Corona und seine Folgen?

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!
  • Dann muss nur noch endlich mal Schwung in die Impfung kommen und dann brauchen wir auch keinen weiteren Lockdown im Herbst 2021.


    Viel wichtiger würde ich ein Medikament finden, so könnte man selbst auf Krankheitsfälle schnell reagieren und die Mortalitätsrate stark senken. Ohne Medikamente wäre auch die Sterberate bei der Influenza wohl viel höher.


    Ein niedersächsisches Team hat hier wohl ein vielversprechendes Medikament, leider wird hier im Verhältnis zum Impfstoff kaum finanziell gefördert vom Staat...

  • Zumal Fußball eine Grundverankerung ist in unseren gesellschaftlichen System ist,wo wirklich das ZUSAMMENSEIN gefördert wird. Das wir mit Corona ein gesellschaftliches "ICH" Problem bekommen ist vielleicht noch keinem bewußt. Das sich Kinder mit anderen Kindern auseinandersetzen müssen und auch das auch sportlich. Wenn wir jetzt sagen - hach mei ist ja alles gar nicht so schlimm, werden wir das erst merken wenn die Jungs dann in einer Beziehung kommen und auch Kinder bekommen. Denn sowas wird auch weiter in die Erziehung einfliesen. Wir werden noch ungerechte und egoistische Züge sehen in der Gesellschaft.

    Ich weiß nicht... da würde ich "Schule" eine wesentlich höhere Bedeutung zumessen als "Vereinsleben". Bei deinem Einwurf hat man ja das Gefühl, dass eine ganze Generation den Bach runter geht, weil es mal 12 Monate (2 Winter) mal nicht so gelaufen sein wird wie üblich. Sorry, das ist mir dann doch etwas zu weit ausgeholt.


    Vielleicht tritt ja auch der umgekehrte Fall ein und die Menschen suchen wieder gezielt das Miteinander; wünschen sich wieder etwas mehr Verbindlichkeit. Wenn die Vereine es geschickt anstellen, könnte es vielleicht sogar einen Boom geben.

  • Mal was ganz anderes:


    Mir haben in den letzten Tagen mehrere Spieler für die nächste Saison zugesagt, die vor einigen Jahren unseren Verein Richtung Landes- oder Bezirksliga verlassen haben. Sie haben erzählt, dass sie sich und den Fußball im Lockdown hinterfragt haben und zu dem Schluss gekommen sind, dass mit den Kumpels im Team zu spielen und mit dem Fahrrad zum Training zu kommen viel praktischer ist als jede Woche dreimal eine Dreiviertelstunde im Auto zu sitzen, um eine oder zwei Ligen höher zu spielen.

    Das gleiche habe ich von einem NLZ-Spieler eines Zweitligisten gehört, der bei mir bis zur E-Jugend gespielt hat. Der möchte im Sommer ebenfalls den ganzen Stress und Druck hinter sich lassen und zu uns in die Heimat zurückkehren, aber möchte noch abwarten, welche Perspektive er im NLZ bekommt (er erwartet aber eine Perspektive, die dem Aufwand nicht gerecht wird).


    Darüber freue ich mich natürlich. Die höherklassigen Vereine wird es nicht freuen, zumal die drei nicht die einzigen sein werden, die vielleicht andere Wege gehen wollen. Meint ihr, dass das dazu führen wird, dass Leistungsvereine und Breitensportvereine sich wieder annähern?

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg

  • Ich glaube das kann man nicht pauschal sagen.


    Du schreibst, dass diese Spieler 45 Minuten brauchen zu den jeweiligen Leistungsorientierten Vereinen (oder dem einen), dass ist schon eine ziemlich lange Anfahrt. Da würde wohl selbst der ein oder andere Spieler selbst ohne Lockdown früher oder später wieder zurückkommen, weil der Aufwand zu groß ist, man wenig soziale Kontakte in der Mannschaft hat, insbesondere dann, wenn der Stammplatz vielleicht weg ist oder die Aussicht weiter in ein NLZ zu springen nur noch sehr gering scheint.

