Kein Interesse am Spiel

  • Hallo,

    ich bin Trainer einer E-Jugend. Mir haben jetzt die Eltern eines Jungen eröffnet, dass er Samstags auf Dauer nicht mehr zu spielen wird. Er habe mit Tennis angefangen und das Training sei Samstags. Ursprünglich war mal die Rede von einem begrenzten Zeitraum im Winter. Für die Eltern scheint das auch selbstverständlich zu sein, die haben wohl selbst nie einen Mannschaftssport ausgeübt. Wir könnten den Jungen in den Spielen gut gebrauchen, haben aber aktuell noch genug andere Kinder. Mit dem Jungen selbst haben wir bislang nicht gesprochen. Ich weiß aber auch nicht, ob ich einen 10jährigen damit behelligen sollte.


    Mein Mittrainer und ich neigen dazu, der Familie bis zum Sommer Zeit zu geben. Sollten er weiter Samstags nicht können, möchten wir ihn eigentlich nicht mehr in der Mannschaft haben. Es war für uns nicht einfach, in der Mannschaft für Zuverlässigkeit und ein bisschen Teamgeist zu sorgen. Uns stört auch, dass wir von den Eltern offensichtlich als preisgünstige Betreuung/Animation gesehen werden. Wir sind eingestandenermaßen enttäuscht, sehen wir das deshalb zu streng ?


    Wir wären dankbar, für Eure Meinungen. Wir sind ein kleiner Verein ohne Jugendleiter, da tut man sich als Fußballvater manchmal schwer mit Entscheidungen,

  • Puh, also auf den ersten Blick finde ich die Entscheidung, das Kind "rauszuschmeissen" definitiv zu hart. Wenn er im Moment das Tennisspiel am Samstag vorne sieht, dann ist es halt so, und man sollte es auch akzeptieren. Natürlich kann man ihn ja die Alternative des WE-Spiels schmackhaft machen. Außerdem ist es doch auch so, daß manchmal Spiele nicht auf einen Samstag, sondern auch mal in die Woche hereingelegt werden - zumindest ist das bei uns so.

    Außerdem kann das ja nur eine Ausprobier-Phase sein, und er wird sich in einigen Monaten, oder auch zu einem späteren Zeitpunkt wieder für Fußball entscheiden.

    Da ihr keinen Jugendleiter habt, wird es sich bei euch auch nicht um einen leistungsbezogenen Verein, sondern eher um Breitensport handeln. Wegen "Interessenlosigkeit" am Meisterschaftsspiel sollte bzw. dürfte eigentlich kein "Rausschmeißen" erfolgen.

    Sollte er wieder Interesse haben, am WE spielen zu wollen, müsste er sich natürlich dann erstmal wieder Aufdrängen bzw. Hinten Anstellen.

  • Ich würde schon an die Eltern und das Kind appellieren das es sich um einen Mannschaftssport handelt und sie dadurch gegenüber den Mitspielern , den Team und dem Verein einen gewisse Verpflichtung haben. Bis Sommer könnte ich persönlich ein Auge zudrücken aber länger würde ich auch nicht zuschauen.

    Habe aktuell das Thema das ich einen Langläufer im Team habe, der ist von November bis März so gut wie nicht anwesend! Trainieren kommt er wenn er es für nötig hält somit wird er für die Spiele definitiv nicht berücksichtigt! Im Sommer kommt dann das Gespräch mit den Eltern!

    Ich habe vor kurzen den JL-Stellvertreter übernommen und bin für das Sportliche Zuständig. Wir stellen uns gerade neu auf und da wird das Thema eigentlich auch so explizit am nächsten Elternabend angesprochen. Ich persönlich finde es Wichtig das die Eltern und Spieler das auch wissen!

  • So lange wir uns im Hobby-Bereich befinden, sollte man das Kind weiter beim Training teilhaben lassen.

    Warum dürfen sich Kinder nicht in verschiedenen Sportarten ausprobieren? Was genau ist das so schlimm dran?

