Beiträge von open-minded

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

    Kurzer Zwischenstand:

    so, jetzt bald 2 Monate (!) nach der Erstsichtung wissen alle immer noch nichts !

    (gut, es waren die Pfingstferien dazwischen)

    Inzwischen gab es für die Kids, welche die erste Runde erfolgreich gemeistert hatten (ca. 30 Stück), eine zweite Runde.

    Dabei wurden die Kids aufgeteilt (je ca. 8) und zu verschiedenen Terminen nochmal gesichtet, teils von Termin zu Termin unterschiedlichen Trainern mit unterschiedlichen Übungen wie ich glaube.

    Spielformen fanden gemischt mit dem ja zur gleichen Zeit anwesenden älteren Jahrgang statt. 7 gg 7 oder mehr! Wie sich da ein eingeschüchtertes Jungtalent in Szene setzen will ist mir rätselhaft?!

    Die beiden Male die ich zugesehen habe war der Trainer alleine.

    Nächsten Montag ist der letzte Schwung an der Reihe.

    Aber damit nicht genug, jetzt wurden alle per E-mail informiert, dass am 8.7. nochmals alle Überlebenden der ersten Runde an einem gesonderten Training im Rahmen des regulären Betriebs teilnehmen müssen. (...hoffentlich dann mit mehr als einem Trainer:D).

    Sorry, aber das hat mit dem Grundgedanken der veränderten Sichtungsmodalitäten rein gar nichts mehr gemeinsam.

    Es wirkt auf mich so, als wenn nach der schönen "Kulisse" jetzt die Stöpselei Oberhand gewinnt.:/X/


    Wie ist es denn andersorten gelaufen ?

    ...lohnt sich das für einen KiFu trainer?

    ich find schon, wobei im Kurs selber auch viel vom Kursleiter abhängt. Unser Kursleiter war aktiver Trainer eines Landesligisten und hatte Spaß daran uns auch wirklich brauchbare Dinge zu vermitteln.

    Nach dem ich den Schein hatte bin ich der hiesigen Trainergemeinschaft beigetreten.

    Hier hat man die Möglichkeit in regelmäßigen Abständen immer wieder an Fortbildungen mit meist recht interessanten Referenten teilzunehmen und man lernt einfach andere Trainer kennen. (Netzwerk vergrößern).

    Ist halt so wie "Trainer E" schon schreibt, wenn du ohnehin fortbildungsfreudig bist dann auf alle Fälle Daumen hoch.

    Im Training haben wir kaum Konditionsprobleme, machen aber halt auch verschiedene Übungen mit Pausen dazwischen und zum Schluss ca. 20 Minuten Spiel.


    Bei meinen Jungs fällt mir bei den richtigen Spielen auf, dass so ca. die Hälfte der Spieler nach 10, 15 Minuten konditionsmäßig am Ende ist.


    Im Training reicht die Ausdauer für 70 min +20 min Spiel und im Punktspiel ist nach 10 Minuten "die Luft raus"?

    Dann ist das Training im Gesamten zu wenig fordernd.

    Zu den schon genannten Tips ergeben sich noch folgende Punkte mit ggfs. Optimiertungsmöglichkeiten:

    - wie sehen die von dir genannten Pausen aus? Wie oft sind diese? Wie lang dauern diese? Was machen die Kids in diesen genau?

    Welche Ablenkungen ergeben sich im Trainingsalltag zusätzlich noch? Elterngespräche, Trainerkollegen kommen zum Quatschen, Organisatorische Dinge wie z.B. Geld und Anmeldebögen einsammeln ect. ect.

    Finden in der Trainingszeit Besprechungen zum letzten oder nächsten Spiel statt?

    Wie lange dauern die Erklärungen zu Übungen?

    Wieviel Zeit vergeht mit Korrekturgesprächen?

    Ist der Trainingsbeginn pünktlich und das Training gut vorbereitet so dass es gleich losgehen kann?

    Wird in den Trainigsspielen die Positionen immer wieder getauscht?

