Konflikt mit einem C-Jugendspieler

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  • Hallo,
    Ich brauche mal wieder eure Meinung.
    Seid der E-Jugend Trainiere Ich die Mannschaft mittlerweile sind wir in der C-Jugend angekommen.
    Es ist eine behaupt ich mal eine sehr gute Zusammenhalt in der Mannschaft von mir angefangen zwischen den Spielern bis zu den Eltern.
    Folgendes ist vorgefallen:
    Ich hab immer beim Training insbesondere beim Abschlussspiel es so gehandhabt das Ich das Spiel ab und zu unterbrach um die Situation wenn sie falsch war zu erklären.
    An diesem Tag war es in einer Situation eines der führenden Spieler aus der Mannschaft,ich unterbrach und hat den Spieler zu mir gebeten der wieder rum verärgert darüber das er es wieder ist
    weigerte sich zu mir zu kommen.
    Ich befand mich auf dem Spielfeld nach dem Ich ihm mehrmals aufgefordert hatte blieb er bei seinem "Nein".
    Darauf hin sagte Ich zu Ihm er soll sich bitte hinsetzen und somit war er vom Training ausgeschlossen,nach ca.15min.bat Ich einem anderen Spieler(was Ich immer mache in solchen Sachen) Ihn zu holen aber auch da sagte er das er nicht mehr am Training teilnehmen mochte.
    Auch beim Abschluss Gespräch auf dem Platz blieb er weg.
    Nach dem Duschen wo Ich immer draußen vor der Kabine auf die Spieler warte um mich zu verabschieden ging er Provozieren an mir vorbei ohne mich zu beachten.
    Zum darauffolgendem Spiel ist er Unentschuldigt nicht erschienen er hatte in der letzten Saison nie ein Spiel verpasst.
    Am nächsten Tag lies er über einen anderen Spieler an mich eine Nachricht zu kommen,wenn ich möchte das er wieder kommt sollte Ich ihn anrufen oder dem Spieler mein Wunsch äußern das er wieder kommen soll.
    Die Antwort von mir darauf war das wir hier nicht in einem Kindergarten sind,er kann sich bei mir melden wenn er zu seiner Mannschaft zuruck mochte.
    Wobei die Diskussion nie im Raum stand das er nicht kommen sollte.
    Dieses verhalten wurde auch mit der Mannschaft diskutiert die es auch nicht gut findet was er da macht.
    Da die kein fehl verhalten meiner seits sehen und Ich auch nicht.
    Auch ein Gespräch mit der gesamten Elternschaft( aber auch nur weil er an dem tag nicht zum Spiel kam-/ohne die Eltern von dem betroffenen Spieler) sahen kein Fehlverhalten meiner seits.
    Behaupte mal das es ein sogenanntes "Diewa"verhalten ist,wir haben Montag wieder Training bin mal gespannt ob er kommt.


    Was würdet Ihr in so einer Situation machen oder wie soll Ich mich weiter gegen über Ihm verhalten?


    Sportliche
    Grüße pop1

  • Am nächsten Tag lies er über einen anderen Spieler an mich eine Nachricht zu kommen,wenn ich möchte das er wieder kommt sollte Ich ihn anrufen oder dem Spieler mein Wunsch äußern das er wieder kommen soll.
    Die Antwort von mir darauf war das wir hier nicht in einem Kindergarten sind,er kann sich bei mir melden wenn er zu seiner Mannschaft zuruck mochte.

    Grundsätzlich die richtige Aussage. Und ich würde jetzt zuallerst mal abwarten, wie er reagiert.


    er ist gegangen, er muss auch selbst wieder kommen. das ist auch jetzt ein Machtkampf.


    das weiter Vorgehen hängt von den Gründen für sein Verhalten ab. Und da kann es viele Gründe geben. da musst du dahinterkommen.


    ich vermute jedoch stark, dass hinter dem Verhalten des Jungen einiges steckt.


    ich unterbrach und hat den Spieler zu mir gebeten der wieder rum verärgert darüber das er es wieder ist

    was heisst; dass er es wieder ist ? hat der Junge das Gefühl, dass du immer bei ihm Fehler siehst, sieht er etwa eine Nicht- Gleich-
    behandlung aller Spieler (Gefühl muss nicht der Realität entsprechen)?


    bat Ich einem anderen Spieler(was Ich immer mache in solchen Sachen) Ihn zu holen aber auch da sagte er das er nicht mehr am Training teilnehmen mochte.

