Wie ich mittlerweile feststellen musste, haben einige Trainer, die hier schreiben, keine eigene Mannschaft mehr.
Woran liegt das? Keine Zeit, Überforderung oder das Problem, die Ziele des KiFu gegen die Interessen der Eltern, des Vorstandes, oder der Kinder durchzusetzen?
Bin auf eine offenme Diskussion gespannt, da ich den Eindruck habe, dass die Ziele des KiFu mit den Zielen der Eltern oder des Vorstandes teilweise schwer zu vereinbaren sind.
Zum KiFu zähle ich auch Jahrgänge oberhalb der E-Jugend, obwohl das ja eigentlich Jugendfussball ist.
Drop-out bei Trainern
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Hallo Zamorra
Bei mir zumindest sind es viele kleine Tropfen, die den Fass zum Ueberlaufen gebracht haben. Im Moment habe ich einfach kein Bock mehr und sehe mich somit; als nicht in der Lage eine Juniorenmannschaft zu trainieren. Die Begeisterung besteht zwar noch, jedoch habe ich keine Lust mehr, denn gleichen Aufwand zu betreiben, um gute Trainings anzubieten, Hallenturnier zu organisieren, Freundschaftsspiele etc. etc. Einfach keine Lust mehr... und halbe Sachen mache ich nicht.
Mögliche Gründe:
- evtl. habe ich es einfach gesehen und es reicht.
- Der Aufstiegsdruck (bei C - Junioren) der letzten Saison hat mein letzter Funke gelöscht... daraus folgen Konsequenzen wie zB; die Unsicherheit, gut gearbeitet zu haben. Die Unsicherheit, noch fähig zu sein, mit den Junioren gut umgehen zu können etc. Die einzige Sicherheit die ich habe ist die Fussballspezifische.
- Die ständig sinkende Dankbarkeit seits, Eltern, Spieler uns insbesondere; Vorstandsmitglieder.
- Die ständigen "Machtkämpfe" um dafür zu Sorgen, dass ich als Trainier einer ersten Mannschaft, auch die Besten Spieler bekomme... was EIGENTLICH selbstverständlich sein sollte.
- Die ständigen Lügen und Intrigen die ich in meinem Hobby nicht haben will.
- Der Zeitaufwand.
- Wandel in meinem Berufsleben.
- Menschen die ich mag, brauche mich auch... und nun möchte ich die Zeit diesen Leuten widmen anstatt undankbare Leuten.
- Mangelndes Vertrauen gegenüber sämtliche Vereine in der Ostschweiz... hier gehts einfach nicht um Fussball und Ausbildung sondern um Ego, Symphatien und alles Andere was nicht sein sollte. Leistung und Einsatz eines Trainers zählt weniger als Heuchlereien.Du siehst... ich habe tief im Inneren Alles um den Trainerjob auch ganz aufzuhören. Dies kann sogar passieren... im Moment sage ich einfach; ich mache eine Pause. Was mir aber Angst macht; Ich vermisse das Ganze nicht... ich kann meine Zeit für Anderes investieren. Habe viel mehr Kontakt mit Freunden, kann auch mal meine Mutter helfen falls etwas ist, kann mal öfters ins Kino, kann am Weekend, Spiele kucken und es ist kein MUSS, kann öfters selbst etwas für meine Fitness machen etc. Ich habe gelernt, meine Zeit anders zu benutzen, so dass ich trotzdem ein gutes aber sicher entspannenderes Programm habe.
Ich habe jetzt einen jüngeren Kollege von mir zu einem Trainerjob geführt. Ist wohl klar, dass ich diesen zu Beginn mal unterstütze und die Ausbildungsphilosophie des SFV's mehr oder weniger erklären werden. Die ersten paar Trainings werde ich vermutlich auch mitgestalten etc. Dabei sehe ich mich aber nicht als Trainer sondern eher als Coach für einen extrem unerfahrenen Trainer.
Grüsse
TRPietro -
Bei mir hat mein Gewinndenken von damals dazu geführt, dass ich mich von meinen Söhnen trennte. Ich habe drei Söhne. Der Älteste und der Mittlere spielten in jedem zweiten Jahr in einer Mannschaft. Ich war immer der Trainer des Mittleren, in jedem zweiten Jahr auch der des Älteren. Sie sind beide gute Kicker, genauso wie der Kleine.
