Vereinwechsel? Eure Meinung

  • Hallo,

    Mich würde gerne eure Meinung interessieren.


    Mein Sohn spielt in der D Jugend. Die Saison läuft nicht so wie er es sich vorgestellt hat. 11 Spieltage hinter sich. 10 Spiele verloren, eins gewonnen. Drittletzter in der Tabelle. Letzte Saison in der E Jugend lief es besser. Niederlagen und Siege hielten sich die Waage. Jetzt in der D Jugend gibt es neue Kids und ein neues und sehr junges Trainerteam.

    Die Niederlagen frustrieren ihn sehr, die Stimmung im Team, aber auch bei den Eltern kippt.

    Wir (ein paar Eltern) haben mal versucht nach dem Training mit den Trainern zu sprechen und haben Verbesserungsvorschläge (taktische und organisatorische) gemacht. Ich hatte vorgeschlagen, dass die Trainer ein Meeting organisieren, was aber nicht passiert ist. So richtig kommunikativ sind die nicht.

    Ich hatte mein Sohn beim Nachbarverein zu einem Probetraining gebracht. Vom Training war er beeindruckt, viel schneller. Man muss jetzt wissen, dass die D Jugend des Nachbarvereins sehr erfolgreich ist und in der Tabelle sehr weit oben steht.

    Der Trainer ist aber leider nicht so begeistert vom Sohnemann. Er wäre zu klein und hat Defizite in der Schusstechnik. Er könnte zwar mit trainieren, er würde versuchen ihn zu verbessern, aber so schnell bekäme er keine Einsatzzeiten. Zudem hat er 16 Jungs in seinem Team.

    Ich bin mir jetzt nicht sicher:

    - im jetzigen Team läuft es schlecht, er ist frustriert

    - die Trainer ändern nichts, sind beratungsresistent

    - dafür ist er Stammspieler

    - beim einem Wechsel hätte er 3 Monate Wartefrist

    - er hätte geringe Chancen auf Einsätze

    - Training wäre besser, er würde viel lernen


    Mein Sohn ist sich auch nicht sicher.

    Was meint ihr?

  • Mal losgelöst von der Hauptfragestellung, finde ich es schon erstaunlich, dass ihr dem Trainer "taktische Verbesserungen" vorgeschlagen habt, die dieser jetzt zu eurem Entsetzen nicht umsetzt und ihr nennt du ihn deshalb beratungsresistent nennst.


    1) Der Trainer entscheidet über die Taktik, ich würde mir da von Eltern nie reinreden lassen, ich würde diesen Inhalt überhaupt nicht zulassen. Gerne kann man über die Entwicklung oä des Kindes sprechen, sicherlich aber nicht über Taktik.

    2) Vllt hat er sich aber sogar Gedanken gemacht über eure Anmerkungen, sie aber nach Abwägung aller Pros und Contras nicht für sinnvoll erachtet. Ist man schon beratungsresistent, wenn man es nicht so macht, wie andere es wollen? Beraten ist doch noch keine Vorgabe, oder?

    3) Was heißt denn kommunikatiiv sind die nicht? Die meisten Dinge sind ja vor allem für die Jungs bestimmt, taktische Überlegungen müssen (und sollten) nicht mit den Eltern ausgetauscht werden. Aus welchem Grund sollte dies denn geschehen?


    Lass doch deinen Sohn einfach kicken, bzw. selbst entscheiden, gehe am besten während des Trainings und des Spieles des Sohnes irgendwo einen Kaffee trinken oder einkaufen.

    Vllt ist dein Sohn nämlich gar nicht so unzufrieden, wie du meinst. Nur deine Unzufriedenheit scheinst du nicht zu verbergen und er nimmt sich diese dann an.

    Er ist D-Jugendspieler, da kann er selbst mit den Trainern sprechen, wenn ihm (nicht dir) wirklich was am Herzen liegt.

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • Was sind genau die Trainingsinhalte?


    D-Jugend ist immer noch Ausbildung und kein Ergebnis-Fußball.

    Wenn das Training gut ist, wäre aus meiner Sicht alles in Ordnung.


    Und was erwarten die Eltern taktisch anderes. Man sollte D-Jugend nicht mit Manchester City verwechseln.


    Dann habt ihr junge Trainer (Jugendtrainer?). Die kommen vielleicht auch nicht damit klar wenn sie von gestandenen Männern kritisiert werden.