    Unindg. du schickst ihn auf die Bank, dann ist es deine Aufgabe ihn zurückzuholen, und nicht irgendein Spieler, auch wenn der von dir beauftragt ist.



    du hast den Spieler zu dir gebeten. darunter kann man einiges verstehen. Könnte man auch ein Antanzen lassen verstehen,
    und da kann man mit einem C-Spieler nicht mehr umgehen wie in der E-Jugend.
    Jedoch dieses nur beispielhaft, als Überlegungsansatz für dich.



    Mehrmals aufgefordert, er blieb bei seinem Nein

    hier liegt für mich das eigendliche Problem. Mehrmals, heisst ja wohl öfters. wieso forderst du überhaupt mehr wie 2 mal auf?
    dann schickst du ihn auf die Bank, ohne das Problem zu lösen, ohne dass du die Gründe für sein Verhalten erfragt hast.
    Es muss für den Jungen Gründe geben, warum sein Nein kommt. für dich vielleicht belanglos, für den Jungen jedoch gravierend.


    An dieser Stelle ist das Training zu unterbrechen, und die Situation im Mannschaftskreis zu klären.
    dann kannst du ihn immer noch auf die Bank schicken, da du ja sowas nicht dulden kannst.


    15 Minuten auf der Bank. weisst du was da in dem Jungen vorgeht, der sich ja eh im Recht sieht? der schaukelt sich
    gedanklich total hoch, dadurch sein folgendes Verhalten.


    hattest du keine Zeit, in den 15 Minuten sich mal zu ihm zu setzen und zu erfragen was mit ihm los ist, warum er sich so verhält?


    Du hast den Karren mitverfahren, also musst du ihn auch wieder mit herausziehen.


    Bei der jetztigen Ist-Situation würde ich wie folgt weiterverfahren:


    zuererst mal so 14 Tage zappeln lassen, selbst den ganzen Vorgang weder im Training noch bei den Eltern ansprechen.
    Kommt keine Reaktion des Spielers oder seiner Eltern würde ich nach diesen 14 Tagen den Kontakt zum Spieler aufnehmen.
    Aber selbst, nicht über einen Dritten, und auf privater Ebene. Und dann mit dem Jungen sprechen, aber nicht direkt mit
    Vorhaltungen kommen, sondern mal zuhören um rauszubekommen was eigendlich los ist.

  • pop1
    Die Frage ist nicht so persönlich wie sie vielleicht klingen mag, aber hast Du schon mal eine C-Jugend trainiert ? Ich empfehle Dir mal nach "biologischen Veränderungen während der Pubertät" zu googeln. Damit ist nicht alles zu entschuldigen, erklärt aber einiges. Ich weiß wovon ich spreche. Habe zur Zeit gerade so ein Wunderwesen zuhause -).

  • Hi,danke erstmal für die schnelle Antwort von dir.
    Hat mich in einigen Punkten zum Nachdenken gebracht,das Ich den Spieler zu mir gebeten hatte entstand dadurch,während Ich ihm sein Fehler erklärte er einfach weiter ging und mir gar nicht zu hören wollte.
    Das es in der C-Jugend anders zugehen wird ist mir auch Bewusst.
    Letztendlich geht es mir eigentlich nicht darum wie es Passiert ist,Ich wollte es euch schildern damit ungefähr Ihr ein Bild davon habt.
    Und mir eben Gedankenanstoß geben könnt wie Ich mich weiter verhalten soll oder könnte.
    Es ist halt auch so das bei uns auch die Serie jetzt diese Woche losgeht...mit den ganzen wichtigen Spielen(Qualifikation Spiele zur Kreisliga A)diese Spiele sind halt mit entscheidend ob wir eine Komplette Saison in der Kreisliga A oder B spielen.
    Die Zeit Ihn zappeln lassen hätte Ich also in dem Sinne nicht,klar Ich könnte es.
    Vom Spielertyp ist er kein Problemfall er ist mit der Leistungsträger,seine Training Beteilung lag immer bei 99% er ist einer der zuverlässigsten Spieler die Ich habe.
    Die Mannschaft fühlt sich sicher mit Ihm bei den Spielen.
    Ich möchte eben nicht wegen einer Situation die halt dumm gelaufen ist die Ganze Serie bzw. das die Mannschaft darunter leidet.
    Hier wird es darum gehen ob Ich über mein Schatten springe oder nicht,einen 13 Jährigen Spieler da erwarte Ich noch keine verantwortungsvolle Entscheidung er kann nicht nachvollziehen was sein Verhalten für die Mannschaft bedeutet.