Jedenfalls war ich so versessen auf Fußball, auf Gewinnen, auf Tabellenstand, dem Ansehen im Verein, vor den Eltern und vor mir selber, ...das ich leider vergessen habe, das das Leben auch noch was anderes bietet. Ich habe -auch wenn die Jungs mich heute sehr gern wieder zurück haben würden- ihnen mit der nötigen Gelassenheit zu begegnen. Ich hätte einfach mal nach den sehr wenigen verlorenen Spielen auf dem Teppich bleiben sollen. Dazu war ich damals nicht in der Lage. Die Spiele wurden im Auto auf der Rückfahrt, beim Kaffeetrinken danach und am anderen Morgen beim Frühstück, beim nächsten Training besprochen.
Das gab jede Menge Reibungspunkte. Irgendwann hat mir meine Frau den Kopf gewaschen. Danach fing ich an zu denken und hätte mir wohl die Fre... hauen können. Soviel Dämlichkeit auf einen Haufen...habe am Rand gestanden, dirigiert, teilweise laut geworden, war meist sehr hart aber auch herzlich...na wenigstens etwas.
Irgendwann sagte ich mir, dass hier jemand gehen muß, ...das war zum Ende des ersten Jahres D Jugend. Ich wollte nicht mehr.....obwohl ich bereits hier durch das Forum ...durch Leute wie Uwe, Chris und Dirk, BigBopper und einige andere mächtig durch die Mangel gegangen bin. Übrigens ähnlich wie du bei mir
.Jedenfalls war es da zu spät. Die Jungs kamen in die Pupertät. Da ich neben diesen Verhaltensweisen aber auch ein sehr lustiger Vogel sein kann, war ihnen alles peinlich, jeder Witz, jedes Grinsen, einfach jede Aktion....ich ging.
Um nicht ganz raus zu kommen, habe ich im Jugendvorstand ein halbes Jahr geschnuppert. Dadurch kam ich auch zu dem neu eingerichteten Posten des Koordinator im Bereich D und C. Das hat mir mächtig Spass gemacht, weil ich dachte, ich könnte was bewegen....Dinge die ich hier benannte, wollte ich umsetzen. Dabei rieb ich mich auf. Ich habe keinen langen Atem. Ideen ja....nur nicht die Geduld...die fehlt mir. Ich bemerkte, dass ich als zahnloser Löwe umherrannte. Die Kompetenzen und die Aufgabenbeschreibung für den Posten fehlten gänzlich. Ich wurde damals nichtmal vorgestellt, was schon geholfen hat. Ideen wie Trainerfußball mit Futsalball, Infoabende scheiterten und einen rauchenden Trainer am Spielfeldrand einer E, der während des Spiels rauchte ...dem durfte ich nicht den Marsch blasen, ..wofür ich echt gut gewesen wäre. Der schickte seine Spieler nichtmal zu den Sichtungsterminen und machte denen sogar Druck...."Wenn ihr da hin geht, dann...."
Dann hörte ich ganz auf. Deshalb hast du mich auch hier so auf der Pelle....nicht böse gemeint

Im Frühjahr sollte ich die C 1 übernehmen, ...als Co. Mir ist arbeitszeitlich nicht mehr möglich....Schichtdienst, Früh.-Spät.-Nacht und das auch am Wochenende (Spieltage). Der Haupttrainer ging zur B wo schon ein Co war, ...ein gutes Team dort, da fehle ich nicht. Der nachrückende C Trainer hatte einen C und da war ich raus.
Blieb die E 1. Dort war ein Trainer der schrie so laut und dirigierte schlimm. Ich hielt mich zurück und meine Frau und auch andere Mütter sagten ihm, dass er ruhiger sein soll. Dann war ich SChiedsrichter und er tickte am Rand aus, ...und dann ich, nach dem Spiel. Ich sollte sein Co werden. Damit war auch das Kapitel beendet. Heute ist er übrigens so still wie sich das gehört. Dann war meine Aktion wohl doch nicht umsonst. Fakt ist, dass ich raus bin. Fakt ist, dass ich solange meine Kinder Kinder sind, ich keine "fremde" Mannschaft mache. Ich werde irgendwann wieder einsteigen, ....im Augenblick bemerke ich an mir eine Ermüdung...es muß bald wieder losgehen, sonst ....tja...ich bin echt müde, sehr müde sogar...weil mir der Scheiss echt fehlt, ..wie manches andere auch.

