Fussballschule Zweitligist

  • Hier mal 2 Beispiele von mir (Brüder).


    Der größere wurde früher eingeschult und übersprang dann eine Schulklasse. Er spielte mit seinen Kumpels aus der Schule Fußball - also 2 Jahrgänge über seinem eigentlichen. Er nahm dann an einem Ferien Fußballcamp eines NLZ Vereins teil. Die wurden sofort auf ihn aufmerksam und wunderten sich, dass sie ihn mit ihren Scouting Methoden noch nicht entdeckt hatten - er gehörte zwar im Dorfverein zu den besseren 2 Jahre darüber, aber er wurde halt auch immer als einer der 2 Jahre älter ist bewertet. Spielt heute im NLZ in seinem Jahrgang und gehört zu den besseren.


    Der kleinere war bei mir in der G-Jugend. In der G-Jugend (1. Jahr) trainierten wir teilweise mit 2-3 Jahrgängen (1 Jahr älter und 1 Jahr jünger). Er war der Beste und seinem Jahrgang weit überlegen und den Älteren ein bisschen. Ich sprach mit seinen Eltern und sagte ihnen, dass ich in diesem Alter noch nie so einen Fußballspieler gesehen hätte (ich habe vor Jahren bei einem heutigen NLZ F-Jugend trainiert und habe schon viele gute Spieler gesehen). Ich sagte zu ihnen, dass er vom fußballerischen Wettkampf mit den Ältern mitgehen müsste, ich ihn aber gerne bei mir behalten würde, um ihn motorisch und sozial sowie fußballerisch individuell weiter bringen zu können. Er blieb dann bei mir und das obwohl wir wenig Trainingsvergleiche und Turniere spielten. Er war natürlich im Verein bekannt und nicht nur die 1. Jahr Älteren, nein auch die 2 Jahr Älteren fragten ihn immer wieder als Aushilfsspieler an (1 Spiel machte er sogar bei 3 Jahr Älteren) - dort war er nicht Mitläufer, sondern ein bestimmendes Element. Deshalb musste ich immer bremsen (die Eltern standen/stehen voll hinter mir). Durch Spiele auf dem Bolzplatz mit seinem Bruder war er es auch gewohnt mit Älteren zu spielen. Das Kind war bereits als 4 Jähriger allein im Dorf unterwegs und kam immer alleine zum Training. Selbstständigkeit war somit auch vorhanden. Durch seinem Bruder war er natürlich im NLZ auch bekannt. Er war dann auch beim Ferien Trainingscamp (von 3 Tagen sagte er an Zweien, dass er nicht mehr hingeht, weil die keine Ahnung hätten) und wurde dann in die U9 aufgenommen (spielte dann bei 1 Jahr älteren). Dort gehört(e) er auch zu den besseren. Das hatte zur Folge, dass er diese Saison mit denen mitgeht.

  • Das ist das, was du kennst, aber nicht das, wovon Rabona in diesem Thread berichtete.

    Es sei denn ich habe mich vertan


    rabona

    Wieviel Training und Spiel hätte dein Sohn beim 2t Ligisten?

  • Ganz wichtig finde ich auch den Einwand von Trainer E zum Thema Entwicklung. Was ist das beste für das Kind? Verpasst es etwas? Das Kind wird sich weiterentwickeln und warum muss es sich schneller weiter entwickeln? Entwicklung ist auch kein linearer Verlauf. Es wird Schwankungen geben - mal höhere und mal niedrigere. Zur Entwicklung gehört nicht nur die fußballerische Wettkampffähigkeit. Hier sollte auch Selbstständigkeit, soziales Verhalten, Motorik usw. berücksichtigt werden. Teilweise schaden Entwicklungssprünge sogar (z.B. hat ein Kind aus meiner Verwandtschaft die Krabbelphase übersprungen und lief gleich. Folge war, dass er bei b und d sowie p und q beim Lesen Probleme hatte und er mit 10-11 vermehrt Krabbeln durfte um das wieder auszugleichen. Und es war erfolgreich, aber nicht angenehm für das Kind).

