Verfehlungen im KiFu.....ZDF (Zahlen Daten Fakten)

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  • da die trainerausbildung und die methodik immer besser/fundierter werden, bereits in der trainerausbildung der kifu ein eigenes profil hat kann ich dir da nicht ganz folgen. entweder geht vieles in der ausbildung schief, da wir auch noch nie soviele ausgebildete trainer hatten wie heutzutage (unabhängig davon, das es immernoch zu wenig sind), oder es ist nur eine falsche wahrnehmung, oder das problem liegt einfach woanders als in den zitierten charaktereigenschaften.


    Es mag ja sein, dass es noch nie so viele ausgebildete Trainer wie heute gab, viele sind es im Breitensport dennoch nicht. gerade in den jüngsten Jahrgängen, das sind diejenigen, für die die FPL relevant ist, dürfte ihr Anteil verschwindend gering sein. Bei uns im Kreis kenne ich so ziemlich alle Kindertrainer, die einen Schein besitzen, persönlich. Das ist gerade mal eine Handvoll.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Wer jetzt genau was erfunden hat kann ich nicht mehr nachvollziehen. Fakt aber ist, dass spätestens seit 2003/04 sämtliche Regional-Fussballverbände der Schweiz über ein KiFu-Konzept verfügten, welche allesamt die wesentlichen (einig der Schiedsrichter ist immer noch dabei) Eckpfeiler der FPL mit beinhalten.

    (einig der Schiedsrichter ist immer noch dabei)

    Bianca Jasemund ist ein phantastische Frau! Ihr hat der Kinderfußball sehr sehr viel zu verdanken. Sie war es, die mich in die Schweiz eingeladen hat. Warum? Weil ihr noch der Baustein "spielen ohne Schiedsrichter" fehlte.


    Wenn man Bianca zu 100% folgen würde, müsste man die Definition Kindertrainer neu "festschreiben"! Kindertrainer sind in ihren Kerngedanken weder für die Vereine noch für die Teams da. Kindertrainer sind für "alle" Kinder da. Wenn man diesem Leitsatz folgt, kommt man ganz schnell an den Punkt, den Wettspielbetrieb im Kinderfußball zu hinterfragen. Nichts anderes hat Bianca getan. Im März 2012 war ich bei der Tagung des Nordschweizer Fußballverbandes. Dort waren auch der techn. Direktor Peter Knäbel und der Kinderfußballbeauftragte Raphael Kern. Im Juli 2013 war es dann endlich soweit und der Schweizer Fußballverband hat sein Kinderfußballkonzept veröffentlicht.


    Darin enthalten die Vorgabe auf Seite 20:
    G- und F-Junioren spielen ohne Schiedsrichter. In der Kategorie E können Schiedsrichter (nach Möglichkeit Jugendliche) eingesetzt werden. In allen Kategorien stehen die Trainer stets nahe beieinan-der (Coachingzone), um das Spiel gemeinsam zu begleiten und in strittigen Situationen rasch eine einvernehmliche Spielfortsetzung zu ermöglichen.


    Um es hier im Forum vielleicht mal deutlich auf den Punkt zu bringen. Bianca und mir ist es völlig wurscht, wer was erfunden und niedergeschrieben hat. Was uns aber nicht wurscht ist, ist die Tatsache, dass sich sehr viele Kindertrainer wie Fußballtrainer (mit Eiern) benehmen!

    Wie wir mit den Kindern von heute umgehen, das wird die Welt von morgen prägen (Hans Jonas 1903-1993)

  • ... und das hatte der gute Olli weder anatomisch noch kulinarisch gemeint.

    ich ziehe es ja in erwägung ;) ;)


    Beruhigt mich 8)

    jedoch stehen immer noch die gleichen 'ausrasterkollegen' (die es mehr, oder weniger oft gibt) an den linien................jetzt nur noch mit der möglichkeit intensiver ins geschehen eingreifen zu können.

    also ich persönlich hätte da keinen bock drauf.


    Ich auch nicht. Das Problem ist nur folgendes: Schiri ist ein Vater der gegnerischen Mannschaft. Glaubst Du wirklich, der schreitet gegen den ein ? Ist doch Trainer seines Sohnes/seiner Tochter. Oder ein Jungschiri ? Das hat mich noch viel mehr gestört. Da hat man schon einen jungen Kerl, der seine Freizeit damit verbringt, ein Kinderfußballspiel zu pfeifen und dann hast du diese Oberpfeifen
    am Rand, die alles besser wissen und das lautstark auf den Platz brüllen. Oder ihn in der Halbzeit mit "Verbesserungsvorschlägen" vollsülzen. Alles erlebt.
    Ich habe einen ganz speziellen "Freund" während meiner KiFu-Trainerzeit gehabt. Da habe ich es mir nicht nehmen lassen, selbst zu pfeifen. Wie ich bei Gesprächen mit Trainerkollegen erfuhr, haben sie es bei ihm entweder genauso gemacht oder einen erfahrenen Schiri mit Schein pfeifen lassen.
    Nach fünf Minuten war Ruhe. Der Unterschied bei der FPL ist der, dass ich direkt neben solchen Kandidaten stehe. Was bitte schön hindert Euch daran, dem Einhalt zu gebieten ?

    also irgendeine 'stellschraube' scheint da wohl noch zu fehlen und das reine einführen neuer regeln/vorgaben kann doch nicht die lösung sein um das in den griff zu bekommen.


