Zwölf Klubs wollen offiziell Superliga gründen

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!
  • Und gleichzeitig gibt es viele Vereine die solche Unterstützungen nicht benötigen. Ohne Schalke hätten die bessere Chancen auf sportlichen Erfolg gehabt und als Folge daraus auch wirtschaftlich profitiert.

  • Das Produkt Bundesliga gehört dem DFB, die DFL vermarktet es. Das Produkt hat pro Jahr einen Wert von 26 Mil Euro. (Das bekommt der DFB von der DFL)

    Dafür erhält die DFL vom DFB aber 20 Mil Euro pro Jahr für die Nationalmannschaft.


    DFB und DFL

    Auf der einen Seite waren Profis am Werk. Aber ich sage dir nicht auf welcher Seite.

  • Bei dem Punkt, dass die Liga nur mit allen Teilnehmern funktioniert gebe ich Dir ohne umschweife recht und eine gerechtere Verteilung der Fernsehgelder wäre sicher erstrebenswert.
    Allerdings bin ich der Meinung, dass nicht der ganze Topf einfach durch 18 oder durch 36 geteilt werden sollte.

    Sportliche erfolge dürfen sich auch gerne finanziell lohnen und ggf. könnte man auch die Einschaltquoten der Live-Übertragungen der Teams + die Zuschauerzahlen der Teams als Indikator für einen Verteilerschlüssel nehmen.

    Die Schere, wie sie heute existiert ist sicher zu große und sollte angeglichen werden. Was Bayern und Dortmund für sich beanspruchen, nämlich Vereine mit der größten Fanbase als Zugpferd der Liga das deutlich größte Stück vom Kuchen zu reklamieren, das bekommen sie doch ohnehin schon über die hören Sponsorengelder und das mehr an Merchandising-Einnahmen.

  • Allerdings bin ich der Meinung, dass nicht der ganze Topf einfach durch 18 oder durch 36 geteilt werden sollte.

    Sportliche erfolge dürfen sich auch gerne finanziell lohnen und ggf. könnte man auch die Einschaltquoten der Live-Übertragungen der Teams + die Zuschauerzahlen der Teams als Indikator für einen Verteilerschlüssel nehmen.

    Doch, der Topf minus etwa 10% sollte durch 18 geteilt werden und jeder Verein der 1. Liga gibt 15% davon an einen Zweitligisten ab. Irgendwie so.
    Von den restlichen 10% werden meinetwegen gem. Einschaltquoten etc. gem. Attraktivität ausgeschüttet. Aber nicht so, wie es bisher war:
    Wert in Mio. €:

    Bundesliga 2019/2020

    1. FC Bayern München 113,0

    2. Borussia Dortmund 99,0

    3. Bayer Leverkusen 91,0

    4. FC Schalke 04 87,0

    5. Borussia Mönchengladbach 78,0

    6. RB Leipzig 71,0

    7. Eintracht Frankfurt 70,0

    8. TSG 1899 Hoffenheim 69,0

    9. VfL Wolfsburg 67,0

    10. Hertha BSC 62,0

    11. Werder Bremen 57,5

    12. FSV Mainz 05 55,5

    13. FC Augsburg 50,0

    14. SC Freiburg 47,0

    15. 1. FC Köln 44,5

    16. Fortuna Düsseldorf 36,0

    17. Union Berlin 33,0

    18. SC Paderborn 29,5


    Rate mal, wer abgestiegen ist.

  • Das ist keine Diskussionsgrundlage, sondern es sind Fakten.


    Schalke hat Verbindlichkeiten, die größtenteils auf das Stadion zurückzuführen sind und das sind keine Schulden.


    Schalke hat Gegenwerte wie das Stadion, eine der modernsten Trainingszentren der Welt und eine gute Infrastruktur. Man hat neben Beinen nämlich in den letzten Jahren sehr viel in Steine investiert. Und was ist da der Unterschied? Beine laufen eines Tages mit dem Geld weg, Steine bleiben aber als Gegenwert liegen.


    Schalke mag sportlich schlecht gewirtschaftet haben, aber wie gesagt: theoretisch kann das Stadion morgen verkauft werden, es ist ein Gegenwert vorhanden.


    Man sollte nicht denken, dass Schalke ihre 200 Mio € Verbindlichkeiten durch Spielerablöse, zu hohe Gehälter und Trainerabfindungen gesammelt hat. Das ist nämlich das gern gezeichnete Bild der Medien.


    Wie auch immer in der zweiten Liga gearbeitet wird, das und die sportlichen Entscheidungen der letzten Jahre sind NICHT entscheidend für die aktuelle Finanzielle Situation.

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg

  • Nils1981: würde sich Bayern selbst vermarkten, würden sie mehr Fernsehgelder einnehmen. Und würde ich die Gedanken weiterdenken, müssten auch die Zuschauereinnahmen geteilt werden (im Extrem bei jedem einzelnen Spiel)

    Ja würden sie.

    Wenn es aber die anderen Vereine nicht gäbe, würde Bayern auch nur das Spiel gegen den BVB vermarkten können, weil sie keine anderen haben und dann bekommt Bayern am Ende dann doch weniger, als es bei einer gleichen Verteilung auf 18 Teams wäre.

    Das ist nämlich auch irgendwie eine Milchmädchenrechnung, weil Bayern auch auf die anderen und die Liga angewiesen ist, um Ligaspiele vermarkten zu können.

    Bei einem Popstar ist das was anderes, der benötigt keine Sparringspartner. Schon gar keine attraktiven.



