Sichtung

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  • Ich möchte zu dem Thema einen neuen Thread erstellen, weil es von Jahr zu Jahr immer wieder brandaktuell scheint.


    Problem


    Die neue Saison steht vor der Tür und in den Trainerköpfen wird schon fleißig geplant, taktiert usw.. In manchem Verein gehen feste Jahrgänge geschlossen einen Schritt weiter, ....die haben dieses Problem eher nicht, ....dafür aber ein anderes -ist aber ein anderes Thema.


    Die Vereine, die nach Leistung einteilen -und das dürften wohl eher die Meisten sein- beginnen nun mit der Einteilung. Ich habe es im Laufe der Jahre auf drei Arten im Verein und auf eine Art in der Kreisauswahl/Stützpunkt erlebt. Derzeit habe ich einen Hals, weil ein bestimmter Spieler nicht in die C 1 gekommen ist, dafür aber ein paar Andere.


    Verein


    1. Trainerversammlung.... Mannschaftseinteilung durch Gespräche am Tisch, am Ende wurden die Pässe entsprechend verteilt und die Mannschaften standen. Hierbei war -neben wenigen Eindrücken des übernehmenden Trainers- die alleinige Meinung des Vorgängertrainer maßgeblich für den Verbleib des einzelnen Spielers.


    Problem: Was ist wenn der Trainer Tomaten auf den Augen hat oder sonst eine Abneigung gegen den ein oder anderen Spieler hat?


    2. Der einzelne Trainer fährt zu den Spielen und schaut sich diese an, um hier die Leistung der einzelnen Spieler zu beäugen. Das ist für mich teilweise sehr übertrieben im unteren Jugendbereich, später aber schon mal besser anzusehen, als es unter Punkt 1 beschrieben ist. Motto hierbei: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!


    Problem: Ein Spieler könnte krank sein, begründet fehlen, oder schlimmstenfalls auf einer Position spielen, wo er nicht so auffällig ist, ein Trainerproblem zwischenmenlicher Art haben oder auch auf der Reservebank versauern.


    3. Es werden meist einmalige Sichtungstrainings abgehalten. Die Spieler spielen entweder auf dem Großfeld ein Spielchen oder man läßt auf Kleinfeldern spielen. Hierbei standen die Listen mit den Namen aber meist schon zu 80 Prozent fest. Zudem standen die Trainer oft zusammen und redeten sich heiss. Man fühlte sich ganz wichtig und ließ sich in Teilen auch beeinflussen. Trainersöhne waren bei jedem Beispiel schon gesetzt, ganz klar. Danach sitzen alle Teilhabenden auf dem Rasen und man verließt die Namen. Darauf rennen immer zwei oder drei weinend weg. Hierauf folgen Elternanrufe und Beschwerden, ...."Vetternwirtschaft/Schmierentheater/Verarschung"usw so die Betroffenen.


    Problem: Es kommt keine objektive Meinung zu stande, vielmehr entscheiden Tageseindrücke, "Sympathien", die persönliche Philosophie des Trainers (die nicht immer o.k. ist).....


    Stützpunkt


    4. Es werden entsprechend der Anzahl der Trainer Kleinfelder abgesteckt. Es werden Vierermannschaften eingeteilt. Jeder Name wird in eine Exeltabelle übertragen. Die Tabelle umfaßt Kriterien, die sich an den Zielen der zu beurteilenden Altersgruppe orientiert. An jedem Feld steht ein Trainer, der während der Spielephase nicht mit dem anderen Trainer spricht, sondern sich auf die Spieler konzentiert und entsprechend den festen Vorgaben Punkte vergibt. Die Jungs spielen ca. 6 Minuten gegen und miteinander. Es folgt eine Kurze Pause und alle Rücken in ein anderes Feld zu einem anderen Trainer auf. Die Trainer stellen dem Spieler auch schon mal eine Frage, wo dann nachgefragt wird, warum er etwas so und nicht anders gemacht hat. Am Schluß wird abgerechnet. Dort wo es eng ist, wird in der Runde diskutiert. Man sucht eine Spielerzahl für zwei Mannschaften aus. Diese Spieler werden zu einigen Trainings eingeladen und man sotiert weiter aus.


    Beim Verein könnte man hier ein zweites Sichtungstraining einbauen, um die erste und zweite Mannschaft der jeweiligen Jugend zu bestücken.


    Hinzu kommt ein Rotationsverfahren, was für mich bedeutet, dass beispielsweise Trainings zusammen abgehalten werden, damit die Kinder sich und die Trainer gut kennen. Da sollte eine Stimmung entstehen, die Gemeinsamkeit erzeugt. Da fällt es dann auch nicht so schwer, mal einen Spieler nach "unten" und einen anderen nach "oben" zu holen. Wichtig hierbei: Es geht um Fördern und Fordern und nicht ums gewinnen!


    Problem: Ein Kind könnte bei der Sichtung fehlen oder auch mal einen schlechten Tag haben.


