Stützpunkt !?

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  • Es ist mir klar geworden, dass in den Auswahlen zum grossen Teil, Spieler spielen die einfach das Zeug für die Spitze nicht haben. Es sind weniger Spieler, die fähig sind, den Sprung zu machen.


    Das ist auch meine Kritik an dem in Bayern aktuell geltenden Modell. Die Talente wechseln bereits nach der U11 in das Nachwuchsleistungszentrum (Idee: Zwischengeschaltet zw. Stützpunkt und Eliteschulen beim Profiverein) und nur wenige schaffen den Absprung in die nächste Stufe. Der Rest hat den Heimatverein verlassen - mit ihm oft engagierte Eltern, die nun als Betreuer fehlen - und sind nichts als Nachwuchs für die erste Mannschaft des NLZ. Mit viel Glück kommt der eine oder andere irgendwann wieder als Spielertrainer zurück.


    Ich denke man will halt so früh wie möglich anfangen um ja keinen zu "übersehen" und möglichst vielen frühstmöglich die optimale Förderung angedeihen zu lassen. Weil die in dem Alter noch nicht ohne Mama und Papa auskommen, schaltet man so wohnortnahe Zentren wie möglich dazwischen. Später, wenn sie dann alleine zurecht kommen, Steckt man sie in den Proficlub. Leider sind dafür nur ein paar wenige geeignet.


  • Was genau bedeutet das?



    Ich habe jetzt nicht mehr genau den Thread (namentlich) in Erinnerung, den Du hier mal eingestellt hast, aber (aus der Erinnerung heraus) ging es da um Trainer- /CoTrainerverhalten und -einstellung. Und bei diesem Thread ist mir aufgefallen, dass Du sehr oft Deinen "Sohnemann" erwähnst und seine ( überdurchschnittlichen ;) ) Leistungen während des Spiels/Trainings beschreibst. Ist auch bis hierhin völlig okay. Im Zusammenhang mit der "Stützpunktfrage" (im Fall von Jg. 2001 Kreisauswahl) möchte ich Dir jedoch dringend raten, hier im Forum mal zu diesem Thema und Talentförderung im Allgemeinen zu lesen. Hierüber gibt es eine Menge Nachdenkenswertes und auch "Schattenseiten" zu lesen. Es bedeutet nämlich u.a.:


    - jedes Kind :!: :!: muss sich einem Auswahlverfahren stellen und das nicht nur ein Mal, sondern ständig (=Leistungsdruck)


    - im "Erfolgsfall", d.h. das Kind wurde ausgewählt, nimmt es an Turnieren und Spielen statt, bei denen es ausschließlich um Leistung und Erfolg geht (=Leistungsdruck)


    Das Prinzip der Förderung ist darauf aufgebaut. Dies muss man wissen. Die eigentliche Förderung beginnt ja auch erst ab D-Jugend.


    Und, ganz wichtig, es kann u.a. auch bedeuten:


    - das Kind wird nicht ausgewählt :!: Punkt. Und nu ?(


    Es kann bedeuten:


    - Dein Junge fällt in ein "psychisches Loch". Je nach Entwicklung und Umfeld kann das sehr lange anhalten. Er denkt."Ich bin zu schlecht." Dies kann auch außerhalb des Fußballs negative Folgen haben. Und wenn Du denkst, ich übertreibe dann lies Dir entsprechende Themen im Forum durch.


    - Das Schlimmste: Er verliert dauerhaft die Lust am Fußball spielen.


    Das muss nicht, wenn


    - er die richtige Einstellung zu einem Auswahl-/ Sichtungstraining hat und


    - er diese von seiner Trainerin/ seinem Trainer vermittelt bekommt und


    - seine Eltern/sein Umfeld die richtige Einstellung hierzu haben und ihm diese vermitteln :!:


    Es kann aber trotz günstigster Umstände zu den o.a. Folgen kommen. Auch dies muss man bedenken, bevor man an einer Sichtung teilnimmt.




