Aktuelle Situation der deutschen Nationalmannschaft

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  • Was haltet ihr von der Koordinationsleiter? Ich finde sie extrem wichtig im Hinblick auf Koordination der Kinder

    Ist zwar etwas weit weg vom Thema, aber ich halte das für Lauftechnik, Sprungtechnik und Koordination (letztlich auch für die Balltechnik) für extrem wichtig. 10 Minuten zum Aufwärmen jedes zweite oder dritte Training passt da schon. Ich habe den Jungs (E- bis D-Jugend) immer gesagt "Wir arbeiten daran, dass eure Füße verstehen, wohin euer Kopf laufen will". Und genau das ist die Bewegungsschule, die es braucht. Auge-Fuß-Koordination ist beim Fußball ja auch für die Technik ein wichtiger Aspekt.


    Am Samstag hat unsere U17 (Landesliga) gegen die U16 eines NLZs (U16-Nachwuchscup) gespielt und klar gewonnen. Technisch war die NLZ-Mannschaft besser. Aber körperlich und von der Schnelligkeit her war natürlich die U17 besser. Da ist mir mal wieder klar geworden, dass Tiki-Taka nichts bringt, wenn du einen Fehler machst und der Gegner dich auskontert, weil er schneller ist.

    "Diese Antwort brauchen sie mir nicht zu stellen"

  • Was haltet ihr von der Koordinationsleiter? Ich finde sie extrem wichtig im Hinblick auf Koordination der Kinder

    Am Samstag hat unsere U17 (Landesliga) gegen die U16 eines NLZs (U16-Nachwuchscup) gespielt und klar gewonnen. Technisch war die NLZ-Mannschaft besser. Aber körperlich und von der Schnelligkeit her war natürlich die U17 besser. Da ist mir mal wieder klar geworden, dass Tiki-Taka nichts bringt, wenn du einen Fehler machst und der Gegner dich auskontert, weil er schneller ist.

    Huhu, uha, dass jetzt daran fest zu machen, dass eine U17 gegen eine U16 gewinnt, uff, ich weiß ja nicht ob das irgendwie ein guter Vergleich ist. Du kannst mal davon ausgehen, dass die NLZ Mannschaft schon so viele Trainingseinheiten hat und dort mit Sicherheit Bewegungsschule/Athletik/Koordination usw. ohne Ende machen, mit Sicherheit mehr als in einem ambitionierten Breitensportverein.

    Deswegen würde ich jetzt mal in erster Linie behaupten, dass eure U17 einfach nur schneller ist, weil der physische und mentale Unterschied in dem Alter einfach teilweise noch gravierend ist (Körperlänge, Muskelwachstum, etc. etc.) Das hat mit Sicherheit nix damit zu tun, dass die im NLZ nur Tiki Taka lernen. Spielt doch mal gegen deren U17, dann sieht das schon wieder ganz anders aus, würde ich behaupten ohne euch jetzt zu kennen etc.


    Lg

  • Wenn man mal definiert, dass alle Topvereine gut arbeiten und von der Trainingsintensität und Qualität alles ausreizen, dann bleibt doch nur noch die Auswahl und auch die Pflege der Talente. Ich glaube, gerade hier mangelt es gewaltig.
    Denn nimmt man die Qualität in die Betrachtung dazu, dann kennen gerade hier im Forum viele Jugendliche, die von Topteams ausgemustert wurden. Ich jedenfalls kenne einige. Und keiner der Jungs hat sich sichtbar verbessert. Sie kamen in ihre Heimatvereine zurück und vom einstigen Glanz war wenig übrig. Ja, es mag nicht gereicht haben aber was hat man mit den Jungs gemacht?

    Ich kennen nur einen einzigen, der "eine Liga drunter" weiterhin brilliert.

    Mit den Besten zu siegen kann jeder. Du musst es mit allen können!

  • Am Samstag hat unsere U17 (Landesliga) gegen die U16 eines NLZs (U16-Nachwuchscup) gespielt und klar gewonnen. Technisch war die NLZ-Mannschaft besser. Aber körperlich und von der Schnelligkeit her war natürlich die U17 besser. Da ist mir mal wieder klar geworden, dass Tiki-Taka nichts bringt, wenn du einen Fehler machst und der Gegner dich auskontert, weil er schneller ist.