    Dann: Dein Sohn ist Stammspieler und ihr steht unten. Beim Verein oben würde er nicht spielen.

    Steht ihr vielleicht unten weil die Mannschaft einfach schwächer ist?

    Gerade wenn viele jüngerer Jahrgang sind (kleiner, anderes Spielfeld, neues Team, mehr Spieler im Feld)



    Soll sich nicht zu negativ anhören und ich will dich nicht angreifen. Dafür kenne ich die Situation vor Ort gar nicht.

  • Ich finde es immer wieder überraschend, dass oft die Ergebnisse in einer anderen Altersstufe als Kriterium für eine negative Entwicklung in einer älteren Jahrgangsstufe herangezogen werden. Kann es vllt sein, dass die Mannschaft jetzt weniger erfolgreich ist, weil die aktuelle Spielgruppe einfach stärker ist. Wenn der Trainer im Nachbarverein sagt, dass der junge leistungstechnisch nicht mithalten kann, dann spricht das ja doch dafür, dass die aktuelle Mannschaft, in der er spielt, nicht besonders stark ist.


    Sir Alex hat natürlich Recht. Ich würde mir als Trainer auch nicht von Eltern erklären lassen, wie ich mit meiner Mannschaft umzugehen habe.

    In dem Zusammenhang wäre es evtl interessant zu wissen, was denn eure taktischen und organisatorischen Vorschläge waren, bzw. wo ihr die Probleme bei der aktuellen Mannschaft seht. Dass das Tempo in einer leistungsstärkeren Mannschaft höher ist, ist natürlich naheliegend. Dass es aber auch gravierende Probleme geben kann, die mit dem Trainer zusammenhängen ist natürlich richtig. Das sind aber weniger Dinge, die sich auf konkrete Details beziehen ("Der schon wieder mit seiner Dreierkette, der hat doch keine Ahnung"), sondern eher solche die im Zusammenhang mit der Ausgestaltung des Trainings und dem Umgang mit den Spielern stehen.

  • Wir (Eltern) sind natürlich keine Trainerexperten. Wir sehen halt, was auf dem Trainingsplatz passiert, wie die Jungs spielen und sehen auch wie die Gegner spielen. Durch den Probetraining hatte ich auch die Gelegenheit zu sehen, wie andere trainieren und vor allem wie andere Trainer kommunizieren.

    Es stimmt: viele Jungs sind aus der E Jugend hoch gezogen worden. Haben also mit weniger Mann und auf einem kleineren Platz gespielt.

    Aber einige Jungs treffen auf einmal den Ball nicht mehr. Einige Jungs können auf einmal nicht mehr passen. Alles was vorher super geklappt hat. Bei meinem Sohn sehe ich, dass er keine Verantwortung mehr nimmt. Das war in der E Jungend anders.

    Es stimmt: die Jungs sind leistungsschwach, das sind halt keine Messi's. Das wissen wir auch. Profifußballer werden die (wahrscheinlich) nicht. Ich meine es steckt Potential. Die Gegner kochen auch nur mit Wasser, waren nicht übermächtig, gegen manche hätte man auch gewinnen müssen.

    Und im Endeffekt sind die Jungs alle frustriert. Ich, als Vater, könnte mich zurück ziehen, aber helfen würde ich meinem Sohn damit nicht.

    Wenn mein Sohn darüber nachdenkt die Sportart zu wechseln, obwohl er Fußball abgöttisch liebt, ist das ein Alarmzeichen.


    Die Trainer haben bei einigen Jungs von disziplinarischen Problem gesprochen. Gerade weil die Trainer jung sind, sollten sie sich Ratschläge einholen. Die haben keine eigenen Kinder, wir schon. Wenn nicht von uns, dann halt von erfahrenen Trainern, die es bei uns im Verein gibt. So war es bei mir in meinem Beruf, hat mir auch nicht geschadet. Und selbst wenn die Vorschläge blöd sind, kann man das auch verargumentieren und entsprechend kommunizieren. Selbst das geschieht nicht. Wenn was nicht funktioniert, sollte man etwas ändern. Auch kleine Änderungen können was bewirken.


