Einstellung der Eltern und Spieler?!

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  • Hi BB, danke, da sind wir -mittler der Weile- auf einer Welle. :]
    Und mal ganz ehrlich Chris, welcher Klopskopf 8o legt die Spiele genau in die Bundesligazeit, ....die ist heilig und ich sitze da total gern, denn ich habe es verdient da zu sitzen und einfach mal nichts zu tun. :);)=)

  • Auch ich gehöre auch zu der Fraktion, die die Erwartungen von Bondscoach nicht zu hoch finden.

    In der Vergangenheit hatte ich ab und zu bei einigen wenigen Kids auch schon derartige Probleme und kann den Frust daher verstehen. Wer bei mir mit fadenscheinigen Begründungen nicht oder nur unregelmäßig zum Training erscheint, spielt auch nicht. Ebenso erläutere ich den Eltern auch gerne, warum ihr Kind gerade an einer bestimmten Position spielt (die Kids wechseln die Positionen im Rahmen ihrer Ausbildung), hereinreden lasse ich mir aber nicht, die Aufstellung macht der Trainer und nicht die Eltern.

    Aktuell habe ich erfreulicherweise keine der angesprochenen Probleme, die Präsenz beim Training ist nahe 100%, auch bei den Punktspielen kann ich aus dem vollen schöpfen, da die Eltern zum Teil selbst den Urlaub den Ansetzungen anpassen (was aber nicht sein müsste, notfalls verlege ich Spiele in den Ferien auch). Das mag aber auch daran liegen, dass ich aktuell ein Team trainiere, wo bis auf eine Ausnahme alle Eltern voll hinter dem Sport ihrer Kinder stehen und auch dahinter, dass die Spieler gefördert und gefordert werden.

    Dass es an den Einkommensverhältnissen der Eltern liegt, glaube ich nicht. Ich habe generell den Eindruck, dass viele Kinder nicht mehr bereit sind, sich besonders anzustrengen, wenn es mal nicht so läuft. Und wenn ich mir die Eltern dazu ansah (die aus verschiedenen Schichten kamen), wunderte es mich nicht. Diese packten die Kids geradezu in Watte, da kann kein Kind lernen, sich auch einmal durchzubeißen.

    Im übrigen finde ich einige Beiträge auch nicht fair und sachlich, lasst uns doch sachlich und ohne Unterstellungen miteinander diskutieren.

    Schöne Grüße

    Coach99

    Einmal editiert, zuletzt von Coach99 ()

  • Zitat:


    Big Bopper schrieb am 04.11.2008 16:24
    Und ja, am besten gleich alle Kids rauswerfen die so denken. Dann braucht man wenigstens nicht über sich selbst als Trainer nachzudenken. Und auch nicht reflektieren, warum das so sein könnte...



    Woher der Angriff auf einmal? Kommt billig rüber.
    Fakt ist: Natürlich arbeite ich lieber mit den Kindern, die bei uns SPIELEN wollen anstatt ein Bundesligaspiel ZUGUCKEN. Und natürlich lasse ich diese Kinder mehr spielen. Wo ist das Problem? Von rauswerfen hat keiner was gesagt.

    Zitat:


    Andre schrieb am 04.11.2008 19:29
    Hi BB, danke, da sind wir -mittler der Weile- auf einer Welle. :]
    Und mal ganz ehrlich Chris, welcher Klopskopf 8o legt die Spiele genau in die Bundesligazeit, ....die ist heilig und ich sitze da total gern, denn ich habe es verdient da zu sitzen und einfach mal nichts zu tun. :);)=)



    Das ist ja legitim. Wie immer: eine Entscheidung, die jeder für sich selber treffen kann und muss, da gibt es für mich kein "falsch" und "richtig". Ich weiß nicht, wie das anderswo ist, aber sind in eurem Bundesland ernsthaft ab Samtag 15 Uhr keinerlei Jugendspiele mehr?
    In Hessen sind dort fast landesweit C-Jugendspiele.

    Das lässt halt nur zwei Möglichkeiten offen: Entweder C-Jugend spielen, oder Bundesliga gucken.

    Wie man das zeitlich anders ansetzen soll, ist mir auch rätselhaft...


  • Wegen der Bundesliga Jugendspiele zu verlegen wäre ja lachhaft. Ich kann mir gar netvorstellen das überhaupt jemand auf solch eine Idee kommen würde. Bei uns sind Jugendspiele auch Samstag Nachmittag!

    "Alles, was ich sicher weiß über Moral und Pflicht, verdanke ich dem Fußball!"


    (Albert Camus)




    "Der Fußball ist für mich ein Mikrokosmos der gesamten Gesellschaft. Alle Prozesse, die in der Familie, in der Großfamilie, in der Kleinfamilie, in irgendeinem Unternehmen ablaufen, finde ich auch im Fußball."



