Beiträge von petr

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    Es macht Sinn deine Übungen regelmäßig durch Variationen so zu verändern, dass der inhaltliche Ablauf ähnlich bleibt, aber du nicht jedes mal neu erklären musst, sondern nur kurz zeigst was anders läuft (Aufbau, Regeln, ...). Ansonsten kann es durchaus sein, dass bestimmte Übungskategorien bei mir ständig (bis zu 4x in der Woche) stattfinden.


    Zwischendurch versuche ich auch gänzlich neue Sachen. Wenn die sich bewähren bleiben sie wenn nicht muss das ganze überarbeitet werden und zu einem späteren Zeitpunkt neu getestet werden.

    Hallo,


    ich würde es nicht machen, der Erfolg wird sich sehr in Grenzen halten. Du wirst wahrscheinlich nicht nur bei den Spielern auf taube Ohren stoßen. Wenn du Pech hast gehen die Eltern noch auf die Barrikaden und sehen sich in ihren Kompetenzen beschnitten... Zumal dir über die Ferien der Zugriff fehlt.


    Mir persönlich fehlt leider auch etwas die Argumentationsgrundlage. Meine Spieler sind (bis auf wenige Ausnahmen) alle fit und durchtrainiert (obwohl Chips etc. auf dem Tagesplan stehen, ...). Bleibt noch der langfristige gesundheitliche Aspekt. Aber diese Sichtweite haben nur die wenigsten Spieler im U15 Alter.


    Immerhin habe ich es schon geschafft, dass die Spieler zumindest bei Turnieren auf Koffein/Softdrinks/Chips etc. freiwillig!!! verzichten.

    Also dokumentierst du nicht die Einheit als Ganzes sondern immer nur Übungen daraus und ob sie funktionieren oder nicht, was man variieren kann/muss etc?


    Hat denn jemand einen Jahresplan schriftlich für sich erstellt (in dem er periodisiert nach Saisonphasen Sachen wie Umfang/Belastung/Inhalte/Themen plant und festhält)?


    Liest man sich Dokumente wie die von mir angehangenen durch, erkennt man (egal wer es jetzt dokumentiert hat von den Verantwortlichen), dass es im Profibereich durchaus eine Jahresplanung/Zyklisierung gibt, die scheinbar auch festgeschrieben als Dokument irgendwo existieren muss (Mikro-, Meso-, Makrozyklen, Belastungsstruktur, usw.). Ich kenne das auch aus anderen Sportarten im oberen Leistungsbereich so.


    Für mich erschließt sich jedoch der Nutzen einer solchen aufwändigen Dokumentation (rein das Aufschreiben/Zeichnen/Digitalisieren) nicht so ganz. Was will ich damit erreichen? Präsentationsgrundlage anderen Trainern/Öffentlichkeit gegenüber? Auswertung älterer Einheiten zur Fehleranalyse?

    Hallo,


    danke für die ersten Antworten.


    Wie ich euren Beiträgen entnehme plant ihr schriftlich/elektronisch in mehr oder weniger großem und genauem Umfang eure einzelnen Einheiten VORHER durch. Ihr stimmt mir sicherlich zu, dass man mit entsprechendem Erfahrungsschatz und "Talent" diese Mikroplanung auch rein gedanklich ohne Notizen durchführen kann. Habt ihr feste Vorlagen für die EInheiten oder macht ihr das auf einem Blanko-Papier/Notizheft nach veränderlichem Aufbau...?


    Dokumentiert ihr denn NACH den Einheiten auch was ihr am Ende tatsächlich gemacht habt irgendwo schriftlich/elektronisch? Wenn ja welchen Erkenntnisgewinn erhofft ihr euch von einer solchen retrospektiven Trainingshistorie? Wenn nein, warum nicht?


    Wie haltet ihr es mit Anwesenheitslisten? Kurz meine Meinung dazu: Ganz nett um Spielern vorzuhalten, wie ihre Beteiligung ist (sicherlich im unteren Jugendbereich mal sinnvoll), insgesamt aber wenig aussagekräftig für mich. Ich sehe in den Aktionen im Spiel/Training sehr gut wie jemand am Training teilgenommen hat (Anwesenheit und Intensität/Fortschritt). Anwesenheit alleine sagt nichts aus (auch das ist sicherlich im Breitensport/unteren Jugendklassen anders, wo man dann auch mal den fleißigsten auszeichnen kann ungeachtet der Leistung).


