Schwankungen bei der Beteiligung

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung
  • "Wenn du dein Kind hier anmeldest, entscheidest du dich für viele viele Stunden am Platz. Die anderen Eltern siehst du viel häufiger als deine Freunde."

    Von welchen Eltern sprichst du? Die, die ich kennenlernen durfte, warfen ihre Kids ab und waren nicht mehr gesehen. Da war ich froh, wenn die ihre Kids pünktlich wieder abgeholt haben.


    Inzwischen kommen die meisten Kids alleine, wenn nicht wieder Mal ein neues Haustier geschenkt wurde oder die Mondphase ungünstig ist...

  • ruffy85 bei meinem Trainerlehrgang wurde sehr ausführlich über Aufsichtspflicht aufgeklärt. Wo fängt sie an, wo hört sie auf. Und das habe ich zu Anlass genommen, die Eltern in die Pflicht zu nehmen. Jedes einzelne Elternpaar habe ich vor der Anmeldung über diese Regeln informiert und erklärt, dass wir uns an die Gepflogenheiten des Kindergartens anhängen.


    Minikicker: Übergabe per Hallo und Handschlag beim bringen und Blickkontakt beim holen. Eltern bleiben am Platz. Wenn es Fahrgemeinschaften gab, wurden diese bei uns angemeldet.

    Bambini: Übergabe per Blickkontakt beim bringen und holen. Eltern bleiben am Platz oder organisieren jemanden der ggf. mit dem Kind zum Klo geht.

    F-Jugend: Übergabe per Blickkontakt, ggf. Freigabe der Eltern, dass das Kind schon alleine kommen und gehen darf.


    Unterm Strich hat das super geklappt.


    Aber natürlich gabs auch bei uns Ausreißer.

    Trauriger Höhepunkt, als im Winter im Stockdunklen an einer viel befahrenen Straße ein 5 Jähriger alleine vor der Turnhalle stand: "Papa ist schon weg" Und natürlich war an dem Tag die Halle gesperrt. Ich fahre keine Kinder durch die Gegend (auch wegen der Aufsichtsgeschichte) und als ich die Eltern endlich am Telefon hatte zeigten sie sich genervt.

    Und einmal ganz am Anfang meiner Trainertätigkeit hat sich ein Junge vor seinem Vater versteckt, der Drops war wegen irgendwas sauer. Nix dramatisches. Aber der Vater steht vor uns und fragt: "wo ist denn meiner?" Da bekommste aber Puls und Blutdruck wenn du außer "der war doch gerade noch da" nix sinnvolles beisteuern kannst. Wir haben ihn dann im Gebüsch gefunden.

    Mit den Besten zu siegen kann jeder. Du musst es mit allen können!

  • Das man mit 5/6 schon alleine zur Schule geht/fährt (Öffis), aber beim Sport noch von den Eltern (mit ggf. Ausnahmen) gebracht werden soll finde ich schade.

    Hatte aber auch schon die Diskussion mit einem Lehrer, der die Schüler der 5. Klasse noch vom Busbahnhof abholen muss...

    Trauen wir unseren Kindern nix mehr zu ?


    Achtung: Ich spreche hier von Hallen/Geländen, die in der Stadt liegen und wo sich ein durchschnittlicher Grundschüler mit vorheriger Übung durchaus sicher hinbewegen können sollte (Verkehrssituation etc.)


    Das es Trainer gibt, die eine größere Sicherheit haben möchten, kann ich intellektuell verstehen.

    Da ich aber als Kind die Freiheit sehr genossen habe die Wege selber gestalten zu können, werde ich das keinem Kind verwehren, wenn die Eltern das OK geben.


    Und ja, ich erwarte da auch eine Zuverlässigkeit bzgl. Zu-/Absagen, sonst geht einem da tatsächlich "der Arsch auf Grundeis", wenn jemand trotz Zusage 20 Minuten (Bahntakt) nach Trainingsbeginn immer noch nicht da ist.

  • Goodie

    Vergessene Kinder kennen wir wohl alle. Ich stand Ende 2024 mal mit einem Jungen bei Schneefall draußen. Eltern haben ihr Kind vergessen, waren einige Zeit nicht erreichbar und der Junge hatte keine Jacke dabei.


