"Unterschiedspieler" ausbilden

  • Neben meinem Engagement als Co-Trainer einer U19-Landesliga, bin ich diese Saison auch für das Training des starken U9-Jahrgangs in unserem Verein zuständig (bevor einer Mitleid hat: Ich habe hier insgesamt 4 Co-Trainer, weswegen sich der Aufwand hier in Grenzen hält).

    Dabei beobachte ich seit Jahren, dass Basis-Fertigkeiten wie (isolierte) Technik oder das beherrschen von Individualtaktik im Zweifel auf hohem Niveau eher limitierende Faktoren sind (bzw. deren Fehlen) als dass sie einen Spieler tatsächlich unverzichtbar machen würden.


    Beispiel:

    Ein Innenverteidiger, der das 1 gegen 1 im Rücken (defensiv) perfekt beherrscht wird sicher selten mal einen Fehler machen, kommt aber aufgrund mangelnder Antizipationsfähigkeit selten in die Vorverteidigung und kann somit selten mal einen Ball erobern. Oder der Stürmer, der durch seine Laufwege und sein Tempo immer wieder in gefährliche Situationen kommt, allerdings nicht in der Lage ist, aus anspruchsvollen Situationen Torabschlüsse zu generieren.


    Ich denke, dass es Sinn macht, sich darüber Gedanken zu machen, wie man bereits früh durch Trainingsgestaltung solche "Unterschied-Spieler" fördern kann. Ein Ansatz von mir war zum Beispiel folgender:


    Ich habe auf zwei E-Feld-Tore 3gg3 (+TW) spielen lassen und vorgegeben, dass jeder Verteidiger versuchen soll, sich zu jedem Zeitpunkt einem direkten Gegenspieler zuzuordnen und ihn in Manndeckung zu nehmen. Durch sehr enge Spielfeldmaße und mein Coaching habe ich versucht diese Spielform sehr hektisch zu gestalten, sodass die Spieler mit Ball immer wieder in Situationen gebracht wurden in denen keine klaren Entscheidungen möglich waren und sich die Spieler oftmals gegen mehrere Gegenspieler durchsetzen mussten. Bei guten Aktionen wurden die Spieler allerdings meistens direkt mit einem Tor belohnt. So hat man auch sehr hohe Anforderungen an die Handlungsschnelligkeit.


    Das wäre jetzt mal (beispielhaft) ein Ansatz von mir gewesen. Jetzt würde mich interessieren, ob Ihr in eurer Trainingsarbeit Ideen oder Konzepte (evtl. auch im kompletten Verein?) um die Entwicklung von "spielentscheider" Qualitäten zu fördern.

  • m.e. ist das, wie du es ja auch herbeigeführt hast, ein Punkt, der durch hohen, aber gerade zu bewältigenden Entscheidungsdruck,

    gefordert und gefördert wird. Entscheidungsdruck entsteht durch die anderen Drucksituationen, Raum, Zeit, Gegnerdruck.

    Situativ ist der Spieler -freier- in seiner Entscheidung, wenn er die zu verarbeitenden Informationen aus dem Spiel erhält, d.h.

    nicht durch Instruktionen zusätzlichem Streß ausgesetzt ist, der evtl. zur Unaufmerksamkeitsblindheit führt.

    Das Verhalten, oder inwieweit das Verhalten ausgeprägt ist, teste ich heute noch, bei mir unbekannten Spielern, zunächst mit dem guten, alten messi spiel vom Funino. (im Sinne von: inwieweit treffe ich eine Entscheidung, orientiere ich mich vor, antizipiere ich Gegenspielerverhalten)

    Bei einer U9 empfinde ich die direkte Zuordnung z.b. FÜR MICH, schon als Entscheidungshemmer, d.h. die erst Entscheidung(oder Verhalten) ist vorgegeben und beeinflußt (hemmt) weitere freie Entscheidung.

    Vom Grundgedanken würde ich auch keinen -einzelnen- Unterschiedsspieler fördern wollen, sondern die kristallisieren sich durchs Training heraus.