    Ich habe bislang auch noch niemanden dauerhaft zu mehr Training motivieren können, weil er in der Trainingsstatistik ganz unten war. Die haben zwar immer beteuert, sie werden mehr kommen, das war aber immer Strohfeuer was nach relativ kurzer Zeit wieder im alten Muster aufgegangen ist, wenn sich überhaupt mal was geändert hat.

    Hallo,


    wie alle Jahre zuvor auch, bietet die Zeit während der Schulferien immer wieder Gelegenheit seine Vorgehensweisen und gewisse Mechanismen rund um das Training zu überprüfen, um dann frisch und vielleicht besser in die neue Saison zu starten als das Jahr zuvor.


    Ein sensibler Punkt für mich ist Trainingsplanung und Dokumentation. Ich weiß es gibt viele Lösungen (webbasiert wie easy2coach, eigene Exceldatein, bloße Zettelwirtschaft, und und und). Es geht mit auch weniger um das WIE als um das WARUM und OB überhaupt...


    Für mich stellt sich eine grundlegende theoretische Frage. Welchen Nutzen will man eigentlich aus einer Dokumentation des Trainings im Spielsport genau ziehen, steht dieser Nutzen im geeigneten Verhältnis zum betriebenen Aufwand? Bin ich mit Dokumentation besser als ohne, kann ich früher gegensteuern, kann ich bessere Erkenntnisse gewinnen als durch die ständige Beobachtung während der Einheiten/Spiele?


    Bei Einzelsportarten (Schwimmen, Leichtathletik, Gewichtheben, usw.) bin ich der Meinung, dass Dokumentation und Planung im Sinne eines progressiven Trainingsaufbaus (Umfänge, Belastungssteuerung) notwendig und sinnvoll sind. Ist das bei Spielsportarten auch so?


    Ich habe die letzte Saison das erste Mal gänzlich ohne Dokumentation (Jahresplan, Anwesenheit, Übungen, usw.) durchgeführt. Wir haben unsere Ziele zwar denkbar knapp verfehlt, aber das lag weniger an einer systemtheoretischen Schwäche als an der Tagesform und individuellen Geschehnissen in den entscheidenden Spielen. Ich habe dadurch extrem viel Zeit in der Vor- und Nachbereitung gespart. Bin zu Trainingseinheiten mit einem Schwerpunkt im Kopf (ja im Kopf habe ich noch einen inhaltlichen Jahresplan) erschienen und habe nahezu jede EInheit zwar im Kopf durchgeplant aber letztlich live vor Ort organisiert und durchgeführt, je nachdem was die Spielerdecke und das Niveau hergegeben haben. Wenn ich gemerkt habe, dass bestimmte Dinge in Spielen nicht funktionieren bzw. im Training, dann habe ich direkt gegengesteuert.


    Es wäre super wenn jeder mal kurz antworten könnte:


    - in welchem Umfang (nur rudimentär, sehr detailliert, vielleicht auch mit Zeitaufwand vor/nach der Einheit)
    - auf welche Art und Weise (elektronisch, Papierform, ...)
    - mit welchem Hintergedanken (Ziel des Ganzen)
    - mit welchen Ergebnissen (was er vielleicht sonst nicht erkannt hätte)


    er Training plant und dokumentiert.


    Danke!

    http://www.faz.net/aktuell/spo…echte-trainer-160777.html


    Finde es interessant, dass man dreizehn Jahre nach dem obigen Artikel immer noch mit vergleichbaren Problemen kämpft ohne eine wirklich tragfähige Lösung gefunden zu haben.


    Das zeugt von strukturell schwacher Arbeit in den Verbänden. Die Rahmenbedingungen die gesetzt werden sind offensichtlich immer noch nicht geeignet, um schlechte Trainer, schlechtes Training, Alkohol, Gewalt, etc. aus dem Sport zu treiben und zu verbannen. Den Vereinen ist dabei nur bedingt Schuld beizumessen. Die bewegen sich immer nur in dem Rahmen der zur Verfügung steht (meist am unteren Ende).

    Aber so 100% habe ich das nicht verstanden. Was meinst Du damit, dass du weit von deiner pädagogischen Linie abgekommen bist?