    Fazit


    Ich schreibe das hier aus gegebenem Anlass. Bei einem hiesigen Sichtungstraining gab es wiederum mindestens zwei Elternteile die sich aus meiner Sicht ein Stück weit zu recht darüber aufregten, dass wieder ein Trainersohn und ein weiterer ziemlich talentfreier Sohn eines Vereinsaktiven in die erste Mannschaft der entsprechenden Jugend kamen. Hierbei glaube ich, dass die Väter dieser Söhne hier keinen Einfluss nahmen. Die waren einfach in den Köpfen der beiden Verantwortlichen gesetzt, weil das war schon immer so. Hier wurden aus meiner Sicht Fehldiagnosen gestellt. Zur Zeit habe ich da einen Leistungsüberblick weil ich die betroffenen Spieler sehr oft beim Spiel gesehen habe. Zudem habe ich sie jahrelang selbst trainiert und ich war deren Koordinator. Der nun für die zweite Mannschaft vorgesehene Junge schied -nur mal am Rande- als Nummer 17 von 80 Bewerbern aus. 15 wurden für den Stützpunkt genommen. Weil er so ehrgeizig ist, hört er nun wahrscheinlich auf, denn ....die jetzige zweite Mannschaft besteht aus ehemaligen dritte Mannschaft-Spielern, davon kennt er keinen und aus meiner Sicht sind die ihm leistungsmäßig wirklich nicht gewachsen.


    Ich bin der Meinung, dass ein Verein den Punkt vier vorgeben sollte, statt die Trainer hier walten zu lassen. Ich habe das im Jugendvorstand zu meiner aktiven Zeit auch so vorgeschlagen, aber das sah man nicht für nötig an. Man schaut ja schließlich ständig, war die Antwort. Ich hatte da eher den Eindruck, dass man sich hier nicht reinreden lassen wollte, man glaubte, hier schon alles richtig zu machen. Man war wohl eher nicht selbstkritisch und erkannte nicht die Vor.- und Nachteile für den Verein, sehrwohl aber für sich! Komischer Weise wurde ich bei dieser Vorderung durch Trainer der unteren Mannschaft unterstützt, denn die sahen dann auch im Sinne der Förderung Chancen für ihre Spieler, mal etwas höher spielen zu können.


    Für den unteren Jugendbereich im Bereich der F werden wöchentlich einmal Spieletrainings abgehalten. Da sieht man wirklich konzetriert auf den Punkt wer derzeit stark ist und wer nicht. Darüber hinaus (oberhalb der F Jugend) findet aber kein Spieletraining statt, von daher kann man das so nicht gelten lassen. Für mich ist Punkt 4 eindeutig der Renner und sollte im Verein in einem genauen Ablauf zu festen planbaren Terminen vorgegeben werden. Nur dieses System schließt Vetternwirtschaft aus. Es erzeugt ein weitestgehend objektives Ergebnis des aktuellen Iststandes. Durch Rotation können etwaige Fehler oder Veränderungen auch noch später offiziell und mit gutem Gewissen bearbeitet werden.


    Meine Fragen zur Diskussion


    Wer von uns Trainern glaubt von sich, beim Aussuchen der Spieler keine Fehler zu machen? Hebe er bitte jetzt den Arm, danke. :)
    Welches System, welche Verfahrensweise ist für Euch das Beste.?


    Findet ihr das nicht auch grausam, welche Fehler und Ungerechtigkeiten hier beidseitig geschehen oder ist damit zu leben?


    Gruß Andre :rolleyes:

    3 Mal editiert, zuletzt von Andre ()

  • Natürlich hört sich der vierte Weg so am besten an und ist noch am ehesten obejektiv (mal am Rande: Wenn Menschen entscheiden ist doch nie alles objektiv, sondern immer subjetiv... ;) ).
    Ich weiß ja, dass du aus einem relativ großen Verein mit vielen Mannschaften kommst. Aber ich habe auch immer die Sicht des nicht ganz so großen Vereins. Zwar haben wir auch mal bis zu drei Mannschaften im G bis D-Jugendalter, aber sowas hier abzuhalten wäre schlicht unmöglich. Allein, weil es an kompetenten Trainern dafür mangeln würde.
    Dein beschriebener Weg kommt daher wohl eher für Vereine mit wirklich vielen Kindern und Mannschaften in Frage.

  • Hallo Andre, es passt zu Dir, dass Du Dir Gedanken über die Ungerechtigkeit an der Stelle machst (natürlich positiv gemeint :) ). Ich denke, Sichtung ist für die Kinder IMMER grausam, es sei denn, Du gehörst zu den erfolgreich Gesichteten. Es gehört aber zum Leistungsgedanken und auch zum Fördergedanken dazu. Ich selbst betreue ja wie Du vielleicht weißt eine Juniorinnen-Kreisauswahl. Ich verfahre so, dass ich halbjährlich von Trainern für talentiert gehaltene Spielerinnen oder auch von mir gesichtete Spielerinnen für drei Trainingseinheiten einlade. In diesen Einheiten versuche ich mir ein Bild zu machen, und natürlich gehört es dann auch dazu, einigen Mädchen sagen zu müssen, dass es nicht reicht. Ein gruseliger Moment, ich versuche es dann immer so zu verpacken, dass sie für ihre Mannschaft ein wichtiger Bestandteil sind und auch nicht so schlecht sein können, weil es gibt viele, für die es nicht einmal zu eier Einladung zum Training reicht. Es bleibt aber am Ende dennoch ein Verlieren, ein "nicht-gut-genug-sein". Das gehört aber halt dazu, es geht nicht anders. Beim Sparkassen-Cup sichte ich ein Feld mit, dort muss innerhalb eines Turniers gesichtet werden. Das halte ich für noch schwieriger, da man versuchen muss, innerhalb ein paar Spiele das Talent zu erkennen. Ich denke aber, die Objektivtät oder auch die Qualität der Sichtung kann man sehr gut daran erkennen, wie sie begründet wird. Ich versuche für jeden Spieler darlegen zu können, was ihm fehlt bzw. warum ich ihn für geeignet halte für den Stützpunkt. Ich bin natürlich froh, wenn es sich mit den Meinungen der Trainer deckt, aber das ist nicht immer so. Da wird dann manch ein Spieler nochmal angeboten, "das ist unser Lenker, unser Macher, der ist heute gar nicht so wie immer" und und und. Wenn er es auf den Punkt nicht zeigen kann, dann bin ich der Meinung, wird er aber auch bei den folgenden Verbandssichtungen Probleme haben. Ob die Sichtung für den Stützpunkt für das Alter gut ist, ob das so zu früh ist und ob die Nachsichtung wirklicher Talente, die einfach durchgerutscht sind, funktioniert, dass sind andere Themen. Innerhalb eines Vereins zu sichten halte ich da für weitaus einfacher, da man sich viel mehr Zeit nehmen kann. Es hilft nichts mehr beim Sichten als wie viel Zeit zu nehmen, was dort ja durchaus möglich ist. Des Weiteren denke ich, sollte man, wenn man wirklich nach Talent sichten will (was Du ja an der einen oder anderen Stelle absprichst und ich auch nachvollziehen kann), dann muss man einfach viel miteinander reden, um verborgene Talente oder Fähigkeiten hervorzuholen. es gibt immer verschiedene Sichtweisen, wenn man es schafft diese zusammen zu bringen, dann ist die Chance auf Objetivität größer.