    (Christoph Daum)

  • Hi Chris, ich habe nicht geschrieben, dass hier keine Spiele der C zur Bundesligazeit gibt. Mein ältester Sohn spielt in der C und die Spielen -warum auch immer- so, dass es zeitlich passt. Sehrwohl würde er natürlich auch zum eigenen Spiel gehen, wenn es anders wäre. Ich hingegen wäre dort zu dieser Zeit nicht zu sehen.

    Wäre ich der Trainer einer C lieber Flipson,
    dann könntest du einen drauf lassen, dass ich versuchen würde, dass Spiel so zu verlegen, so dass es passt. Wo ist denn das Problem? Die Wahrscheinlichkeit dass der Trainer am anderen Ende das genauso sieht, ist enorm höher, als das er das nicht so sieht, weil ich bin nicht allein! Ach ja, .... bei Heimspielen diktieren wir die Zeit. Was ist das doch schön, so als fußballverrückter Trainer, erst hat die eigene Mannschaft ein schönes Spielchen und dann kommt auch noch die Bundesliga, ist das nicht prima. Gruß Andre und viel Spass beim Lachen.

    P.S.Ich glaube wir driften hier ab.

    Einmal editiert, zuletzt von Andre ()

  • Zitat:


    TRPietro schrieb am 03.11.2008 20:48

    Zitat:


    Andre schrieb am 03.11.2008 18:53
    Ich hatte mal eine F 1. Ich wollte bei der Verteilung nur max. 11 Spieler. Ich war völlig grün hinter den Ohren und viel zu ehrgeizig für den Kinderfußball, weil zu ergebnisorientiert.

    Die ersten Spiele kamen und siehe da ...."Trainer, meine Ommmmma hat Geburtstag, ....ich habe einen Furz quersitzen, einen Schock, weil ich den rollenden Furz auf der Gardinenstange sah....und und und."

    Ich war stinke sauer, weil ich da mit dem Rest stand. Meine Frau signalisierte schon, dass es wohl auch noch andere Dinge wie Fußball gab, was ich natürlich nicht einsah und ganz anders sah.

    Ich merkte für mich, dass ich die Dinge zu streng sah, dass ich meine Einstellung ändern mußte, ich die Ansprüche an mich selbst und an die Spieler runter schrauben mußte. Das habe ich versucht und auch irgendwo geschafft und deshalb genoss ich die Momente zum Schluß auch viel mehr.

    Ich rate Dir das auf/für diese Ebene auch, fahr runter und versuche es locker zu sehen, ...wovon reden wir, von Kindern die Fußballspielen wollen und träumen.

    Gruß Andre




    Andre
    Die richtigen Probleme kommen dann erst in der C - Jugend. Ab der B - Jugend ist dann die Mannschaft nicht mehr zu trainieren.




    Völliger Blödsinn X(

    Desweiteren, bei mir in der E Jugend habe ich zur zeit folgendes problem:

    Die kinder möchten lieber 30 mInuten mehr trainieren als eher aufzuhören, finde ich wirklich sehr gut.
    Beim letzten Training kam jemand zu spät, ne viertelstunde. ich hab die drangehängt, die jungs haben sich riesig gefreut.
    Auf einmal kam ein Elternteil und meinte: herr Trainer wollen sie bis heute nacht trainiieren? das war schon sehr patzig gesagt, dann weiter: ich sagte nein, haben ja nur 15 minuten mehr gemacht, kommt ja auch nicht oft vor. Das hat die Mutter entzürrnt, sie sagte: jaja, ihnen kann man ja nicht glauben, das ahben sie schon sehr oft gemacht.
    darauf ich: ja, ein paar mal, stimmt.
    da wurde sie noch beleidigend.

    Mal ehrlich: ich reiss mir den Arsch auf, gehe JEDEN TAG 1 Stunde zum Training, mit gehen meine ich auch gehen, und dann sowas:

    Die Eltern bei uns kritisieren echt ALLES, mir macht da sschon lange keinen spass mehr, weil wir aber keine anderen Trainer haben und ich den jungs dennoch das tRaining geben möchte, mach ich weiter.

    ich hab den eltern aber auch gesagt, wenn sowas noch einmal passiert lernt man mich von der anderen seite kennen, ich muss mich weder rechtfertigen noch beleidigen lassen *was denn der trainer fürn arschloch*

    Angriff ist die beste Verteidigung!

  • Zitat:


    Andre schrieb am 05.11.2008 01:31
    ... dass ich versuchen würde, dass Spiel so zu verlegen, so dass es passt.




    Mensch, da würdest du bei uns schnellstens der Trainerjob los sein. Auch eine Verlegung 3 Wochen im voraus kostet den Verein 20 Euro Gebühren und schon die will kaum einer bezahlen, geschweige den bei kurzfristigen Verschiebungen (100 Euro). Ich habe schon erlebt, dass ein Spiel 3:0 Forfait gegeben wurde, weil es bei Junioren billiger ist (35 Euro). Zugegegeben die Terminknappheit war mitbestimmend.