    Ich war immer ein Verfechter der ausschließlichen Positivkritik. Das hat auch lange funktioniert, bis ich gemerkt habe, dass bestimmte Punkte bei bestimmten Spielern (das kann mal die Disziplin sein, mal eine Bewegungstechnik oder taktische Komponente) sich nicht mehr verändert/verbessert haben, trotz intensiver Arbeit daran. Mittlerweile kann ich den Frust nicht mehr zurückhalten, wenn diese Punkte überhand nehmen. Verbissenheit ist es nur von meiner Seite aus. Den Jungs geht manche Sache am A.... vorbei. Und das zeigen sie auch. Sehen da nicht die notwendige Sorgfalt/Präzision in manchen Dingen wie ich.


    Das Problem ist, dass die Jungs nicht einfach eine Saison zu Ende spielen sondern wirklich nochmal ein Höhepunkt wartet in dem es unter anderem um die Ausgangssituation fürs nächste Jahr geht. Dieses Spiel zu gewinnen ist für diese Mannschaft die letzte Chance eine mittelfristige 2-Jahreszielstellung (die sie sich selbst gesetzt haben) zu erfüllen. Also sind eigentlich alle heiß drauf.


    Ich glaube nicht, dass ich in den verbleibenden zwei Wochen noch maßgebliche Dinge taktischer Natur verändern kann (die Erfahrung belegt dies), deshalb die Überlegung nur auf positive Stimmung zu gehen und physisch noch das ein oder andere zu verbessern.


    Planen und umsetzen sollen sie nur das Training (zum Spiel bin ich für sie da). Ich hoffe, dass sie sich dadurch etwas mehr mit unserer taktischen Grundausrichtung auseinandersetzen, da sie diese Dinge nun selbst erarbeiten müssen (hoffentlich auch wollen).

    Hallo,


    ich brauche mal eine Meinung von euch zu folgendem inneren Konflikt.


    In zweieinhalb Wochen steht bei uns (Handball) der absolute Saisonhöhepunkt an. Ich habe das Gefühl immer mehr meiner Spieler in den letzten Wochen/Monaten immer häufiger nicht mehr motivieren/erreichen zu können bzw. das Gefühl, dass sie bestimmte Inhalte die ich für wichtig erachte, als nicht notwendig abwinken/nicht konzentriert darauf eingehen oder eine andere Auffassung davon haben was es im Spiel unbedingt braucht und was nicht. Bestimmte Kritik können sie auch nicht nachvollziehen (für mich vollkommen unverständlich in manchen Punkten das anders zu sehen). Die Stimmung ist leider oft gereizt und angespannt (nur während des Trainings, danach/davor ist alles super). Ich gebe mir zurecht die Schuld daran. Ich bin mir bewusst, dass ich pädagogisch von meiner eigentlichen Linie weit abgekommen bin...


    Nun ist es so, dass die Leistungen nicht schlecht sind oder schlechter werden sondern es eigentlich stark bergauf geht. Die Mannschaft hat über die letzten Jahre eine grandiose Entwicklung hingelegt und sich auf überregionaler Ebene etabliert. Auch innerhalb der Saison hat sich mit steigendem Konfliktpotential stärkere Leistungen gezeigt.


    Man muss dazu sagen, dass ich diese Truppe (C-Jugend älterer Jahrgang) seit mittlerweile fast vier Jahren betreue und Abnutzungserscheinungen normal sind. Jetzt bin ich geneigt die nächsten zweieinhalb Wochen gänzlich in die Hände der Jungs zu legen, was Planung/Umsetzung (darin haben sie bereits Erfahrung) angeht. Ich bin zwar da um zu pfeifen, will mich aber mit Kritik ganz raushalten und Ihnen die Chance geben IHR Turnier nach ihren Bedürfnissen vorzubereiten. Wie steht ihr dazu?

    Das was der Dachverband einer Sportart anbietet ist in jedem Fall immer nur eine Rahmentrainingskonzeption in der festgelegt wird was Inhalte und Ausbildungsziele sind und wie grundlegend ein Training aussehen sollte (Anteil Spielformen, Übungen z.b.), was meiner Meinung nach schon fast zu weit geht weil es mich als Trainer in meinem didaktisch-methodischen Vorgehen erstmal beschränkt, aber für den unerfahrenen Trainer einen guten "roten Faden" liefert. Oder so Sachen wie z.B. auch Personalschlüssel und andere Trainingsbedinungen aussehen sollten. Das ganze nach Altersklassen gestaffelt.