    Warum lässt man den Kindern keine Zeit sich zu entwickeln? Warum greift man immer vor (vor allem im Sport)? Warum lässt man sich die Kinder nicht unter weniger Druck sich ausprobieren (v.a. im Fußball)?

    In kaum einer Sportart (Ausnahme Turnen) wird so früh angefangen. In kaum einer Sportart gibt es so professionelle Strukturen. In keiner anderen Sportart gibt es so viele Sporttreibende. Wie schaffen es die anderen Sportarten überhaupt, dass deutsche Teilnehmer international erfolgreich sind? (Hockey, Handball, Biathlon usw.)

    Lasst den Kindern Zeit, sie entwickeln sich von alleine.

  • In kaum einer Sportart (Ausnahme Turnen) wird so früh angefangen. In kaum einer Sportart gibt es so professionelle Strukturen. In keiner anderen Sportart gibt es so viele Sporttreibende. Wie schaffen es die anderen Sportarten überhaupt, dass deutsche Teilnehmer international erfolgreich sind? (Hockey, Handball, Biathlon usw.)

    Unter Anderem haben die meisten Sportarten viel konkretere Körperliche vorraussetzungen. Es gibt wohl keine andere Sportart bei der 170 cm und über 190 cm große Spieler gleichzeitig zu den besten der Welt gehören, und das auch noch mit ähnlichen Spielaufgaben.

    Bis auf eine gewisse Grundschnelligkeit (die man schon sehr früh erkennen kann), sind alle Körpermaße "erlaubt".

    Lange Arme, kurze Beine gehen genauso wie ein kurzer Oberkörper und lange Beine.

    Bei anderen Sportarten sieht das anders aus. Die deutsche Handball-Nationalmannschaft war 2015 im Schnitt 195 cm groß.

    Beim Turnen hast du ein problem wenn du so groß wirst (Warum die so früh beginnen, weiß ich nicht. Evtl. weil es einfacher ist Beweglichkeit im Kindesalter zu fördern und dann zu erhalten? Koordinative Lernphasen?). Über Basketball brauchen wir gar nicht reden, bist du zu klein kannst du das nur als Hobby betreiben.
    Bei vielen Sportarten kann man gar nicht wissen ob sich eine frühkindliche Förderung lohnen könnte, da muss man erst die Pupertät abwarten. Beim Fußball ist es weitestgehend egal und der große Komerz gibt dann den Rest oben drauf. Alles natürlich im Bezug darauf später mal Topleistungen abzurufen.

  • "Als Hauptursache für diese Störung sehen Forscher eine genetische Veranlagung. Eines der Alternativ-Verfahren, das sich großer Beliebtheit erfreut, ist die aus den USA stammende „Edu-Kinestetik“, auch „BrainGym“ genannt. Ihre Verfechter behaupten, die Ursachen einer LRS lägen in einer mangelnden Koordination zwischen linker und rechter Hirnhälfte, und die meisten Legastheniker hätten in ihrer frühkindlichen Entwicklung das Krabbel-Stadium übersprungen." Quelle: wissenschaft.de


    Milchschnitte : ich kann deine Reaktion nachvollziehen. Einen wissenschaftlichen Beweis gibt es nicht. Aber frage mal nach wie viele Eltern und Lehrer mit dem Placebo-Effekt arbeiten ;-)

  • let1612

    ...war auch nicht böse gemeint.

    Mr. Rabona Letztendlich bin ich immer noch der Meinung: Fördern ja, (Über) fordern nein!

    Die Kinder merken schon sehr gut was sie können und wollen. Aber es sind eben noch Kinder und dementsprechend (gottseidank) noch nicht so erfahren wie wir. Unsere Aufgabe ist es, sie in ihrem Streben und ihren Träumen zu unterstützen, aber mit dem nötigen Maß und der entsprechenden Weitsicht. Das bedeutet für mich:

    Ist dein Kind überdurchschnittlich gut fördere es, indem du ihm die Möglichkeit gibst sich seinem Alter und Können entsprechend zu entfalten. Dazu könnte der Besuch der Fußballschule zählen. Merkst du, dass es ihm, in welcher Hinsicht auch immer, auf Dauer nicht gut tut, ändere es.