    Wir versuchen viel zu häufig die Kinder mit uns Erwachsenen zu vergleichen. Das fängt beim Abmelden zum Training/Spiel an und hört bei der Pünktlichkeit auf. Aber welches Kind bis zum Alter von 14-15 regelt denn sowas alleine? Das übernehmen doch in 99% der Fälle die Eltern. Und warum soll das Kind darunter leiden, das die Eltern ihn am Samstag zum Tennis fahren? Das erschließt sich mir keines Wegs.


    So lange der Junge dein Training nicht stört, solltest du ihn auch weiterhin zum Team zählen und behandeln wie jeden anderen auch - mit der Ausnahme, das er samstags nicht zur Verfügung steht. Was kann denn schon passieren?

    Wenn du als Trainer dafür sorgst, das er Teil des Teams ist, dann wird auch von den Kids nichts kommen.


    Ich hatte mal den Fall, das ein sehr talentierter Junge, Angst vor Spielen hatte. Im Training hat er immer überzeugt, aber es hat über ein Jahr gedauert, bis ich ihn mal einwechseln konnte. Er ist häufig schon beim Umziehen in Tränen ausgebrochen, spätestens aber wenn ich ihn einwechseln wollte. Mittlerweile ist dieses Verhalten auf ein Minimum geschrumpft und es kommt nur noch ganz selten vor, das er so reagiert. Dieses Kind macht sich selbst zu viel Druck und scheitert dann halt daran, das ist aber in der Schule eben so. Habe ich ihn deswegen fallen gelassen oder ihn nicht als Teil des Teams gesehen? Nie im Leben!


    Diese Problematik, wenn man es denn so nennen will, erledigt sich doch meist von alleine. Möglicherweise hat er bald keine Lust mehr auf Fußball, oder eben Tennis, Karate, Handball oder was sonst noch so kommt.


    Ich halte es immer so:

    Wir als Trainer dürfen kein Kind verlieren! Die 15 Kinder die mir in der E-Jugend noch Aufstellungsprobleme bereitet haben, weil mein Kader zu groß war, helfen mir doch heute in der C-Jugend weiter. Und da bin ich froh, das ich versucht habe, alle Kinder fußballerisch nach vorne zu bringen und ich mich nicht auf meine 6-7 "Superstars" fokussiert habe.


    Mein Tipp also: Lass den Jungen nicht fallen. Er kann am wenigsten was dafür!

  • RatedR du hast schon recht und deine aufgezählten Punkte wurden auch schon zu genüge diskutiert und da sind sich auch der Großteil einig aber ich als Trainer und Verein benötige eine gewisse Planungssicherheit! Das jemand einmal was anderes ausprobieren möchte ist auch kein Ding aber da muss ich dann als Elternteil auch soweit sagen entweder oder. Wie gesagt ich habe als Mannschaftsspoertler eine gewisse bringschuld und muss auch Verantwortung für mein handeln ubernehem.

    Bis zur U11 oder U12 sind da sicher die Eltern am meisten in der Pflicht aber das hat dann auch mit Verantwortungsbewusstsein zu tun. Zum genau diese Werte muss ich meinem Kind vermitteln.

    Ist wie mit Kindern im Kindergarten wenn 100 Spielzeuge zur Verfügung stehen wird es sich nie mit etwas richtig Beschäftigten sondern zwischen den Spielsachen hin und her pendeln. Irgendwann kommt der Frust weil nix so richtig Laune macht, es zu viele Eindrücke zu verarbeiten gibt.

    Man kann ruhig alles mal probieren aber irgendwann kommt der Moment wo man sich entscheiden muss und das gehört genauso zum Leben dazu. Und dafür sind die Eltern dann verantwortlich das auf den Punkt zu bringen!

  • maider187 : Ab einem gewissen Alter bin ich da ganz bei dir (ab ca. 15 Jahren), aber vorher ist doch alles gut.


    Ich verstehe nur immer noch nicht, wo das Problem ist, das ein Spieler nur am Training teilnimmt. Schadet es dir als Trainer?