    Zurück zu den Einstellungen der Eltern. Es ist nun mal so, dass die Ansichten sehr weit auseinander gehen und Absenzen aus den unmöglichsten Gründen vorkommen. Der Trainer kann diese Gründe ja gar nicht überprüfen. Ich verfahre darum bei einer C und darüber nach der simplen Regel, wer nicht trainert, spielt nicht. Wer gut spielt, steht bei einem Spiel länger auf dem Platz. Wer nicht spielt, kann nicht zeigen, wie gut er spielt (auch wenn ich es eigentlich schon wüsste). Bis D und darunter gilt, wer weniger häufig trainiert, spielt weniger häufig. Am Spiel spielen alle in etwa gleich lang (etwa 2/3 eines Spiels). Nach jedem Spiel schreibe ich die effektive Spielzeit der Spieler auf 5Min gerundet auf. Wenn es Reklamationen gibt, nehme ich jeweils diese Spielzeiten und die Absenzenliste hervor.

  • Ich bin bis hierhin ja nur lesendes Mitglied dieses Beitrages gewesen, aber es sind teilweise Inhalte, wo ich dann auch gerne meinen Senf zugeben möchte.
    Grundsätzlich: Unser Auftrag, den wir als Trainer angenommen haben, lautet ja in den allermeisten Fällen, dass wir Kinder in unsere Obhut bekommen haben, die gerne diesem Sport nachgehen möchten. Das ganze mit Regeln und Inhalten zu füllen liegt in unseren Händen, die Arbeit von Koordinatoren hier und da mit einbezogen. Ich denke eine Mannschaft entwickelt sich, was die Einstellung zum eigenen Sport angeht. Wie wichtig eine Teilnahme ist bzw. aus welchen Gründen man "ruhigen Gewissens" eine Teilnahme abmeldet, da haben alle Beteiligten ihre Meinung, und die kennt man dann in der Regel voneinander. Letztendlich entscheidend ist der Trainer, ohne Frage. Aber wir sollten hierbei nicht vergessen, dass es immer noch Kinder sind, die da ihrem Hobby nachgehen. Natürlich sollte man als Trainer gewisse Regeln und Grundsätze aufstellen und auch durchsetzen, aber das ist alles eine Frage des Maßes. Wenn sich jemand abmelden würde, weil "es Heute zu hause so lecker Butterkuchen gibt", dann würde ich mir auch meinen Teil denken. Wenn dieser Spieler solch eine Einstellung zu dem Thema hat, die ich nicht teile, dann kann ich mit ihm darüber reden, aber letztendlich muss ich sie akzeptieren (sicher auch manchmal kopfschüttelnd). Es würde sich auch bei mir auf die Spielzeit auswirken, aber nicht als Strafe, sondern aus Gründen der Fairness gegenüber denen, die trainiert haben, weil es für mich eben kein Grund ist, die Jungs beim Training "im Stich zu lassen". Andere Gründe wären für mich absolut akzeptabel, zum Beispiel Karten für ein Bundesligaspiel. Dann erwarte ich aber auch, das sie mir dies rechtzeitig mitteilen, damit ich das Spiel ggf. frühzeitig verschieben kann (ein Vorverlegen ist bei uns bis zwei Wochen vor dem eigentlichen Spieltermin kostenlos).
    Das Verhalten von Eltern gegenüber uns Trainern ist sicher hier und da auch nicht in Ordnung, vor allem, wenn sie nicht dahinter stehen, was ihr Kind da macht. Man braucht sicher nicht alles auszudiskutieren. Solange ich klare Grundsätze verfolge und diese auch vor allen vertreten kann, ist denke ich alles in Ordnung, wenn dann jemand damit Probleme hat, dann sind es seine Probleme. Aber wir als Trainer sind auch diejenigen, die besonnen damit umgehen können sollten, ich weiß, ist nicht immer einfach, zähle ich aber durchaus zu den Fähigkeiten, die ein Trainer ruhig haben darf/sollte. Beleidigen brauchen wir uns nun wirklich nicht lassen, anders herum haben aber natürlich auch die Eltern einen gewissen Anspruch auf die Verlässlichkeit z.B. in Punkto Trainingszeiten. Wir überziehen ja auch schon mal, weil es gerade so eine Spass macht, aber dann entschärfe ich das auch gleich, indem ich auf die Eltern zugehe und es kurz erkläre, wenn sie auf die Kids warten, hatte noch keine, die nicht Verständnis zeigten. Man muss halt versuchen, mit seiner Einstellung zu überzeugen, einfach Überdrücken macht in der Regel nur Stress.

    "Sag es mir - und ich werde es vergessen. Zeige es mir - und ich werde mich erinnern. Beteilige mich - und ich werde es verstehen."
    Lao-Tse (chinesischer Philosoph)

  • Sorry, aber aktuell ist die Diskussion in einer Sackgasse bzw. zu sehr in Pro und Contra, ohne die Aussicht auf Annäherung.

