Ich habe aus einem anderen Thread ein Thema neu aufgegriffen:
Wie sieht es mit den Spielanteilen von "schwächeren" Kindern aus?
Meine Meinung sollte aus anderen Beiträgen klar sein.
Es gibt ganz entscheidene Punkte, die den Einsatz von diesen Kindern erschweren. Vielleicht gibt es auf die nachstehende Fragen Antworten, die unerfahrenen Trainern die Möglichkeit geben, mit den leistungsschwachen Kindern vernünftig umzugehen.
1. Der Leistungsdruck. Spiele sollen gewonnen werden! Durch den Einsatz "schwächerer" Kinder bringe ich den Erfolg in Gefahr. Kann jeder Trainer damit umgehen?
2. Einige Eltern. Sie verstehen nicht, warum man sein Team freiwillig schwächt.
3. Das Team. Kann jedes Kind im Team wirklich damit umgehen, wenn Spiele freiwillig "verschenkt" werden?
4. Das "schwächere" Kind. Wir wissen alle, Kinder können im Umgang miteinander brutal sein, weil sie sehr ehrlich sind. Laufe ich nicht Gefahr das Kind ins soziale Abseits zu stellen?
5. Bis zu welcher Altersklasse kann ich einem leistungsschwaches Kind genügend Spielanteile bieten? Ist es nicht manchmal besser, offen die Schwäche anzusprechen bis hin zur Empfehlung, sich eine andere Sportart zu suchen?
Einsatz von "leistungsschwachen" Kindern?
Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung
-
-
Moin,
immer wieder schön Deine Formulierungen zu lesen! Aber hierzu kann man einen Roman schreiben.
Allein schon die Definition, was stärker und schwächer ist. Ich hatte z.B. einen Jungen der war immer 2 Köpfe kleiner als andere. Aber eine Spielintelligenz dabei, die andere mit 18 nicht haben werden. Ist das schwach? Leider werden aber ausschließlich Kids als stark bezeichnet, die körperlich weiter sind als die Anderen.
Du wirst keine generelle Antwort für dieses grosse Problem finden. Natürlich werden jetzt wieder viele kommen und sagen: alle müssen spielen. Aber in der Praxis wird das selten so gemacht.
Gehen wir doch mal von hinten ran: Sind die Spiele wirklich so wichtig? Müssen die Spiele für die Kids wirklich so wichtig gemacht werden?
Wenn der Verein in der Altersklasse mehrere Mannschaften gemeldet hat, dann ist das etwas einfacher. Dann sammeln sich irgendwann, bei uns z.B. ab der E-Jugend, diejenigen, die etwas mehr erreichen/lernen wollen. Und ja, die Kids wollen das von selbst. Das merkt man als Trainer schnell, vor allen Dingen, da sie keine Unterstützung der Eltern bekommen.
- 1: Ist hier nicht das Problem. Generell ist die erste Mannschaft die "Leistungsmannschaft", die zweite Sammelbecken für Neuanfänger und die "schwächeren" Kids.
- 2: Kann ich teilweise Nachvollziehen.
- 3: Nein, das können sie in jungen Jahren auf keinen Fall. Das gibt ziemlichen Sprengstoff in der Mannschaft.
- 4: Ja, auf jeden Fall. Das sind dann aber auch die Kids, die schnell wieder aufhören.
- 5: Bei uns war bis zu F-Jugend noch alles egal. Ab der E-Jugend wurde es deutlich härter, weil die Gegner deutlich besser wurden. Ein Indiz dafür, das ab dort schon ausgesiebt wird.
Einzelfällen muss man wirklich sagen, das eine andere Sportart besser zu ihnen passt. Aber das muss man normalerweise den Eltern sagen...
Generell ist es eine Frage der Ausrichtung des Vereins. Sollen die Kids ausgebildet werden oder sollen sie nur beschäftigt werden? -
Erst einmal Hallo an Alle, verfolge das Forum schon eine ganze Weile, bisher allerdings nur passiv. Dies ändert sich somit.
Kurz zu mir: Bin selbst derzeit Betreuer einer E-Jugend, 96er Jahrgang und mittlerweile im 4. Jahr im Jugendfussball als Trainer aktiv.
Die von Uwe gestellten Fragen sind mit Sicherheit nicht leicht zu beantworten. Hier stellt sich schon, wie mein Vorredner richtig bemerkt hat, die Frage was als gut oder schlecht einzustufen ist.
Gerade im unteren Jugendbereich "lebt" ein vermeintlich gutes Kind oftmals von seiner körperlichen Überlegenheit gegenüber den Mitspielern bzw. Gegnern. Leider werden solche Kinder oftmals in Ihrer Spielweise von Trainer/Betreuern/Eltern bestärkt ohne dabei zu beachten ob ausgeführte Aktionen auch technisch richtig durchgeführt werden, vom Mannschaftsspiel mal ganz abgesehen. Da kommt wohl der übertriebene Siegeswille zu Tage ohne Rücksicht darauf wie der Sieg überhaupt erreicht wird.
