Ausbildungs-Orientierung statt Ergebnis-Orientierung im Kinderfußball

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  • fussballschule_tirol

    Ich kann dich beruhigen durch solche Aktionen habe ich noch nie ein Gegentor bekommen. Noch besser sogar die Kinder ersetzen den fehlenden Spieler von selbst und positionieren sich dadurch neu, ohne mein zutun. Ich kann mich da schon auf die Jungs verlassen.

    Ersetzen trifft es nicht ganz, sie rücken dann die Positionen nach und verzichten auf den Stürmer wenn es der linke MF Spieler war.

    Ich ist auch nicht richtig sondern die Kinder haben dadurch noch nie ein Gegentor bekommen

  • maider187

    Gebe in jedem Training fast keine Akustischen Signale. Bin zu 90% auf kognitive Signale umgestiegen um einfach eine höhere Aufmerksamkeit zu erzielen.

    Das was du da schreibst ist nicht korrekt. Es gibt keine kognitiven Signale sondern Methoden um die kognitiven Fähigkeiten zu verbessern. Bitte verwechsle oder vermische nicht Begriffsdefintionen.


    Machst du das mit Mini Messi im Spiel oder nur im Training?

    Geändert auf Visuelle Signale

  • EnterTrainer


    Aufwärmen mit Ball

    Reaktion

    Mini-Ballschule

    Alle drei vom hofmann Verlag

    und auch

    SpielIntelligenz im Fußball


    Diese Bücher haben mir eigentlich bei den kleinsten sehr geholfen. Ich habe zuerst immer versucht die Koordination der Kinder bei Aufwärmspielen oder Spielformen auf ein gewisses Level zu bringen um dann immer wieder das Niveau in allen Belangen weiter zu heben.

  • Ich freue mich, wenn du schreibst, dass du dich bei Punkt drei verbessern magst und reflektierst. Egal was rauskommt, dass ist schon geil!

    Punkt 1: ja, das lernen sie schnell. Zumindest die Fußballer. Um es zu intensivieren kann ich trotzdem immer wieder nur das Buch von HW empfehlen, auch wenn es Produkt werbung ist. Kaufe es einfach hier bei Uwe und gut! :-)

    Punkt 2:siehe den Beitrag von maider187. Ich hole die Kinder kurz. Nicht nur wenn ihnen dadurch zeitstrafen aufbrummen möchte, sondern auch bei Lob und wenn ich was fragen möchte, dass er mir darlegen soll. Im Zweifel unterstützt dieses Vorgehen immer die Rotation und jeder bekommt Pausen und spuelzeit.

    Aber es beginnt immer mit der Abkehr vom Ergebnis. denn nur dann kannst du selbst die entspannte innere Haltung zeigen, die dafür nötig ist!! Das ist mMn key!

  • "Spielintelligenz im Fußball" und das eine oder andere weitere Buch kenn ich schon. aber bisher habe ich noch keine Quelle gefunden, die mir explizit erklärt, wie man Entscheidungsfindungen im Fußball trainiert.

    versuche "Sportpsychologisches Training im Kinder- und Jugendfussball".

  • 6.ERHÖHTER DRUCK & STRESS

    -->Genau das Thema der erhöhten Fehlerquote. Aber auch Druck und Stress durch die Stimmung, wenn die kriegsatmo einzug hält.

    9.VERSTÄRKTE ANGSTGEFÜHLE UNTER DEN SPIELERN

    Fehlerangst. Aber auch einfach angst vor dem nächsten Brüller. Also ich hätte Angst, wenn Erwachsene mich so anbrüllen als 7-jähriger, so wie ich das so oft erlebe. denke dabei nicht an dich, sondern wie eventuell jemand xer doppelt so gross ist wie du auf dich wirkt wenn dieser Speichel tropfend und agro von oben auf dich runter brüllt.

    Das ist doch offensichtlich. das erlebe ich dauernd..

