Jeder kennt es, aber wenige Jugendmannsxhaften praktizieren es effektiv.
Daher habe ich mir die Frage gestellt, ob es Sinn macht schon in der F Jugend also zu Beginn des Fußballlebens auf die Einführung dieser Kommandos zu setzen. Nach dem Motto: Was Hänschen nicht lernt...
Oder wer hat es schonmal praktiziert und positive Erfahrungen gemacht? Oder negative (Kommandos falsch angewandt etc)?
Drehen und Klatschen F Jugend
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- Kinderfußball
- 16er
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Geh anders an die Frage ran. Nicht ob es sinnvoll ist, sondern, was ist in dieser Altersklasse sinnvoller. Dann kommst du schnell zu der Antwort, dass es wichtigeres gibt.
Um es überspitzt darzustellen: mache Kinder müssen erst lernen sich zu drehen ohne zu stürzen
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Ich habe eine Trainingseinheit Dreh&Klatsch im zweiten F-Jugendjahr gemacht, vom Übungsablauf aber auf KiFu-Niveau heruntergebrochen.
Positiv war mit Sicherheit, dass die Mehrzahl der Kinder die Übung angenommen haben und auch Spaß hatten.
Ins Spiel haben sie davon aber nichts tranferiert, wobei wir jetzt in der E-Jugend schon einige der wenigen Mannschaften sind, wo vereinzeltes Coaching zu hören ist (dann aber in anderer Form, z.B. "Hintermann")
Mein Fazit: Ich würde es mit einer F-Jugend nicht nochmal machen (auch wenn es ihnen einmalig sicher nicht geschadet hat), sondern lieber erstmal die Freilaufbewegungen (Lösen vom Mitspieler) und das Zweikampfverhalten (mit Rücken zum Tor) schulen.Gruß, Christoph
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Kommunikation auf dem Platz ist sehr sehr wichtig !
Bei F-Junioren halte ich es aber noch für zu früh für dreh und klatsch.
Ich bin dafür,und gebe das auch an die Trainer im Kinderbereich weiter :
F alt den Begriff Ball oder Namen rufen, zudem der Pass kommt.
E jung - das Ja,für den zum Ball gehenden einführen
E alt, beides kombinieren und im Spiel versuchen abzurufen.
D jung Dreh und klatsch fordern. -
Also, bei meiner alten F kannst du Kommandos fast völlig vergessen, es gibt vielleicht zwei, drei Kinder, die das könnten, aber dem Rest fehlt im Spiel dazu absolut die Übersicht. In dem Alter haben viele Kinder noch einen ziemlichen Tunnelblick..
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@16
abgesehen vom Thema frage ich micht, ob du dich nicht etwas verzettelst. Packst du nicht zuviele Themen an?
wie für die Kids gilt auch für Trainer einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Bevor ich aber den ersten Schritt nicht vollendet habe,
sollte man der 2ten noch nicht ansetzten.Mein Eindruck ist der, dass du zuviel auf einmal willst, und sei es nur Wissen.
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Jeder kennt es, aber wenige Jugendmannsxhaften praktizieren es effektiv.
Daher habe ich mir die Frage gestellt, ob es Sinn macht schon in der F Jugend also zu Beginn des Fußballlebens auf die Einführung dieser Kommandos zu setzen. Nach dem Motto: Was Hänschen nicht lernt...
Oder wer hat es schonmal praktiziert und positive Erfahrungen gemacht? Oder negative (Kommandos falsch angewandt etc)?mir ist das komando in der form bis jetzt (also a-jugend) so in der form noch nirgends untergekommen. also weder auf'm platz noch wenn ich irgendwo beim training zugeschaut habe.
meinst du damit das direkte zuspiel?gruss
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@ DSV
Die Kommandos Dreh/Klatsch sind eigentlich recht weit verbreitet. u.a. prägt auch Horst Hrubesch den Begriff, wenn ich mich jetzt nicht komplett irre.
Kommando Dreh:
- Spieler B bekommt von Spieler A ein Zuspiel und soll den Ball in die Ziel-(Bewegungsrichtung) mitnehmen. Hier wird in aller erster Linie Wert auf das sogenannte Aufdrehen, Ballannahme mit Ballfernen Fuß, sowie das "nicht totstoppen" des Balles gelegt.