Gruß Andre
P.S. Die Goldene Ananas ist von mir, da erzähle ich meine Geschicht....etwas übertrieben....aber...schaus dir an.
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Weil ich mich ungeeignet für den Trainerjob halte, bin ich über Jahre standhaft geblieben. Auch heute lehne ich mit größter Überzeugung jeden Job als Mannschaftstrainer ab. Erst, als es in den Leistungsfussball ging und eigentlich nur als vorübergehende Lösung gedacht, bin ich eingestiegen. Da hatte ich schon jahrelangTorleute trainieret hatte, hatte aus reinem privaten Interesse sämtliche Fortbildungen zum Torwarttraining mitgemacht und schon eine größere Anzahl an Keepern helfen dürfen, einen Einstieg in den Leistungsbereich zu finden. Meine Aufgaben sind heute vielfältiger geworden. Eigentlich habe ich, genauso wie wohl Chris, in diesem Forum nichts zu suchen. Outen kann ich mich nicht, dafür gibt es zu wenig, die das Gleiche machen. Dennoch möchte ich gerade den Einsteigern, manchmal auch den Verzweifelten einen guten Rat geben, der vieleicht sogar hin und wieder helfen kann. Fussball, aber insbesondere das Torwarttraining betreibe ich nach wie vor mit sehr großer Leidenschaft. Das hängt nicht so sehr vom Erfolg ab, obwohl auch dieser hin und wieder eine Bestätigung für die geleistete Arbeit sein mag. Für mich sind die Menschen das wichtigste. Sie bereichern mein Leben. Wäre ich nicht vom Guten im Menschen überzeugt, ich würde mich augenblicklich zurück ziehen!
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So, nun hat es mich auch erwischt, ich habe bei meiner Mannschaft (Platz 1 in der Qualifikation zur Kreisliga und im Pokal im Halbfinale) die Brocken hingeschmissen.
Grund: 3 mann-Trainergespann, einer für das Torwarttraning verantwortlich und die Organisation von Turnieren usw, der zweite ein Spieler, der in seinen besten Zeiten in der Bezirksliga spielte und deshalb eigentlich alles besser weiss als ich. (Naja, Trainerschein C-Breitenfussball, den ich im Gegensatz zu ihm habe sowie das Lesen hier und beim DFB wiegt ja das spielen in der Bezirksliga nicht auf).
Ich habe immer versucht, altersgerecht zu trainieren (also, wie ich mir jedesmal anhören durfte), so doofe Sachen Sachen wie aufwärmen mit Ball, kein Konditionstraining, im Spiel spielen alle ungefähr gleichviel usw. Seine Meinung war, dass ein Training nur gut war, wenn alle Kinder völlig ausgepowert sind.
Durch mein schlechtes Training sind 7 von 10 Kinder in der Kreisauswahl, aber das liegt dann wohl am Talent der Spieler, nicht am Trainer.
Was für mich den Ausschlag gab alles hinzuwerfen ist: Ein Spieler läuft seiner Meinung nach nicht "in der Spur" (ist ja auch schon 11 Jahre alt und spielt seit 4 Monaten bei uns), deshalb sollten wir ihn vom Training aussperren!
Das geht für mich gar nicht! Dazu kommt, dass sich einige Eltern über ihn bei mir beschwert haben, ich dies ansprach und: überrascherweise keine Reaktion von ihm. Leider trauen sich die Eltern nicht, ihm das zu sagen, weil sie Angst haben, dass ihre Kinder darunter leiden müssen. Die Kinder erzählen mir zwar auch ihre Probleme, trauen sich aber leider ebenfalls nicht es ihm zu sagen.
Gespräch mit dem Vorstand: "Wir mischen uns da nicht ein!"
Danke dafür!!!
Nunja, entweder mache ich nun gar nichts mehr im Kinderfussball oder fange in einem anderen verein in einer bambini-Truppe neu an.
danke für Lesen, ich musste mal meinen Frust ablassen, weil mir "meine" Spieler leid tun, weil ich weiss, was sie nun erwartet, wie z.B. das von Andre oft genannte Joystick-Verhalten.
