Verringerung der Anzahl an Stützpunktplätzen

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  • "Durchrutschen" würde definitv niemand, da auch permanent nachgesichtet wird.

    Das Problem ist das die Qualität an der Basis verloren geht.

    Die Elite würde ja nicht verringert werden, sondern leider die Basis.

  • Wenn man sich die Pyramide der Förderungsstufen anschaut ist die Förderstufe 1 immer noch zieeemlich breit.

    Bildergebnis für dfb pyramide talent


    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die du siehst, eine die ich sehe und eine die wir beide nicht sehen.

  • ...ich habe eher den Eindruck der DFB hat als Idealform statt Pyramide nun die Colaflasche für sich entdeckt...

    Bildergebnis für Symbol colaflasche

    Breite Basis, schmale Förderstufen und oben passt wieder mehr rein :D


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  • So, am Samstag war die Talentsichtung (bayerischer Stützpunkt).

    Gemeldet waren am Schluss 150 Kinder, so dass eine Vormittags- und eine Nachmittagssichtung stattfand.

    Insgesamt hat den Kids das neue Konzept (Spielen mit Kupels statt Üben mit Fremden) sehr gut gefallen.

    Sie waren gelöst und konnten relativ befreit zeigen was sie können.

    Für die Sichter war es herausfordernder, da bei Übungen wie sie in der Vergangenheit durchgeführt wurden ja immer nur der jeweilige Schwerpunkt zu bewerten war. Nun mußte man eben in den Spielen verschiedenste Kriterien registrieren.

    Zum Ende hin wich man vom Konzept etwas ab, da es bis dahin nicht gelungen war etwas Aussagekräftiges über die Torleute zu erhalten.

    Diese spielten ja bis dahin als Feldspieler (Funino, Dribbeltore) mit und waren wenn überhaupt lediglich in der Spielform 4gg4 auf Jugendtore im Kasten zu sehen.

    Also wurden diese aus den Teams gezogen und seperat auf torwartspezifische Anforderungen geprüft. Die Restteams spielten weiter.

    Am Ende wurde uns Trainern überraschend gesagt, wer es in die nächste Runde geschafft hat. Vorher hieß es, die Kids werden die nächsten Tage vom BFV kontaktiert.

    Von meinen 6 haben es zwei geschafft, es gab aber auch Teams, wo niemand weiterkam.

    Ich denke mal, ca. 30 Spieler haben es in die nächste Runde geschafft, wo sie dann nochmals auf 12 reduziert werden.

    Das sind vorr. mehrere Termine die wir noch nicht wissen.

    Fazit:

    Grundidee der neuen Sichtungsmethode ist für die Kids angenehm, für die Sichter aber komplizierter. Da kann man nicht mehr jeden hinstellen.

    Die Einladung und Organisation war vom BFV so "hopplahopp" durchgezogen. Man verließ sich darauf, dass die Leute vor Ort das schon irgendwie hinbekommen.

    Bleibt zu hoffen, dass die gesammelten Erfahrungen für zukünftige Sichtungen sinnvoll verwertet werden.

    Mein Eindruck wurde beim Anblick so vieler junger fußballbegeisterter Kids bestärkt --> eine Reduzierung der Förderplätze erscheint mir unsinnig (außer finanziell evtl.) !!!


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  • neue BFV-Info zu den "Erfolgszahlen" von Stützpunkt und BFV-NLZ


    "Das Internationale Fußball-Institut in Ismaning hat 2017 gemeinsam mit dem BFV den "bayerischen Weg" der besonderen Nachwuchsförderung im Freistaat untersucht. Ergebnis der empirischen Verbleibstudie: Wer als Talent eines der in Bayern installierten Nachwuchsleistungszentren (NLZ) besucht, besitzt nachweislich deutlich größere Chancen, später einmal den Sprung in ein Bundesliga-Leistungszentrum zu schaffen und auch im Profifußball Tritt zu fassen. 5,9 Prozent der BFV-NLZ-Spieler (untersucht wurden über 6000 Profile) schafften den Sprung in einen Verein der ersten bis vierten Liga, wo hingegen die Quote bei den reinen DFB-Stützpunkt-Absolventen bei 2,5 Prozent liegt. "Das zeigt, dass der bayerische Weg mit einer zusätzlich eingezogenen NLZ-Ebene der absolut richtige ist", betont Reinhold Baier, "mit der groß angelegten Studie wird uns das jetzt auch klar bestätigt."


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  • Dieses Fazit ist doch erst einmal Quatsch.


    Die BFV-NLZs sind diese typischen ambitionierten Klubs der "zweiten Reihe", die aber keine Profi-NLZs sind. Es sagt also aus, dass es wahrscheinlicher ist, dass man Profi wird, wenn man in solch einem leistungsorientierten Verein war, als wenn man nur im DFB-SP war.


