Zusammenarbeit unter Trainern

  • Durch meine eigenen Erfahrungen in "nur" einem Jahr der Trainertätigkeit bin ich mir ziemlich sicher, dass ich ich nicht der einrige Trainer bin der Konflikte innerhalb eines Trainerteams erlebt oder erlebt hat.

    Ich schildere mal meine eigene Situation.
    Ich trainiere eine G-Jugend, die bis zu meiner Übernahme eigentlich eher wie ein Fußballkindergarten geführt wurde. Es fand kein Spielbetrieb statt, Freundschaftsspiele gab es zweimal in einem halben Jahr und dann gegen viel zu starke Gegner aus der Nachbarschaft.


    Ich übernahm im Januar 5 Kinder und nach und nach wuchs meine Mannschaft. Zu Beginn habe ich noch Trainingseinheiten abgesagt weil keine Kinder da waren. Im Sommer war die Gruppe dann auf ca. 20 regelmäßig anwesende Kinder angewachsen und es wurde zunehmend schwer diese alleine zu trainieren.

    Ein engagierter Vater bot mir Hilfe an, die ich auch dankbar annahm.

    Leider entwickelte sich mit der Zeit ein immer größer werdender schwelender Konflikt. Mein Co zog immer mehr Aufgaben an sich, erfüllte diese aber nicht zuverlässig. So wurden Freundschaftsspiele vereinbart an Terminen, an den wir gar keinen Platz hatten, bereits ein Spiel vereinbart hatten oder im Extremfall an einem Wochentag gegen einen Gegner in 90 km Entfernung.

    Zusagen wurden nicht eingehalten, Absprachen ignoriert usw. Nach außen, gerade den Eltern gegenüber, sonnte der Vater sich im "Erfolg" unserer Mannschaft, beteiligte sich an der fußballerischen Planung der Woche jedoch überhaupt nicht. Es wurden Nebenkriegsschauplätze eröffnet, die plötzlich eine riesige Priorität besaßen, wichtige Abläufe aber ignoriert.

    Am Ende musste ich jede Aufgabe die er erledigte kontrollieren und allzu häufig den Karren aus dem Dreck ziehen. Darauf angesprochen wurden eigene Fehler relativiert und mir ein Kontrollzwang vorgeworfen.


    Der endgültige Bruch entstand, als ich in einem Gespräch zufällig mithörte, wie entsprechender Trainer zu Eltern eines neuen Kindes sagte: "Ja, ich bin der Trainer und der xyz hilft mir so ein bisschen." Da war ich dann schon wirklich vor den Kopf gestoßen, es wiederholte sich dann auch immer wieder, das er sich nach außen hin in den Vordergrund drängte, während ich die Drecksarbeit machte.

    Jedesmal darauf angesprochen, wurden diese Dinge verneint. Ich wurde in Mails als Betreuer bezeichnet, während sein Titel Cheftrainer war usw... Alles nur ein Scherz!


    Nun haben wir uns schlussendlich getrennt und jahrgangsgerecht eine G1 und eine G2 gemeldet.

    Nun tritt er regelmäßig an mich heran und lässt sich Abläufe von mir erklären, will sich Spieler von mir leihen, (natürlich immer die Besten, denn die anderen helfen ja nicht) will von meinen aufgebauten Kontakten profitieren.


    Gestern bekam ich eine whattsapp- Nachricht mit folgendem Wortlaut: " Hi, du hast doch den Kontakt von Vfl ..... , frag mal nach ob die am xx.xx gegen die G2 spielen wollen und den Termin kannst du dann auch gleich eintragen lassen. Wir sind da frei. Danke"


    Ich wollte ihn erst fragen, ob ich ihm noch das Feld aufbauen, seinen Jungs die Schuhe binden und seinen Eltern einen Kaffee kochen soll...