    Planungssicherheit hast du doch, da du weißt, das dieser Spieler dir am Samstag nicht zur Verfügung steht.


    Und ich finde schon das man zwischen Breiten- und Leistungssport unterscheiden muss.

    Wie gesagt ich habe als Mannschaftsspoertler eine gewisse bringschuld und muss auch Verantwortung für mein handeln ubernehem.

    Die Verantwortung übernimmt das Kind doch dadurch, das es weiß, nicht zu Samstagsspielen berücksichtigt zu werden.

    Und bei den Kindern bis 15 Jahren von einer Bringschuld zu sprechen geht mir zu weit. Die Kids wollen im Breitensport einfach nur Spaß haben, ohne Verpflichtung. Spätestens, wenn das Kind merkt, das es sportlich nicht mehr mithalten kann, wird es doch von selbst die Reißleine ziehen.

  • Ab einem gewissen Alter bin ich da ganz bei dir (ab ca. 15 Jahren), aber vorher ist doch alles gut.

    Was meinst damit?


    Ich bin Vater einer 5 Jährigen Tochter und die ist sich sehr wohl bewusst das jede Handlung ihrerseits eine Konsequenz nach sich zieht.

    Wen ich nett und freundlich zu Menschen bin werden mir 90% auch so entgegen kommen und ich habe viel Leute um mich,, bedeutet aber nicht dass alle meine Freunde sind!

    Bin ich grantig und Boshaft wird der Großteil der Menschen mich meiden

    Wenn ich ein Egoist bin und nicht gerne auf Mitmenschen Rücksicht nehme ist zb Mannschaftssport nix für mich

    usw...

    Und das sind alles Sachen die gehören für mich zu einer gesunden Erziehung dazu.


    Bei meiner aktuell U14 habe ich die Verantwortung komplett an die Kids übertragen. Der vorige Trainer beklagte die Trainingsabsagen zu spät kommen, etc.

    Termine, Absagen, Spiele usw. Diese Infos geht einschließlich an die Kids und wer sich nicht darum kümmert diese Info an die Eltern weiterzugeben hat Pech gehabt und auch ein Problem mit der Mannschaft, nicht mit mir!

    Keine Schienbeinschoner - kein Match am ende des Trainings

    Keinen Ball mit, keine Übungen mit dem Ball


    Zu viele und späte absagen. Training wird nicht umgebaut sondern diejenige die da sind müssen es durchziehen. Leider haben sie dann bei Kraft und Spritübungen weniger Erholungszeiten weil die Intensität höher ist aber das könne sie sich dann mit ihren Kollegen ausmachen!

    Im Match müssen ja auch die andern für den Ausgeschlossen mehr laufen.. und der aufgeschlossene muss mit der Tatsache leben das der Punktverlust auf seine Kappe geht?!


    Bei meinen früheren Kinderteams, U6-U9 hat jeder seinen Ball, seine Trinkflasche usw. auf das er aufpassen muss. Wenn sie ihr Sachen noch nicht anschreiben können müssen sie halt malen, so wie im Kindergarten wo jede sein Symbol hat!

    Ich denke man sollte den Kindern sehr früh vermitteln das es so was wie Verantwortungsbewusstsein gibt weil es ja nicht nur für den Sport wichtig ist!


    Ich möchte hier niemanden Persönlich angreifen für den Fall das er sich angesprochen fühlt.. aber genau das sind dann diese Langzeitstudenten die alle 3 Semester die Studienrichtung wechseln und zum ende hin dann beim Billa, Merkur, Lidl oder sonst wo Filialleiter werden und ihr ganzes leben lang Frust schieben!

    Ich verstehe nur immer noch nicht, wo das Problem ist, das ein Spieler nur am Training teilnimmt. Schadet es dir als Trainer?

