Beiträge von 16er

    Ich für meinen Teil bin froh dass die Saison durch ist. Was mich zum Kotzen bringt ist die Tatsache, dass die Herrenvorbereotung wieder angefangen hat. Da freue ich mich einfach auf 3 Wochen Urlaub mit Fußballlegastenikern 😄


    Den Spielern geht es genauso. In meiner F Jugend haben 2 Kinder letztens abgesagt weil sie lieber in die Gitarrenstunde wollten. Passiert im September doch eher selten 🤔

    Keine Ahnung was im Moment los ist, von allen Seiten kommt Lob, das müssen Sommergefühle sein 😄


    1. Heute Turnier bei uns am Platz gehabt, Schulkinder und Vereinskinder gemixt, direkt mehrere ‚Neuverpflichtungen’ dazu bekommen. Begründung: Der Verein ist sooo sympathisch (trotz riesigem Standortnachteil), die Kinder der Lehrerin melden sich jetzt auch an. Werbung geglückt.


    2. Einige Eltern bleiben stundenlang am Platz weil es den Kindern so gut gefällt... hoffentlich hält das an


    3. Mein mit Abstand größtes Talent sagt: „entweder wechsel ich zum [örtlichen Bundesligisten] oder ich bleib bei euch.“


    4. „Schade dass du nicht die F machst, aber der XY macht das bestimmt genau so gut, der lernt ja von dir“ „Was kann ich mit meinem Kind in der Sommerpause machen damit es besser wird? Hast du Tipps?“ „wenn wir mal offene Jobs bei der OGS haben sprechen wir euch an“ „Wann sehen wir uns wieder? Ich freu mich auf das nächste Training!“


    Auf einmal Zuspruch von allen Seiten, auch von Vereinsfremden 🤔 irgendwie machen wir wohl doch etwas richtig, und das hat sich anscheinend auch heute beim Schulturnier rausgestellt.


    Ich krieg mich gar nicht mehr ein, das macht einfach Spaß so eine Anerkennung zu erfahren, schade dass das so kurz vor der Sommerpause ist. 😂😂😂

    Das ist deine Adaption des Spiels. Er spielt aber ein 1-4-2-3-1 und sollte dieses System so adaptieren, dass er gegen jedes System eine Lösung hat.

    Das ist für mich nicht die optimale Herangehensweise. Ich denke man sollte aus der Spielidee die Formation ableiten, nicht umgekehrt. Wenn ich also davon ausgehe dass ein 6er sich fallen lässt, wird dann dadurch nicht automatisch das System ein 4-1-4-1? Und außerdem, ist es denn überhaupt sinnvoll noch im Spielaufbau von Systemen zu sprechen obwohl wir uns lieber frei in offenen Räumen bewegen?


    Den offensiven Außen kann man in den ballnahen Halbraum schicken, wo er sich hoch genug befinden sollte, um noch Raum fürs Entgegenkommen zu haben. Der Vorteil dieser Bewegung, die optimalerweise simultan mit den beiden anderen Rochaden passiert, liegt darin, dass der Gegner nun an einer zweiten Stelle zeitgleich entscheiden muss, wer den Spieler aufnimmt.

    Der offensive Außen könnte aber ebenso gut die Räume des 10ers oder Mittelstürmers anlaufen, wenn einer der beiden das offene Zentrum als Anspielstation für den 6er besetzt. Hier gehts dann wohl weniger um eine dann vorgefertigte Passfolge oder Raumbesetzung, sondern lediglich um die möglichen Optionen, je nachdem wie meine Mitspieler sich verhalten.

    Und um eines nicht zu vergessen: Diese Variante bereitet mMn auch einen Diagonalball sehr gut vor.


    Genau das von dir dargestellte Problem ist die Aufgabe, der sich der Gegner gegenüber sieht. Natürlich kein Allheilmittel, aber eine schöne zusätzliche Variante.

    Danke, habe eigentlich nichts hinzuzufügen


    C-Jugend Verbandsliga - Diskussionen wie im Erwachsenenbereich bzw. zumindest B- und A-Jugend


    Die C-Jugendlichen in einer Verbandsliga sind für mich diejenigen die einer Kreisliga A/B-Jugend schon technisch voraus sein sollten und demnach können die auch ein bisschen Spielaufbau-Taktik ertragen. Passspiel oder simples Torschusstraining kann kein Hauptbestandteil des Trainings sein (es sei denn im Aufwärmteil). Und Spielaufbau aus eigenem Abstoß ist wirklich basic, das sollte man durchaus mal durchgesprochen haben, mache ich übrigen auch bei guten D-Jugenden. Es ist ja nicht so dass man ein Schema F bastelt, es geht um ungefähre Raumaufteilung und mögliche Optionen, da sollte man ruhig das ein oder andere parat haben



    So meine Ich das, Grundform ist ein 2 vs 2 mit abwechselndem Angriffsrecht, sinnvoll ausgespielt kommt es dabei aber immer zu 2vs1 Situationen.