    Wir spielen 95 % aller Spiele am Samstag Nachmittag. Das gilt nicht nur für uns, sondern auch für die E-Jugend, D-Jugend und C-Jugend, sowie zur Hälfte für die B-Jugend und die A-Juniorinnen. Hintergrund dafür ist, das der Verband vorgegeben hat, das an Samstagen Jugendspiele vorrecht vor Seniorenspielen haben. Das gleiche gilt an Sonntagen umgekehrt, was bedeuten würde das ein Großteil der oben aufgeführten Spielverlegungen in die Woche erfolgen müssten. Was widerum würde den Trainingsablauf praktisch zu erliegen bringen. Das kann hier doch niemand ernsthaft, indirekt Vorschlagen?
    Wenn dem so sein sollte, können wir das große Tor am Eingang des Fupballplatzes zumachen, und uns es entweder vor dem Fernseher oder im Stadion (1./2. Bundesliga bequem machen.

    Sorry, aber wer sich für eine aktive Mitgliedschaft in einem Jugendverein angemeldet hat, dem sollte sicherlich auch vorher bekannt sein, wann die voraussichtlichen Spielzeiten sind. Denn die eigenen Spielzeiten sind keine unvorhersehbare Überraschung.

    Zumindest bei unseren Teams/Region ist das allen bewusst. Auch den Trainern!

    Ich trainiere schon recht lang, und noch nie hat mir jemand gesagt, das er/sie leider nicht spielen kann, weil er/sie zu einem Bundesligaspiel geht. Denn das machen wir als Team 1-2 mal im Jahr gemeinsam, als Team!
    Ansonsten hat jeder die Möglichkeit die Bundesliga-Spiele in der Zusammenfassung der Sportschau anzusehen. Und wem das nicht reicht, der muss eben damit rechnen das einer seine Mitspieler/innen ihn/sie ersetzt.

    Wer kämpft kann verlieren - wer nicht kämpft hat bereits verloren

  • Da müssten wir jetzt vielleicht unterscheiden vom Jahrgang her. Ein B-Jugendlicher kauft sich seine Karte meist, wissend das ein Punktspiel anliegt, selbst um Bundesligafussball zu schauen. Da würde ich es auch so sehen, dass er da sich zu entscheiden hat, selber spielen oder gucken. Wenn ein E-Jugendlicher ins Stadion fährt, weil Papi eine Karte gekauft hat, dann würde ich natürlich nicht das Spiel verlegen (es sei denn, ich habe aus anderen Gründen, krank etc. zu wenig Spieler), ihn aber auch nicht beim nächsten Mal strafversetzen auf die Bank. Das meinte ich mit Maßhalten.

    "Sag es mir - und ich werde es vergessen. Zeige es mir - und ich werde mich erinnern. Beteilige mich - und ich werde es verstehen."
    Lao-Tse (chinesischer Philosoph)

  • Ich habe jetzt auch nur einen Beitrag geschrieben, viel mitgelesen, aber teilweise sehe ich mittlerweile, wie unterschiedlich allein die Rahmenbedingugen in den einzelnen Vereinen und in den einzelnen Landesverbänden, Kreisen etc. sind.

    Die Höhe der Kosten für Spielverlegungen, die Zaungast erwähnt hat, hat mich schon erstaunt.

    Bei uns in Bayern kosten Spielverlegungen im Jugendbereich 5 Euro pro Spiel. Die Anzahl der Spielverlegungen steigt ständig. Deshalb ist unser Spielgruppenleiter sehr streng geworden und genehmigt nur noch Spielverlegungen wg. schulischer, beruflicher, kirchlicher Gründe oder aus Gründen der Terminüberschneidung, wenn zwei Heimspiele gleichzeitig stattfinden. Gründe wegen Ausflug oder der Trainer ist nicht da werden abgelehnt.

    Wenn man von den Regelspielterminen der einzelnen Mannschaften ausgeht, dann betrifft es bei uns nur die A-Junioren und die C-1-Junioren, die überhaupt mit der Bundesliga am Samstag kollidieren. Von daher ist das bei uns gar nicht so ein Problem.

    Was mittlereweile viel gravierender ist, bei unseren A- und B-Junioren, wenn in München Oktoberfest ist. Das hat sich mittlerweile zu einer Art Kultveranstaltung entwickelt, auf die man unbedingt gehen muss und da herrscht irgendwie zwei Wochen Ausnahmezustand. Man muss hier schon im Vorfeld mit den Spielern sprechen, was man von ihnen erwartet.

  • Moin,

    Chris: war doch gar kein Angriff, zumindest sollte es keiner sein...

    Das war nur ein wenig Ironie, weil das Rausschmeissen hier immer wieder allgemein mal so aufkommt, sozusagen als "Allheilmittel". Wer nicht spurt, rausschmeissen. Wenn sie kein Bock haben, rausschmeissen.... Wenn daß das einzige Mittel ist, was "Trainern" einfällt, dann gute Nacht Fussball. Der letzte macht das Licht aus, denn die Kids brauchen sich sowas heutzutage Gott sei Dank überhaupt nicht bieten zu lassen!

    Probleme feststellen und darüber zu lamentieren ist einfach. Probleme haben aber Gründe, darüber denkt man leider viel zu wenig nach. Weil da könnten ja auch unbequeme Antworten rauskommen.