    Wie würdet ihr mit diesem Konflikt innerhalb des Vereins weiter umgehen? Dazu kommt für mich noch, dass ich eigentlich gern Hilfe in meiner Trainingsarbeit hätte und sie sicher auch brauche. Bei der Auswahl eines Co-Trainers, den ich jetzt auch explizit so nennen würde, bin ich jetzt jedoch arg vorsichtig geworden.


    Auch eure eigenen Erfahrungen und ein Weg zur erfolgreicher Zusammenarbeit würde mich interessieren.

  • Als Co-Trainer würde ich Dir raten immer jemand Jüngers zu suchen. Ich bin selbst 32 Jahre alt und mein Co-Trainer ist 13 Jahre. Wir trainieren eine F Jugend!


    Das Problem mit Deinem Ex-Trainer Kollege! Ich würde ihm klar sagen, dass er jetzt eine Mannschaft hat und er sie führen muss. Sag ihm du, hast keine Zeit noch extra für ihn Spiele anzusetzen.

  • Als Co-Trainer würde ich Dir raten immer jemand Jüngers zu suchen.

    Handhabe ich genau so, macht die Suche als 23-Jähriger U17-Trainer aber eben etwas komplizierter.^^ Aber klar: Ich denke auch, dass jemand, der jahrzehntelang Trainer ist, nicht ohne Weiteres Co-Trainer von einem "Anfänger" wird. Zumindest, und da spanne ich mal den Bogen zum Threadthema, nicht ohne Konflikte.


    Deswegen habe ich mir letztes Jahr die Mühe gemacht und auf zwei WORD-Seiten recht genau meine und die Aufgaben/Rechte des potentiellen Co-Trainers notiert. Nicht weil es bereits Konflikte gab, sondern vorbeugend.


    Das Ganze gliedert sich in die Punkte "allgemeine Infos" (z.B. Trainingszeiten, Finanzielles, Vertragslänge, ...), "Aufgaben/Rechte außerhalb des Platzes (z.B. Spielergespräche, Suchen von Testspielgegnern, Gegnersichtungen, ...), "Aufgaben/Rechte während des Trainingsbetriebs (z.B. Gruppentraining, Stabilisation, ...) und "Aufgaben/Rechte am Spieltag" (z.B. Übernehmen von Ansprachen, Aufwärmen, Coaching, taktische Umstellungen, ...).


    Das Ganze sind wie gesagt zwei Word-Seiten, die ich mir auch vom Co-Trainer brav unterschreiben lasse. Bislang habe ich mit meinen Co-Trainern keine Probleme gehabt, zumal sie bislang auch immer aus meinem Freundes- oder Bekanntenkreis kamen. Wenn es doch mal zu unlösbaren, wiederholten Problemen kommen sollte, muss der Co eben gehen. Wenn's im Trainerteam nicht passt, hast du aus meiner Sicht langfristig keine Chance, vernünftig zu arbeiten.

  • Wow, das muss tatsächlich anstrengend sein. Was sagt denn euer Jugendleiter dazu oder hast du das mal in größerer Runde angesprochen?


    Für mich ist eigentlich klar, dass, wenn der Herr jetzt seine eigene Mannschaft hat, sich auch selbst um diese kümmern sollte und nur gelegentlich um Hilfe bitten kann. Du bist dafür nicht verantwortlich, außer ihr habt im Verein eine Hierachie, in der du an irgendeinem Grad über ihm stehst. Oder gibt es die Absprache, dass du ihn unterstützt, damit er Erfahrungen sammeln kann?


    Ich kann mir sehr wohl vorstellen, dass diese Vorgeschichte das alles noch viel bitterer macht. Man investiert seine Zeit darin, den Kindern mehrmals in der Woche ein tolles Ereignis und Training zu bieten und jemand anderes behauptet, dass er das eigentlich alles macht. Er klaut dir quasi die Anerkennung für deine Mühen und das ist im Ehrenamt ziemlich frech.