    Wir selbst sind die Lösung. Niemand anders.

    Ich hoffe, du verstehst meine Sichtweise ein wenig.


    Habe ich von Anfang an, was diesen Bereich angeht. Ich kann es nur noch einmal wiederholen: Solche Diskussionen hier sind wichtig und richtig. Bislang habe ich hier aber nur vernehmen können, dass Ihr vor diesen Typen kapituliert und im Umkehrschluß die FPL für nicht praktikabel haltet. Diese prozentuale Minderheit soll dafür sorgen, dass drei einfache Regeln nicht durchgeführt werden können ?? Bleibt zu wünschen, dass Ihr immer einen Schiri habt, der das für Euch übernimmt. Aber siehe oben: Was wenn nicht ? Augen zu und durch ? Wir reden hier von G-F. Ab E bin ich bei Euch. Das hat dann aber ganz andere Gründe und würde hier zu weit führen.

    Was ich damit sagen will ist, dass du die Wurzel des Problems mit der FPL nicht anfasst sondern die Probleme nur verlagerst. Wir spielen seit 2 Jahren FPL. Was mich daran stört ist, dass wir ohne Spielleiter spielen, weil das für meine Jungs, denen ich permanent Fairplay vermittel und darüber hinaus auch noch viel Wert auf vernünftige Umgangsformen lege, in einigen Situationen ein Nachteil ist. Da wirst du entgegnen, dass dann ja die Trainer einwirken sollen. Jetzt ist der andere Trainer aber anderer Ansicht als ich. Ich könnte auf die Richtigkeit meiner Wahrnehmung bestehen, klar. Jetzt stell dir aber mal vor, der andere Trainer ist nicht der durchschnitlich gebildete Mensch und hat wegen des Spielverlaufs schon Schaum vorm Mund. Soll ich dann auf meine Sichtweise pochen? Wahrscheinlich würde diese Diskussion total abdriften, nichts mit Fairplay zu tun haben und den Kindern eher Angst einflößen.


    Gar keine Frage das diese Typen einen großen Angriffspunkt der FPL aufdecken. Und wenn man sie gewähren lässt nutzen die das schamlos aus. Auch als Befürworter blende ich diese Gefahr nicht einfach aus und sehe alles rosarot. Deswegen habe ich doch im anderen Thread nach Lösungsmöglichkeiten gefragt. Aber zu sagen " kannste nix gegen machen. Da muss 'nen Schiri her" ist mir zu einfach.


    Geht auch gegen meine Ehre solchen Experten nicht die Stirn zu bieten. Was erlauben Strunz ?
    Diskutieren bis zu einem relativ begrenzten Zeitraum ist okay. Dann ist aber auch gut. Auf Deine Frage hin antworte ich Dir aus meiner Sicht ganz klar: Du musst auf nichts pochen. Ein oder zwei Ermahnungen die Klappe zu halten. Gilt ja für beide, also wo ist das Problem ? Ihm ganz klar sagen, dass Du das in den Spielbericht einträgst. Ist dann erstmal nur Deine subjektive Meinung. Ganz klar. Kann er sich ja auch zu äußern. Das Entscheidende daran ist der Staffelleiter. Bei solchen Einträgen kann er ganz Allgemein an alle beteiligten Trainer und JO'er ( per Rundmail sollte heutzutage kein Problem mehr sein ) nochmal dazu ermahnen, nicht ins Spiel einzugreifen.
    Ist es nicht auch bei Euch so, dass bestimmte Kandidaten sehr wohl beim Kreis bekannt sind ? Eben. Und bei der FPL sollte dann eine zweite Meldung über diesen dann automatisch zu einer Spielbeobachtung eines Unabhängigen führen.


    Oder wenn Du richtig Zeichen setzen willst, setzt Du den Vorschlag von tobn in die Tat um: Sabbert er weiter am Rand, Jungs vom Platz holen. Er darf sich nun beruhigen. Würde ich auch nicht groß drüber diskutieren. Dann Spiel fortsetzen. Macht er weiter, war's das für Heute. Eintrag im Spielbericht und Tschüss. Hat auch nichts mit Denunzieren zu tun. Wer es verdient, soll es bekommen.


    Aber denen einfach das Feld überlassen ? Ihr seid doch sonst auch für Wettkampf und Gewinnen. Also, geht mit gutem Beispiel voran. Siehe Überschrift -).