    Unsere Vorschläge waren z.B.:

    - Spiel breiter ziehen, auch beim Training. Die Jungs tummeln sich immer noch in der Mitte herum. Weil sie sich an das breitere Feld nicht gewöhnt haben

    - Positionen halten. Abwehr-Jungs rennen nach vorne und bleiben vorne und reißen so hinten Löcher

    - die ersten 15 Minuten halten die Jungs die Ordnung, danach vergessen sie ihre Position. Nach ca. 15 Minuten fallen dann auch die ersten Gegentore

    - Trainer sagen: die Jungs hören nicht auf sie. Dann können sie ruhig rabiatter und lauter werden. Mit süßen Tönen kommen sie nicht gut an

    - Trainer sollten während des Spiels rein rufen und deligieren. Während des Spiels sind sie relativ ruhig

    - Die Trainer sollten sich besser verteilen. Einer vorne, einer hinten. Oder einer auf der einen Seite, der andere auf der anderen Seite. So sehen wir es bei den Gegner auch. Die Jungs brauchen auch während des Spiel Unterstützung

    - bei bekannten starken Gegnern defensiver aufstellen

    - die Positionen fixieren. Bisher haben die Jungs alle Postionen (auch während des Spiel) durch gewechselt. Bis auf Torwart hat mein Sohn alles gespielt. Stürmer, Mittelfeld, Abwehr. Die Anderen auch. So nach 5 Monaten sollte langsam bekannt sein, wer welche Position hat.

    Klar: das man die Position wechselt, weil es nicht anders geht oder um was aus probieren, ist verständlich. Aber während des Spiels mit fast allen Spielern?

    - mehr Freundschaftsspiele organisieren. Wie hatten 2 Freundschaftsspiele, einige Gegner hatten 8 (!!) Spiele vor Beginn der Saison

  • - Spiel breiter ziehen, auch beim Training. Die Jungs tummeln sich immer noch in der Mitte herum. Weil sie sich an das breitere Feld nicht gewöhnt haben

    Ich bin - gerade im Training - ein absoluter Freund von engen Räumen. Höherer Gegnerdruck, höherer Raumdruck, damit verbunden auch höherer Zeitdruck bei der Entscheidungsfindung. Die Gewöhnung an das breitere Feld kann dann durch - du hast es angesprochen - mehr Testspiele bzw. generell wettspielgemäße Räume erfolgen, logisch.



    - Trainer sagen: die Jungs hören nicht auf sie. Dann können sie ruhig rabiatter und lauter werden. Mit süßen Tönen kommen sie nicht gut an

    Abgesehen davon, dass ich als Trainer nie gegenüber Eltern sagen würde, dass die Jungs nicht auf mich hören:

    Mit laut oder rabiat (da würden mich mal Beispiele interessieren, was du dir da vorstellst) erreichst du garantiert keine Autorität, die du nicht auch in ruhiger Sprache und ruhig ausgesprochenen/umgesetzten Konsequenzen erzeugen könntest. Und selbst wenn: Meine Spieler sollen auf mich hören, weil das, was ich fordere, Sinn macht und sie davon profitieren. Und nicht, weil sie Angst haben, dass ich sonst laut werde und sie zusammenscheiße (ja, ich formuliere es jetzt bewusst sicherlich deutlich spitzer, als du es gemeint hast).


    Aber da muss jeder Trainer seinen eigenen Weg finden. Und dadurch, dass sie zu zweit sind, sind ja die Möglichkeiten gegeben, dass man sich gegenseitig Feedback zum Auftreten gibt und dadurch langfristig an Autorität gewinnt. Kommt mit der Zeit.




    - Trainer sollten während des Spiels rein rufen und deligieren. Während des Spiels sind sie relativ ruhig

    - Die Trainer sollten sich besser verteilen. Einer vorne, einer hinten. Oder einer auf der einen Seite, der andere auf der anderen Seite. So sehen wir es bei den Gegner auch. Die Jungs brauchen auch während des Spiel Unterstützung

    Ich habe jetzt das Bild vor mir, dass der ballführende Spieler von BEIDEN Seiten mit "Pass doch", "schieß doch", "schau nach links" zugetextet wird. Meinst du das so? Und wenn ja, wann sollen die Spieler lernen, eigene Entscheidungen zu treffen?