    10.VERMINDERTE POSITIVE LEBENSGEWOHNHEITEN

    Mag sein, dass dieser Grund erwähnt wird um die 10 voll zu bekommen, aber ich stimme voll zu. denn ohne das Gebrüll isteinfach alles positiver, spassiger, fruedlicher. stell dir einfach deinen Arbeitsplatz vor und deinen Chef als brüllenden kifu Trainer und frage dich, wie lange du das mitmachen würdest...

  • Ich freue mich, wenn du schreibst, dass du dich bei Punkt drei verbessern magst und reflektierst. Egal was rauskommt, dass ist schon geil!

    Punkt 1: ja, das lernen sie schnell. Zumindest die Fußballer. Um es zu intensivieren kann ich trotzdem immer wieder nur das Buch von HW empfehlen, auch wenn es Produkt werbung ist. Kaufe es einfach hier bei Uwe und gut! :-)

    Punkt 2:siehe den Beitrag von maider187. Ich hole die Kinder kurz. Nicht nur wenn ihnen dadurch zeitstrafen aufbrummen möchte, sondern auch bei Lob und wenn ich was fragen möchte, dass er mir darlegen soll. Im Zweifel unterstützt dieses Vorgehen immer die Rotation und jeder bekommt Pausen und spuelzeit.

    Aber es beginnt immer mit der Abkehr vom Ergebnis. denn nur dann kannst du selbst die entspannte innere Haltung zeigen, die dafür nötig ist!! Das ist mMn key!

    Wenn ich nicht reflektieren würde, wäre ich hier im Forum nicht unterwegs, viele Beiträge haben mich schon Schritt für Schritt weitergebracht, danke.


    Bei Punkt 3 bin ich schon etwas länger auf dem richtigen Weg, aber es kann noch besser werden. Es gibt aber immer auch Kinder, die brauchen Aufmunterung, um richtig ins Spiel zu finden. Das sind die lauten Kommentare. Andere Ratschläge rufe ich so leise und so sparsam wie möglich.


    Zu Punkt 1:

    Ja, gewisse Dinge lernen die Kids von selbst, andere gehen zumindest bei uns nicht von allein zBsp:

    - Schnelle Spieleröffnung bei Ballbesitz des Torwarts

    - dem Ball entgegengehen

    - Anspiel in den Lauf

    Solche Themen müssen m.E. explizit vorgegeben werden.


    Punkt 2 ist bei mir bisher nur im Training passiert, werde ich auch mal im Spiel probieren.


    Was aber die Abkehr vom Ergebnis betrifft, das kann ich nun wirklich nicht nachvollziehen. Fußball ist auch für Kinder bereits mit starken Emotionen verbunden, und die machen auch im Kindesalter die Faszination unseres Sports aus. Wenn ich die Emotion rausnehme, dann wird Fußball zu einem beliebig austauschbaren Sport und wir driften automatisch in Richtung des Themas Drop Out. Trotz Emotionen werden bei uns Niederlagen schnell abgehakt.

  • Andre:

    sehe ich ganz genau so, wer aufgestellt ist, spielt auch mindestens 1 Halbzeit, aber ohne Rotation auf den Positionen. Mangelnde Einsatzzeiten in Ligaspielen werden soweit wie möglich durch Testspiele kompenisert. Bei - sehr seltenen - Ausnahmen werden Spieler und Eltern vorab informiert, das Kind spielt dann im nächsten Spiel auf jeden Fall komplett durch.

    Mich würde interessieren, ob du den Sinn der Rotation kennst?


    Ferner die Anmerkung, daß Rotation nicht unbedingt im Spiel stattfinden M u s s.


    Ferner...nicht vorhandene Tabellen sind nur eine von vielen Maßnahmen gegen Brüllaffen am Rand mit Joystick.


    Würde man Trainer in ein Konzept zwingen, das da lautet... Klappe halten, alle spielen, keine Bankdrücker, Rotation und Ausbildung vor Ergebnis und alle hielten sich dran, weil sonst empfindliche Strafen fällig wären,... dann spräche auch nix mehr gegen Tabellen... so meine feste Überzeugung. Nur... soweit sind wir dann doch nicht, wie man oft feststellt.