    Bei mir in der Umgebung sind aber mehrere Leistungsstarke Vereine in einem Umkreis von maximal 30 Minuten. Mein Verein ist selbst so einer, von 18 Spielern in meiner Mannschaft, wohnen 16 maximal 10 Minuten vom Sportplatz entfernt. Circa die Hälfte kommt mit dem Rad. Da ist dann der Leistungsorientierte Verein, gleichzeitig auch der, wo die Kumpels/Mitschüler spielen, oder wo die Mitspieler zumindest in der Nähe wohnen, dass sich Freundschaften entwickeln können.



    Die andere Sache wird sein, was für Alternativen zur Verfügung stehen. Das Niveau auf Kreisebene ist ja sehr unterschiedlich. Wenn eine vernünftige Kreisliga Mannschaft vorhanden ist, mit gutem Trainer, wo die Kumpels kicken, kann sich sicherlich der ein oder andere dazu entscheiden zurückzukommen, dass passiert aber auch ohne Lockdown im B und A Jugend Bereich vermehrt. Wenn aber die örtliche Mannschaft selbst in der Kreisliga nur auf den Deckel bekommt, kehren die Spieler eher nicht zurück.

    Als ich noch am anderen (und wesentlich dünner besiedelten) Ende meines Kreises wohnte habe ich eine solche Mannschaft trainiert. Kleiner Verein, nur 3 Jugenteams, Kreisliga. Aber die Truppe die ich hatte war überdurschnittlich gut für den Verein und den Kreis, da waren 5-6 dabei die hätten locker höher spielen können. Aber da der nächste größere Klub doch einiges an Fahrtzeit entfernt war, im heimischen Klub eine Kumpels spielten und das Team trotzdem ein gutes Niveau hatte, ist niemand gewechselt.



    Ich kann mir eher vorstellen, dass einige NLZ Teams oder Stützpunkte Probleme kriegen. Da ist der Aufwand noch höher, der Druck viel höher, da wird der ein oder andere vielleicht gehen, diese Spieler landen dann aber eher bei den ambitionierten Breitensportklubs, wo sie meist auch vorher schon gespielt haben. Da ist dann weiterhin ein gutes Niveau, aber schon merklich weniger Druck und Aufwand.

  • Da ist dann weiterhin ein gutes Niveau, aber schon merklich weniger Druck und Aufwand.

    Dann wäre die olle Pandemie ja wenigstens für irgendwas gut.


    Druck im Hobby, sogar schon bei Kindern... Dämlicher geht es ja kaum...

    Ich spreche hier von NLZ. Da ist natürlich ein gewisser Leistungsdruck, der muss nicht einmal von außen kommen, denn machen sich die Kinder (bzw. dann schon eher Jugendliche) oftmals selber.

  • Du schreibst, dass diese Spieler 45 Minuten brauchen zu den jeweiligen Leistungsorientierten Vereinen (oder dem einen), dass ist schon eine ziemlich lange Anfahrt.

    Kurze Korrektur: Ich sagte, sie würden 45 Minuten im Auto für eine Einheit sitzen - also Hin- und Rückfahrt zusammen. Macht dann knapp 20 Minuten für einen Weg.

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg

  • Da ist dann weiterhin ein gutes Niveau, aber schon merklich weniger Druck und Aufwand.

    Dann wäre die olle Pandemie ja wenigstens für irgendwas gut.


    Druck im Hobby, sogar schon bei Kindern... Dämlicher geht es ja kaum...

    Sehe ich auch so. Was da abgeliefert wird - hat schon was mit Kinderarbeit zu tun. Nur um einen Erfolg zu haben den die Trainer, Stützpunkte oder Eltern einfordern. Fußball macht nur Spaß ohne Druck. Dass das ja nix bringt zeigt ja die aktuelle Situation der Nationalmannschaft. Und nochmal 0.02% schaffen es in die Bundesliga. Ich spreche nicht von der 1. Bundesliga !!!!