Doch was machen solche Kinder, wenn der körperliche Vorteil nicht mehr da ist?? Ich habe selbst schon während meiner aktiven Laufbahn und seit Beginn meiner Trainertätigkeit mehrfach erleben müssen, dass solche Kinder irgendwann hinten runter fallen weil das eigentliche fussballerische Können aufgrund des vermeintlichen Erfolges auf anderem Wege nicht vermittelt wurde und diese Missstände nicht merh aufzuholen waren.
Hier kann die Devise nur lauten: Jugendtraining muss als langfrisitges Projekt verstanden werden und der Erfolg sollte sich (hauptsächlich) darauf konzentrieren den einzelnen in seiner Entwicklung weiterzubringen.
Spiele sollten natürlich möglichst erfolgreich gestaltet werden, allerdings nicht um jeden Preis. Zum Sport gehört auch, dass man eine eventuell bessere Leistung eines Gegners respektiert. Gewinnen kann jeder, verlieren muss gelernt sein und gehört auch zu den Themen die einem Jugendfussballer vermittelt werden sollten. -
Hallo ht, Herzlich Willkommen im Forum.
Um Missverständnisse zu vermeiden:
Als ich das Thema eröffnet habe, viel es mir sehr schwer auszudrücken, wie ich die Kinder bezeichen soll. Mir fiel hierzu nur der Ausdruck "schwächere" ein.
Jeder Trainer kennt das: Aus "schwächeren" Kinder werden mit zunehmenden Alter Leistungsträger.
Trotzdem stand jeder Trainer schon vor dem Problem:
Dein Team führt knapp in der zweiten Halbzeit und du schaust deine Auswechselspieler an. Dir ist klar, du musst wechseln, um jedem Kind genügend Spielanteile zu geben, läufst aber Gefahr, dein Team durch diesen Wechsel extrem zu schwächen und das Spiel zu verlieren. Und jetzt?
Wie gehe ich bloß damit um?
Kinder aussortieren weil sie, sagen wir ruhig "absolut unsportlich" sind? Vor dieser Situation stand ich schon, mit einem behinderten Kind. Ich wollte mit den Eltern sprechen, sehr oft. Dieses Kind war absolut glücklich im Team und das Team hat das Kind in seine Mitte aufgenommen, allerdings nur vor und nach den Spielen. Im Training wollte niemand mit diesem Kind in einer Gruppe trainieren. Die soziale Bindung war da, aber nicht die sportliche. Ich hätte es niemals übers Herz gebracht, dieses Kind auszuschließen, obwohl es für die sportliche Entwicklung des Teams besser gewesen wäre. Im D-Jugend Alter verließ das Kind dann freiwillig den Verein. Manchmal denke ich, ich hätte anders reagieren müssen. -
Ja, solche Momente kennt jeder Nachwuchstrainer und ich glaube das sind auch die Momente auf die jeder gerne verzichten würde.
Auch in meiner Truppe (17 Kinder, 96er Jahrgang also momentan noch der jüngere E-Jugend Jahrgang) ist der Leistungsstand sehr unterschiedlich. Damit jeder genügend Spielpraxis erhält habe ich schon desöfteren für die "schwächeren" Kinder Freundschaftsspiele durchgeführt. Um gleich Missverständnisse zu vermeiden: Auch die "schwächeren" Kinder sind bei den offiziellen Rundenspielen nicht außen vor, haben dort aber nicht immer die volle Einsatzzeit.
Meistens haben wir gegen unsere eigene F1 Jugend gespielt, das ließ sich ohne großen Aufwand organisieren. Das ganze fand nicht im Trainingsoutfit mit Leibchen sondern ganz offiziell mit Trikots und allem was dazu gehört statt. Meistens gingen die Spiele knapp für uns aus, es gab auch mal ein Unentschieden. Meine "schwächeren" Jungs hatten dann immer lange Spielzeiten, persönliche Erfolgserlebnisse und es hat allen Spass gemacht. Und die Spieler der F-Jugend waren, auch wenn sie knapp verloren hatten, nicht enttäuscht, Sie hatten ja gegen die "Großen" gespielt.
Ich hatte am Anfang etwas Bedenken, dass solche Aktionen zu einer 2-Klassengesellschaft innerhalb der Mannschaft führen aber das war nicht so. Durch das hierdurch bei den "schwächeren" gestärkte Selbstbewußtsein sind die Kinder noch enger zusammengerückt. Natürlich sollte man allen Kindern klarmachen, dass auch ein solches Freundschaftsspiel den gleichen Stellenwert wie ein "offizielles" Rundenspiel hat. -
Moin,
da hat mein Vorredner einen wichtigen Punkt angerissen. Die Wichtigkeit der Punktspiele wird viel zu hoch gehängt. Für die Kids ist es in der Regel nur ein Spiel und nicht selten wird nach dem Spiel gefragt, wie es denn ausgegangen ist.
Die Trainer haben schlicht und einfach kaum Unterschied zu machen zwischen Punkt- und Freundschaftsspielen. Wenn dann noch Turniere dazu kommen, dann ist genug Spielzeit für alle vorhanden. -
Die bisherigen Einträge sprechen mir aus dem Herzen. Ich weiss nicht wie oft ich diesen Spruch hier im Forum schon erwähnt habe, ich finde ihn aber so wichtig, dass ich ihn gerne nochmals aufschreibe: "Nur aus einer guten Breite wächst eine gute Spitze!!!"
