Ich habe vor Jahren mal das Gespräch mit dem Extrainer meines Sohnes gesucht. Und zwar auch deshalb, weil der Kleine (damals acht Jahre alt) manches nicht so gut fand. Ich habe mir dann für das Gespräch erst mal drei Dinge rausgesucht, die auch objektiv gegen das (auf der Vereinshomepage veröffentlichte) Jugendkonzept vertsoßen haben, das sich ganz toll las (aber wahrscheinlich einfach irgendwo abgeschrieben war, weil es heute modern ist, sowas zu haben, aber nicht, weil man sich wirklich daran halten will). Das waren, wenn ich mich richtig erinnere: Kopfball trainieren (in der unteren F!), Runden drehen, Rumschreien während des Spiels inklusive unangemessener Kritik an einigen Kindern. (Letzteres betraf nicht mal meinen Sohn, aber auch der fand es immer schlimm, wie z.B. der Torwart bei Fehlern runtergemacht wurde.) Das Gespräch war komlett sinnlos, er fühlte sich von der ersten Sekunde an angegriffen, obwohl ich zum wahrscheinlich heikelsten Punkt (nämlich sein Verhalten während des Spiels) gar nicht gekommen bin. Jugendleiter konsultiert: "Schau Dir das Training mal an, hat das was mit dem zu tun, was ihr auf Euerer Homepage stehen habt?" War komplett sinnlos. Ein Jahr später das Kind den Verein gewechselt, war die einzig gute Lösung (jetzt ist er 12 und spielt seit drei Jahren im neuen Verein). Und da wundern sich immer manche Leute, warum man vom Heimatverein weggeht. Vor allem, wenn man bedenkt, daß es ohne Zweifel noch viel ungeeignetere Trainer gibt als den, von dem ich oben gesprochen habe. Das habe ich - glaube ich - hier schon mal geschrieben: Wenn ich mich meinen Kindern gegenüber so verhalten würde, wie das (leider viel zuviele) Trainer mit den ihnen anvertrauten Kindern machen, würden die Nachbarn das Jugendamt anrufen. (Okay, das letzte war jetzt etwas off topic, aber das, was ich am Wochenende bei einem Turnier mal wieder erleben mußte, regt mich immernoch auf.)