Beiträge von thomasg

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    Habe auch so ein Mädchen, bzw. ein Mädchen mit so einer Mutter in der Mannschaft. Sehr starkes, technisch und körperlich fittes Mädchen die aber immer wieder von ihrer übervorsichtigen Mutter ausgebremst wird nach dem Motte 'Dir geht es doch nicht gut, setz mal lieber aus'.
    Ist zwar ärgerlich, wenn sie immer wieder mal fehlt, aber ich werde den Teufel tun und die Mutter darauf ansprechen. Soche Gespräche gehen meiner 49-jährigen Lebenserfahrung nach i.d.R. nach hinten los und bewirken nichts Gutes.

    Auf Basis eines mehrjährigen Tests kann ich dir versichern, dass es mit jeder Art von Spielvorbereitung möglich ist, in den ersten Minuten dann eine verschlafene Mannschaft auf dem Platz zu haben.

    und umgekehrt möchte ich hinzufügen. Sehr geiler Kommentar, den ich voll unterschreiben kann. Resultat nicht nur der eigenen Vorbereitungen, sondern auch der Eindrücke von dem was der Gegner so macht. Ich glaube auch dass eher die Mentalität der Spieler den Ehrgeiz und das 'Voll-Da-sein' steuert als dass was wir als Trainer meinen da bewirken zu können. Der eine braucht mehr Ansprache, auch im Spiel, der andere ist sowieso 'voll dabei'. Andere lässt man lieber mehr in Ruhe, weil die sonst verkrampfen.


    Ich will durch das Aufwärmen nur noch ne körperliche Einstimmung auf die kommenden aprupten und intensiven Belastungen erreichen, daher immer Lauf ABC vor Dribbel-/Pass Übungen oder Spielform. Auch einfach Handball auf Ballhalten oder ähnliches habe ich schon gemacht. Torschuss möchten die Spielerinnen, sollte man wie im Training auch mit vorherigen Passübungen kombinieren. Aber mehr isses nicht, Wunderdinge sollte man sich nicht versprechen, man kann auch überreizen.

    Bin jetzt seit 5 Jahren Trainer und auch immer auf der Suche. Ein Buch, das diesen Winter rausgekommen ist und an Trainingstipps das Beste und Reichhaltigste ist was mir bisher unter die Finger gekommen ist:


    'Spielnahes Fußballtraining' von Fabian Seeger im Meyer & Meyer Verlag.


    Teure 29,90 Euronen, aber geil.


    Nein keine Werbung,ich verdiene da nichts dran bin nur so begeistert von dem Ding. Ist aber ohne jeden theoretischen Unterbau zum Kinder- und Jugendfußball, nur Trainingsformern.

    Provokant zu sein um Reaktionen heraus zu kitzeln ist ja manchmal so verkehrt nicht.


    Aber das Thema als Trainer nicht nur alleine vor sich hin zu köcheln sondern sich noch mehr einzubringen und an der Bildung von grundlegenden Strukturen im Verein mitzuarbeiten hatten wir ja schon öfter. Wünschenswert, sicher. Aber Verpflichtung ? Nein, wir sind im Breitensport alle im ehrenamtlichen Bereich tätig und da muss man sich seine persönliche Belastung schon noch selbst aussuchen dürfen.


    Ich finde das Training und den Spieltag mit den Mädels einen wunderbaren Ausgleich für den Streß im Arbeitsalltag, das soll es für mich auch sein und nicht noch zusätzlicher Streß. Für mich persönlich habe ich beschlossen keine anderweitige Funktion zusätzlich zu übernehmen, solange ich noch als Trainer aktiv bin. Das kann schnell zuviel werden.

    'Fußball durch Fußball' habe ich mir vor ein paar Wochen als Lektüre für den Winterurlaub gegönnt. Die Bücher kann man nicht vergleichen, an Trainingstips gibt 'Fußball durch Fußball' für das Geld eher wenig her. Aber hier geht es eben auch mehr um Verständnisvermittlung, mit welchen Trainingsformen und welcher Trainingskonzeption bestimmte Ziele erreicht werden können, warum dies so ist und was man lieber als Zeitverschwendung lassen sollte.