    Bundesligaspiel: Witzig das hier darüber diskutiert wird. Heimspiele generell am Freitag oder Sonnabend morgens (in der E und D problemlos vor der Saison festlegbar) und gut ists. Interessanter wäre doch eher, warum gehen die Kids lieber zum Fussball und nicht zur eigenen Mannschaft...

    @Meistermacher: klarer Fall von mangelnder Kommunikation deinerseits. Eltern einfach so abzustellen, wie es immer wieder gefordert wird, das kann man heutzutage vergessen, jedenfalls im Jugendbereich.

    Holler hats im vorletzten Beitrag sehr gut skizziert... Umdenken der Trainer ist dringend notwendig. Die Kids, die unregelmässig kommen, fallen leistungsmässig sowieso automatisch zurück. Man sollte lieber die besonders fördern, die wirklich wollen... Nur das Leistungspirinzip bei Kindern anzuwenden ist völlig daneben und kontraproduktiv. Konkurrenzkampf brauchen die in ihrer Freizit überhaupt nicht, warum auch...

    kurze Geschichte: Mannschaft perfekt, zusammenhalt bombig, Trainingsbeteiligung nahe 100%, top motiviert, Training mehr als fordernd. Mutti kommt zu Trainer: Sohn spielt in 4 Wochen nicht, da Familienausflug. Trainer: ok, kein Problem. Sohn bekommt das 2 Wochen vor dem Spiel mit, geht zu Mutti und sagt: ich kann dann nicht, da wir ein Spiel haben. Mutti reichlich geschockt, Vater ernüchtert, aber fast schon Verständnis. Der Junge (damals 8 Jahre) hat das konsequent durchgezogen, war beim Spiel da (Ausflug sausen lassen), spielte wie ein junger Gott, schoss 3 Tore, bereitete 3 vor, Endstand 11:1.

    Das kam vom Kind selbst. So kann es auch sein, wenn die Kids zufrieden sind und ihrem Trainer vertrauen. Wenn sie nicht zufrieden sind, dann gibts halt Bauchschmerzen und alsbald eine Abstimmung mit den Füssen.

    ciao
    BB

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  • Ok, dann hab ich dich missverstanden.

    Bei mir ist es meistens auch so, wie du es beschreibst in deiner "kurzen Geschichte", dass die Spieler keine Sekunde zweifeln, ob sie an ihrem EIGENEN Geburtstag spielen (ja sogar teilweise trainieren) kommen wollen, obwohl ich das IMMER freistelle (von anderen Geburtstagen ganz zu schweigen). Wegen Bundesliga etc. habe ich das Problem nicht.

    Aaaaber, ich hätte halt auch ganz ehrlich gesagt kein großes Verständnis dafür, und hin und wieder hatte ich in Mannschaften schon den einen oder anderen Spieler mit solch einer Einstellung. Wenn derjenige keinen großen Wert darauf legt, bei uns zu spielen, dann lege ich eben auch keinen großen Wert darauf, dass er bei uns spielt (= weniger Einsatzzeit, kein Rausschmiss).

  • Moin,

    Chris: mein Beitrag stand nur zufällig gerade unter deinem...

    Generell stimme ich Dir ja zu. Verständnis habe ich dafür auch in keinster Weise. Wenn man als Trainer auch solch ein Verhalten an den Tag legt, indem man kommt wann man gerade Lust hat, dann kann man gleich die Mannschaft auflösen.

    Worauf ich immer wieder hinaus will: erst bei sich selber mal anfangen zu überprüfen. Gesellschaftliche Probleme usw. sind immer eine schöne Ausrede. Wenn die Kids (E und D Jugend, laut Bondscoach) kein Bock haben, dann kann man als schnellstes Hilfsmittel sich selbst und seine Art der Vermittlung von Trainingsinhalten überprüfen.

    Wenn ich mir viele Trainer anschaue, dann ist es kein Wunder das die Kids kein Bock mehr haben... Und dann schauen sie sich halt nach anderen Freizeitaktivitäten um.

    Die Vereine und speziell die Trainer müssen langsam mal umdenken. Sich hinzustellen, wir sind der tolle Verein und ich bin der Trainer als Mini-Gott ist kein Modell mehr für den zukünftigen Fussball. Das erinnert mich stark an einen Händler, der von seinen Produkten überzeugt ist, aber keinen Absatz findet, immer saurer wird und mit unsinnigen Aktionen auch den Rest der Kundschaft vergrault.

    Wollen wir denn nur gleichgeschaltete Renner ausbilden? Ein Messi z.B. hätte es hier dann niemals gegeben, weil der schon in der Jugend aufgehört hätte oder rausgeworfen worden wäre.