    Dass Eltern zuschauen beim Training oder sich anderweitig am Sportplatz beschäftigen, habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Weder bei den Lüttjen 2021er noch bei den "Größeren"2016er.

  • Hallo zusammen,


    ich möchte die Idee von Leodegar auch nochmal aufgreifen, weil ich zur Zeit eine gleiche Idee für die nächste Saison verfolge. Zur Zeit spielt meine U8 sogenannte 3vs3 Funino Festivals alle 3-4 Wochen. Die Beteiligung schwankt sehr stark. Es sind je nach Monat mal 8, mal 15 Kinder dabei. Auch im Training schwankt es, wobei ich mich auf nen harten Kern verlassen kann. Insgesamt besteht die Mannschaft aus 20 Kindern.


    Nächste Saison wollen wir an sogenannten Spieltagen teilnehmen. D.h. entweder kommt 1 Verein zu uns oder wir fahren auswärts zu einem Verein. Spielform 3+1 TW auf Jugendtore und 1 bis max. 2 Felder 3vs3 Funino. Diese finden fast jeden Samstag statt. Je nach Teilnehmeranzahl des Gegners und meiner Mannschaft könnte man auch ein 2. Funino Feld aufbauen. Erfahrungsgemäß (Gespräche mit anderen Trainern) läuft es aber darauf hinaus, dass aufgrund der Teilnehmeranzahl nur 2 Felder aufgebaut werden. D.h. ich kann nur ca. 10 Kinder (6 auf dem Jugendtorfeld und 4 auf Funino Feld) mitnehmen.


    Ich habe aber 20 Kinder in der Mannschaft. Davon halt 10, die regelmäßig am Training und an den Spielen (+/-) teilnehmen und ca. 10, die sehr unregelmäßig kommen und auch die Spiele nicht so ernst nehmen. Es sind aber auch die Kinder, die halt eher schlechter sind.


    Jetzt überlege ich folgendes: Teilung der Mannschaft in Kinder, die regelmäßig im Training und bei Spielen waren. Also die auf die man sich verlassen kann. Die würde ich dann in den Spielbetrieb schicken. Und Einteilung in eine sogenannte flexible Spaßgruppe, die konsequent nicht zu Spielen mitkommt und bei denen es mir egal ist, ob die Kinder mal 2 Wochen nicht zum Training kommen. Falls von den 10 gesetzten fußballbegeisterten Kinder eins ausfällt, spreche ich Kinder aus der Spaß-Gruppe an.


    Innerhalb der Trainingseinheit würde ich (und mache es bereits seit 2 Jahren) auch eine Trennung nach willensbereiten Kindern und "bißchen Spaß an der Bewegung" Kindern machen. Zumindest bei Spielformen und Abschluss-Spielen. Lässt sich ja durch die kleinen Spielfelder problemlos aufteilen. Und der Fokus muss nicht unbedingt auf den Spaß Kindern liegen, da die ja nur bißchen rumkicken wollen. Wenn man merkt ein Kind will mehr, entwickelt sich weiter und brennt für den Fußball, kommt es mit zu den Spieltagen.


    Ziel ist es, zum jetzigen Zeitpunkt den Kindern, die mehr wollen, eine Möglichkeit in Form dieser Spieltage zu geben. Und sich auch unter Gleichgesinnten weiterzuentwickeln.

    Gleichzeitig aber die anderen Kinder nicht zu verlieren.


    Nachteile bzw Schwierigkeiten die ich sehe:

    1. Kann man das den Eltern so verkaufen? Bzw sehen die Eltern der Spaß Kinder das überhaupt so, dass ihre Kinder Fußball als nice to play sehen.

    2. Spaß-Kinder bekommen keine Weiterentwicklung gegenüber anderen Mannschaften

    3. Kinder merken: das sind die Guten, wir sind die Schlechten. Wobei das ja an denen liegt und an deren Eltern. Könnte man aber vorbeugen, in dem man konsequent sagt: das sind die Löwen, ihr seid die Tigergruppe o.ä.


