Beiträge von d-rose1

    Wir spielen in der Regel 1:5. Haben wir aber mal 1:6 gespielt wählen wir immer 2:3:1. Wichtig ist, dass du eine Lösung hast, wenn der gegner einen Stürmer stellt, der immer im Zentrum bleibt. Wir haben ihn wenn er tief steht mit dem TW markiert(der muss dafür natürlich mutig sein. Wir haben einen Spieler, der immer sofort ins Tor zurück lief, wenn wir den Ball verloren hatten. So ist das natürlich keine Lösung), wenn er mit gegen den Ball spielt, übernimmt ihn der VT der näher dran steht oder eben ballfern ist. Das kann man beides mit Hütchen recht einfach erklären und dann im Spiel reincoachen

    Du kannst das schon auswerten, Frage sollte dabei sein: "Was hast du gelernt aus dem Spiel?" "Der TW hat einen Fehler gemacht" ist dann keine Antwortalternative auf diese Frage. Eher könnte man die Spieler dann in die Richtung lenken, wo du die Fehler vermutest.
    Wir hatten neulich auch ein Spiel gegen einen höheren Jahrgang, dass knapp verloren ging. Daraus haben die Jungs einiges mitgenommen(z.B. haben sie viele Gegner bereits durch einen guten ersten Kontakt überspielen können und haben gemerkt, dass sie nicht langsamer sind als die größeren Gegenspieler..)

    Ich würde das eher als Kompliment auffassen...

    Ich gucke mir nach dem Wochenende auch alle Ergebnisse im Verein an.

    Sollte da was überraschendes in die eine oder andere Richtung bei sein, frag ich auch mal nach. Mich interessiert die Arbeit der Kollegen.

    Das selbe bei mir und im Verein in alle Richtungen. Bekommt man eine Mütze, gewinnt man deutlich wird nachgefragt was los war. Gab es besondere Vorkommnisse wird nachgefragt. Finde ich auch gut so, ich will nicht nur wissen was in meiner Mannschaft los ist, dazu kommen in Gesprächen über Spiele häufig auch neue Erkenntnisse auf und es hilft alles nochmal anders einzuordnen..


    Allerdings finde ich den Weg des Handys blöd, lieber von Angesicht zu Angesicht durchsprechen..

    Wieso nicht einfach die Tore einrücken und 8:8 spielen? Da kannst du dir ein schönes breites/enges Feld bauen, je nach Spielidee/Trainingsstand und du spielst wenigstens nicht in Unterzahl. Vorher mit dem Gegner abstimmen un das sollte doch dann kein Thema sein..

    Wenn ich mir vorstelle, ich bereite ein Testspiel vor und der Gegner erzählt mir beim ankommen "du, ich hab übrigens nur 8 Spieler und spiele mit 3 weniger", würde ich das Spiel innerlich schon abhaken, denn das hat doch für beide keinen Mehrwert..

    Ich denke es kommt auch auf de Rahmen an: Kunstrasen ist bei solchen Temperaturen schonmal deutlich ekliger als Naturrasen. Dazu kommt der Wind als wichtiger Faktor: Mit wird es angenehm, ohne unerträglich warm.

    Dazu noch die Frage nach Schatten für die Pausen. Bieten Bäume diesen nicht, kann man ja Zelte aufstellen(wenn vorhanden) und diese den Spielern zur Verfügung stellen.

    In meinem Verein gibt es durchaus auch Überschneidungen zwischen Stützpunkt und Verein. Dabei ist auffällig, dass die Selektionskriterien durchaus unterschiedlich sind: Kinder, die bei uns als Leistungsträger gelten, werden im Stützpunkt aussortiert, während andere bleiben dürfen, die bei uns als Wackelkandidaten gelten.

    Das ist ebenfalls normal: Jeder Trainer achtet auf andere Kriterien. Deshalb ist deine Tochter wahrscheinlich auch gar kein Einzelfall, der vom NLZ gesichtet und gleichzeitig im Stützpunkt aussortiert wird.

    Im Fußball gibt es Auf- und Abstieg. Macht der das Spiel besser? Macht der die Saison spannender?


    USA Basketball (NBA): kein Auf- und Abstieg

    USA Football (NFL): kein Auf- und Abstieg

    Deutschland Eishockey Liga (DEL): Auf- und Abstieg wird wieder eingeführt (der größte Erfolg wurde mit der Silbermedaille 2018 erreicht - ohne Auf- und Abstieg)

    Das Spiel besser vermutlich nicht unbedingt, schließlich sehen wir ja immer mal wieder Bundesligisten, die gar nicht versuchen Fußball zu spielen, um irgendwie Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.

    Allerdings macht es das ganze in jedem Fall deutlich spannender, weil so viel an einem Abstieg dranhängt. In der NBA gibt es Team, die seit 3-4 Jahren schlechte Verpflichtungen tätigen und dadurch zum Bodensatz der Liga gehören und viel verlieren. Bei uns würde sowas sofort bestraft werden durch 1-2 Abstiege.