    Fußball kann so schön sein.... wenn dann aber die Stützpunkte, Eltern oder Trainer kommen ist es meist ein Gehäule.

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.



  • Es gibt sicherlich Eltern, Trainer (insbesondere Stützpunkttrainer) die zu viel Druck machen. Den meisten Druck machen sich die Jungs/Mädels aber auch selber. Auf einem bestimmten Level besteht selbst in der besten Umgebung ein gewisser Leistungsdruck, weil eben nicht alle im Kader (gleichviel) spielen können. Bis zu einem bestimmten Grad ist Druck oder Stress auch nicht schlecht, im Gegenteil wenn man gar keinen Druck oder Stress hat, ist das auch schon wieder ungesund. Dieser Grad ist halt bei jedem invididuell. Man muss aber auch mal einsehen, dass es auch viele Kinder gibt, die ab einem bestimmten Alter (meist im E/D Jugend Alter) erkennen, dass sie etwas Talent für Fussball mitbringen und dann aus eigener Motivation guten Fussball spielen wollen, in einer möglichst guten Mannschaft, mit möglichst gutem Training und am besten immer gewinnen. Es ist nicht so, dass jeder Mensch völlig ambitionslos ist, wie man das bei einigen Kommentaren hier manchmal denken kann und das beginnt eben schon im Kindesalter, das ist auch nicht unbedingt schlecht, dieser Ehrgeiz im Sport kann auch auf andere Bereiche, wie z.B. Schule abfärben. Muss halt nur alles in gesunden Bahnen sein.

    Aber Fussball kann nur ohne Druck funktionieren? Ich behaupte es gibt Kinder, denn würde Fussball dann ohne einen gewissen gesunden Druck gar keinen Spaß mehr machen. Komplett ohne Druck wird aus Fussball schnell nur reines rumgeblödel.


    Hier die N11 zu nennen macht eher wenig Sinn, früher hatten die Spieler tendenziell eher noch mehr Druck wie jetzt, nach der Logik müsste man eher gegenteilig argumentieren. Es hat sich aber grundsätzlich die Gesellschaft verändert, weswegen das ganze generell nicht passt.

  • Neben dem Mitgliedern die austreten, werden bestimmt auch viele ehrenamtliche ihre Engagement auf Ice legen und aus dem Verein austreten.


    Den Hauptamtler "Puddert man den hintern" während ehrenamtliche vergessen werden... unbeachtet...

    Am besten weiter online Training machen, unbezahlt,... Am besten jeden Tag,.....

    Ich hab die reißleine gezogen...und hab beim Verein aufgehört.

    Versuche im jeden Training 1 Spieler gezielt besser zu machen und du hast in einem Jahr/einer saison, VIEL geschafft!

  • Ehrenamt ist Leidenschaft.


    Mein Dad war selbst jahrelang Trainer und ich habe als Kind mitbekommen, wie fordernd und aufwendig das ganze ist.


    Aber die Dankbarkeit der Kinder war meinem Dad Lohn genug..


    Aber ja, irgendwann mochte er auch nicht mehr, von daher verstehe ich dich natürlich! Wenn man dann noch viel Zeit hat, über Missstände nachzudenken, beschleunigt das den Abgang.



    Im Namen aller Kinder, die du begleitet hast: danke für deinen Einsatz und alles Gute!!

  • Es gibt sicherlich Eltern, Trainer (insbesondere Stützpunkttrainer) die zu viel Druck machen. Den meisten Druck machen sich die Jungs/Mädels aber auch selber. Auf einem bestimmten Level besteht selbst in der besten Umgebung ein gewisser Leistungsdruck, weil eben nicht alle im Kader (gleichviel) spielen können. Bis zu einem bestimmten Grad ist Druck oder Stress auch nicht schlecht, im Gegenteil wenn man gar keinen Druck oder Stress hat, ist das auch schon wieder ungesund. Dieser Grad ist halt bei jedem invididuell. Man muss aber auch mal einsehen, dass es auch viele Kinder gibt, die ab einem bestimmten Alter (meist im E/D Jugend Alter) erkennen, dass sie etwas Talent für Fussball mitbringen und dann aus eigener Motivation guten Fussball spielen wollen, in einer möglichst guten Mannschaft, mit möglichst gutem Training und am besten immer gewinnen. Es ist nicht so, dass jeder Mensch völlig ambitionslos ist, wie man das bei einigen Kommentaren hier manchmal denken kann und das beginnt eben schon im Kindesalter, das ist auch nicht unbedingt schlecht, dieser Ehrgeiz im Sport kann auch auf andere Bereiche, wie z.B. Schule abfärben. Muss halt nur alles in gesunden Bahnen sein.