    Ich weis halt den nächsten Schritt nicht,den Ich machen soll.


    Grüße
    pop1

  • pop1


    du schlägst für dich einen gefährlichen Weg ein.


    Den Weg, den richtigen Umgang mit dieser Altersstufe mit ihrem teilweise grassen wechselndem Verhalten, für dich zu finden.
    Und da kann ich dir anraten unbedingt dem Rat von@Steini zu folgen.


    Desweitern geht es darum, diesem Jungen zu helfen, er bedarf nämlich deiner Hilfe.


    Und bei beiden Gründen darfst du dich da nicht, auch wenn es häufig geschieht, davon leiten lassen, ob das nun ein guter oder schlechter Fussballer ist, ob er wichtig für dich und die Mannschaft ist oder nicht. Dies darf dein Vorgehen nicht beeinflussen.



    Da du damit aber offensichtlich Probleme hast, schreibe ich dir wie du nun vorgehst:


    Du fährst die Woche bei ihm zu Hause vorbei, ohne dich vorher anzukündigen, und wenn er nicht zu Hause ist, fährst du halt so lange dorthin bis du ihn antriffst.


    Dann fragst, du ihn, ob ihr 2 euch mal unterhalten könnt.
    Dann kommt deine Frage an ihn, was da im letzten Training eigendlich los war, du könntest dir die Situation nicht erklären, da er ja sich sonst ganz anders verhalten würde.


    dann kommt es zum Gespräch. Du machst ihm in diesem Gespräch jedoch keine Vorhaltungen oder Vorwürfe, sondern stellst ihm immer nur Fragen, notfalls ruhig auch da mal nachbohren.


    Er hat ein Problem, und dieses gilt für dich zu erforschen. Und bedenke, für den Pupertierenden können Dinge ein grösseres
    Problem darstellen als für dich. Nimm ihn also ernst.


    Dann machst du ihm den Vorschlag, gemeinsam nach einer Lösung zu suchen, wie die ganze Angelegenheit wieder bereinigt
    werden kann. Lass ihn Vorschläge machen.


    du solltest ihm auch erklären in welches Situation er dich mit seinem Verhalten als Trainer bei der Mannschaft gebracht hat.


    dann entscheide, wie du vorgehen kannst.


    Im nächsten Training nimmst du dir die Zeit, mit deiner Mannschaft den Vorfall offen anzusprechen und zu welcher Lösung
    ihr gekommen seit.


    Gehst du so vor, wirst du ihn auch im ersten Spiel wieder als Spieler zur Verfügung haben, es sei denn es liegt ein richtig tiefergehendes Problem vor.

  • Als jemand, der dieser ach so gemeingefährlichen Pubertät erst kürzlich entkommen ist, würde ich guenter da mal ganz stark widersprechen.


    Pop, du musst dich in die Lage des Spielers versetzen und versuchen, ihn zu verstehen. Im Training scheint er ein wichtiger Spieler zu sein, die Mannschaft scheint auch zu ihm aufzusehen. Er sieht sich selbst im Fokus und jede kleine Regung von dir wird er genau beobachten und werten. Vielleicht war es an dem Tag einfach zu viel des Guten, vielleicht hatte er auch einfach schlechte Laune. Er hat sich dann mit seiner Aktion (unbewusst, da bin ich mir sicher) von dir distanziert und will Abstand gewinnen, weil er seine Stellung in der Mannschaft angegriffen gefühlt hat.


    Ich würde wetten, dass dem Jungen die Aktion inzwischen selbst wieder Leid tut. Ich kenne das selbst, ich hab mich auch schon mit Trainern in die Haare bekommen. Lass dir zwei Wochen Zeit, melde dich nicht, rede im Training nicht darüber und wenn dann bleib ganz entspannt und lass keine Wertung gegenüber seinen Mitspielern rausrutschen. Er wird sich beruhigen, wieder Bock auf Fußball bekommen, aber sein Stolz verhindert es, dass er ins Training zurückkommt.