    Allerdings haben diese abgeschossenen Systeme den Vorteil, dass dort ein Salary Cap einführbar ist oder auch ein Draft. Mit Auf- und Abstieg ist sowas nicht möglich..

    Oha, das ist krass. Bei uns spielt die erste auch Regionalliga, weshalb unterhalb immer mal wieder der Sparstift angesetzt werden soll. Bislang wird sich aber erfolgreich gewehrt. Einziges Problem ist bei uns auch der Platz, das ist schon manchmal verdammt eng alles auf der Anlage..

    Ansonsten kann man aber eher nicht meckern Umfangreiche Ausstattung der Trainer(Shirt, Trainingsjacke, Pullover, Winterjacke), Aufwandentschädigung(wenn auch nicht die höchste im Kreis) und viele Materialien.


    Nun auch mal On-Topic von mir: Ich fand es bei meiner Tätigkeit immer enorm wichtig, auch außerhalb meiner Mannschaft im Verein zu schwimmen. Heißt, wenn ich zum Training komme, freue ich mich auch daraf die anderen Trainer zu treffen und mich mit denen auszutauchen, bestenfalls spielt man am Wochenende ja zur gleichen Zeit heim und bekommt somit auch mit, was bei den anderen so läuft. Ich denke also, bestehende Trainer hält man dann, wenn sich diese wohlfühlen und dazu gehören neben materiellen Dingen vor allem auch soziale Aspekte, wie etwa Trainerabende, Weihnachtsfeiern etc..
    In meinem alten Verein sind wir immer mal wieder als Trainer kicken gegangen, das hat auch immer Laune gemacht und dazu geführt, dass man sich im Trainerteam besser kennenlernt.

    Das ist generell mal was für den Frustabbauthread: Ich finde es verrückt, wie manche Eltern uns als Trainer wahrnehmen. Auf dem Elternabend und in direkten Gesprächen wird immer nett genickt und mir zugestimmt, wenn ich erkläre, dass Rotation und ein Spielaufbau von hinten heraus durch Dribblings/flache Bälle unsere Wahl für die Ausbildung der Jungs sind, aber wenn ich mit einigen Eltern spreche kommt immer durch, dass 3-4 Eltern am Spieltag massiv unzufrieden mit einzelnen Aufstellungen und Wechseln sind.


    Dazu diese Fixierung aufs eigene Kind bei einigen: Da erklärt mir eine Mutter doch vor einem Monat, dass ihr Kind in einem Spiel zu wenig gespielt hätte(was im übrigen auch nicht stimmte) und letzte Woche fragt sie mich warum ein anderer Spieler genau so viel spielt wie andere, er wäre doch so viel schlechter..
    Es gibt Tage, da frage ich mich ernsthaft, ob wir noch die Kinder erziehen/ausbilden oder doch eher die Eltern..

    Auch wir (E1) versuchen im Training und definitiv auch im Spiel einen kontrollierten Spielaufbau von hinten zu etablieren.


    Aber: Ich habe in den letzten 18 Monaten 3 Bundesligaspiele besucht. In allen drei Spielen haben 5 von 6 Mannschaften ihr Spiel auf lange Abschläge des Torwarts aufgebaut- Nicht schön, aber es war so. Meine Frage lautet deshalb: Überfordern wir die Kinder nicht, wenn wir in allen Spielsituationen einen kontrollierten Spielaufbau von hinten einfordern?

    Der Bundesligavergleich hinkt etwas, die Teams schlagen den Ball ja nicht planlos nach vorne, sondern suchen ja schon ihren Zielspieler. Und außer Hannover sind alle Teams, die ich diese Saison gesehen habe, schon in der Lage auch kurz zu eröffnen und sich in die gegnerische Hälfte zu spielen.


    Ich sehe es so, dass mein Tormann(der ja eh immer wechselt) auch als Fußballer ausgebildet werden soll. Und wenn wir kurz eröffnen habe wir in der Regel eine Überzahlsituation, da unser Torwart anspielbar ist, der gegnerische Torwart aber keinen Gegenspieler übernehmen kann. Nun ist es unsere Aufgabe/unser Ziel, den Verteidiger so freizuspielen, dass er mit Tempo andribbeln kann/den Angreifer vor ihm anspielen kann. Dabei hilft uns natürlich die Rückpassregel enorm, weil der Torwart sich auf einen ungenauen Pass, wie sie in dem Alter ja durchaus normal sind, draufschmeißen kann und uns somit eine neue Chance gibt das Spiel zu eröffnen.

    Nimm dem/den störenden Abschlussspielzeit weg: Bei uns gibt es erst eine Ermhnung und danach eine "gelbe Karte" - bedeutet zwischen 2 und 5 Minuten weniger Abschlussspiel für denjenigen. Als Steigerung gibt es noch die gelb-rote, da darf ich bei Abschlussspiel nur noch zuschauen.


    Zusätzlich rate ich dir zu mehr Spielformen, da sollten die Jungs auch anders motiviert sein und besser durchhalten.