    Ich und meine Frau halten es in jeglicher Hinsicht so, dass wir uns Gedanken machen und eine Entscheidung treffen. Ob die Entscheidung im Nachhinein richtig oder falsch war, ist eigentlich sekundär, solange mit Bedacht entschieden wurde.

    Das du hier nachfragst, zeigt, dass du dir Gedanken machst!

    Für mich steht das Hobby im Vordergrund, sollte daraus mehr werden; gut! Wenn nicht, auch gut!

    Ob Auswahl, NLZ oder was auch immer, die Konsequenzen, die dass jeweilige nach sich zieht sind natürlich unterschiedlich, ebenso wie die jeweilige Situation der Familie und der Person des Kindes.

    Sry, für das unkonkrete Gelaber, aber anders kann ich es nicht darstellen...

  • Danke für die vielen Kommentare/Meinungen.


    1. Probetraining heute absolviert. Niveau meiner Meinung nach sehr hoch für Bambini‘s. Er hat trotzdem sehr gut mithalten können (gehört auch hier wieder zu den jüngsten, da viele 2012er dabei). Feedback des Trainers war dementsprechend gut. Physisch und spielerisch würde man ihm das junge Alter nicht anmerken.

    Nun soll er nächste Woche noch 2 mal kommen (aufgrund Tagesform) und dann wird über die weitere Vorgehensweise entschieden (Stichwort: Zusatzspieler).

  • Danke für die vielen Kommentare/Meinungen.


    1. Probetraining heute absolviert. Niveau meiner Meinung nach sehr hoch für Bambini‘s. Er hat trotzdem sehr gut mithalten können (gehört auch hier wieder zu den jüngsten, da viele 2012er dabei). Feedback des Trainers war dementsprechend gut. Physisch und spielerisch würde man ihm das junge Alter nicht anmerken.

    Nun soll er nächste Woche noch 2 mal kommen (aufgrund Tagesform) und dann wird über die weitere Vorgehensweise entschieden (Stichwort: Zusatzspieler).

    Danke für deinen bericht. Was heisst niveau? Wie wird spielerisch bewertet??? Würde mich mal interessieren? Im älteren jhrgängen gibt es sog. Spielfertigkeitstests? Wie macht man das bei 5 jährigen??? Nicht böse gemeint. Interessiert mich ernsthaft. Verstehe ich nicht

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Soweit ich das beurteilen kann, würde ich behaupten, dass jedes Kind dort technisch überdurchschnittlich gut ist für das Alter. Da gibt es nun wirklich keinen, der abfällt so wie es in jeder normalen „Dorfmannschaft“ der Fall ist.


    Der Junge würde am liebsten ab sofort 2-mal die Woche bei denen trainieren. Leider dürfen Zusatzspieler (sofern es klappen sollte) lediglich 1 mal pro Woche mittrainieren und an Leistungsvergleichen mit anderen Teams teilnehmen (an Spieltagen soll/muss er bei seinem Heimatverein mitspielen).

  • Unabhängig davon, dass man das Konstrukt schon mehr als Geschäftsmodell, denn als Teil des NLZs sehen kann, habe ich da auch zwei Fragen, bzw. Anmerkungen.

    ( falls das schon ausgesagt würde, Asche auf mein Haupt):


    War das sein erstes Probetraining?

    Falls ja, dann finde ich es schon eher suboptimal, wenn man da ein größeres Feedback gibt.

    Man lädt ihn ja eh mehrmals ein und was soll da ein Feedback nach dem ersten Training, wo es eh erstmal nur um das Kennenlernen aller Personen und des Trainings gehen sollte.


    Falls nein, er also schon öfter mittrainiert hat, dann fehlt mir Koordination und Schnelligkeit - als mM nach wesentlichste Talentkriterien in dem jungen Alter. (Mal losgelöst von der Frage, wie seriös man in diesem jungen Alter Talent bewerten kann).