  • Mit ner einfachen Regeleinführung plus Strafvorschrift erreiche ich sofort alle.

    stimmt, kenn ich aus der von dir gerne zitierten STVO


    leicht verständliche Vorschriften, permanmente Kontrolle mit modernen technischen Geräten und bezahlten Kontrolleuren.


    deshalb gibt es keine Fahrer unter Alkoholeinfluss, keine Falschparker vor der Feuerwehrausfahrt,
    keine Geschwindigkeitsüberschreitungen von Eltern vor ihrem eigenen Kindergarten, keine Raser im Dorf.


    aber Strafen, die nicht immer objektiv messbar und somit belegbar sind, sondern mehr von der subjektiven Einstellung des Kontrolleurs
    abhängig, werden dan natürlich eher abzeptiert und bringen deutliche Verbesserungen.
    Laserentfernungsmesser, Lautstärkenmessgerät und natürlich exakte Zetmesser, ein kommendes Geschäftsmodell


    da muss man aber wohl noch den DFB zu Einführung überzeugen, natürlch mit Strafen bei Nichteinführung.


    was Strafen betrifft stimme ich dir zu, da rede ich gegen die Wand, gegen deine Wand.


    und den Ball brauche ich nicht zu stoppen, der wird nämlich nicht in diese Richtung rollen.


    ich kenne den Fussball auf bestimmten Ebenen länger und auch besser wie du, und deshalb sage ich es nochmals:
    es geht nur über Aufklärung und Überzeugung und zwar bei denen, die für eine Mannschaft im G und F Bereich zuständig sind,
    und zwar bei Beginn ihrer Tätigkeit, und nicht wenn sie erst 2 Jahre dabei sind, oder gar schon wieder in dieser Altersstufe aufgehört haben


    Ralf Klohr macht es doch vor. er geht doch stur den Weg der Überzeugungsarbeit. Ich habe noch nicht gehört, dass er Strafen einfordert.


    erinnern dich doch auch mal, wie lange du ahnungslos im Kinderfussball, so wie wohl die allermeisten hier enschliesslich mir, tätg warst,
    bevor du mit dem Gedankengut des Kinderfussballes konfrontierst wurdest. Da warst du doch auch schon von dieser Alterstufe weg.


    Selbstlob muss auch mal sein: ich habe mir zumindest vor meinem Beginn in der G , da ich aus dem Fussball kam, und viele Baustellen
    kennengelernt hatte, mich viel umgeschaut und mir mir meine Gedanken gemacht, und bin einigem anders vorgegangen.als damals üblich.



    Geistreiche aktive Leute in den Kreisvorständen, die ja schliesslich letzendlich für die Umsetzung zuständig sein. vertreten die Interessen der Vereine,
    nicht die eines Andre.
    Und wenn du meinst, dass dies alle ausreichend über die FPL informiert sind und so voll dahinterstehen, bist du auf dem Holzweg.


    Aussage eines Kreisvorsitzenden mir gegenüber: Wir bräuchten die FPL nicht, aber wer will und kann schon gegen Fair Play sein.


    Geistreiche aktive Leute haben in einem ganzen Landesverband einheitlich für alle die FPL durchgesetzt.
    Problemlos, da es zuvor schon nicht um Punkte ging, und im ganzen Landesverband die FPL mit neutralen Schiris gespielt wird.
    so gut wie keine Änderungen wie zuvor, aber es heisst halt FPL.


    wohl dann doch nicht so geistreich, da dieser Vorstand ja nach deinen Vorstellungen mit Strafen eines besseren belehrt werden müsste.


    und wenn ich schon mal dabei bin, lass ich auch mal auf arrogante, alles besserwissenden Fussballer raushängen.


    Aussage eines der wohl anerkanntesten Trainer unser Region, jahrelang Stützpunkttrainer und erfolgreicher Vereinstrainer
    anlässlich meiner wöchentliche Informationstelefonate:


    Am Sonntag waren die Kritiker mal wieder da, und am schlimmsten sind die, die selber nie aktiv Fussball gespielt haben, aber glauben,
    sie könnten und wüssten alles.


    ich selbst sehe es etwas positiver: der Fussball lebt halt und hat seinen Reiz in der Vielfalt und nicht vom Einheitsbrei.
    gg

    • Offizieller Beitrag

    Um es hier im Forum vielleicht mal deutlich auf den Punkt zu bringen. Bianca und mir ist es völlig wurscht, wer was erfunden und niedergeschrieben hat.


    Mir ist es auch wurscht, wer was erfunden hat ... trotzdem vielen Dank Ralf und für die Schweiz vielen Dank an Bianca und für die Kinder, vielen Dank an euch beide. Es gibt Leute, die bewegen richtig was im Kinderfußball und ich weiß, du willst das eigentlich gar nicht hören ;)

  • Um es hier im Forum vielleicht mal deutlich auf den Punkt zu bringen. Bianca und mir ist es völlig wurscht, wer was erfunden und niedergeschrieben hat. Was uns aber nicht wurscht ist, ist die Tatsache, dass sich sehr viele Kindertrainer wie Fußballtrainer (mit Eiern) benehmen!


    Und genau diese Trainer (mit Eiern) sind die, welche Konzepte flächendeckend umsetzen statt nur davon zu labern ;) Und das ist der Punkt: Auf die UMSETZUNG kommt es drauf an.
    Aber eben, es ist immer viel leichter über die Feinheiten des Konzepts zu diskutieren und sich stundenlang über Standards die Haare zu raufen, als die Energien in die konkrete und pragmatische Umsetzung zu investieren.


    P.S. Kann es sein dass Ralf K. 2012 zum ersten mal mit dem CH-Fussball in Berührung kam und deshalb die ganze Vorgeschichte nicht kennt ? Schweizer laden Experten ein, nicht weil sie selber nichts wissen oder selber nichts haben, sondern um ihre eigene Arbeit regelmässig aus der Sicht anderer durchleuchten zu können und ihre Arbeit mit den besten Ideen zu ergänzen.
    Dies täte wohl auch der aktuellen Arbeit um die FPL gut. Aus meiner Sicht ist die FPL schon viel zu dogmatisch geworden. Damit sind Probleme in der Umsetzung programmiert.