Die wichtigkeit von Spielpraxis ist nicht nur bei den Profis wichtig. Bei den Kleinen ist sie noch viel Wichtiger!!! Denn nur im Spiel lernen sie neue Sachen dazu. Sie lernen das ausfürhen von bestimmten Aufgaben, sowie das umgehen mit Siegen und Niederlagen.
Genau nach diesem Prinzip versuche ich mit meiner Mannschaft zu arbeiten. Ich habe nun angefangen, die Einsatzzeiten der Spieler genau zu analysieren. Meine Mannschaft bestreitet nur Turniere mit 7 Spielen a ca. 10 Minuten (5er Fussball). Ich nehme pro Turnier ca 9 od 10 Spieler mit. Das heisst mindestes die Hälfte spielt nicht immer. Ich wechsle jedoch sehr häufig. Jedes Kind spielt in jedem Spiel! Ich habe mir vor einiger Zeit ein Diktiergerät gekauft. Dort halte ich alle Wechsel und Tore mit Zeitangabe fest. Ich kann nach dem Turnier also die Spielzeiten jedes Spielers auswerten. Durch diese Analyse kann ich den Kindern auch sage, dass sie nicht (viel) weniger Spielen als andere. Jeder Spieler hat von sich das gefühl er spielt am wenigsten, da die Kinder in diesem Alter wenig Zeitgefühl haben. Ich kann den Kindern jedoch anhand der Zeiten zeigen, dass sie unrecht haben. Das erleichtert mir auch die rechtvertigung gegenüber den Kindern. Dabei sind mir einige Sachen aufgefallen:
- Ich setze unbewusst die Stärkeren Kinder etwas länger ein.
- Die schwächeren Spieler spielen in spielen gegen schlechtere gegner mehr als die stärkeren. Während es in Spielen genen stärkere Gegner umgekehrt ist.
- Es gibt verschiedene Spielertypen was die Einsatzzeit betrift:
Wir-drehen-das-Spiel-Kinder
Natürlich gibt es auch Spieler, welche sagen: " Wenn du uns im Sturm spielen lässt gewinnen wir das Spiel". Diesen Kindern gebe ich teilweise die Chance es zu beweisen. Wenn es klappt haben sie reht gehabt. Ich sage ihnen jedoch, dass sie durch die zusätzliche Einsatzzeit im nächsten Spiel weniger zum Einsatz kommen. Wenn die Spieler dies frühzeitig wissen und sich darüber freuen, dass sie das Spiel drehen konnten ist dies kein Problem. Gewinnen wir das Spiel jedoch nicht haben sie nicht recht gehabt und die anderen Kinder dürfen auch versuchen das Spiel zu gewinnen.
Weniger-Einsatzzeit-Kinder
Ich habe jedoch auch etwa 3 Kinder, die nicht so viel Spielen wollen oder können (Gesundheit). Diese brauchen nicht sehr viel einsatzzeit. Sie bekommen jedoch in jedem Spiel die Chance zu Spielen, falls sie wollen und können.
Wechsle-die-schlechten-aus-Kinder
Am schwierigsten ist es den stärkeren Kindern zu erklären, warum die schwächeren nun Spielen. Erklärungen wie es sollen alle Kinder spielen könnnen sie mit wir wollen doch das Spiel gewinnen widerlegen. Es gibt wohl keinen Trainer, der nicht gerne Spiele gewinnt (es sollte jedoch nicht 1ste Prio. sein.). Diesen Kindern erkläre ich dann ihre Vorbildfunktion. Die schwächeren Kinder lernen von den Besseren! Nun sind sie solz auf sich. Dann wechsle ich das Kind zusammen mit etwas schächeren ein und fordere das Stärkere auf das Team auf dem Feld zu fürhen. So werden aus guten Spielern sehr gute Spieler. Sie sind solz wenn sie einem schwächeren Kind ein Tor vorbereiten können! Das sind die tollen Erlebnisse!
Aufgrund meines wohl etwas wirren beitrages sehen sie wieviele Gedanken mir bei diesem Thema durch den Kopf schiessen. Die gestellten Fragen muss jeder Trainer für sich beantworten und leben. -
Hallo Fluegi,
gebe Dir vollkommen recht, das schwierigste ist den Kindern zu erklären warum schwächere Spieler mitspielen oder gar anstelle von stärkeren Kindern spielen.
Doch an was macht man fest, was schwach oder stark ist. Die Erfahrung zeigt, dass hauptsächlich diejenigen Kinder als stark eingestuft werden, die auch die Tore schießen. Unabhängig davon wie die Toren zustande gekommen sind. Oftmals wird zwar ein Tor erzielt aber die Technik wurde nicht richtig ausgeführt, zuviel Eigensinn, es wurde nicht abgespielt etc.
Es ist nicht ganz einfach hier entgegenzuwirken. Ich mache das in der Form, dass ich grundsätzlich zuerst und mehr den Vorbereiter eines Tores lobe und danach den eigentlichen Torschützen. Dies hat sich gut bewährt, die Eigensinnigkeit hat stark abgenommen, der starke spielt auch viel lieber einen schwachen an weil er auch dafür sein Lob bekommt und besonders erfreulich: die schwächeren kommen somit auch zu mehr Erfolgserlebnissen.