    Ich sehe das ganze auch, wie Folkao als Geschäftsmodell und bin allen kommerziellen Fußballschulen gegenüber nicht so aufgeschlossen, das muss ich einräumen. Aus verschiedenen Gründen.



    Wenn ihr aber extrem ländlich wohnt, Dh im erreichbaren Umkreis wirklich sonst nur absolute „Dorfklubs“ sind, dann kann man vllt demnächst diesen Verein doch ansteuern, aus Mangel an jeder anderen alternative.

    Aber mM nach noch nicht in der G-Jugend.

    In dem Alter sehe ich keine signifikanten Unterschiede in der Entwicklung, egal in welchem Team man spielt. Es geht eh in jedem Team alles nur über den besten Spieler, Gegner sind eher alle nur „Fahnenstangen“. ( einzig, wenn die Trainer in eurem Verein wirklich absolutes Old-School Training anbieten, wäre eine Wechsel über eine Überlegung. Da könnte man dann aber auch innerhalb des Vereins die höhere bzw. Niedrigere Mannschaft mit dem besseren trainer wählen.)

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • @Mr Rabona, für mich hört sich das sehr gut an!

    Falls ja, dann finde ich es schon eher suboptimal, wenn man da ein größeres Feedback gibt.

    Warum? Was heißt "größeres"? Es war ein Feedback, das finde ich auch sehr angemessen, schließlich ist der Verein an Mr Rabona herangetreten.


    dann fehlt mir Koordination und Schnelligkeit

    Wer sagt, dass das nicht in die Bewertung mit einbezogen wurde?


    Wenn ihr aber extrem ländlich wohnt, Dh im erreichbaren Umkreis wirklich sonst nur absolute „Dorfklubs“ sind, dann kann man vllt demnächst diesen Verein doch ansteuern, aus Mangel an jeder anderen alternative.

    Aber mM nach noch nicht in der G-Jugend.

    Ich finde solche "Ferndiagnosen" schwierig. Mr Rabona hat die konkrete Erfahrung, er erlebt die Situation vor Ort. Er. erlebt die konkreten Personen.


    Am Ende läuft es alles auf die Frage hinaus, ob es Mr Rabona die 40€ wert ist. Ich denke, an dem Punkt sollten wir uns zurückhalten. 40€ ist viel Geld, ja, aber es gibt auch erheblich teurere Hobbys. Die meisten Eltern werden bereit sein, 40€ für das Hobby des Kindes auszugeben, damit es gut gefördert wird und in guten, vertrauenswürdigen Händen ist.

  • Nun...die allermeisten Kinder sind im ersten Training aufgeregt. Neuer Trainer, unbekannte Kinder, andere Abläufe, etc.

    Mal davon ab, das ein einzelner Trainingseindruck eh nicht allzu viel Aussagekraft hat, vereinbare ich schon vor dem ersten Training, dass er mehrmals mittrainiert und wir uns dann zusammensetzten.

    Und ich spreche von Spielern, die ich schon diverse Male in ihren Teams gesehen und dann zum Probetraining eingeladen habe. Koordination Fähigkeiten und besonders Schnelligkeit kann ich aber erst im eigenen Training halbwegs zuverlässig beurteilen. Nicht jeder, der schnell wirkt, ist es auch. Da kann man mächtig daneben liegen, wenn die Schrittfrequenz nur hoch ist.


    Meiner Meinung nach ist das der „seriösere Weg“.


    Neben denn Argument des Kennernlernens signalisiert man damit auch, dass man zumindest versucht ist, nicht nur bessere Jungs zu finden, als man aktuell hat, sondern sich Mühe gibt, das Kind und dessen Fähigkeiten besser kennenzulernen, um eine mittelfristige oder gar langfristige Perspektive in diesem Team zu haben. Eben nicht nur jeden passablen Spieler möglichst schnell einzusammeln und wenn er erstmal da ist...

    ( und klar, das ist alles andere als einfach, in der G-Jugend mal im Besonderen.)



    Edit:

    Und ich stelle mir auch die Frage, was genau ist mit „spielerisch“ gemeint?