    'Spielnahes Fußballtraining' von Fabian Seeger habe ich jetzt 2 Tage. Meiner Meinung nach das mit Abstand beste Buch, wenn es um eine Sammlung von interessanten und modernen Trainingsformen zu jedem Aspekt des Fußballspiels geht, vom 1:1 bis zur Offensivtaktik, zu jedem Thema jede Menge Anregungen. Etwas Vergleichbares habe ich in der Form noch nicht gesehen.
    Allerdings sollte man sich mit dem theoretischen Unterbau des Kinder- und Jugendtrainings schon mal anderweitig beschäftigt haben, das findet nur am Rande statt, da sollte man sich zusätzlich informieren. Es ist eher ne reine Auflistung von Trainingsformen, aber das in einer herausragend ausführlichen und gegliederten Form, ist teuer aber sein Geld wert.

    Bei uns in der C-Jugend (20 Kinder verteilt auf 2 siebener Mannschaften) gibt es eine gemeinsame Whattsappgruppe drei Trainern und den 20 Mädchen. Das Training wird gemeinsam durchgeführt, da sind getrennte Gruppen nicht notwendig. Anders als bei vielen Trainerkollegen gibt es bei uns keine Elterngruppe, dass was wir mitteilen sollen die Kinder den Eltern gegenüber selbst kommunizieren. Wir sind aber natürlich immer ansprechbar für die Eltern, falls die doch mal ne Frage haben. Klappt an sich sehr gut.

    Ich denke Handlungsschnelligkeit bedeutet auf sich im Spiel verändernde Situationen schnell zu reagieren, z.B. das viel genannte sog. Umschalten nach Ballverlust (Im Jugendbereich würde ich eher von einer Umorientierung sprechen, was kann ich als nächstes sinnvolles tun um dem Spiel meiner Mannschaft zu nützen).


    Bei einer Ecke ist der Ball ja aus dem Spiel und das Spiel ist unterbrochen, auch bei Abstößen, Einwürfen, Freistößen. Ich denke hier ist es eher eine taktische Frage, eine Mannschaft nach und nach beizubringen den Ball möglichst schnell parat zu legen, um sich die Option auf eine schnelle Ausführung zu erhalten.


    Da kann man durch ein entsprechendes Coaching in den Trainingsspielen sicherlich viel erreichen, z.B. indem man bei jeder Spielunterbrechung mit dem Zuruf 'Schnell' die schnelle Bereitlegung des Balles und Ausführung fordert. Da braucht es keine speziellen Übungen zur Handlungsschnelligkeit für.


    Ob das in dem Alter schon gefordert werden sollte muss jeder selbst entscheiden. Ich empfinde da instinktiv eher den Wunsch, die Jungs in dem Alter noch ein wenig einfach spielen zu lassen als schon professionelleres Verhalten einzufordern.

    Das oben von Praios vorgestellte Spiel gibt es so ähnlich mit breiten Dribbeltoren im Buch von Horst Wein, mach ich immer wieder mal und finde ich extrem geil da ständige Richtungswechsel und sich immer blitzschnell veränderte Situationen/Übergänge von Defensve in Offensive und zurück:


    Viereck mit 20 Meter langen Außenlinien, auf jeder Linie ein 10 Meter breites Dribbeltor, also jeweils dann noch 5 Meter Außenlinie zu jeder Seite. Jede Mannschaft verteidigt zwei über Eck liegende Dribbeltore und greift die anderen beiden Dribbeltore an.


    Tip für den Aufbau: Für die Spielfeldbegrenzungen flache Markierungsteller nehmen und für die Tore jeweils hohe Hütchen, die Tore für jede Mannschaft mit 4 gelbe Hütchen und 4 rote Hütchen farblich unterscheiden und auch unbedingt Leibchen benutzen.

    Mal ne ganz einfache Geschichte, auch schön zum Abschluss der Warm-Up Phase:


    Zwei gleichstarke Gruppen stehen sich auf zwei ca. 2 Meter entfernten Linien gegenüber, jeder gegenüber seinem Partner. Hinter jeder Gruppen wird eine weitere Linie markiert, jeweils ca. 7 Meter entfernt. Diese Linie markiert die Zielzone, die erreicht werden muss.


    Auf einen Zuruf des Trainers (z.B. 'Schwarz' -jeder Gruppe eine Farbe weiß/schwarz vorher zugeordnet- oder einfach Name eines Spielers, diese Gruppe wird dann zur gejagten Gruppe) versucht die aufgerufene Gruppe rückwärts laufend die Zielzone zu erreichen, die andere Gruppe versucht die Flüchtenden abzuticken, die Jäger können vorwärts spurten.


    Man kann beliebige Variationen einbauen, z.B. statt stehend starten auf den Bauch legen, auf den Rücken legen, man kann eine Punktwertung für jeden Getickten mitlaufen lassen als Wettkampf.