    Ich war vor kurzem bei einem Auswahltraining für die Kreisauswahl mit drei "meiner" Jungs. Hat ihnen riesig Spaß gemacht und ihr Fazit war: War super mal mit anderen Jungs zusammen zu spielen. Nicht ein einziges Mal die Frage, ob sie "ausgewählt" wurden. Mal abgesehen davon, dass wir Sonntag ohnehin noch mal hin müssen, da sie alle Kinder zwei Mal sehen wollen. Wäre also ein schöner Tag gewesen, wenn nicht ein paar "Experten" unter den Zuschauern gewesen wären. Was da abging :thumbdown: Geht gar nicht. Andere Kinder wurden schlecht geredet ("Kann ja nicht mal ein Ball anstoppen " usw.), Ausreden für die eigenen gesucht ("Ist sonst besser. Hatte gestern Grippe"usw.), Ball zu schwer, Rasen zu lang und und und. Und nach dem Training wie die Fliegen um die Trainer. Wohlgemerkt im Beisein der Kinder :!: Armselig. Anders kann ich es nicht bezeichnen. Dies ist definitiv die falsche Einstellung bzw. äußert sich dadurch.




    Ich weiß, das Deine Frage ( Was bedeutet das?) auf etwas anderes abzielte. Aber es gibt eben immer zwei Seiten einer Medaille. Und wenn Du dies auch mal für Deinen Sohnemann erwägst, sollte man auch um die negativen Seiten wissen.

  • Hallo


    Vorweg, meine Frage zum Stützpunkt hatte nichts mit Sohnemann zu tun, hab das nur am Montag aufgegriffen und wollte mal hören, was es genau bedeutet und mit was es verbunden ist.


    Vielen dank für deine Ausführliche Erklärung!


    Falls es für Sohnemann in Frage kommen würde und vorausgesetzt der Trainer sieht ihn dafür vor, denke ich nicht, das es so drastisch ausfällt wie du beschreibst, du gehst in deinem Beispiel ja vom schlimmsten aus.
    Ich glaube nicht, das in meinem Fall Sohnemann so drastisch abfällt und er sich durch eine Ablehnung hängen lässt und keine Lust mehr hat ... aber es kann natürlich wie du beschreibst passieren.
    Der Junge will einfach Fußball spielen und würde durch eine Ablehnung nicht so drastisch abfallen.



    Aber mal ehrlich welcher Elternteil sagt denn wenn Sohnemann Talent hat und der Trainer ihn zur Sichtung meldet, das er nicht möchte das Sohnemann zusätzlich zum Training gefördert wird.
    Es geht ja erstmal nur um eine Zusätzliche Förderung zum Vereinstraining, da wird einem ja nicht im Vorhinein schon eine große Bundesligakarriere versprochen.


    PS: Geht das da wirklich so heftig zu, das die Eltern wie die Fliegen um den Trainer schwirren und die Kinder in den Stützpunkt quatschen wollen?
    Also mein Ding wäre das nicht, entweder er hat das Talent oder halt nicht.
    Ich hoffe das die Stützpunkttrainer die Spieler objektiv beurteilen und es nicht darum geht welche Eltern ihren Sohn am besten verkaufen!?
    Traurig sowas ...


    gruß

  • Wäre also ein schöner Tag gewesen, wenn nicht ein paar "Experten" unter den Zuschauern gewesen wären. Was da abging :thumbdown: Geht gar nicht. Andere Kinder wurden schlecht geredet ("Kann ja nicht mal ein Ball anstoppen " usw.), Ausreden für die eigenen gesucht ("Ist sonst besser. Hatte gestern Grippe"usw.), Ball zu schwer, Rasen zu lang und und und. Und nach dem Training wie die Fliegen um die Trainer. Wohlgemerkt im Beisein der Kinder :!: Armselig. Anders kann ich es nicht bezeichnen. Dies ist definitiv die falsche Einstellung bzw. äußert sich dadurch.


    Wieso kommt mir das nur dermaßen bekannt vor! Volle Zustimmung! Oftmals sind die Eltern doch nur heiß auf den Stützpunkt, viele Jungs können sich da gar nix drunter vorstellen, was da auf sie zukommt bzw. wie es weitergeht. Aber die Eltern sehen den Kleinen schon im Nationaltrikot und da werden die Ellenbogen ausgefahren, dass es nur so knallt.