Grundsätzlich versuche ich natürlich den Kindern zu vermitteln, dass alle Kinder am Erfolg beteiligt sind, auch der Torwart, der Abwehrspieler, der Einwechselspieler und nicht nur die Torschützen oder Vorbereiter.
Auch lege ich Wert darauf, dass auch im Spiel versucht wird Aktionen richtig auszuführen. Mir ist es lieber, ein Schuß geht mal vorbei wenn die richtige Schußtechnik oder auch mal mit dem schwachen Fuß probiert wurde anstatt nur den Ball mit allen Mitteln ins Tor kriegen zu wollen.
Kinder neigen dazu sich schnell Dinge anzueignen wenn Sie hiermit mal Erfolg hatten, egal ob es richitg war oder nicht. Ich bin allerdings der Meinung, dass hier der kurzfristige Erfolg gegenüber dem richtigen Erlernen hinten anstehen muss. Jugentraining kann nur eine langfristige Sache sein und über längere Zeit wird sich nur "Qualität" durchsetzen. -
Ich betreue eine Mädchenmannschaft. Hier ist es so das immer wieder neue, ungeübte Spielerinnen interesse am Fußball durch Freundinnen oder Schulkammeradinnen bekommen.
Das bedeutet die Leistungsunterschiede zwischen langjährigen Spielerinnen und Anfängerinnen enorm sind. Bis sich eine neue Spielerin halbwegs entwickelt dauert es in der Regel 1/2 bis zu einem Jahr.
Meine besten Erfahrungen habe ich damit gemacht neue Spielerinnen im Sturm ihre ersten Erfahrungen machen zu lassen. Somit ist das Risiko einen entscheidenen Fehler zu einem Gegentor bzw. für eine Niederlage verantwortlich zu sein gering. Das verbessert in jedem Fall das Standing gegenüber der Mannschaft. Dadurch ist die Spielerin nicht gleich in der Kritik der Mitspielerinnen.
Fußball ist ein Mannschaftssport. Das bedeutet das fast immer irgendeine, oder mehrere Schwache/Schwächere in einer Mannschaft gibt. Als Trainer gilt es diese auch beim Gegner zu erkennen. So lasse ich bewußt schwächere Spielerinnen falls möglich gegen schwächere Gegnerinnen spielen. Unabhängig davon müssen die besseren für die schlechteren einstehen. Will heißen ich erwarte das sie Fehler ausgleichen und falls erforderlich mehr laufen und kämpfen um diese Fehler auszugleichen.
Je mehr sich die neuen Spielerinnen in der Mannschaft intergrieren umso mehr Verantwortung bekommen sie in einem Spiel zugeteilt. Dies kann problemlos in Freundschaftspielen / Tunieren oder gegen offensichtlich schwächere Gegner getestet werden. Zum einen um zu sehen ob sie sich weiterentwickelt haben und zum anderen um einzuschätzen wie die entsprechende Spielerin gefördert werden muß.
Absolut untalentierte Spielerinnen habe ich bisher nicht kennen gelernt.
Auch wenn es sich sehr hart anhört, aber in diesem Fall würde ich mit dem Kind/Eltern reden und darauf hinweisen das das Kind kein Talent für Fußball besitzt. Dies würde ich natürlich anders verpacken bzw. äußern. Zum Beispiel in dem man darauf hinweist, das es andere Sportarten gibt, die dem Kind und dem Talent gerechter werden und sicherlich mehr Spaß und Freude für das Kind bedeuten.
Jedes Team ist auf seine Ersatzspieler angewiesen. Es gilt also allen das Gefühl zu geben das sie ein Teil der Mannschaft sind und gebraucht werden. Jeder Ersatzspieler hat seine Aufgabe und sollte das Ziel haben in der Stammelf zu spielen. Allerdings sollten Ersatzspieler ihre Leistung auch richtig einschätzen können, um nicht ihren Einsatz einzufordern, ohne die entsprechende Leistungsbereitschaft zu besitzen.
www.bcefferen.mx35.de -
Es gibt gute aber auch schlechter Trainer. Ich findes wichtig schlechter Spieler/in laufen lassen, es muss lernen Fussball zu spielen ,wenn man keine Spielzeit bekommt ,kann man auch nicht besser werden.
sorry wenn das Kind will Fussball spielen, soll es doch. Wir sind im Breitensport tätig nicht im Spitzensport. -
Guten Morgen,
einschwieriges Thema und sicherlich auch altersbedingt unterschiedlich.
Bei den jüngeren Jahrgängen halte ich es für sehr wichtig auch"schwächeren"Spielern eine Chance zu geben.Es gibt viele die sich erst mit der Zeit entwickeln,wir kennen schließlich alle die Geschichte vom hässlichen Entlein,oder!?
Zudem ist dort der Spaß immer vordergründig zu sehen,die Spreu vom Weizen trennt sich nachher automatisch in den höheren Altersklassen C-B,wenn es je nach Verein in den Leistungsbereich geht.