    Nein schadet mir als Trainer sicher nicht jedoch wird er nie so im Team integriert sein wenn er bei Siegen und Niederlagen nicht ein teil des Teams ist. Langfristig kann es aber zu einem Problem werden! Auch wird er es schwer haben zu verstehen warum wir da dieses Training machen, dort diese Übung unterbrechen um eine Situation aufzuklären. Ich denke mir wenn ich nicht für den Wettkampf trainiere wird auch nie die Bereitschaft da sein bis zum Letzten zacken alles zu geben! Umso Älter umso schwerer wird es sein weil die Kids dann unterschiedliche Schulen besuchen, sich die Interessen verändern und sich dadurch Lücken auftun wenn man da nicht ein gemeinsames Ziel verfolgt!


    Und ich finde schon das man zwischen Breiten- und Leistungssport unterscheiden muss

    warum?

    Wenn ich ein Hobby verfolge möchte ich das Maximum für mich herausholen.

  • Die Kids wollen im Breitensport einfach nur Spaß haben, ohne Verpflichtung

    NEIN, sobald ich einem Verein beitrete dann muss ich auch Verantwortung übernehmen!

    Wenn ich keine Verantwortung übernehmen möchte dann darf ich keinem Verein beitreten, dann soll der oder diejenige im Bad oder sonst auf einer Wiese sich mit 10 anderen treffen und dort spielen. Da kann ich dann aufhören wenn mich der Schaß drückt oder die kleinen Zehe zwickt!


    Wenn ich der FF beitrete muss ich auch um 5 in der früh auf wenn das Haus brennt, kann ich auch nicht sagen.. Nö, mag jetzt nicht, bin zu müde!


    Und diese Info müssen die Eltern auch schon bekommen wenn sie ihren Sohn mit 5 Jahren im Verein Anmelden möchten! Es muss ihnen bewusste sein!

    Traurig das man Erwachsene überhaupt daran erinnern und darauf ansprechen muss! :cursing:

  • Grundsätzlich bin ich bei dir, allerdings handelt es sich bei dem Burschen des TE um einen 9- oder 10jährigen. Und da seh ich persönlich das Ganze entspannter. Mir persönlich wäre es egal, ob der Junge nur zum Training kommt und bei den Spielen nicht da ist, vorausgesetzt, sein Verhalten stört die anderen nicht. Warum sollte ich denn ein Kind in dem Alter raus werfen, nur weil es bei den Spielen keine Zeit hat sondern sich auch in anderen Sportarten ausprobieren will?

    Einer meiner Jungs hat das ganze letzte Jahr bei einem Jahrgang unter uns mittrainiert, da dort seine ganzen Freunde in der Mannschaft sind, obwohl er dort nicht spielen durfte. Er kam dann im September zu uns, und mit Beginn der Frühjahrssaison wollte er wieder runter, auch mit dem Wissen, dass er dort nie spielen kann da zu alt...

  • Ich denke mir wenn ich nicht für den Wettkampf trainiere wird auch nie die Bereitschaft da sein bis zum Letzten zacken alles zu geben

    Das ist wohl so aber warum sollte das für jeden wichtig sein?


    Unterscheidet man zwischen Wettkampfsport und Breitensport (Zumba o.ä.) dann ists einfach... Niemand erwartet beim Zumba, den letzten Zacken zu geben. Warum auch? Manchmal darf man was auch einfach mal machen, nur weil es Spaß macht. Auch kicken.

    Beim Musikunterricht käme auch keiner auf die Idee, einen Schüler auszuschließen, weil er häufiger fehlt. Dem bleibt dann sicher der Weg in höhere Sphären verwehrt aber am Ende kann er vielleicht ganz manierlich Bass spielen und macht in der Schulband mit.

    Blöd nur, dass es im Kifu normalerweise keine Thekentruppen gibt! Also bleibt ja nur der Weg in einen Breitensportverein.


    Man muss auch mit fünf noch nicht den "Ernst des Lebens" vollumfänglich begreifen und darf munter ausscheren, wenn die Erwachsenen von Verantwortung reden. Das sind dann eben die Kinder, die aufm Fußballplatz sitzen und Blümchen pflücken oder die Kreidelinien erkunden. So what! Nichts destotrotz muss man sich als Eltern bemühen, am Ende der Erziehungszeit diese Themen in die Birne der Kinder eingetrichtert zu haben und damit muss man auch früh genug anfangen.

