Werdegänge

  • Zeitlebens habe ich versucht aus der Vergangenheit Rückschlüsse zu ziehen.
    Deshalb aus Werdegänge junger Fussballer mal hier ein Beispiel, ohne daraus jetzt
    ein Urteil herzuleiten.


    Spieler A und B auf DFB Stützpunkt. beide auf Verbandsstützpunkt eingeladen.
    Spieler B wieder dort ausgeladen, weil er nicht zu einem klassenhöheren Verein wechseln sollte.
    Spieler C fiel auf Stützpunktsichtung durch.


    Spieler A spielte im Jugendbereich mit entsprechendem Aufwand höherklassig.
    Spieler B und C in einem besseren Dorfverein, mit lediglich 2 maligem wöchendlichen Training.


    zur Zeit gehören alle3 zum Kader einer Aktiven-Verbandsligamannschaft, obwohl noch A-Jugendliche.


    Spieler A hatte im Jugendbereich tolle fussballerische Erlebnisse (überrigionale Spiele,
    musste dafür aber einen grossen Aufwand betreiben, und sucht seit einem Jahr durch Vereinswechel einen ihm passenden Verein..
    Spieler B und C stehen in Schule bzw. Berufsausbildung absolut top da, und haben im Verein
    ein Top-Standing.


    Alle 3 galten im Kifu-Bereich in ihren Vereinen als Talente.


    Nicht vergessliche Erlebnisse im Jugendbereich (Reisen, Spiele gegen Buli-Nachwuchsmannschaften) stehen einem Vorsprung in der Schule, bzw. Beruf, Standing im Verein, gewachsener Freundeskreis, gegenüber.


    Was ist letzendlich bedeutender.


    Vor allem, was empfhielt man seinem 10 jährigen etwas besseren Fussballer als Eltern, zum
    Zeitpunkt der derzeitigen Entscheidungen.


    Blauäugigkeit oder Chancenverhindung?


    Rückblickend kann ich als Vater eines jungen Fussballers sagen, dass ich auch im Nachhinein nicht weiss, was richtig war.

  • Tja, was hätte sein können weiß man nie so genau, da lässt sich schwer drüber philosophieren.


    Wir hatten jetzt auch einen Spielerwechsel eines 10-jährigen zu einem höherklassigen Verein. Dabei waren die Eltern auch sehr unentschlossen, weil das Kind zeitgleich ja auch in die 5.Klasse kommt. Wir sind letztlich zu dem Schluß gekommen, dass man diesen Weg einmal ausprobieren will und wenn man merkt, dass es nix ist, kann man ja jederzeit wieder zurück.


    Generell bin ich aber auch der Meinung, dass die Erfahrungen von Spieler A zwar schön und gut sind, aber auch das kleinste Dorfturnier kann genauso eine schöne Erinnerung werden, wenn man es mit den guten Freunden aus der Dorfmannschaft erlebt.

  • Ich für mich habe mal anfangs der großen Kifutrainerkarriere die Mitgliedschaft beim Stützpunkt empor gehoben. Das war mein größter Fehler, denn es erzeugte Druck bei mir, den Spielern und Eltern. Schied man dort aus, gabs ein Kollektivloch...was für die betroffenen Kindern enorm scheisse war. Daran war u.a. ich schuld.


    Zudem meinte ich damals, dass der ein oder andere Stützpunkttrainer jemand ist, der die Ahnung gepachtet hat...Halbgötter des Dfb....die den Spieler der D direkt in den Himmel zu schießen vermögen...


    Nachdem ich dann erkannte, wie das alles so zusammenhing, wurde das alles viel gelassener von mir gesehen und die Präoritäten verschoben sich, so das es weniger Opfer gab.


    Ich bin weder ein Spielerberater, noch maße ich mir an, großartige Beratungen zu geben. Ich bin ein kleiner Kreisligatrainer, der eher als Vater so seine Meinung zu einer Profikarriere hat. Ich finde eine solche Karriere irgendwie restlos nicht erstrebenswert. Geld und Ruhm ist nicht alles und vielen tut das auch nicht gut. Weniger kann echt mehr sein.