Es haben schon viele den Fehler gemacht Spieler die nicht "fertig" waren weg zu schicken,diese haben dann in anderen Vereinen das "laufen" gelernt,weil dort ein Kollege Mühe und Geduld aufgebracht hat,ihnen ihre Spielanteile gewährt hat und die Kinder sich entwickeln konnten.
Und dann kommt der Moment-,man tritt in den Leistungsbereich ein-,hat unter Umständen einige "Stars"z.B.durch Umzug oder Schulwechsel verloren ,hat ein Loch im Team und muß über Land sich neue Spieler suchen-und vor einem stehen die Jungs und Mädels die man ehemals als zu "schwach" eingestuft hat,aber sie haben nichts vergessen-sie lach einen aus und schießen ihre Tore gegen uns!!!
Also Fazit,lieber als Trainer mal den Erfolg zurück stellen und auch den "schwächeren" eine Chance geben.
Ein 2:1 ist auch gewonnen,es muß nicht immer das 5,6,7,..:0 sein.
Ich selber (an der alterbedingten Grenze tätigTrainerC2 von dreien) stelle diese Spieler in den Sturm ,eine vertane Chance ist nicht so schlimm,wie ein gefallenes Gegentor,nicht für den Spieler und nicht für den Trainer und die Mannschaft.
Und in der nächsten Saison spielen sie dann ihren Möglichkeiten entsprechend-weiterentwickelt oder nicht-eben 1.,2. oder 3. Mannschaft.
Gruß Conny -
Hallo Leute, auf Grund negativer Erfahrungen komme ich zu folgender Meinung,
kurz gesagt kann man Punkt 1 bis 5 durch eine Handlung umgehen:
Mannschaften sollten meiner heutigen Meinung nach streng nach Leistung besetzt werden! Dieses gilt für mich seit kurzem auch im unteren Jugendbereich! Hierzu sollten regelmäßige Sichtungstrainings innerhalb des Vereines abgehalten werden. In Betracht käme für mich Ersatzweise auch, dass unauffällig -kundige- Trainer den Mannschaften und deren Trainern mal über die Schulter schauen. Dieses gilt vor allem für größere Vereine die beispielsweise mehr als drei F oder E Jugenden auflaufen lassen.
Diese Vorgehensweise hätte viele Vorteile:
1. Es spielten erwarteter Weise ziemlich gleich starke Spieler in einer Mannschaft
2. Spieler die im Vorjahr nicht so leistungsstark waren, sich aber gesteigert haben, hätten so eine Chance auch in ihrer Leistungsgruppe zu spielen
3. Kinder die in ihrer fussballerischen Entwicklung stehen geblieben sind, würden nicht überfordert und spielten ebenfalls in ihrer Leistungsgruppe statt -einmal erste Mannschaft, immer erste Mannschaft wäre somit ausgeschlossen. Sie würden theoretisch aus der ersten Mannschaft zurück in die Zweite oder gar Dritte gestuft. Diese Maßnahme würde ich kindgerecht erst zum Saisonwechsel vornehmen.
Ich würde hier auch keine Rücksicht mehr auf Freundschaften nehmen. Motto: Wer gern bei seinem Freund spielen will, kann das ja tun ---- dann eben nicht in der ersten Mannschaft!
Gruss Andre -
moin moin
also mich schreckt das ganze jetzt ein wenig ab.
gibt es kinder erster klasse und kinder zweiter klasse?
sind die starken aufgrund ihres Talents (oder einfach durch ihre physis oder rücksichtslosigkeit) die wichtigeren kinder oder sind nicht auch die anderen kinder wichtig, die gerne und mit leidenschaft spielen, aber nicht so durchsetzungsfähig oder geschickt sind? ich finde doch, da auch diese kinder in unseren sportvereinen besser aufgehoben sind als auf der straße oder vor der playsi. und die fallen durch und verlieren die lust, wenn sie im unteren niveau eingegliedert werden. für mich ergeben sich die erste und zeite usw. der jeweiligen jugend durch alter und vor allem durch zusammenhalt schon von der f-jugend an.
ich weiß auch nicht, von welchen kinderzahlen hier ausgegangen wird. wenn ich bei meiner zukünftigen d nicht die schwächeren bereits in der e mitgeommen hätte, gäbe es jetzt ein problem, rein von der anzahl her. außerdem haben sich die schwachen gesteigert und durch die stärkeren kinder mitziehen lassen. das ist jetzt eine einheit, ohne stress und befindlichkeiten und alle rennen für alle. sicherlich gibt es den einen oder anderen, der bei intensiveren trainings noch besser wäre, aber wollen die das wirklich oder ist der "freund" nicht mindestens genauso wichtig?! ey leute, das sind kinder, haltet sie alle in den sportvereinen, unabhängig ihrer leistung, zumindest in diesem alter.
neulich habe ich ein sichtungstraining des dfb miterleben dürfen. die jungs haben sich die kinder (e-jugend) rausgepickt, die am größten waren, die am schnellsten liefen und am egoistischen gespielt haben. gerne wurde auch disziplinlosigkeit gegenüber den trainern bei einer auswechslung lächelnd als bissigeit kommentiert. "der will spielen, das ist gut!" hieß es. was soll das denn? keine kleinen techniker, stille aber wichtige mannschaftsspielerIn? sorry, aber das finde ich sch...! mein ansatz ist ein anderer.
schönen tach noch -
Ja und ja. Ihr habt beide recht. Optimal sind meiner Ansicht nach zwei Mannschaften pro Jahrgang, eine stärkere und eine schwächere. Die aber zusammengehören, gleichzeitig und zum Teil zusammentrainieren. Wo die Trainer sich austauschen und zusammenarbeiten, außersportliche Aktivitäten, Hallenbad, Ausflug, Abschlussfest gemeinsam durchgeführt werden. Zusätzlich sollte man dann für die Turniere mal die rein leistungsbezogene Einteilung aufbrechen, um allen mal die Gelegenheit zu geben, mit starken Mitspielern zusammenzuspielen.