    Du kannst/musst die Jungs am Spieltag coachen, auf jeden Fall. Mein Merksatz: Je besser du im Training und in den Spielbesprechungen arbeitest, desto ruhiger kannst du während des Spiels sein. Ich muss mir in der B-Jugend auch oft vorwerfen lassen, dass ich meine Jungs alleine lassen würde. Warum soll ich sie in ihrer Konzentration stören, wenn sie alles umsetzen, was wir vorher besprochen/erarbeitet haben? Klar gebe ich auch taktische Anweisungen während des Spiels (oder motiviere vereinzelt auch mal lauter), aber meist in einem ruhigen Ton, der den betreffenden Spieler erreicht - und eben nicht irgendwelche Eltern 80 Meter weiter entfernt. Für Anpassungen auf der Trainer-fernen Seite habe ich meinen Kapitän (IV oder ZM), den ich bei Gelegenheit kurz zu mir hole und der meine Anweisungen dann an besagte Spieler weitergibt. Direkt komme ich auf die entfernten Spieler stimmlich sowieso nicht ran, den Versuch spare ich mir. Auch das bekommen die Eltern in der Regel nicht mit.



    So nach 5 Monaten sollte langsam bekannt sein, wer welche Position hat

    Warum? Ich sehe es als komplett abhängig vom Trainer und der Vereinsphilosophie, ab wann eine Positionsfixierung erfolgt. Ich selbst bin ein Freund davon, möglichst lange zu rotieren, damit die Spieler ganzheitlich ausgebildet werden. In der D-Jugend unterstütze ich das zu 100%. Ich selbst würde wohl selbst bei meiner nächsten B-Jugend (!) möglichst oft noch ganz extrem rotieren und zum Beispiel in 'nem 4-1-4-1 zur Halbzeit beide 4-1-Blöcke mal tauschen. Dass ich damit 'ne Ausnahme bin, ist mir klar, aber warum soll ein eigentlicher Achter nicht auch mal mit noch mehr Defensivzweikämpfen (v.a. Luftzweikämpfen und solchen im Rücken des Angreifers) oder Spielaufbau-Situationen in der Innenverteidigung konfrontiert werden? Letztlich geht's um die Ausbildung von flexiblen Spielern, und da finde ich das Rotieren richtig.


    Wenn du als 18-Jähriger in den umkämpften Herrenbereich kommst, macht es doch schon 'nen Unterschied, ob du sagst: "Ich kann Stürmer spielen" oder ob du sagst: "Ich habe oft Stürmer gespielt, kann aber auch offensiv auf beiden Außenbahnen oder hinter den Spitzen spielen. Die einigen Spiele als Rechtsverteidiger haben mir auch gut gefallen." Welcher Spieler bekommt wohl mehr Spielzeit im Herrenbereich und kann sich leichter anpassen?


    Zum Thema "Position halten" und "defensiver spielen" halte ich mich jetzt mal ganz elegant raus. Da müsste ein D-Jugend-Spezialist nochmal was sagen, inwiefern man schon eine gewisse Positionstreue bzw. mannschaftstaktische Handlungen einfordern kann. Anhand der Erzählung eines Elternteils und ohne Videoaufnahmen oder eigenen Eindruck wäre ich da mit einer Bewertung der Situation aber ohnehin vorsichtig.


    Dass das Training bei euch verbesserungswürdig ist, mag sein. Das hängt leider auch viel mit der Bereitschaft des Vereins zusammen, qualifizierte Trainer zu suchen und dann zu binden oder eben selbst auszubilden.


    Vielleicht gibt es ja einen dritten Verein, der die Vorteile eures aktuellen Vereins mit den Vorteilen des potentiell neuen Vereins verbindet? Sprich: Gutes Training mit ausreichend Spielmöglichkeiten und Ausbildungsgedanken der Trainer. Anhand der Schilderung würde ich wohl einen Wechsel nur durchziehen, wenn mein Junge das unbedingt möchte und er sich charakterlich grundsätzlich schnell integrieren kann. Die 3-monatige Sperre wäre zu vernachlässigen - Testspiele/just-for-fun-Hallenturniere sind davon unberührt und die Pflichtspiele gehen doch erst im März wieder los.

  • Da du von sehr jungen Trainern sprichst, gehe ich jetzt einmal davon aus, dass dies eine ihrer ersten Stationen ist. Es ist also nicht verwunderlich, wenn noch nicht alles klappt und sie noch auf der Suche ihres Stils sind. Unabhängig davon stimme ich dir zu, dass Trainer sich fortbilden und weiterentwickeln MÜSSEN. Diese Fortbildungen sollten auf möglichst professionellen Wegen stattfinden, da halte ich Tipps und Ratschläge seitens der Eltern für schlichtweg den falschen Weg.