    Es gibt heute Trainer, die benötigen diese oder andere Regeln nicht... diese Gruppe wächst. Genau denen kann es egal sein, ob es aufgezwungen Regeln gibt... für sie ist es egal, weil sie instinktiv eh das richtige tun. Für sie wäre es kein Zwang... wäre es nicht störend... mit und ohne Regeln.


    Die, die es stört suchen immer nach Ausnahmen,... verkaufen ihre Ausnahmen oft als ach so schlau und tiefgründig wichtig. Der Kenner weiss aber wie sie ticken und warum sie die... ihre Ausnahmen suchen und warum und wie sie sie verkaufen.


    Ja und genau deshalb sind die Regeln genau für diese Trainer sehr wichtig und genau deshalb ist es für jeden der anderen Trainer wichtig, für den Erhalt, die etwaige Einführung und den Schutz der Regeln zu sein. Und das können Sie ja auch,... denn für Sie war es ja egal. Egal, weil sie auch ohne und mit Regeln nie brüllen, ausbilden und alle fair behandeln und niemanden für ein Ergebnis ausgrenzen.


    Schutz der Regeln im Kifu gibt es jedoch kaum.... leider.


    Ich kenne hier niemanden persönlich, denke... ab hier muss man sich ständig hinterfragen.


    Für mich persönlich sind diese Regeln wichtig, weil ich ein Wolf im Schafspelz bin... Ich bin insgeheim Gewinnsüchtig... ich finde taktieren und gewinnen voll geil. Ich bin froh, daß mich die Regelzwangsjacke vor Trainersünden im Kufu und allgemein Breitensport schützt.... mich, die Eltern, die Kinder und den Verein!


    Gr. Andre

  • Hi Andre,

    danke, dass du direkt auf meine Argumente eingehst, auch wenn wir wohl sehr konträre Vorstellungen haben, aber das macht es ja interessant. Bitte meine folgenden Antworten nicht persönlich nehmen, ich provoziere gerne:


    Ja Rotation kenne ich, der Sinn ist mir bekannt, sowohl im Spiel, als auch zwischen mehreren Spielen. Mach ich auch soweit es aus meiner Sicht sowohl für das einzelne Kind als auch für das Team Sinn macht. Jeder spielt wenn er aufgestellt ist mindestens 1 Halbzeit , in der Regel deutlich mehr.

    Bei einem Kader von 12 habe ich in der F-Jugend nahezu Totalrotation spielerbezogen durchgeführt, aber Positionen eher beibehalten. In der E2 waren es dann 18. Ich habe tendenziell Ergebnis-Orientiert aufgestellt, aber aus einem erweiterten Kreis von etwa 12 Kids. Darüber hinaus gabs viele Testspiele, sodass alle 18 im Endeffekt auf annähernd gleiche Einsatzzeiten kamen. Ist das nicht besser als ein in einer Mannschaft nicht mehr als 12 Kids aufzunehmen und den Rest nach Hause zu schicken? So machts nämlich die Konkurrenz.

    Fazit: In wie weit man Rotation praktizieren kann, was idealerweise wünschenswert ist, hängt vor allem auch von der Kadergröße ab.


    Nach Deiner Definition bin ich wahrscheinlich Brüllaffe und Joy-Stick Trainer, nach Ansicht der Eltern mache ich mittlerweile am Rand zu wenig.....

    Das mache ich aus 2 Gründen:

    1. Einzelne Kids anfeuern und motivieren, manche brauchen das um auf Tour zu kommen, bei andern ist das nicht nötig und bei denen mach ich das dann auch nicht.

    2. Lösungswege aufzeigen, auf die die Kids über einen längeren Zeitraum nicht von selbst gekommen sind. Das ist - auch dank diese Forums - und aufgrund der Entwicklung, die meine Jungs durchmachen in der letzten Zeit weniger geworden und ich gelobe weitere Besserung.

    Negative Kritik oder gar ein Kind bloßstellen ist ein No-Go. Bloßstellen ist mir in 4 Jahren genau 1x passiert - bei meinem eigenen Sohn, hab mich hinterher entschuldigt, er hatte es nicht mal so aufgefaßt....