    Denken von der anderen Seite aus hilft hier. Wie kann der Trainer, der Serviceleister des Vereins ist, das ganze (Mannschaft) so gesalten, das die Kids nur Fussball spielen wollen. Wenn man das geschafft hat (siehe Andre), dann ist man auch bereit für Lösungen. Solche Probleme, wie von Bondscoach beschrieben, treten dann deutlich vermindert auf. Nachfragegerechtes Training wäre dazu mal ein Stichwort...

    ciao
    BB

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  • Zitat:


    Hattabi schrieb am 05.11.2008 11:33
    Die Höhe der Kosten für Spielverlegungen, die Zaungast erwähnt hat, hat mich schon erstaunt.




    Der Verband hat die Gebühren so hochschnellen lassen, um den überbordenden Verschiebungen Herr zu werden. Es geht ja nicht nur um die Verschiebung der Spiele, sondern auch Schiedsrichter müssen neu aufgeboten werden, etc.

    Ich habe an diesem Wochenende gerade zwei verschiedene Verschiebungen erlebt. Das Spiel der E2 wurde schneebedingt abgesagt (kostet nichts), zu einem Nachholen wird es aber aus terminlichen Gründen nicht mehr kommen. Da E-Junioren in der Schweiz ohne Rangliste spielen, ist das nicht tragisch. Mein Sohn durfte bei den C-Junioren (nicht meine) bei einem Verein mit einen neuen Kunstrasenplatz antreten. Weil das zur Eröffnung vorgesehene Promi-Spiel zur selben Zeit angesetzt war, wurde das Meisterschaftsspiel kurzerhand zuerst um 2h und am Vortag nochmals um 30Min. später angesetzt. Vom Ärger der Eltern, die vielleicht die Zeit nach dem ursprünglichen Spiel schon verplant hatten, will ich jetzt gar nicht sprechen. Der Clue der ganzen Geschichte, der Kunstrasenplatz war mit so viel Schnee bedeckt, dass schon das Promi-Spiel zu einem Schlittschuh-Schaulaufen ohne Kufen ausartete. An ein Meisterschaftsspiel war nicht zu denken, also musste auf den Acker (genannt Trainingsplatz) ausgewichen werden. Dort hätte man das Spiel aber auch zur ursprünglichen Zeit austragen können.

  • *Meistermacher, sorry, aber ich glaube Du hast hinsichtlich der Sensibilität nichts verstanden! Das war schon immer so, dass ist richtig so und überhaupt, das muß so bleiben, richtig? Von wegen -Blödsinn-, blödsinnig ist es, einen Kommentar mit diesem Wort zu bewerten. Du kannst ja anderer Meinung sein, aber dann teile sie hier auch mit, das dient mir dann, meine Meinung zu überdenken und gegebenenfalls daran festzuhalten. Sehr schwach!

    Holler, BigBopper ....hört sich etwas überheblich gegenüber den anderen Teilnehmern an, ich möchte bei aller Akzeptanz der anderen Meinungen sagen, dass ihr hier auf dem richtigen Weg seid, den Zug am Laufen zu lassen. Etwas Gelassenheit und Verständnis bis Entgegenkommen und man befindet sich im Jahr 2008.

    *Zaungast, ich habe meine Erfahrungen in einem Bereich, wo kein Schiri angesetzt wird. Wenn ich mit der Dame unseres Vereins den angesetzten Spieltermin hinsichtlich einer Verlegung um beispielsweise eine Stunde nach vorne bespreche, dieses von der Platzbelegung kein Problem ist, ich dieses auch rechtzeitig tue und dann im positiven Fall, dem Trainer des Gastvereins anbiete -besser gesagt mitteile- oder diesen das rechtzeitig Frage, für den Fall, das wir dort Gast sind, habe ich noch nie erlebt, dass das a)Geld kostet oder b)irgend ein tiefgreifendes Problem ist. Wenn doch, dann muß ich wohl spielen, stimmt.

    Gruß Andre

    Einmal editiert, zuletzt von Andre ()

  • ähhhhh!
    Es ist nicht so das meine Jungs keinen Bock haben. Die Trainingsbeteiligung ist bei beiden Mannschaften sehr hoch - ca. 95 %! Die E1 trainiere ich seit 4 Jahren und die Jungs sind seid dem dabei...
    Die Jungs kommen zum Teil auch wenn sie Geburtstag haben. Sie sind auch bei schlechten Wetter da...

    Ich habe auch nicht nach einer Problemlösung gefragt, sondern ob ein paar Makel die festgestellt habe, Milieu abhängig sind oder bei euch auch auftreten!