    Diese Aussage lässt sich mit Sicherheit so auch für die anderen Bundesländer treffen, in denen es die Struktur wie in Bayern nicht gibt, aber ähnliche Klubs wie die BFV-NLZs - das sind schlichtweg die Zuliefer-Maschinen für die richtigen NLZs, egal ob in Bayern, Hessen, BW, Niedersachen usw.

  • Bei uns wird der DFB Stützpunkt jetzt in zwei. Jahrgänge zusammengelegt .(2007/2006) und soweit ich das verstanden habe auf 15 reduziert .

    Es wurde und wird stark ausgesiebt und auch die Mädchen im Jungsstützpunkt haben keinen Bonus und werden nach Leistung bewertet .

  • Kurzer Zwischenstand:

    so, jetzt bald 2 Monate (!) nach der Erstsichtung wissen alle immer noch nichts !

    (gut, es waren die Pfingstferien dazwischen)

    Inzwischen gab es für die Kids, welche die erste Runde erfolgreich gemeistert hatten (ca. 30 Stück), eine zweite Runde.

    Dabei wurden die Kids aufgeteilt (je ca. 8) und zu verschiedenen Terminen nochmal gesichtet, teils von Termin zu Termin unterschiedlichen Trainern mit unterschiedlichen Übungen wie ich glaube.

    Spielformen fanden gemischt mit dem ja zur gleichen Zeit anwesenden älteren Jahrgang statt. 7 gg 7 oder mehr! Wie sich da ein eingeschüchtertes Jungtalent in Szene setzen will ist mir rätselhaft?!

    Die beiden Male die ich zugesehen habe war der Trainer alleine.

    Nächsten Montag ist der letzte Schwung an der Reihe.

    Aber damit nicht genug, jetzt wurden alle per E-mail informiert, dass am 8.7. nochmals alle Überlebenden der ersten Runde an einem gesonderten Training im Rahmen des regulären Betriebs teilnehmen müssen. (...hoffentlich dann mit mehr als einem Trainer:D).

    Sorry, aber das hat mit dem Grundgedanken der veränderten Sichtungsmodalitäten rein gar nichts mehr gemeinsam.

    Es wirkt auf mich so, als wenn nach der schönen "Kulisse" jetzt die Stöpselei Oberhand gewinnt.:/X/


    Wie ist es denn andersorten gelaufen ?


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  • Nochmal die Frage:


    "Wie ist bei euch am Stützpunkt die Sichtung gelaufen?"

    Also bei uns in Niedersachsen findet der "Sparkassen-Cup" als großes Sichtungsturnier statt. Von den ca 50 gesichteten Jungs und Mädels wurden ca 15-20 nach 2 Traingseinheiten wieder nach Hause geschickt. Der Rest (viel waren bereits in der Kreisauswahl) wurde in Stützpunkt und "Perspektivteam aufgeteilt. Das Perspektiv-team bildet somit eine Art Kreisauswahl in dieser Altersklasse. Ziel ist es, auch diesen Jungs noch Zeit zu geben, sich zu entwickeln...


    Jetzt zum Ende des ersten Jahres wird der Kader auf ca. 12 reduziert und mit dem älteren Jahrgang zusammen gelegt.


    Ich würde mal behaupten, dass zwischen Training und Sichtung kein großer Unterschied besteht... Das worauf es ankommt kann man in jedem Fall erkennen.

  • Bei uns (ebenfalls Niedersachsen) wurde beim Sparkassencup gesichtet (ca 40 Spieler).

    Die hatten dann noch ein Sichtungs"training" wo in wechselnden Teams 5+1 gespielt wurde.

    Daraus wurden dann 10 Spieler ausgewählt.

    2 sollen noch nachgesichtet werden.


    Ist also selbst in Niedersachsen unterschiedlich

  • So, gestern war der nun endlich der letzte Sichtungstermin mit den verbliebenen 30 Spielern.

    Diesmal ergab das wieder mehr Sinn. Viel Spielen in kleinen Teams auf verschiedene Tore.

    2 Sichter statt einer und keine Durchmischung mit dem älteren Stützpunktjahrgang.

    Unter diesen Vorraussetzungen macht auch der längere Zeitraum Sinn in welchem sich die Sichter ein genaueres Bild verschaffen wollen als bisher. Die Geduld der Kids und deren Eltern wird natürlich in gleichem Maße beansprucht.

    Jetzt warten alle auf die Antwort per Email.

    Waaarten, mal wieder ;)


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  • Ziel eines jeden SP-Spielers sollte es sein, sich für die Regionalauswahl (spreche hier für Bayern) zu zeigen und zu empfehlen.