    Ich bestreite aber nicht, dass es auch Brüllaffen gibt, die schlecht drauf sind und ihre Aggression auf die Kinder übertragen. Die sind bei uns im Kreis aber eher die Ausnahme.


    Ich nehme für mich in Anspruch, dass ich alle fair behandle, alle Kids im Team, aber auch den Gegner, auch wenn ich mich nicht gemäß dem Mainstream des Forums hier benehme. Ich coache mit viel Empathie und versuche so, meine Begeisterung für Fußball auf die Kid zu übertragen.


    Zusätzliche Reglementierungen für Trainer oder Kids (so wie "alle müssen bis zum Ende der E Funino spielen, weil es besser für die Ausbildung ist") lehne ich ab. Welcher Zufalls-Papa-Trainer sollte sich das antun? Weniger Trainer heißt aber automatisch weniger Mannschaften. Ist des das, was die ambitionierte Trainercommunity will? Vereinsfußball nur noch für Privilegierte mit langfristigen Ambitionen?

  • Würden Vereine zu Konzepten mit Verhaltenskodex gezwungen und würde man diesbezügliche Verstöße satt ahnden, dann wären viele vernünftige Trainer noch im Amt!!!!!


    Ferner kämen viele alte und vernünftige Trainer hinzu oder gar zurück.


    Für diese Gruppe wäre ein geschütztes Konzept der Halt den sie ohne niemals haben. Diese stattfindende Verunsicherung sorgt dafür, daß sie nicht als Trainer gewonnen werden.


    Andersherum schützt es die Brut der Wölfe im Schafspelz und die der Unwissenden und Egoisten und Unverantwortlichen.


    Was sagst du dazu?


    Gäbe es das wovon ich rede, gäbe es Dein Thema nicht, möglicher Weise Dich selbst als Trainer nicht und mich vermutlich auch nicht.

  • Andre,

    wenn ich es richtig verstanden haben, schlägst Du eine strikte Verhaltensreglementierung für Vereine, Trainer und Eltern vor. Als Konsequenz würden "schlechte" Trainer (wie ich) aufhören, was aber dadurch kompensiert werden würde, dass die "guten" Trainer länger im Amt bleiben bzw wieder ins Amt zurückkehren würden.


    Die Realität, die ich sehe ist, dass es viele Mannschaften nur deshalb gibt, weil es "schlechte" Papa-Trainer gibt, die mit viel Idealismus den Trainer nach bestem Wissen und Gewissen geben, so gut es eben geht. Glaubst Du, dass wären noch genau so viele, wenn man hier stärker regulieren würde? Ich glaube, das würde viele abschrecken, es überhaupt zu versuchen. Andere würden nach einer Maßregelung schnell aufhören. Ich sehe auch nicht die vielen "guten" Trainer, die dann verfügbar wären, um die Lücken zu füllen.

    In der Konsequenz würde das heißen: weniger Kindermannschaften, weniger Nachwuchs.


    Im Übrigen glaube ich, dass auch Trainer, die sich in deinem Sinne als "Brüllaffen" aufführen oder kein Totalrotation durchführen, ein sehr gutes Verhältnis zu den Kindern aufbauen können. Auch auf die Gefahr, mich zu wiederholen: Meine Stichwörter lauten dsbzgl Spaß, Empathie und Gerechtigkeit.