    Dann reichst du ihm die helfende Hand und meldest dich per Telefon oder WhatsApp. Eine Stunde vor dem Training vielleicht. Frag einfach, ob er mal wieder kommt. Laber nicht lange rum, mach keinen großen Aufstand. Du hast ihm die Tür aufgemacht und er wird dann schon wieder kommen.

  • Dani


    dein Beitrag finde ich höchst interessant, weil er konträr zu meinem Vorschlag ist.


    konträr nicht nur im Vorschlag, sondern auch konträr bei den Vorschlagenden.


    du, der gerade der Pupertät entkommen bist, hautnah noch die Pupertätsprobleme kennst.


    ich, der die letzen 20 Jahre ständig mit pupertierenden Jugendlichen , nicht nur 2,3, sondern mehreren, mitarbeitete.


    deine Vorehensweise finde ich auch nicht verkehrt, kann durchaus der richtige Weg sein und zum gewünschten Erfolg führen.


    Sie hat aber einen grossen Nacheil: du gehst von einer festen Prämisse aus. du legst für dein Vorgehen einen ganz bestimmten
    Grund für sein Verhalten fest.


    dies kann so sein, dann wäre dein Vorgehen durchaus auch für mich eine richtiger Weg.


    dies muss aber nicht sein, für sein Verhalten kanne es durchaus eine nicht geringe Anzahl anderer Ursachenmöglichkeiten
    sein, bei denen dann deine Vorgehensweise negative Folgen hätten.


    Bevor ich nun aber als Trainer die geeignete Massnahme für mein Vorgehen ergreife, muss ich zuallererst einmal
    ergründen warum ein Spieler so oder so reagiert, insbesonders während der Pupertätsphase, wo die Gefühle Achterbahn spielen.


    Ohne das Wissen, warum, wieso, weshalb kann ich nicht die geeignete Massnahme finden.


    Das lässt du jedoch ausser acht, indem du eine Ursache zugrunde legst, die nun zutreffen mag, aber auch nicht.


    bring dir ein Beispiel:


    morgens in der Schule vermittelt ihm der Lehrer was er alles falsch macht, dann zu Hause die Mutter was er verkeht macht, und dann kommt der Trainer, zu dem er eigendlich ein gutes Verhältnis hat, und
    der sagt ihm ihm Training jetzt schin das 3. mal was er falsch macht und anders machen muss., und jetzt erkennt er dass
    er sich selbst nach dem Training auch noch falsch verhalten hat


    Schnauze voll, mach gar nichts mehr, mach eh alles falsch.


    Abwarten und kommen lassen, möglicherweise immer noch verunsichert ? Oder bringt da ein gutes Gespräch mit dem Jungen nicht doch bedeutend mehr?


    nur mal als mögliches Beispiel.

  • Hi,
    ok werde jetzt so vorgehen.
    Wir haben Montag Training Ich warte ab ob er kommt oder nicht,dann werde Ich versuchen Ihn in den nächsten Tagen Zuhause zu Besuchen.
    Wie gesagt eure Antworten und bedenken haben mich zum Nachdenken gebracht.
    Ich mache es auch weil Ich diese Mannschaft und die Jugs seid der E-Jugend Trainiere,und eigentlich bis jetzt keinen solchen Fall gab.
    Wenn mann sich fast 3 mal die Woche sieht über die Jahre baut mann zu denn eine Gesunde Bindung auf.
    Sind halt "Meine Jungs" daher werde Ich diesen Schritt machen,und das Gespräch mit dem Spieler suchen.
    Wenn Ihr möchtet kann Ich ja über das Ergebnis schreiben.


    Grüße
    pop1

  • Bitte unbedingt den Ausgang mitteilen. Das ist nämlich genau das, was häufig bei solchen Anfragen fehlt. Denn auch die, die hier Ratschläge geben, lernen nicht aus.

  • haben mich zum Nachdenken gebracht.

    Nicht 1:1 nachmachen, sondern genau dazu sollen Ratschläge anregen. und je mehr unterschiedliche Ratschläge kommen, desto besser. erweitert dann das eigene Nachdenken und die eigene Vorgehensweisefindung.


    Bitte unbedingt den Ausgang mitteilen. Das ist nämlich genau das, was häufig bei solchen Anfragen fehlt. Denn auch die, die hier Ratschläge geben, lernen nicht aus.

    richtig


    an den Ergebnissen lernen wir doch alle, sonst bleibt alles graue Theorie (wie vieles) die keinen weiterbringt.