    Um die Fragen genau zu beantworten: Ich hoffe, keine Fehler zu machen beim Sichten, aber freisprechen würde ich mich davon nicht. Man kann sich Mühe geben und versuchen objektiv und fair damit umzugehen, aber es kann immer mal eine Fehleinschätzung geben, denn wenn ein einzelner sich eine Meinung bildet, dann ist die nicht objektiv, sondern subjektiv. Ich würde die vierte Methode auch bevorzugen, halte aber nichts von Punkte vergeben, denn das, was zu Punkten führt, ist viel vom Spielverlauf abhängig. Beispiel: für ein Tor gibt es einen Punkt, für den Pass zum Tor zwei Punkte. Habe ich dann automatisch den besseren Spieler, wenn ich den Passgeber nehme? Ich denke nicht. Grausam für die Kinder? Wenn unfair gesichtet wird auf jeden Fall. Aber dagegen tun kann man meist wenig, leider.

    "Sag es mir - und ich werde es vergessen. Zeige es mir - und ich werde mich erinnern. Beteilige mich - und ich werde es verstehen."
    Lao-Tse (chinesischer Philosoph)

  • Hallo Andre


    Du schreibst diesen Zeilen genau rechtzeitig. Wir haben genau ein Väternwirtschaftproblem und genau häute fällt eine Vorstandssitzung... diese Zeilen schicke ich nun direkt dem Juniorenobmann... er soll es merken, was für ein Sch... sie im Verein durch Väternwirtschaft machen... Ich hoffe, dass ich es benutzen kann und Du mich nicht anklagst desswegen... der Name Andre hat sowieso jeder 7. :D


    Diese Sätze helfen mir wirklich... dass sind genau die Fragen die mir fehlten... Danke!

  • Dienstag, 2. Juni 2009, 14:33





    Sichtungstraining B-JGD. welche Übungen ?




    Organisation und Übungen für ein Sichtungstraining, welche schlagt ihr denn so vor ?


    Ich tendiere zu 4 Feldern mit versch. Schwerpunkten ,nur welche Übungen sind die geeignetsten ?

    Nimm Dir Zeit für Deine Freunde,sonst nimmt die Zeit Dir deine Freunde

  • Ich habe es meist so erlebt, dass vor der Saison eine gemeinsame "Vorbereitung" beider A, B- bzw. C-Jugend-Mannschaften gemacht wurde. Dadurch verstärkt sich schon mal die Gemeinschaft über beide Mannschaften hinweg. Ca. 1 Woche vor dem ersten Spiel wird dann eingeteilt - mit persönlicher Begründung in Einzelgesprächen. Die Einteilung macht das Trainerteam gemeinsam unter Federführung des Trainers der ersten Mannschaft. Sicher ist das nicht 100%-ig objektiv, v.a. fließen hier auch "weiche" Faktoren wie Ehrgeiz, Einsatzbereitschaft, Trainingsfleiß usw. ein. Natürlich auch der "Nasen-Faktor" bzw. die persönliche Eignung der Trainer.


    Ich finde, dass man mit gewissen Ungerechtigkeiten leben muss. So viel Zeit wie bei Variante 4 würde ich auf den Auswahlprozess nicht verwenden. Dann lieber eine gewisse Durchlässigkeit während der Saison, so dass ein herausragender Spieler der zweiten Mannschaft eine Chance bei der ersten bekommen kann. Das erhöht doch auch die Motivation im Saisonverlauf.

  • Hallo Uweh, ...ich hatte Deine Frage wohl gelesen. Nur bin ich da ein schlechter Ratgeber, denn ich kenne die Ziele der B Jugend nicht wirklich.