@Admin: Warum gibt es kein "Kotzsmilie"? -
Warum bist du derjenige, der nun aufhört und warum nicht der "Profi"?? So wie es klingt, dürfest du doch die Eltern auf deiner Seite haben.
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Du, Zamorra? Hätte ich nicht gedacht.
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Wie man ja weiss: Der klügere gibt nach, deshalb herrschen die Idioten:(
@Jose: Eltern sehen leider manchmal auch nur den erfolg. In Gesprächen habe ich mitbekommen, dass es 5 zu 5 steht, wer weitermachen soll, da manche Eltern den Erfolg vor die Ausbildung stellen.Germancoach: ich auch nicht, aber irgendwann fehlt die Kraft gegen Windmühlen zu kämpfen. Ich war leider zu schwach, um das Ruder rumzureissen. Dafür verachte ich mich in Teilen selber, aber man muss auch erkennen, wenn man einen "Krieg", schlimmer Ausdruck in einer E-Jugend, nicht gewinnen kann.
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Ich finde, dass UWE diesen Thread verschieben sollte. Er passt sehr gut zu dem unter Forenumfragen platzierten Thread, warum man Trainer geworden ist.
@ Zamorra ...... hast du irgendeine leise Ahnung wie sehr hier bei uns Trainer gsucht werden?
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Germancoach: Trainer werden hier auch gesucht, nächstes Jahr muss meine nun ehemalige Mannschaft mit einer anderen fusionieren. Dieser Verein hat ein Ausbildungskonzept von der BGambini bis zur A-Jugend und will nur Trainer mit Lizenz. Eigentlich war alles abgesprochen, bin mal gespannt, wie der andere Verein nun reagiert.
Für meine nun ehemalige Mannschaft war der Trainerposten vakant, aber da ich nun hingeschmissen habe, wird mein Co-trainer in seiner Selbstverherrlicherart übernehmen, wobei ich gerade heute duch meinen Sohn hörte, dass 4 Spieler aufhören wollen. Schade, dann sind sie weg vom Fussball und unter den vier Spielern sind 3 Kreisauswahlspieler!!!!
Wo ist das Kotz-smiley?:) -
Du, als lizenzierter Trainer, lässt dich von deinem Co(!)-Trainer, der scheinbar keinen Plan hat, aus der Mannschaft mobben?
Also das find ich in der Tat etwas schwach. Und jetzt hören scheinbar auch noch Jungs, die wohl Spaß am Fußball hatten, deswegen auf?
Der Kampf gegen Windmühlen ist tatsächlich ermüdend, aber dann werf ich doch nicht WÄHREND der Saison hin.
Selbst wenn du es nicht für dich machst....dann mach es für deine Jungs, die gerade wohl keinen Spaß am Spiel mehr haben.Sogar die Eltern sind auf deiner Seite - zumindest ein Teil, aber die anderen werden schnell folgen, wenn ich Kinder jammernd heimkommen. Dass sich der Vorstand in den Konflikt zweier Trainer nicht einmischt, kann ich verstehen und ist auch nicht weiter verwunderlich.
Du weißt, dass du im Recht bist. Du weißt, dass der andere Typ deinen Kids statt Spaß lieber Konditionstraining bis zur Erschöpfung vorsetzen wird. Du weißt, dass du Rückhalt von Eltern hast ...und dann schreibst du, dass dir deine Kids leid tun? Der Einzige, der sie davor "beschützen" kann/konnte, warst du.Ich kann da nur für mich sprechen, aber ich würde meine Truppe während der Saison niemals hängenlassen - schon gar nicht in dem Wissen, dass ich sie in die Obhut irgendeines Idioten gebe, der in der Jugend ein Aktiventraining von vor 15 Jahren aufzieht.
Deine Mannschaft tut mir leid.
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Zamorra: Manchmal gibt es trotzdem Ansätze zusammenzuarbeiten: Trainingsausschluss wegen mangelnder fußballerischer Entwicklung geht gar nicht, da gebe ich Dir Recht: Finde aber Wege, wie Du das verhindern kannst: Mit Deiner Aufgabe fliegt der Junge ja nun tatsächlich aus der Mannschaft.
