeben, aber wenn man die Kids von Anfang an alleine machen lässt, dann entwickelt sich das System sicher darwinistisch.


    Das muss aber auch dem DFB bewusst sein. Und wenn er die Rückkehr des Straßenfußballs propagiert, dann geht es ihm doch explizit um den Gegensatz zwischen der Freizeit- und Bewegungswirklichkeit heutiger Kinder gegenüber derjenigen vor den 1990ern (ungefähr). Da wird doch in den DFB-Materialen die Playstation und der Fernseher dem Straßenfußball gegenüber gestellt. Und ja, der DFB propagiert das möglichst ungestörte Spiel im Kinderfußball als Möglichkeit der freien Entfaltung der Kinder sowie der Förderung ihrer Eigenkreativität.


    Ich denke nicht, dass der DFB damit den Trainer überflüssig machen will, aber er ruft zu einer Umorientierung oder zumindest zu einer Verschiebung der Prioritäten auf. Es geht im Kinderfußball mehr um die Vorbildfunktion des Trainers, seine Begeisterungsfähigkeit, seinen Umgang mit den Kindern und sein Einfühlungsvermögen. Ich persönlich interpretiere die Vorbildfunktion sowohl im sportlichen Bereich, d.h. der Trainer sollte selbst möglichst genauso engagiert mitrennen, jedoch unbedingt auch, wenn es um Kameradschaft und Team-Geist (inkl. Umgang mit Schwächeren) und sportliche Fairness geht. Und zu letzterem zähle ich Ehrlichkeit, respektvollen (wenn nicht sogar freundschaftlichen) Umgang mit Mitspielern und Gegnern sowie das Bemühen um ein faires und sauberes Spiel.


    Wenn alle Spieler die sportliche Fairness beherzigen, dann kann man getrost ohne Schiri spielen. Aber die Kinder müssen hierzu angeleitet werden. Ideal wäre es da in meinen Augen, wenn alle Trainer darauf achten würden, dass ihre Schützlinge sauber spielen. Ich möchte dazu nun die Abschlussspiele ohne Schiri auf dem Platz abhalten, jedoch mit einem deutlichen Pfiff eingreifen, wenn ich vom Rand aus ein Foul, und dazu zählt dann auch unsauberes Spiel, sehe. Ich habe auch schon angekündigt, jedes hohe Bein abzupfeifen. Die Kinder kapieren das ziemlich schnell und können sich dementsprechend umstellen. Ich habe die Hoffnung, dass ich nur wenige Pfiffe zu Beginn brauche und dann nicht mehr eingreifen muss.


    Kontraproduktiv in dieser Hinsicht sind natürlich Verantwortliche, die eine sog. 'normale Härte' propagieren. Mein Begriff von 'normal' ist da leider regelmäßig anders..


    Übrigens propagiert der DFB ja auch das Spiel auf kleinen Feldern und in kleinen Gruppen, mit idealerweise nicht mehr als vier Spielern pro Seite. Da lässt sich viel leichter fair spielen als in einer größeren Gruppe, außerdem sollte es möglich sein, die Gruppen so zusammen zu stellen, dass der Darwinismus minimiert wird.


    Fazit: Ich teile Andres Wunsch nach dem Spiel ohne Schiri. Allerdings möchte ich dabei auch ehrlich faire Spiele sehen. Ich hätte also gerne die Möglichkeit, auch ohne strittige Situation einzugreifen. Wenn man sich nicht wirklich super mit dem anderen Trainer versteht, wird das bei Spielen gegen andere Vereine schwierig sein. Vielleicht bestünde eine Lösung darin, dass jeder Trainer nur Fouls seiner eigenen Mannschaft abpfeifen darf.

  • Ich gebe Paul wohl recht, das der Straßenfussball alter Prägung tot ist. Früher mussten die Autofahrer hupen, um die spielenden Kinder von der Straße zu scheuchen. Heute braucht man Ampeln und Zebrastreifen, damit überhaupt mal ein Autofahrer ein Kind auf die Straße läßt.



    Bolzplätze scheinen aber wieder beliebter zu werden. Manchmal findet man welche, auf denen so viel Betrieb ist, das kaum noch ein Grashalm steht. Aber es gibt auch solche, die verwildert (aber jederzeit mit pirvater Hand wieder hergerichtet werden können)sind.



    Die Bedeutung dieser Bolzplätze erscheint mir wichtig. Früher konnte man noch auf den nicht eingezäunten Vereinssportplätzen außerhalb des Spielbetriebs privat kicken. Das geht nicht mehr, weil alles abgeschlossen ist. Auch waren vielfach die Privatgrundstücke und Gärten etwas größer als die Heutigen, so das man auch dort kicken konnte!



    Es wäre schön, wenn wenigstens 1 Platz pro Verein als Bolzplatz immer offen wäre. Man könnte dadurch ja auch den Fussball für alle, die erst mal nur unverbindlich schnuppern wollen, erlebbar machen.