Kommando Klatsch:
- Gleiche Vorgehensweise wie beim Dreh, nur nimmt der Spieler B den Ball nicht an, sondern spielt den Ball je nach Zielvorgabe direkt zu Spieler A zurück, bzw lässt diesen in den Raum prallen, damit Spieler A, dann den Ball nachlaufend weiterspielen kann.
Die Traditionelle Dreh-/Klatsch-Übung ist wohl die Rauten Passform, die dann einfach als Rundlauf so durchgeht. Step 1 ist die Festlegung auf Dreh, oder Klatsch als Kommando, dass Spieler A fordern muss. Step 2 dann, die freie Entscheidungsgewalt bei Spieler A, der sich einfach zwischen den beiden möglichkeiten frei entscheiden kann.
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In einer etwas allgemeineren Fassung ist gemeint:
Dreh=Zeit
Klatsch=Hintermann
beruht selbstverständlich auf den üblichen Situationen wenn man dreht/klatscht -
Dreh/Klatsch war mir als Kommando bisher nicht bekannt. sind aber auch nur Wörter.
bei mir hiess das Komm, Geh oder Stumm.
der ballführende/zuspielende Spieler gab die Kommandos
Komm -Spieler kommt entgegen, und lässt prallen - der Ball wird auch kurz gespielt, überwiegend kommt diese Kommando
wenn Mitspieler von Gegenspieler gedeckt istGeh - Ball wird in den Lauf gespielt, sodass Mitspieler den Ball mitnehmen kann
Stumm - Zuspiel erfolgt ohne einen Zuruf, bedeutet für den Mitspieler, dass er nicht direkt jemand hinter sich hat und nun frei
entscheiden kann/muss was er mit dem Ball macht, prallen lassen, annehmen und Zeit lassen oder gehen.auch schon in Ansätzen in der F, in Schritten vorgegangen, funktionierte
war aber auch nur die Vorbereitung für den nächsten Schritt:
keine Kommandos mehr, und nicht der Ballführende bestimmt, sondern der Spieler der angespielt werden sollte, bestimmte durch
sein Verhalten, wie das Zuspiel erfolgen soll und wie er dann weiterspielt.Für mich galt nämlich die Devise, nicht der ballführende Spieler bestimmt wie das Zuspiel zu erfolgen hat, sondern der, der angespielt werden soll.
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ich merke schon, das ist wohl so'n "generationensprachgebrauchding" *g*
ich bin da wohl auch sprchlich noch von guenters generation geprägt.
bei mir gabs in der regel auch nur 'geh' (oder auch 'los', oder 'jetzt'), 'komm', 'hintermann' um solche spielsituationen zu verdeutlichen.
gruss
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In der F-Jugend geht es m.M.n. um Spaß und Bewegung (mit/ohne Ball) - also nicht um verbale Kommunikation, die die Kinder schlichtweg überfordern würde.
Unabhängig vom Ausgangsbeitrag: Ich bin absoluter Feind von "Dreh+Klatsch". Ich finde es wichtig, dass auf dem Platz kommuniziert wird und auf einigen Positionen diese Kommando verwendet wird (bei mir höchstens TW auf 6er, da es als klare Hilfestellung dient (komplexe Anforderungen an 6er); zum anderen auch als Spieltempo-Vorgabe, z.B. TW hat Spielfeld im Blick und fordert durch "Dreh" den 6er auf, Tempo zu machen; durch "Klatsch" auf die IV zu verlagern).
Warum bin ich Feind? Ich finde, dass die Spieler nicht mehr selbst denken und sich nicht vor orientieren (360°-Blick; kein "Ball-Watching"). Ziel ist es - auch wie Horst Wein unter "Wahrnehmung" beschreibt-, intelligente Spieler, wie z.B. Xavi auszubilden. Vor dem Hintergrund sollen meine Spieler vor der Ballannahme selbst den Schulterblick ausführen.
Beispiel aus einem Verbandslehrgang (U13-Verbandsauswahl): Spieler beschwert sich lautstark in einer Spielform, weil sein Mitspieler nicht "Klatsch" gesagt hat und er dadurch den Ball verlor. Frage an Euch: Wer hat den Fehler gemacht: Der Passgeber oder der Passempfänger?
Ich sehe viele Trainer, die es besonders toll finden, wenn ihre Spieler im Spiel "Dreh+Klatsch" rufen - diese Trainer fordern es andauernd -, aber ich schrecke zurück, wenn alle Bälle technisch unsauber "geklatscht" werden. Ich würde lieber Wert auf andere Themen im Training legen!