    • Offizieller Beitrag

    Aber eben, es ist immer viel leichter über die Feinheiten des Konzepts zu diskutieren und sich stundenlang über Standards die Haare zu raufen, als die Energien in die konkrete und pragmatische Umsetzung zu investieren.


    Dann hat Ralf wohl alles falsch gemacht. Du bringst solche Argumente immer dann, wenn dir nichts besseres einfällt. Bei deiner "Schwarmintelligenz" hast du hoffentlich auch stundenlang über die Feinheiten nachgedacht, sinnlose Vorträge gehalten ... den Unterschied kann ich nicht erkennen. Hier wirfst du das vor und in deinem kleinen Bereich handelts du genau so.

    Kann es sein dass Ralf K. 2012 zum ersten mal mit dem CH-Fussball in Berührung kam und deshalb die ganze Vorgeschichte nicht kennt ?


    Vielleicht können wir uns darauf einigen: Die Schweiz hat es erfunden, wenn dir hilft ist es gut, aber wir müssen das nicht diskutieren.

  • aber wir müssen das nicht diskutieren


    Wir müssen das wirklich nicht diskutieren weil es wirklich nicht wichtig ist. Aber dann solltes du auch mit deinen "Klarstellungen" entsprechend zurückhaltend sein und nicht so tun als hättest nur allein den abosluten Ueberblick und das was man im Internet googeln oder sonstwie öffentlich zugängich ist der Wahrheit letzter Schluss.
    Vieles was publiziert und umgesetzt wird geht oft jahrelange Arbeit an der Basis voraus. In der Schweiz geht nichts einfach von oben nach unten. Kann sein dass ein Anstoss von "oben" kommt, aber dann werden zuerst immer mal Pilotprojekte an der Basis gemacht, miteinander verglichen, von den Verbänden und Hochschulen begleitet, vernehmlasst, mit Erkenntnisssen aus der ganzen Welt abgeglichen, ein erster Entwurf als Vorschlag in der Trainerausbildung eingebaut, dann wird abgewartet wie sich die Sache entwickelt und bei Bedarf mit entsprechenden Mitteln nachgehakt.
    Es ist absurd so zu tun als hätte Kinderfussball erst mit der aktuellen Fassung des KiFu-Konzepts begonnen. Es ist umgekehrt. Das 2013Konzept ist das letzte update einer ganzen Reihe von Konzepten die 1998 ihren Anfang nahmen, 2003/04 von der Regionalverbänden umgesetzt werden mussten und seither einen Prozess der Verfeinerung durchlaufen hat, der es erlaubt die FPL-Gedanken nicht nur isoliert zu betrachten, sondern in ein durch den ganzen Nachwuchs laufendes Konzept eingeflossen sind.
    Deshalb auch die FRAGE nach dem Zusammenhang zwischen FPL und Dropout. Ich erachte sie als wichtig und verstehe jetzt überhaupt nicht, warum UWE so komisch drauf reagiert.

    • Offizieller Beitrag

    Schweizer laden Experten ein, nicht weil sie selber nichts wissen oder selber nichts haben, sondern um ihre eigene Arbeit regelmässig aus der Sicht anderer durchleuchten zu können und ihre Arbeit mit den besten Ideen zu ergänzen.


    In der Schweiz geht nichts einfach von oben nach unten.


    FB, es ist wirklich nicht wichtig, lassen wir das ... die Schweiz ist das Maß aller Dinge. Dein Nationalstolz in Ehren, aber du übertreibst oft. In der Schweiz gibt es prozentual so viel Idioten wie in Deutschland.


    Der Zusammenhang der FPL mit Dropout ist chronologisch gar nicht möglich. Du suchst einen Zusammenhang den es so nicht geben kann. Die komplette FPL gibt es in der Schweiz erst ab 2013 und in Deutschland beginnt die Verbreitung erst. Wo bitte soll da ein Zusammenhang mit dem Dropout herkommen?

  • Interessanter Gedanke von Keller-Kicker:
    Gibt es einen Zusammenhang zwischen FPL und Dropout ? Habe ich mir noch nie so überlegt.
    Intuitiv würde man ja sagen, dass die FPL mindestens als Zielsetzung den Dropout der 12-Jährigen verringern sollte. Tut sie das ?