    Ist ne kleine schnelle Geschichte, gerade gestern wieder gemacht. Kommt eigentlich immer sehr gut an und ganz lustig wenn immer wieder mal jemand in die falsche Richtung startet.

    teejay,


    ehrlich gesagt weiß ich nicht so genau, ob man für die Bezirksklasse so melden kann. Über die Kreisliga sind wir noch nicht rausgekommen.....Aber da mit Dinklage letztes Jahr eine Mannschaft C-Mädchen-Bezirksklasse gespielt hat, die vorher nicht vorne in der Kreisliga war habe ich das vorausgesetzt. Das ist ein sehr talentierter Jahrgang der auch überregional für Furore gesorgt hat (z. B. mit einem Finale gegen die HSV Mädchen in einem Cupwettbewerb, haben sie knapp verloren, aber bei einem Sieg wären sie zu einem Endturnier mit den besten 7 Mannschaften des Wettbewerbs -Teilnehmer ab Bezirksklasse aus ganz Deutschland- gefahren.) Daher habe ich vermutet, dass man so hoch melden kann wenn man seinen Jahrgang so stark einschätzt.
    Die Nachfolge C-Mädchen ist dieses Jahr nach der Hinrunde von der Kreisliga in die 2. Kreisklasse gestuft worden, so schnell kann das bei einem 'Austausch' der Jahrgänge gehen. Deswegen stimme ich TW-Trainer uneingeschränkt zu das gerade bei den Mädchen mit den insgesamt wenigen Mannschaften möglichst flexibel vorgegangen werden sollte unabhängig von Vorergebnissen.

    Bei uns (Kreis Vechta) ist es im Mädchenbereich so geregelt, dass es keinen Auf- und Abstieg entsprechend von Vorsaisonergebnissen gibt. Von Kreisklasse über Kreisliga bis Bezirksklasse kann man so melden, wie man die Leistungsfähigkeit seiner Mannschaft einschätzt.


    Da dies selbst für die Bezirksklasse möglich ist, wird es in den Nachbarkreisen wohl genauso geregelt sein, nehme ich an. Nur nach der Hinrunde erfolgt durch die Staffelleiter eine Anpassung durch Ab-/Aufstiege von Teams, die in ihren Klassen offenbar nicht bzw. 'zu gut' zurecht kommen. Da kann eine Mannschaft auch durchaus mal gleich 2 Klassen absteigen. Aber zum Start der Nachfolgesaison geht es bei Null wieder los ohne Wertung von Vorjahresergebnissen. Halte ich für ideal, da die Nachfolgermannschaften, die eigene UND die der Gegner, in der Regel doch kaum noch was mit der Vorjahresmannschaft zu tun haben. Selbst wenn die Mannschaft personell völlig gleich bleibt mutiert diese Mannschaft von einer jungen zu einer 'alten' Jahrgangsmannschaft, was schnell den Unterschied von einer Mittelklassen-Kreisklassenmannschaft zu einer guten Kreisligamannschaft ausmachen kann.


    Grundsätzlich profitieren die eigenen Spieler doch am meisten von ausgeglichenen Spielen mit Gegnern auf Augenhöhe. Wirklich starke, ambitioniert trainierte Mädchenmannschaften kommen auf Kreisebene da aber wirklich an die Grenzen, gleichstarke Gegner zu finden. Selbst auf Bezirksebene kann es da noch zu recht hohen Ergebnissen kommen. Soche Ausnahmemannschaften sind vermutlich wirklich besser in Jungensstaffeln aufgehoben, und wenn man als gute Bezirksklassenmädchenmannschaft dann eben bei den Jungs in der 1. Kreisklasse spielt.

    Er diktiert auf das die Spieler die nicht beim ihm zum Einsatz kommt bei mir von Anfang spielen müssen. Bestimmt das donnerstags beim Training beide Torleute (einer aus der 1. und einer aus der 2.volglich habe ich dann keinen mehr) ihm zur Verfügung stehen oder er einfach über Spieler bestimmt sie zum Training der 1. bestellt die eigentlich beim mir beim Training sind.

    Das die 1. Herren ohne Rücksicht auf Verluste gepimpt wird um möglichst erfolgreich zu sein dürfte in vielen Vereinen normal sein. Aber als Trainer einer 2. würde ich bei den o.g. Vorgaben irgendwann schmeißen. Deutlicher kann man doch gar nicht signalisieren,dass die 2. keine akzeptierte Mannschaft ist sondern nur ein 'Warmhaltepool' für die 1. Und Du trainierst die Mannschaft, arbeitest mit ihnen in der Woche und machst Dir Gedanken über die Aufstellung und dann kriegst Du ohne jede Absprache kurzfristig drei Leute hingestellt die Du von Anfang an bringen musst ? Ist doch total unbefriedigend.