    Tränen sind okay, besonders in dem Alter. Was nicht geht sind Schuldzuweisungen. Wenn bei mir ein Kind damit anfängt, darf es mit dem Mannschaftsleiter für 1 Minute aus der Kabine hinaus gehen, um sich zu beruhigen. Mittlerweile haben wir sowas quasi gar nicht mehr..

    Auch in diesem Punkt muss ich mal wieder eine Sonderbehandlung für G-Jugendtrainer fordern. "Was machst du da?" ist in der G manchmal eine sehr berechtigte Frage. ;)


    Die Frage kann schon berechtigt sein, aber nicht auf das Feld geschrien, während das Spiel noch läuft.

    Wenn man den Spieler während des Spiels zur Seite nimmt und in ruhigem Ton fragt, was der Spieler für eine Idee hatte, sieht die Sache schon ganz anders aus..

    Verrückt wird es halt, wenn der Trainer nicht mal sinnvolle Sachen reinbrüllt. Bei unserem heutigen Turnier habe ich wieder enorm oft Sachen wie "Was machst du da?", "Was soll das?" oder "Das kann doch nicht wahr sein, dass du .. machst" gehört.

    Ich finde Coaching im Spiel sehr wichtig, in jeder Altersklasse, aber es sollte eben immer möglichst unaufgeregt und hilfreich sein, sprich eine andere Handlungsoption/Alternative muss schon aufgezeigt werden.

    Für was sichtet ihr denn?
    Ich würde an mindestens 2 Stationen Spielformen anbieten(1 Funino, 1 etwas anderes).

    Dazu noch eine Station, wo ein Parcours durchlaufen werden muss, ohne und mit Ball.

    Die Diskussion erscheint mir gerade schwarz-weiß:

    Die eine Seite schreibt alle positiven Entwicklungen in der eigenen Mannschaft Funino zu, die andere lehnt es ab, weil es ein weiteres Selektionswerkzeug sein könnte.

    Dennoch will ich auch meine bescheidene Meinung dazu in den Ring werfen:

    Ich habe im Oktober einem Vortrag von Herrn Lochmann bei einem Bundesliga-NLZ beiwohnen dürfen. Dabei blieb bei mir besonders folgendes Argument für die Einführung von Funino als Regelspielbetrieb hängen: Gerade trainieren viele KiFu-Trainer das, was im Wettkampf gefordert wird. Würde man also Funino spielen, würden auch die Trainer ihr Training ändern und mehr wert legen auf Aspekte wie Handlungsschnelligkeit und Beidfüssigkeit. In diesem Argument stimme ich komplett überein.

    Dennoch würde ich mich nicht denen anschließen, die das 4:1/5:1 auf Jugendtor verteufeln: Das Kinder dadurch nur lange Bälle schlagen lernen liegt ja primär am Coaching der Trainer und nicht an der Spielform. Diese gibt auch die Möglichkeiten durch Handlungsschnelligkeit, Beidfüssigkeit etc zum Erfolg zu kommen. Insofern denke ich, dass ab der U9 beide Spielformen gut koexistieren könnten: Also ein Regelspielbetrieb im 4:1/5:1 und ergänzend dazu Funino-Turniere.

    Wie lange spielt er denn schon Fußball im Verein?
    Das Umfeld bei Spielen ist für Kinder schon etwas besonderes: Im Training schauen nur die Mitspieler, der Trainer und einige wenige Eltern zu. Im Spiel hingegen sind Eltern/Großeltern der eigenen Mannschaft+der gegnerischen Mannschaft anwesend. Dadurch ergibt sich ein Umfeld, was viele neue Spieler erstmal überfordert..

    Ich habe auch noch 2 2 vs 1-Varianten, die ich gerne hab spielen lassen:
    (1) ebenfalls 3 Reihen vor dem Tor: Aus der mittleren Reihe startet ein Spieler mit Ball, er dribbelt an und schließt ab, dabei erlaube ich ihm auch einen Nachschuss, auf mein Kommando starten dann je ein Spieler von rechts und links, wobei der rechte einen Ball hat. Die beiden spielen 2 vs 1. Erobert der VT den Ball, hat er als Kontertor die Linie, auf der die 3 Reihen stehen.

    (2) 2 Tore mit je einem TW(wechselt natürlich immer mal wieder): Neben dem einen Tor 1 Spieler, neben dem anderen 2, alle 3 mit Ball. Der 1 Spieler startet und schließt auf das ggü.-liegende Tor ab, sofort danach bekommt er einen Ball von einem der beiden Spieler neben dem Tor als Pass zugespielt(wer das ist, habe ich vorher festgelegt). Den Pass schießt Spieler 1 mit 1-2Kontakten aufs Tor. Sobald er geschoßen hat, dribbelt Spieler 3 mit seinem Ball ins Feld und greift gemeinsam mit Spieler 2 auf das andere Tor an. Spieler 1 ist jetzt Verteidiger, der bei Balleroberung einen 3. Abschluss erspielen kann.