    Eltern sind, nur weil sie eigene Kinder haben, keine Experten in puncto Erziehung und Gruppenführung. Wieso sich dort also Ratschläge holen? Wie oft händelt ihr große Kindergruppen und versucht diesen, etwas beizubringen?


    - Spiel breiter ziehen, auch beim Training. Die Jungs tummeln sich immer noch in der Mitte herum. Weil sie sich an das breitere Feld nicht gewöhnt haben

    Wie würdest du/ihr das den Spielern vermitteln? Fehler zu erkennen ist das eine, die richtige Verhaltensweise zu trainieren und einzuüben die andere Seite der Medaille.


    - Positionen halten. Abwehr-Jungs rennen nach vorne und bleiben vorne und reißen so hinten Löcher

    Und im Leistungsbereich sollen die Außenverteidiger sich dann wieder in den Angriff einschalten? Es sollen also Verhaltensweisen abtrainiert werden, nur um sie dann zum späteren Zeitpunkt wieder mühselig anzutrainieren?


    - Trainer sollten während des Spiels rein rufen und deligieren. Während des Spiels sind sie relativ ruhig

    - Die Trainer sollten sich besser verteilen. Einer vorne, einer hinten. Oder einer auf der einen Seite, der andere auf der anderen Seite. So sehen wir es bei den Gegner auch. Die Jungs brauchen auch während des Spiel Unterstützung

    Natürlich brauchen die Jungs Unterstützung im Spiel. Diese erhalten sie aber nicht, wenn an jeder Seite ein Trainer steht und reinbrüllt. Stell dir vor, der auf der links stehenden Seite brüllt etwas anderes rein als der Trainer auf der rechten, der wiederum etwas anderes brüllt als der direkt am Tor stehende Trainer? Maximal verwirrend und wenig sinnvoll.


    - mehr Freundschaftsspiele organisieren. Wie hatten 2 Freundschaftsspiele, einige Gegner hatten 8 (!!) Spiele vor Beginn der Saison

    Freundschaftsspiele sind weitere Termine für die Trainer. Eventuell wollen sie auch einmal etwas in ihrer Freizeit unternehmen?

  • Taktiker_95 hat das schon gut dargestellt.


    Citizenkane : Sei mir nicht böse, aber das ganze liest sich von dir wie die typischen Elternteile, die wir als Trainer besonders mögen:


    - Fordern aber nicht unterstützen

    - Keine Idee von den Ausbildungszielen der Altersstufe aber kritisieren

    - Erfolg ist alles



    Tritt mal einen Schritt zurück und lass deinen Sohn wieder Kinder(!)fussballer sein

  • ok, danke für euren Feedback. Auch wichtig die Trainerseite zu hören und zu verstehen. Alle Argumente von euch machen Sinn.

    Ich denke wir werden von einem Vereinswechsel Abstand nehmen und die Trainer machen lassen.

    Auch mit Vorschlägen werde ich mich jetzt zurück halten.

    In erster Linie geht es um den Spassfaktor.


    Sohnemann sagte mir gerade, dass er im Sommer auf jeden Fall wechseln und im neuen Verein ein Neuanfang will.

  • Letzte Saison in der E Jugend lief es besser.

    Du sagst in der E-Jugend lief es besser. Ist das, was ich im Zitat fett markiert habe, in der E-Jugend so praktiziert worden?
    In diesem Falle gehört das zur Ursache des heutigen Problems. Mit diesen Dingen kannst Du auf dem Kleinfeld als Trainer bezogen auf die Ergebnisse recht erfolgreich sein. Gute Fußballer bildest Du so nicht aus. Die Quittung bekommt man schon ab der D; spätestens aber beim 11er Fußball in der C.
    Der Anteil der KiFu-Trainer an der Ausbildung guter Fußballer wird oft nicht gesehen. Die Quittung für das, was KiFu-Trainer an der Ausbildung versaut haben, bekommen allerdigs auch oft andere.

  • Citizenkane Beim ersten durchlesen ist mit sofort das Messer in der Hose aufgegangen, aber trotzdem möchte ich jetzt mal möglichst sachlich darauf antworten.


    Trainer haben grundsätzlich, gerade dann wenn es nicht läuft, schon genug Baustellen, da helfen frustrierte Eltern mit "gut gemeinten" Ratschlägen nicht wirklich weiter.