  • Hi,
    Ich glaube die Antwort wird euch wundern wie es weiter ging.
    Also wie geschrieben war heute wieder Training,ich hatte heute Vormittag echt daran gedacht Ihn am Nachmittag vor dem Training zu Kontaktieren.
    Aber Ich tat es nicht wie hier besprochen wollte Ich erst das Training abwarten.
    Zu meinem Überraschung war der Spieler schon da noch vor mir und Ich komme schon recht früh zum Training wegen aufbau und so.
    Also ging Ich Richtung Ballraum und kurze Zeit später kam er von sich aus und gab mir zu Begrüßung die Hand darauf sagte Ich Ihm das wir Gespräch bedarf hätten,er sagte ja weis er.
    Er ging sich mit den anderen Spieler warm machen nachdem Ich mit den Bällen fertig war gab Ich ihm ein Zeichen und wir gingen dann in die Kabine zum Gespräch.
    Als erstes sagte Ich zu Ihm das Ich mich freue Ihn zu sehen und das er gekommen ist.
    Ich fragte Ihn was da los war am Letzten Trainingstag(also erst gar nicht Ihn direkt Beschuldigt der Tipp kam von euch) und er sagte das er in der Schule bisschen Stress hatte und er sich das nicht Erklären kann was mit Ihm war.
    Er fühlte sich halt auch nicht Ungerecht behandelt und meine Reaktion auf seine Antwort er nachvollziehen kann.
    Nach einem Ich behaupte mal kurzen Gespräch(gefühlte 10min.) und einer guten Aussprache war die Geschichte vergessen,er hatte sich was Ich nicht von Ihm verlangte sich bei mir Entschuldigt und wir gingen wieder zum Training.
    Die Mannschaft wurde darüber Informiert das zwischen uns beiden eine Aussprache stattfand und die Sache somit Erledigt ist.
    Danach kam auch die Mutter zu mir(Wir sprechen hier von C-Jugend) und erzählte mir das es Ihm übers Wochenende sehr Beschäftigt hat was da passiert ist.
    Ich sagte der Mutter das eine Aussprache zwischen uns stattfand und die Sache jetzt Geschichte ist darauf hin war sie Erleichtert.


    Ich möchte mich hier bei euch nochmal Bedanken das Ihr mich mit euren Tipps zum Nachdenken gebracht und vor schnellen Entschlüsse gewahrt habt.

    Wer weis wie es dann weiter gegangen wäre.
    In dem Sinne....
    Grüße
    pop1

  • Ich würde wetten, dass dem Jungen die Aktion inzwischen selbst wieder Leid tut.

    muss ich zuallererst einmal
    ergründen warum ein Spieler so oder so reagiert,

    zuerst mal freut mich deine positive Berichterstattung. finde auch deine Vorgehensweise optimal und ein gutes Beispiel für
    andere.


    manchmal macht man sich auch zuviele Gedanken.


    Bemerkenswert find ich aber auch dass aus 2 unterschiedlichen Vorgehensempfehlungen letztendlich aus beiden sinnvolles und für die jeweilige Situation Passendes herausgezogen werden kann, und zum Erfolg führt.

  • pop1


    Ich hoffe, du konntest den Konflikt mit dem Spieler mitlerweile in einem persönlichen Gespräch klären? Es wurde bereits viel übers Verhalten während der Pubertät gesagt. Als Erwachsener sollte man diesen Hintergrund bei der Wahl der Entscheidung berücksichtigen. Noch wichtiger als das erscheint mir jedoch auf alternative Trainingsmöglichkeiten aufmerksam zu machen. Denn dadurch kommt es weitaus seltener zu offen ausgetragenen Meinungsverschiedenheiten, bei denen es meistens eh nur "Verlierer" gibt, weil die Eskalationsstufen rasch aus dem Ruder geraten können!