    Huhu, uha, dass jetzt daran fest zu machen, dass eine U17 gegen eine U16 gewinnt, uff, ich weiß ja nicht ob das irgendwie ein guter Vergleich ist. Du kannst mal davon ausgehen, dass die NLZ Mannschaft schon so viele Trainingseinheiten hat und dort mit Sicherheit Bewegungsschule/Athletik/Koordination usw. ohne Ende machen, mit Sicherheit mehr als in einem ambitionierten Breitensportverein.

    Deswegen würde ich jetzt mal in erster Linie behaupten, dass eure U17 einfach nur schneller ist, weil der physische und mentale Unterschied in dem Alter einfach teilweise noch gravierend ist (Körperlänge, Muskelwachstum, etc. etc.) Das hat mit Sicherheit nix damit zu tun, dass die im NLZ nur Tiki Taka lernen. Spielt doch mal gegen deren U17, dann sieht das schon wieder ganz anders aus, würde ich behaupten ohne euch jetzt zu kennen etc.


    Lg

    Das geht irgendwie an meinem Punkt vorbei.


    Ich habe gesagt, dass Körperlichkeit/Schnelligkeit Spiele gewinnen kann (so ist es geschehen). Ich habe dabei überhaupt nicht bewertet, dass es eine U17 gegen eine U16 war. Das gleiche hätte auch zwischen zwei U17-Mannschaften passieren können. Meine Absicht war auch nicht, die Arbeit im NLZ abzuwerten.

    Am Ende hat jedenfalls die Mannschaft gewonnen, die körperlich überlegen war (weil ein Jahr älter) und nicht die Mannschaft, die technisch besser war.

    Daraus habe ich abgeleitet, dass man mit athletischeren Spielern auch gegen fußballerisch bessere Mannschaften gewinnen kann.


    Ich sehe nicht, welche Schnittmenge dein Beitrag mit meinem hat.

    "Diese Antwort brauchen sie mir nicht zu stellen"

  • Wenn man mal definiert, dass alle Topvereine gut arbeiten und von der Trainingsintensität und Qualität alles ausreizen, ...........

    Das ist ein schlüssige Arbeitsannahme. Aber eben auch nur eine Annahme.

    Ich habe hier im Umkreis 2 Bundesligisten und vor nicht allzu langer Zeit im E-Jugendbereich gegen beide gespielt. Denke schon, dass das ein gutes leistungsortiertes Training ist. Aber ob das wirklich top top top ist, bezweifle ich einfach mal.

    Meine Hypothese ist, dass genau da der Haase im Pfeffer liegt. Bei den Kindern bis 10 oder 12 Jahren. Das wird nicht so ganz ernst genommen, vielleicht auch, weil die ja denken, dass die sowieso nicht bleiben und aussortiert werden. Nach dem Motto, richtiges Training beginnt in der C Jugend, vielleicht noch in der D Jugend.

  • Interessant finde ich, dass in Spanien bereits ab der U13 10+1 auf das normale Spielfeld gespielt wird (ich dachte immer es wird länger uafs Kleinfeld gespielt und habe das recherchiert) und dies wohl sehr erfolgreich. Viele hier im Forum wollen ja eher das Gegenteil und erst ab der U16 aufs Großfeld.

    Auszug aus bild.de (ja ich lese ab und zu Bild und stehe dazu) von heute Morgen:

    "Jordi Font (56), der Spaniens Superstar Lamine Yamal (19) in der Jugend des FC Barcelona trainierte und förderte, erklärt: „Bis zur U12 wird auf kleinen Plätzen gespielt, das fördert die Technik und Kreativität. Ab der U12/U13 wird elf gegen elf gespielt, mit maximaler Sieg-Orientierung. Das führt dazu, dass die Trainer taktisch und die Jungs spielerisch-technisch viele Lösungen finden müssen, um zu gewinnen.“"

  • Interessant finde ich, dass in Spanien bereits ab der U13 10+1 auf das normale Spielfeld gespielt wird (ich dachte immer es wird länger uafs Kleinfeld gespielt und habe das recherchiert) und dies wohl sehr erfolgreich. Viele hier im Forum wollen ja eher das Gegenteil und erst ab der U16 aufs Großfeld.