Und sieh es mal so: Der andere Trainer hat auch nicht grundsätzlich mit allem Unrecht: Die Jungs dürfen und sollen nach dem Training ausgepowert sein. Das sollte sicher nicht mit Rundenlaufen etc. erreicht werden: Eine für Dich zielführende Strategie wäre: Denk Dir Trainingseinheiten aus, die beides kombinieren: Dein Training nur mit Ball (bzw. ohne Ball sind Koordinationsparcours auch sinnvoll) und die Jungs sind danach tatsächlich fix und alle: So könnt Ihr beide "das Gesicht wahren".
Ich habe mich gerade in den letzten 4 -5 Monaten sehr viel über meine beiden Trainerkollegen (wir haben 26 Spieler) geärgert, die keinen Schein haben und manches anders sehen als ich - und einiges auch schlichtweg nicht wissen. Aber ich habe drei Dinge daraus "gelernt":
1. Auch durch den Schein habe ich nicht die Weisheit mit Schaumlöffeln gefressen. Und in manchen Situationen habe ich Diskussionen auch einfach schlecht aufgezogen/angefangen. Ich muss also meine Konfliktstrategien weiter entwickeln. Vielleicht entwickele ich mich sogar als Mensch/Trainer/Kommunikator weiter - huch!
2. Auch Trainer ohne Schein sehen im Training und auf dem Spielfeld Dinge, die ich nicht sehe/mitkriege. Diesen Input möchte ich nicht missen, selbst wenn ich in der Bewertung dieser Dinge anderer Meinung bin.
3. Beide anderen Trainer werden von der Mannschaft akzeptiert. Solange es menschlich eigentlich stimmt und auch die grundlegenden Philosophien ähnlich sind, kann ich den Jungs auch eine Menge vermitteln.
4. Dass beide Trainer sehr aktiv am Spielfeldrand mitfiebern - und schon direkt nach dem ersten Fehlpass der erste Zwischenruf folgt: Erstmal (!) geschenkt: Bis vor einem Jahr habe ich genauso agiert, da wäre ich als Klugscheißer nicht wirklich glaubwürdig. Und meine wenigen, nach meiner Überzeugung positiv aufmunternd gemeinten Rufe ins Spiel kommen manchmal doch falsch an. Meine neue ruhigere Art am Spielfeldrand ist Spielern und sogar dem einen Trainer schon aufgefallen ich glaube so erreiche ich auch mehr. Durch Reden kann ich Leute, die seit 45 Jahren Fußball spielen, trainieren und bewerten, sicher nicht mehr ändern - eher durch Handeln und Vormachen.
Oh, das waren sogar 4 Dinge, aber umso besser.
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Ich werde meine Mannschaft (C-Jugend) ebenfalls im Sommer abgeben. Ich habe aber einen geeigneten Nachfolger gefunden, der seinen Schwerpunkt auf die technische und taktische Ausbildung der Spieler legen wird. Insofern mache ich mir da wenig Sorgen.
Es kostet einfach viel Zeit, Durchhaltevermögen und auch Überzeugung eine Mannschaft über Jahre hinweg hauptverantwortlich zu trainieren. Irgendwann ist dann der Akku mal leer und muss wieder aufgeladen werden ...
Durchhaltevermögen und Überzeugung braucht man. Ich habe leider immer iwieder die Erfahrung gemacht, dass im Verein und im Umfeld viele Leute mit veralteteten Ansichten zu finden sind. Was man nicht kennt, taugt nichts! Und wer hoch gespielt hat, hat Alles gesehn und weiß Alles!
Ich erinner mich gern zurück, als ich der Erste war, der mal einen Futsalball mit zum Training gebracht hat. Da hoben ehemalige Trainer und Seniorenspieler das Ding hoch, ließen es fallen und meinten: "Der ist platt!" oder "Der tickt ja gar nicht." oder "Das ist ein toter Ball."
Ich erinner mich auch gerne daran, als ich als erster (und bis heute einziger) Trainer des Vereins mit Viererkette spielen ließ. Kommentare: "Das versteht ein Kreisligaspieler nicht." "Bei den Schiris kann man nicht auf Abseits spielen." "Da haben wir nicht die Spieler für. Da braucht man schnelle Spieler für."