    1. Beim Abschlußspiel nicht mehr korrigieren!
    Nun möchte ich dir noch gerne einen Rat mit auf den Weg geben, wie du deine Traineraufgaben noch ein wenig besser strukturieren kannst. Zwar hast du schon richtig erkannt, dass das Training zur Vermittlung und Verbesserung von speziellen Fähigkeiten da ist, jedoch läßt sich das Abschlußspiel eher als "Generalprobe" fürs nächste Spiel begreifen. D.h. du hast die Chance zu erkennen, was deine Trainingsgruppe bereits verstanden hat und auch schon technischen umsetzen kann. Diese Chance nimmst du dir, wenn du jeweils im Abschlußspiel noch unterbrichst. Zum einen weißt du bei erstmaliger Unterbrechung noch gar nicht, ob der Spieler es durch Zufall falsch gemacht hat. Denn erst, wenn dies danach mehrfach auftaucht, darfst du dir sicher ein. Und zum Anderen gehört dies widerum ins nächste Trainiing. Denn die beim Abschlußspiel aufgetretenen Fehler wirst du mit Sicherheit beim nächsten Spiel auch sehen. Auch die Korrekturversuche beim Spiel sind meistens nutzlos. Denn der Spieler macht es danach nur deshalb, weil es der Wunsch des Trainers ist, es so zu machen. Aber verstanden, warum es so zu tun ist, hat er deshalb noch nicht. Deshalb meinen viele Trainer, ihre Spieler seien vergesslich und man müsse es ihnen immer wieder neu erklären. Aber sie haben es einfach noch nicht verstanden.


    2. Wann unterbrechen?
    Dann noch ein Tipp für die Korrektur. während der Trainingsübungen und -spielformen. Erst dann die Übung oder Spielform unterbrechen, wenn man erkennt, dass sie ohne deine Hilfestellung nicht funktioniert. Auch sollte man den jeweiligen Leistungsstand darbei berücksichtigen. D.h. zunächst nur auf das Grundsätzliche achten und erst später auf Details eingehen.


    3. Wie unterbrechen?
    Unabhängig vom Alter deiner Trainingsgruppe ist es von besonderer Bedeutung, wie die die Situation "einfrierst"! Einfrieren bedeutet, alle Spieler verbleiben auf ihren Positionen. Denn so können sie den Ist-Ablauf mit dem Soll-Ablauf in der Situtattion vergleichen und den Unterschied feststellen. Zitierst du einen Spieler zu dir, wohlmöglich noch mit der Frage: "was hast du jetzt gerade falsch gemacht", so löst du Verunsicherung, ja sogar Angst bei der betroffenen Person, aber auch bei anderen Mitgliedern der Trainingsgruppe aus. Denn, wenn der Trainer verlangt, dass man nichts falsch machen darf, dann geht man besser kein Risiko ein. Aber man entwickelt sich bei der stetigen Angst, nicht den Wünschen des Trainers entsprechen zu können, auch kaum weiter.


    4. Vertrauen schaffen und Wecken der Risikobereitschaft
    Damit sich die Jungs unbenommen und frei an neue Aufgaben oder die Verfeinerung ihrer bisherigen Fähigkeiten heranmachen können, brauchen sie das absolute Vertrauen ihres Trainers. Dazu gehört es, im Falle eines nicht korrekten Bewegungsablaufs in einer Situation, dies mit besser gewählten Worten "einzufrieren"! Mit der Frage: "wie kann man das anders bzw. noch besser lösen" fordert man den Spieler und die gesamte Gruppe dazu auf, ihr Wissen ins Spiel einzubringen. Durch geschickte Nachfrage bzw. der Aufforderung, den alternativen Bewegungsablauf der Gruppe zu präsentieren, erzeugt man keine Verunsicherung. Im Gegenteil: man erzeugt Aufmerksamkeit und den Mut, sich jederzeit aktiv in die Verbesserung der Fähigkeiten einzubinden.


    Einen guten Trainer hört man nicht oft, weil er lediglich als Impulsgeber dann eingreift, wo seine Trainingsgruppe nicht weiterkommt. Dazu zählt auch, Fehler "auszuhalten", statt alle möglichen Fehler durch Sicherheitshinweise eliminieren zu wollen. Denn die Jungs müssen diese Fehler machen, um daraus zu lernen.


    5. Vormachen lassen statt vorzumachen
    Mit der Frage: "wer kann uns das mal zeigen?" integriert man Kinder stärker ins Training und kommt so ihrem Bedürfnis nach intensivem Lernen aus Neugier nach. Zwar ist man seitens des DFB immer noch der Meinung, dass Trainer durch Eigenekönnnen präsentationsfähig sein sollten, aber im Trainngsalltag kommt dies gar nicht so häufig vor.


    Probier es einfach mal aus und wenn du Lust hast, schreib deine Erfahrungen hier hinein!

  • Günter


    Unklar bleibt in diesem Fall, ob der Junge von sich aus oder aufgrund des Drucks seiner Mutter gekommen ist?