Gerade für Kinder, die von ihrer "Leistung" gesehen Grenzfälle sind, kann es dann hart sein, in der zweiten Mannschaft zu spielen. Da ist dann das Fingerspitzengefühl der Trainer gefragt, diese Spieler dann für die zweite Mannschaft zu motivieren ("Die Mannschaft braucht euch, ihr seid dort wichtige Spieler") und ggf. für ihr Engagement mit dem einem oder anderen Einsatz in der "Ersten" zu belohnen.
Das wichtigste an der ganzen Sache ist: Die Spieler sollen wissen, dass sie zusammengehören, egal ob - sagen wir - E1 oder E2! Und auf jegliche Andeutung von Sprüchen wie "Ätsch, ich spiel E1 und du nur E2!" MÜSSEN die Trainer rigoros reagieren!!! -
Moin,
Andre: so sehr ich Deine Meinung teile, so muss man bedenken, das die wenigsten Vereine in jeder Altersstufe 2 Mannschaften (gut und schlecht) haben. Die meisten dürfen froh sein, wenn sie überhaupt eine D-Jugend 11er zusammen bekommen (zumindest hier auf dem Lande).
Wir Trainer sind dafür da, das alle Fussball lernen, nicht nur der vermeintliche Superstar. Es gibt genügend Methoden, die sowohl den schwachen, als auch den starken Spieler fordern und fördern.
Die starken Spieler wechseln sowieso schon woanders hin, wenn sie nicht von Bundesligisten wegefischt werden.
Wir haben selber eine starke Mannschaft, machen alles in Eigenregie und erhalten vom Verein überhaupt keine Unterstützung. Im Gegenteil: uns wird deutlich gesagt, daß es eine Breitensportveranstaltung ist! Obwohl wir im E-Jahrgang 4! Mannschaften (2 jüngere, 2 ältere) haben.
Dein Konzept der Stärksten geht leider nur bei ganz, ganz wenigen Vereinen. Starken Spielern bleibt leider oft nichts anderes übrig, als zu Bundesligisten zu gehen, sofern sie genommen werden. Über den Sinn äußere ich mich hier nicht...
Auf Freundschaften sollte man in einem gewissen Alter schon Rücksicht nehmen. Sonst hören die Kids einfach auf.
Es gibt noch einen schönen Spruch: Es gibt keine schlechten Spieler, es gibt nur schlechte Trainer.
Zusatz: Den Kids selber macht der Einsatz der "schwächeren" am wenigsten aus. Solange diese sich bemühen, rennen wie wild, alles geben, erhalten diese nie einen Vorwurf von den Mannschaftskameraden... -
Hallo Siebener,
irgendwie regst Du mich auf, Du bist mir viel zu sozial. Kinder erster und zweiter Klasse....so`n quatsch -entschuldige bitte-. Wir sprechen hier von Fußball und nicht vom Ballet. Glas klar aber offensichtlich nicht erkannt! Ja, es gibt gute und schlechte Menschen, es gibt gute und schlechte Trainer und es gibt ganz bestimmt gute und schlechte Kicker!!!!!!!!!!!!So ist das eben im Leben und das ist auch ganz bestimmt nichts schlimmes. Das hat nichts mit Kindern erster und zweiter Klasse zu tun. Die Guten links und die schlechten nach rechts. Wo ist das Probem? Ich war als Kicker immer bei denen, die rechts herum mußten. Na und. Ich hatte Spass bis zum Abwinken, ich spielte nämlich genau dort, wohin ich auch gehörte! Mein Kumpel, der spielte in einer höheren Mannschaft, auch er spielte dort wohin er gehörte. Weil ich schlechter spielte, spielte ich nicht mit ihm, denn ich wollte ja auch, dass die bösen Jungs aus der ersten Mannschaft gewinnen. Man hätten die mir den Ar.... aufgerissen, wenn ich meinen Mist da auf die Wiese gestreut hätte.
Hinsichtlich der Begrifflichkeit -Rücksichtslos- hoffe ich, dass Du damit nicht einen Spieler ansprichst, der es versteht, den anderen im Rahmen der Regeln zu zeigen, wer der Boss ist. Wirklich rücksichtlose Menschen/Kinder gibt es immer mal und da sind wir Trainer dann auch gefragt. Gruss Andre -
Hallo Andre,
ich spreche hier nur den „unteren“ Jugendbereich bis einschl. E Junioren an.