    Auszug aus bild.de (ja ich lese ab und zu Bild und stehe dazu) von heute Morgen:

    "Jordi Font (56), der Spaniens Superstar Lamine Yamal (19) in der Jugend des FC Barcelona trainierte und förderte, erklärt: „Bis zur U12 wird auf kleinen Plätzen gespielt, das fördert die Technik und Kreativität. Ab der U12/U13 wird elf gegen elf gespielt, mit maximaler Sieg-Orientierung. Das führt dazu, dass die Trainer taktisch und die Jungs spielerisch-technisch viele Lösungen finden müssen, um zu gewinnen.“"

    Und bei uns geht es genau in die andere Richtung: Die U17- und U19-Bundesliga sind Elite-Ligen, aus denen man nicht absteigen kann, damit man nicht auf Sieg spielen muss. Es gibt eine begrenzte Anzahl an Aufstiegsplätzen aus den Quali-Runden - aber nur für ein halbes Jahr. Das ist natürlich die Leistungsspitze.

    Aber schauen wir uns die U13 an, ist zumindest in meinem Landesverband auch ein sportlicher Aufstieg nicht mehr möglich - somit auch kein sportlicher Abstieg. Es geht letztlich nur darum, ob der Verein eine bestimmte Infrastruktur hat, dann kann er für die Bezirksliga melden.


    Zusammengefasst: in sehr wichtigen Bereichen der Entwicklung (und das sind mit U13-Bezirksliga und U17/U19-Bundesliga ja schon relativ wichtige Ligen) geht es nicht darum, dass man gewinnen muss.


    Im Breitensport soll jeder spielen, keine Frage. Aber sollte man nicht in der Leistungsspitze der U13 und U17/U19 auch etwas mehr Druck haben?

    "Diese Antwort brauchen sie mir nicht zu stellen"

  • In Württemberg gibt es in der U13 oftmals reine Qualistaffeln wo du dann hohe zweistellige Ergebnisse hast. Erst im Frühjahr wird dann einigermaßen vernünftig eingeteilt.

    Ich komme aus dem Leistungssport und profitiere heute noch davon, dass ich mich in Drucksituationen konzentrieren kann weil ich es in der Jugend bei meinem Hobby gelernt habe.

    Ein U17 oder U19 Bundesligaspieler sollte den Druck aushalten wenn er ganz nach oben will. Von dem Druck eines Nationalspielers ist das dann immer noch ganz weit entfernt.

    Zurück zur Nationalmannschaft: ich gehe davon aus, dass JK Bundestrainer wird. Man wird ihm ungeahnte Freiheiten geben und ich könnte mir vorstellen, dass er auch Ideen für eine Reform in der Jugend haben wird-da bin ich gespannt wie diese aussehen.

  • Zurück zur Nationalmannschaft: ich gehe davon aus, dass JK Bundestrainer wird. Man wird ihm ungeahnte Freiheiten geben und ich könnte mir vorstellen, dass er auch Ideen für eine Reform in der Jugend haben wird-da bin ich gespannt wie diese aussehen.

    Das kann gut sein, dazu möchte ich aber das anmerken:

    Es wäre schon blöd, wenn wir seit Jahren in der Trainerausbildung hören würden, was richtig und was falsch ist und dann kommt ein neuer Nationaltrainer und es ist dann doch wieder ganz anders.

    Dann würde ich doch schon ein wenig den Glauben an Trainerausbildungen verlieren, wenn es bei einem neuen Bundestrainer plötzlich ganz andere Dinge gibt, die beachtet werden müssen.

    "Diese Antwort brauchen sie mir nicht zu stellen"

  • Zusammengefasst: in sehr wichtigen Bereichen der Entwicklung (und das sind mit U13-Bezirksliga und U17/U19-Bundesliga ja schon relativ wichtige Ligen) geht es nicht darum, dass man gewinnen muss.


    Im Breitensport soll jeder spielen, keine Frage. Aber sollte man nicht in der Leistungsspitze der U13 und U17/U19 auch etwas mehr Druck haben?

    Ganz im Gegenteil: man muss gewinnen, aber man darf auch verlieren. Will ich um die Deutsche Meisterschaft spielen, dann muss ich in U19 und U17 gewinnen. Will ich bei einem Festival (G-E - Jugend) auf die vorderen Plätze, muss ich gewinnen - sogar mehrmals an einem Spieltag.