    Jedoch sollte die Erklärung des Jungen: "Stress in der Schule" als Hilfezeichen für den Trainer verstanden werden, beim Hobby Fussball bitteschön stressfrei miteinander zu kommunizieren. Aufgrund der Beschreibung des Trainingsablaufs erschienen mir Tipps zur Optimierung nützlich. Schließlich geht es ja auch beim Trainer darum, aus dieser Situation etwas zu lernen.

  • Warum davon ein Fass aufmachen? Hat der Junge kein Recht, einfach mal schlecht drauf zu sein? Einfach mal den Kragen platzen lassen und sich damit abreagieren und dann nachher wieder integrieren?
    Anscheinend gab es ja ein Gespräch auf vernünftigem Niveau. Keinerlei Vorwürfe inbeiden Richtungen. Sache geklärt und gut ist.

  • @addi


    Welchen Zusammenhang siehtst du zwischen Tipps zur Trainingsoptimierung, um zukünftig gleichartig gelagerte Konflikte zu vermeiden und "ein Fass aufmachen"? Ich denke, aus der Eingangsbeschreibung und den Antworten ging klar hervor, dass es sich beim Verfasser nicht um eine Person handelt, die den "großen Zampano" spielen will, sondern Tipps haben möchte!

  • @ TW-Trainer


    ich finde du deine Auflistung zum Verhalten grundsätzlich on Ordnung. Die Angeführten Punkte sind nachvollziehbar und begründet. Nur ist es kein allgegenwärtiges Dogma, das du hier Installieren kannst. Wie man mit seinem eigenen Coaching umgehen kann und sollte ist glaube ich nicht ganz einfach auf die "eine" Vorgehensweise zu beschränken. Ich denke da ist jeder Trainer extremst individuell, und sollte es so handhaben wie er es am sinnvollsten und effektivsten findet. Auch kann man darüber diskutieren, in wie weit Leistungsorientierung vs Breitensportorientierung da das Coaching Verhalten ändern.


    Kurz etwas aus meiner Trainersicht zu deinen Punkten:


    Abschlussspiel: Du wechselst in deiner Ausführung zwischen Unterbrechen und Korrigieren?! Grundsätzlich finde ich es schon legitim auch im Abschlussspiel zu Coachen, wieso auch nicht?! Man kann sicherlich den Standpunkt: "Lass sie einfach mal machen und kicken" vertreten... aber das ist Alters- und Klassenabhängig. Ich für meinen Teil bin auch während des AS Trainer und korrigiere grundlegende Sachen, wieso auch nicht?


    Wann unterbrechen: Ohne Hilfestellung empfinde ich als etwas zu schwammig. Korrigieren immer dann wen Coaching und Verbesserung von nöten sind, und nicht erst bzw nur dann, wenn die Übung gar nicht funktioniert


    Wie unterbrechen: Ich habe irgendwie den Eindruck das du den Jungs nicht so wahnsinnig viel zutraust und sofort immer Angst in die Jugendlichen reindeutest. Ich finde man darf schonmal auch kritisieren bzw kritisch fragen. Am Ende ist es das Auftreten des Trainers das entscheidend ist. Der Ton macht hier die Musik. Bei einem Choleriker als Trainer hast du sicher recht, da hätte ich dann auch Angst vor Fehlern... aber sonst?


    Vormachen lassen: Kann ich so vorbehaltlos zustimmen

  • M3rlin


    Man war früher auch im Leistungsfussball der Ansicht, alles sofort zu korrigieren! Heute glaubt man, dass Kinder durch spielerische Erfahrungen ein besseres Verständnis erhalten, sodass ihre Leistungen reproduzierbar sind. Trainng heißt also, die zunächst vermittelten Fähigkeiten für das Spiel reproduzierbar zu gestalten.


    Nun gibt es 2 Möglichkeiten, seinen Spielern ein Feedback beim Ausprobieren im Abschlußspiel oder dem darauf folgenden Wettkampfspiel zu vermitteln.


    1. Ich unterbreche das Spiel und korrigiere. Beim Wettkampfspiel kann ich zwar nicht unterbrechen, aber meine Korrekturinformationen ins Spiel hineinrufen bzw. in der Halbzeitpause meine Ansprache halten
    2. Ich unterbreche das Spiel nicht, sondern kommuniziere durch dosiertes Lob die erzielten Fortschritte. Dazu bedarf es jedoch zunächst der genaueren Beobachtung, ob etwas zufällig gemacht oder bereits verstanden wurde.