    Wenn sein Verhalten nun die Zusammenarbeit gefährdet und für viele Probleme sorgt, ist diese Konstellation nicht länger tragbar! Wenn dich das so sehr stört, muss da entweder eine klare Linie rein (am besten von Vereinsseite) oder einer von euch beiden kann nicht mehr weitermachen. Es ist eine Belastung, wenn 2 Trainer derartige Probleme miteinander haben - vor allem bei 2 Mannschaften, deren Jahrgänge direkt nebeneinanderliegen und wo es viel Kontakt gibt.

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg

  • Der Jugendleiter sieht darin einen Machtkampf, der sich durch die Teilung der Mannschaft erledigt hat. Er liegt damit ja auch erstmal nicht komplett falsch.

    Ihr habt jetzt meine Seite der Medaille gelesen, die ich auch für richtig dargestellt halte, es gibt aber natürlich auch eine andere Sicht auf diese Dinge.


    Dieser Kollege hat im Grunde ausgenutzt, dass ich am liebsten mit den Jungs auf dem Platz stehe und es sicher nicht meine größte Stärke ist, mir jede Sorge jeder Mutter lang und breit anzuhören. Seine Frau steht während jedes Trainings am Platz und stößt vermutlich ins gleiche Horn, während meine Frau auf unseren Säugling aufpasst. Mir geht es irgendwie sicher auch um Anerkennung, auch wenn ich das nicht so richtig gerne zugebe, aber vor allem geht es mir darum, dass hier versucht wurde ein Bild aufzubauen das so gar nicht den Tatsachen entspricht.


    Von mir wurde das Bild des sportlichen Ehrgeizlings geprägt, da ich mich eben lieber auf die sportlichen Belange konzentriere, während er bei Spielanfragen unsere Mannschaft bewusst schwächer darstellt als sie ist. Wir gewinnen dann 20:0 obwohl ich jede mögliche Schikane für meine Jungs einbaue und als der Trainer des Gegners sich dann, vollkommen zu Recht, aufregt, ist der Kollege auf der Tribüne bei den Müttern und brüstet sich mit seiner tollen Erfolgsmannschaft. Da kommt mir einfach das Essen hoch.


    Für die Zukunft habe ich beschlossen, Fragen zu beantworten aber eben keine Aufgaben zu erledigen. Ihm Spieler zu leihen, wenn diese es wollen und es sportlich Sinn macht aber nicht um mit Hilfe der stärksten G1-Spieler andere Jungahrgänge abzuschießen.


    Wie man vermutlich meinen Texten entnehmen kann, hat sich ein erheblicher Frust entwickelt und ich werde versuchen sachlich mit diesem Thema umzugehen.

    Nächste Woche spielen wir übrigens in unserem eigenen Turnier gegeneinander. Ich muss wirklich nicht edes Spiel gewinnen, wenn ich mir jedoch vorstelle, dass es seiner Truppe gelingt in 6 Minuten gegen uns ohne Gegentor zu bleiben wird mir ganz anders. Diesen Triumph gönne ich ihm nicht.

  • Sich einen Co-Trainer zuzulegen ohne langjährige Trainererfahrung ist immer problematisch. Du hast dir da einen ziemlichen Narzissten zugelegt. Ich habe mir auch mal 1-2 Papas dazugeholt und die haben sich nicht an meine Vorgaben gehalten, dann war es das eben als Co-Trainer oder Helfer. Mann muss bei solchen Typen früh die Reißleine ziehen.

  • Für die Zukunft habe ich beschlossen, Fragen zu beantworten aber eben keine Aufgaben zu erledigen. Ihm Spieler zu leihen, wenn diese es wollen und es sportlich Sinn macht aber nicht um mit Hilfe der stärksten G1-Spieler andere Jungahrgänge abzuschießen.

    Bei uns ist das folgendermaßen geregelt: Da die ältere oder "höhere" Mannschaft meist besser ist, entscheidet der Trainer der höheren Mannschaft, welcher Spieler runtergegeben wird und aushilft. Der hat immerhin auch den Überblick, wer Spielpraxis benötigt oder bei ihm weniger zum Einsatz kommt. Wenn die "guten" noch ständig bei den schwächeren aushelfen, bringt das doch keinem was - außer vielleicht ein gutes Ergebnis im Spiel.