    Aber Fussball kann nur ohne Druck funktionieren? Ich behaupte es gibt Kinder, denn würde Fussball dann ohne einen gewissen gesunden Druck gar keinen Spaß mehr machen. Komplett ohne Druck wird aus Fussball schnell nur reines rumgeblödel.


    Hier die N11 zu nennen macht eher wenig Sinn, früher hatten die Spieler tendenziell eher noch mehr Druck wie jetzt, nach der Logik müsste man eher gegenteilig argumentieren. Es hat sich aber grundsätzlich die Gesellschaft verändert, weswegen das ganze generell nicht passt.

    Es geht doch schonbei den Bambinis los .... Sorry, das sehe ich komplett anders. Was ich als Trainer erlebt habe, da langst du dir an den Kopf. Meist sind es aber die Eltern, die eine komplette falsche Einstellung am Platz haben. Dann die Jugendtrainer, dann kommen die Stützpunkttrainer. Wobei VORSICHT ! Es gibt Stützpunkte da wird gute Arbeit abgeliefert, jedoch sind meiner Meinung nach 50% schwarze Schafe und glauben sich in einer "Bundesliga Elite" zu sehen. Völlig abgedrifftet und völlig empathielos und egoistisch.

  • Es gibt sicherlich Eltern, Trainer (insbesondere Stützpunkttrainer) die zu viel Druck machen. Den meisten Druck machen sich die Jungs/Mädels aber auch selber. Auf einem bestimmten Level besteht selbst in der besten Umgebung ein gewisser Leistungsdruck, weil eben nicht alle im Kader (gleichviel) spielen können. Bis zu einem bestimmten Grad ist Druck oder Stress auch nicht schlecht, im Gegenteil wenn man gar keinen Druck oder Stress hat, ist das auch schon wieder ungesund. Dieser Grad ist halt bei jedem invididuell. Man muss aber auch mal einsehen, dass es auch viele Kinder gibt, die ab einem bestimmten Alter (meist im E/D Jugend Alter) erkennen, dass sie etwas Talent für Fussball mitbringen und dann aus eigener Motivation guten Fussball spielen wollen, in einer möglichst guten Mannschaft, mit möglichst gutem Training und am besten immer gewinnen. Es ist nicht so, dass jeder Mensch völlig ambitionslos ist, wie man das bei einigen Kommentaren hier manchmal denken kann und das beginnt eben schon im Kindesalter, das ist auch nicht unbedingt schlecht, dieser Ehrgeiz im Sport kann auch auf andere Bereiche, wie z.B. Schule abfärben. Muss halt nur alles in gesunden Bahnen sein.

    Aber Fussball kann nur ohne Druck funktionieren? Ich behaupte es gibt Kinder, denn würde Fussball dann ohne einen gewissen gesunden Druck gar keinen Spaß mehr machen. Komplett ohne Druck wird aus Fussball schnell nur reines rumgeblödel.


    Hier die N11 zu nennen macht eher wenig Sinn, früher hatten die Spieler tendenziell eher noch mehr Druck wie jetzt, nach der Logik müsste man eher gegenteilig argumentieren. Es hat sich aber grundsätzlich die Gesellschaft verändert, weswegen das ganze generell nicht passt.