  • Nur kurz zur Erinnerung: In diesem Thread geht es ursprunglich lediglich um das Spiel ohne Schiri. Und es ging in meinem Bericht um Kinder, die nach 5-6 Jahren Vereinsfußball erstmals in offiziellen Spielen ohne Schiri spielten. Sie wollten durchaus fair sein. Das konnte man in der Mehrzahl der Fälle sehen, in denen der Ball das Feld verlassen hatte.
    Ich gehe auch davon aus, dass niemand im Zweikampf unfair sein wollte. Aber manche testen in Zweikämpfen halt die Grenze des Erlaubten aus. Normalerweise setzt der Schiri irgendwann die Grenze. Wenn sie diese Grenze nicht gesetzt bekommen, machen sie weiter. Nicht alle - aber doch einige.
    Dazu kommt, dass es in diesem Turnier für den einen oder anderen durchaus um etwas geht. Damit meine ich gar nicht etwaige sportliche Ziele eines Trainers, sondern die persönlichen Ziele der Kinder. Wer in der D-Jugend im Stützpunkt sein will, sollte in diesem Turnier auffallen. 11-Jährige können da sehr ehrgeizig sein und sie können sich insbesondere gegenseitig heiß machen.


    Ob das Spiel ohne Schiri funktioniert, wenn sie es von der G-Jugend an nicht anders gewohnt sind, kann ich nicht beurteilen. Damit habe ich keine Erfahrung. Ich vermute aber, dass es eher funktioniert, wenn unsauberes Zweikampfverhalten im Training rigoros unterbunden wird. Und das muss für alle gelten.


    Zum Straßenfußball: Ich sehe das ähnlich wie Paul. Wenn der DFB von Straßenfußball spricht, dann muss man sich klarmachen, dass Straßenfußball und Vereinsfußball einfach nicht zusammenpassen. Paul hat die Merkmale des Straßenfußballs ja schon angesprochen. Weiß man beim DFB eigentlich, wie Straßenfußball in den 70ern/80ern ausgesehen hat? Den Straßenfußball in die Vereine zu holen, geht nicht.
    Ich halte das DFB-seitig für reinen Populismus. Die Medien sagen "Wir brauchen mehr Straßenfußballer." also sagt der DFB "Wir holen den Straßenfußball in die Vereine."

  • Die meisten der Schwächeren sind irgendwann nicht mehr gekommen.


    Straßenfußball ist Darwinismus pur.

    Wobei man hier anmerken sollte, dass Darwins Theorie besagt, dass die Anpassungsfähigen weiter kommen, nicht die Stärkeren ;)


    Ansonsten bin ich voll bei dir. Den Straßenfußball von früher gibt es nicht mehr und wird es auch nicht mehr geben. Egal, was sich der DFB auf die Fahne schreibt.
    Aber, und das hast Du ja auch schon gesagt, die Fairplay-Liga, mit ihren Besonderheiten, macht durchaus Sinn.

    Das einzige, was wirklich gerecht verteilt ist, ist die Intelligenz.
    Ich habe noch nie jemanden sagen hören, er hätte zu wenig davon.

  • Bolzplätze scheinen aber wieder beliebter zu werden. Manchmal findet man welche, auf denen so viel Betrieb ist, das kaum noch ein Grashalm steht. [...]

    Die Bedeutung dieser Bolzplätze erscheint mir wichtig. Früher konnte man noch auf den nicht eingezäunten Vereinssportplätzen außerhalb des Spielbetriebs privat kicken. Das geht nicht mehr, weil alles abgeschlossen ist. Auch waren vielfach die Privatgrundstücke und Gärten etwas größer als die Heutigen, so das man auch dort kicken konnte!


    Es wäre schön, wenn wenigstens 1 Platz pro Verein als Bolzplatz immer offen wäre. Man könnte dadurch ja auch den Fussball für alle, die erst mal nur unverbindlich schnuppern wollen, erlebbar machen.


    Hört hört. Mein neunjähriger Sohn verabredet sich in letzter Zeit verstärkt mit seinen Kumpels auf dem nächsten Bolzplatz (ein paar mal war ich auch schon mit). Wenn er wieder kommt, war es mal so, mal so, je nachdem, wer noch so auf den Platz kam und wie die dann drauf waren. Wobei ich, insgesamt gesehen, das Fairness-Niveau für beachtlich halte. Einige Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.


    Was die abgeschlossenen Vereinsplätze anbelangt: dafür ist doch vermutlich die beknackte versicherungsrechtliche Situation verantwortlich, oder? Soll heißen, wenn sich ein Kind auf einem Vereinssportplatz weh tut und der Platz war zugänglich, dann gibt es eine Schmerzensgeldklage gegen den Verein..