    Mir gings letztlich einfach nur um meine persönliche Spannung...dh....wozu bin ich als Trainer in der Lage rundum...Tabellenplatz, Führung des Teams, Stimmung Eltern, Team und meine eigene und darum, dass ich keine Spieler verliere, weil ich z.B. ein Kotzbrocken oder unfähig bin.


    Ich bin stolz darauf, dass meine Spieler heute den Ball ablaufen und wissen was das ist. Das können viele Trainer nicht behaupten..wie ich jüngst wieder zu meinem Entsetzen sah. Mich interessiert heute überhaupt nicht mehr, wer wo spielt. Einen Spieler hatte ich, der in der D zu Dortmund wechselte. 240 km täglich drei bis viermal die Woche. Das...um auch in der Bezirksliga zu spielen, was sein Heimatteam identisch auch schon so tat und das mit einem Trainer...der spitze war. Wo war der Sinn. Fakt ist, dass der Junge das bis nach dem ersten Jahr der C durchhielt und nun beim Vfl-Osnabrück spielt...C Jugend. Schön für ihn....oder auch nicht. Das heimatliche C-Team könnte an einem guten Tag das VFL-Team ggf. schlagen. Zu hohen Ergebnissen käme es nicht...beidseitig nicht. Wo liegt also der Sinn? Nun denn, will nicht gegen reden...


    Es kommt mir heute nur noch auf das HIER und JETZT an. Dabei etwas nach vorne schauen und wenig nach hinten.


    Ich denke überhaupt nicht darüber nach, das z.B. mein Ältester, der von einem Herrn Hrubesch -Stützpunktkoordinator- gesichtet wurde...nicht Profi wurde. Ich erfreue mich wirklich, dass er jüngst den Verein in meinen Verein wechselte und nun in einem bombenstarken Team gleichaltriger kickt und es macht ihm derzeit nun wieder richtig Spass. Daran erfreue ich mich nun und zwar richtig. Bin der größte Fan...zumal sein Bruder gleich mitwechselte. Nun habe ich alle drei Söhne in dem Verein, von dem ich begeistert bin...im mittler der Weile krassen Gegensatz zu meinem alten Verein...wenig gute Trainer...kein Konzept...zerstritten in den Strukturen. Alles prima wie es ist.

  • @Günter


    Auch ich komme zum gleichen Ergebnis, das es kein Erfolgsrezept gibt.


    Hätte früher nie gedacht, dass mittelmäßig talentierte Kinder später derart große Leistungsprünge machen, die in den Profifussball, teilweise sogar mit Länderspieleinsätzen führen!


    Andererseits hatte man sich früh zu Erfolgsprognosen von besnders begabten Talenten hinreißen lassen. Fast alle scheiterten auf ihrem Entwicklungsweg. Aber Scheitern wäre hier eigentlich der falsche Begriff! Sie wollten es vielfach so. Nur ihre Umgebung hatte mehr von ihnen verlangt. Irgendwann haben sie sich "geoutet" und endlich war Ruhe!


    Geblieben sind nur sehr begrenzte Einsichten, sein Pulver nicht schon zu früh zu verschießen und an sich auch dann zu glauben, wenn andere die Leistungen negativ beurteilen. Letzendlich bestimmst du selbst, was du willst und entscheidest mit, wie weit es geht.


    Aber diese Erkenntnisse: nie aufzugeben, sondern zu kämpfen, wenn es sich für dich lohnt, sind gar nicht fussballspezifische, man könnte diese positive Lebenseinstellung auf alles Andere übertragen.


    Ich hatte z.B. nie die Möglichkeit im Breitensport trainieren zu dürfen. Deshalb beneide ich diese Trainer. Man kann es sich nicht immer aussuchen, aber es gelingt fast immer das Beste daraus zu machen!


    Schließlich aber gehört auch immer eine große Portion Glück dazu, genau zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein, wo man gebraucht wird. Wenn aber bei wichtigen Dingen des Lebens der Zufall dann Pate steht, wie soll man darauf hin arbeiten können?


    Vom fast Unmöglichen zu träumen, um das Mögliche erreichen zu können, dieser Wunsch könnte Hoffnung und mancherlei Berge versetzen. Aber schließlich liegt es an jedem selbst, sein Glück zu finden und nicht dem dem Glück zu suchen, was nur die Anderen zufrieden macht!