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"generationensprachgebrauchding" *g*
geht mir auch oft hier bei gewissen Übungselemten.die Bezeichnung noch nie gehört,manchmal gar so präsentiert, als wenn sie was Neues wäre, lese interessiert und stelle dann grinsend fest, dass gleiches schon vor 30 Jahren gegeben hat, meistens etwas modifiziert, manchmal aber auch nicht.
wenn der Fussball nicht neu erfunden wird, dann schon wenigstens Namen und Bezeichnungen.
Fand diesbezüglich mal einen Kommentar von Scholl in der Halbzeitpause eines Länderspieles sehr passend, als es um Positionsbezeichnungen ging.
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Fand diesbezüglich mal einen Kommentar von Scholl in der Halbzeitpause eines Länderspieles sehr passend, als es um Positionsbezeichnungen ging.
wenn ich gut drauf bin, dann heissen meine mittelfeldspieler bei der aufstellung auch immer mal wieder LÄUFER.....da wissen sie wenigstens gleich, was in dem spiel auf sie draufzukommt lol 
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Habe ich ja Glück gehabt

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LÄUFER.
aber bitte nicht Mittelläufer, sonst sind sie unsicher, ob du nun mit Libero spielst oder doch einen der Innenverteidiger meinst. -
aber bitte nicht Mittelläufer, sonst sind sie unsicher, ob du nun mit Libero spielst oder doch einen der Innenverteidiger meinst.
solange sie keine MITläufer werden.......*fg*
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MITläufer werde
dat war bei uns der Linksaussen, musste ich auch öfters hin. -
Steini und personalityX, ich gebe Euch mit Eurer Kritik am Dreh&Klatsch insofern Recht, als es nicht zu exzessiv abgefordert und eingesetzt werden sollte -- der Passempfänger soll nicht grundsätzlich von der Verantwortung, sich der Spielsituation und seiner unmittelbaren Umgebung bewusst zu sein, befreit werden, außerdem fordert man ja weiterhin von ihm, dass er sich unmittelbar vor dem Pass entsprechend frei läuft und sich nicht passiv verhält, um sich dann auf das Kommando zu verlassen.
Aber ich halte die Kommandos dennoch für sinnvoll, gerade im Mittelfeld, wo die Gegner aus allen Richtungen den Passempfänger angreifen können, wo der Ball häufig mit Rücken zum Tor angenommen werden muss (trotz des Bestrebens nach offener Stellung) und wo der Spieler, der ihm den Ball zuspielt, häufig einen besseren Überblick hat. Also z.B. wenn der Torwart, ein Innen- oder Außenverteidiger der Passgeber ist und Empfänger ein Mittelfeldspieler oder Stürmer. Da kann man den Passempfänger durchaus entlasten, wenn man ihm quasi ein weites Paar Augen spendiert, dass den Raum hinter ihm überblicken kann. Und da meiner Erfahrung nach die meisten Spieler im Kinder- und Jugendfußball von sich aus eher weniger als zu viel kommunizieren, halte ich es auch durchaus für geboten, das gegenseitige Coaching zu fördern, vielleicht sogar über ein paar Trainingseinheiten und Spiele explizit zu fordern, einfach, damit es für sie nicht mehr ungewohnt ist.
Noch eine Situation, in der ich das Coaching durch die Mitspieler für absolut sinnvoll halte ist der eines schlecht gespielten Passes oder der eines Querschlägers: der Spieler, der diesen dann erlaufen muss, befindet sich ja in einer nicht antizipierten Situation und muss da ja oft dermaßen rennen, dass er sich eben keinen Überblick mehr verschaffen kann. Und da ist es sehr hilfreich, wenn seine Mitspieler ihm mitteilen, ob ihm ein Gegenspieler auf den Fersen ("Hintermann") ist oder nicht ("Zeit"). Übrigens rate ich meinen Spielern dazu, sich auch in letzterem Fall damit zu beeilen, zum Ball zu kommen, damit sie dann nämlich den Zeitvorteil maximal nutzen können. Viele Spieler neigen dazu, beim Zuruf "Zeit" hingegen vom Sprint in den gemütlichen Jog zu verfallen, so dass sie dann entweder doch von einem reaktionsschnellen Gegner überholt werden, oder aber direkt unter Gegnerdruck geraten, wenn sie beim Ball sind.