    Mein Kleiner hat in der Bambinizeit häufiger darunter gelitten, dass er auch dann zum Training musste, wenn er mal partout überhaupt keine Lust hatte. Weil ich ja hin musste, egal ob das Kind noch mit Freunden die größte Sandburg aller Zeiten baute. Pflichtbewusstsein hat irgendwie auch seine Grenzen und mir tat das meist weh, ihn da raus zu holen.


    Im Fall von Dorfverein16 würde ich gucken, ob das Team voll ist. Ich fände es sträflich, einen potentiellen Neuzugang wegschicken zu müssen und ein anderes nur sehr halbherzig dabei ist und den letzten Platz blockiert. Solange aber noch Platz für neue ist, würde ich ihn einfach mitmischen lassen. Der Junge dürfte eh aufm Absprung sein...


    Mein Großer schwimmt noch nebenher. Er trainiert einmal pro Woche in der Wettkampfgruppe eines Breitensportvereins. Die anderen trainieren zwei mal pro Woche. Die Trainer wissen, dass das für ihn nur Ergänzung ist und es ist ok für sie. Sie wissen auch, dass sie uns jederzeit ansprechen können, wenn sie den Platz in der Trainingsgruppe bräuchten.

  • Meine Mädels gehen regelmäßig und gerne zum Training. Die Kleine ist bei jedem Turnier und Spiel dabei, die Große nicht immer.

    Es gibt Mitspieler, die immer dabei sind, auch wenn sie mal fehlen (auch länger) oder schlecht spielen, andere werden gar nicht nominiert.

    Meine Tochter kann das nicht nachvollziehen.

    Die Kleine hat auch Mitspieler, die nur ins Training kommen, wenn sie Bock haben, die aber nominiert werden, sobald sie einmal im Training waren. Da ist schon was schief, meiner Ansicht nach.

    Auch das Aufgestellwerden und dann im Spiel nicht spielen, während andere Gesetzte über ihre eigenen Füße stolpern dürfen, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen.

  • AlexD ich sage ja nicht das er nicht teilnehmen darf, jedoch kann ich das erwarten oder verlangen. Dass Sind Grundwerte!


    Goodie du kannst nicht Äpfel mit Birnen Vergleichen. Wenn jemand Einzelsport macht dann kann er machen was immer er für richtig hält. Er muss ich am Ende des Tages in den Spiegel schauen. Wenn er heute keine Laune hat und sich hängen lässt ja aber im Mannschaftssport geht das nicht. Wenn ich mich hängen lasse , lasse ich mein Team hängen!! Darauf will ich raus. Jede Handlung zieht eine Folgeaktion hinterher und das muss den Eltern und den Jungen Verständlich gemacht werden.


    Egal wie alt oder Jung das Kind ist.. wenn ich meiner Tochter das im 4ten Lebensjahr logisch erklären kann denke ich auch das es ein 9 Jähriger verstehet das sein handeln nicht nur ihn betrifft sondern sich auf das ganze Team auswirkt! Geschweige denn die Eltern es eigentlich auch wissen müssten. Ich schleife sicher mein Kind nicht zum Sport und zwinge sie diesen auszuführen. Ganz im Gegenteil aber meine Tochter war zu Begin auch Feuer und Flamme für das Fußballspielen und dann wollte sei nimmer. Ist auch ok aber ich habe ihr auch gesagt sie muss verstehen das sie sich nicht alle 2 Monate um entscheiden kann. Sie soll alles mal ausprobieren aber irgendwann kommt der Zeitpunkt wo man sich entscheiden muss. Vor allem wenn man einem Verein beitritt, egal ob Turnen, Tennis, Fußball, Feuerwehr oder sonst was.

    Und ich muss noch keinem Verein betreten um all das im Garten zu spielen, da riechen 1,2,3 oder 5 Freude auch dazu.


