Drehen und Klatschen F Jugend

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  • Wie bereits ausgeführt sollte der Spieler nicht von der eigenen Verantwortung befreit, sondern unterstützt werden.
    Der Verweis auf H.Wein überzeugt mich jedoch nicht.
    Nach meiner Meinung wird durch die Kommunikation und der dem Mitspieler bewußt gemachten Verantwortung über den eigenen Part, der Prozess der Erlangung von Spielintelligenz eher gefördert.
    In den jüngeren Jahrgängen ist häufig ein kurzes Abschalten nach eigenen Aktionen zu beobachten.
    Ziel sollte jedoch ein über die eigenen Aktionen hinaus mitspielender und mitdenkender Spieler sein.
    Der Ansatz kommt in der F - Jugend sicherlich zu früh, aber in den folgenden Jahrgängen ist eine eingeforderte Kommunikation sicherlich hilfreich den Prozess von Antizipation des Spielgeschehens zu unterstützen.
    Zutreffender Weise darf hierdurch jedoch kein Ambivalent der Fernsteuerung durch den Trainer entstehen.

  • Meine Überlegungen waren zum einen, dass es doch deutlich besser ist wenn Kinder Kinder coachen anstatt der Trainer.
    Zum anderen beruht es auf eigener Erfahrung. Ich habe als AJ D Jugend davon gehört aber in unserer Mannsxhaft wurde es unter den Teppich gekehrt. Evtl weil es schon zu spät war?

    "Der Chef auf dem Platz ist die Spielsituation" (Karsten Neitzel)

  • den Prozess von Antizipation des Spielgeschehens zu unterstützen.
    Zutreffender Weise darf hierdurch jedoch kein Ambivalent der Fernsteuerung durch den Trainer entstehen.


    und ist es aber so, dass es doch Trainer gibt, die die Ablehnung der Fernsteuerung so auffassen, dass gar keine Unterstützung gegeben werden darf.


    nach dem Krieg das Schulsystem mit Rohrstock und Auswendig lernen, damals zeitgemäss, heute undenkbar. Aber heisst das, dass es heute nur noch Walldorfschulen geben dürfte, und alles was dazwischen liegt antiquitiert ist?


    wer damals zur Schule ging, und heute wieder . Lehnt natürlich das Frühere ab, lernt er dann Walldorf kennen findet er das als Ideallösung, wenn er in all den dazwischenliegenden Jahren nicht mitbekommen hat, dass da auch sinnvolles dazwischen liegt.
    Nun gibt es auch die absoluten, anderes auschliessende Walldorfverfechter. So ist mir auch schon der ein und andere Schreiber
    bei mir angekommen.

  • Meine Überlegungen waren zum einen, dass es doch deutlich besser ist wenn Kinder Kinder coachen anstatt der Trainer.

    Vom Grundgedanken sicherlich gut, aber in der Praxis hochgradig unwahrscheinlich. Wenn wir über Kinder sprechen, würde ich Bereich E-Jgd und jünger damit verbinden, ab D- Jgd sind das ja schon fast jugendliche ?! oO


    Ich behaupte, dass der Kinderfußball nicht vom Coaching per Se lebt, erst recht nicht vom Coaching der Kids untereinander. Ich finde es ausreichend, wenn die Kinder die Bälle fordern, oder Grundworte benutzen. Dreh, Klatsch usw halte ich in dem Bereich definitiv für zu viel. Detailliertes Coaching bzw Coachingworte ab der D-Jugend halte ich aber für absolut sinnvoll und notwendig.

  • Nach meiner Meinung wird durch die Kommunikation und der dem Mitspieler bewußt gemachten Verantwortung über den eigenen Part, der Prozess der Erlangung von Spielintelligenz eher gefördert.


    Im Allgemeinen gebe ich Dir recht - auch tobn kann ich gut nachvollziehen.


    Im konkreten Beispiel "Klatsch+Dreh" sehe das Kommunizieren der Wörter "Klatsch+Dreh" als keine Förderung der Spielintelligenz. Für mich sind diese Kommandos in den meisten Fälle Alibi-Kommandos. Es ist sicherlich nicht selbstverständlich, dass Kinder "Dreh+Klatsch" sagen, aber für mich ist es zu einfach, "Klatsch" zu sagen, wenn ein Hintermann anwesend ist, oder "Dreh", wenn Keiner deckt (v.a. wenn es in unzähligen Trainingseinheiten trainiert wird). Resümierend: keine Förderung der Spielintelligenz in meinen Augen.