    Um es vorweg zu nehmen, eine Einteilung in U9 I und U9 II und gleichzeitig beide in einen Spielbetrieb zu schicken, sehe ich schwierig, da dann wieder ein neuer Trainer für U9 II gefunden werden muss. Und das Niveau der U9 II sehr schlecht wäre, sie wahrscheinlich dauernd auf die Mütze bekommen und dann schlussendlich den Spaß am Fußball verlieren. Viele dieser Kinder sind nämlich auch nur bei Spielfestivals dabei, weil sie wissen, ich bin heute bei dem und dem Guten im Team und deshalb gewinnen wir oder verlieren nicht so hoch. Hab mal ne Trennung bei den Festivals nach Gut und Schlecht gemacht. Da war das Geheule groß bei der Gruppe. Teilweise 16:0 verloren.


    Was haltet ihr davon? Machbar?


    Und um die Brücke wieder zum Ausgangs-Post zu schlagen: ja das habe ich auch. Und ich glaube es liegt halt an den Kindern/Eltern, denen Fußball nicht so wichtig ist. Und deshalb auch meine oben skizzierte Idee.

    7 Mal editiert, zuletzt von Coach_T ()

  • Schwankungen bei der Beteiligung sind heutzutage völlig normal - sowohl beim Training als auch beim Spiel. Damit muss man heute umzugehen wissen und das in die Planung mit einbeziehen. Ihr werdet die "gute alte Zeit" (sofern sie das überhaupt war) nicht wieder bekommen.

    Ich trainiere gerade eine F-Jugend mit 30 Kindern (10x 2017er und 20x 2018er). Vor dem Training ist die Überlegung, wie viele Felder (Stationen) benötige ich heute (meistens 3-4). Vor den Spieltagen ist die Überlegung, wie viele Teams melde ich beim Fußball 5 und wie viele beim Fußball 3, weil wir mit 30 Kindern 2 Mannschaften gemeldet haben und ich die 30 Kinder am Wochenende auch einsetzen kann ;) - da ist mir übrigens auch egal, wenn jemand nur für die Festivals meldet und nicht ins Training kommt (der Vereinssatzung ist das auch egal :-)).

    Der Fußball (in seiner heutigen Form) wird auch nur überleben, wenn Verbände, Trainer und Funktionäre das akzeptieren und Lösungen anbieten.

  • Coach_T Ich habe das im Übergang von E- und D-Jugend zweimal mit Spaßmannschaften probiert. Und es jeweils nach einem Jahr gescheitert. Die Anzahl der Spaßspieler ist immer weiter zurückgegangen. Irgendwann war dann die kritische Masse erreicht und ich habe das Training irgendwann eingestellt. Gerade habe ich eine ähnliche Konstellation, allerdings ist der jüngere Jahrgang die Spaßtruppe. Und ich bin gerade am struggeln, ob ich den Aufwand mit einer Spaßtruppe noch stemmen kann.


    In der Theorie klingt der Vorschlag mit der Spaßtruppe perfekt. Warum kann man Fußball nicht einfach zum Spaß spielen (was ja vor jedem Turnier propagiert wird)? Warum geht es immer auch um das Ergebnis? Bei anderen Sportarten wie z.B. Kinderturnen, Tanzen klappt das ja auch in der breiten Masse.

    Man darf, glaube ich, nicht unterschätzen, dass es den Kindern/Jugendlichen (ist bei den Erwachsenen auch nicht anders) nicht nur um den Sport an sich geht, sondern sie wollen im Familien- und Freundeskreis auch darüber sprechen. Und die Aussage "Wir spielen zwar nie oder nicht gut" steigert nicht gerade das eigene Ansehen.


    Also probiere gerne den Ansatz mit dem harten Kern und der Spaßtruppe. Wenn du dadurch einige Spieler für ein Jahr beim Fußballspielen halten kannst, dann hast du ja auch schon was erreicht. Langfristig wird das meiner Erfahrung nach aber keine Lösung sein.

  • Hey, danke für deinen Input und deine Erfahrungen diesbezüglich.


    Ich lese hier im Forum oft, dass man frühzeitig eine Teilung in stark und schwache Gruppen machen sollte - sei es im Training oder auch im Spielbetrieb. Hier sehe ich aber auch die Gefahr, dass sich die schwache Gruppe nach einiger Zeit ausdünnt bzw. habe ich das hier auch oft gelesen.