    Auch denkbar ist das ganze als 2 vs 1 mit wechselnden Aufgaben wie du gesagt hast, dann als Dreieck angeordnet. Der Spieler indessen Spielfeld der Ball ist muss verteidigen, der Ballführende Spieler hat die Möglichkeit die Spielrichtung zu ändern

    Thema Raumaufteilung im Spielaufbau:


    Ich finde, dass ein Sechser sich nicht zwischen die IVs fallen lassen sollte, sondern sich eine Linie höher anbieten sollte, damit eine Art Diamant/Raute mit TW/IV/6 entsteht. In einer Dreierkette mit IV/6 geht für mich eine wichtige Passoption flöten: IV zu IV. In einer (asymmetrischen) Raute angeordnet gibt es 1.) eine Option mehr, und 2.) ist mehr Tiefe gewonnen durch den 6er.


    Hierbei lohnt es sich mMn im 4-1-4-1 aufzubauen, dabei werden die gegnerischen 6er durch die eigenen 8er gebunden und der 6er hat mehr Raum und kann diesen Ausnutzen um eine Raute mit den IVs und dem TW zu bilden (siehe oben)


    Wenn du unbedingt deine 6er zu Anfang auf einer Linie haben möchtest ergibt sich folgende Möglichkeit:


    Ball beim IV

    der Ballnahe AV schiebt weit hoch und nimmt den gegnerischen AM mit

    der Ballnahe AM rückt etwas ein und kommt entgegen

    der Ballnahe 6er schiebt nach Außen in den zuvor vom AV besetzten Raum

    der Ballferne 6er bietet sich zwischen den gegnerischen Stürmern an zum Aufdrehen an

    der 10er bindet einen gegnerischen 6er


    Bevorzugte Passoptionen sind dabei die beiden 6er, die Aufdrehen und Richtung Zentrum dribbeln sollen.

    2 vs. 1 und Ziel ist es eine Dribbellinie zuüberqueren. Spricht der ballführende Spieler muss entscheiden, dribbeln oderabspielen; Stichwort Blank spielen.

    Wenn die Erfolgsquote (im 2 vs. 1 ziemlich schnell)entsprechend hoch ist, steigere ich auf 3 vs. 2. Hier tun sich die Jungserfahrungsgemäß schon schwieriger.

    Mache ich auch häufiger, allerdings im Viereck angeordnet und in zwei Zweierteams, jedes Team hat die gegenüber liegenden Dribbellinien zu verteidigen. Hier können die Jungs dann entscheiden ob die Seite zu ist und auf die andere Seite spielen. (falls nicht klar ist wie ich das meine lade ich das gerne hoch)


    Sagst du mir, was du meinst mit

    „-Abständebeibehalten, wenn angedribbelt wird sollte der Weg freigemacht werden“. Bzw.nicht, was du damit meinst, sondern welche Trainingsform du damit meinst.

    Beispiel: 4x4 Felder a 6-8 m Seitenlänge aufbauen


    6vs3 einteilen (oder andere Teamgrößen zum hinführen)


    -Die Überzahlmannschaft muss den Ball zirkulieren lassen, indem nach jedem Pass in ein freies Feld gedribbelt werden muss

    -nach dem kurzen Dribbling muss wieder der Pass in ein benachbartes Feld erfolgen

    -die Überzahlmannschaft darf kein Feld doppelt besetzen

    -Unterzahlmannschaft jagt den Ball ohne Einschränkung


    nach Ballverlust:


    Option 1) UZ-Team lässt den Ball frei zirkulieren, ÜZ-Team geht ins freie Gegenpressing und muss nach Rückeroberung wieder die Felder einzeln besetzen

    Option 2) UZ-Team spielt auf Passtore außerhalb, die Feldbeschränkung für ÜZ bleibt bestehen

    - technische Fehler:
    Unsere Spieler aus der Abwehrkette und im Mittelfeld besitzen eine ordentliche bis gute Technik. Hier gibt es jedoch das Problem, dass die Jungs im Spiel bei dem leichtesten Gegnerdruck total überhastet reagieren.