    Jeder sollte schnellstmöglich Entscheidungen treffen können. Im Training bedeutet das hohen kognitiven Anspruch, und Spielformen,

    die auch Ballferne Spieler in die Entscheidungsfindung (Antizipation)einbeziehen. (zb. Spielrichtungswechsel nach Farben), sodaß ich eine hohe Aufmerksamkeit schaffe. (geistiges abschalten verhindern)

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Dabei beobachte ich seit Jahren, dass Basis-Fertigkeiten wie (isolierte) Technik oder das beherrschen von Individualtaktik im Zweifel auf hohem Niveau eher limitierende Faktoren sind (bzw. deren Fehlen) als dass sie einen Spieler tatsächlich unverzichtbar machen würden.

    könntest du das nochmal einfacher erläutern, bin mir nicht sicher ob ich weiß was du meinst.


    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die du siehst, eine die ich sehe und eine die wir beide nicht sehen.

  • könntest du das nochmal einfacher erläutern, bin mir nicht sicher ob ich weiß was du meinst.

    Meine Beschreibung war, das muss ich zugeben, auch ziemlich krumm.


    Die Ausbildung im Fußball (insbesondere im Grundlagenbereich) ist sehr auf das vermitteln von Basistechniken fokussiert. Im Prinzip kann ich aber fast jedem Spieler, wenn ich ausreichend Zeit bekomme, diese Basistechniken vermitteln. Mir geht es hier eher darum, wie ich Spieler in Situationen bekomme in denen ihre individuellen Besonderheiten in hohem Maße gefördert werden. Das kann, muss aber nicht notwendigerweise das 1 gg 1 sein, wie ich oben bereits versucht habe deutlich zu machen.

    Im o.g. Beispiel ging es mir um die Fähigkeit unter sehr hohem Gegnerdruck in tornahen Zonen gute Entscheidungen zu treffen. Man könnte das "Torinstikt" nennen. Es kann aber sicher auch um andere Fähigkeiten gehen. Antizipationsfähigkeit, Handlungsschnelligkeit, etc.

    Ich habe überlegt, ob man bspw. eine Torschussform machen könnte, in der der Abschluss gezwungenermaßen aus der Drehung (also quasi mit Rücken zum Tor) erfolgt.

    Wie der Titel schon sagt, Spieler, die in entscheidenden Situationen den Unterschied machen (Tore erzielen/ermöglichen/verhindern)

    Bei einer U9 empfinde ich die direkte Zuordnung z.b. FÜR MICH, schon als Entscheidungshemmer, d.h. die erst Entscheidung(oder Verhalten) ist vorgegeben und beeinflußt (hemmt) weitere freie Entscheidung.

    Vom Grundgedanken würde ich auch keinen -einzelnen- Unterschiedsspieler fördern wollen, sondern die kristallisieren sich durchs Training heraus.

    Jeder sollte schnellstmöglich Entscheidungen treffen können. Im Training bedeutet das hohen kognitiven Anspruch, und Spielformen,

    die auch Ballferne Spieler in die Entscheidungsfindung (Antizipation)einbeziehen. (zb. Spielrichtungswechsel nach Farben), sodaß ich eine hohe Aufmerksamkeit schaffe. (geistiges abschalten verhindern)

    Die direkte Zuordnung hatte für mich den Vorteil, dass ich so auch einen Gegenpressing-Impuls ("Wenn ich den Ball verliere, will ich ihn sofort wieder haben"). Aber klar, hätte ich den Eindruck gehabt, dass es die Kids überfordert, dann hätte ich das wieder raus genommen.


    Er wollte nur was kluges schreiben, so zu sagen Fussballgreta :/;(



    Ich schreib dazu mal nichts. Nur eine Bitte: Wenn du nichts beizutragen hast, dann lass doch bitte die Finger von der Tastatur.

  • Stärken der Spieler auch fördern, statt nur Schwächen auszugleichen, wäre doch ein Ansatz.


    Wie oft hört man "der kann nur schießen", der "ist nur groß und schnell", etc.