    Will ich in der U13 in der höchsten Liga spielen, musste ich bisher ziemlich oft den Verein wechseln - nicht meine Leistung und die meiner Mannschaft war wichtig, sondern die vom Jahrgang zuvor. Jetzt profitiere ich mindestens ein halbes Jahr von meinen Leistungen. Und in der Realität nehmen ziemlich viele Vereine das Aufstiegsrecht nicht war, weil sie danach einen schwachen Jahrgang haben.


    Ich frage mich auch, wo der Mythos herkommt, dass unter Druck konstant bessere Leistungen erzielt werden. Wenn das der Fall wäre, könnte man sich die olympischen Bestzeiten (oder zählt eine Weltmeisterschaft mehr?) sparen, weil das wären dann alles Weltrekorde.

    Das Druck Doping fördern kann, wurde schon untersucht und bestätigt (Leistungsdruck ist Doping-Auslöser).

    Das Druck kurzfristig für bessere Leistungen sorgen kann ist OK. Aber langfristig? (Warum Druck Leistung kurzfristig steigert, langfristig aber zerstört - Roth Institut)


    Und wo sind die Erfindungen, die unter Druck unser Leben verändert haben? Ich würde da eher von Leidenschaft, Passion und/oder Hingabe sprechen, um Höchstleistungen zu erzeugen.

  • Passend zum Thema, Felix Magath aktuell:

    Magaths schlimme Diagnose: "Mit den Nachwuchsleistungszentren fing der Niedergang des deutschen Fußballs an, weil die Ausbildung nicht richtig ist. Wir sind auf einem völlig falschen Dampfer. Wie kann man Spieler entwickeln, die man wie Herzkranke trainieren lässt? Also ohne Turbo, nur zum Spaß, ein bisschen herumspielen, damit sie an den Ball kommen."


    Man muss Magath nicht mögen, aber Erfahrung und Einblick hat er wahrscheinlich schon.

    Müssen wir evtl das gesamte System hinterfragen?

  • "Ich frage mich auch, wo der Mythos herkommt, dass unter Druck konstant bessere Leistungen erzielt werden."


    Wer hat denn das behauptet oder diesen Mythos in die Welt gesetzt?


    Es ist doch genau umgekehrt. Unter ungewohnten Druck können viele häufig nicht ihr volles Potenzial zeigen. Und deswegen geht es darum, dass die Drucksituation nicht erst in Spitzenspielen erfahren wird, sondern ein gewisser Umgang damit zur Routine wird.

    Einmal editiert, zuletzt von Fechter ()

  • Zurück zur Nationalmannschaft: ich gehe davon aus, dass JK Bundestrainer wird. Man wird ihm ungeahnte Freiheiten geben und ich könnte mir vorstellen, dass er auch Ideen für eine Reform in der Jugend haben wird-da bin ich gespannt wie diese aussehen.

    Ich gehe davon aus, dass der bisherige Weg fortgesetzt wird. Wie komme ich zu der These?

    Hannes Wolf (ehemals Borussia Dortmund) steht für die TPD. Heute lese ich, dass Sven Bender (siehe BR - ehemals Borussia Dortmund) als einer der Co-Trainer im Gespräch ist. D.h. es wird weiterhin auf kleine Spielformen gesetzt.

    Wolf ist auch ein Befürworter der U17 und U19-Nachwuchsliga (siehe z.B. Wolf setzt auf DFB-Nachwuchsligen: "Dürfen keinen verlieren").

  • Man muss Magath nicht mögen, aber Erfahrung und Einblick hat er wahrscheinlich schon.

    Müssen wir evtl das gesamte System hinterfragen?

    Hat Magath das System hinterfragt? Er war von 2002/03 bis 2012 durchgehend Bundesligatrainer bei Vereinen mit NLZ - hat er dagegen gesteuert?

    Hat Magath nach der EM2024 die Entlassung von Nagelsmann gefordert?


    "Dazu kommt, dass durch die bessere Nachwuchsarbeit ein Umdenken stattgefunden hat und wir heute viel mehr und viel besser ausgebildete junge Spieler in der Liga haben. ...

    Das haben wir in den vergangenen zehn Jahren aber wieder mehr als aufgeholt. ...

    Durch die verbesserte Nachwuchsarbeit, aber vor allem durch die neue Infrastruktur, ist das heute zum Glück anders."

    Quelle: Felix Magath 2012 - 10 Jahre NLZ ;)

  • Auch unter Beibehaltung kleiner Spielformen sind Reformen möglich und m.E. auch nötig. Unter anderem muss man sich von der Idee lösen, man bräuchte nur ein oder zwei Überspieler, die so als Superdribbler. wenn der Gegner eben hinten zustellt, da irgendwie trotzdem durch die Reihen tanzen und dann das nötige Tor machen.