Und hier soll schon streng nach Leistung gesichtet werden?? Gerade bei den G und F Junioren kommen die meisten Vereins Eintritte über Freunde zustande, additional fangen die Kinder in diesem Alter an, ihre Sozialkompetenz auszubilden. Und hier soll schon über die Köpfe der entsprechenden Trainer aussortiert bzw. umsortiert werden?? Da möchte ich mal sehen wie viele „schwache“ Kinder den Verein wieder verlassen, die im Übrigen später durchaus zu Leistungsträgern werden können.
Die Kinder denken nicht, ach prima, mein Kumpel ist ja ein bisschen größer und schneller als ich, er kann ja auch viel fester schießen, also dann ist es ja o. k. wenn er in der E I spielt und ich in der E II….
Nein, in der Regel geht das Kind nach Hause und sagt sich: ICH BIN ZU SCHLECHT!!
Und die meisten Kinder in diesem Alter haben noch nicht das Selbstbewusstsein und die Weitsicht dies alles richtig zu reflektieren.
Wir KINDER Trainer haben die (in der Regel Selbstauferlegte) Pflicht ein kompetentes, lehrreiches, kindgerechtes Training anzubieten und zumindest während der Trainingszeit darauf zu achten, dass sich untereinander angemessen benommen wird (Förderung der Soziakompetenz). Genau so haben wir die Pflicht, ein Kind das deutlich unterfordert ist, beiseite zu nehmen und in Absprache mit den Eltern möglichst in die nächsthöhere Mannschaft zu integrieren. Außerdem gibt es noch die Kreisauswahl und Fußballschulen!
Aber Sichtungstermine haben in diesem Alter in kleinen Vereinen so wie ich das Posting verstanden habe nichts zu suchen!!
Zitat Andre:
„In Betracht käme für mich Ersatzweise auch, dass unauffällig -kundige- Trainer den Mannschaften und deren Trainern mal über die Schulter schauen. Dieses gilt vor allem für größere Vereine die beispielsweise mehr als drei F oder E Jugenden auflaufen lassen“.
Da kann ich schon deutlich mehr mit anfangen, allerdings sollte dies dann mehr auf kooperativer Basis geschehen und nicht „unauffällig“. Denn dies birgt naturgemäß „Sprengstoff“ und kann im Innenverhältnis der Trainer viel kaputtmachen. Schließlich arbeiten in der Regel die meisten nicht auf Honorarbasis.
Wir haben beispielsweise vier F und vier E Jugenden, und alle Trainer sind ehrenamtlich tätig.
Weiteres Zitat Andre:
„Hinsichtlich der Begrifflichkeit -Rücksichtslos- hoffe ich, dass Du damit nicht einen Spieler ansprichst, der es versteht, den anderen im Rahmen der Regeln zu zeigen, wer der Boss ist“.
Hier würde mich dein Rahmen der Regeln aber mal brennend interessieren.
Ich möchte hier keinen Streit entfachen, und auch nicht provozieren, aber bei den Kleinen incl. E Jugend schon so streng nach Leistung zu gehen halte ich für übertrieben. Und meine Einstellung hat nichts mit Blümchen Fußball zu tun. Die Kinder die wirklich Fußball spielen wollen, bieten ihre Leistung schon von sich aus an, ohne dass ich sie mehr oder weniger massiv einfordern muss!!
Schlussletztendlich steht und fällt alles mit guten Trainern und gutem Training, und ich habe schon oft genug erlebt das aus vermeintlich leistungsschwächern später noch richtig gute Fußballer wurden. Das setzt aber voraus, dass die Kinder sich Wohlfühlen und man ihnen Vertrauen schenkt!
Gruß
Anton -
Hallo Anton, da muß ich wohl offensichtlich den Grund für meine gebildete Meinung mal offen legen.
Ich sprach ganz bestimmt nicht von der G Jugend. Die G Jugend ist für mich aussen vor. Die G- Jugend ist für mich der Bereich, den vor 20 Jahren und mehr die F Jugend bildete. Hiermit ist der Ausbildungsbereich gemeint. Bei meinem Verein wird dort exellente Arbeit geleistet, d.h. dass in der F Jugend bereits sehr gut dribbelnde Kinder dort ankommen. Sichtungstraining findet versteckt dennoch statt. Sei es, dass der G-Trainer -zusammen mit seinen Betreuern bestimmt, wer in welche F-Mannschaft geht. Die "Besten" spielen -soweit ich weiss - offensichtlich immer noch in der F 1, oder nicht?
Dort "angekommen" geht das Jahr bald zu Ende. In einigen Vereinen gehen die Jahrgänge geschlossen weiter. In meinem Fall war es immer so, dass ungefähr die Hälfte dieser F 1 nach einem Jahr in die E Jugend wechselte. Hierzu finden nun Absprachen statt. Die Trainer sitzen zusammen und sprechen darüber, wer wohin geht. Zuvor schauen die Trainer gelegentlich bei den Spielen der anderen Mannschaften zu, um sich ein Bild von den Spielern zu machen. In den mir bekannten Fällen ist das jedenfalls so. Das ist für mich auch schon Sichtung. Die Kinder sind auch nicht blöde. Der F Spieler sieht den E 1 Trainer beim zugucken, ja, ja...