    Schließlich ist der Fussball ja nur die zweitwichtigste Sache im Leben! Was das Wichtigste ist, das weiß nur jeder für sich! Manch einer weiß es auch gar nicht!

  • Ich will auch mal unsere Erfahrungen als Eltern mitteilen.


    Unser Sohn spielte nun drei Jahre bei einem NLZ-Team und sollte nun ins Trainingslager der U11 als Vorbereitung für die neue Saison. Er kam auf uns Eltern zu und meinte, dass er das nicht mehr wolle und dass er am liebsten wieder in seinem alten Dorfverein (!!) spielen wolle.


    Dazu muss man sagen, dass - soweit ich das beurteilen kann - bei dem NLZ-Verein wirklich Top-Ausbildungsbedingungen herrschen. Es ist - was jedem Beteiligten klar ist - nicht unbedingt kifu-orientiert, aber aus meiner Sicht waren/sind Umfeld und Training den Umständen entsprechend angemessen. Ich habe auch an anderer Stelle mal geschrieben, dass manche Dinge des KiFu weitaus konsequenter gehandhabt werden als bei anderen Vereinen. In den ersten beiden Jahren wurde nahezu mit der Stoppuhr kontrolliert, dass alle Kinder gleiche Einsatzzeiten haben. Auch der persönliche Umgang war stets kindgerecht (in den ersten beiden Jahren vorbildlich, im dritten Jahr in jedem Fall korrekt).


    Aber: Es wurde von Beginn an klar und offen/ehrlich kommuniziert, dass nur bei entsprechender Leistung ein Verbleib im NLZ möglich sein werde. Dementsprechend wurden/werden Entwicklungsgespräche geführt und dementsprechend wurde und wird ausgetauscht und gesichtet. Mit diesem Druck müssen die Kinder also umgehen können.


    Ebenso "lernen" die Kinder, dass viele Dinge im Leben dem Sport untergeordnet werden. Bei Turnieren ab der U10 werden die Kinder "übernachtungstechnisch" bei Gastfamilien untergebracht und halten sich ausschließlich bei den Trainern auf. Das ist für die Konzentration auf das Wesentliche sicher wichtig und richtig, für senslble Kinder aber gar nicht so einfach (für sensible Eltern im übrigen auch ;) ). Und bei drei Trainingseinheiten pro Woche und Spiel- und Turnierbetrieb an nahezu jedem Wochenende (quer durch die ganze Republik) bleibt schon für den 9-jährigen neben der Schule wenig Zeit für andere Interessen. Und da hatten wir noch das Glück, dass wir in dem gleichen Ort wohnen, so dass die Entfernung zum Trainingsort vertretbar war. Ganz nebenbei müssen natürlich auch die Familien sehr viel Zeit mitbringen und Aufwand betreiben.


    Aber andererseits sind die hier immer wieder mal beschriebenen Erlebnisse, gegen die großen Namen auf hochgradig professionell organisierten internationalen Turnieren anzutreten, ebenso beeindruckend. Auch die Trainingseinheiten mit gleich starken Kinder sind aus meiner Sicht extrem fördernd. Das Tempo, das hier von 10-jährigen in Sachen Handlungsschnelligkeit und Umgang mit Ball an den Tag gelegt wird, ist extrem beeindruckend.


    Wir als Eltern haben - soweit das möglich war - versucht, den extremen Anforderungsdruck abzufangen. Es gab immer Phasen, wo die "Leistungskurve" wechselte, aber er gehörte im Ergebnis immer zum Kern.


    Kurzum: das Thema NLZ ist nun erstmal vorbei, weil unser Junge das für sich so entschieden hat. Die Verantwortlichen vom NLZ haben super reagiert.


    Ganz wichtig: bei aller Begeisterung, dass das eigene Kind in einem guten Team spielt, kann dies auch hinderlich sein. Wenn ein Kind das Gefühl hat, dass die Eltern sehr sehr stolz sind, wird es möglicherweise Hemmungen haben, aus eigener Sicht negative Eindrücke zu schildern. Selbst wenn man als Eltern immer wieder betont, dass der Spaß das Wichtigste ist und es überhaupt nicht schlimm ist, bei einem andere Verein Fußball zu spielen, muss das auch glaubwürdig sein! Wir als Eltern haben immer versucht, das konsequent zu formulieren. Trotzdem war es nicht einfach für unseren Jungen, seine Entscheidung kundzutun, weil wir - so seine Angst - als Eltern enttäuscht sein könnten. Krass!!!