    So war's zwar gar nicht gemeint, aber auch gut: ein Gedankenimpuls! Ich denke, dass kleine Kinder noch mehr naturgemäße Resilienz in sich haben, sprich: wenn da ein Tölpel sich vor ihnen aufbaut, sie bei Rückständen, Fehlern u.ä. runtermachend wie irre herumschreit, schaltet ihr Kopf eher einfach ab - und projiziert dessen Spiegelung somit einfach zurück. Obwohl es dabei sicher auch zu Erschöpfungssyndromen kommt: irgendwann ist sicher die Lust auf diese Art von Erwachsenen dominierten Sport dann weg. Zwischen 11 u. 14 Jahren wird jedoch viel mehr aufs werdende Selbstbewusstsein bzw. Ich in sich reflektiert, alles schwerer aufgenommen u. verarbeitet. Also sollte man nicht nur dem "Kindchenschema" verfallen, sondern auch hierhin den eigenen Fokus richten... -


    Alle "guten Absichten" durchaus 1:1 anerkennend, überspitzt gefragt: Es hätte bei allem fundamental zunächst um das Menschenbild zu gehen, kann man da ernsthaft meinen, aus menschlich depravierten Verhältnissen gute Menschen werden zu lassen, indem man sie in Zonen steckt? Werden eifernd nervende Eltern gut, da sie auf 5 m Abstand gehen müssend in eine Fanzone gesteckt werden, und u.U. überehrgeizig o. narzisstisch auf Kinderseelen herumtrampelnde Trainer gutherzig, da man sie für die Spieldauer in ner Coachingzone nebeneinander stellt? Benötigt man nicht etwas mehr, um wirklich neue Verhältnisse sich bilden zu lassen (das Bild vom Schaffen eines besseren, neuen KiFu als trotz aller guten Absicht in sich selbst narzisstisch überzogen entlarvend)? Wer solch GFragen sogleich als böse abtun statt dies offen wie selbstkritisch diskutieren will, der bestätigt seine Wurzel. "Überzeugungsarbeit" - das klingt nach konfessionellem Glauben von Missionaren, oder? Mir erscheint es weniger einfach, im KiFu etwas fürs Kindeswohl zu verändern, daher meine tiefe Skepsis, dass alles so einfach u. letztlich noch zugunsten des DFB-Zugriffs aufs Ganze, auf unsere Kinder per verstärkter Position der Trainer zu verbessern sei, sorry. Ich könnte viele Negativbeispiele aufhäufen, aber dies führte hier zu weit: meine (innerhalb des NFV) "nervende" KiFu-Kritik äußere ich auch schon "wild" seit bald 10 Jahren, vor 7 Jahren entstand die von mir längst aufgegebene Coole-Kidz-Initiative, die den Impuls "pro selbstbestimmtes Kindeswohl" setzen sollte (vgl. später erschienenes Buch "Cool siegen") - so bildet sich jeder dann ein, dass dies irgendwo unbewusst etwas bewegt haben könnte in den Köpfen der "Oberhäupter", dann zurück in die Basis einwandert etc.


    Die FPL ist in Teilen für mich ein guter Anfangsimpuls, aber gedanklich sicher nicht "perfekt", daher auch noch nicht ein für alle Welt verordenbares Ende aller Bemühungen um kindgerechteren Fußball - oder? Und da sie in Ländern "erfunden" worden sein soll, in denen in Summe ruinöser Kindermangel (dh kindbezogen erstmal in toto Degeneration) vorherrscht, dort schon gar nicht: um zu verstehen, müsste man also gesellschaftlich-narzisstische Kinderfeindlichkeit bei uns viel tiefer durchleuchten wollen, meine ich... ;)

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • @Fussballbaron: Ich habe Schweizer Wurzeln. Die Schweizer haben das Glück, dass in den letzten Jahren in der Kindersportförderung etwas zum positiven geändert wurde. Diese Millionen Franken haben zur Folge, dass das Bundesamt für Sport und die Fachverbände (Politik und Sport) gut zusammenarbeiten. Das ist bei uns leider nicht so!


    Ich bin ein deutscher Fußballhandwerker, der mit einfachen Mitteln an der deutschen Basis versucht ein stabiles Fundament für den Kinderfußball zu bauen. Da ich weder das Geld noch die Macht habe, anders an die Sache ranzugehen als ich es mache, ist es wichtig, dass weitere Handwerker bei der Arbeit helfen. Dass in diesem komplexen System Fehler sind ist doch logisch. Worüber reden wir eigentlich?

    Wie wir mit den Kindern von heute umgehen, das wird die Welt von morgen prägen (Hans Jonas 1903-1993)

  • Guten Morgen, Gemeinde.


    Es gibt hier im Forum ja einige Threads zu dem Thema und beim Durchlesen fällt auf, dass wir uns am Ende im Kreis drehen - alle mit dem Ziel etwas zu verbessern.


    Ich hab´s schon mehrfach geschrieben: Die Vereine müssen besser hinschauen, wen sie als Kindertrainer einsetzen!!


    Warum gibt es an der Stelle z.b. nicht verpflichtend einen Eignungstest. Und zwar keinen der daruf abzielt wie hoch die Fußballkompetenz ist, sondern einen der darauf abzielt wie hoch die soziale Kompetenz ist?


    Wäre das nicht viel einfacher umzusetzen und würde das nicht im Ergebnis viel mehr für die Kids bringen?


    So ein Test sollte bei einer Übergeordneten Stelle statt finden - also nicht beim Verein.


    Das wäre für mich ein sinnvoller Ansatz.



    Sportlicher Gruß.

  • Der Zusammenhang der FPL mit Dropout ist chronologisch gar nicht möglich. Du suchst einen Zusammenhang den es so nicht geben kann. Die komplette FPL gibt es in der Schweiz erst ab 2013 und in Deutschland beginnt die Verbreitung erst. Wo bitte soll da ein Zusammenhang mit dem Dropout herkommen?