    Kommt Zeit, kommt Rat... bzw. Verbesserung

    Ich denke dass die Abwehrspieler und Mittelfeldspieler im Amateurbereich häufig eher der Spielertyp 'Zerstörer' sind und sich daher ohne Ball deutlich wohler fühlen. Kenne ich persönlich von mir selber und habe mich im C-Jugend Alter bei Abstößen meines TWs zum Stürmer gesellt um nicht angespielt zu werden (Ich war IV). Skurill, aber Tatsache. Das hat sich, als ich das bemerkt habe, geändert: ab der B1 hab ich dann auch mal einen Spieler ausgedribbelt, letzte Saison als Senior im 1.Jahr hab ich es richtig genossen an der Murmel zu sein.


    Was ich damit sagen will: Es gehört eine Menge Geduld dazu, viele kleine Erfolgserlebnisse etc.

    Wenn die Jungs schon eine gute Technik haben dann benötigen sie vielleicht eher eine bessere Raumwahrnehmung und ein Gespür dafür, wann sie an einem Gegner vorbeikommen ohne den Ball zu verlieren. Diesbezüglich würde ich mich den anderen anschließen und vorschlagen erstmal in Überzahl zu trainieren. Erst 2vs1, dann 3vs2, 4vs3, 5vs4. und später auf Gleichzahl umstellen. Dabei sollten folgende Basics Teil des Coachings sein (wie ja auch schon genannt wurde:)

    -2vs1 suchen

    -Abstände beibehalten, wenn angedribbelt wird sollte der Weg freigemacht werden

    -Pässe sollen sinnvoll ein und den [freien], besser postierten Mitspieler bedienen

    -Pässe und Dribblings sind kein Selbstzweck, sondern dienen einzig dem Gedanken Gegner zu Umspielen und den freien Raum zu finden

    -Technik ist Trumpf - Beidfüßigkeit die Königsdisziplin. Wer den gegnerfernen Fuß benutzt gewinnt in der Regel

    Unverhofft kommt oft:


    Nachdem ich mich Freitag noch mit dem JL darüber unterhalten habe dass die Eltern das Trainerleben nicht leichter sondern schwerer machen und die meisten total undankbar sind (hatte einen konkreten Anlass, teile ich vielleicht nochmal im Frust-Thread =)) dann heute das totale Gegenteil:


    Zuerst traf ich mittags einen Vater vor dem Supermarkt. Der fing an mit: Am Wochenende (hatten Sa Nachmittag und So Vormittag jeweils ein Turnier) habe ich nur 2 Stunden geschlafen wegen der Turniere und meiner Arbeit... Ich dachte schon jetzt kommt eine Schimpftirade wie ich denn nur die Wochenenden so für den Fußball einnehmen könne. Aber nein, er hat erzählt wie viel Spaß sein Sohn hatte und dass er sich freut dass wir uns so viel Zeit für die Jungs nehmen.

    Und als ich dachte dass es heute nicht mehr besser wird spreche ich mit einem Vater, der mir sagt wie befremdlich er es findet dass einige Kids aus dem JJ zum Nachbarverein gehen. Und mit dem Nachsatz: So lange ihr beiden das macht denken wir gar nicht daran den Verein zu wechseln. Meine Frau sieht das genau so.


    Das sind doch Sätze die einem die Seele streicheln. Vor allem weil in dieser Saison nicht alles so rosig lief wie man es sich vielleicht erhofft hätte.

    Meine Erfahrungen aus dieser Saison:


    Zur Ausgangslage: übers Jahr bestand der Kader immer so aus 16-20 Spielern, einige gute (3 echte Talente, 6-7 Tagesformabhängig anständige Kicker, Rest waren eher die Mühseligen und Beladenen)


    Haben 2 Teams gemeldet, F1 Meisterschaft, F2 Freundschaftsspiele


    Pros und Kontras:


    + alle Kinder hatten viel Spielzeit, jeweils gegen Mannschaften auf ihrem Niveau

    - teilweise schwierig alles unter einen Hut zu bekommen, man sollte mindestens drei Trainer haben, sonst fällt ab und an mal das Training aus

    Bei mir im Verein 72 Euro Jahresbeitrag, also etwa 1 Euro pro Training. Die 30 Spiele usw gibts natürlich gratis =)