    Mehr kann und sollte ein solcher Dachverband auch gar nicht machen, weil durch konkretere Vorgaben die Individualität der Ausbildung verloren ginge.
    Wie ich als Trainer didaktisch das Erlernen meiner Sportart verstehen will und dies dann methodisch vermittle ist das was eben gute von sehr guten Vereinen unterscheidet. Wenn es beim DFB und co. feste Vorgaben im Konzept gäbe wie ein technisches Leitbild aussehen soll, würden es alle so ausbilden und Variabilität würde verloren gehen, Entwicklung nicht stattfinden. Sportarten erreichen nur dann die nächste Stufe, wenn sich Trainer und Vereine neuen Ansätzen und Visionen verschreiben und "altem" abschwören.


    Sowas wie technische Leitbilder haben meiner Meinung nach aber nichts in einem Konzept zu suchen, sondern sind Sache der jeweiligen Trainer und unterliegt so vielen Schwankungen, dass jegliches Festschreiben vergebens wäre. Ich teste dies und das nach neuem Ansatz, revidiere, korrigiere, evaluiere erneut und verwerfe es am Ende vielleicht sogar komplett. Derartige Dinge sind Gedankengut das man nicht festschreiben kann und muss, mal Schall und Rauch.

    Ich finde du lässt dich zu sehr "an der Nase" herumführen. Die Spielerinnen merken, dass du bislang versuchst sehr viel zu schlichten, aber immer ohne Eingeständnisse aus Sicht der Spielerinnen. Für sie gab es bislang keine Einschränkungen zu befürchten wenn sie sich nicht ändern. Das Ausladen vom Spieltag ist jetzt ein Schritt, der beiden klar macht, dass sie Einschnitte hinnehmen müssen, wenn sie nicht daran arbeiten. Deshalb würde ich das im nächsten Schritt schon in großer Runde ansprechen und klar sagen, entweder läuft es so wie DU das haben willst oder du schließt den Laden zu und machst das Licht aus.


    Es geht auch weniger darum, dass sie sich jetzt vor versammelter Mannschaft umarmen und vertragen, sondern, dass ALLE klar informiert werden, was ab jetzt wie läuft! Hier bist du nicht als Freundin oder verständnisvolle Trainerin, sondern als klarer Leitwolf der Gruppe gefordert.

    Ich würde ein Gespräch mit der gesamten Mannschaft einberaumen.


    Dort dann vor allem die beiden betroffenen Spielerinnen vor die Entscheidung stellen, dass solange sie beide im Training nicht zumindest miteinander auskommen, du weiter so verfährst wie jetzt im Spiel (beide bleiben zu Hause). Sie haben es dann selbst in der Hand das Problem zu lösen und du bist mal die "Schuldige". Nicht die beiden Mädels.


    Ich sehe hier leider langfristig entstandene Probleme (gerade ob der Mannschaftsspaltung).


    Ich hatte mal einen ähnlichen Fall. Zwei D-Jugendsportler die sich gegenseitig ausstachen um die Führung der Mannschaft (Inkl. Kapitänsamt) zu übernehmen. Habe damals klar gemacht, dass beide fliegen wenn sie sich nicht miteinander arrangieren. Hat gut funktioniert. Heute sind beide "gute" Freunde, arbeiten im Spiel zusammen, sind mannschaftsdienlich. Den Punkt hast du leider aus meiner Sicht schon überschritten, da die Mannschaft schon mit drin steckt. Wirfst du eine raus, werden einige Mitspielerinnen mitziehen. Gehen beide, bricht die Mannschaft aufgrund fehlender Leistungsträger vielleicht gänzlich auseinander.

    Trainieren sie mehr und investieren mehr in den Sport als die anderen? Dann haben sie sich auch mehr Einsatzzeit verdient als die "Freizeitkicker" die nach ihrem gusto grade kommen wie sie wollen und mehr durchs Training geschleift werden als alles andere. Ich würde sie in diesem Fall von Anfang an spielen lassen (und das wirklich von der Trainingsbeteilgung und eigenen Motivation abhängig machen, nicht von der zu erwartenden Leistung).


    Wenn es was die Beteiligung und Motivation angeht keine (großen) Unterschiede gibt, haben die Älteren natürlich Vorrang.