    Es geht doch schonbei den Bambinis los .... Sorry, das sehe ich komplett anders. Was ich als Trainer erlebt habe, da langst du dir an den Kopf. Meist sind es aber die Eltern, die eine komplette falsche Einstellung am Platz haben. Dann die Jugendtrainer, dann kommen die Stützpunkttrainer. Wobei VORSICHT ! Es gibt Stützpunkte da wird gute Arbeit abgeliefert, jedoch sind meiner Meinung nach 50% schwarze Schafe und glauben sich in einer "Bundesliga Elite" zu sehen. Völlig abgedrifftet und völlig empathielos und egoistisch.

    Eigentlich gibt es genau dazu einen anderen Thread und die Diskussion gehört hier im näheren Kontext eigentlich nicht rein. Aber ich habe das ganze angestoßen - da ging es aber noch um Corona.


    Ich denke, dass viele Trainer eine erfolgreiche Trainerarbeit mit Siegen definieren. Junge Trainer wollen sich dadurch im Verein, Umfeld und vor den Eltern profilieren, weil in der allgemeinen Wahrnehmung Siege immer besser aussehen als Niederlagen. Gute Arbeit auf dem Trainingsplatz ist nicht messbar, Ergebnisse schon. Deshalb befürworte ich die Marschroute vom DFB und den Verbänden, im unteren Jugendbereich Ergebnisse auszublenden und vor allem Spielformen zu entwickeln, in denen Ergebnisse keine Rolle spielen. Damit wird erstens diesen Erfolgstrainern der Wind aus den Segeln genommen und zweitens gibt es gar nicht mehr sowas wie Siege, die irgendwo eingetragen werden müssen. Und selbst, wenn man auf 4 parallelen Spielfeldern kickt und die Ergebnisse zusammenrechnet, wird derjenige gewinnen, der im Durchschnitt die beste Mannschaft hat und nicht der, der die besten drei in eine Mannschaft steckt und nur das Duell gewinnt.


    Um den Schwenk zu Corona zu bekommen: Ich hoffe, dass wir zur Saison 21/22 in den unteren Bereichen mit diesen Spielmodi starten können und die Kleinen einfach nur kicken dürfen, ohne sich an Ergebnissen zu messen. Natürlich wird es weiterhin talentierte und untalentierte Spieler geben, aber mit allen Kids in Action bekommen alle auf jeden Fall die gleichen Voraussetzungen. Vielleicht ist Corona ja dafür gut! Ich kann mir gut vorstellen, dass dadurch eine ganz andere Denkweise ab der E-Jugend entsteht: spielt man kein 7 gegen 7 mehr, in der talentierte Spieler Siege im Alleingang holen und untalentierte Spieler Niederlagen verschulden, hören vielleicht die schwächeren nicht auf und die besseren gehen nicht sofort weg.

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg

  • Es gibt sicherlich Eltern, Trainer (insbesondere Stützpunkttrainer) die zu viel Druck machen. Den meisten Druck machen sich die Jungs/Mädels aber auch selber. Auf einem bestimmten Level besteht selbst in der besten Umgebung ein gewisser Leistungsdruck, weil eben nicht alle im Kader (gleichviel) spielen können. Bis zu einem bestimmten Grad ist Druck oder Stress auch nicht schlecht, im Gegenteil wenn man gar keinen Druck oder Stress hat, ist das auch schon wieder ungesund.

    Meinst du nicht, dass der Druck, der vom Gegner kommt, groß genug ist? Der Wille, ein Spiel zu gewinnen oder zumindest immer sein bestes zu geben, sollte jeder haben, der sich in einen Wettkampf stürzt. Aber wer braucht denn Druck vom Trainer? Die wenigsten sind durch Druck zu motivieren, während die meisten auf Zuspruch, Vertrauen und positiver Verstärkung reagieren. Wenn du es gescheit anstellst, reißen sich die Kinder für dich den Hintern auf - weil sie gefallen wollen.

    Ich habe hier im Forum mal gelesen, dass die Kinder immer auf den Platz gehen sollten, als ginge es um das WM-Endspiel - mindestens - aber doch bitte alle Erwachsenen ein Kinderfußballspiel sehen sollten. Das trifft es völlig, finde ich.