    Dementsprechend ist es doch eigentlich egal, ob ich entweder eine F2 (schwach) im Spielbetrieb anmelde oder halt ne Spaßtruppe, die nur im Training kickt. Bei beiden Konstellation verliere ich Kinder.


    Dann gibt es noch die Möglichkeit der Mischung stark mit schwach. Hat aber auch Nachteile.


    Wie man's macht, ist's falsch.... =)

  • Aber zwingend eine Mannschaft melden, das ist wichtig, sonst hören die Spieler wahrscheinlich schnell auf. Als Trainer von einer schwachen und unzuverlässigen Mannschaft muss man schon sehr leidensfähig sein. Das halten nicht viele Trainer lange durch.

  • Moin, bei Spaßtruppe ist das Hauptproblem die Spiele. Ein Verein hat immer ein Interesse das zumindest die Pflichtspiele durchgezogen werden. Die ältere die Jugend, desto mehr Feldspieler desto mehr schmerzt jede Absage. Ich habe auch die "Scheißemacher" im Kader. Die wurden auch Anfang immer mitgenommen. Das "Scheißemachen" wurde mir im Laufe der Zeit zu viel.


    Sie sind zwar noch dabei , wurden aber durch Nichtnominierung nicht auch noch belohnt.


    Ich finde auch wenn man einen Mannschaftssport macht, zieht man ihn mit allen höhen und tiefen durch. In jeder Lebenslage kann man sich auch nicht aussuchen heute bleibt man daheim ( Schule, Arbeit). Man hat die Chance abzugehen, Job zu wechseln aber daheimbleiben ist nicht ohne Kosequenz.


    Beim Sport ist es legitim.


    Viele Eltern vergessen auch was das mit einem Trainer macht der Woche für Woche auf dem Platz steht und dann Absagen erhält.

  • ParkerS ja, so ist ja mein Gedanke: eine Mannschaft mit 10-12 zuverlässigen Spielern melden und in den Spielbetrieb jedes Wochenende schicken. Und den Unzuverlässigen und eher Lustlosen aus der gesamten Mannschaft halt nur das Training mit den anderen anbieten - in der Hoffnung, dass die sich entwickeln und irgendwann auch den Fußball ernster nehmen.


    Latinl sehe ich genauso. Jedes Kind/jeder Jugendliche und auch jeder Elternteil hats doch selber in der Hand, ob das Kind/der Jugendliche bei offiziellen Spielen dabei ist. Warum noch belohnen, wenn man kaum zum Training kommt oder auch generell sich beim Fußballtraining nicht anstrengt und mitmacht.

  • ParkerS ja, so ist ja mein Gedanke: eine Mannschaft mit 10-12 zuverlässigen Spielern melden und in den Spielbetrieb jedes Wochenende schicken. Und den Unzuverlässigen und eher Lustlosen aus der gesamten Mannschaft halt nur das Training mit den anderen anbieten - in der Hoffnung, dass die sich entwickeln und irgendwann auch den Fußball ernster nehmen.

    Ich hab Parker da anders verstanden. Er schlägt vor auch für die "Freizeitkicker" eine Mannschaft zu melden.


    Ich denke wenn du es so machst wie du vorschlägst, wirst du den Großteil der Freizeitkicker über kurz oder lang verlieren.

  • Ich denke, dass ein großes Problem die fehlende Verbindlichkeit ist, die von Einigen nicht eingegangen werden will. Dadurch kannst Du aber weder ein regelmäßiges Training noch Spiele planen.

    Wenn zu wenige kommen, dann kann man ja nicht einmal ein Abschlussspiel machen.

    Ich würde es aber auch mit einer gemeldeten Mannschaft ausprobieren. Manchmal wird man ja auch positiv überrascht.

  • ParkerS ja, so ist ja mein Gedanke: eine Mannschaft mit 10-12 zuverlässigen Spielern melden und in den Spielbetrieb jedes Wochenende schicken. Und den Unzuverlässigen und eher Lustlosen aus der gesamten Mannschaft halt nur das Training mit den anderen anbieten - in der Hoffnung, dass die sich entwickeln und irgendwann auch den Fußball ernster nehmen.