    Noch etwas: seine Begeisterung für Fußball ist ungebrochen. Dieser Begeisterung wird er jetzt in unserem sogenannten Dorfverein nachkommen, wo er dann auf dem Feld Dinge tun kann, die beim NLZ zwar nicht verboten sind, aber nach Möglichkeit nur probiert werden sollen, wenn sie auch funktionieren. ^^ Es ist also alles in bester Ordnung (andere würden wahrscheinlich sagen: noch einmal gutgegangen!)

  • @holzi
    Ihr habt es genau richtig gemacht. Die Kinderpsychatrien sind heutzutage voll von Kindern, die "funktionieren" sollen und deshalb überall zu den Besten gehören müssen.


    Man muß den Kindern die Chance geben sich zu entwickeln. Diese Wegstrecke ist unterschiedlich lang und nur sehr selten gerade. Nur dann, wenn ihr es zwingt, auch dann auf deinem für ihn gerade ungeeigneten Weg gehen seinen Willen weiterzugehen, kann Schaden entstehen. So wird es unter Freunden wieder die Zeit und die Geborgenheit finden, die es während dieser Zeit vermißt hat. Ob es sich überhaupt an die Erlebnisse aus der NLZ erinnern mag, die auf jeden Fall für die stolzen Eltern etwas ganz besonderes war, wird auch die Zeit danach zeigen, in der es die Erfinnerungen für sich verarbeitet.


    Mir sind da so seltsame Fälle in der Erinnerung, dass Jungs sehr früh vom Elternhaus in den Fussball geschickt wurden, zwar später erfolgreiche Spieler wurden, aber aus der NLZ nichts mehr wissen (wollen)! Aber es gibt auch Fälle, in denen sie als Erwachsene sagten, dass es rückblickend eine schöne Zeit gewesen sei, jedoch doch eben auch nicht mehr wie ein Lebensabschnitt, dem ein anderer ebenso schöner gefolgt sei.


    Dann gibts da noch die Typen, die fast nur die negativen Erlebnisse aus der NLZ-Zeit erzählen. Da gibt`s dann eine "Lücke im Lebenslauf", weil man sich fragt, wie es denn weitergehen konnte. Aber irgendwann haben sie den Dreh gekriegt und sind noch stärker wieder zurück gekommen und haben die, die sich von Anfang an für den Erfolg gequält haben, mit einer gewissen Lockerheit und Leichtigkeit überholt.


    Träumen muß erlaubt sein, aber der regelmäßige Blick auf die Realität kann nicht schaden. Wenn Eltern für ihr Kind das Beste wollen, werden sie meistens richtig entscheiden oder rechtzeitig korrigeren. Nur, wenn sie sich den Zielen Dritter in einer stark nach Leistung ausgeprägten Gesellschaft allzusehr verschreiben, kann der Druck auf das Kind irgendwann zu groß werden. Denn es ist nicht dein, sondern die Zukunft und Gesundheit des Leben deines Kindes, was du dann aufs Spiel setzt!

  • Ich finde das Thema sehr interessant und möchte mit einem mir bekannten Fall dazu beitragen.
    Zwei Spieler aus einem kleinen Dorf, die sehr unterschiedliche Weg beschritten.
    Spieler A wechselte mit 10 Jahren in ein NLZ, spielte dort alle Nachwuchsmannschaften durch. Vom Elternhaus und dem Spieler selbst wurde ein riesiger Aufwand betrieben, Freunde und andere Hobbies standen zurück. Letztlich schaffte er den Sprung in die Profimannschaft nicht. Fortan spielte er mal hier und mal da, mal 5. Liga, mal 6. Liga. Beruflich machte er mal dies und mal das. Nach einigen Jahren spielte er dann wieder mit Spieler B zusammen. Der war über viele Jahre seinem Dorfverein treu geblieben, hatte einen riesigen Freundeskreis, diverse Hobbies, eine vernünftige Ausbildung und danach eine gut bezahlte Stelle gefunden. Nun spielten also A und B wieder zusammen. Zwar war A der Führungsspieler der Mannschaft und B nur ein Spieler von vielen, aber sie spielten in einer Mannschaft. In einer ruhigen Stunde meinte B dann mal zu A: "A, du hast alles richtig gemacht."