    Andersum: Wenn einer von den unteren bei den oberen aushilft, kann der Trainer sich dann Spieler aussuchen, weil er ja meist leistungsstärker ist und ihm da schwächere Kids nicht helfen können.


    Aber deine Entscheidung finde ich richtig: du musst niemandem aktiv unter die Arme greifen, wenn es dir so gedankt wird. Auch wenn ihr ein Verein seid und man sich dort helfen sollte: du bist nicht das "Mädchen für alles", das seinen Job machen muss. Er wollte seine Mannschaft, jetzt hat er sie und sollte da schon eigenständig dran arbeiten.

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg

  • Die

    Für die Zukunft habe ich beschlossen, Fragen zu beantworten aber eben keine Aufgaben zu erledigen. Ihm Spieler zu leihen, wenn diese es wollen und es sportlich Sinn macht aber nicht um mit Hilfe der stärksten G1-Spieler andere Jungahrgänge abzuschießen.

    Ich weiß, daß viel dir raten höflich zu sein, und dich korrekt zu verhalten. Früher hätte ich das wohl auch getan,... Mittlerweile muss ich sagen, dass ich eher für klare Worte und Fronten bin. Zu lange habe ich mich über andere ärgern müssen.


    Ich finde, dass du trotz deines Frustes ziemlich deutlich und fair schilderst.


    Ich würde ihm weder mit Rat und Tat, noch mit Spielern beistehen! Sry, ich weiß, dass ist kein zielführender Rat, aber solche Typen kotzen mich an, und ich kann dir versichern, dass der Typ dich hintenrum diskreditieren und deinem Ruf schaden wird.

    Die sind

    Dann lieber eine offene Feindschaft mit klaren Regelungen über den Jugendobmann, dass eine Zusammenarbeit so nicht möglich ist. Die "Problemlösung", ihr wärt 2 geteilte Mannschaften hat er ja bereits so festgelegt..., dann kann man auch einen klaren Strich ziehen.


    Warum ich dir zu so einem Kurs rate?


    Weil solche Typen entweder so eloquent sind und dermaßen blenden, dass du im Verein (Eltern, Vorstand,...) sowieso den kürzeren ziehst. Oder sie fliegen nach gewisser Zeit auf, geben auf, oder werden gegangen.


    Zuvor wird er sich aber aller Mittel bedienen um sich am Leben zu halten...


    Anders habe ich persönlich es noch nicht erlebt...

  • Zitat

    Weil solche Typen entweder so eloquent sind und dermaßen blenden, dass du im Verein (Eltern, Vorstand,...) sowieso den kürzeren ziehst. Oder sie fliegen nach gewisser Zeit auf, geben auf, oder werden gegangen.


    Zuvor wird er sich aber aller Mittel bedienen um sich am Leben zu halten...


    Anders habe ich persönlich es noch nicht erlebt.

    Diese leidvolle Erfahrung habe ich auch schon mehrfach machen müssen. Das erste Mal hat zum "Frustabbau" - Beitrag geführt.

  • So wie du es schilderst muss man leider davon ausgehen, dass es keine erfolgreiche Zusammenarbeit geben wird. Du hast diesen Kampf verloren. Hilfst du ihm bist du unglücklich hilfst du nicht wirst du als der nicht-kooperative dastehen. Ich rate dir mit dem Jugendleiter Kontakt aufzunehmen und abzuklären, ob du andere Mannschaften trainieren kannst/anderweitig helfen kannst. Ansonsten gönne dir eine Auszeit von der Trainertätigkeit und reflektiere was falsch gelaufen ist und wie du das in Zukunft vermeiden kannst.