    Ich glaube zB, wenn es eine Superliga gäbe - meinetwegen auch einfach oberhalb der nationalen Ligen - in der dann Bayern und vlt der BVB spielen, dann würde die Bundesliga erstmal herbe Einbußen hinnehmen, klar.

    Aber auf Dauer wäre das Produkt dann wieder interessanter und mehr wert, als die aktuelle Summe abzüglich der Bayern und BVB Anteile, welche diese beiden gerade abgreifen.

    Wenn 6-8 Vereine oben rausgehen in eine Superliga kommen, dann wird das schwieriger, so wie es in England fast passiert wäre.

    1-2 fehlende Zugpferde machen die Bundesliga aber nicht dauerhaft deutlich weniger interessant, denke ich. DIe Lücke füllen dann bald andere.

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • Ich habe übrigens nichts gegen eine europäische Superliga, in der die besten Mannschaften spielen, meintewegen etwa 20 Teams. Wenn diese Mannschaften dann nicht mehr in den jeweiligen nationalen Ligen spielen, gehe ich d´accord und ich bin sicher, dass wir das in den nächsten 20 Jahren noch erleben werden.

  • Laut Fakten hat Schalke ein Vermögen für das Stadion und weitere Gebäude von 77,3 Mil Euro angegeben. Und Spielerwerte in Höhe von 75,8 Millionen Euro. (Juni 2020)

    Zu dem Zeitpunkt lagen die Verbindlichkeiten bereits bei über 200Mio Euro.

  • Ich habe übrigens nichts gegen eine europäische Superliga, in der die besten Mannschaften spielen, meintewegen etwa 20 Teams. Wenn diese Mannschaften dann nicht mehr in den jeweiligen nationalen Ligen spielen, gehe ich d´accord und ich bin sicher, dass wir das in den nächsten 20 Jahren noch erleben werden.

    Aber Champions League ist in Ordnung?

  • Ich habe übrigens nichts gegen eine europäische Superliga, in der die besten Mannschaften spielen, meintewegen etwa 20 Teams. Wenn diese Mannschaften dann nicht mehr in den jeweiligen nationalen Ligen spielen, gehe ich d´accord und ich bin sicher, dass wir das in den nächsten 20 Jahren noch erleben werden.

    Aber Champions League ist in Ordnung?

    Naja, ich mag die derzeitige Form nicht sonderlich, aber ja. Ich würde die Europa League stärken, indem ich die Champions League abschaffe, stattdessen den Champions Cup ins Leben rufe, in dem die Meister der höchsten Spielklasse aller UEFA-Landesverbände vertreten sind und sofort mit K.O.-System beginnen lassen. Auswärtstorregelung abschaffen. Die Europa-League wird dann wie die CL organisiert. Aber ich weiß, der Zug ist lange abgefahren und die Entwicklung ist im Grunde unaufhaltsam.

  • Wenn man das Theater der vergangenen Tage mit etwas Abstand betrachtet, beschleicht einen irgendwie das Gefühl, dass die ganze Aktion ein abgekartetes Spiel war.
    Auf der einen Seite der riesige Wirbel um die neue Superliga mit den gierigen Rebellen aus Italien, Spanien und England auf der anderen Seite die "Good-Guys" aus München, Dortmund und Paris, die standhaft und Loyal zur UEFA und ihren Mitgliedsverbänden bleiben.

    Im Windschatten dieses Schauspiels beschließt man eine CL-Reform, die mit einer ausgedehnten "Gruppenphase" und mehr Vorrundenspielen dafür sorgt, dass das Weiterkommen der etablierten Teams noch wahrscheinlicher (sicherer) ist als das sowieso schon der Fall war und verteilt Wild-Cards, die über den UEFA Koeffizienten vergeben werden, anstelle von sportlicher Qualifikation. Begleitet wird das ganze von gegenseitigen Vorwürfen, der Parteien gegeneinander.

    Nach weniger 48 Stunden ist das mit der Superleague wieder Geschichte, aber über die CL-Reform spricht kein Mensch.

    Es soll zwar so sein, das Gier nach Geld die Sinne vernebelt, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die leitenden Personen der 12 Vereine high genug waren schnell mal eine eigene Liga zu gründen um die Idee dann nach 1,5 Tagen wieder zu kassieren.

    Da kommt mir eher der Gedanke, dass man sich in der internen WhatsApp Gruppe zwischen Perez, John W. Henry (Fenway), Agnelli, Fam. Glazer, Rummenigge, Watzke und Ceferin etc. jetzt auf die Schenkel klopft und den genialen gemeinsamen Schachzug feiert.


    Ich bin gespannt auf den nächsten Band von FOOTBALL-LEAKS

  • War mein allererster Gedanke am Sonntagabend.


    Habe ich dann schnell verworfen, wenn du überlegst, wie zerstört der Ruf einzelner handelnder Personen jetzt ist. Als Klub könnte man so handeln und der Ruf normalisiert sich. Aber Perez, Agnelli, die US-Eigentürmer der UK-Klubs usw., die sind absolut gebrandmarkt.

  • Das habe ich mir zuerst auch gedacht.

    Aber nachdem das Schauspiel wie Phönix aus der Asche kam und genauso schnell wieder verpufft ist kann ich mir vorstellen, dass bei der Schnelllebigkeit der heutigen Medienlandschaft ganz schnell Gras über die Sache wächst.


    Außerdem: ist der Ruf erst ruiniert, dann ...