  • die Geld haben! Wenn Papa einen neuen Satz Tricots spendiert, darf Sohnemann auch im ersten Team mitspielen und sich eine Position aussuchen. Voll peinlich sind auch die Gutbetuchten", die ihren talentreichen Sohn gegen Entgeld zum privaten Torwarttraining anmelden wollen. Denn getreu dem Motto: "viel hilft viel" muss mal was Besonderes aus dem Sprössling werden.Solche Eltern hält es dann auch nicht auf der Zuschauerbank, nein sie spielen Hilfstrainer hinter dem Tor!

  • Exakt. Die andere Seite der Medaille ist: Es gibt leider viel zu viele von uns, die solchen Eltern in den Arsch kriechen - um es mal drastisch zu formulieren. Beispiel: Der Gutbetuchte würde den nicht Sohnemann zum privaten TW Training anmelden, wenn es nicht grundsätzlich - hier oder anderswo - die Möglichkeit gäbe ...

  • Ja, ja....die lieben Eltern. Und dann wissen sie meistens alles besser als die Trainer. Da fragt man sich, warum sie ihre Kinder nicht einfach selbst im Garten trainieren :rolleyes: .


    Aber da ist es wohl wie mit den millionen Bundestrainern vor den Bildschirmen...


    Spaß bei Seite; ich hatte es bisher Gott sei Dank erst mit einem dieser Fälle zu tun. Aber das wird sich sicher noch ändern.

    Wenn sie begriffen haben, daß zum Fußball auch Arbeit gehört, ist es zu spät. Dann werden sie Trainer. (Luis Aragonés)

  • @ TW-Trainer und Paul


    Ich kann grundsätzlich in privaten Trainingsstunden, ob in einer Fußballschule oder bei privaten Trainern nichts verwerfliches finden. Der eine verqualmt oder versäuft sein Geld lieber, der andere fährt halt mehrmals in den Urlaub und wieder ein anderer gibt sein Geld für seine Kinder aus.


    Ich finde, dass die Ausbildung im privaten Bereich (z.B. Fußballschule) auch ihre Vorteile hat. Unter anderem findet dort kein Punktspielbetrieb statt, so dass niemand unter Erfolgsdruck steht. Für gutes Geld stehen kompetente Trainer zur Verfügung. Die Trainingsguppen sind nicht zu groß. - Wie sieht es umgekehrt in vielen Vereinen aus?


    Natürlich darf eine "Privatspende" absolut keinen Einfluß auf die Spielzeit oder Mannschaftszugehörigkeit eines Kindes in einem Verein haben. - Ich denke, so habt Ihr es auch gemeint.


    Gruß Karl

  • Zumindest ich haben den Ball der "Privatstunden" als Beispiel einfach aufgenommen - ohne Bewertung.


    Was ich damit sagen möchte: Je konsequenter und geradliniger man als Trainer ist umso weniger Probleme hat man im Allgemeinen und viele der Probleme sind von der Zunft selbst eingeschenkt.


    Das hat auch nix mit streng sportlicher Qualifikation/sportlichen Aspekten (z.B. Privatstunden) o.ä. zu tun, dass ist eine Führungsfrage/-qualifikation/-aufgabe.

  • mCPs


    Ich hatte nicht vor, Dir mit meinem Post das Interesse daran zu vermiesen. Ganz im Gegenteil. Und nein, es ist nichts daran auszusetzen, dass man sich für seinen Sohn Förderung wünscht bzw. es ihm gönnt. Denke jeder der was anderes behauptet lügt sich was vor. Ist mir nur bei diesem Thema besonders wichtig, dass man vorher beide Seiten kennt und bedenkt. Ich behaupte, dass dies nicht alle Elternteile machen. Meine beschriebenen Erfahrungen beim für mich ersten Auswahltraining als Außenstehender bestätigen mich da.Aber wenn Du Deine beschriebene innere Einstellung dazu behälst und Du (wenn es mal soweit sein sollte) genauso an die Sache ran gehst und dementsprechend beurteilst, dann bist Du genau auf dem richtigen Weg :thumbup:




    PS: Geht das da wirklich so heftig zu, das die Eltern wie die Fliegen um den Trainer schwirren und die Kinder in den Stützpunkt quatschen wollen?
    Also mein Ding wäre das nicht, entweder er hat das Talent oder halt nicht.
    Ich hoffe das die Stützpunkttrainer die Spieler objektiv beurteilen und es nicht darum geht welche Eltern ihren Sohn am besten verkaufen!?
    Traurig sowas ...