  • Vorsicht... meine Absicht und der Inhalt zielte nicht darauf ab, Dich persönlich zu beleidigen o. ä., sondern ich möchte gerade bei diesem Thema sensibilisieren. Ich möchte, dass man sich hinterfragt. Ich wollte zum Ausdruck bringen, dass ich persönliche Disziplin hin zu gepflegter Achtung gegenüber Gesetzmäßigkeiten im Kifu sinnhaftig wären/sein könnten. Ja... ich wäre ein Fan davon, Vereinen selbiges zum Schutz des Kifu zwangsweise aufzuerlegen. Ich warte seit geraumer 15 Jahren auf Änderungen. Es fanden welche statt... die reichen offenbar nicht, schaut man auf die Plätze. Es fehlt der letzte Schliff. Den Schliff den ich fordere,... der schmeckt einigen nicht. Ich führte auf, dass denjenigen die richtig ticken selbige überhaupt nicht rangieren müssen,....anderen würden sie halt geben und die Gruppe derer den sie dann nix bräuchten, das sind exakt die, die verschwinden sollten. Ich habe mir gewisse Regeln auferlegt. Und wenn ich bemerke, dass ich die nicht beherzt, dann sondere ich mich selbst aus, hoffe ich. Ich kann das, ich habe nun 3,5 Jahre kein Traineramt inne gehabt. Mir fehlte nichts! Du persönlich machst vieles augenscheinlich ganz gut. Inhaltlich fand ich deine Ausführungen in so weit interessant, als das du so ausführte, dass exakt das sich die Ausnahme gönnen wollen... ein für mich stellvertretendes Beispiel war, daß zur Vorsicht mahnen lässt. Gr. Andre

  • Ich sehe das Thema „Der Verein sollte diese Verhaltensmaßnahmen strikt vorgeben“, bei nicht einhalten Strafen etc. sehr zweischneidig.


    Auf der einen Seite:

    Super Sache, würde ich sofort unterstützen, die Ausbildung der Spieler würde besser werden. Alle würden spielen, mehrere Positionen kennenlernen, die Spielzeit wäre gleichzeitig verteilt. Ich bin 100% davon überzeugt, dass das Konzept der Spielzeiten und Positionsrotation der Entwicklung weiterhelfen würde!

    Zudem würde es den Jungs sehr helfen, wenn sie selber die Entscheidungen treffen würden und nicht der reinrufende Trainer. Sicherlich führt das mit Sicherheit zunächst auch mal zu dem ein oder anderen Fehler, den der Trainer mit rumbrüllen hätte vermieden (auch nur vielleicht), aber langfristig wäre das ein wichtig, damit die Spieler lernen, dass es einen Auslöser gibt, auf den dann eine Entscheidung und dann die technische Ausführung erfolgt.


    Auf der anderen Seite:

    Wer trainiert dann die Mannschaften?

    Bleiben die Trainer, die dem Konzept den Mittelfinger zeigen dem Fußball erhalten? Gut, die Frage ist, sollen diese dem Erhalten bleiben? Aber letztlich…wenn von heute auf morgen 75 % von denen aufhören würden…wie viele Trainerstellen wären frei? Wo bekommen wir entsprechenden Ersatz her?


    Grundsätzlich bin ich also auf Andres Seite, aber ich sehe quasi keine Chance das Konzept durch Androhung von Strafe etc. durchzusetzen. Meiner Meinung nach bleibt es ein langwieriger Prozess, den der Verband durch Maßnahmen wie Schulungen, Fortbildungen, Ligensystem (keine Tabelle), Spielform (7vs.7 zeitgemäß/zweckmäßig) weiterhin forcieren muss. Die Erfolge werden sich nicht von heute auf morgen einstellen, aber sie werden kommen!

    Ich sehe das Thema „Der Verein sollte diese Verhaltensmaßnahmen strikt vorgeben“, bei nicht einhalten Strafen etc. sehr zweischneidig.


    Auf der einen Seite:

    Super Sache, würde ich sofort unterstützen, die Ausbildung der Spieler würde besser werden. Alle würden spielen, mehrere Positionen kennenlernen, die Spielzeit wäre gleichzeitig verteilt. Ich bin 100% davon überzeugt, dass das Konzept der Spielzeiten und Positionsrotation der Entwicklung weiterhelfen würde!

    Zudem würde es den Jungs sehr helfen, wenn sie selber die Entscheidungen treffen würden und nicht der reinrufende Trainer. Sicherlich führt das mit Sicherheit zunächst auch mal zu dem ein oder anderen Fehler, den der Trainer mit rumbrüllen hätte vermieden (auch nur vielleicht), aber langfristig wäre das ein wichtig, damit die Spieler lernen, dass es einen Auslöser gibt, auf den dann eine Entscheidung und dann die technische Ausführung erfolgt.