    Das Fußball "nur" eine Freizeitbeschäftigung ist, ist mir auch klar. Mir ist auch klar das viele Dinge vorgehen. Und dazu gehört nicht nur die Schule!
    Ich habe Montagabend ein paar Dinge aufgelistet, die mich manchmal ankotzen. Weil ich eine gewisse Einstellung zum Fußball habe und mich schon intensiv mit der gesamten Geschichte beschäftige!
    Das fängt bei der Trainingsplanung an, geht über Aufstellungen, Aufwärmprogramm vor dem Spiel und Rahmenprogramm um den Fußball herum! Ich erwarte gar nicht das alle Leute so hinter der Sache stehen wie ich. ABER eine gewisse Einstellung zu dem Sport den die Kinder ausüben sollten die Eltern mitbringen oder?
    Mit stört Gewaltig das Eltern ihre Kinder immer „betüdeln“ und den Kindern immer den Rücken stärken und uns Trainern teilweise damit in den Rücken fallen!
    Bei dem Spiel gegen den besagten starken Gegner ist folgendes aufgetreten: Eine Junge löst sich plötzlich von seinem Gegenspieler, stürmt auf den Ballführenden Gegenspieler an der Außenlinie los, und öffnet so natürlich den Passweg der zu dem Gegentreffer führt. Dieser E-Jugend Spieler kann es normalerweise und müsste eigentlich auch wissen, das er einen Fehler gemacht hat! Ja – ich weiß, das Kinder in diesem Alter nicht wirklich selbstkritisch sind. Dennoch, was ihr sicherlich auch nachvollziehend könnt, ist er noch während des Spiels darauf angesprochen worden. In der Halbzeitpause heult er sich bei seinem Vater aus, doch der stärkt nicht den Trainern seines Jungen den Rücken, sondern unterstützt das Verhalten seines Sprösslings!

    Ich selber habe keine Kinder und will mir damit noch ein wenig Zeit lassen (so alt bin ich ja auch noch nicht.) Vielleicht sehe ich das alles dann anders. Dennoch hinterfrage ich das Verhalten meiner Jungs und deren Eltern! Dabei hinterfrage ich auch mich – keine Frage! Aber meine Hauptfrage war ja, ob es in jedem Verein so ist (also ob meine Theorie stimmt, dass Jungs aus guten Elternhaus auf dem Sportplatz nicht so leistungsbereit sind / Das wurde Oliver Bierhoff damals ja auch schon nachgesagt!) und nicht ob ich noch einen weiteren Elternabend einberufen soll!

    »Fußball ist grundsätzlich einfach, aber das Schwierigste was es gibt ist, einfachen Fußball zu spielen.«

    (Johan Cruyff)

  • Zitat:


    Big Bopper schrieb am 05.11.2008 11:37
    Die Kids, die unregelmässig kommen, fallen leistungsmässig sowieso automatisch zurück. Man sollte lieber die besonders fördern, die wirklich wollen... Nur das Leistungspirinzip bei Kindern anzuwenden ist völlig daneben und kontraproduktiv. Konkurrenzkampf brauchen die in ihrer Freizit überhaupt nicht, warum auch...


    Mit deiner Aussage, dass man die besonders fördern sollte, die auch wollen, hast du Recht, mit der weiteren Aussage aber nicht bzw. nicht vollständig.
    Es schadet keinem Kind, wenn es auch im Kinderfussball Konkurrenz spürt: Wer sich einsetzt, spielt mehr (und wird entsprechend gefördert), wer sich nicht einsetzt, spielt weniger und wird auch weniger gefördert => das ist schon eine Form des Konkurrenzkampfs, den ich persönlich auch völlig OK finde! :)

    Außerdem musst du auch differenzieren, ob es sich um Breitensport handelt oder nicht. Wir bieten bei uns neben Breitensport auch schon ab der E höherklassigen und damit leistungsorientierteren Fußball an und es wird ja keiner gezwungen, in eine erste Mannschaft zu gehen. Haben sie sich aber dafür entschieden, in der ersten Mannschaft spielen zu wollen, müssen sie sich auch einem stärkeren Konkurrenzkampf und auch einem (altersgerechten) Leistungsprinzip stellen.
    Das geschieht freiwillig, wird von mir so auch praktiziert und ich habe trotzdem nahezu 100%ige Trainingsbeteiligung und die Kids verschieben auch bei mir andere Freizeitaktivitäten zu Gunsten des Fußballs => und das völlig freiwillig! :)

    Es ist aus meiner Sicht auch völlig falsch, die Schuld für Unzufriedenheit der Kids immer nur beim Trainer zu suchen ;( - das muss man viel differenzierter betrachten.