    gruß




    Das waren zumindest meine Beobachtungen beim ersten Mal und ich habe nicht übertrieben. Und wenn Zw3rG nicht gerade zufällig bei dem selben Auswahltraining war wie ich, scheint dies kein Einzelfall gewesen zu sein. Danke übrigens Zw3rG, dass Du mir diese Illusion genommen hast :S ;)


    Ich muss als Vorgeschichte dazu sagen, dass ich nicht aus eigenem Antrieb die Jungs gemeldet habe. Ich war zunächst davon ausgegangen, dass eine Sichtung erst beim Sparkassen-Cup ( NFV-Verband) stattfindet. Und den habe ich erst nächstes Jahr mit meiner Truppe. Für den Stützpunkt ist dies ja auch so. Von einer Kreisauswahl war mir nichts bekannt. Bei einem Turnier hat mich dann ein Trainer einer uns bekannten Mannschaft darauf angesprochen und er hatte sich gewundert, dass ich keinen meiner Jungs gemeldet habe. Habe mich dann erst schlau gemacht und mich mit den betreffenden Eltern zusammen gesetzt. Als die ihr okay gegeben haben, habe ich die Jungs gefragt, ob sie Bock auf einen Sonntag mit einem Training bei einem anderen Trainer haben. Komisch. Die haben doch tatsächlich Jaaaaaaaaaaaaa gesagt ?( Undankbare Gören :D Habe mich ( in meiner grenzenlosen Naivität ) also auf zwei Stunden Training gefreut, wo ich mal nichts machen muss. Einfach nur zugucken und genießen. Und dann das. Habe mich so darüber geärgert, dass ich es echt schon bereut habe. Aber jetzt ziehe ich es durch und es ist ja nur noch diesen Sonntag. Dann werde ich mir allerdings meinen Campingstuhl und 'ne schöne Kanne Kaffee mitnehmen und es mir Abseits des "Mobs" bequem machen.




    Deine Frage hinsichtlich der Objektivität der Sichtungstrainer kann ich kaum und vor allem wenig fundiert beantworten. Kenne ja weder das Ergebnis dieses Auswahltrainings noch deren Kriterien für die Auswahl. Vielleicht decken sich in diesem Fall ja ihre Beobachtungen mit meinen. Dann sind sie natürlich die Größten und echte Fachleute :D


    Was mir an diesem System der Sichtung / Förderung nicht gefällt ( ...und ansonsten finde ich es sehr gut... Verbesserungswürdig in einigen Teilen, aber der Grundgedanke ist sehr gut) ist die meiner Auffassung nach getrübte Objektivität aufgrund der Vereinszugehörigkeit der Trainer ausserhalb des DFB ( Lobbyismus ) und der Dauer ihrer Tätigkeit als Sichtungstrainer (Klüngelbildung ). Aber das führt hier zu weit.


    Ich gestehe ihnen auch ein gewisses Maß an Subjektivität zu. Ist immer (mal mehr, mal weniger) bei Entscheidungen von Menschen dabei und normal. Und ich denke, dass man bei solchen Auswahl- /Sichtungstrainings als verantwortlicher Trainer auch eine "Linke-Ohr-rein, rechte-Ohr-raus" Taktik bzw, Mentalität entwickelt. Reiner Selbstschutz.

  • Also ich habe 8 Jahre als Stützpunkttrainer gearbeitet,



    und kann einiges bestätigen und anderes verneinen...



    Bei uns in Nordrheinwestfalen gehen nach den Sommerferien die 99er zum Stützpunkttraining.


    Das sind ca. 30 Kinder, die an dem "Talenttag" gesichtet wurden (ich bin mir nicht sicher ob es eine Begrenzung gab der Teilnehmer) und/oder


    im Winter bei der Hallenrunde schonmal "vorab" gesichtet wurden von einem Stützpunkttrainer (Meistens schauen die sich allerding "nur" die Endrunde an.



    Wichtig: Man kann immer und jederzeit den Stützpunktleiter oder den entsprechenden Trainer des Jahrganges anrufen oder mailen und SpielerVorschläge machen.


    Mit der Zeit wissen die Trainer auch, auf welchen Tipp sie näher eingehen sollten oder nicht.