  • @holzi
    Danke für Dein interessantes Posting. Und ja, auch ich finde, dass Ihr als Eltern das sehr vorbildlich gemacht habt (Druck wegnehmen). Ich drücke Euch und vor allem Eurem Sohn die Daumen, dass er weiterhin viel Spaß am Fussball hat.


    @all
    Oben werden mehrere Beispiele gegeben, wo ein Spieler ins NLZ wechselt, es dann nicht zum Profi schafft und dann ohne Ausbildung und ohne Freunde dasteht. Ist das ein Automatismus, wegen dem man eigentlich nicht ins NLZ wechseln sollte? Oder ist das nicht eher ein deutlicher Hinweis darauf, dass man auch als NLZ-Spieler die schulische/berufliche Ausbildung nicht vernachlässigen sollte?


    Viele Grüße
    Oliver

  • @Don


    Ein Automatischmus gibt ganz gewiss nicht! Denn Eltern tragen immer die Verantwortung für ihre Kinder.


    Aber du hast neben der Schule/Beruf noch die Familie und die Freunde vergessen.


    Beim DFB ist man mehrheitlich zur Erkenntnis gelangt, dass ein Wechsel in ein NLZ am besten ab der C-Jugend erfolgen sollte. Denn davor ist genügend Zeit für regelmäßige Kontakte mit den Freunden in der häuslichen Umgebung zur sozialen Entwicklung wichtiger. Ferner möchte man mit den NLZ kooperieren, statt in Konkurrenz zu treten.


    Die regelmäßigen Gespräche in den NLZ sollen dazu genutzt werden, um ein möglichst vollständiges Bild des Kindes zu erfassen. Natürlich ist das keine einfache Aufgabe, denn hierzu müssen beide Parteien ergebnisoffen in die Gespräche gehen. Nicht umsonst hassen die meisten Pädagogen den Elternsprechtag! Ging es früher um erzieherische Themen, so wird heutzutage schon mal mit dem Anwalt gedroht, um mit Nachdruck die unbedingt benötigte Punktzahl zur Erreichung des NC fürs Studium zu erlangen.


    Nur durch beiderseitige Bereitschaft besteht eine gute Chance rechtzeitig abzuwägen, ob der aktuelle Weg richtig ist oder einer Korrektur bedarf.

  • Rückblickend kann ich als Vater eines jungen Fussballers sagen, dass ich auch im Nachhinein nicht weiss, was richtig war

    Das ist ein vorweggenommenes Schlusswort dieses Threads. Ich glaube auch, dass jeder Werdegang individuell ist und man daher auch immer individuell entscheiden muss. Dennoch finde ich es lehrreich, über die Werdegänge zu lesen, um eventuelle Muster/Regelmäßigkeiten zu erkennen.


    Aber du hast neben der Schule/Beruf noch die Familie und die Freunde vergessen

    Der Zeitaufwand für leistungsorientierten Sport bringt es mit sich, dass weniger Zeit für Familie/Freunde bleibt, das liegt auf der Hand. Das ist nicht schwarz-weiss, d.h. es ist nicht so, dass gar keine Zeit mehr bleibt, aber es ist weniger, ganz klar.

    Beim DFB ist man mehrheitlich zur Erkenntnis gelangt, dass ein Wechsel in ein NLZ am besten ab der C-Jugend erfolgen sollte.

    Aus unseren bisherigen Diskussionen zum Thema ist mir klar, dass das Deine Meinung ist. Aber weil Du es als DFB-Lehre ausgibst: Wo steht das? Und meint der Satz "frühestens erst ab" oder "spätestens bis zur C"?

    Ferner möchte man mit den NLZ kooperieren, statt in Konkurrenz zu treten.

    Die NLZs sind doch als Teil der e.V.s mit im DFB organisiert. Wer ist also "man"?


    Den Teil mit dem NC lasse ich mal so stehen, der ist m.E. zu weit Off Topic.


    Viele Grüße
    Oliver