    Bis man dahin kommt, durchläuft man wieder -zig Sichtungen. Die Kids werden schon früh daraufhin eingeschworen, über einen langen Zeitraum Leistung zu zeigen und dem Druck standzuhalten.

    Mein Sohn (2006er Jahrgang) hats in die Regio geschafft, hab aber aktuell selber aus seiner Mannschaft eines BFV-NLZ die "Erfahrung" gemacht, dass ein Spieler gar nicht mehr will, weil er dem Druck nicht standhält. Ein Anderer hat keine Lust mehr, weil ihm der Aufwand zu gross ist. Der erste ist zum Heimatverein gewechselt, der andere spielt noch im BFV-NLZ.


    Wie gesagt, Stützpunkt ist absolut leistungsorientiert, und die Trainer müssen/dürfen/sollen mit den Kids ein ganzes Jahr über trainieren und arbeiten. Deshalb macht der mega-Sichtungsprozess schon Sinn, damit man sich sicher ist, dass nicht die Hälfte der Kids nach 6 Wochen abbrechen und den Aufwand nicht mehr wollen. Das ist dann natürlich eine klasse Vorbereitung auf die Regio-Sichtung.

  • Guten Morgen,


    ich hau jetzt mal was raus, was bestimmt nicht jeder hören will.


    Bei uns muss ein Talent zu keiner Sichtung fahren.

    Wir haben in fast jedem Turnier, mal vorangemeldet/mal geheim, Scouts von irgendwelchen NLZ´s.

    Das bei uns ein Talent übersehen wird, halte ich für unmöglich.


    Die BFV - Stützpunktmannschaft ist bei uns oftmals stark besetzt mit Spielern des Vereins der die Plätze zur Verfügung stellt :-)

  • Das mag durchaus sein. Punkt ist aber, das die STP Kids in den Mannschaften bleiben und die NLZ Kids dann -weg- sind.

    Die STP machen ja auch Turniere mit NLZ Mannschaften, jedenfalls ist das bei uns so. Da laufen dann auch -Scouts- rum.

    In den STP sind schon -normalerweise- die besten Kids, bei uns weniger die, deren Vereine den Platz stellen.

    Abschluß bei uns war ein Spiel gg. eine relativ starke D Jugend älterer Jhrg, den die STP-Kids (war letzte Saison noch Kreisauswahl) dann 9-2 gewonnen haben. Also sind das schon -ausgewählte- Kids und nicht nach Nasenprinzip.

    Trotzdem gefällt mir das zum Teil nicht, was da an -Training- abläuft, hängt aber alles mit dem handelnden Trainer zusammen,

    da kann es bestimmt auch vorkommen, das einer -seltsam- auswählt. Regel ist das aber nicht, denke ich.

    Und STP und NLZ ist manchmal ein himmelweiter Unterschied (je nach NLZ natürlich).

    Das hört sich sinnig an. Ich würde mir außerdem mal wünschen das die STP Trainer sich ein Spiel anschauen, wegen mir eins, wo 2,3 Kandidaten z.b. der Mannschaften drin sind. Das machen allerdings die wenigsten. Leider.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Ich würde mir außerdem mal wünschen das die STP Trainer sich ein Spiel anschauen, wegen mir eins, wo 2,3 Kandidaten z.b. der Mannschaften drin sind. Das machen allerdings die wenigsten. Leider.

    Es steht und fällt mit den Trainern. Ich kann von unserem Stützpunkt nur soviel berichten:


    - Es gibt einen halbjährigen Terminplan, in dem alle Termine genau aufgeführt sind. Jede Trainingseinheit ist dort thematisch aufgeführt!!! Kreisauswahl- + Stützpunkttraining arbeiten sehr eng zusammen. So trainiert der KA-trainer des jüngeren Jahrgangs den erweiterten Stützpunktkader (das sind die Jungs, die es im ersten Anlauf nicht in den Stützpunktkader geschafft haben, aber noch ein Jahr die Chance erhalten sollen in den Stützpunktkader aufzusteigen!) in jeder 2. Trainingseinheitzeitgleich mit dem Stützpunktkader. Den Trainer der Kreisauswahl habe ich regelmäßig am Spielfeldrand die gesamte Saison hindurch gesehen.


    Aktuell besteht unser Trainerteam im Stützpunkt aus 3 Trainern + 1 Torwartrainer.


    Alle Spieler, die ich dort sehe, sind in meinen Augen absolut zurecht da. Das Ganze wirkt auf mich sehr professionell und transparent.


    Im übrigen glaube ich, das Ganze mit einer gewissen Objektivität betrachten zu können, da meine Tochter dort mittrainiert, aber von der ganzen Sichterei ect. ausgenommen ist. (Aktuell befinden sich - glaube ich - 2 Spieler aus der "Platzmannschaft" im Stützpunktkader.. ☺️