    Wenn die Schusstechnik überragend ist, dann soll er diese doch weiter verbessern können. Aber Kleinfeldtrainer haften dieser Stärke oft ein negatives Attribut an und wollen alle Tore bis zur Torlinie herausgespielt haben.

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • Wie Sir Alex sagt ist das Stärken der Stärken hier wohl die nahe liegende Lösung.

    Zusätzlich sollte der Spieler immer wieder dazu ermuntert werden seine Stärke auch einzusetzen. Ein spezifisches Positionstraining zielt in diese Richtung ab (z.b. als ST 5 Abschlüsse nach flachem Zuspiel, 5 nach hohem Zuspiel etc.). Dies kommt aber für eine U9 definitiv zu früh.


    Was du als "Unterschiedsspieler" bezeichnest wird im NLZ/Profibereich als Vorhandensein einer "Waffe" bezeichnet. Sprich der Spieler hat eine herausragende Stärke die ihn von anderen Spielern abhebt.

  • SirAlex, du verwechselst Schusstechnik und Schusskraft.


    Ansonsten kann ich das nicht so ganz nachvollziehen. Es geht um u9, das ist Grundlagenbereich. Unabhängig davon, welche Stärken ein Spieler hat, soll er doch später gut kicken können. Ich glaube nicht, dass man sich Sorgen machen muss, versehentlich einem Spieler seine Stärken abzutrainieren.

  • Stärken der Spieler auch fördern, statt nur Schwächen auszugleichen, wäre doch ein Ansatz.


    Wie oft hört man "der kann nur schießen", der "ist nur groß und schnell", etc.

    Wenn die Schusstechnik überragend ist, dann soll er diese doch weiter verbessern können. Aber Kleinfeldtrainer haften dieser Stärke oft ein negatives Attribut an und wollen alle Tore bis zur Torlinie herausgespielt haben.

    Negativ vielleicht nicht. Aber man muss schon unterscheiden, ob das eine besondere Begabung ist oder einfach nur ein temporärer körperlicher Entwicklungsvorsprung. Ich habe es nun schon häufiger erlebt wie ein one trick pony seinen Vorsprung verliert und dann nicht mehr viel übrig bleibt. Gerade bei schußgewaltigen oder schnellen Kindern.

    Es geht die Kreativität in der Lösungsfindung verloren.

  • wird im NLZ/Profibereich als Vorhandensein einer "Waffe" bezeichnet.

    An diesen Ausspruch musste ich bei dem Thema auch direkt denken. Wenn man sich mit Scouts oder Trainern aus dem Leistungsbereich z.B. über bestimmte Spieler unterhält, kommt sehr häufig der Satz : nenn mir seine Waffe.

    Aus meiner Sicht wurde lange Zeit nach dem Ansatz gearbeitet, Schwächen zu beheben, statt Stärken zu fördern. Zwischenzeitlich, so zumindest meine Wahrnehmung dreht sich die Entwicklung. Nicht zuletzt die Diskussion um fehlenden Stürmer und zu wenige gute Dribbler führt zu einer zunehmenden Spezialisierung im Trainingsbetrieb. Mittlerweile gibt es nicht nur TW-Trainer, sondern auch Offensiv- und Defensiv-Trainer.

    Oder der Stürmer, der durch seine Laufwege und sein Tempo immer wieder in gefährliche Situationen kommt, allerdings nicht in der Lage ist, aus anspruchsvollen Situationen Torabschlüsse zu generieren.

    Warum wird der Stürmer dann nicht bewusst so eingesetzt, dass er der "Vorbereiter" für den "Abschlussspieler" wird? Ist es nicht typisch deutsch, zu sehen, was er nicht kann, anstatt sich darüber zu freuen, was er gut kann?


    Ich bin da auch bei Sir Alex : Stärken stärken, bewusst dazu ermuntern, diese Stärken ins Team einzubringen.

  • Die direkte Zuordnung hatte für mich den Vorteil, dass ich so auch einen Gegenpressing-Impuls ("Wenn ich den Ball verliere, will ich ihn sofort wieder haben"). Aber klar, hätte ich den Eindruck gehabt, dass es die Kids überfordert, dann hätte ich das wieder raus genommen.