    Schöne Grüße

    Coach99
  • Bondscoach, um auf Deine Hauptfragen einzugehen:
    Nein, ich glaube nicht, dass es ein grundsätzliches Problem ist, gutes Elternhaus=weniger Leistungsbereitschaft. Es ist glaube ich nur ein wenig schwerer, "wohlbehütete" Kinder von etwas so richtig zu überzeugen, da die Eltern sich auch immer auf Augenhöhe befinden wollen und Deine Arbeit begleiten, notfalls auch mit "Korrekturen" gegenüber den Kindern, was denen natürlich die Sache nicht leichter macht. Ich habe auch solche Eltern, und die Arbeit mit ihnen hat mich geprägt. Ich habe nämlich immer den Dialog gesucht und auch versucht, die Eltern zu überzeugen und mit ins Boot zu holen, was beileibe nicht immer einfach war. Aber es hat sich gelohnt, denn es hat Vertrauen aufgebaut. Da wird alles von den Eltern auf die Goldwaage gelegt, aber -und dass meinte ich in einem meiner vorherigen Postings- wenn Du 100%tig von Deiner Vorgehensweise überzeugt bist, dann kannst Du es auch vertreten, und dann werden auch sie es akzeptieren. Es dauert bei solchen Kindern dann vielleicht ein wenig länger, da gebe ich Dir recht, aber ob es so bleibt, kannst Du als Trainer sehr wohl beeinflussen. Wenn Du aber die Konfrontation suchst, dann verliert nur einer, nämlich das Kind!
    Zu Deinem Beispiel mit dem Jungen, der sich von seinem Gegenspieler löst: Er wird sich irgendetwas dabei gedacht haben, loszulaufen (seltenst verhält sich ein E-Jugendlicher absichtlich falsch, obwohl er es besser kann). Es ihm zu erklären, warum dass in der Situation nicht die beste Lösung ist, das ist Deine Aufgabe. Erklärt man es positiv (erklären was man hätte machen können, nicht erklären, was falsch war), klappt es in der Regel ja auch. Manchmal muss man es aber auch Papa erklären. Ist zwar nicht unsere vordergründige Aufgabe, aber Du hast es schwer, dass der Junge es verinnerlicht, wenn Papa ihm etwas anderes sagt, denn dann muss er sich für einen entscheiden, und ich weiß nicht, ob er so viel Vertrauen zu Dir hat, dass Du es sein wirst.

    "Sag es mir - und ich werde es vergessen. Zeige es mir - und ich werde mich erinnern. Beteilige mich - und ich werde es verstehen."
    Lao-Tse (chinesischer Philosoph)

  • Bondscoach, klare Antwort: Ich sehe keinen Unterschied zwischen den Schichten.
    Auch Mütter aus Hartz IV sind am tüdeln! Manchmal mehr als eine Mutter, die den ganzen Tag arbeiten geht.

    Du schreibst hier offen und ehrlich und ich hoffe, du kannst auch mit anderen Meinungen umgehen, es ertragen, wenn mal Kritik kommt.

    Ich glaube fest, dass Du bei einem Elternabend rasiert wirst. Ich habe einmal so Gedacht wie Du und ich kann trotz des Verständnisses für deinen Frust -gerade weil ich mal so gedacht und gefühlt habe- hier heute aus einer anderen Sicht das "Schlachtfeld" beschauen.

    Wenn ich bei Kindern in dem Alter Kritik äußern möchte, dann muß ich hierfür den Boden schaffen. Das ist sehr schwer. Entgegen vieler Meinungen mache ich das auch so. Hierzu gehört aber, dass das behutsam aufgebaut wird und zu einem "Normalum" wird. Es muß ein Selbstverständnis sein, Fehler machen zu dürfen, weil Menschen machen Fehler und ich darf Fehler machen, ich muß Fehler machen, um mich verbessern zu können. Der Trainer und Mannschaftskollegen dürfen mich auf meine Fehler ansprechen, weil sie und ich wollen, dass ich besser werde. Sie wollen mir nichts böses, das ist normal, denn sie machen ja auch Fehler. DAS IST MEIN ZIEL. Wenn das das Verständnis ist, kannst Du auf Fehler ansprechen. Offensichtlich sind hier noch Defizite zu verzeichenen und das hat seine Gründe.

    Ich stelle mal folgende Frage in den Raum:

    Ist es Ziel im E Bereich, die Kinder auf Fehler an zu sprechen oder ihnen ihre Stärken durch Lob aufzuzeigen? Bist Du Dir sicher, dass der Elternteil, der seinen Sohn nun getröstet hat, nicht auch gesehen hat, dass er rein fußballerisch betrachtet einen Fehler gemacht hat? Hat der Vater oder die Mutter vielleicht die Einstellung, dass es "nur" Fußball ist, kein Weltuntergang ist, das nicht so schlimm war.

    Ich könnte noch viele Fragen stellen, um beispielhaft auf die Sensiblilität hinzuweisen, die man hier bei den uns anvertrauten kleinen Kindern an den Tag legen sollte. Mir ist diese Sensibilität mal fast abhanden gekommen und mir läuft eine Gänsehaut über den Rücken, wenn ich daran denke, dass mir das fast nicht aufgefallen wäre. Ich rate Dir und allen anderen, die derzeit so "ticken", hier die eigene Einstellung für die Zukunft im Sinne der Kinder zu überdenken. Das Denken vergrault die Kinder, macht den Spass kaputt, schiebt sie wieder auf die Straße. Warum? Wenn Du später ein Kind hast, das Fußball spielt, dann erinnere Dich an diesen Sachverhalt. Ich glaube fast schon, dass das mir auch gelegentlich schwer fallende Wort und dessen Inhalt -TOLERANZ- auch mitspielt.

    Fazit: Entweder ich schaffe den Boden für Kritik oder ich fahre meine Ansprüche runter. Das gilt für mich besonders im unteren Jugendbereich, Leistungsklasse hin oder her.

    Thema Leistungsklasse: Dazu eröffne ich jetzt gleich ein neues Thema.