    Ich hab nie gesagt der Junge muss sanktioniert werden, er soll nur die Auswirkungen verstehen! Das die Eltern bis zu ein gewissen Alter in der Pflicht stehen, steht auch außer Frage und wurde schon zu genüge diskutiert!


    Aber ja vielleicht denke ich da anders und lebe halt noch die Werte des Mannschaftssport ?!


    Und deine sogenannter Thekentruppe im KIFU-Alter nennt sich mit Freunde auf der Wiese, im Park, im Graten oder sonst wo spielen.. Bei uns in der Großstadt sagt man auch Käfig dazu!


    Immer alles und jeden mit Samthandschuhe angreifen finde ich leider etwas überzogen. Gerade den Eltern darf man schon mal die Rute ins Fenster stellen. Man muss sich nicht verarschen lassen aber genauso fühle ich mich wenn jeder glaubt er kann machen was er will und das darf ich dann auch zum Ausdruck bringen. Aber um sowas im Vorfeld gar nicht erst aufkommen zu lassen kann ja ein gewisse Aufklärung im Vorfeld für klare fronten sorgen.

    Wen sich einer mit der Rolle des Ballholers abfindet ist das auch ok, habe ich kein Problem damit aber dann hinten nach vielleicht auch noch Forderungen stellen geht gar nicht!


    Es wären viele Probleme und Themen die hier Tag ein und Tag aus zur Sprache kommen erst gar nicht erst aufgekommen wenn manche Verein offene Diskussion zulassen und Infoabende für Eltern abhalten und dort die Werte eines Vereines vermitteln und auch einfordern. Ich mache egal zu welchen Team ich komme halbjährlich Elternabende und auch Mannschaftsansprachen wo ich eine Rahme vorgebe. So kann sich im Nachhinein niemand beschweren weil jeder weis woran er ist!


    Warum soll sich ein Verein immer alles gefallen lassen und darf keine Forderungen stellen oder Werte einfordern die essential sind für Mannschaftssport?

    Gehört das nicht zu sozialen Kompetenzen die wir den Kindern auch vermitteln sollen oder werden hier sorry für die Wortwahl nur "Weicheier" ausgebildet? Darf ich mein Ellbogen nicht aufstellen, darf ich das von meinen Spielern nicht einfordern? Jeder beklagt sich es gibt keine Typen mehr im Fußball, nur noch Handlanger.. wundert mich echt nicht!


    Für mich geht es nicht um richtig oder falsch, dass muss jeder für sich entscheiden, es geht mir um Werte und Tugenden die jeder lernen oder mitbringen sollte wenn man Mannschaftssport betreibt. Auch die Trainer sollten diese Vermitteln können und auch einfordern dürfen... immer in Relation zum Alter gesehen!

    Fairplay wird ja auch von jedem gefordert und gelebt warum dann nicht auch den Rest dazu der zu Fußball gehört?!

    Und wer nicht bereit ist diese anzunehmen der soll sich eine Sportart suchen die zu seinem Charakter passt, denn glücklich kann so eine Person im Mannschaftssport nie werden!

  • Bleibt doch mal locker. Soll der Junge doch Samstags zum Tennis gehen. Wen stört es? Dann haben die anderen eben mehr Spielzeit am Samstag. Oder er hat mal im Tennis spielfrei und kann dir aushelfen weil drei Leute krank sind.

    Und demnächst hört er vielleicht wieder mit Tennis auf und ist wieder beim Fußball dabei, weil er die Jungs und den Trainer so nett findet. Wer weiß das schon..... und der Verein hat einen Beitragszahler mehr...;) Als kleiner Verein da Exempel statuieren zu wollen bringt nichts. Bestenfalls springen dir die Kinder ab, die Dir später in der B- oder A-Jugend dann fehlen um den Kader aufzufüllen. Das hat nichts mit auf der Nase rumtanzen zu tun.... und das Gerede von Tugenden und Werten im Mannschaftssport... mein Gott.. das entwickelt sich in dem man es als Trainer vorlebt, die Mannschaft so "führt" das diese Werte gelebt werden, aber nicht dadurch das man sie einfordert oder erzwingt und bei Nichteinhaltung sanktioniert. Im Extremfall durch Rauswurf...