  • So wie du es schilderst muss man leider davon ausgehen, dass es keine erfolgreiche Zusammenarbeit geben wird. Du hast diesen Kampf verloren. Hilfst du ihm bist du unglücklich hilfst du nicht wirst du als der nicht-kooperative dastehen. Ich rate dir mit dem Jugendleiter Kontakt aufzunehmen und abzuklären, ob du andere Mannschaften trainieren kannst/anderweitig helfen kannst. Ansonsten gönne dir eine Auszeit von der Trainertätigkeit und reflektiere was falsch gelaufen ist und wie du das in Zukunft vermeiden kannst.

    Ganz so pessimistisch sehe ich das Ganze gar nicht.

    Womit du Recht hast, es wird sicher keine beidseitig fruchtbare Zusammenarbeit geben.

    Aber in wessen Interesse ist diese Zusammenarbeit überhaupt noch?


    Ich trainiere die ältere Mannschaft, habe ausreichend Spieler und brauche weder die Kontakte noch die Hilfe in Organisation oder Trainingsarbeit von ihm. In meinem Interesse also nicht, bzw. sicher nicht zu meinem Nutzen. Er kann schlicht nichts für mich tun.


    Und wieso sollte ich aus Vereinssicht verpflichtet sein ihm Hilfestellungen zu geben?

    Wir haben gemeinsam in dieser Vorrunde erstmals am Spielbetrieb teilgenommen. Ich musste auch alle Dinge für mich selbst herausfinden oder eben die entsprechenden Quellen suchen. Er konnte davon profitieren und von mir lernen oder es eben lassen. Er hatte 18 Spiele Zeit um zu lernen wie das DFBnet bedient wird oder wie man ein G-Jugendfeld aufbaut. Er hat es vorgezogen mir diese Aufgaben zu überlassen und erst am Platz zu erscheinen wenn ich die Felder bereits aufgebaut hatte usw.


    Noch dazu kommt, dass er sich als die treibende Kraft unserer "Partnerschaft" verkauft, mit welchem Argument soll er sich nun darüber beschweren das ich seine Wissenslücken nicht füllen will?

    Wieso hat er diese überhaupt noch?


    Ich glaube zudem, dass im Verein durchaus bekannt ist das ich gute Arbeit mache. Zum Zeitpunkt meiner Übernahme hatten wir 5 vier- bis fünfjährige Jungs die kein Fußballtraining kannten. Der Verein hatte keine G-Jugend im Spielbetrieb.

    Heute haben wir eine spielstarke G1, die menschlich absolut homogen ist.

    Wir haben eine hoffnungsvolle G2 mit vielen tollen Jungs. Wir haben 3 Leistungsträger der F2 und den besten Spieler der F1, die durch meine G-Jugend in den Verein kamen. Keiner dieser Jungs würde ohne meine Übernahme der G, die ohne Trainer da stand, heute im Verein spielen. Mir ist klar wie leistungsbezogen sich das anhört, es ist aus meiner Sicht nicht so gemeint. Im Verein wird dem jedoch sicher eine gewisse Bedeutung beigemessen.


    Die meisten dieser Jungs waren vor ihm im Verein und natürlich hat er an unserer Vorrunde mitgewirkt, das will ich ihm gar nicht absprechen. Aber wenn die Dinge nun so laufen, dass er von mir die simpelsten Fragen nicht mehr beantwortet kriegt, dann muss er zwangsläufig im Verein seine Wissenslücken offenbaren und unsere "Arbeitsteilung" tritt von alleine ans Licht.


    Ich hoffe ich male mir das gerade nicht zu positiv aus?!

    Diese Sicht ist sicher sehr egoistisch und irgendwie auch polemisch aber anders kann ich das Ganze nicht mehr sehen.

    P:s Meine Truppe abgeben? Nein!

  • So wie du es schilderst muss man leider davon ausgehen, dass es keine erfolgreiche Zusammenarbeit geben wird. Du hast diesen Kampf verloren. Hilfst du ihm bist du unglücklich hilfst du nicht wirst du als der nicht-kooperative dastehen. Ich rate dir mit dem Jugendleiter Kontakt aufzunehmen und abzuklären, ob du andere Mannschaften trainieren kannst/anderweitig helfen kannst. Ansonsten gönne dir eine Auszeit von der Trainertätigkeit und reflektiere was falsch gelaufen ist und wie du das in Zukunft vermeiden kannst.