    Auf der anderen Seite:

    Wer trainiert dann die Mannschaften?

    Bleiben die Trainer, die dem Konzept den Mittelfinger zeigen dem Fußball erhalten? Gut, die Frage ist, sollen diese dem Erhalten bleiben? Aber letztlich…wenn von heute auf morgen 75 % von denen aufhören würden…wie viele Trainerstellen wären frei? Wo bekommen wir entsprechenden Ersatz her?


    Grundsätzlich bin ich also auf Andres Seite, aber ich sehe quasi keine Chance das Konzept durch Androhung von Strafe etc. durchzusetzen. Meiner Meinung nach bleibt es ein langwieriger Prozess, den der Verband durch Maßnahmen wie Schulungen, Fortbildungen, Ligensystem (keine Tabelle), Spielform (7vs.7 zeitgemäß/zweckmäßig) weiterhin forcieren muss. Die Erfolge werden sich nicht von heute auf morgen einstellen, aber sie werden kommen!

    Ich sehe das Thema „Der Verein sollte diese Verhaltensmaßnahmen strikt vorgeben“, bei nicht einhalten Strafen etc. sehr zweischneidig.


    Auf der einen Seite:

    Super Sache, würde ich sofort unterstützen, die Ausbildung der Spieler würde besser werden. Alle würden spielen, mehrere Positionen kennenlernen, die Spielzeit wäre gleichzeitig verteilt. Ich bin 100% davon überzeugt, dass das Konzept der Spielzeiten und Positionsrotation der Entwicklung weiterhelfen würde!

    Zudem würde es den Jungs sehr helfen, wenn sie selber die Entscheidungen treffen würden und nicht der reinrufende Trainer. Sicherlich führt das mit Sicherheit zunächst auch mal zu dem ein oder anderen Fehler, den der Trainer mit rumbrüllen hätte vermieden (auch nur vielleicht), aber langfristig wäre das ein wichtig, damit die Spieler lernen, dass es einen Auslöser gibt, auf den dann eine Entscheidung und dann die technische Ausführung erfolgt.


    Auf der anderen Seite:

    Wer trainiert dann die Mannschaften?

    Bleiben die Trainer, die dem Konzept den Mittelfinger zeigen dem Fußball erhalten? Gut, die Frage ist, sollen diese dem Erhalten bleiben? Aber letztlich…wenn von heute auf morgen 75 % von denen aufhören würden…wie viele Trainerstellen wären frei? Wo bekommen wir entsprechenden Ersatz her?


    Grundsätzlich bin ich also auf Andres Seite, aber ich sehe quasi keine Chance das Konzept durch Androhung von Strafe etc. durchzusetzen. Meiner Meinung nach bleibt es ein langwieriger Prozess, den der Verband durch Maßnahmen wie Schulungen, Fortbildungen, Ligensystem (keine Tabelle), Spielform (7vs.7 zeitgemäß/zweckmäßig) weiterhin forcieren muss. Die Erfolge werden sich nicht von heute auf morgen einstellen, aber sie werden kommen!

  • Wegen der Bezahlung ist d Vergleich zu Unternehmen evtl. nicht gut, aber es gibt genug Unternehmen, die Fachkräfte suchen und keine finden. Wenn die Aussicht auf mehr Umsatz gegeben ist werden neue Kräfte eben eingelernt. Wenn der Umsatz sinkt, werden diese wieder freigesetzt. Freie Stellen werden bestmöglich besetzt. Es finden in jedem Fall Anpassungen statt. Diese fehlenden Anpassungen sind es, die ich bei mir im Verein und im gesamten Verband vermisse. Diese Stagnation oder Resignation vor der offensichtlich zu verbessernden Situation sind es, was mich stört. Zum Glück bin ich in einer Gruppe, in der sich viel bewegt. Leider bewegt sich darum herum noch zu wenig. Ich hoffe auf die Zukunft.

  • EnterTrainer


    Ich finde es gut, dass du dich mit diesen Themen auseinandersetzt. Auch wenn du, wie ich auch, zu einigen Themen eine feste Meinung hast und nicht von abkommst. Allerdings verstehe ich nicht immer deine Argumente.