    Grundsätzlich gilt: Wenn du tatsächlich Ahnung von der Materie hast und Veränderungen sehen möchtest, kannst du dich als weiterer Co-Trainer anbieten und somit im Trainerteam mitarbeiten. Eigentlich ganz einfach und logisch, oder?


    Das was die Trainer machen hört sich eigentlich gar nicht mal so schlecht an, auch wenn es sicher hier und da wohl noch nicht perfekt ist. Positionsrotation, die Kinder eigene Entscheidungen treffen lassen etc. ist eigentlich schon mal ein guter Anfang.

    Sich hinten reinstellen, immer so breit wie möglich stehen, die Spieler auf Positionen festnageln (in der D-Jugend :D), von beiden Seiten auf die Kinder einbrüllen (wtf :D :D :D) ist leider absoluter Mist in dem Alter und wird von Eltern leider zum Teil immer wieder aus dem Profifußball abgeschaut und dann bei den kleinen umgesetzt. Hier gelten aber tatsächlich noch ganz andere Gesetze und hier hat die Ausbildung vor dem Ergebnis vorrang.


    Was es deinem Sohn bringen soll in nem guten Verein auf der Bank zu hocken will mir nicht einleuchten. Klar wenn ein Kind der absolute Überflieger ist und von Mit- und Gegenspielern völlig unterfordert ist, sollte er wechseln, gar keine Frage.

    Aber wer in ner schwachen Mannschaft mit untergeht, gehört da höchstwahrscheinlich schon hin.

  • Wenn man in beiden Rollen unterwegs ist, als Trainer und als Elternteil, dann hat man schon ganz gute Einblicke.

    Eltern wollen, dass ihre Kinder erfolgreich spielen. Nach einem Sieg kommen die Kinder gut gelaunt vom Platz. Glückliche Kinder = entspannte Eltern.


    Bei den Trainern gibts zwei Kategorien: die, die die Ausbildung in den Vordergrund rücken und die die eher dem Elternwunsch nachkommen. (Empirisch würde ich sagen, dass diese Fraktion die größere ist)

    Wie spielt man mit einer normal gemischten Dorftruppe auf dem Kleinfeld erfolgreich? Ganz einfach: du stellst erstmal die besten vier auf und lässt diese durchspielen. Dazu zwei Mittelstarke Kinder, der Rest ist immer erstmal auf der Bank. Der TW ist immer im Tor, das macht er ja so gut.

    Ist das Spiel entschieden, dann dürfen die dicken Pauls von der Bank auch noch rein.

    So Woche zu Woche zu bewundern auf vielen Plätzen.


    Dann kommt in der D-Jugend das böse Erwachen denn die Aufstellung sieht nun so aus:

    TW, klar. Die vier Starken auch. Dazu dann die zwei Mittleren und zwei dicke Pauls. Damit ist die Hälfte der Truppe mittel/schwach. Und gerade die dicken Pauls agieren ungeschickt oder hektisch, logo, sie durften ja auch kaum Erfahrung sammeln. Das Spiel läuft nicht gut, der Trainer guckt verzweifelt zu seiner Bank und sieht da nur noch die Resterampe... Glückwunsch!


    Wenn dann noch hilfreiche Vorschläge kommen wie: ihr müsst die Kinder auf Positionen festmauern, dann ist der Untergang der Truppe eigentlich vorgezeichnet. Denn auch bei 11 Jährigen haste - wenn du die Kinder fragst - neben den TW hauptsächlich Offensivkräfte. Kaum einer versteht sich als Innenverteidiger.


    Geht nun der Trainer hin und fordert von 4 Kindern, dass sie fortan immer Abwehr spielen, dann werden auch diese bald das Weite suchen.


    Außerdem ists häufig nur eine Frage der Einteilung der Staffeln... Wenn man da zu hoch eingestuft wurde, ists halt schwierig. In unserem Kreis werden aus 8 Staffeln E nur noch 5 Staffeln D. Da ist die Bandbreite eben entsprechend größer.


    Die Truppe meines Kleinen hatte letztes Jahr eine miserable Saison mit 4 Punkten am Ende. Dieses Jahr sind sie zweiter mit nur einer Niederlage bisher. Haben die Trainer irgendwas anders gemacht? Nö, die Gruppeneinteilung passt wieder. Das hat nur alle etwas gelassener werden lassen. Oder wie eine Mutter sagte: wir Erwachsenen haben damit mehr Probleme als die Kinder.