    Andre,


    Dein Beitrag spricht mir aber so was von aus der Seele, hätte von mir kommen können :thumbup:


    Wir haben morgen Trainingsstart. Ich kann mir schon vorstellen zunächst zur Ballgewöhnung (die Mädels haben im Sommer sicherlich nicht gegen den Ball getreten....) was Coervermäßiges zu machen. Auch isolierte Technikübungen zur Ballverarbeitung/-weiterleitung in jeder Form sind sicherlich immer sinnvoll. Ich mache häufig 'Technikgruppen' zu zweit bis zu viert wo sie ne gewisse Zeit sich nur auf den technischen Umgang mit dem Ball konzentrieren sollen. Auch in Passrundläufen mit Torabschluss ist ne Menge drin bezüglich Technik und Handlungsschnelligkeit, wenn man es ensprechend coacht oder in Wettbewerbe verpackt. Aber der Technikteil sollte meiner Meinung nach nicht das Training dominieren mit einem kleinen Abschlusspiel. Ich denke auch im Training sollte man die meiste Zeit -sinnvoll in Spielformen- Fußball spielen.


    Ich habe am Anfang oft nach den DFB Online Trainingsprogrammen mit Passrundläufen etc. angefangen. Bin ich völlig von ab, kommt nicht gut an und wird schnell als langweilig empfunden. Lass ich daher einfach, als es 'durchpauken' zu wollen.

    und Danielano,


    die Ausgangsvoraussetzungen bleiben trotzdem gleich, ob du jetzt mit Jungs gegen Jungs oder ich mit Mädchen gegen Mädchen spiele. Da herrscht dann wieder Waffengleichheit und auch bei den Mädchen vergrößern sich die Plätze und das Läuferische wird elementarer für den Spielverlauf.

    Ich habe in meiner aktiven Fußballzeit viel nebenher gejoggt. Ich habe damals auch ab und an an Volksläufen teilgenommen und über 10 km ganz passable Zeiten hingekriegt. Meine Grundlagenausdauer war o.k. Genutzt hat es mir im Spiel nicht viel.


    Ich hatte nie die Fähigkeit, immer mal wieder einen ordentlichen Sprint anzuziehen. Ein Vorwurf eines damaligen Mitspielers war: Du läufst immer nur im gleichen Tempo. Dagegen gab es Spieler in meiner Mannschaft, die das Laufen außerhalb des Fußballplatzes mieden wie der Teufel das Weihwasser, aber trotzdem auf dem Platz die 'Reißer' waren da sie durch Spurts die nötige Bewegung ins Spiel brachten.


    Meine Erkenntnis von damals ist, das reiner Ausdauerlauf vernachlässigt werden kann. Der Link von Karl bestätigt meinen subjektiven Eindruck. Lieber den Puls und die Belastung in Intervallen in die Höhe treiben und dann 'Pause' als lang und ausdauernd.

    Also ich habe letzte Saison erstmalig ne C Jugend betreut und keine einzige Minute im Training mit reinem Lauf- oder Konditionstraining verbracht. Kann sein, dass die Mannschaft von der Struktur her außergeöhnlich fit war und es manchmal nicht ohne isolierte Laufeinheiten geht. Mir ist die Zeit für so was aber trotzdem zu schade.


    Ich finde auch dass beispielsweise ein 1:1 oder 2:2 Turnier zum Auftakt oder eine Dribbel-/Passübung mit Spurtelementen als Wettkampf besser ist als jedes Laufen ohne Ball und für fußballspezifische Leistungsanforderungen auch mehr bringt.


    Vielleicht liegt es auch daran, dass ich Mädchen betreue und ein großer Schwerpunkt auch in diesem Altersbereich weiterhin in der Ballbehandlung und Technik liegt. Da ist mir reines Laufen viel zu schade, statt zwei Platzrunden können die Mädels besser ein bisschen Jonglieren und Stoppen etc. üben. Da ich keinerlei Nachteile gegenüber den anderen Teams im Laufbereich gesehen habe, werde ich auch im 2. Jahr C-Jugend keinerlei reine Laufanteile einplanen. Das halte ich auch für eine Jungen D-Jugend nicht für angebracht.