    Zusätzliche Reglementierungen für Trainer oder Kids (so wie "alle müssen bis zum Ende der E Funino spielen, weil es besser für die Ausbildung ist") lehne ich ab. Welcher Zufalls-Papa-Trainer sollte sich das antun?

    Das 7vs7 entsprang genauso wie Funino dem Gedanken, wie sich der Fußball kindgerechter und somit ausbildungsorientiert gestalten lässt. Davor gab es Zufalls-Papa-Trainer, jetzt gibt es Zufalls-Papa-Trainer und danach wird es immer noch Zufalls-Papa-Trainer geben. Man hat damals eingesehen, dass das 11vs11 nicht förderlich für die Entwicklung der Kinder ist. An der selben Schwelle stehen wir jetzt, das 7vs7 dankt, hoffentlich großflächig, für die kleinsten ab und Funino nimmt, zumindest in den ersten Jahren, den Platz ein. Ich hatte schonmal geschrieben, dass Funino nur eine Stufe der Ausbildungsstufe ist. Funino > Fußball 5 > Fußball 8 > Fußball 11, oder wie auch immer. Wichtig ist doch nur, die einzelnen Schritte bis zum 11vs11 bleiben nachvollziehbar und kommen den jeweiligen Alterszielen zu gute. Was machst du, wenn Funino die offizielle Spielform wird? Hörst du auf oder passt du dich an?

    Fazit: In wie weit man Rotation praktizieren kann, was idealerweise wünschenswert ist, hängt vor allem auch von der Kadergröße ab.

    Woran machst du das fest? Du hast dich dafür entschieden, nur einen Kreis von 12 Spielern, ohne Positionsrotation, in den "wichtigen" Spielen und Turnieren einzusetzen. Du hast dich dafür entschieden, die restlichen 6 Spieler nur in somit "unwichtigen" Spielen einzusetzen. Wieso ist dieser Weg besser als die anderen? Ich finde es ein Unding, ein Kind nicht mitzunehmen, weil es "schwächer" als die anderen ist. Wieso sollten noch Kinder aufgenommen werden, wenn man seinen eigenen Ansprüchen nicht mehr gerecht werden kann? Wenn du sagen würdest, Spieler X ziehe ich Y vor, weil er regelmäßiger im Training ist, würde ich mit dir konform gehen. Aber ein Kind nicht aufstellen, weil es nicht gut genug ist, ist für mich nicht vertretbar.

    Meine Stichwörter lauten dsbzgl Spaß, Empathie und Gerechtigkeit.

    Widerspricht alles nicht dem Ausbildungsgedanken, der mit Funino, Rotation und co. bedient wird.

  • Vorsicht... meine Absicht und der Inhalt zielte nicht darauf ab, Dich persönlich zu beleidigen o. ä., sondern ich möchte gerade bei diesem Thema sensibilisieren. Ich möchte, dass man sich hinterfragt. Ich wollte zum Ausdruck bringen, dass ich persönliche Disziplin hin zu gepflegter Achtung gegenüber Gesetzmäßigkeiten im Kifu sinnhaftig wären/sein könnten. Ja... ich wäre ein Fan davon, Vereinen selbiges zum Schutz des Kifu zwangsweise aufzuerlegen. .......

    Inhaltlich fand ich deine Ausführungen in so weit interessant, als das du so ausführte, dass exakt das sich die Ausnahme gönnen wollen... ein für mich stellvertretendes Beispiel war, daß zur Vorsicht mahnen lässt. Gr. Andre

    Kein Problem, ich habe mich bestimmt nicht beleidigt gefühlt, hab schon verstanden wie du es gemeint hast, außerdem bin ich ja auch ziemlich direkt :)

    Bzgl Verhaltenkodex-Auflagen frage ich mich, wer konkret sowas wie und mit welchem Auwand kontrollieren und ggf bestrafen sollte. Ich kann mir das konkret nur sehr schwer vorstellen.