    Einfach nur ein schlechter Scherz dass 1 Monat Fußball genau so viel kostet wie ne Schachtel Kippen oder ne Palette Perlenbacher :wacko:

    Finde eigentlich dass der Monatsbeitrag bei mindestens 10 Euro liegen sollte (für sozial schwache Familien sollte das der Maximalbetrag sein), lieber 15. Allerdings muss ich auch sagen: Als Elternteil würde mir wichtig sein dass auch sichtbar ist was mit der Kohle passiert und dass alles weitere kommuniziert wird


    Wichtige Punkte:

    - sauberes Vereinsgelände, Trainingsmaterial in einwandfreiem Zustand, angemessenes Vereinsheim

    - lizenzierte Trainer, die regelmäßig auch Turniere und Freundschaftsspiele organisieren, dafür aber auch angemessen entlohnt werden

    - Mannschaften müssen angemessen ausgestattet werden, entweder mit entsprechenden Beträgen für die Mannschaftskasse oder Vereinskleidung, etc.

    - Trikotkäufe sollten nicht in erster Linie Sache der Mannschaft und der Trainer sein, sondern die des Vereins

    - Klare Strukturen und festgelegte Ansprechpartner, die auch erreichbar sind


    Nachtrag: Für meine F Jugend habe ich die Bestellung von Trainingsanzügen und Winterjacken angeleiert. Kostenpunkt insgesamt 80 Euro. Wurde beides ohne Murren hingenommen, weil die Eltern klar gesehen haben wo das Geld hinfließt.

    Störungen bei Ansprachen werden bei einzelnen mit einem eindringlichen Blick "bestraft" sodass das Kind weiß, dass Klappe halten das einzige ist was noch fehlt damit wir die Übung beginnen.


    Stört jemand in der Übung versuche ich das Kind immer dadurch herauszufordern indem ich mich mit dem Coaching für 1-2 auf ebenjenes Kind konzentriere und keine Pause für Blödeleien lasse.

    Bin in zwei Vereinen aktiv, bei beiden sieht es in etwa gleich aus.


    Verein 1:

    Sehr kleiner familiärer Kreisliga-Klub, mit 5-6 Jugendteams. Betreue hier die F1 und F2.

    Geld bekomme ich keins, etwa alle 2 Jahre neue Ausstattung mit Vereinskleidung (Wert: ca. 75 Euro). Es gibt im Jahr 2-3 Feiern für Trainer wo frei Essen und Trinken ist.

    Selber kaufen muss ich nichts, der Materialcontainer ist prall gefüllt mit allem was man braucht, und auch Trikots besorgt der Verein genug.

    Freier Eintritt bei den Spielen der Herrenmannschaften (wobei mir das als Spieler der 2.Herren sowieso vergönnt ist)


    Verein 2:

    Eine der größten Jugendabteilungen der Stadt, etwa 12-13 Teams. Ich betreue die E1

    Kein Geld, allerdings wurde mir die B-Lizenz (650 Euro) bezahlt. Ansonsten gibts ab und an ne Bratwurst umsonst, bei Trainersitzungen und beim Training frei Trinken. Jedes Jahr ein Trainingsanzug umsonst. Winterjacke und Pullover habe ich selbst gezaht. Freier Eintritt bei Spielen der Herrenteams. Ein Traineressen zu Weihnachten.

    Leider lassen die Trainingsmaterialien stark zu wünschen übrig: Zu wenig Tore, die Hütchen sind ein Sammelsurium sondergleichen, Trikots muss man sich selbst kaufen was ich eine Frechheit finde.


    Insgesamt muss ich sagen dass ich natürlich gerne etwas Geld verdienen würde, allerdings ist das ganze auch mein Hobby und daher auch nicht ausschlaggebend. Was ich allerdings nicht ausstehen kann ist wenn Trainingsmaterial nicht ausreichend vorhanden ist, das finde ich traurig.


    Edit: Startgelder werden nicht übernommen, allerdings werden bei uns zumeist auch keine erhoben. Die Mannschaftskassen werden vor der Saison mit 100-200 Euro ausgestattet.

    Ich denke das hat auch immer etwas mit den Gegebenheiten zu tun hat in der die Kinder sonst spielen. Idealerweise betreuen wir die Jungs und Mädels ja immer nur für 20-30% ihrer Fußballzeit.