    Wir teilen da (noch) nicht dieselbe Sichtweise, resp. gehst du davon aus dass das was DU siehst, alles ist.
    1. praktische Erfahrung
    In der Schweiz gibt es überhaupt keine "FPL" sondern lediglich KiFu. Dieser KiFu enthält seit 2003/04 alle wesentlichen Elemente der FPL was den Spielbetrieb betrifft. Konkret wird seit 2003 nach dem im 2013er Konzept enthaltenen Spielkonzept gespielt. Die Schweiz hat diesbezüglich durchaus 10 Jährige Erfahrung was die Umsetzung der in FPL geforderten Werte und Regeln betrifft. Es wurde regional auch mal eine Saison ohne Schiri gespielt. Dieser Pilot wurde dann aber als untauglich bewertet und regional und national entschieden den Schiri beizubehalten, dabei aber der Ausbildung von Nachwuchs-schiris grösseren Wert beizumessen.
    2. Dropout
    In der Schweiz ist der Dropout bei weitem nicht so massiv wie in Deutschland. Deshalb auch kein wirklich brennendes Thema hier, geschweige denn gibt es Untersuchungen oder gar Zahlen zum Thema.
    Dennoch glaube ich, dass die FRAGE OB es Zusammenhänge zwischen FPL und Dropout geben KOENNTE wichtig.
    Dass du UWE als Buchhalter es gewohnt bist die Welt nur im Rückspiegel zu betrachten, resp. erst dann wenn Zahlen vorliegen, kann ich nachvollziehen. Ich hingegen bin Unternehmer mit innovationstechnischem Hintergrund. Mich interessieren deshalb schon auch Dinge und Zusammenänge die sich vielleicht erst in der Zukunft manifestieren.


    3. Gründe für den Dropout und der Zusammenhang mit der FPL
    So ziemlich flächendeckend kann man in der Schweiz beobachten dass das Verhältnis zwischen Trainerqualität, Ausbildungsgrad, Leistungsanspruch, Infrastruktur und Zulauf in etwa proportional sind, aber umgekeht proportional zur "Dropoutquote"-Quote. Vereinfacht gesagt hat ein Spitzenverein mit sehr gut ausgebildeten Trainern, einem durchgehenden Ausbildungskonzept, guter Infrastruktur und einem gewissen Minimalanspruch was die Leistung betrifft praktisch 0 (Zero) Dropout ! Am anderen Ende stehen die konzeptlosen, JeKaMi-Dorfclubs mit unqualifizierten Spontantrainer die es oft nicht mal mehr schaffen eine C und schon gar keine B-Mannschaft auf die Beine zu kriegen und damit 90% Dropout und 10% Spielern die von den "guten" Clubs absorbiert werden.
    DAS sind normale, nachvollziehbare Verhältnisse die so auch weiter bestehen werden.
    Wenn man nun aber die DropOut Zahlen vergleichbarer Clubs betrachtet, fällt auf, dass der Hauptunterschied beim Leistungsanspruch der Vereine liegen. Wenn Infrastruktur, Trainerqualität etc. gleich sind, sind die Ambitionen des Vereins Freude an der Leistung zu vermitteln durchaus ausschlaggebend dafür, ob Jugendliche sich sich auch mit 12/13 weiter für den leistungsorientierten Fussball entscheiden oder ihren Spass entweder bei weniger schweisstreibenden Aktivitäten oder - gerade andersherum - in AlternativSportarten suchen, wo sie leistungsmässig auch mal wirklich gefordert werden.
    Aus dieser Sicht, ist die Aufgabe der Vereine, den Kids Freude an der eigenen, individuellen Arbeit und Leistung zu vermitteln DAS zentrale Thema wenn es darum geht, den Jugendlichen dann mal mit dem Fussball eine echte Alternative zum passiven Konsumverhalten zu geben.
    Und hier sehe ich eine Gewisse Gefahr bei der fast schon dogmatischen Vorstellung davon, dass KiFu - und damit die FPL Ansätze - vor allem einmal Spass machen müssen ohne dass sich jemals jemand konkrete Gedanken machen zu müssen, welche Form von Spass längerfristig sinnvoll ist und welcher eben gerade nicht.
    Ich persönlich bemängle, dass auch das CH-KiFu Konzept hier nicht viel klarer differenziert und mit der Forderung nach Spass auch Gammel-Vereine beflügelt, mit ihrem GutMenschen-Gewurschtel weiterzumachen, statt sich wirklich mal zu fragen WARUM ihnen die Kids, obwohl sie bis und mit E immer Spass haben, "plötzlich" alle abspringen.
    Weil spätestens in der D greifen die FPL-Regeln nicht mehr. Und wenn diese FPL-Regeln diesen Vereinen vorkaugeln alles sei gut, solange "Spass" ist, ist es halt genau die mangelnde Gesamtkonzeption, respektive die fehlende konkrete Ueberleitung in den resultatsorientierten Vereinsfussball, welche aus dem gut gemeinten FPL-Ansatz einen Vereinskiller machen kann.