    Zum anderen habe ich vor Einstellung dieses Thema die Suchmaschine gequält. Die Art der Sichtung unter Punkt 4 wurde von mir schön öfter benannt, nur zu anderen Themen. Nur packen alle entdeckten Themen wo es genannt war nicht wirklich das eigentliche Problem. Hier geht es mir originär um Chancengleichheit für alle Kinder. Es geht mir darum, dass jeder die Chance bekommt, dort zu spielen, wo er leistungsmäßig DERZEIT hingehört, damit er gefördert und gefordert wird innerhalb seiner Leistungsgruppe, statt überfordert oder unterfordert zu sein. Es geht mir um Gerechtigkeit, um das bekämpfen der -wahrscheinlich unbewußt- aber stattfinden Vetternwirtschaft in den Vereinen und auch um das Fortkommen des Vereins allgemein. In diesem Sinne spricht das Thema auch eine etwaige Vereinsphilosophie und ein Konzept an, aber auch die Überprüfung solcher elemantaren Dinge durch beispielsweise die Einführung von Koordinatoren, die das nicht nur überprüfen, sondern auch leiten und vor allem einleiten. Diese Leute sollten auch mit einem Stück "Macht/Kompetenz/Handlungsfähigkeit" vom Verein ausgestattet werden, ....so, habe fertig. Du siehst, auch dein Thema erfaßt die Sache nur ein bischen und deshalb hier der eigene Thread :] .


    Hallo TRPietro, wenn es Dir hilft, mach es, ...versprech dir aber nicht zuviel, es werden sich einige nicht in die Karten schauen lassen, ....sag ich mal so voraus. Berichte doch mal, wies gelaufen ist.


    Hallo Holler, nein ich wußte nicht, dass du die Kreisauswahl betreust. Allein dass Du es machst, ehrt dich aus meiner Sicht. Jeden lassen die da bestimmt nicht dran. Ich denke auch, dass gerade Du die Sache im Griff hast. Es gibt aber ausreichend Leute, die das so nicht hinbekommen, hinbekommen können oder auch nicht hinbekommen wollen! Und genau denen könnte man auf diese Art ein P wie Pause vorschieben. Dennoch und abgesehen von Deiner Person glaube ich persönlich, dass ich hier versagt habe. Ich könnte mir dafür ehrlich gesagt in den Arsch beissen(wenn ich dran käme), denn genau für diese Idee bin ich den Jugendvorstand gegangen. Ich dachte, ich könnte etwas bewegen, aber ich hätte wohl zu sehr in die verkrusteten Strukturen eingegriffen. Ich eckte nur an, ich war unbequem (was mir vorher klar war 8) ...es war ein Versuch hin zum Besseren, für die Kids und für den Verein. Ich sehe die Einführung solcher Sichtungen wie unter Punkt 4 als lohnenswerten Versuch an. Ich lasse hier auch zu, dass man später vielleicht feststellen würde, dass es keine Veränderung bringt. Ich denke aber auch, dass der Versuch erst klug macht und dieser Versuch niemandem geschadet hätte. Ich hoffe das manch ein Leser hier bei gleicher Problemlage ein glücklicheres Händchen und vor allem mehr Geduld hat als ich. Ich habe jedenfalls gemerkt, dass ich hier den lieben Gott um mehr Geduld bitten muß, möglichst aber flotti flotti ;) , denn die Mühlen in den Vereinen laufen durch ständige Bremsversuche bestimmter Leute verdammt langsam. Gruß Andre

  • wir haben letzte saison fast 2 monate lang trainiert und etliche freundschaftsspiele gespielt, am ende hatten jungs nen stammplatz die wir im sommer nicht einmal auf dem zettel hatten! aber so schwer war zum glück die auswahl bei uns auch nicht!

    »Fußball ist grundsätzlich einfach, aber das Schwierigste was es gibt ist, einfachen Fußball zu spielen.«

    (Johan Cruyff)

  • Die meisten Menschen richten nicht wirklich gerecht. Faktoren wie Sympathie, Antiphatie, frühere Erfahrungen, Aussehen, zusätzliche Informationen zum Umfeld etc. beeinflussen ganz erheblich die eigene Meinungsbildung.


    Den meisten Menschen ist nicht wirklich klar das ganz viele ihrer Entscheidungen nicht im Kopf, sondern im Bauch getroffen werden. Aus diesem Grund wird es fast nie eine messbare, sichere Entscheidung geben. Das gleiche Problem stellt sich oft bei Lehrern die ebenfalls zum Teil nach ganz unterschiedlichen Kriterien Noten vergeben. Fächer wie z.B. Deutsch (Interpretationen etc.) sind dafür prädestiniert.


    Viele Trainer gehen mit ganz unterschiedlichen Vorkriterien an die Sache. Je nachdem welche Schwerpunkte sie für entscheidend halten, kommen zum Teil ganz unterschiedliche Ergebnisse dabei heraus.


    Ist zum Beispiel ein technisch perfekter Spieler besser als einer der kämpft und läuft bis zu umfallen. Da fängt es doch schon an. In einem Team können unterschiedliche Charaktere teilweise erheblich mehr errreichen, als absolut gleichgeschaltete Mannschaften. Klar ist es schwierig Induvidialisten ins Team einzubinden, aber ganz ohne Überraschungen spielt ein Team oft berechenbar.
    Mir jedenfalls ist aufgefallen das besonders diese Individualisten, die den Unterschied ausmachen können, es in der Regel schwieriger haben.

    Wer kämpft kann verlieren - wer nicht kämpft hat bereits verloren

  • Hallo TRPietro, wenn es Dir hilft, mach es, ...versprech dir aber nicht zuviel, es werden sich einige nicht in die Karten schauen lassen, ....sag ich mal so voraus. Berichte doch mal, wies gelaufen ist.


    Tja lieber Andre! Einmal mehr verbrenne ich mich an Väternwirtschaft! Ganz klar... es sieht so aus, dass der Junior durch den Vater machen kann was er will! ich werde vermutlich vom Club geschmissen... vom Gespräch mit der JUIKO her musste ich mir die logische Ueberlegung machen, dass dies so laufen könnte.