    Dazu würde ich keinesfalls raten... Kampflos aufgeben und abschenken???


    Das käme für mich nicht in Frage.


    Jugendleiter? Ja!

    Abgabe der Mannschaft? Nein!

  • Du malst es dir nicht zu positiv auf. Du bist noch viel zu nett nach der Geschichte was du hier geschildert hast.

    Warum sollst du ihm bitte helfen ? Konzentriere dich auf deine Mannschaft und nicht auf Nebenschauplätze, das wird dich nur ablenken und stressen. Zieh dein Ding durch und lass den Narzisst links auf der Autobahn liegen, wenn er aufmuckt, sofort den JL einschalten. Gespräche nur unter der Führung des JL. Ansonsten Guten Tag, Hallo und mehr nicht für den Frieden im Vereinsleben.

  • Hat jemand einen Rat wie ich das Duell mit ihm in der Halle angehen soll?

    Als normals Spiel kann ich es meinen Jungs, die bisher gemeinsam mit seinen trainiert haben, kaum verkaufen.

    Sie heiß machen will ich eigentlich nicht, das sie es auf die leichte Schulter nehmen weil sie wissen das sie besser sind aber eigentlich auch nicht.

    Es fühlt sich leider an, als könnte ich dieses Spiel nur verlieren. Sollten wir es nämlich nicht gewinnen, höre ich mir das bis in alle Ewigkeit an.

  • Die Lockerheit scheint nicht mehr vorhanden zu sein nach all den Vorfällen. Was soll den bitte passieren, wenn Du verlierst? Wirst du dann sofort gekündigt oder ist deine Autorität hin oder dein Kompetenz als Trainer? Wenn Du die besseren Kicker hast, dann kannst du doch ganz locker damit umgehen.

  • Die Lockerheit scheint nicht mehr vorhanden zu sein nach all den Vorfällen. Was soll den bitte passieren, wenn Du verlierst? Wirst du dann sofort gekündigt oder ist deine Autorität hin oder dein Kompetenz als Trainer? Wenn Du die besseren Kicker hast, dann kannst du doch ganz locker damit umgehen.

    Ich verstehe deine Aussagen komplett und folge auch Milchschnittes Aussagen, es gelingt mir jedoch bisher nicht dieses Gefühl komplett abzuschalten.

    Das es falsch ist, ist mir vollkommen bewusst. Bauch und Kopf sind sich hier bisher uneins

  • Hat jemand einen Rat wie ich das Duell mit ihm in der Halle angehen soll?

    Als normals Spiel kann ich es meinen Jungs, die bisher gemeinsam mit seinen trainiert haben, kaum verkaufen.

    Sie heiß machen will ich eigentlich nicht, das sie es auf die leichte Schulter nehmen weil sie wissen das sie besser sind aber eigentlich auch nicht.

    Es fühlt sich leider an, als könnte ich dieses Spiel nur verlieren. Sollten wir es nämlich nicht gewinnen, höre ich mir das bis in alle Ewigkeit an.

    Wie schon geraten wurde: Das Ergebnis dieses Spiels ist nur so wichtig, wie du es selbst machst. Sag den Kids, sie sollen Spaß und Freude gegen ihre Kumpels haben und du willst tollen Fussball sehen. Wenn sie sowieso die besseren Kicker sind, dann gewinnen sie das mit der Einstellung. Falls nicht, dann grinst du das weg und freust dich, dass sie gut gespielt haben.


    2 Griffe in die Trickkiste, falls die Angst vor einem "Nicht-Sieg" so groß ist:

    1) Lass in dem Spiel die schwächeren spielen und verkauf es allen so, dass du ein Spiel auf Augenhöhe möchtest, da es ein Spiel unter Freunden ist und alle Jungs so weiterbringt.