    Da finde ich eine klarere Aussage zu den Stärken und Schwächen eben besser. Auch, um dem gegenüber bzw. Dessen Eltern zu vermitteln, dass man eben ein gutes Bild von dem Filius hat.



    wenn der Junge aber unbedingt dort hin will und der organisatorische Aufwand gering ist und die 40 Wuros nicht stören, soll er dort hin wechseln.

    Ich will aber trotzdem noch darlegen, was mM nach alles zu bedenken ist, um nicht zu hohe Erwartungen zu manifestieren. Nicht mehr,,‘ aber auch nicht weniger.

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • ich bin da bei Sir Alex . Aber er soll ja wohl noch zweimal kommen zum Training.

    ERstmal und da bin ich selber Vater und verstehe es auch aus subjektiver Sicht, kann man ja stolz sein einen

    Sohn zu haben der nun mal fußballverrückt ist und eine hohe Eigenmotivation hat. Das ist toll.

    Ich würde mich -stand heute- fragen, was für meinen Sohn in 2,3 Jahren wichtig ist.

    Was ist die Intention der Fußballschule? Ob Geschäftsmodell oder nicht vermag ich nicht beurteilen.

    Klar ist aber Wohl (siehe -Leistungsvergleiche- bei Bambinis?!? ) das eine spielstarke Mannschaft bereits in dem Alter zusammenselektiert wird. Und genau bei diesem Punkt bin ich skeptisch.

    Geht es wirklich um die Entwicklung des Kinds, oder wird bereits in diesem Alter Konkurrenzdruck im Hinblick auf -ERgebnisse- (Leistungsvergleiche) erzeugt. Im Alter von 5 Jahren sollte eine Enwicklungsprognose (was me.e nicht geht) abgegeben werden. D.h. z.b. ist das Kind rudimentär beidfüßig und wird es sich so entwickeln können (Entwicklung) oder : ist das Kind megaschußstark und bringt uns so weiter (ergebnis). Beides ist für mich in dem Alter seriös nicht zu beantworten. Deshalb interessierten mich die Kriterien.

    Für mich würde es so aussehen: Ich sehe einen 5 jährigen, der aus einer Mannschaft hervorsticht. Das Kind ist koordinativ weit, das Kind hat eine hohe intrinsische Motivation, das Kind hat eine hohe Frustrationstoleranz (nach verlorenem Dribbling wirds weiter versucht etc etc./ anm.: alleine Frustrationstoleranz mit 5 ist zweifelhaft, von daher ist auch die frage ob es ein Team mit Konkurrenz sein muß). ISt das alles gegeben sollte der Verein wo es jetzt trainiert und das gebotene Training hinterfragt werden. ISt das ok, würde der Tipp sein.

    Warte mind. noch 2,3 Jahre und wir beobachten die weitere Entwicklung.

    Ein Kind mit 5 ist schnell zu begeistern. Fällt allerdings das gewohnte Umfeld weg, kann das schnell ins Gegenteil umschlagen.

    Ich würde mir auch mal das normale Training dieser Fußballschule 2,3 mal anschauen, ohne das das eigene Kind dabei ist.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Nicht jeder, der schnell wirkt, ist es auch. Da kann man mächtig daneben liegen, wenn die Schrittfrequenz nur hoch ist.

    Das hast du hier ja schon gelegentlich angesprochen, dass Schnelligkeit für dich ein herausragendes Talentmerkmal ist.


    Wahrscheinlich kennst du ihn, aber ich verlinke da allen Interessierten diesen lesenswerten Artikel: Talenterkennung


    Ich zitiere mal einen Satz aus diesem Artikel, den ich – meine ich mich zu erinnern – so ähnlich auch schon von dir hier gelesen habe, zumindest habe ich bei diesem Satz an dich gedacht:

    Zitat

    Zu häufig fällt bei Stützpunkten und in NLZs der symbolische Satz: „Der ist zwar technisch super und wirklich intelligent, aber der wird Probleme mit dem Tempo bekommen und hat keinen Körper.“


    Wenn man derzeit auf die Tabelle schaut, mit RB Leipzig und Borussia Dortmund ganz oben, zwei Mannschaften, deren Spiel von rasant schnellen Umschaltmomenten mit besonders schnellen Spielern geprägt ist, scheint das dem recht zu geben. Die Franzosen haben bei der WM ja auch ähnlich gespielt.