Mein Verein verfügt über einige E Mannschaften, soll heißen, dass es eine große Menge an "Auswahlmasse" zur Verfügung steht. So kommt es logischer Weise zu einer stark besetzten z.B. E 1. Diese Erwartung hat sich bis jetzt noch in jedem Jahr so erfüllt, dass ich mit der Mannschaft in der Rückrunde in der Gruppe A war. Dort treffe ich auf ziemlich starke Konkurrenz. Da sind ehemalige Landesligaspieler als Trainer und und und. Da habe ich als geouteter -leistungsdenkender Sportler - keine Lust in jedem Spiel zweistellig vom Platz zu gehen. Das würde auch meine leistungsstarken Spieler demotivieren.
Nun kam es so, dass das letzte Halbjahr krankheitsbedingt erfolglos in der obersten Gruppe verlief. Diesbezüglich ergab es sich, dass ich aus der E 4 einen Torwart und einen Spieler für ein Spiel einplante (die Spieler liefen mir als Nachbarskinder über den Weg). Die Beiden verkauften sich super klasse und ich verstand die Welt nicht mehr. Ein Torwart, der nicht schlechter war als meiner und ein Abwehrspieler der von ca. 30 Zweikämpfen 28 gewann. Beide gehörten meiner Meinung mindestens in die E 2.
Hierauf haben beide aber keine Chance. Der nächste E 1 Trainer schaut mit großer Wahrscheinlichkeit nicht bei der E 4 oder E 5. Er vertraut auf die Ansagen des Trainer der E 2 oder maximal des E 3 Trainer. Nun erschlich sich mir der Verdacht -und ich kann eigentlich nur hoffen, dass das Quatsch ist - dass z.B. diese zwei Spieler auf Grund des persönlichen Ehrgeizes eines Trainer (er will gewinnen) auch nicht den Hauch einer Chance haben, weiter oben in ihrer Leistungsgrupe zu spielen und das finde ich -entschuldigung- scheisse und ungerecht! Hinzu kommen für mich als Trainer mit drei Söhnen in ersten Mannschaften die Tatsache, dass mich immer wieder Gerüchte aus Mündern und Reihen anderer Kinder erreichen, dass die Trainersöhne nur dort spielen, weil ich der Trainer sei. Aus meienr zuvor beschriebenen Meinung kannst Du hoffentlich glasklar erkennen, dass dem nicht so ist. Ich trainiere dort, wo meine Kinder hingehören und da gehe ich hin. Nun passierte es dennoch, dass ich im vorigen Jahr einen Jungen in die Mannschaft bekam, der von seinem Onkel trainiert wurde. Der Junge wurde groß angepriesen, war ein nettes Kerlchen, spielte ganz gut. Im Vergleich zu den anderen, wies sein Potential jedoch für meine persönliche Einschätzung ein niedrigeres Potenzial auf. Abgekürzt gesagt, war der Junge überfordert in der E 1, obwohl er in der E 2 ein super klasse Spieler mit Erfolgserlebnissen gewesen wäre. Hierbei entbrannte im Laufe des Jahres ein unnötiger aber erfolgter Streit.
Um diese Dinge die ich ständig beobachtet habe zu vermeiden, wäre ich spätestens für die E Jugend (nicht für die G Jugend) für Sichtungstrainings. Es müßten ca. drei Termine geben, wo die Kinder beispielsweise im 3:3 einfach nur spielen. Dieses natürlich auf mehreren Spielfeldern. Früher empfand ich das als völlig übertrieben, zu hart und nicht kindgerecht. Aus heutiger Sicht würde ich das nicht als toll beschreiben, jedoch als Notwendig bezeichnen. Um den Druck für die Kinder nicht allzu groß werden zu lassen, könnte ich die abgeschwächte Form -einige Trainer gucken bei den anderen Mannschaften zu/deren Trainern mal über die Schulter - auch gelten lassen (hatte ich bereits im ersten Statement beschrieben).
Zu den anderen Punkten möchte ich keine Stellung nehmen, nur soviel ....ich akzeptiere die Meinung anderer Leute und kann sie auch verstehen und nachvollziehen. Nur führen viele Wege nach Rom und wer meint, dass nur seiner der Richtige ist, läuft in Gefahr blind zu sein und als selbstverliebt bezeichnet zu werden. Gruss Andre -
"Leistungsorientierte" Einteilung und Väter als Trainer - das beißt sich!! Mag sein, dass einzelne Väter ihre Kinder neutral betrachten, aber bei der Mehrheit ist das NICHT so... In so einem Umfeld ist es problematisch, wenn DAS Thema in der E-Jugend ist, wer in die E1; E2 usw. kommt. Ich sehe in dem Thema ständigen Diskussionsbedarf - und wenn die Trainer nicht sehr kompetent und neutral sind, werden immer welche ungerecht behandelt, oder sich zumindest so behandelt fühlen....
-
Genau, und deshalb ist ein Sichtungstraining mit vielen Trainern zwar nicht schön, aber vielleicht Zweckmäßig und leider Notwendig. Es schützt den Trainervater -und hiervon gibt es viele im unteren Jugendbereich- und Kinder die als unerkannte Talente in unteren Mannschaften spielen und Kinder, die in oberen Mannschaften sind, obwohl sie dort vielleicht fehl am Platze sind. Gruss Andre