    Wie holzi ja schon festgestellt hat wäre das viel zu zeitaufwändig eine Passlastige Spielidee zu implementieren. Daher ist anzunehmen dass solche Verhaltensweisen woanders genauso erlernt werden. Ein Spieler der immer mit seinem besten Kumpel rausgeht um im Garten Elferschießen zu spielen wird einen völlig anderen Spielertypen entwickeln als derjenige der mit Papa zum Jugendzentrum geht und immer 5vs5 spielt und wiederum wird sich ein anderer Typ entwickeln wenn der Spieler zwar 5vs5 spielt aber alleine losstreifen muss und sich durchzusetzen hat.

    onkel1978 dass die Kinder gewinnen wollen ist klar, aber den Egoismus zu sagen: Ich brauche jetzt das schönere Andenken ans Turnier als die Mannschaften die nicht so häufig gewonnen haben finde ich unnötig.


    Was ich ok finde: bei Turnieren die von Anfang an als Leistungsvergleich angesagt sind entsprechend die beste Mannschaft zu würdigen. Aber bei den obligatorischen Sommerturnieren wo es um einen schönen Saisonabschluss geht brauche ich keine Trainerkollegen die mit großen Augen vor dem Turnier den Pokal ansabbern.


    Mein Problem sind auch nicht die Kinder die 'bedeutende' Spiele wollen. Dieser Ehrgeiz ist Teil des Vereinsfußballs und im Fußball gibt es nunmal eine Mannschaft die gewonnen hat und eine die verloren hat. Das Problem sind die Trainer die dadurch unangenehm werden, ihre Kinder regelrecht anstacheln und denen der Sieg so viel wert ist, dass jedes Mittel taugt.


    Schön dass im Ruhrgebiet für jeden was dabei ist. Wer der Meinung ist dass er unbedingt einen Pokal in seiner Vita haben muss der kann sich ja gerne in Dortmund austoben, alle anderen haben in Bochum und im Ennepe-Ruhr-Kreis ihren Spaß

    Tipp fürs Torschusstraining: Überzahlspiele sind in meinen Augen effektiver als Ballstafetten um irgendwelche Hütchen herum, da deutlich spielnäher. Zudem muss man sich wirklich beweisen, denn sobald man einen Fehler macht ist der Ball weg, trotzdem sollte es genügend Erfolgsmomente geben. 2vs1, 3vs2, 4vs2, 4vs3 sind da meine bevorzugten Gruppengrößen.

    Ich finde solche Turniere sch****. In den vergangenen Jahren musste ich bei einigen Turnieren feststellen dass die Ermittlung von Siegern für eine total unangenehme Atmosphäre sorgt. Bei unseren eigenen Turnieren wurde von 80% der Teilnehmer ein Schiri verlangt, die Trainer sprangen im Dreieck und es wurde von Runde zu Runde lauter am Spielfeldrand.

    Dagegen läuft es bei den mittlerweile Pflicht gewordenen Spielefesten deutlich entspannter ab, 4 Spiele mit netten Trainerkollegen und die Kids sind happy weil es am Ende eine Medaille gibt. Es kann so schön sein mit den richtigen Leuten...


    Unser Kreis setzt die neuen Vorgaben konsequent um, es werden nur noch Spielefeste genehmigt bei denen man wirklich keinen Sieger ermitteln kann. Im Nachbarkreis ist es leider anders, das merkt man sehr deutlich, von denen sieht man nur noch spielschwache Teams die genauso wenig mit Ausscheiden etc zu tun haben wollen, die feine Gesellschaft der Powerhouses bleibt lieber unter sich und spielt Woche für Woche den selben Sieger aus.

    Sollten deine starken Kinder nicht genauso das Recht haben, sich in Spielen ohne Druck ausprobieren zu können? Wieso mutest du deinen starken Spielern zu, immer wieder Leistungsdruck ausgesetzt zu sein?

    Wow, in einem Beitrag den ich um 2 Uhr in der Nacht schreibe wird jedes Wort auf die Goldwaage gelegt. Dein Beitrag liest sich dadurch allerdings so, als ob du es befürworten würdest dass starke Truppen gegen 'Laufkundschaft' 15:0 gewinnen wenn dadurch die guten Spieler mal ein paar Tricks raushauen können :*


    Wenn die schwächeren Kinder mit stärkeren Kindern gegen andere starke Teams antreten haben sie a) den Druck mit den eigenen Mitspielern mithalten zu müssen und weniger Fehler zu machen, b) den Druck mit (zu) guten Gegnern mithalten zu müssen und c) möglicherweise den Druck durch Außenstehende einen abstrakten Erfolg durch das eh nicht veröffentlichte Ergebnis zu erzielen


    Die stärkeren Spieler haben diesen Druck genauso gegen starke Gegner, nur haben sie sie es viel leichter damit auch spielerisch umgehen zu können und Erfolgserlebnisse zu erzielen. Ausprobieren ist für die stärkeren Spieler im Training sehr gut möglich, da auch mit den schwächeren Spielern gespielt wird.