    Aber ich glaube in dem Zusammenhang mit C sind ja eher die gemeint, die vor lauter Fußball keine Zeit mehr hatten, mal nach rechts oder links zu gucken weil sie ihre Zeit nur im Auto oder aufm Platz verbracht haben. Wenn die jetzt entdecken, dass es noch was anderes im Leben gibt, finde ich das eher positiv.
    Die intrinsisch Motivierten gucken sicher re/li aber die marschieren sofort wieder aufn Platz, wenn es geht. Davon bin ich fest überzeugt.


    In einem wirst du aber Recht haben: die, die wirklich in Richtung Profi gehen, müssen lernen mit dem immensen Druck umzugehen, der sich durch die Öffentlichkeit und existenzielle Ängste ergeben.

  • Es geht doch schonbei den Bambinis los .... Sorry, das sehe ich komplett anders. Was ich als Trainer erlebt habe, da langst du dir an den Kopf.

    DA mache ich andere Erfahrungen. Nämlich, dass man die Eltern aufklären kann und muss! Es sind in meinem Umfeld ein paar, bei denen die Eltern merkwürdige Vorstellungen von Kinderfußball aber mit denen kann man sprechen und Erwartungen in geordnete Bahnen lenken. Ich hatte in den letzten Jahren so ungefähr 50 Bambinis zwischen den Fingern und exakt zwei Elternpaare waren vollkommen bekloppt und echt nicht zu retten.


    Vergleiche zum Schreiben/rechnen lernen sind gut geeignet, etwa dass beim Schreiben lernen auch niemand in der Tür des Klassenzimmers steht und schreit: da muss ein Punkt aufs i, ein PUNKT!!!
    Auch als Turnierleiterin war ich öfter am Rand unterwegs und habe mit vollkommen ausgeflippten, emotionalisierten Müttern geredet und ihnen erklärt, dass sie ihren Kindern überhaupt keinen Gefallen tun. Die meisten waren zugänglich! "ach das ist so spannend, das ist das erste Turnier... wahrscheinlich sollte ich ruhiger werden"

  • Ich habe nirgends geschrieben, dass es Druck vom Trainer braucht. Meiner Erfahrung nach sind es aber in vielen Fällen (nicht immer!) eher die Kinder die gewinnen wollen, nicht die Trainer oder Eltern. Wenn man sich manche Darstellungen hier so ansieht, könnte man denken, dass kein Kind der Welt ambitionen oder intrinsische Motivation besitzt.

  • Ich denke jedem Kind, sollte, von einem Trainer der das auch versteht, vermittelt werden, das Erfolg(Ergebnis) und Leistung nicht das gleiche sind. Das wird immer lustig gleichgestellt. Wer Ergebnisse bringt, hat auch Erfolg und eine Qualität/Können.

    Das ist Schwachsinn. Es gibt Erfolg auch ohne besondere Qualität. Und es gibt nicht passende Ergebnisse mit toller Leistung.

    Ambition sollte immer sein, sich zu verbessern. Als Trainer die Kids zu verbessern (das geht einher mit dem Willen sich auch als Trainer zu verbessern).

    Eine gute passende, angstfreie Lernumgebung zu schaffen, bedingt eben auch eine Fehlerkultur zu ermöglichen.

    Und dazu ist es absolut notwendig, das der Trainer begreift, das Erfolg(ERgebnis) und Leistung nicht das gleiche sind.

    Stetige Verbesserung aber schon eine Leistung.


    In manchen Dorfvereinen in der Kreisliga B kommen mir manche D Jugendtrainer vor, als ginge es denen um die Trainer Nachfolge bei Chelsea, man muss (Ergebnisse)liefern, das ist hochgradig peinlich. Die Kids kommen regelmäßig in der c/b Jugend an, erfolgsverwöhnt, und -Leistungsträger-. Wahrscheinlich sogar druckresistent durch Ihre Trainer. LEider verstehen die keinen Fußball, was dann ein böses Erwachen ist.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)