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  • Um wen geht es?

    "Als ... 20 Jahre alt war, lehnte ihn die Kunstakademie ab. Also begann der Österreicher, Sport und Geografie auf Lehramt in Wien zu studieren. Fußball spielte er nur zum Spaß nebenbei in seiner Heimat, dem Burgenland. Vierte Liga.

    13 Jahre später spielt ... Bundesliga."

    Quelle und Auflösung

  • "Was bringt es, wenn man im Jugendbereich schon früh „Elf gegen Elf“ spielt? Da bekommt der Linksaußen alle 15 Minuten den Ball. Wir sollten auf Kleinfelder setzten. Auf engem Raum nehmen alle Spieler permanent am Geschehen teil und verbessern ihre technischen Fertigkeiten. Zudem würde ich auf Tabellen verzichten. Gewinnen ist wichtig, aber nicht alles. Die Freude am Sport muss für die Kinder zunächst im Mittelpunkt stehen."

    Quelle und Auflösung

  • "Heute spielen die Kinder oft überhaupt nicht, sie werden nur zweimal pro Woche bei einem Dorfverein trainiert. Von einem meist sehr engagierten Coach, der aber leider oft seine Erwartungen erfüllen will und nicht die der Kinder."

    Quelle und Auflösung - aus meiner Sicht ein interessantes Interview

    ...finde ich auch.

    ...die Erkenntnisse dieses Trainers, gewonnen aus dieser sehr speziellen Konstellation sollten Beachtung finden.


    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die du siehst, eine die ich sehe und eine die wir beide nicht sehen.

  • Interessant, aber so rundum gut finde ich das nicht:

    - Scouting ab U8, die Spieler werden sehr früh zentral zusammen gezogen, das finde ich schwierig. Es ist ja eigentlich Konsens hier im Forum, dass das für eine Talentprognose eigentlich zu früh ist. Und so klein ist Luxemburg auch nicht, dass man da in 15 min von überall im Land zu einem zentralen Trainingsort anfahren könnte.

    - "Entscheidend ist der Trainer" -> das sehe ich anders

    Was mir aber sehr gut gefällt, ist die Tatsache, dass sie langfristig an den (einmal ausgewählten) Jungs festhalten. Er begründet das damit, dass sie nicht anders können, aber es scheint ja zu funktionieren.


    Grüße

    Oliver

  • Was mir aber sehr gut gefällt, ist die Tatsache, dass sie langfristig an den (einmal ausgewählten) Jungs festhalten.

    danke, dass du das nochmal herausstellst!

    Beachtung sollte eben dieses langfristige Festhalten finden und weniger die von dir zurecht kritisierten Dinge!


    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die du siehst, eine die ich sehe und eine die wir beide nicht sehen.

  • "Ich zitiere an dieser Stelle gerne einen ehemaligen Bundesliga­spieler von mir, der meinte: Trainer, wir brauchen unbedingt die Vorgaben, aber wir wollen auch frei sein! Das spiegelt den ganzen Komplex ja gut wider. Wir müssen allerdings aufpassen, egal ob im Jugend- oder Erwachsenenbereich, dass wir Freude und Kreativität nicht abtrainieren."

    Quelle und Auflösung

  • Am Dienstag spielt Paris gegen Leipzig oder

    „Kein Kind hat mit dem Fußball angefangen, um zu verteidigen.“ (Thomas Tuchel)

    "Ziel muss es sein, mehr Individualisten auszubilden, technisch starke Spieler. Weniger Konzeptspieler – mehr freche Straßenkicker. Dabei halte ich das Drei-gegen-drei auf Minitore für alternativlos, um mehr Ballaktionen zu haben, Eins-gegen-eins-Situationen, Abschlüsse. Auch körperlich schwächere Spieler kommen so häufiger an den Ball." (Julian Nagelsmann)

  • "Ich durfte drei Mal bei den Profis mittrainieren. Der Unterschied zur Regionalliga ist enorm. Das Tempo ist brutal schnell. Die Profis wissen im Kopf schon, was zu tun ist, bevor sie den Ball bekommen."

    Ich gehe davon aus, dass das keiner lösen kann, aber ich fand das Zitat sehr schön, weil ich der Meinung bin, dass wir Kindern schon dieses Gedankengut mitgeben sollten bzw. es trainiert werden muss.

    Quelle und Auflösung


    Und Pirlo hätte ja jeder erraten ;): "Fußball spielt man mit dem Kopf. Deine Füße sind nur dein Werkzeug."