    Wenn man von einem Talent überzeugt ist, dann soll der Weg zum Stützpunkttrainer gegangen werden. Wenn das Training begonnen hat, kann man nach ca. 4 Einheiten auch immer wieder neue Gesichter sehen beim Stützpunkt ; da dann ggfs. auch schon wieder welche aussortiert werden.



    Kommt aber immer auch auf den Jahrgang an.



    Da es bei uns auch ein paar "Auswahl"Vereine gibt, die gute Talente aus den "Dorfvereine" abwerben, kann es auch sein, dass z.B: von letzendlich 14 Stützpunktspieler 10 aus einem Verein kommen....



    Also: Wenn du 8 starke Spieler hast, bekommst du es auch hin, dass sie gesichtet werden !! Ggfs. kommt ein Stützpunkt Trainer nach Absprache zu einem Meisterschaftsspiel vorbei.

  • Also ich fahre mit ein, zwei Jungs immer mal zu so einem Event.Nur mal so, um zu kucken wie der derzeitige Leistungsstand unserer Truppe ist. Angebote hatten wir auch gleich bekommen,von grossen Vereinen. Meiner Meinung nach ist das nur ne billige Sichtungsveranstaltung von sogenannten "Spielerscouts". Einmal waren sie aufdringlich das ich bemerkte ( in natürlich deutlichem Ton) das erst mal die Ablösesumme geklärt werden muss.Da waren sie gleich geschockt.Es geht doch um die optimale Förderung der Kinder,so die Antwort.
    Ich lass doch meine Spieler (9- 10 J) nicht runterschlachten. Die kommen dann nach 2 Jahren wieder . Notendurchschnitt 4 vielleicht noch mit Baenderiss und dergleichen .
    Wenn sie 12 oder 14 sind dann können sie selber entscheiden was gut für sie ist.
    Und dann noch diese bekloppten Eltern, die denken das ihre Stifte Bundesliga tauglich sind und denken das sie mit ihrer Kohle alles erreichen, denen müsste man das Jugendamt auf den Hals jagen.


    Wir fahren abends wieder nach Hause gehen lecker essen und lästern meistens über die anderen.
    Ich denke ist ne super Erfahrung für die Kids. Deswegen faellt auch keiner ins Depressive Loch.
    Aber gelernt haben wir auf alle Fälle was da dabei
    mfg H :rolleyes:rri

  • es ist halt nicht überall gleich.


    bei uns wird sehr korrekt gesichtet, 2 Sichtungseinheiten, 4 Trainer, teilweise werden auch die Vereinstrainer miteinbezogen, geben unabhängig voneinander
    ihre Bewertung ab, dann wird entschieden.
    die Stützpunkttrainer schauen sich auch immer wieder Vereinsspiele an, und laden entsprechende Spieler ein.


    zu den Eltern freundlicher informativer Umgang, aber mit einer gewissen Distanz.den Eltern wird gar keine Einflussmöglichkeit gegeben,
    das Rumschwirren diverser Eltern um die Trainer ist immer ganz schnell abgestellt.


    in der Regel kann jeder Verein 3 kinder melden, nach Rücksprache mit den Trainern können das aber auch mal 5 sein, wenn dies begründet ist.


    mit den Kindern, die es nicht schaffen bzw. später mal aussortiert werden, wird derart ausführlich gesprochen, dass ich von keinem Fall weiss, dass
    er wegen Nichtberücksichtigung in ein Loch gefallen wäre.


    die Stützpunkttrainer halten zu den Vereinstrainern einen guten Kontakt, legen viel Wert, dass sich ihre Stützpunktspieler auch im Verein vorbildlich verhalten.
    Bekommen sie Rückmeldung vom Vereinstrainer, knöpfen sie sich den Jungen vor. das kann bis zum aussortieren gehen.


    es wird nicht nur auf Talent, sondern auch auf das soziale Verhalten der Jungs geachtet.


    Stützpunkttrainer sind auch nur Menschen, und da gibt es halt wie überall solche und solche.


    wir haben hier halt Glück, dass wir die richtigen "Soche" haben.