Auch schön folgende Statements: "Training muss nicht immer Spaß machen." "Kondition bekommt man nur übers Laufen!" "Am meisten lernt man im Spiel!" "Im Spiel muss mal richtig in die Zweikämpfe gegangen werden, da muss auch mal einer liegen. Wir bekommen viel zu wenig gelbe Karten!" "Aus dem wird nie was!"
Die Leute, von denen diese Statements sind, haben teilweise höherklassig gespielt. Damals! Und halten ihre Meinung für die einzig Wahre! Davon gibt es leider viel zu viele.
Schön dagegen, wenn man Woche für Woche das Gegenteil beweist.
Bei der Zusammenarbeit im Trainerteam sollten jeder offen für die Meinung des anderen sein. Denn nur so funktioniert es. Dazu muss man auch mal bereit sein, von den eigenen Grundsätzen abzuweichen. Sieht man dort absolut keinen Weg, dann seh ich eine Trennung durchaus sinnvoll, egal zu welchem Zeitpunkt.
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Mal ein kurzes Update:
Nachdem ich meine Entscheidung mitgeteilt hatte, gab es eine "Krisensitzung". In dieser Sitzung habe ich dann zum wiederholten Mal angesprochen, was mir nicht passt.
Daraus ergab sich ein knapp zweistündiges Gespräch.
Ergebnis: Ich mache vorerst weiter, die Spieler der Mannschaft erhalten, soweit es möglich ist, weil ganz passt es ja nie, gleiche Spielzeiten, dass von aussen reingebrülle wird reduziert (möglichst auf Null).
Jeder Spieler, egal ob gut oder noch nicht ganz so gut wird gefördert und das Ergebnis ist nicht mehr entscheidend für Auswechselungen.Bin mal gespannt, ob das so klappt. Habe da leichte Zweifel, aber da sich der eine Co-Trainer extra früher von der Arbeit freigenommen hat, denke ich mal, das zumindest der Wille da ist. Hoffe mal, dass das Fleisch nicht zu schwach ist:)
Ich werde weiter berichten.Ansonsten habe ich mittlerweile ein Angebot von einem anderen Verein, bei dem ich dann, nach erfolgter Fusion, die Mannschaft meines Sohnes trainieren könnte. Der legt natürlich viel Wert darauf, dass Papa seine Spiele anschaut, was mir als Trainer der anderen mannschaft teilweise nur eingeschränkt möglich ist, aber das ist ein anderes Problem.
Danke an alle hier im Forum, die mir mit Mut zusprechen und Argumenten geholfen haben.
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So, hier nun das Update:
Zuerst lief es wirklich gut, was aber daran lag, wie ich im nachhinein feststellen durfte, dass wir alle Spiele gewannen.
Dann kam der "Tag der Schande":)
Die Mannschaft verlor als Tabellenführer gegen den dritten, völlig verdient, mit 1:5. Kann ja mal passieren, dass alle zusammen einen supoptimalen Tag erwischen.
Abends bekam ich dann einen Anruf von einem Co-Trainer, der beim Spiel selbst nicht zugegen war. Er hätte gehört, dass ich falsch gewechselt hätte, nachdem wir auf 1 - 2 verkürzt hätten. Da hatte ich schon keine Lust mehr, weiter zu sprechen. Ich sagte ihm dann, dass dies nicht stimme, da ich den bestimmten Spieler in der zweiten Halbzeit erst beim Stand von 1-4 eingewechselt hätte. Dafür hatte ich ihn aber beim Stand von 0 - 1 eingewechselt. Wie dem auch sei, der Spieler hatte jedenfalls keine "Schuld" an der Niederlage. Leider sagte mir mein Co aber, dass er es anders gehört hätte, unterstellte mir damit, dass ich die Unwahrheit sage. Außerdem teilte er mir mit, dass er sich nun (man beachte: Solange wir gewonnen hatten, wollte er dies nicht), mehr in die Mannschaftsaufstellung einbringen wolle.
Es ergab sich nun, dass ich bei zwei Spielen nicht vor Ort sein konnte. Beide Spiele wurden 2 - 1 gewonnen.