    ?thumbnail=1

    ...na, weil die überstehenden Rohrenden (Bodenspieße ?) gefährlich aussehen.

    Fußballtore, die auf Sportanlagen verwendet werden müssen bestimmte gesetzliche Anforderungen erfüllen soweit ich informiert bin.

    Ob das auf das Tor auf dem Foto zutrifft kann ich zugegebener Maßen nicht sagen.

    neue BFV-Info zu den "Erfolgszahlen" von Stützpunkt und BFV-NLZ


    "Das Internationale Fußball-Institut in Ismaning hat 2017 gemeinsam mit dem BFV den "bayerischen Weg" der besonderen Nachwuchsförderung im Freistaat untersucht. Ergebnis der empirischen Verbleibstudie: Wer als Talent eines der in Bayern installierten Nachwuchsleistungszentren (NLZ) besucht, besitzt nachweislich deutlich größere Chancen, später einmal den Sprung in ein Bundesliga-Leistungszentrum zu schaffen und auch im Profifußball Tritt zu fassen. 5,9 Prozent der BFV-NLZ-Spieler (untersucht wurden über 6000 Profile) schafften den Sprung in einen Verein der ersten bis vierten Liga, wo hingegen die Quote bei den reinen DFB-Stützpunkt-Absolventen bei 2,5 Prozent liegt. "Das zeigt, dass der bayerische Weg mit einer zusätzlich eingezogenen NLZ-Ebene der absolut richtige ist", betont Reinhold Baier, "mit der groß angelegten Studie wird uns das jetzt auch klar bestätigt."

    So, am Samstag war die Talentsichtung (bayerischer Stützpunkt).

    Gemeldet waren am Schluss 150 Kinder, so dass eine Vormittags- und eine Nachmittagssichtung stattfand.

    Insgesamt hat den Kids das neue Konzept (Spielen mit Kupels statt Üben mit Fremden) sehr gut gefallen.

    Sie waren gelöst und konnten relativ befreit zeigen was sie können.

    Für die Sichter war es herausfordernder, da bei Übungen wie sie in der Vergangenheit durchgeführt wurden ja immer nur der jeweilige Schwerpunkt zu bewerten war. Nun mußte man eben in den Spielen verschiedenste Kriterien registrieren.

    Zum Ende hin wich man vom Konzept etwas ab, da es bis dahin nicht gelungen war etwas Aussagekräftiges über die Torleute zu erhalten.

    Diese spielten ja bis dahin als Feldspieler (Funino, Dribbeltore) mit und waren wenn überhaupt lediglich in der Spielform 4gg4 auf Jugendtore im Kasten zu sehen.

    Also wurden diese aus den Teams gezogen und seperat auf torwartspezifische Anforderungen geprüft. Die Restteams spielten weiter.

    Am Ende wurde uns Trainern überraschend gesagt, wer es in die nächste Runde geschafft hat. Vorher hieß es, die Kids werden die nächsten Tage vom BFV kontaktiert.

    Von meinen 6 haben es zwei geschafft, es gab aber auch Teams, wo niemand weiterkam.

    Ich denke mal, ca. 30 Spieler haben es in die nächste Runde geschafft, wo sie dann nochmals auf 12 reduziert werden.

    Das sind vorr. mehrere Termine die wir noch nicht wissen.

    Fazit:

    Grundidee der neuen Sichtungsmethode ist für die Kids angenehm, für die Sichter aber komplizierter. Da kann man nicht mehr jeden hinstellen.

    Die Einladung und Organisation war vom BFV so "hopplahopp" durchgezogen. Man verließ sich darauf, dass die Leute vor Ort das schon irgendwie hinbekommen.

    Bleibt zu hoffen, dass die gesammelten Erfahrungen für zukünftige Sichtungen sinnvoll verwertet werden.

    Mein Eindruck wurde beim Anblick so vieler junger fußballbegeisterter Kids bestärkt --> eine Reduzierung der Förderplätze erscheint mir unsinnig (außer finanziell evtl.) !!!