    Gerade die WM hat doch gezeigt, dass jedenfalls im Moment die super organisierten, disziplinierten und robusten Mannschaften am Ende übrig bleiben. Allein, was die Spanier für ein Ballgefühl haben. Wenn denen mal in der Annahme Ball verspringt, dann schaffen sie es trotzdem oft noch, ihn irgendwie zu einem Mitspieler zu lenken.

  • Unter ungewohnten Druck können viele häufig nicht ihr volle Potenzial zeigen. Und deswegen geht es darum, dass die Drucksituation nicht erst in Spitzenspielen erfahren wird, sondern ein gewisser Umgang damit zur Routine wird.

    Ist es Routine, dann greifen die positiven Eigenschaften des Drucks leider nicht.


    Und ich bezweifel auch, dass der Abstiegskampf in der D-Jugend oder bei U17/U19 Spieler auf den Druck bei einer Weltmeisterschaft vorbereitet.


    Noch dazu leben die erfolgreichen Norweger zumindest bis 13 Jahre etwas anders vor - als ein Gegenbeispiel.

  • Jetzt wurde berichtet das die Spanier bis U11 6+1 in kleinen Spielformen spielen und ab U12 kosequent aufs 11er Feld gehen.


    In Deutschland rollen wir hingegen alles 6+1 in die D Jugend aus und ab der U14 11er Feld

  • Jetzt wurde berichtet das die Spanier bis U11 6+1 in kleinen Spielformen spielen und ab U12 kosequent aufs 11er Feld gehen.


    In Deutschland rollen wir hingegen alles 6+1 in die D Jugend aus und ab der U14 11er Feld

    Hier würden viele gerne D-Jugend 6+1, C-Jugend 8+1 und erst ab B-Jugend 10+1!

    Also völlig gegenteilig

  • in der Zeit als die aktuellen Nationalspieler in der Jugend waren, hat man ab der U14 11v11 gespielt.


    Das Ergebnis der Nationalmannschaft spiegelt also das 11v11 ab der C-Jugend wieder. Inklusive der ganzen Auf- und Abstiege bis hinauf zur A-Jugend-Bundesliga.


    Die Änderungen im Jugendfußball haben die Nationalmannschaft doch noch gar nicht erreicht.


    Außer evtl. Karl. Und da sind alle traurig, dass er nicht dabei war.



    Die aktuellen D-Jugendlichen, die im 14er-Modus spielen, sind frühestens in 5 Jahren in der Nationalmannschaft. Woher möchte man jetzt beurteilen, ob das in irgendeiner Form gut oder schlecht wird?

  • Sofern es tatsächlich Ligen gibt, in denen man nicht absteigen kann, heißt das vice versa ja, dass es auch keinen Aufstieg gibt. Das ist absolut demotivierend und benachteiligt auch Talente und Trainer, die dann unabhängig von ihrer Leistung dazu verdammt sind, unten weiter mitzuspielen. Das hat nichts mit Leistungsorientierung zu tun. Wir sind hier bei einem Wettkampfsport und nicht in einer Wohlfühloase. Genau die Schaffung dieser Wohlfühloase hat ja bei den letzten WM´s gerade nicht zu einem Leistungsklima geführt.

    In dem verlinkten Artikel geht es auch um ganz was anderes. Stellen wir uns mal den 100 m Sprinter vor. Der braucht um an seine 100% Leistung zu kommen die besondere Situation und den Adrenalinschuss. Das nennt man auch positiven Stress. Es ist klar, dass er diese Sonderleistung nicht ständig und immer wieder abrufen kann. Er stumpft dann ab, wenn er jedes Wochenende eine vergleichbare Situation hat. Das ist im Grunde banal und schon aus allgemeiner Lebenserfahrung bekannt.

    Beim Fußball ist das aber schon was anderes. Es geht darum, dass die Jungs ein wenig Stressresistenz entwickeln, weil sie (nicht alle, aber eben doch einige) mit der Stresssituation nicht zurecht kommen und diese Sondersituation bei ihnen gerade nicht zum 100% Leistungsabruf, sondern zu Blockierungen führt. Über diesen Sachverhalt gibt der Artikel schlicht nichts her.

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