Nun erreichte mich heute eine E-Mail eines Spielervaters, indem er mir mitteilte, dass sein Sohn nun aufhört, da er die letzten beiden Spiele nicht eingesetzt wurde (hätte wohl den ersten Platz gekostet). Unsere Absprache war eine andere und nun sehe ich keinen Sinn mehr darin, hier weiterzumachen.Naja, Konsequenz meinerseits: Saison noch mit Anstand zu Ende bringen, dann übernehme ich eine D-2, in der auch mein Sohn spielen wird und ansonsten recht viele begeisterte, aber leider noch nicht so gut ausgebildete Spieler sind, so dass wir wohl erstmal die Hucke vollbekommen.
Aber: Ich freue mich darauf: Keine Leistungsbesessenen Co-Trainer, Eltern, die sich auch bei einem erzielten Tor freuen, egal wie das Spiel endet.
Mein Ziel: Kinder verbessern und in der Rückrunde immer niedriger verlieren als in der Hinrunde:)Wie gesagt, nur ein Update.
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Weitermachen, heißt die Devise!
Ich wünsche dir dabei viel Erfolg! -
Ich glaube Du bist doch zu recht der "Haupttrainer", weshalb lässt Du dich also auf das Niveau von Ihm hinab?
Ich meine, klar müssen Absprachen herrschen und man sollte sich verstehen, aber sobald ich merke, dass ich
Recht habe oder mehr Hintergrund wissen habe, diskutiere ich nur bis zu einem gewissen Punkt und dann ist schluss.In der E-Jugend soll jeder auf jeder Position spielen und auch regelmäßig. Egal ob minder trainiert oder besser trainiert.
So wie ich deinen Beitrag verstehe ist er nicht belehrbar und zählt nur tabellarische Erfolge. Gerade wenn Eltern oder
auch schon nur ein Kind das Feld räumt, weil er nicht eingesetzt wurde, würde ich mich ernsthaft mit dem Herren zusammensetzen.Aber ich glaube das brauche ich Dir alles nicht zu erzählen, zumal der Kram hier im Forum ja schon zu genüge Erläutert wurde.
Ich wünsche Dir viel Spaß und Erfolg an der Ausbildung der D-Jugendlichen.
Das packst Du schon! -
....weil die Ziele des Kifu sich nicht mit den Zielen der Eltern und einiger Vereinsverantwortlicher vereinbaren lassen....war die These....deshalb seien einige Müde.
Ja sehe ich heute auch so. Es steht und fällt mit der Person und den Personen, die sie umgeben.
Was ich auch erkennen kann ist, dass viele sogar das richtige denken, sich aber nicht als Gemeinschaft Gleichdenkender zusammenfinden, um den Putsch zu wagen. Es ist so wie eine Horde Schafe ohne Bock. Die Gemeinschaft wäre sehr stark, aber man findet sich nicht....noch nicht! Die die da "oben" sitzen, haben meist alles erdenkliche getan, um ihre Position zu festigen, dabei wird oftmals mit Ellenbogen gekloppt, was als zarte Streichelbewegung an die verkauft wird, die nicht dabei waren.....da wird auch gelogen und da werden Dinge so gedreht, dass es für sie passt und das oftmals auf Kosten des Gegenübers und das alles meist aus sicherer Entfernung.
Ja und das frustet, besonders wenn man sieht, dass so viele gute Leute sich so auf der Nase herumtanzen lassen und zuschauen. Ich verstehe es sogar, aber gut finde ich es nicht und ich hoffe dass einige das auch lesen und erkennen und Mut fassen, denn sie könnten die nächsten sein, mit denen man so umgeht.
Ich jedenfalls habe eine neue Aufgabe und das wollte ich mal kurz erklären....ich werde kommende Saison in einem leistungsdenkenden Verein Co Trainer einer D 1.
Meinen kleinsten Sohn habe ich bereits abgemeldet, der geht mit. Andere Trainer haben entschieden, dass er -aus der E 1 kommend- D 1 tauglich ist....denn ich gehe dahin, wo mein Sohn hingehört und nicht umgekehrt und das nach Meinung anderer Wissender (Botschaft an einige!).
Wieviele andere da noch folgen...weiss ich nicht, aber ich glaube es rumort im Gebälg und dafür gibt es Verantwortliche. Gruß

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Meinen kleinsten Sohn habe ich bereits abgemeldet, der geht mit.
Huh, habe ich das richtig verstanden?
Dein Sohn verlässt den Verein. Wollte er das oder wolltest Du das?
Und handelt es sich bei dem neuen Verein um den, bei dem Du schon mal aktiv warst?