    5 tage sind auch recht lang, und dann noch 16 jährige...? oha, das hätte ich nicht gemacht, auch nicht in meinem hohen alter...
    selbst bei "nur" zwei übernachtungen ist die zweite nacht oft schon grenzwertig.
    ich weiss ausserdem, dass meine B seinerzeit nach einem WE mit fünf trainingseinheiten schon echt bedient war...


    Danke für deine Info. Natürlich ist das vielleicht vielen zu teuer. Aber der Mannschaft eben nicht. Keiner von den Eltern hatte sich bis eben negativ geäußert. Alle hatten zugestimmt bis jetzt (14 von 15). Der ist aber auch erst kurz dabei. Und da weiß ich erst seit 5 Minuten, dass er leider nicht das Geld dafür hat. Das ist ja auch okay. Aber ich weiß nicht was die Diskussion dazu soll, wenn die Eltern die auf dem Elternabend waren und danach angesprochen wurden, alle zugestimmt haben? Ich habe schließlich nicht nach der Meinung zu dem Preis gefragt. Denn ich weiß was mir der Standort für ein ideales Umfeld bietet. 50 Meter zu Sportplatz und Schwimmbad, zusätzlich bekommt man da alle Utensilien zum Training, das Trainingslager wäre es also Wert.


    Jetzt ist natürlich ein neuer Stand. Und da ich das allen ermöglichen möchte, werde ich nun natürlich ein Ziel in der Nähe (niedrigere Anfahrtskosten) wählen und es am besten auch nicht über einen Drittanbieter machen, sondern direkt bei einer Herberge und dem Platzzuständigen. Ich denke das man damit nochmal Geld spart. Finanzielle Unterstützung werde ich natürlich mal abklären, den Ansatz hatte ich nicht im Kopf. Mir war zwar bewusst, dass das früher auch bei unseren Trainingslagern gemacht wurde, aber hatte ich nicht mehr auf dem Plan. Danke.


    Prinzipiell sind 200€ für 5 Tage Betreuung und Training absolut angemessen (wenn es günstiger geht ist das natürlich immer schöner für alle). Klassenfahrten über die vergleichbare Dauer sind meist nur wenig günstiger.
    Wir haben mit einer U15, 7 Tage bei einem ähnlichen Betrag gemacht. Bis zu 3 Einheiten (2x spezifisch, 1x polysportiv) am Tag (bei einem gut gelegtem Ruhe/Spaß-Tag) sind absolut machbar. Die meisten haben in der freien Zeit noch Beachvolleyball oder ähnliches gespielt. Am ersten Tag wird gemurrt, dass in der Umgebung nichts los ist. Spätestens ab Tag zwei nutzen die Jungs die Möglichkeiten vor Ort die da sind (Schwimmbad etc.)... und alle sind zufrieden.


    Kosten der Trainer sind selbstverständlich auf die Spieler umzulegen (würde ich nicht mal absprechen mit den Eltern). DU trägst die Verantwortung und hast einen Haufen Arbeit damit (Planung, Ausführung, Auswertung).


    Viele Eltern vergessen, dass sie dann auch eine Woche keine Ausgaben/Aufwand für ihr Kind haben! Also kann man auch mal etwas tiefer in die Tasche greifen.

    Talent wird leider häufig mit der von dir bereits angeführten vorhandenen "Bewegungserfahrung" und einem ästethischen Idealbild gleich gesetzt. Je näher ein Kind in frühem Alter an die Bewegungsmuster der "Erwachsenen" herankommt, desto mehr Talent hat es. Je mehr Vorteile es durch bereits erworbene Erfahrung hat, desto mehr Talent hat es. Auch körperliche Akkzelerierung oder Retardierung wird hier oft in die Bewertung des Talents einbezogen.


    Jedes Kind hat erstmal vergleichbare Voraussetzungen. Es kommt darauf an wie und welche "Talente" frühzeitig durch eine entsprechende Förderung ans Tageslicht treten und ausgebildet werden. Je häufiger und vielseitiger Kinder motorisch und kognitiv gefordert werden, desto mehr prägen sich Fertigkeiten in diesen Bereichen aus.


    Je mehr die Kinder nur zu Hause hocken und körperlich sowie geistig unterfordert werden, desto mehr verkümmern die Anlagen.