    Situativ kann es jedoch vorkommen, dass ich es gut finde (siehe ersten Beitrag), oder z.B. wenn ältere Spieler dieses Kommando gezielt im Spiel einsetzen, da sie überblicken, der Mitspieler hat nicht die Zeit&Raum, die Situation richtig einzuschätzen.

    Liegt wie immer an der Perspektive.


    Halte wir haben dennoch fest, in einer F-Jugend völliger Quatsch.

    "Don't forget to love your haters. They keep you motivated."

  • Halte wir haben dennoch fest, in einer F-Jugend völliger Quatsch.


    halber Widerspruch.


    im spiel stimme ich dir zu, viel zu früh.


    aber in der F habe ich mit den Spielern erarbeit, welche Möglichkeit sie haben, wenn ihnnen der Ball zugespielt wird.
    zrürückpassen, Ball verarbeiten und abschrimen, gehen.


    Und kurzfristig hab ich da in der Einübung- bzw, Kennenlernphase sehr wohl mit Kommandos geübt.


  • Nur: wer hat da die Kommandos gegeben? Ich vermute, das warst du, oder? Das ist dann ja auch OK, quasi als Einführung unter etwas realistischeren Bedingungen, du teilst ihnen dann also in einer konkreten Situation deine Einschätzung mit, so dass sie später die ähnliche Situation wiedererkennen und dann entsprechend handeln können. Kann man machen. Ich selbst würde wahrscheinlich da aber eher dem Ansatz von Horst Wein folgen und das Thema weniger rein instruierend angehen als vielmehr gemeinsam mit den Kids erarbeiten. Konkret also vielleicht dieselbe Übung machen wie du, aber ohne Kommando. Und dann jeweils fragen, wie es denn lief, warum der Ball beim Versuch des Aufdrehens verloren ging, was die Alternative gewesen wäre, usw..


    Dennoch widersprichst du personalityX, wie ich finde, überhaupt nicht, denn es geht ja um die Frage, ob F-Junioren sich gegenseitig mittels "Dreh!" und "Klatsch!" coachen können. Und nein, das können sie nicht, das wird meiner Meinung nach erst in der E-Jugend halbwegs funktionieren, und auch da eher so in Richtung zweites Jahr.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Dennoch widersprichst du personalityX, wie ich finde, überhaupt nicht, denn es geht ja um die Frage, ob F-Junioren sich gegenseitig mittels "Dreh!" und "Klatsch!" coachen können. Und nein, das können sie nicht, das wird meiner Meinung nach erst in der E-Jugend halbwegs funktionieren, und auch da eher so in Richtung zweites Jahr.

    Ich erhöhe auf D-Jugend, da kann, da sollte es wirklich funktionieren können. Vereinzelt sicher auch in der E-Jugend, aber das erscheint mir ne Ausnahme. Ich habe zur Zeit Übergangsweise eine U12, die sogar schon Leistungsorientiert ist und war, und da ist es so ungefahr 50/50. Viele sind selbst da noch viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass sie noch Coaching für andere übernehmen könnten und würden. Aber es wird :)

  • Ich stimme dir zu M3rlin. Wobei es halt ein paar Spieler gibt, die dazu schon in der E-Jugend in der Lage sind. Der Anteil erhöht sich dann mit der Zeit und in der D-Jugend sind es ein paar mehr. Und es gibt auch welche, die dazu auch am Ende der D noch nicht in der Lage sind. Das ist sehr individuell. Aber F ist auf jeden Fall zu früh.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Ich vermute, das warst du, oder? Das ist dann ja auch OK, quasi als Einführung unter etwas realistischeren Bedingungen, du teilst ihnen dann also in einer konkreten Situation deine Einschätzung mit, so dass sie später die ähnliche Situation wiedererkennen und dann entsprechend handeln können. Kann man machen. Ich selbst würde wahrscheinlich da aber eher dem Ansatz von Horst Wein folgen und das Thema weniger rein instruierend angehen als vielmehr gemeinsam mit den Kids erarbeiten. Konkret also vielleicht dieselbe Übung machen wie du, aber ohne Kommando. Und dann jeweils fragen, wie es denn lief, warum der Ball beim Versuch des Aufdrehens verloren ging, was die Alternative gewesen wäre, usw..


    stimmt , zuerst ich, Ich fing aber immer auf der tieftsmöglichen Basis an und ging dann nach Oben, liess dann aber auch die
    Kids durchaus das Kommando geben. Alles aber immer nur begrenzt und nie dauerhaft, wenns erkannt und sass, kam der nächste Schritt.


    Ob jetzt nach meiner Art, oder doch bessr nach Wein, hängt für mich wiederum ,wie bei vielem anderen auch von den Spielern ab, die vor mir stehen.