    Mag auch ein Unterschied in der technischen Ausführung liegen, so vereint es sich doch wieder in der Tatsache, dass vom Kopf in den Fuß gespielt wird und nicht umgekehrt!


    Für Lob ist jeder Spieler in jeder Situation empfänglich. Es gibt ihm dann zusätzlichen Mut und Selbstvertrauen. Bekommt man kein oder nur wenig Lob, dann bedeutet dies ebenfalls ein Feedback. Nämlich dass, sich noch etwas mehr zu konzentrieren und weiterhin fleißig zu trainieren.


    Man kann also das dosierte Lob als bessere Alternative zur persönlichen Kritik betrachten. Dies geschieht in der Einsicht, dass wir müssen stets damit rechnen, dass sich ein Spieler in seiner eigenen Welt die Dinge so zurecht legt, wie er es für sich sieht!


    Die Veränderung von normierter Erwartung hin zu individueller Beurteilung ist noch nicht sehr alt! So hat erst jetzt ein Bundesland entschieden, zukünftig die Zenuren in der Grundschule abzuschaffen und durch individuelle Beurteilungen zu ersetzen. Eine Fünf auf dem Zeugnis erzeugt Frust und die Angst davor keine Fehler machen zu dürfen! Eine Fünf für den Mut und das Ausprobieren des Wissens in Kassenarbeiten darf nicht das schlußendliche Ergebnis der Bemühungen sein.
    Man kann durch dosiertes Lob kombiniert mit einem alters- und leistungsangepaßten Weg in einer von jeglichem Druck befreiten Athmosphäre überall mehr erreichen, als mit den Dogmen aus traditioneller preussischer Erziehungslehre.


    Gerade, weil diese Denkrichtung, die Kritik im Lob zu verpacken, statt Kritik und Lob streng zu trennen, ist noch sehr jung, aber keineswegs beschränkt auf ein bestimmtes Leistungsniveau, so dass man zwischen Breiten- und Leistungssport streng unterscheiden müsste).


    Sollte sie sich unabhängig vom Lernvolumen und -tempo Vorteile gesitzen, dann müssen ihre Argumente belastbar sein. Zwar arbeite ich schon eine Reihe von Jahren mit dosiertem Lob, aber ich habe längst nicht für alles eine Begründung gefunden und bedarf allzuhäufig Dritter, die es mir aufgrund ihrer besseren Hintergrundkenntnisse erklären können. Ich möchte damit sagen, dass es sicher auch hier im Forum kompetentere Ansprechpartner gibt, die die Vor- und Nachteile besser erklären können als ich.


    Aber bei mir gibst auch keinen Monolog beim nächsten Training nach dem Spiel. Ich möchte zunächst einmal vom Jedem wissen, wie er sich und das Spiel gesehen hat. Denn erst dann kann ich erkennen, was er verstanden hat. Ob und wie es dann geklappt ist natürlich eine andere Sache und auch von den gegnerischen Leistungen abhängig. Auch hierin sehe ich lediglich eine Abkehr traditioneller Methoden, jedoch keinen Unterschied darin, ob ich sie für den Breiten- oder Leistungssportbereich anwende. Nur das Alter mag einen Unterschied machen, um bestimmte Situationen für alle Zuhörer gut nachvollziehbar zu beschreiben.

  • erschienen mir Tipps zur Optimierung nützlich. Schließlich geht es ja auch beim Trainer darum, aus dieser Situation etwas zu lernen.

    obwohl ich jetzt keinen direkten Zusammenhag zum Training sehe, weil dagegen ein Einzelfall und schon länger Trainer in der Mannschaft gegeben ist, sehe ich deine Tips als ein grundsätzlich Gutes an.


    Hat der Junge kein Recht, einfach mal schlecht drauf zu sein? Einfach mal den Kragen platzen lassen und sich damit abreagieren und dann nachher wieder integrieren?
    Anscheinend gab es ja ein Gespräch auf vernünftigem Niveau. Keinerlei Vorwürfe inbeiden Richtungen. Sache geklärt und gut ist.

    Hat er ! Und ganz offensichtlich ist der Vorfall zur Zufriedenheit beider Seiten vernünftig bearbeit worde.


    deshalb auch von mir ein gut so und damit hat es sich für beide.