  • Vielmehr steht ?? auf junge Spieler, "die auch mal die Schule geschwänzt haben, auch mal mit dem Trainer schimpfen"; auf "Jungs, die frech bleiben, die sich nicht in der klaren Konformität eines NLZ wiederfinden, die auch mal ausbrechen". Denn: "Das sind oft die Spieler, die später eine gewisse Art von Leadership annehmen können, die in spielentscheidenden Situationen vor nichts Angst haben, die mutig sind."

    Quelle und Auflösung

  • "?? ist einer von den Jungs, die immer gewinnen wollen, die in jeder Sekunde des Spiels Gas geben, Druck auf den Gegner machen, Tore schießen wollen...Und deswegen ist er jetzt schon so gut, wie er ist."

    Quelle und Auflösung

    Das passt perfekt zur parallel verlaufenden Diskussion über die Nationalelf hier im Forum, sowie der Frage welche Werte man den Kindern im Sport mitgeben sollte.
    Neben Fairness und Freude / Leidenschaft an der Sache, muss es meiner Meinung eben auch der Wille zu gewinnen sein. Nicht um jeden Preis und vor allen nicht unter Ausschluss von Fairnessregeln, aber schon mit dem Ziel immer sein bestes zu geben und möglichst am Ende das bessere Team zu sein.
    Ähnlich motiviert wie Haaland kommt derzeit wohl nur noch Kimmich rüber.

  • "?? ist einer von den Jungs, die immer gewinnen wollen, die in jeder Sekunde des Spiels Gas geben, Druck auf den Gegner machen, Tore schießen wollen...Und deswegen ist er jetzt schon so gut, wie er ist."

    Quelle und Auflösung

    Das passt perfekt zur parallel verlaufenden Diskussion über die Nationalelf hier im Forum, sowie der Frage welche Werte man den Kindern im Sport mitgeben sollte.
    Neben Fairness und Freude / Leidenschaft an der Sache, muss es meiner Meinung eben auch der Wille zu gewinnen sein. Nicht um jeden Preis und vor allen nicht unter Ausschluss von Fairnessregeln, aber schon mit dem Ziel immer sein bestes zu geben und möglichst am Ende das bessere Team zu sein.
    Ähnlich motiviert wie Haaland kommt derzeit wohl nur noch Kimmich rüber.

    ..wenn man nur die Spieler im Rampenlicht sieht (auch da gibts mit Müller, lewandowski etc.. noch unzählige mehr) ist das vllt. so.

    Ohne einen gewissen Willen wäre überhaupt niemand Profi geworden.

    Intrinsische Motivation ist und bleibt das wichtigste, egal auf welchem Niveau. Wer sich immer selber verbessern will, und das

    vergleichen (macht ohnehin unglücklich) mit anderen sein lässt, der will ohnehin auch die Früchte sehen.

    Ich opfere ja auch nicht meine Freizeit für ein Hobby, und bin dann mit bescheidenem Fußball zufrieden. Ich möchte Samstags guten Fußball sehen. Und zwar bevor die Buli-Übertragung auf Sky kommt.

    Gewinnen will übrigens nahezu jedes Kind, kenne kaum eines, dem das total egal ist. Nur nicht jedem ist das klar, das man sich selber dafür verbessern muß. Wieviel Spaß das macht, sich selber zu verbessern, sollte man den Kids vermitteln können. Zeigen wie geil das ist, wenn Sie tollen Fußball zeigen und sich belohnen. Um viel mehr geht es nicht.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • „Ich habe Verständnis für vieles – aber vor allem bei einem Punkt gibt es bei mir eine klare Grenze: Es geht immer um die Qualität. Joshua Kimmich versucht immer, der beste Joshua Kimmich zu sein, den es gibt. Bei Robert Lewandowski ist es das Gleiche, auch bei Thomas Müller, Leon Goretzka und noch vielen anderen - und das ist der Anspruch, wenn ich Profi beim FC Bayern bin. Im Umkehrschluss heißt das auch: Wenn ich nicht permanent für den Extrameter bereit bin, habe ich beim FC Bayern nichts zu suchen. Und ich habe kein Verständnis dafür, wenn das jemand nicht begreift. Wir brauchen hier keinen Spieler, der immer nur so hoch springt, wie er springen muss. Die Einstellung muss sein, sich jeden Tag verbessern zu wollen. Aber genau das sehe ich in dieser Mannschaft bei jeder Kleinigkeit: Schon beim Fußballtennis im Training will keiner verlieren."

    Quelle: Bayern Magazin; 51 - Dezember 2020