    Aus diesem Grund habe ich von Beginn an beschlossen, dass mir Geburtstage der Kinder "egal" sind (nicht falsch verstehen ich habe teilweise sehr persönliche Beziehungen zu den Spielern, aber ich sehe keinen Sinn darin einen Hype darum zu veranstalten, den bekommen sie zu Hause/Schule sicher zur Genüge). Es gibt keinerlei Geschenke und Glückwünsche.


    Wenn einer am Trainingstag Geburtstag hat darf er mir das gerne mitteilen, das unterbinde ich dann aber scherzhaft recht schnell und gut ist.
    Das mag für den einen oder anderen kalt wirken.
    Bislang hat sich so wenigstens noch niemand benachteiligt gefühlt.


    Wenn du das mit den Geschenken aber schon bei anderen Kindern angefangen hast, wirst du nicht drum herum kommen. Kuchen+Kerzen sollten reichen. So hast du wenigstens was "Standardisiertes" was du bei anderen Kindern auch machen kannst ohne, dass es einen Aufschrei gibt: "Der Torsten hat letzte Woche aber ein schöneres Geschenk bekommen".

    die zyklische Schnelligkeit/Frequenzschnelligkeit


    :thumbsup:


    Die intra und intermuskuläre Koordination ist durch das Wachstum gestört. Kraft-/Hebelverhältnisse und Bewegungsamplituden verändern sich.
    Sämtliche Koordinationsübungen im Hochfrequenzbereich sind sinnvoll. Wichtig! sehr variabel (Bewegungsabläufe) arbeiten. So erreichst du schneller eine neuronale Anpassung und der Reiz nutzt sich nicht so schnell ab.


    Gib dem ganzen etwas Zeit. Bei dem einen geht es schneller, der andere braucht etwas länger.


    1 bis 2 mal die Woche Training [...] Insgesamt 48 Trainingseinheiten und 17 Spiele/Turniere im Jahr 2014.
    Durchschnittliche Trainingsbeteiligung 69%, bester 100%, schlechtester 43% (Torwart)
    Normal?


    Was heißt 1-2 Mal die Woche? Entweder bietet ihr 1 oder 2 Mal an?


    Insgesamt finde ich es auch wenn es eine F-Jugend ist für all diejenigen (die nicht 90-100% wahrnehmen) die nicht noch wenigstens eine zusätzliche Sportart (z.B. 1x die Woche Judo) betreiben zu wenig. Das solltest du mal in Erfahrung bringen.


    Selbst die 100%er sollten nach Möglichkeit noch etwas zusätzlich betreiben. Der vielseitigen Ausbildung wegen...

    Aus meiner eigenen Erfahrung heraus kann ich dir raten, teile die Gruppe.
    Wir (Handballmannschaft) hatten in der U13 zu Saisonbeginn eine Trainingsgruppe von 18 Spielern, sehr heterogen was das Maximum und Minimum bzgl. Motivation, Trainingsbeteiligung und Leistungsstand anging.


    Ich habe nach Trainingsbeteiligung und subjektiv empfundenen Leistungsstand, sowie geschätztem Potential getrennt. (Die starken und engagierten in eine Gruppe)
    Ich halte einen Personalschlüssel von 1:8-12 für ideal. Es zeigt sich auch nach knapp 3 Monaten eine deutliche Steigerung in der leistungsstärkeren Gruppe die definitiv auf das individuellere Training zurückzuführen ist. Du kannst einfach passendere Inhalte anbieten und die Intensität ist in allen Gruppen deutlich höher.

    Erstmal Glückwunsch zu diesem Weg (der aus den ersten Zeilen nicht ganz ersichtlich war). Du kannst im Training immer nur bedingt Einfluss nehmen auf die charakterliche Entwicklung des Jungen. Wenn er zu Hause/Schule nicht in gleicher Richtung "erzogen" wird, kann und wird es eben nicht beständig sein was du im Training bei ihm erreichst. Trotzdem nicht aufgeben und dran bleiben (den Ton nicht verschärfen). Vielleicht kannst du versuchen ihm mehr Verantwortung im Training zu geben. Lass ihn einfache Übungen mit leiten und lobe ihn danach dafür. Er wird (hoffentlich) versuchen, diese für ihn positive Rückkopplung auch dann zu erreichen, wenn er "nur" einfacher Teilnehmer einer Übung ist. Dann kannst du seinen Fokus im Training vielleicht in Richtung Mitarbeit und sportliche Entwicklung verlagern.