    Deine Trainertätigkeit in der U19 Landesliga prägt Deine Vorstellungen bei der U9, habe ich das Gefühl. ;)

    Nicht falsch verstehen!

    Ich weiß das Du nur den -Impuls- meinst(beschreibst du ja auch in Klammern), aber wenn ich das Wort -Pressing- höre, in diesem Altersbereich, denke ich an manchen

    Trainer, der Pressing noch in der U14 schreit, und die Jungs machen irgendwas nach dem Motto : ich laufe mal auf den Ballführenden zu, dann wird der da draußen wohl ruhig sein.... der Trainer könnte auch -Chaos- schreien, das Ergebnis wäre das gleiche.

    Um zum Thema zurückzukommen und da bleibe ich mal sehr allgemein. Viele Trainer haben, schon in dem Altersbereich, sehr dezidierte Vorstellungen davon, wie ein Spieler zu agieren hat, schlimmer noch wie eine Mannschaft zu agieren hat. Dabei ist der Grund warum in der C Jugend Spieler ankommen, denen viel fehlt an -Spielverständnis- (ich sage bewußt nicht Spielintelligenz), ein einfacher.

    Aus meiner Sicht wurde das Training im Ablauf zu komplex, und im speziellen zu simpel gestaltet. D.h. Entscheidungstraining wie Du es beschreibst, wenn ich es richtig verstehe, entsteht nur unter Entscheidungsdruck(oder die Entwicklung dieser Fähigkeit).

    Wie oben mehrfach beschrieben- Spielformen unter Druck.

    Ich erlebe, das wieder in meiner C. Frage warum wir auf außen verlagern, anstatt das Zentrum zu attackieren, wenn die Chance da ist. Antwort: Den Spielzug haben wir ja noch nicht einstudiert. =O=O=O=O Das werden wir auch nie tun. Antwort: wie sollen wir das dann spielen können?

    Deshalb ist generell wichtig zu trainieren, was Du als -Spielentscheider- Qualität bezeichnest. Nur ist es für mich nicht der einzelne Spieler, sondern die -besondere- Entscheidung unter Druck im richtigen Moment, richtig zu entscheiden. Dafür muß das Wahrnehmen - verstehen- entscheiden trainiert werden. das ausführen kommt automatisch mit und ist zu coachen.


    So das war jetzt sehr allgemein, und ausdrücklich (!!!!) keine persönliche Kritik.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Grätsche , das ist für mich das Thema "Taktik": dass ich einen Spieler auf dem Spielfeld in Räume und Situationen bringe, wo er seine Stärken für das Team einsetzen kann. Aber wie gesagt, wir reden ja hier über u9.


    Ich frage mich, wie man in diesem Alter so trainieren kann, dass die besonderen Stärken eines Spielers nicht gefördert würden.

  • Deine Trainertätigkeit in der U19 Landesliga prägt Deine Vorstellungen bei der U9, habe ich das Gefühl. ;)

    Nicht falsch verstehen!

    Ich weiß das Du nur den -Impuls- meinst(beschreibst du ja auch in Klammern), aber wenn ich das Wort -Pressing- höre, in diesem Altersbereich, denke ich an manchen Trainer, der Pressing noch in der U14 schreit, und die Jungs machen irgendwas nach dem Motto : ich laufe mal auf den Ballführenden zu, dann wird der da draußen wohl ruhig sein.... der Trainer könnte auch -Chaos- schreien, das Ergebnis wäre das gleiche.

    Off Topic: Also ich versuche mir schon auch darüber Gedanken zu machen, wo ich irgendwann mal hin möchte. Natürlich wäre es völlig abwegig hier auch nur individualtaktische Aspekte des Gegenpressings zu fordern. Mein Ziel ist es in erster Linie auf das Mindset des Spielers Einfluss zu nehmen (->ich schalte nach Ballverlust bzw. ballfern nicht ab, sondern versuche direkt wieder auf den ball zu kommen). Das geht ja in die selbe Richtung, wie "Alle verteidigen, alle greifen an".