    Ich hab Parker da anders verstanden. Er schlägt vor auch für die "Freizeitkicker" eine Mannschaft zu melden.


    Ich denke wenn du es so machst wie du vorschlägst, wirst du den Großteil der Freizeitkicker über kurz oder lang verlieren.

    bringt nix. 3 mal nicht antreten weil die Freizeitkicker keinen bock haben ist Auschluss aus der Liga. Führt nur zu Problemen.

  • Ich glaube schon, dass das Konzept funktionieren kann, wenn man es transparent aufzieht und verschiedene Problemstellen angeht. Es gibt (viele) Spieler, die wollen einfach nur mit ein paar Jungs / Freunden kicken ohne Megazwang jede Woche. In den Städten finden sich auch (Erwachsene) Freizeitmannschaften zu einer Gruppe, die 2x im Jahr ein Turnier spielen, ansonsten ungezwungen trainieren.

    Mit der richtigen Konzeption kann das glaube ich funktionieren.


    Problem 1:

    Ehemalige Spieler sind als Trainer vermutlich zu oft ungeeignet. Die haben den Wettbewerbscharakter eingeschweißt und brauchen das auch... Als Trainer kann ich mir eher Pädagogen :-), Eltern / Mütter ohne (wenig) Fussballvorbildung durchaus vorstellen. Die bieten ja sonst auch so einiges an, Turn- Sport- Kindergruppen usw...


    Problem 2:

    Man könnte natürlich dann sagen, wir trainieren überwiegend und spielen 2x im Jahr an Hallen- Feldturnieren mit!

    Weiß nicht, ob das auch bei euch so wäre, aber bei uns wäre das zum Scheitern verurteilt. In Hallen- Feldturnieren spielt bei uns die Creme de la Creme der Bezirksspieler, da spielt keine Hobbymannschaft mit und geht dann lächelnd nach Hause.

    Was eher geht wäre entweder Gleichgesinnte zu finden, wenn andere Vereine ein ähnliches Konzept umsetzen würden, oder ein paar mal im Jahr gezielte Testspiele gegen ebenbürtige Gegner zu suchen.


    3,

    Warum dann nicht jedes Jahr Ende der Saison neu bewerten und eine Umfrage ansetzen.

    Machen wir so weiter, oder melden wir mal in einer Staffel? Daraus könnte sich dann doch ein Team finden. Eigentlich immer noch besser, als gar nichts...


    4,

    Wichtig wäre auch, dass die Gruppe groß genug ist, um stark schwankende Trainingsbeteiligungen auszuhalten.


    Aber grundsätzlich, warum nicht... :)

  • Genau, ohne Meldung einer Mannschaft hält das meiner Erfahrung nach max. eine Saison. Mit einer Mannschaftsmeldung hat man vor jedem Spiel eine Menge Spaß dabei, die Spieler abzutelefonieren um ein Team voll zu bekommen. Muss man als Trainer halt bereit zu sein. Das ist bei den Senioren oder Altsenioren übrigens auch nicht anders.


    Kinder und Jugendliche entscheiden sich doch häufig für Fußball, nicht weil die Sportart an sich so toll wäre, sondern weil man in seinem Umfeld (Familie/Freunde) und in Medien (TV/Print/Social Media) ständig damit konfrontiert wird. Und dann geht es doch nicht um das Kicken an sich sondern um das Spielen in einer Mannschaft, damit man Teil von diesem ganzen Konstrukt ist.


    Ich ziehe vor jedem den Hut, der den Weg einschlägt, es mit einer Freizeittruppe zu probieren. Ich würde bei mir den Weg auch ein weiteres Mal gehen aber ohne eine große Erwartungshaltung. Und wenn die Mannschaft sich nach 10 Wochen auflöst, dann ist es halt so. Wenn das Team 25 Wochen durch hält, noch besser. Da helfen auch keine größere Transparenz, regelmäßigen Abfragen und weniger/kein Leistungsdruck. Aber das wäre dann eher etwas für den Frustabbau-Thread.