    Günter

  • Günter


    Genau so stelle ich mir das vor und so ist ja auch der Grundgedanke. Ich vermute mal, dass dies bei uns genauso fair und normal abläuft, was die Sichtungs-/Auswahltrainer angeht. Nochmal: Mein Ärger bezieht sich auch einzig und allein auf die "Experten" am Rand. Ich glaube hier ist Aufklärungsarbeit angesagt!! Aber den einen Sonntag überstehe ich auch noch 8)

  • Steini: Danke für deine ehrliche Meinung und Sicht. Falls ich mal zu einem Stützpunkttraining in unsere Gegend komme, sei es mit oder ohne Sohnemann, dann halte ich hier Rückmeldung und werde mal von meinen Erfahrungen berichten. Für unseren Bezirk MSH müsste demnach Sangerhausen als Stützpunkt für uns zutreffen (obwohl ich was von Riestedt) gehört habe.


    Gibt es da viell. irgendwo eine Übersicht über die Stützpunkte und die dazugehörigen Termine?


    Ich hoffe nur für die Jungs bei uns hier unten, das wirklich alles Objektiv bewertet wird und nicht die Kinder deren Eltern das dickste Portemonnaie haben in den Stützpunkt rücken.


    gruß
    mCPs


  • Danke für den Link, dort sehe ich aber nur die Stützpunkte usw, keine Termine und dergleichen ...



    Stützpunkt wäre demnach also Sangerhausen, da steht dann noch VfB Sangerhausen, wird der Stützpunkt somit vom Verein VfB Sangerhausen betreut?
    Wenn ja, wie Objektiv ist das denn dann, zieht der Verein nicht die eigenen Spieler vor?
    Zumal bei uns ja auch ne Rivalität mit dem VfB Sangerhausen besteht.


    gruß

  • Trainingstag ist immer der Montag, wobei dies in Absprache mit dem dfb in einigen Landesverbänden ein wenig anders läuft (zum Beispiel zwei mal Training). Der Verein, den Du ansprichst, wird der Verein sein, auf dessen Sportanlage es stattfindet, eine Objektivität der Stützpunkttrainer sollte dennoch gewahrt sein.


    Sprech einfach den zuständigen Koordinator an, um Details zu erfahren: http://talente.dfb.de/index.php?id=518892

    "Sag es mir - und ich werde es vergessen. Zeige es mir - und ich werde mich erinnern. Beteilige mich - und ich werde es verstehen."
    Lao-Tse (chinesischer Philosoph)


  • Danke für den Link, dort sehe ich aber nur die Stützpunkte usw, keine Termine und dergleichen ...


    Schau mal auf den Seiten des FSA Sachsen-Anhalt. Hier findest du u.a. die Stützpunktstruktur nebst Ansprechpartnern/Trainern sowie die Termine der Saison 2010/11 (hier als STP gekennzeichnet), die aber m.E. nur die 98/99er Jahrgänge betreffen.


    Stützpunkt wäre demnach also Sangerhausen, da steht dann noch VfB Sangerhausen, wird der Stützpunkt somit vom Verein VfB Sangerhausen betreut?
    Wenn ja, wie Objektiv ist das denn dann, zieht der Verein nicht die eigenen Spieler vor?
    Zumal bei uns ja auch ne Rivalität mit dem VfB Sangerhausen besteht.


    Naja, "betreut" ist wohl nicht ganz trefflich formuliert - Sangerhausen stellt das "Ambiente". Ob die Trainer mit dem VfB eine gewisse "Affinität" verbindet, mag ich nicht zu beurteilen, erfahrungsgemäß sind die Stützpunkt-Trainer neutral in ihrer Bewertung. Allerdings gab es auch bei unserem Stützpunkt m.E. einen "Bonus" für zwei Spieler des gastgebenden Vereins. Aus meiner Sicht hätte ich zu meinen damaligen vier Stützpunkt-Spielern noch zwei-drei Bessere meines Teams schicken können, als es diese beiden des "Gastgebers" waren. Ist aber subjektiv - letztlich sind diese beiden dort mittlerweile "verabschiedet"...was dafür spricht, dass man halt ausschließlich auf Leistung schaut.


    Trotzdem halte ich ein gewisses "Vorziehen" nicht für gänzlich ausgeschlossen!


    Ich habe im Übrigen mit meiner Truppe sowohl in der Halle als auch auf dem Feld in der gegen die 98er des VfB spielen dürfen. Ich muss sagen, dass dort mindestens 4-5 Jungs die Kategorie "stützpunktreif" hatten - die sind ja auch nicht umsonst Landesmeister geworden...