    Grätsche , das ist für mich das Thema "Taktik": dass ich einen Spieler auf dem Spielfeld in Räume und Situationen bringe, wo er seine Stärken für das Team einsetzen kann. Aber wie gesagt, wir reden ja hier über u9.


    Ich frage mich, wie man in diesem Alter so trainieren kann, dass die besonderen Stärken eines Spielers nicht gefördert würden.

    Da gibt es genug Mittel und Wege. Der einfachste Weg wäre, einen Spieler fest ins Tor zu stellen.

    Wir haben einen Jungen bei den Kleinen, der sich dadurch auszeichnet, dass er sehr mutig in Zweikämpfe geht (offensiv, aber im Besonderen defensiv) und dabei ab und zu auch mal unnötig Foul spielt. Von Seiten der Eltern (und der Co-Trainer) heißt es dann, man müsste den Jungen mal unter Kontrolle bekommen. Für mich ist diese "Bissigkeit" aber eigentlich eine Fähigkeit oder ein Mindset welches ich fördern möchte. Es kann ja auch ein Defensivspieler eine Waffe haben. Auf höchstem Niveau sieht man oft Verteidiger, die selbst in aussichtslosen Situationen noch alles reinwerfen und so im Zweifel ein Tor verhindern.

  • Constantin , Grätsche , da kann ich völlig mitgehen.


    Zitat

    Mein Ziel ist es in erster Linie auf das Mindset des Spielers Einfluss zu nehmen (->ich schalte nach Ballverlust bzw. ballfern nicht ab, sondern versuche direkt wieder auf den ball zu kommen).

    An dieser Stelle würde ich allerdings zu bedenken geben wollen, dass meiner Meinung nach im Kifu teilweise zu viel Druck reingepumpt wird.


    Wie @TrainerE geschrieben hat, geht es ja um die Trias wahrnehmen/entscheiden/handeln. Kinder haben aber noch nicht die Wahrnehmungsfähigkeit eines Erwachsenen. Das heißt, dass Kinder mehr Zeit brauchen.


    Der Straßenfußball hat eine alte, aber leider in Vergessenheit geratene Technik zur Verlangsamung im Angebot, nämlich das Fummeln. Ein guter Trainer sollte darum meiner Überzeugung nach nicht nur das technische Rüstzeug zum Fummeln vermitteln, sondern auch eine Spielphilosophie, die den Kindern dafür Raum lässt.

  • Da werfe ich mein WEM² in den Ring - Wahrnehmung, Entscheidung, Mental und Motorik - kann man sich evtl. besser merken.


    Und ob ihr die "Waffe" oder den "Unterschiedsspieler" ausbildet, mag ich auch bezweifeln. Diesen Spielern müsst ihr nur Freiheiten geben, dann machen die es von selbst.

  • Und ob ihr die "Waffe" oder den "Unterschiedsspieler" ausbildet, mag ich auch bezweifeln. Diesen Spielern müsst ihr nur Freiheiten geben, dann machen die es von selbst.

    Das würde ich anders sehen. Man muss sich nur mal vor Augen führen, wie viele Trainersöhne in NLZ-Mannschaften landen. Bei uns liegt die Quote über 50%. Die Bedeutung eines guten Trainings kann man gar nicht hoch genug einschätzen. "Geht's raus und spielt's Fußball" ist es nicht.

  • Powerzwergenpapa : wer sind denn die deutschen Unterschiedsspieler?


    "Unterschiedsspieler, der Einfachheit halber hier pauschalisierend verwendet, haben ihre Gabe definitiv nicht von ihren Trainern mitbekommen, sondern sich meist selbst differenziell angeeignet." Quelle: talentkritiker.der


    Trainersöhne sind meist gut ausgebildet und gefördert, aber zur "Waffe" oder "Unterschiedsspieler" werden sie meistens nicht - beim eigenen Sohn ist es meistens schwieriger loszulassen und ihn sich selbst entwickeln zu lassen.