    Grundsätzlich werde ich aber vermutlich zu erst denn rücktritt erklären. Ich hatte wegen solche Väternwirtschaftsproblemer, in dieser Rückrunde grosse Probleme. Das trainieren und betreuen meiner Mannschaft war nur noch nebensache... die grösste Arbeit hatte ich beim löschen des Feuers bei Problemen. Der Neid wegen dem erfolgreichen Trainingslager die mein Mit - Trainer und ich organisiert haben hat dazu noch beigetragen, dass gewissen Trainer nach dem Trainingslager, auf einmal gegen uns gesinnt waren. Es entstand ein schlechtes Echo über meinem Mit - Trainer und mich!


    In Zukunft werde ich vermutlich nur noch zweite oder dritte Teams trainieren... erste Teams sind nur für Leute mit Rang und Name (die ich nicht habe). B - Diplom hin oder her... scheiss egal! Die anderen zwei Angebote die ich habe, werde ich ablehnen... ich will nicht mehr! Habe die schnautze voll... Warum machte ich so lange Trainer? habe ich mich gefragt... meine Antwort: "weil es mir Spass machte!" Jedoch kann ich mich nicht erinnern, dass ich in den letzten drei Monaten nach dem Training glücklich und entspannt nach Hause gegangen bin... ich habe also kein Spass mehr daran... aber nicht an die Junioren die doch so toll sind oder am Fussball! Ich habe es von den idiotischen Vorständen der Vereine satt... ich kenne kein Verein, dass seriös geführt wird... nicht einen! Also ist vorübergehend mal schluss.


    Dies ist mein Bericht... etwas emotional ich weiss... es ging in letzter Zeit wirklich alles verschiessen über die Bühne. Die einigen die an mich noch halten sind 16 Spieler von 18... und es reicht leider nicht aus, weil der mächtige aber idiotische Vorstand die Reklamationen der anderen zwei Väternwirtschaftsfälle berücksichiten und die zufriedenheit der anderen 16 einfach am A... vorbei gehen lassen!


    Grüsse TRPietro

  • Hi TRPietro, ....habe ich ja erwartet, das es in die Hose geht, schade das ich recht behalten habe. Ich möchte dich bitten, den Kopf nicht in den Sand zu stecken, ...schlaf noch ein paar Nächte drüber. Mir fehlt der Fußball enorm, denn ich bin derzeit auch ein gebranntes Kind, habe aber dennoch beste Kontakte zum alten Verein. Ich werde dort sicher wieder landen. Nur würde ich mich dann nur noch auf meine Mannschaft fixieren. Die Mütter der Dummen ist ewig schwanger, ....das ist die Essenz aus meiner Veränderungswut. Ich müßte alla Felix Magath fast schon diktatorisch arbeiten, sonst würde ich im Verein die Dinge mit großer Wahrscheinlichkeit nicht ändern können. Bei mir könnten diejenigen die die Vorteile der Veränderung nicht erkennen von mir aus auf dem Mond trainieren. Nach einem Sturm scheint irgendwann die Sonne und ich stand schon in ziemlich vielen Stürmen. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, Gruß Andre und Kopf hoch. ;)

  • Hi
    ich würde auch sagen überlegs dir nochmal
    es wäre schade wenn du den fussball verloren gehst
    lg
    hans

  • ..glaube ich persönlich, dass ich hier versagt habe. Ich könnte mir dafür ehrlich gesagt in den Arsch beissen(wenn ich dran käme), denn genau für diese Idee bin ich den Jugendvorstand gegangen. Ich dachte, ich könnte etwas bewegen, aber ich hätte wohl zu sehr in die verkrusteten Strukturen eingegriffen. Ich eckte nur an, ich war unbequem (was mir vorher klar war 8) ...es war ein Versuch hin zum Besseren, für die Kids und für den Verein. Ich sehe die Einführung solcher Sichtungen wie unter Punkt 4 als lohnenswerten Versuch an. Ich lasse hier auch zu, dass man später vielleicht feststellen würde, dass es keine Veränderung bringt. Ich denke aber auch, dass der Versuch erst klug macht und dieser Versuch niemandem geschadet hätte. Ich hoffe das manch ein Leser hier bei gleicher Problemlage ein glücklicheres Händchen und vor allem mehr Geduld hat als ich. Ich habe jedenfalls gemerkt, dass ich hier den lieben Gott um mehr Geduld bitten muß, möglichst aber flotti flotti ;) , denn die Mühlen in den Vereinen laufen durch ständige Bremsversuche bestimmter Leute verdammt langsam. Gruß Andre



    Hey Andre,


    solche Leute wie Dich gibt es immer und überall, sie werden gebraucht, es wird ihnen nur nicht gedankt :wacko: . Natürlich ist quer denken manchmal unbequem, das sehen vor allem die so, zu deren Richtung man quer denkt. Ich habe es glaube ich geschafft, bei uns im Verein einen Mittelweg einzuschlagen. Vorstandsarbeit käme für mich nicht in Frage, weil wir uns nur blockieren würden, was dort "verzapft" wird, ist überhaupt nicht überein zu bringen mit meinen Ansichten, glücklicherweise glänzen sie dort auch viel mit Untätigkeit, insofern können sie auch nicht viel kaputt machen :rolleyes: . Ich versuche schon mal quer zu denken und meine Gedanken einzubringen, schaffe es aber auch, mich in meine Mannschaft "zurückzuziehen", gerade wenn es um grundsätzliche Dinge wie Philosiphien geht. Man darf halt nur nicht erwarten, dass jemand kommt, einem auf die Schulter klopft und "Danke" sagt, wenn das quer-Denken ein Thema letztendlich in die richtige Richtung gebracht hat. Je mehr man quer denkt, umso schöner wäre solch ein Danke aber, weil man meist auch viel einstecken muss. Und da kommt der Punkt, den Du und auch TRPietro für Euch selbst ausmachen müsst (Du hast es ja bereits getan): Ich selbst fühle mich wohl in meiner Rolle, obwohl ich weiß, dass der eine oder andere mehr bei uns ein Bier mit mir trinken wöllte, wenn ich nicht immer mal Quergedanken bringen würde. Für diese Leute würde ich aber meine Quergedanken nicht für mich behalten wollen. Wenn es aber zuviel wird, was man einstecken muss, weil man sich nicht einfach einfügt und mit dem Wind segelt, dann muss man vielleicht auch einfach mal Abstand gewinnen und zu einem anderen Zeitpunkt oder an einem anderen Ort wieder einsteigen.