    Fazit: Ich behaupte nicht dass es einen Zusammenhang zwischen FPL und Dropout GIBT. Aber ich denke es ist wichtig darüber nachzudenken ob es, mindestens was gewisse Vereinstypen betrifft - einen solchen Zusammenhang IN ZUKUNFT geben KOENNTE. Denn wenn ja, wäre das ein Grund die FPL ernsthaft in Frage zu stellen. Darum denke ich, sollte man sich da argumentativ schon mal gedanklich durchackern bevor man von den Fakten dazu gezwungen wird.

    Einmal editiert, zuletzt von Fussballbaron ()

  • Junge Spieler fühlen sich motiviert, wenn sie von den Eltern unterstützt werden. Deshalb müssen Vereine schon darauf achten, dass sie mit übertriebenen Forderungen nach Abstand und Ruhe, den Eltern den Spass am Fussball nicht ganz abwürgen. Eltern sollten auch im Rahme der FPL weiter Stimmung machen und "laut" sein dürfen. Dies einfach in einem geordnet fairen Rahmen mit glasklaren Richtlinien (z.B. niemand darf sein Kind ansprechen, den Trainer oder Schiri ansprechen etc.) welche je nach Ort, Mannschaft und sozialer "Temperatur" auch mal grosszügiger, mal restriktiver ausgelegt werden können.
    Wenn sich Eltern wohl fühlen, werden sie ihre Kinder auch besser unterstützen. Vor allem dann, wenn Alternativen zum Fussball anstehen, werden sich vom Verein akzeptierte Eltern ihren Filius eher zum "Durchhalten" motivieren als Eltern die vom Verein wie Sondermüll auf Distanz gehalten werden.

  • Da sind wir theoretisch 100% zusammen!


    Leider ist die Realität, dass die meisten Ehrenamtler nicht für Kindersport ausgebildet sind. Unser deutsches föderales System gibt es auch nicht her, dass "von oben zwangsweise die Richtung" vorgegeben wird. Wir sind in unserem föderalen System darauf angewießen, dass an der Basis die Einsicht wächst, sich für Kindersport ausbilden zu lassen. Hätten wir die Schweizer Millionen und ein Bundesamt für Sport, wären auch wir ein Stück weiter. Deshalb ist es bei uns wichtig, dass die fachkompeten Kindertrainer die FPL leben und sie nicht zerreißen. Da sowohl der DFB, als auch der SFV die FPL als kindgerechte Spielgrundlage empfehlen DFB/vorgeben SFV und super Ausbildungen für Kindertrainer anbieten, sollte das auch gar kein Problem sein.


    Fachkompetete Kindertrainer sind Vorbilder!

    Wie wir mit den Kindern von heute umgehen, das wird die Welt von morgen prägen (Hans Jonas 1903-1993)

    Einmal editiert, zuletzt von Ralf K. ()

  • FPL als Ursache des Drop-Out?!? Gewagte These, aber ok, stellen wir das mal als Gedanken in den Raum. Zu Drop-Out gibt es ja einiges Material beim DFB:http://www.dfb.de/uploads/media/Dropout-im-Sport.pdf => Es gibt alle möglichen Ursachen für Drop-Outs, aber mehr als 50% resultieren direkt aus dem Leistungsgedanken bzw. dem Gewinnstreben: Trainer setzt schlechte Spieler nicht mehr ein bzw. Mannschaft "will nur noch gewinnen". Also das genaue Gegenteil der FPL.


    Wie passt das Zu Deiner, Fussballbaron, Beobachtung, dass die Drop-Out Quote in Eurem Leistungsverein bei Null liegt? Das liegt zum Einen an der Klientel. Im Leistungsverein landen nur Kinder, die entsprechend motiviert sind, d.h. die Einstellung die im Breitensport gängige Einstellung "Fussball macht mir Spaß, ist aber nicht mein Lebensinhalt" trifft man bei Euch nicht an. Kenne ich, mein Sohn spielt auch in so einem Verein, da fehlt nie jemand im Training, außer er hat den Fuß gebrochen. Zum Zweiten glaube ich auch nicht an die 0%. Ihr startet doch in der U8 oder U9. Da bleiben sicher nicht alle Spieler durchgängig bis in die U19 bei Euch. Weisst Du von allen, die Euch irgendwann verlassen, was die machen? Und die kicken wirklich alle weiter, kein einziger hat aufgehört? Kaum vorstellbar, selbst wenn in der Schweiz die Welt noch in Ordnung ist :).


    Fazit: Interessante These, aber ich halte die für widerlegt.


    Grüße
    Oliver

    • Offizieller Beitrag

    zu 1. Kannst du es nicht einfach mal lassen ... wir waren uns doch einig.
    zu 2.

    In der Schweiz ist der Dropout bei weitem nicht so massiv wie in Deutschland. Deshalb auch kein wirklich brennendes Thema hier, geschweige denn gibt es Untersuchungen oder gar Zahlen zum Thema..

    Na denn ...

    Die Loser-Truppe halt.
    Für die C finden sie dann keinen Trainer mehr, die Spieler gehen sich auf den Sack und die Eltern haben ob diesem Sauhaufen die Schnauze voll. Ungeachtet der Fähigkeiten der einzelnen Spieler brechen bei uns in der Region so ganze Jahrgänge weg und damit die Grundlage ganzer Vereine.