    Ich kann da für meinen Teil nur sagen, dass ich es bei der WM nicht mit den Franzosen gehalten habe, weil mir ihr Fußball überhaupt nicht gefallen hat. Kroatien hat – für mich – auch im Finale den besseren Fußball gespielt. Und ich erinnere daran, dass es im WM-Finale ein geschenkter Freistoß war, der die Franzosen auf die Siegerstraße gebracht hat. Wer weiß, was passiert wäre, wenn der Schiedsrichter da nicht auf Griezmanns Schauspielkünste hereingefallen wäre.

  • Natürlich ist diese Fussballschule auch ein Geschäftsmodell für diesen Verein. Jedoch weiß ich aus bestimmten Quellen, dass die eigentliche Intention der Fussballschule ist, die besten Spieler für das NLZ ab der U12 auszubilden. Für mich daher völlig legititm die U-Mannschaften nur mit selektierten Spielern zu spicken.

  • Mr. Rabona ja. die Frage die Du Dir beantworten mußt, und da hast Du ja genug Für und Wider in diesem Thread,

    ob Du dein Kind der Selektion, die ja auch weiterhin stattfinden wird, aussetzen möchtest.

    Ich hab den Kommentar irgendwo gelesen, der kommt nicht von mir, kann aber nicht sagen von wem. es ging um die negativen Auswirkungen bei zu früher selektion: es ist nicht wichtig was kinder mit 6 jahren können, sondern was sie lernen können.

    let1612 hat das bzgl. der Entwicklung weiter oben im Thread m.e. nach sehr schön beschrieben.

    um das mal am eigenen Beispiel zu konkretisieren. Mein Sohn hat mit 7 mal bei der damaligen E1 öfter ausgeholfen. Im Tor. Er war nicht gerade untalentiert auf der Position. Fiel auch einem -selektiven- Verein auf. Für mich wäre nie ein Wechsel in frage gekommen. Wäs wäre wenn, kann ich nicht beurteilen. Aber mittlerweile ist er 10 und einer der besten Feldspieler in der D1. Der wäre vllt. jetzt der MegaTW. Keine Ahnung. Aber im Feld würde er heute nicht spielen.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Zum Thema aushelfen...

    Ich kann nur sagen, dass meine Kinder das hassen! Sie wollen nicht mit "irgendwem" Fußball spielen sondern mit ihrem Team. Aushelfen sehen sie als sehr sehr notwendiges Übel an. Die Akzeptanz im "aufnehmenden" Team ist bisher auch immer gering gewesen (da kommt der kleine) so dass wir noch keine Vorteile für die Kinder erkennen konnten. Auf meine Standardfrage "hats Spaß gemacht?" kam zumeist ein "geht so" oder ein klares "nein".

    Auch wenn wir uns mal Spieler ausgeliehen haben (F-linge) so standen diese Kinder auch zumeist an Mamas Seite oder anderweitig abseits, trotz aller Bemühungen von unserer Seite, ihnen das Ganze so angenehm wir möglich zu machen.


    Bei allem elternlichen Stolz muss man unbedingt im Auge behalten, dass das noch echt kleine Kinder sind.

  • Kurzes Update:

    Er war nun 3-mal zur Probe da und wird jetzt als Zusatzspieler registriert. Er darf 1-mal wöchentlich mittrainieren und 1-mal im Monat bei Turnieren mitspielen.

    Nach eigener Aussage macht es ihm sehr viel Spass. Ausserdem macht er bereits einen ziemlich integrierten Eindruck, was wohl am Alter liegen könnte.

    Diese Woche war er nun Dienstag und Donnerstag im Bambini-Training und Freitag war dann im F2-Training spürbar die Luft raus. Zum Glück war am Wochenende spielfrei.