    Edit: Um zurück zum Thema zu kommen: Sichten ist letztendlich einfacher, wenn man mit den zu Sichtenden bisher nichts zu tun hatte, sie vielleicht gar nicht kennt. Insofern kann (muss nicht) es auch wesentlich besser laufen, wenn ein Trainer, der die Kinder zum Beispiel in einem Verein neu (nächste Altersklasse oder wie auch immer) übernimmt, sichtet, als wenn diejenigen sichten, die eh schon die ganze Zeit mit den gleichen Kindern zusammen arbeiten. Aber ist halt ein schwieriges Thema, ich finde bcefferens Beitrag sehr passend.

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    Lao-Tse (chinesischer Philosoph)

    Einmal editiert, zuletzt von Holler ()

  • Habe also heute ein Sichtungstraining mit der B.jgd. durchgeführt,wie geplant an 4 Stationen ,Station1 die Eigentechnik, diverse Übungen mit dem Ball, Station 2 ein koordinatsionparcour,danach die 3. Station Positionsspiel welches sich nach der Anzahl der Spieler richtete 3-3/4-4/ usw.als letztes das 1-1 abschliessend ein spiel über den ganzen Patz,im anschluss fand eine aussprache statt,alle Spieler waren zufrieden,einige hatten so noch nie trainiert,man merkte doch erhebliche konditionelle unterschiede,insgesamt ein gelungener Abend ,Ziel war es die Mannschaft insgesamt zu verstärken nicht gezielt,habe die Mannschaft erst jetzt übernommen ,nachdem sie kur zuvor die Klasse gehalten hat,5 Spieler haben spontan zugesagt,am nächsten Die. findet noch ein weiteres Sichtungstraining statt,bin mal gespannt auf den Zulauf.

    Nimm Dir Zeit für Deine Freunde,sonst nimmt die Zeit Dir deine Freunde

  • Hi TRPietro, ....habe ich ja erwartet, das es in die Hose geht, schade das ich recht behalten habe. Ich möchte dich bitten, den Kopf nicht in den Sand zu stecken, ...schlaf noch ein paar Nächte drüber. Mir fehlt der Fußball enorm, denn ich bin derzeit auch ein gebranntes Kind, habe aber dennoch beste Kontakte zum alten Verein. Ich werde dort sicher wieder landen. Nur würde ich mich dann nur noch auf meine Mannschaft fixieren. Die Mütter der Dummen ist ewig schwanger, ....das ist die Essenz aus meiner Veränderungswut. Ich müßte alla Felix Magath fast schon diktatorisch arbeiten, sonst würde ich im Verein die Dinge mit großer Wahrscheinlichkeit nicht ändern können. Bei mir könnten diejenigen die die Vorteile der Veränderung nicht erkennen von mir aus auf dem Mond trainieren. Nach einem Sturm scheint irgendwann die Sonne und ich stand schon in ziemlich vielen Stürmen. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, Gruß Andre und Kopf hoch. ;)


    Ich habe es mir nochmals überlegt! Ich will meine Jungs weiter trainieren. Mein Kampf dafür hat begonnen... ich habe dem Juniorenobmann, denn Durck auf die Andere Seite verursacht. Laut der Umfrage auf unserer Homepage ist klar zu sehen, dass die meisten Spieler zufrieden sind. Nur wenige wollen uns nicht mehr. Sieht Euch das Ergebniss doch selbst an unter http://teambodenseegrp.oyla15.de !


    Am Samstag nach dem letzten Spiel haben wir eine Sitzung... da ist ganz klar; Falls der Vorstand mich los haben will muss es mich feuern! Rücktritt kommt wegen Zufreidenheit der Junioren, nicht annähernd in Frage und einen Grund, meinen Trainerkollege und mich zu kündigen ist wegen einer Reklamation eines einzelnen Junior (resp. Eltern) einfach nicht ausreichend, wenn ich bedenke, dass im B1, ca. 8 Spieler aufgehört haben! Da sind wir mit 2 Abgänge (in meinen Augen kleine Drop Out Quote für C - Jugend) sehr gut dran.


    ... Jedoch habe ich gehört, dass der Juniorenobmann etliche Reklamationen erhalten haben soll, von Eltern die uns wirklich behalten möchten. Dies stärkt uns... hoffe das dies Fakten sind.


    Grüsse TRPietro

  • Ich habe dieses Thema noch einmal "ausgegraben", weil es im jährlichen Rythmus heiß diskutiert wird. Es ist auch unheimlich schwierig, sich mit diesem Thema sachlich auseinander zu setzen. Was ist der Sollzustand der Stützpunktarbeit und was passiert tatsächlich auf den Stützpunkten? Gibt es objektive Merkmale für die Auswahl? Oder ist das Ergebniss der Beurteilung nicht mehr wert als das Papier, worauf es festgehalten wird? Natürlich lebt auch die Stützpunktarbeit von den Menschen, deren Kenntnisse und deren "Herzblut" für ihre Aufgaben. Wie kann man sich nun der Stützpunktarbeit nähern? Beim ersten Versuch könnte man sich statistischer Methoden bedienen. Wer die Möglichkeit besitzt, könnte einmal die Vereine, aus denen die Stützpunktspieler der einzelnen Jahrgänge kommen, notieren. Das Ergebnis ist meist verblüffend: zum einen kommen die Kicker aus bedeutenden Clubs aus der Nachbarschaft und zum anderen gibt es eine positive Korrelation bei bestimmten Vereinen, die sportlich sonst nirgendwo auftauen. Während sich bei einem Wechsel von Stützpunkttrainer der erste Faktor (große Vereine) nicht ändert, kommen die Talente der kleinen Vereine relativ kurzfristig aus anderen kleinen Vereinen. Wer nun nach den Ursachen forscht, begibt sich auf "Glatteis", denn er gelangt über Vermutungen nicht hinaus. Warum entscheidet sich der Stützpunkttrainer so und nicht anders? Was sind beeinflussende Faktoren? Würde er sich auch so entscheiden, wenn er nicht gleichzeitig auch Trainer des Vereins XY wäre? Zuviele Fragen, auf die es keine Antworten gibt - aber statistische Zufälle gibt es selten! Kommen wir zu den Merkmalen der Sichtung. Es gibt ein Profil für Feldspieler und für Torhüter, nach denen ein besonderes Talent beurteilt werden soll. Während sich der Leistungstrainer mit dem dynamischen Talent (welche Fortschritte erzielt der Spieler XY in welchem Zeitraum), muss der Stützpunkttrainer das statische Talent (welche Leistungsmerkmale erfüllt der Spieler XY zum Sichtungszeitpunkt) beurteilen. Welche Aussagekraft hat die Beurteilung durch den Stützpunkttrainer? Hier muss wohl wieder die Statistik herangezogen werden. Der Irrtumsfaktor erscheint recht hoch! Hin und wieder schafft ein gefördertes Talent den Sprung ins Leistungsteam. Aber das sind über einen längeren Zeitraum gemessen mal gerade 0,5 %. Ist deshalb die Arbeit auf den Stützpunkten schlecht? Nein, die Quote richtet sich zum einen nach dem Bedarf der Ligen, in denen die deutschen Talente mit den international verfügbaren konkurrieren. Dennoch stellt sich die Frage danach, was man besser machen könnte? Wünschenswert wäre sicherlich eine größere Unabhängigkeit der Stützpunkttrainer von den Vereinen. Mancherorts versuchen die Großvereine in der Nachbarschaft dem Stützpunkt zu diktieren, wer die Förderung erhält und wer nicht. Spurt der Stützpunkt nicht, wird damit gedroht, sämtliche Talente des Vereins zu entziehen. Weil aber die Stützpunktarbeit bei den Nachwuchstalenten in einem Alter beginnt, wo die Weichen noch sehr offen sind und auf Stützpunktebene bereits endet, wenn die Prognose lediglich per Glaskugel möglich ist, sollte man sich nicht verrückt machen lassen. Auch ein vorzeitiger Vereinswechsel ist selten ratsam, weil im einen Team die Herausforderung und eigenständige im Punktspielbetrieb meist höher ist, als wenn man der Verteidiger des Topteams, welches regelmäßig zweistellig gewinnt, ist. Für das Kind bedeutet ein vorzeitiger Wechsel in jedem Fall Stress. Es muss sich permanent an neue Spielkameraden gewöhnen, denn der "Frischfleischbedarf" der Nachwuchsteams in Profivereinen ist immes hoch. Wer die Möglichkeit besitzt, sich mit Exprofis über deren Werdegang zu unterhalten, wird sich wunderen, wieviele Stützpunkt-, Landes-, ja sogar Jugendnationalspieler in der sportlichen Versenkung verschwunden sind, weil sie die entscheidenden Schritte vom Junioren- in den Seniorenbereich nicht geschafft haben. Sei es, weil sie von den falschen Freunden beraten wurden, sich von Verletzungen nicht mehr erholt haben, nach einem Leistungsknick das Selbstvertrauen verloren haben. Und nicht selten ist es so, dass die "Spätentwickler" es bis auf die "große Bühne" schaffen, weil die "Frühentwickler" auf dem Weg zum Ziel einfach den Spaß am Fussball spielen verloren haben. Nichtsdestotrotz sollte man als Eltern, Trainer oder Stützpunktverantwortlicher die jungen Talente bestmöglich fördern. Sich mit ihnen über Erfolge freuen und bei Mißerfolgen trösten, kann ja auch ein erstrebenswertes Ziel sein. Wenn das Ende eh offen ist, dann ist eben der Weg das Ziel!

  • Also zum Thema Stützpunkt kann ich auch etwas sagen:


    Bei uns im Kreis sind die Trainer nicht gleichzeitig Trainer bei einem Verein, sie sind relativ neutral. Zu den Bewertungskriterien kann ich nicht viel sagen, allerdings hatte ich den Eindruck, dass vor allem nach Können ausgewählt wurde, es wurden einige Spieler ausgesucht die körperlich eigentlich nicht wirklich mithalten konnten, aber das Potenzial theoretisch hatten. Das fand ich persönlich sehr gut. Die Eltern sollten bei den ersten beiden Sichtungseinheiten (Halle) nicht zugucken, das fand ich auch sehrgut, so waren die Jungs unbeschwert und die Trainer ungestört.


    Draußen auf dem Rasen waren dann die Eltern dabei, und auch viele Trainer von den besseren Teams, und dann gingen auch schon die Abwerbungen los. Kann man nichts machen, aber die Trainer haben den Kindern gesagt, ein Vereinswechsel ist selten gut, vor allem nicht in so jungen Jahren.


    Auf jeden Fall war dann irgendwann der Kader fertig, erste Turniere wurden gespielt, auch gegen Bundesligisten, und das erste Jahr und auch das zweite war super.


    Aber ab der C-Jugend ging es los, alle wurden von dem größten Verein der Region, Regionalliga, angeworben, die gesamte Kreisauswahl wurde zum Probetraining eingeladen. Manche gingen hin, andere nicht, es bildeten sich Grüppchen, dazu das Training mit den eingebildeten und egoistischen Leuten aus dem älteren Jahrgang. Es bildeten sich Grüppchen, und die Trainer hatten keine Chance die Mannschaft wieder zusammenzukitten, und nach 2 Monaten spielte jeder nur noch für sich, und alle die nicht bei dem großen verein spielten verloren langsam aber sicher die Lust.


    So oder so ähnliches läuft es bei vielen ab, das erschreckende an der ganzen Sache war, dass der U15 Coach selbst den jüngsten riet zu dem besten Verein zu gehen, der ihm ein Angebot macht. Viele spielten dann nicht, wurden relativ shcnell fallengelassen und durch andere ersetzt. Die Stimmung in der Mannschaft war scheiße, ein paar Leute, ziemlich gut, machten was sie wollten, der Rest hatte nur noch bedingt Lust am Training.


    Das waren meine, ziemlich abschreckenden Erfahrungen wie ich finde, mit dem Stützpunkt, und durch einige Egoistischen Kinder wurde die Lust vieler anderer am leistungsorientierten Fußball geringer.



    Aber nochmal zur Sichtung (ich schweife ab):


    Die damaligen Trainer, wesentlich besser und schlauer als der/die späteren, haben es geschafft nahezu jedes Talent in Münster zu erkennen, die meisten in der Sichtung, fast alle anderen spätestens im ersten Jahr. Wenn man sich den kader der damaligen Kreisauswahl anguckt, und mit den jetzigen Vereinen und Leistungen der Spieler vergleicht, dann ist das ziemlich beeindruckend. Allerdings leider für das Opfer mancher, die dadurch die richtige Lust verloren haben oder erst zurückgewinnen mussten.


    Und das finde ich schade!

    Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein.

  • Sichtungstraining B-JGD. welche Übungen ?

    Irgendwer schrieb es bereits: Wo Menschen am Werk sind, geht es immer subjektiv zu.


    Wir haben dasselbe Problem mit der neuen D-Jugend.
    Bei uns geht das nunmehr viel folgt.


    Nach den Osterferien steht für 32 98er und 99er Spieler ein großer Test an, der sich sehr stark an FSKT anlehnt.

    • Ballan- und Mitnahme
    • Dribbling
    • Torschuss
    • Passpiel
    • 50-Meterlauf
    • Cooper-Test
    • Bewertung von Spielen 4:4 (mehrer Trainer bewerten gleichzeitig nach Schulnotensytem)

    Wir haben für die o.a. Punkte (bis auf den Letzten, denn der ist von einer Meinung abhängig) einen sehr objektive Bewertungsschlüssel gebaut, der
    uns ermöglichen wird, 2 Teams nach Leistung aufzustellen.


    4-5 Positionen von beiden Mannschaften bleiben variabel, d.h. es wird von Woche zu Woche entschieden, wer in welchem Team spielt.
    Das gibt den Spielern der D2 die Möglichkeit auch in der D1 zu spielen und die D1 Spieler können sich nicht sicher sein zur D1 zu gehöhren und sich
    'auszuruhen'.


    Wir holen die Eltern mit ins Boot, damit es keine Abmeldungen innerhalb der D2 geben wird, da ihr Kind nun gerade nicht in der ersten Mannschaft spielen wird.


    Alles in allem ein höchst faires System, was unseren Dorfverein in der gesamten Umgebung einzigartig macht. Denn selbst bei den großen Nachbarn
    wird nach wie vor am 'grünen Tisch' entschieden, wer wo spielt.

    Das einzige, was wirklich gerecht verteilt ist, ist die Intelligenz.
    Ich habe noch nie jemanden sagen hören, er hätte zu wenig davon.

  • 4-5 Positionen von beiden Mannschaften bleiben variabel, d.h. es wird von Woche zu Woche entschieden, wer in welchem Team spielt.
    Das gibt den Spielern der D2 die Möglichkeit auch in der D1 zu spielen und die D1 Spieler können sich nicht sicher sein zur D1 zu gehöhren und sich
    'auszuruhen'.

    Bei uns im Kreis würde das schon aufgrund der Festspielregel nicht funktionieren, d.h. ein Spieler kann nicht mal in der D1 spielen und dann plötzlich wieder in der D2?! Das könnte doch höchstens in der Zeit vor dem offiziellen Spielbetrieb gehen, oder irre ich mich?

    "Sag es mir - und ich werde es vergessen. Zeige es mir - und ich werde mich erinnern. Beteilige mich - und ich werde es verstehen."
    Lao-Tse (chinesischer Philosoph)