    Weiter unten schreibst du dann noch "die es oft nicht mal mehr schaffen eine C und schon gar keine B-Mannschaft auf die Beine zu kriegen und damit 90% Dropout und 10% Spielern". Dafür, dass ihr in der Schweiz nicht so ein hohes Dropout-Problem habt, ist es schon ganz erstaunlich und plötzlich gibt es auch Zaheln (90%). Im Zitat oben hast du noch geschrieben "... kein wirklich brennendes Thema hier, geschweige denn gibt es Untersuchungen oder gar Zahlen zum Thema.. "


    zu 3.
    Du wirfst hier die FPL in einen Topf mit einem gesamten Konzept und machst sie eventuell für Dropout verantwortlich. Glaubst du ernsthaft, die drei kleinen Regeln der FPL können Auslöser für Dropout sein? Jetzt schreibst du ja schon in der Zukunft, einige Postings vorher war es ja noch die Gegenwart. Das das chronologisch nicht geht hast du dann ja zugeben.


    Dass du UWE als Buchhalter es gewohnt bist die Welt nur im Rückspiegel zu betrachten, resp. erst dann wenn Zahlen vorliegen, kann ich nachvollziehen. Ich hingegen bin Unternehmer mit innovationstechnischem Hintergrund. Mich interessieren deshalb schon auch Dinge und Zusammenänge die sich vielleicht erst in der Zukunft manifestieren.

    Da kann natürlich niemand mithalten ... wer es braucht muss immer wieder darauf hinweisen, als Argument völlig unbrauchbar. Das Großschreiben von Namen ist übrigens ein Trick, der in die Mottenkiste der Psychologie gehört, alter preußischer Standard. Ich glaube, dass muss auch nicht sein, wenn man einen gewissen Anspruch an sich selbst hat, ich habe das jedenfalls nicht nötig. Ich habe viele Leute kennengelernt, die rauskehren mussten, wer sie angeblich sind. Je weiter du "oben" stehst, desto weniger hat man das nötig, weil man sich über andere Werte definiert.

  • Ich bin ein deutscher Fußballhandwerker, der mit einfachen Mitteln an der deutschen Basis versucht ein stabiles Fundament für den Kinderfußball zu bauen.


    Ich wollte auch in keinster Weise dich persönlich oder deine/eure hervorragende Arbeit angreifen.
    Mir geht es mehr darum, dass deine Arbeit durch dieses Forum einen aus meiner Sicht oft einen etwas dogmatischen, missionarischen Touch bekommt, der bei der konkreten Umsetzung erfahrungsgemäss eher hinderlich ist als dass er nützt, resp. genau dort argumentativ Wasser auf die Mühlen derjenigen schaufelt, welche uns bei der Umsetzung einer ganzheitlichen Ausbildungskonzepts am meisten Mühe machten und immer noch machen.

  • Fachkompetete Kindertrainer sind Vorbilder!


    Wo gibt es die denn real? Sonst ist ne jahrelange Ausbildung inkl. vielfältig praktischer Erfahrung gesetzlich für jeden vorgeschrieben, der Kinder pädagogisch betreuen darf: nur innerhalb der Parallelwelt "Verein" wird ne C-Lizenz mit 100 Stunden mehr o. weniger intensiven Lernens schon als seltenes Non-plus-Ultra anstelle bloßer Macht eines oft willkürhaft vergebenen Postens jedem Elternteil so vorgehalten, dass es davor gefälligst nurmehr verstummen darf. (Klar, dass "Problemeltern" solch Trainer dann nie ernst nehmen!) Natürlich verdrängen Machertypen stets gern, dass bzw. wenn ihnen reale Mitmenschen gegenüber stehen, mit denen man vernünftig reden, sich auseinanderzusetzen hätte. Dass auch Eltern solch Mitmenschen seien, die man nicht einfach top down in von sich aus erbaute Zonen (für mich eben eher Offenbarungseid in dem Sinne, dass man sich mit Erwachsenen gar nicht rational befassen kann o. will, -da dies mit unmündig instrumentalisierbaren, gleichwohl fremden Kinder viel einfacher funktioniert) pferchen sollte, dies scheint irgendwie als FPL-Kritik stets als Störfaktor im Plan nur verdrängt u. ausgeklammert zu werden: warum? Für diese Vorbilder wäre real zu sorgen, was sicher auf absehbare Zeit ganz unmöglich erscheinen muss, statt dass sie nur beschworen und so zur Grundlage des formellen Heilmittels FPL erklärt werden. Gäbe es überall diese Vorbilder, wäre die FPL sicher überflüssig, da es sie aber grad fast nirgendwo adäquat gibt, kann die sie zugrundlegende, allen sich wie ein Dogma vorschreiben wollend FPL auch nicht das bewirken, was sie ver-, darin sicher guter Absicht entspricht. Ihr Scheitern wird aber kaum selbstkritisch reflektiert und für eine mögliche wie zwecks Erfolg auch notwendige Optimierung genutzt - echt schade!
    Man sollte im Kopf beweglicher sein, solch Beweglichkeit nicht zuletzt gerade denen pro-aktiv vorleben, wegen denen eine FPL als Korrekturmaßnahme notwendig erschien. Back to the (unknown) basics, oder?

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....