    2) Gib ihm für das Spiel 2-3 Spieler ab, wenn du dann verlierst, kann er es sich nicht auf die eigene Fahne schreiben.


    Denn es handelt sich ja sowieso um die G-Jugend - dass hier Ergebnisse keine Rolle spielen sollen, ist nicht ohne Grund so. Abgesehen davon: Je jünger die Kids, desto mehr Zufälle entscheiden Spiele! Allein deshalb sollte man sich nichts auf Siege in den Altersklassen einbilden

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg

  • Ich habe das gleiche Problem wie du :) als ich das gelesen habe, dachte ich erst mein Handy hört mit zu und schreibt das. Was ich meiner Frau gesagt habe.

    Ich trainiere seit ca 9 Monaten eine g Jugend. Anfangs knapp 10 Kinder ohne fußballerischen Fähigkeiten. Jetzt sind es knapp 35 Kids und sieht nach Fußball aus (natürlich ohne Leistungsdruck).

    Große Problem ich habe einen zweiten Trainer im Team der mit mir angefangen hat.

    Nur leider ist er freitags nie da, wegen der Arbeit! Stehe quasi immer alleine da im Training (25+ Kids) wobei ich mir dabei Hilfe von Eltern hole..

    Turniere meistere auch immer ich alleine.

    Da er in einen Laden arbeitet wo viele der Eltern einkaufen gehen. Kann er sich immer alles schön reden sodass er der beliebte bei den Kids und Eltern ist.

    Er kommt zu Weihnachtsfeiern und selten zu Turnieren, und sahnt kräftig die Lorbeeren ab, die ich mit harter Arbeit und Geduld den Kindern vermittelt habe.

    Stehe auch kurz davor alles hin zuwerfen, da ich einfach unter diesen Umständen nicht arbeiten will.

    Bei unserem eigenen Turnier habe ich mich um alles gekümmert. Von meinTurnierplan erstellen bis hin zu Einladungen schreiben und Kabinen Beschriftung anbringen, Verkauf sicherstellen Turnierleitung und Schiedsrichter (c Jugend) organisieren stand alles auf meiner To-Do Liste.

    Ihn habe ich nur beauftragt die Einladungen per Email (Vereinsemail - auf die wir beide Zugriff haben) an die Gästemannschaften zu schicken. Dabei hat er immer in der Ich Form geschrieben und am Ende sogar mit LG seinName signiert.. am Turnier kamen sie dann natürlich nicht auf mich zu sondern auf mein Kameraden der die komplette Organisation durcheinander gebracht hat. Startgebühr steckte er ein, Quittung wurde aber nicht verteilt somit war ich hinterher der doofe weil ich doppelt kassieren wollte. Ohne zu wissen daß er es bereits gemacht hat. Da wir mit zwei Mannschaften angetreten sind bekam ich unter 4 Augen zu hören das er nicht die schlechten leiten will.

    Ich spreche immer mein ganzes Vorhaben mit ihn ab doch hinterher verkauft er es bei den Eltern immer als seine Idee.. vorallem weil die Eltern täglich in seinem laden Einkaufen...


    Ich mache das ganze Mitterweile nurnoch wegen den kids. Aber bin echt am überlegen in der neuen Saison aufzuhören da es so einfach doof ist.

  • Da wir mit zwei Mannschaften angetreten sind bekam ich unter 4 Augen zu hören das er nicht die schlechten leiten will.

    Während das alles schon echt nervig klingt, wäre der Typ an dem Punkt weg gewesen. Allein das würde ich dem Jugendleiter deines Vereins mitteilen und der wird deiner Meinung sein. Sowas respektloses gegenüber den Kindern aus der eigenen Mannschaft zu sagen geht überhaupt nicht.

    Klar sieht es besser aus, wenn man gut spielt und gewinnt - Vor allem bei Hallenturnieren, wo alle zuschauen. Aber da erkennst du doch genau seine Motivation beim Trainerjob.

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg