Vereinswechsel ja oder nein?

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  • Hallo liebe Trainerkollegen,


    ich habe mir bereits einige Beiträge durchgelesen und mich anschließend hier angemeldet, da ich hoffe hier Tipps für die Beantwortung meiner Frage zu bekommen


    Zur Situation:
    Ich bin jetzt in meiner dritten Saison als Jugendtrainer tätig. Seit zwei Jahren trainiere ich sowohl die F-, als auch die D-Junioren in meinem Verein.
    Wir sind ein Verein, in dem es mehr um den Spaß als um Erfolge geht. Das fand ich als ich noch Spieler war zum einen ganz gut, zum anderen habe ich aber gemerkt, dass mich das nicht voran gebracht hat. Aus diesem Grund möchte ich das als Trainer ändern und meine Spieler fördern, weshalb ich auch dabei bin meine Trainerlizenz zu machen um mir wertvolle Tipps zu holen. Aber bereits hierbei entstehen Probleme zwischen mir und dem Verein. Der Vorstand spricht immer davon, ihm läge es am Herzen, dass wir Trainer Lehrgänge besuchen und ich bin der einzige, der dies in Anspruch nimmt.
    Ich weiß nicht ob meine Ansprüche da jetzt zu hoch sind aber eigentlich erwarte ich dann, dass ich mit dem Besuch der Lehrgänge meinen Wert für die Jugendabteilung steiger und dementsprechend auch bei meiner D-Jugend, die ich seit gut einem Jahr als Co-Trainer betreue, zumindest als gleichberechtigter Trainer eingesetzt werde. Die fordern seit Monaten Spieler und Eltern bei unserer Jugendleitung ein. Allerdings würde dies unser Jugendleiter nie machen, da mein Kollege in dessen Firma arbeitet und er ein schlechtes Klima fürchtet.
    Ich hatte Anfang 2013/2014 den damals älteren D-Junioren Jahrgang trainiert, allerdings wurde dieser nach Streitigkeiten zwischen meinem damaligen Kollegen und dem Jugendleiter aufgelöst und mein Kollege, mit dem ich mich sehr gut verstanden hatte sportlich und charakterlich, vom Hofe gejagt. Da ich weiterhin in der D-Jugend tätig sein wollte übernahm ich den posten bei meiner jetzigen Mannschaft.
    Dort kämpfe ich seit dem ersten Tag an um sportliche Ziele und schaffe es nur schwer diese einzuführen. Dass wir um den Aufstieg spielen war ein großer Kampf zwischen Cheftrainer und mir. Den Aufstieg haben wir erreicht und seitens der Jugendleitung kam weder eine zur Kenntnisnahme noch ein "Herzlichen Glückwunsch". Das hat mich sehr verärgert.
    Also wie ihr jetzt vielleicht rauslesen konntet liegen meine Ziele und die des Vereins und meiner direkten Kollegen weit auseinander. Dazu kommt, dass unser Jugendleiter Ende der Saison aufhören wird, es aber noch keinen potentiellen Nachfolger gibt.Viele offene Fragen und keine Antworten in Sicht.


    Ich habe bereits zwei Anfragen anderer Vereine für einen Wechsel erhalten. Dem einen Verein habe ich sofort abgesagt, da zum damaligen Zeitpunkt ein Wechsel nicht in Frage kam und ich mich mit dem Verein nicht identifizieren könnte. Die andere Anfrage kommt von meinem ehemaligen Kollegen, mit dem ich sehr gut zusammengearbeitet hatte. Er ist inzwischen wieder als Trainer tätig und würde mich gerne dazuholen. Mit dem Verein könnte ich mich auch sehr gut identifizieren.


    Welche weiteren Schritte würdet ihr mir raten?
    Erstmal mit Vorstand meines bisherigen Vereins reden, wie es weitergehen soll?
    Parallel dazu vielleicht schon mit Jugendleitung und potentiellem neuen alten Kollegen planerische Gespräche führen für den Fall eines Wechsel?


    Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen, da ich mich mit einer Entscheidung nach 14 jähriger Vereinsangehörigkeit und vielen Freundschaften natürlich sehr schwer tue.
    Ich freue mich auf eure Antworten :)

  • Hallo Coach95,


    ein Trainer wie du ist wohl der Traum jedes Jugendleiters.
    Fortbildung wird besucht, großes Engagement mit Training von 2 Teams.
    Vorausgesetzt du kannst auch noch vernünftig Fußball spielen und hast deine Teams im Griff.


    Zunächst würde ich unabhängig vom Verein mich selbst fragen was mir wichtig ist und ich möchte.
    --Fußball bei dem alle mit dabei sind, egal ob 4 oder 6 Platz oder doch eher die erfolgsorientierte Variante
    mit Zusatztrainings vielen Spielen, extra Turnieren usw.


    Dann würde ich mal unabhängig von deiner Vereinszugehörigkeit hinterfragen bei welchem Club ich derzeit bin und wie der Verein bzw. die Fußballabteilung aufgestellt ist.
    Eher so mit Ach und Krach alle Jugenden besetzt und Hauptsache ne Mannschaft gemeldet oder doch Erfolg in den meisten Jugenden.
    Wie ist die Situation in den anderen Jugenden? Freizeit oder eher Leistungsorientiert?


    Dann unabhängig vom neuen Jugendleiter schauen ob es zueinander passt?
    Aber deinem Beitrag zu entnehmen und deinem Engagement und Wille zur Fortbildung wohl eher die leistungsorientierte Variante.
    Falls nicht rechtzeitig bei Clubs informieren die Deinem Anspruch entsprechen. Da wird es vielleicht nicht gleich möglich sein als Chefcoach zu starten, aber an der Seite eines erfahrenen Trainers mit Lizenz kann man viel lernen und sich im neuen Club beweisen.
    Ein guter Verein hat vielleicht auch getrennte Jahrgänge und warum nicht mit einer jüngeren 2er Mannschaft starten. Viel Erfolg .

  • Hallo Caipi1893,


    Vielen Dank für die schnelle Antwort, die mir weitere Anregungen gegeben hat.


    Ich bin nieman, der nur auf Erfolg gehen will, da ich es auch nicht anders kenne. Allerdings bin ich au nicht komplett anspruchslos. Ich will die Zeit und Arbeit die ich aber auch die Mannschaft investiert so erfolgreich wie möglich nutzen und auch durchaus um Meisterschaft oder Aufstieg mitspielen.
    Beu uns im Verein stehen alle Jugenden für unsren Verein ausnahmsweise erstaunlich gut da, trotz der aktuellen Turbulenzen. Das Zeigt, dass es durchaus Potential gibt, das allerdings nicht ausgenutzt wird, das es überhaupt keine Ansprüche gibt. Auch dafür kämpfe ich seut ca. Einem Jahr, wie auch für eine gemeinsame Philosophie. Allerdings hat man das Gefühl sowohl bei Jugendleitung, als auch bwi anderen Trainern gegen dicke Wände zu rennen. Liegt vielleicht auch mit daran, dass viele der Trainer noch am liebsten mit Libero spielen würden.
    Mit einer Tätigkeit wie bisher auch als Co-Trainer hätte ich kein Problem, wenn ich weiß, dass der "Chef" von der Philosophie her auf Augenhöhe ist und einfach viek mehr Erfahrung hat. Von dieser kann ich mit 19 Jahren ja nur profitieren, wenn ich eugene Ideen mit einbringen kann.
    Genau diese Möglichkeiten hätte ich wenn ich mit meinem ehemaligen Kollegen wieder zusammenarbeiten würde. Dazu müsste ich natürlich zunächst in Gesprächen mit ihm und dem dortigen Jugendleiter mehr über die Gegebenheiten der Jugendabteilung in dem Verein erfahren zu können.
    Hoffnung auf schnelle Besserung in meinem aktuellen Vereine habe ich nur noch ganz kleine, da ich die Stagnation wenn nicht gar Rückentwicklung in den letzten Jahren genau beobachtet habe und leider nicht verhindern konnte.

  • Hallo coach1995,


    ich sehe bei Dir folgende Möglichkeiten:

    • Alles bleibt, wie es ist.
    • Du wechselt vereinsintern in eine andere Mannschaft als Co, wo Du Dich mit dem Haupttrainer besser identifiziert.
    • Du übernimmst im Verein eine andere Mannschaft als Haupttrainer.
    • Du wechselst in den anderen Verein zu Deinem ehemaligen Kollegen.
    • Du suchst Dir noch einen anderen Verein und steigst dort als Co. oder Haupttrainer ein.

    Zu 1.: Scheint mir keine gute Lösung zu sein. Wenn Du mit dem Haupttrainer ständig kämpfst, ist das auf Dauer zu aufreibend. Und zu hoffen, dass sich mit einem neuen Jugendleiter die Situation grundsätzlich ändert und Du in jedem Fall "befördert" wirst, ist sehr optimistisch. Und wenn man gleichberechtigt, aber unterschiedlicher Meinung ist, geht das sowieso nicht gut.
    Zu 2.: Könnte eine gute Lösung sein. Sprich mit dem Jugendleiter, was da möglich ist.
    Zu 3.: Ähnlich wie 2., aber schwieriger. Du hast noch eine F. Dann noch eine weitere Truppe hauptamtlich zu übernehmen, ist sehr anspruchsvoll, zumal Du erst 19 bist. Da würde ich eher abraten.
    Zu 4.: Da Du mit dem anderen Trainer gut auskommst und Dich scheinbar mit dem anderen Verein gut identifizieren kannst, ist das eine ernsthafte Alternative. Was machst Du mit der F? Bist Du da auch nur Co oder Haupttrainer. Willst Du die weiter betreuen?
    Zu 5.: Hängt stark vom jeweiligen Verein, dem Jugendleiter und der betreffenden Mannschaft ab.


    Fazit: Probier 2., wenn das nicht geht, dann 4. und ggfs. 5.

  • Hallo maitre999,


    danke für deine Vorschläge.
    Möglichkeit 2 gestaltet sich sehr schwierig, da die Mannschaften die in Frage kommen würden bereits einen großen Trainerstab haben und die jeweiligen Cheftrainer kein bisschen die Art Fußball spielen lassen, wie ich es gerne mache.


    Zu 4 und 5) Bei der F sind wir drei gleichgestellte Trainer. Die mache ich zusammen mit meinem ehemaligen Trainer und meinem Vater. Die Zusammenarbeit klappt gut, allerdings schleppe ich mich diese Saison dort nur durch, da es keinen echten Spielbetrieb bei uns im Bezirk gibt. Wenn ich einen Vereinswechsel anstrebe, dann komplett. Heißt ich würde bei beiden Mannschaften aufhören und alle anderen Ämter im Verein aufgeben und mich komplett auf meine neue Aufgabe im neuen Verein konzentrieren. Auch würde ich nicht wieder bei einer so jungen Mannschaft einsteigen, da dies eher nicht meine Wellenlänge ist. Ich denke ab zweiten Jahr E-Jugend ist so das jüngste, wo ich einsteigen könnte.
    Da ich noch in der Ausbildung bin muss ich natürlich nach einem Wohnort nahem Verein suchen und da gibt es zu bereits erwähntem Verein kaum bis gar keine Alternative, weshalb dieser mein momentaner Plan ist für den Fall, dass es bei mir im Verein keine Besserungen geben wird.

  • Hallo,


    zunächst sehe ich bei dir zwei Themen:
    1. Du und dein Heimatverein
    2. Du und dein ideale Vision vom Trainerdasein


    zu 1.) hier wirst du keine Change haben alles im Alleingang so zu formen wie du es haben möchtest. Selbst falls du selbst JL würdest, hättest du mit der bestehenden Trainerschaft kein leichtes Spiel, aber dafür bist du wohl zu jung?!
    Warten könntest du höchstens ob mit neuer JL alles besser wird. Aber selbst wenn ein Reformer in deinem Sinne JL würde, könnte es lange bis nie dauern, bis sich Entscheidendes ändert.

    Zitat

    zu 2.) das mit deinem ehemaligen Kollegen hört sich zunächst mal ganz gut an. Da weißt du dass ihr an einem Strang zieht und wenn der Verein wirklich so ist wie du es vermutest, wäre das doch viel mehr "Dein Ding" oder?


    Ich würde mich aber nicht auf´s "Vermuten" verlassen, sondern deinen ehem. Kollegen besuchen, mit ihm reden, mir die Truppe, den Verein und das Training angucken. Ist alles so wie du es o.k. findest?
    Parallel hindert dich doch nicht´s mal bei der Vereinsführung deines jetzigen Vereins zu fragen wie´s weitergeht.
    Mit deinem nun präziseren Überblick triffst du bestimmt die richtige Entscheidung.


    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die du siehst, eine die ich sehe und eine die wir beide nicht sehen.

  • Hallo open-minded,


    Zu 1)
    Das ist richtig. Mein aktueller Verein ist mein Heimatverein zu dem natürlich auch eine enge Verbundenheit besteht. Das Thema JL kommt für mich derzeit nicht in Frage, da ich der Meinung bin, dass ein Jugendleiter nur schwer auch ein oder gar mehrere Mannschaften trainieren kann und mein Trainerdasein möchte ich natürlich nicht aufgeben.
    Alleine kann man eine ganze Abteilung nicht ändern das ist klar und um dies im Verbund mit mehreren zu meistern fehlen eben die Unterstützer. Die Kandidaten, die Gerüchten zur Folge mögliche Nachfolger werden könnten, würden meiner Meinung nach eher alles noch viel komplizierter.


    Zu 2)
    Bevor ich mich für einen Wechsel entscheide, würde ich natürlich zunächst mit meinem ehemaligen Kollegen sprechen zwecks Vorstellung wie genau die Zusammenarbeit diesmal aussehen soll und wie die Aufgabenverteilung wäre. Da würde ich bereits sogar ein wenig mehr ins Detail gehen, um auf der ganz sicheren Seite zu sein. Zusätzlich ist natürlich ein Gespräch mit dem dortigen Jugendleitung nötig um einen Einblick in die Jugendarbeit zu bekommen.
    Hast du/bzw. habt ihr hierfür vielleicht ein paar zentrale Punkte, die für ein solches Gespräch wichtig wären.
    Meine Gedanken waren bisher:
    -Ziele und Strategie des Vereins (Jugendarbeit so gestalten, dass Spieler für die Aktiven ausgebildet werden)
    - Trainerausbildung ( Wie geht es mit meiner eigenen Trainerlizenz weiter und wie steht es um die Kollegen)
    - Equipment (Spieler/Trainer)

  • coach
    Deine Situation kommt mir irgendwie bekannt vor. Okay, nicht das mit den 19 Jahren -). Sehr wohl aber das mit den Ansprüchen und den Gesprächen. Bin gerade mitten drin in diesem Prozess. Mein erster Tipp: Bleibe authentisch. Nicht versuchen, dem Gegenüber zu gefallen und Zugeständnisse machen, die nicht Deiner inneren Einstellung entsprechen. Ich unterscheide im Jugendbereich immer nach Individual- und Mannschaftstrainer. Da gibt es ( hoffentlich ) auch Schnittbereiche, aber vom Grundsatz kommt es so hin. Es gibt dabei auch nicht gut oder schlecht, aber man sollte sich vor der Übernahme eines Amtes schon sicher sein, in welchem Bereich man seine Stärken hat. Individualtrainer sollten sich in der Altersklasse Minis bis D aufhalten. Mannschaftstrainer D bis A. Nach dem bisher Geschriebenen, Auf- und Abstieg, Erfolge haben wollen ( wie gesagt: Ist überhaupt nichts Negatives an diesen Zielen ) bist Du glaube ich eher der Typ des Mannschaftstrainers.
    Finde es erfrischend offen, dass Du aus Deinen Ambitionen keinen Hehl machst. Ich denke daher, dass ein Vereinswechsel vermutlich die richtige Option für Dich sein wird. Was ich Dir jedoch noch viel dringender empfehlen möchte: Besuche Fortbildungen. In jedem Fußballkreis werden die angeboten und man wird nicht blöder dadurch. Und als Zweites: Suche in der Umgebung nach einem Verein, der ab C höherklassige Fußballmannschaften hat. Sprich dort vor und frage, ob Du hospitieren kannst. Einfach mal erfahrenen Kollegen über die Schulter gucken. Somit stellst Du Dir selber ein größeres Fundament zur Entscheidungsfindung auf. Du bist noch jung und es läuft Dir ja nichts weg. Treffe keine Entscheidung nur aus dem Bauch und momentanem Frust heraus.


    Wünsche Dir ein glückliches Händchen bei der Entscheidung.

  • Beim Durchlesen deiner Beiträge, coach1995, kamen mir ähnliche Gedanken wie Steini: ich würde dir aktuell empfehlen, keine Mannschaft unterhalb einer C-Jugend zu trainieren. Der Kinder- und untere Jugendbereich passen, so meine Einschätzung, nicht zu deinen Ambitionen. Und mache die Fortbildungen, wobei ich dazu raten würde, sehr auf den sozialen Bereich zu achten, also Mannschaftsführung, Umgang mit Jugendlichen, etc. So, wie ich dich einschätze, interessiert dich das Fachliche bereits genug, dich dazu zu motivieren wird kein Problem sein. Vergiss aber nicht, dass du eine Mannschaft, die aus knapp zwanzig Individuen besteht, trainieren wirst. Das klappt nur dann gut, wenn man sich gegenseitig auch 'riechen' kann.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • moin coach


    was mir beim lesen deiner geschichte auch auffällt ist die fehlende anerkennung in deinem verein.
    das kenne ich, vermutlich ist es aber üblich, insbesondere in den jüngeren jahrgängen.
    man macht und tut, feiert erfolge, hält kinder und eltern bei der stange, ist zuverlässig und sportlich korrekt.
    auch bei den kollegen in den anderen vereinen hast du einen guten ruf (sag ich jetzt mal).
    und in deinem club? fehlanzeige, maximal die A und natürlich die erste herren sind hier wichtig, richtig?


    ich kenne das, dachte auch jahrelang, der nabel des vereins wäre ich, weil ich doch so gute arbeit mache.
    das mag sogar stimmen, rein sportlich sind die teams die ich betreut habe die erfolgreichsten der letzten jahre
    und ich bin der dienstälteste trainer. ob das irgendetwas im verein ändert? nö, aber das ist auch nicht wichtig, meine ich.
    wichtig ist der spass den du hast, der spass den deine jungs bei dir haben, wenn sie was lernen und sportlich glücklich sind und die zufriedenheit der eltern.
    wenn das passt und du auch noch woanders gerne gesehen wirst, kannst du doch zufrieden sein.
    alles andere bedient nur die eitelkeit. (sicher wäre es schön, wenn das clubhaus nach dir benannt wird,
    aber hand aufs herz, wichtig ist aufm platz, oder?)
    es sei denn, du willst damit auch kohle verdienen, das ändert alles!

  • Endlich mal jemand in meinem Alter. :)


    Ich kenne deine Situation, das war bei uns auch lange so, zum Glück hat es sich im letzten Jahr massiv geändert.


    So wie es sich anhört, würde ich dir empfehlen, eine D/C-Jugend alleine zu übernehmen und dort in Ruhe zu arbeiten. Vielleicht kannst du einen Kumpel motivieren mitzumachen, dann ist es noch angenehmer. In den meisten Breitensportvereien laufen unfassbar viele Sturköpfe durch die Gegend, leider haben die immer am meisten zu sagen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man da am ehesten voran kommt, indem man Schritt für Schritt macht.


    Und übrigens: Bei all den Vorschlägen von wegen erfahreneren Kollegen über die Schulter schauen, hospitieren etc. Mach das, aber seh alles kritisch und füge am Ende die besten Sachen die du gesehen hast zu deinen Gedanken dazu. Ich habe eine ganze Menge an "erfahrenen" Trainern gesehen, die eine ganze Menge verzapft haben, die ich so nie im Leben machen würde.

  • coach1995


    Klar kannst du dich mit deinem Vereinsvorstand unterhalten. Aber wundere dich nicht, wenn du doch nur wieder irgendwelche unverbindlichen Kommentare bekommst. Denn würde man deine Bemühungen (z.B. Trainerfortbildung) wirklich ernst nehmen, dann hätte man sich schon lange mit dir unterhalten.


    Weil es "Küngel" und "Seilschaften" nahezu überall gibt, sollte man vor einem möglichen Vereinswechsel umfassende Informationen einholen. Dabei kann es nicht schaden, die von den Verantwortlichen getätigten Aussagen durch die Aussagen von ehemaligen Trainer zu überprüfen.


    Wichtig ist, dass es eine klare Kompetenzübertragung gibt, denn mit der Übernahme der Verantwortung über die Inhalte ist auch eine gute Trainerarbeit zur Förderung der Mannschaft möglich. Wenn es später irgendwann einmal einen Gesprächsbedarf geben sollte, dann weiß man, worüber man sich unterhalten möchte. Im Unterschied dazu gibts bei Klüngel und Seilschaften eher etwas über Personen, statt über sportliche Themen zu besprechen.


    Wenn du dich als Trainer weiterentwickeln möchtest, dann kann ich dir nur empfehlen, auch bei anderen Vereinen hinein zu schnuppern, um weitere Anregungen zu holen und das Gute für dich mitzunehmen! Weil du ja momentan eine Lizenzausbildung mitmachst, sollte es eigentlich gar kein Problem sein, einen Verein zu finden, der deinen Vorstellungen besser entspricht, als das dies in deinem Heimatverein in näherer Zukunft der Fall sein wird.


    PS: Das "der König im eigenen Land" nichts zählt, ist nichts Außergewöhnliches, also gräme dich nicht lang, sondern handele!

  • Vielen Dank für eure Meinungen :)


    Steini


    Ich werde sowohl in den Gesprächen mit meinem aktuellen Verein, als auch mit dem potentiellen neuen Verein meine persönlichen Standpunkte erläutern und dann mit den Verantwortlichen abgleichen. Dass man nie zu 100% übereinkommt ist im Amateurbereich auf Ehrenamtsbasis klar. Allerdings werde ich schon schauen, dass die wichtigsten meiner Punkte abgedeckt sein. Eine Nachfrage an dich habe ich noch. Welche Gesprächspunkte hast du in den Mittelpunkt deiner Gespräche gesetzt?
    Ich befinde mich seit letztem Sommer im Prozess der Trainerausbildung und werde nächsten Monat den nächsten Lehrgang besuchen. Ich sehe diese Lehrgänge als sehr hilfreich, weshalb ich nach diesem Lehrgang weiterhin welche besuchen werde. Ich versuche auch seit einiger Zeit andere Trainerkollegen davon zu überzeugen Lehrgänge zu besuchen. Leider erfolglos.


    tobn


    Mir ist in meiner jetzt über zweijährigen Arbeit mit meiner aktuellen F bereits gemerkt, dass das "Schuhe binden" und erklären warum wir mit dem Fuß und nicht mit der Hand spielen nicht zu mir passt. Auch das ständige Rechenschaft bei den Eltern ablegen passt nicht zu mir.
    Im Vergleich hierzu merke ich in meiner inzwischen über einjährigen Tätigkeit mit den beiden Ds die ich Trainiert habe/trainieren, dass das eine Altersklasse ist, die mehr zu mir passt, da ich wie du und steini gesagt haben mehr ein Trainer bin, der eher die mannschaftlichen Dinge trainiert, als die individuellen. Natürlich darf man dabei nicht die einzelnen Spieler vergessen, allerdings denke ich auch aufgrund der Rückmeldung meiner Spieler und der Eltern, dass ich hier eine ganz gute Mischung gefunden habe. Dass man immer an sich und seinen Methoden arbeiten muss und kann ist klar. Hierbei denke ich, dass auch die Lehrgänge weiterhelfen.


    siebener


    Mir geht es keineswegs um Anerkennung innerhalb meines Vereins. Die ist mir um ehrlich zu sein fast egal. Mir geht es um die Arbeit mit meinen Mannschaften und die Verhältnisse zu meinen Spielern, weil das das wichtigste an unserer Arbeit ist.
    Allerdings will ich ja auch erfolgreiche Arbeit abliefern. Das geht allerdings nur schwer, wenn man durch Sturheit der Jugendleitung und der eigenen Trainerkollegen gehemmt wird. Wenn man Trainingspläne über einen längeren Zeitraum vorlegt, der viel Zeit in Anspruch genommen hat, und man als Antwort nur bekommt "Das geht mit unserer Mannschaft nicht, die sind dafür nicht weit genug bzw. nicht aufmerksam genug", dann frage ich mich doch wie er eine Entwicklung der Mannschaft herbeiführen möchte. Im Gegenzug stellt er aber als Ziel für die Rückrunde (eine Liga höher) den Kampf um die Meisterschaft aus. Das beißt sich doch oder meint ihr nicht?


    Dani2


    In meinem Verein kann ich zur nächsten Saison leider keine D oder C übernehmen, da keine "frei wird". Die C würde ich wenn ich alles belasse würde, nächstes Jahr wie bisher als Co trainieren. Allerdings sehe ich wenn wir die Zusammenarbeit so beibehalten sehr große Explosionsgefahr, da wir sportlich so stehen bleiben werden, die Ansprüche meines Kollegens allerdings so bleiben werden. Er wird bei Niederlagen die Mannschaft niedermachen und ich darf dann wieder versuchen die Mannschaft aufzubauen. Dabei sehe ich ein großes Streitpotential.
    Bei uns wird es nächste Saison nur eine D geben und da ist der verantwortliche Trainer ein richtiger Sturkopf, der nur Rumpelfußball spielen lässt.


    TW-Trainer


    Ich habe bereits auch feststellen müssen, dass man auf Worte von unseren Vorständen, mit denen ich mich eigentlich menschlich sehr gut verstehen, leider nichts geben kann. Viele Versprechen, keine Ergebnisse. Liegt zum Teil bestimmt auch an fehlenden Alternativen, allerdings denke ich, dass ein Vorstand durchaus die Möglichkeit hat positiv auf den JL einzuwirken.
    Klar ist, dass ich mit einigen Trainern vom möglichen neuen Verein über Aussagen der dortigen Verantwortlichen sprechen werde. Mein Vorteil ist, dass ich durch ehemalige Zusammenarbeit oder durch Trainerlehrgänge bereits einige Trainer von dort kenne und mich auch gut mit ihnen verstehe. Ich denke das kann bei der Entscheidung durchaus helfen.
    Ich denke für erfolgreiche Trainerarbeit braucht man ein gut funktionierendes Trainerteam und die nötige Unterstützung durch die Verantwortlichen. Ich weiß nicht, wie es in anderen Vereinen ist, aber ich finde, dass ich nicht unbedingt Aufgabe der Trainer ist sich neben der Tätigkeit auf dem Platz noch um Sponsorensuche, Bestellung der Spielerausrüstung, Bestellung der Trikots verantwortlich sein sollte. Und sollte dies doch der Fall sein sollten die nachfolgenden Arbeitsschritte zuverlässig ausgeführt werden, dass man nicht erst in der dritten Saison Hütchen bekommt und auf alles mehrere Wochen/Monate warten muss

  • Vielen Dank für eure Meinungen :)


    Steini


    Ich werde sowohl in den Gesprächen mit meinem aktuellen Verein, als auch mit dem potentiellen neuen Verein meine persönlichen Standpunkte erläutern und dann mit den Verantwortlichen abgleichen. Dass man nie zu 100% übereinkommt ist im Amateurbereich auf Ehrenamtsbasis klar. Allerdings werde ich schon schauen, dass die wichtigsten meiner Punkte abgedeckt sein. Eine Nachfrage an dich habe ich noch. Welche Gesprächspunkte hast du in den Mittelpunkt deiner Gespräche gesetzt?
    Ich befinde mich seit letztem Sommer im Prozess der Trainerausbildung und werde nächsten Monat den nächsten Lehrgang besuchen. Ich sehe diese Lehrgänge als sehr hilfreich, weshalb ich nach diesem Lehrgang weiterhin welche besuchen werde. Ich versuche auch seit einiger Zeit andere Trainerkollegen davon zu überzeugen Lehrgänge zu besuchen. Leider erfolglos.


    tobn


    Mir ist in meiner jetzt über zweijährigen Arbeit mit meiner aktuellen F bereits gemerkt, dass das "Schuhe binden" und erklären warum wir mit dem Fuß und nicht mit der Hand spielen nicht zu mir passt. Auch das ständige Rechenschaft bei den Eltern ablegen passt nicht zu mir.
    Im Vergleich hierzu merke ich in meiner inzwischen über einjährigen Tätigkeit mit den beiden Ds die ich Trainiert habe/trainieren, dass das eine Altersklasse ist, die mehr zu mir passt, da ich wie du und steini gesagt haben mehr ein Trainer bin, der eher die mannschaftlichen Dinge trainiert, als die individuellen. Natürlich darf man dabei nicht die einzelnen Spieler vergessen, allerdings denke ich auch aufgrund der Rückmeldung meiner Spieler und der Eltern, dass ich hier eine ganz gute Mischung gefunden habe. Dass man immer an sich und seinen Methoden arbeiten muss und kann ist klar. Hierbei denke ich, dass auch die Lehrgänge weiterhelfen.


    siebener


    Mir geht es keineswegs um Anerkennung innerhalb meines Vereins. Die ist mir um ehrlich zu sein fast egal. Mir geht es um die Arbeit mit meinen Mannschaften und die Verhältnisse zu meinen Spielern, weil das das wichtigste an unserer Arbeit ist.
    Allerdings will ich ja auch erfolgreiche Arbeit abliefern. Das geht allerdings nur schwer, wenn man durch Sturheit der Jugendleitung und der eigenen Trainerkollegen gehemmt wird. Wenn man Trainingspläne über einen längeren Zeitraum vorlegt, der viel Zeit in Anspruch genommen hat, und man als Antwort nur bekommt "Das geht mit unserer Mannschaft nicht, die sind dafür nicht weit genug bzw. nicht aufmerksam genug", dann frage ich mich doch wie er eine Entwicklung der Mannschaft herbeiführen möchte. Im Gegenzug stellt er aber als Ziel für die Rückrunde (eine Liga höher) den Kampf um die Meisterschaft aus. Das beißt sich doch oder meint ihr nicht?


    Dani2


    In meinem Verein kann ich zur nächsten Saison leider keine D oder C übernehmen, da keine "frei wird". Die C würde ich wenn ich alles belasse würde, nächstes Jahr wie bisher als Co trainieren. Allerdings sehe ich wenn wir die Zusammenarbeit so beibehalten sehr große Explosionsgefahr, da wir sportlich so stehen bleiben werden, die Ansprüche meines Kollegens allerdings so bleiben werden. Er wird bei Niederlagen die Mannschaft niedermachen und ich darf dann wieder versuchen die Mannschaft aufzubauen. Dabei sehe ich ein großes Streitpotential.
    Bei uns wird es nächste Saison nur eine D geben und da ist der verantwortliche Trainer ein richtiger Sturkopf, der nur Rumpelfußball spielen lässt.


    TW-Trainer


    Ich habe bereits auch feststellen müssen, dass man auf Worte von unseren Vorständen, mit denen ich mich eigentlich menschlich sehr gut verstehen, leider nichts geben kann. Viele Versprechen, keine Ergebnisse. Liegt zum Teil bestimmt auch an fehlenden Alternativen, allerdings denke ich, dass ein Vorstand durchaus die Möglichkeit hat positiv auf den JL einzuwirken.
    Klar ist, dass ich mit einigen Trainern vom möglichen neuen Verein über Aussagen der dortigen Verantwortlichen sprechen werde. Mein Vorteil ist, dass ich durch ehemalige Zusammenarbeit oder durch Trainerlehrgänge bereits einige Trainer von dort kenne und mich auch gut mit ihnen verstehe. Ich denke das kann bei der Entscheidung durchaus helfen.
    Ich denke für erfolgreiche Trainerarbeit braucht man ein gut funktionierendes Trainerteam und die nötige Unterstützung durch die Verantwortlichen. Ich weiß nicht, wie es in anderen Vereinen ist, aber ich finde, dass ich nicht unbedingt Aufgabe der Trainer ist sich neben der Tätigkeit auf dem Platz noch um Sponsorensuche, Bestellung der Spielerausrüstung, Bestellung der Trikots verantwortlich sein sollte. Und sollte dies doch der Fall sein sollten die nachfolgenden Arbeitsschritte zuverlässig ausgeführt werden, dass man nicht erst in der dritten Saison Hütchen bekommt und auf alles mehrere Wochen/Monate warten muss

  • Im Vergleich hierzu merke ich in meiner inzwischen über einjährigen Tätigkeit mit den beiden Ds die ich Trainiert habe/trainieren, dass das eine Altersklasse ist, die mehr zu mir passt, da ich wie du und steini gesagt haben mehr ein Trainer bin, der eher die mannschaftlichen Dinge trainiert, als die individuellen. Natürlich darf man dabei nicht die einzelnen Spieler vergessen, [...]


    Wenn du 'eher' mannschaftliche Dinge trainieren willst, sind D-Junioren meiner Meinung nach eher noch zu jung, ich würde dich da lieber in die B-Jugend schieben. Sicherlich können D-Junioren schon gemeinsam als Mannschaft spielen, sie sind durchaus auch dazu in der Lage, gewisse mannschaftstaktische Inhalte zu verstehen und teilweise auch umzusetzen. Aber es besteht die große Gefahr, dass man vor lauter mannschaftlichen Inhalten die individuelle Förderung der Spieler, d.h. konkret die Ausbildung und Festigung ihrer technischen Fähigkeiten vernachlässigt.


    Es freut mich übrigens, dass dein Training bei Spielern und Eltern gut ankommt, das ist sicherlich nicht verkehrt. Aber ich gebe zu bedenken, dass sie seine Qualität wohl überhaupt nicht bis kaum einschätzen können, und auch nicht dazu in der Lage sein dürften zu erkennen, ob es langfristig angelegt und erfolgsversprechend ist. Damit möchte ich dir das überhaupt nicht in Abrede stellen, verstehe mich bitte nicht falsch. Aber ich kenne einige Teams, bei denen Spieler und Eltern zufrieden waren, das sind sie eigentlich immer, wenn die Quote der siegreichen Spiele hoch genug ist, bei denen aber viele Spieler ein paar Jahre später feststellen mussten, dass andere an ihnen vorbei gezogen waren, so dass sie dann entweder nicht mehr eingesetzt wurden oder selbst die Lust verloren.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Klar sehe ich auch ab zweitem Jahr C-Jugend als am interessantesten auf die Dinge mit denen ich mich hauptsächlich "gerne" beschäftige.
    Allerdings ist mir bewusst, dass man das in der D nicht so trainieren kann, weshalb ich in der Zeit in der ich dabei bin vor allem auf technische Dinge Wert gelegt habe. Ich habe nur nebenbei versucht den Spielern zu vermitteln, was auf den einzelnen Positionen für Aufgaben auf die Spieler zu kommen und wie man sich in gewissen Situationen verhalten sollte. Mannschaftstaktisch versuche ich nur langsam, soweit es vom anderen Trainer zugelassen wird, Kleinigkeiten zu verändern bzw einzubringen. Das betrifft zum Beispiel das seitliche Verschieben im Ballgewinnspiel oder ab wann die Mannschaft geschlossen das Ballgewinnspiel betreiben soll. Also jetzt noch gar nichts systembezogenes mit variablem System oder so etwas. Das wäre natürlich noch zu früh.
    Wenn ich sehe, wie sich der Großteil der Spieler im letzten Jahr entwickelt hat, dann denke ich nicht, dass ein Effekt entstehen wird, indem starke Spieler stehen bleiben bzw stehen geblieben sind. Erfolgsverwöhnt ist die Mannschaft jetzt auch nicht wirklich, da wir in der letztjährigen Rückrunde gerade einmal einen einzigen Punkt geholt hatten. Allerdings haben wir in dieser Zeit versucht unabhängig von den Ergebnissen an den technischen und ausdauertechnischen Probleme der Manschaft zu arbeiten. Die Ergebnisse kann mann jetzt schon deutlich sehen, wobei ich der Meinung bin, dass diese noch größer hätten sein können, wenn eine richtige Trainingsplanung und Absprache stattgefunden hätte. Das konnte ich aber leider nicht durchsetzten.
    Das soll jetzt nicht so klingen, dass wenn ich das Ruder allein in der Hand gehabt hätte die Mannschaft schon viel weiter wäre, da ich keineswegs perfekt und fehlerfrei bin. Aber ich denke ein gut funktionierendes Trainerteam kann Potentiale einfach besser ausschöpfen, als es bei uns der Fall war und auch ist.

  • Hallo Leute,


    Ich möchte euch einfach mal den neuesten Zwischenstand mitteilen.


    Ich hatte vor einer Woche ein sehr gutes erstes Gespräch mit meinem ehemaligen Kollegen über eine mögliche Zusammenarbeit bei dessen neuen Verein. Er hat dort momentan einen Kader von ca. 20 Spielern und kommt in der nächsten Saison in die C1. Dort spielt er auf jeden Fall in der Leistungsstaffel. Er steht seit seinem Amtsantritt zu Saisonbeginn als einziger Trainer mit der Mannschaft auf dem Platz und bemüht sich seit Monaten darum mich dazuzugewinnen.
    Das Gespräch hat ergeben, dass wir uns in der Philosophie sehr ähnlich sind und dass wir, wie schon ein halbes Jahr getan bei meinem momentanen Verein getan, als gleichberechtigtes Trainerteam arbeiten würden. Die Trainingseinheiten würden im Gegensatz zu meinem momentanten Kollegen im Vorfeld gemeinsam geplant. Wir würden immer ein vierteljähriges Ziel setzen und daraufhin trainieren und eben auch aktuell auffallende Dinge versuchen zu verbessern.
    Das alles hört sich für mich schon mal ganz gut an und ich weiß ja bereits auch wie die Zusammenarbeit mit ihm sein kann.
    Ich werde zu Beginn der Rückrunde ein oder zwei Spiele der Mannschaft anschauen, um mir ein genaueres Bild machen zu können. Auch werde ich in Kürze mit dem dortigen Jugendleiter ein Gespräch führen um die dortigen Strukturen besser kennen zu lernen.


    Nach dem Gespräch hat sich für mich eines auf jeden Fall ergeben:
    Ich werde nicht bei meinem aktuellen Verein bleiben. Nach 15 Jahren ist es einfach Zeit für einen fußballerischen Tapetenwechsel. Meine Frage nun nach diesem Entschluss:
    Wann Teile ich diesen Entschluss meinen momentanen direkten Kollegen mit?
    Wann teile ich es meinen beiden Mannschaften mit? Noch vor Beginn der Rückrunde oder währenddessen?
    Wie teile ich es den Mannschaften (F und D Jugend) am besten mit?
    Wann sollte ich den Einstieg beim neuen Verein machen? Kurz nach Ende der Runde, um noch vor den Sommerferien die Mannschaft kennen zu lernen? Mit Beginn der Saisonvorbereitung 2015/16?
    Ich freue mich auf weitere Tipps von euch

  • Obwohl mir all das beschriebene auch erst in den nächsten Wochen bevorsteht sag ich mal wie ich das angehe:


    Dem Kollegen direkt sagen, dass man nächste Saison was anderes macht. Der ist vllt sogar froh, da es für ihn mehr Verantwortung bedeutet.
    Den Mannschaften solltest du das alles erst am Ende der Pflichtspielrunde sagen, und dann direkt im selbem Atemzug den Nachfolger vorstellen.Damit die nicht das Gefühl haben in der Luft zu hängen.
    Man braucht auch nicht irgendwelche Strategien sondern einfach geradeheraus. Ein Abschlussgrillen mit den Eltern zum absoluten Abschluss ist aber mit Sicherheit angebracht. Damit kann man die gemeinsame Zeit nett ausklingen lassen.
    Solange du damit nicht die eigenen Jungs im Stich lässt solltest du die neue Mannschaft 2-3 Wochen vor Beginn der Rückrunde beim Training besuchen (jede Woche) damit die dich schonmal kennengelernt haben.


    Wichtig ist aber vor allen Dingen dass du den Verantwortlichen (JL, Etc.) sofort Bescheid sagst und nicht erst bei der nächsten Trainersitzung mit der Tür ins Haus fällst

    "Der Chef auf dem Platz ist die Spielsituation" (Karsten Neitzel)

  • coach1995


    Der Zeitpunkt ist dann gekommen, wenn du dich mit dem anderen Verein geeinigt hast.


    Denn man sollte weder über "ungelegte Eier" sprechen, noch zögern, seinen eigenen Willen zu kommunizeren. (Es wird für dich vermutlich eine neue Erfahrung sein, dass dein Wert für den Verein plötzlich zunimmt, wenn du deine Wechselabsichten mitteilst.)


    Auch, wenn 1995 im "Nick" dein Geburtsjahrgang sein sollte, kannst du nach der bestandenen Trainerlizenz die Verantwortung für ein Team übernehmen. Deshalb stellt sich mir die Frage, ob du mit der Aufgabe im neuen Verein, in der du widerum nicht allein verantwortlich als Trainer Erfahrungen sammeln kannst, auf Dauer glücklich wirst?


    Nun mögen Kritiker vielleicht sagen: man sollte immer einen "sauberen Wechsel" (also zum Saisonende) machen! Doch hat nicht ein Trainer genauso Anspruch darauf Spaß im Fussball zu haben? Warum soll man bis zum Saisonende mit nem "dicken Hals" zum Training und den Spielen kommen? Man hat seine Position dem Vorstand mitgeteilt. Der hatte die Chance etwas gerade zu rücken, hat es aber nicht getan!


    Wem gegenüber sollte man ein schlechtes Gewissen haben? Den Jungs gegenüber? Die haben sich spätestens nach dem 3. Trainng an einen neuen Trainer gewöhnt! Da muß man sich nichts vormachen! Den Kollegen gegenüber? Wer von denen hat sich bemüht, sich weiterzubilden, um die Mannschaft voran zu bringen und mich als unerfahrenen Kollegen dadurch wertvolle Tipps zu geben? Den Vereinsverantwortlichen, der den Verein nach "Gutsherrenart" führt?


    Dieses Beispiel zeigt einmal mehr die wachsende Unzufriedenheit von Jugendtrainern, deren Anliegen häufig nicht ernst genommen werden! Haben sich dann nicht auch das selbe Recht, "mit den Füßen abzustimmen" und dorthin zu wechseln, wo ihre Arbeit ausreichend gewürdigt wird?

  • @16aufmrücken


    In meiner Planung war auch, dass ich meinen Kollegen relativ bald mitteilen werde, dass ich den Verein am Ende der Saison verlassen werden.
    Wenn ich deine Meinung richtig verstanden habe meinst du, dass ich ab der Trainingseinheit nach dem letzten Punktspiel der Saison den Entschluss verkünden kann? Darin sehe ich kein Problem, ist denke ich auch eine gute Lôsung.
    Allerdings ist in meinem Plan und dem Wunsch des neuen Kollegen im anderen Verein, dass ich so schnell wie möglich dort einsteige. Das heißt ein oder zwei Woche nach Ende der Punktspiele. Dadurch, dass ich eh "nur" Co Trainer bin und es einen weiteren Co gibt, glaube ich, dass das kein Problem darstellen sollte, wenn ich Ende Mai bereits den Schlussstrich ziehe.
    Was meint ihr dazu?


    TW-Trainer


    Vielen Dank für deine Meinung, die mich in meinem Entschluss bestärkt.
    Meine Entscheidung wird natürlich erst Recht nachdem ich diese dem Verein mitgeteilt habe nicht mehr zu ändern sein, auch wenn deine Hervorsage der Wertsteigerung eintreffen sollte.
    Ich bin nicht der Typ, der eine Mannschaft völlig alleine übernehmen möchte. Ich bin ein Teamplayer, der sich am stärksten in einem gut funktionierenden Team sieht, also auch in einen guten Trainerteam am stärksten. Deshalb denke ich, dass die dann deutlich verbesserte Zusammenarbeit mit meinem Kollegen mich deutlich zufriedener stellen wird. Zusätzlich kann ich natürlich weiterhin viel lernen mit meinen 19 Jahren und in einem Trainerteam kann man es denke ich durch Absprache verhindern als Trainer Fehler zu machen.
    Wenn ich dich richtig verstanden habe, bist du der Meinung, dass es kein Problem wäre direkt nach den letzten Saisonspiel den Verein zu verlassen?