  • Genau, ohne Meldung einer Mannschaft hält das meiner Erfahrung nach max. eine Saison. Mit einer Mannschaftsmeldung hat man vor jedem Spiel eine Menge Spaß dabei, die Spieler abzutelefonieren um ein Team voll zu bekommen. Muss man als Trainer halt bereit zu sein. Das ist bei den Senioren oder Altsenioren übrigens auch nicht anders.


    Kinder und Jugendliche entscheiden sich doch häufig für Fußball, nicht weil die Sportart an sich so toll wäre, sondern weil man in seinem Umfeld (Familie/Freunde) und in Medien (TV/Print/Social Media) ständig damit konfrontiert wird. Und dann geht es doch nicht um das Kicken an sich sondern um das Spielen in einer Mannschaft, damit man Teil von diesem ganzen Konstrukt ist.


    Ich ziehe vor jedem den Hut, der den Weg einschlägt, es mit einer Freizeittruppe zu probieren. Ich würde bei mir den Weg auch ein weiteres Mal gehen aber ohne eine große Erwartungshaltung. Und wenn die Mannschaft sich nach 10 Wochen auflöst, dann ist es halt so. Wenn das Team 25 Wochen durch hält, noch besser. Da helfen auch keine größere Transparenz, regelmäßigen Abfragen und weniger/kein Leistungsdruck. Aber das wäre dann eher etwas für den Frustabbau-Thread.

    bitter wird es wenn die mannschaft aufgelöst weil einige wenige keine lust mehr haben und es doch geschafft hast bei einigen die richtigen Knöppe zu drücken

  • Das ist genau das was ja oft heiß diskutiert wird.


    Kinderturnen, Tanzen etc. sind Dinge die ohne Ergebnis auskommen. Dort wird einfach gemacht und die Leute schauen zu.

    Beim Fußball dreht es sich immer um das Ergebnis. Man geht hin, um mitzufiebern, ob das eigene Team gewinnt.


    Ich bin fast 50 und spiele in einer Freizeitmannschaft einmal wöchentlich. Und auch da werden zwei Teams gebildet und die Motivation bildet sich daraus, dass man gewinnen möchte.

    Das ist das Naturell eines Duells!

    Wenn ich Darts gegen jemanden spiele, möchten beide gewinnen, wenn ich Kampfsport gegen jemanden mache, möchte ich gewinnen.

    Wir dürfen dieses Naturell eines Duells, und nichts anderes ist ein Fußballspiel, nicht aus den Augen verlieren!

  • Zum Thema Freizeitliga - die gibt es bei den Erwachsenen in fast jeder größeren Stadt. Beispiele:

    München: RBL - Royal Bavarian Liga 2026

    Augsburg: News - Augsburger Hobbyrunde

    Selbst der Verband macht das. z.B. bei den Frauen:

    hier mal eine Liga: Frauen Freizeitliga KF Mitte | Saison 25/26 | 13. Spieltag | BFV


    Fußball 9 oder Fußball 7 wird immer mehr Einzug erhalten, damit überhaupt noch Fußball gespielt werden kann.


    Und Spiele am Wochenende als Belohnung verstehe ich auch nicht.

    Ab der C bzw. B-Jugend brauchst du jeden um überhaupt spielfähig zu sein - somit ist das Kontraproduktiv. Und darunter erschließt es sich mir auch nicht - wir müssen den Spielbetrieb so organisieren, dass jeder spielen kann.

  • Ich bin fast 50 und spiele in einer Freizeitmannschaft einmal wöchentlich. Und auch da werden zwei Teams gebildet und die Motivation bildet sich daraus, dass man gewinnen möchte.

    Das ist das Naturell eines Duells!

    Genau das wäre es dann auch. Dann halt im Jugendbereich. Für viele reicht das vermutlich. Bolzplatz ist auch nichts anderes, nur dann organisiert.


    Das Problem ist, eher Angebot und Nachfrage.


    1,

    Ein Angebot für eine Jugend Freizeitmannschaft gibt es bei uns quasi nicht. Kenne keine...

    2,

    Das heißt aber nicht automatisch, dass dafür keine Nachfrage da wäre.


    Ich vermute, dass es wahrscheinlich eher in Städten funktioniert, wo aus einem großen Spielerpotential genug Spieler für dieses Konzept zusammenkommen könnten.