    Die Beispiele die ich genannt habe, sehe ich ehrlicherweise übrigens nicht als Ausnahmen..... Ihr habt mich hier dsbzgl aber bereits sensibilisiert (Stichwort: Erlernen von Lösungsfindungen)


    Wegen der Bezahlung ist d Vergleich zu Unternehmen evtl. nicht gut, aber es gibt genug Unternehmen, die Fachkräfte suchen und keine finden. Wenn die Aussicht auf mehr Umsatz gegeben ist werden neue Kräfte eben eingelernt. Wenn der Umsatz sinkt, werden diese wieder freigesetzt. Freie Stellen werden bestmöglich besetzt. Es finden in jedem Fall Anpassungen statt. ....

    Es ist aber so, dass im KiFu der Umsatz, dass heißt die Zahl der Kinder im Kleinfeldbereich nicht sinkt. Also können es sich wohl nur wenige große Vereine leisten, die Eingelernten rauszuschmeißen. :|


    Es muß m.E. gar nicht unser Ziel sein, in einer Diskussion immer eine Konsensmeinung zu erreichen. Mir ist schon geholfen, wen ich auch mal andere Sichtweisen kennenlerne und so meine Sicht auf den Fußball verfeinern kann; nix ist schwarz-weiß bzw Entweder-Oder.


    Altersangepasste Spielformen, Mannschaftsstärken und Spielfelder sind unstrittig, strittig ist nur, welche Formen für welches Alter angemessen sind. Funino für Bambini ist m.E. angepaßt, passt aber m.E. nicht mehr als Wettbewerbsform in der F-Jugend. Zu mir persönlich: Als Papa-Trainer, der mittlerweile mit seinem Sohn in der E1 angekommen ist, stellt sich die "Funino-Frage" wohl nicht mehr. Ich plane nicht, irgendwann eine Mannschaft zu übernehmen, der mein Sohn nicht angehört.


    Die Kritik an meinem Konzept zur Rotation kann ich nicht ganz nachvollziehen. Eine Alternative wäre, die schwächeren 6 Kinder wegzuschicken. Am Ort gibt es bei uns 3 Vereine, die keine wahren Alternativen darstellen. 1 Verein hat gar keine Jugend, einem weiteren fehlt die kritische Masse um kontinuierlich Mannschaften melden zu können und den 3. Verein würde keiner aus dem Forum guten Gewissens empfehlen:(. Fazit: 6 Kindern wird verwehrt, Vereinsfußball kennen zu lernen. Wenn ich alle 18 Kinder bei 7:7 vollständig paritätisch einsetze, heißt das, dass auch die Besseren nur jedes 2.5te Spiel zum Einsatz kommen. Das ist für eine durchschnittliche Weiterentwicklung zu wenig und wird diesen Kindern nicht gerecht. Hinzu kommt, dass zumindest bei mir die Besseren viel länger dabei sind wie die noch nicht so weit Entwickelten.


    Schlußendlich verstehe ich, das Spaß, Empathie und Gerechtigkeit keine Gegensätze zu Funino und Totalrotation sind. Dennoch glaube ich, dass fast alle Kinder zu uns kommen, weil sie wie die Großen Fußball auf 2 Tore spielen wollen und dabei gewinnen wollen. Wenn der DFB den Kinderfußball in Zukunft so ausrichtet, daß diese Intentionen vernachlässigt werden und Ausbildung Vorrang vor Spaß am Wettbewerb bekommt, riskieren wir, daß das Interesse am Vereinsfußball im Kindesalter sinkt.


    Sorry, dass ich so unbelehrbar bin :/

  • http://www.jugendforschung.de/pdf/SEB-34.pdf

    Seite 13 ff. Ich finde nicht, dass im kleinfeldbereich immer weniger Kinder kommen.

    Das Problem könnt danach im kompakt- und großfeld. dann sind deine sechs, die du aus Gerechtigkeits-, Spaß- und Empathiegründen zu hause lässt nämlich deine Aussteiger und deine verbleibenden 12 sind dann deine C Jugend, die du dann abmelden kannst. Da wünsche ich dir schon jetzt viel Spaß. ?