    Nebenbei bemerkt.... Hat mal jemand so ein Tennisspiel am Wochenende mitgemacht. Das zieht sich wie Gummi über Stunden. Du kassierst ganz alleine brutale Klatschen .... und bis man ein bißchen den Ball gerade übers Netz bringt und Erfolgserlebnisse hat dauert es seine Zeit. Also keine Sorge.. Sei nett zu dem Jungen und er kommt wieder zum Fußball zurück...;) 

  • maider187 hat grundsätzlich recht. ich finde das auch mit der Wertevermittlung richtig.

    Generell ist es einfach: Fügt der Junge sich ins Werte bild und sozialisiert sich ordentlich, ist doch alles ok.

    Ich habe jetzt einen 2005 der darf gar nicht spielen. möchte aber nur trainieren. lieber junge. möchte nicht bei der C trainieren (da würde er leider auch nicht spielen). ist doch ok. soll die paar Monate gern zum Training kommen jetzt.

    ich muß da an den verein denken. nächstes jahr ist er altjahrgang C und wenn ich nicht vieles jetzt falsch mache,

    dann zockt er da vielleicht wieder fußball auf dem rasen mit seinen 2006 er Kumpels, und nicht an der playse. haben wir nen Spieler mehr in der C Jugend, der hinterher mal evtl. 2te MAnnschaft spielt.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Die Eltern des beschriebenen Falls haben aber keine Ansprüche gestellt (kann ich jedenfalls nicht rauslesen) sondern klar kommuniziert, dass er nicht mehr für Spiele zur Verfügung steht.

    Somit kommt das für den Trainer einer Abmeldung gleich.


    Davon abzuleiten, dass dem Jungen keine Werte mitgegeben werden, finde ich falsch. Wenn für ihn Fußball zur Ausgleichssportart geworden ist, ist das doch auch zu akzeptieren.


    Bleibt eigentlich nur noch die Frage, ob der Trainer gewillt ist in seiner E-Jugend einen solchen "Trainingsgast" dabei zu haben oder nicht. In meinen Augen wird das erst dann kritisch, wenn dieser Junge einen benötigten Platz blockiert. Aber dann kann man immer noch das Gespräch suchen.

  • Goodie das ganze war pauschal gesprochen, nicht nur auf diese Thema zugeschnitten.

    Davon abzuleiten, dass dem Jungen keine Werte mitgegeben werden, finde ich falsch. Wenn für ihn Fußball zur Ausgleichssportart geworden ist, ist das doch auch zu akzeptieren.

    das habe ich auch nicht gesagt aber trotzdem darf man das Ansprechen, oder nicht???

    Für die Eltern scheint das auch selbstverständlich zu sein, die haben wohl selbst nie einen Mannschaftssport ausgeübt.

    Wenn die bedenken schon vom Threadersteller kommen habe ich nur mal daraufhin gewiesen das man mit den Eltern und dem Jungen mal über die Werte des Mannschaftssport spricht, nicht mehr und nicht weniger... So kann man schnellerkenne ob es überhaupt konform ist mit den Ansichten der Familie und draus auch ein Ergebnis ableiten...

  • Bleibt eigentlich nur noch die Frage, ob der Trainer gewillt ist in seiner E-Jugend einen solchen "Trainingsgast" dabei zu haben oder nicht. In meinen Augen wird das erst dann kritisch, wenn dieser Junge einen benötigten Platz blockiert. Aber dann kann man immer noch das Gespräch suchen.

    Warum soll ich warten bis der Hut brennt?

    Warum darf ich das nicht schon vorher sachlich Ansprechen?!


    Welchen Patz soll er blockieren? Er ist halt dann ein zahlender Gast, mehr nicht! Oder eben noch immer viele Eltern denken

    dass wir von den Eltern offensichtlich als preisgünstige Betreuung/Animation gesehen werden