    Die selbe Chance auf Erfolgserlebnisse hat der dicke Paule dafür wenn er gegen ebenbürtige Gegner spielt. Den inneren Druck, besser gesagt den Willen, zu gewinnen haben beide Teams, dafür sind sie ja häufig beim Vereinsfußball. Jedoch muss jedem Kind auch eine faire Chance gegeben werden diese Spiele auch gewinnen zu können und die gegnerischen Spieler umspielen zu können, genau so wie jeder gegnerische Spieler das Recht hat einen Spielpartner zu haben der ihm Erfolgserlebnisse zugesteht.

    Hatten das diese Saison genau die gleiche Situation: Zwischen 16 und 20 Spieler, haben 1 Spielbetriebsmannschaft gemeldet und 1 Freundschaftsspielmannschaft, das ganze bei 2 Trainern. In der F1 haben die leistungsstärkeren gespielt, in der F2 die schwächeren. Insgesamt hatten wir 36 Spiele, ohne den Wintereinbruch wären es weit über 40 gewesen, dazu 6-7 Turniere.


    Einiges wurde ja schon geschrieben, deswegen mache ich einfach mal eine Pro/Contra Liste mit meinen Erfahrungen


    + Die Leistungsstärkeren werden in den Spielen besser gefördert, da die Kinder auf einem Level agieren. Zusammenspiel gestaltet sich deutlich einfacher, in der Vergangenheit habe ich es bei heterogenen Teams leider erleben müssen dass Kinder die sich ihrer Stärken bewusst waren die schwächeren bewusst ausgeschlossen haben

    + die schwächeren Kinder haben in den Spielen die Chance ohne Druck ausprobieren zu können

    + Kein Scherz: Mit der spielschwachen F2 hat man einen Riesenspaß. Erstens weil es immer etwas zu schmunzeln hat. Mit den Mühseligen und Beladenen passieren Dinge, die kann man sich nicht ausdenken. Zudem trifft man überragende Trainer, die frei von jedem Erfolgsdenken mit dir Spaß haben und sich für nichts zu schade sind. Einfach klasse wenn das der Fall ist, denn trotz der Tatsache dass es bei uns keine Tabellen gibt ist es in der 'Meisterschaft' einfach unangenehm leistungsorientiert von allen Seiten.

    + In Freundschaftsspielen bist du viel flexibler was Mannschaftsstärke, Anstoßzeit und Spieldauer angeht. Man findet zudem meist Teams in der gleichen Stärke und es gibt wenig unnötige Spiele die 15:0 enden

    + allgemein finde ich es besser viele Spiele zu bestreiten als bis zum Erbrechen zu trainieren


    - Es ist schwierig immer alle Termine unter einen Hut zu bekommen und dabei tatsächlich immer mit zwei Trainern vor Ort zu sein

    - Gerade bei den Grenzfällen F1/F2 hat man ab und an Unzufriedene dabei. Damit muss man leben, sich damit rumzuärgern kann trotzdem nervenaufreibend sein

    - Überleg dir gut wie weit du fahren willst. Am Ende der Saison wird es zunehmend schwieriger neue Gegner zu finden. Das Problem hatte ich obwohl meine Truppe mitten im Ruhrgebiet beheimatet ist. Klar spiele ich auch gerne mal gegen die gleichen wenn ich weiß dass es passt, aber Abwechslung tut ja bekanntlich gut. Nicht alle Trainer von schwachen Teams sind bereit noch FS zu machen

    - Im Moment ist es ein Riesenthema wie die Teams nächste Saison eingeteilt werden, das sollte man dann besser frühzeitig klären. Ist allerdings im Moment in unserem Verein sehr schwierig


    Fazit: Wir haben viele gute Erfahrungen gemacht, die Jungs haben sich alle ordentlich entwickelt und auf der negativen Seite stehen vor allem Orgnisatorische Fragen wie Eltern und Zeitmanagement.


    LG 16er