Wechsel des Vereines f-Jugend

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  • diese Thematik haben wir aber schon mal ausführlich diskutiert. nachlesen


    guenter
    Tritt doch bitte mal ein wenig auf die Bremse. Deine oftmaligen Hinweise, die Suchfunktion zu benutzen oder das wir das Thema hier schon hatten, würgen dann schon mal ein Thema ab bevor es überhaupt richtig angefangen hat. Und zum diskutieren sind wir ja hier.


    Und wie dieser Thread hier zeigt, ergibt jede Diskussion immer was Neues. Das hier


    Der Hintergrund ist die Aufwandsentschädigung die für ganz Deutschland einheitlich geregelt ist.


    halte ich nämlich für eine Behauptung, die so nicht haltbar ist. Sperren gab es schon zu meiner aktiven Zeit und da waren Aufwandsentschädigungen noch nicht mal im Ansatz im Gespräch. Diese kamen erst sehr viel später. Die Gründe waren damals andere.

  • Steini


    richtig, Sperren bei Vereinswechsel gab es schon immer.


    richtig ist auch, dass das Thema neu diskutiert werden muss, weil


    am 27.April 2012 hat der DFB neue Entschädigungswerte festgelegt.


    gemäss § 3 der DFB-Ordnung


    offensichtlich wurden da auch die Wechselfristen neu modifiziert.


    in Rheinland Pfalz bereits umgesetzt, bei anderen Landesverbänden weiss ich es nicht.


    danach können bis E Jugend mit Zustimmung des Vereins sofort Wechseln und Spielberechtigung für den neuen Verein
    ohne Zustimmung 2 Monate Sperre, bei D 4 Monate Sperre , G kann übrigens wechseln wie und wann sie wollen, da gibt es keine Einschränkung.


    im Wechselfenster im Juni sind bis D-jüngerer Jahrgang alle auch ohne Zustimmung des abgebenden Vereins ab 1.7 spielberechtigt.


    das ist jetzt nur ein Auszug.


    ich empfehle jedem im Internet seinen Landesverband anzuklicken, dort unter Jugendordnung, oder Aufwandsentschädigung und
    Wechselperioden oder ähnlich (das ist möglicherweise je Landesverband unterschiedlich) nachzuschauen.


    ansonsten diskutierien wir hier Meinungen und ins Blaue.


    Beispiel:


    Fussballverband Rheinland eV
    dort Passtelle anklicken
    unter Aktuelles stehen die Wechselbedingungen
    unter Aufwandsentschädigung die konkreten Zahlen


    wenn wir das gelesen haben, oder entsprechendes in jedem Landesverband haben wir eine gemeinsame Diskussionsgrundlage
    und gehen gehen nicht von Meinungen zum Sachlichen aus.


    Steini, deine Kritik war somit voll berechtigt, und führt auch hoffentlich für viele hier zu neuen Erkenntnissen.


    Könnte ich das, hätte ich die Pdf-Tabelle hier rübergezogen, aber ich beherrsche sowas nicht.


    gg


    ergänzend:
    auch im Saarland können bis einschl. E alle Spieler mit Zustimmung sofort, und ohne Zustimmung mit 2 Monat Sperre
    wechseln.


    in Baden z.B. scheint es für E bei Wechsel in der laufenden Saison noch eine andere Regeleung zu geben.


    aber ich habs schon mal erwähnt, wir sind hier in der Region immer schon etwas fortschrittlicher und schneller im Umsatz
    von DFB-Empfehlungen gewesen als andernorts.


    Gerade diese modifizierten Wechselbestimmungen bis E-Jugend sind ein wesentlicher Beitrag zum Kinderfussball, die hier ja
    des öfteren zu Diskussionen geführt haben (hier in Bezug zur früheren Regelung betreffend von Wechsel während der Saison, die
    wesentlich ungünstiger waren)


    gg

    Einmal editiert, zuletzt von guenter ()

  • das hat doch nichts mit Badem Württemberg zu tun. das gilt in ganz Deutschland. Ab C-Jugend wird jeder ohne Zustimmung des abgebenden Vereins bis 1.11. gesperrt.


    Ah, danke für die Info. Das kam in Dons Beitrag so deutlich nicht heraus, dass es erst ab C-Jugend so ist. Nichtsdestotrotz halte ich diese Regelung auch in der C-Jugend für zu hart. Von mir aus könnte sie vielleicht bei den wirklich hochambitionierten Vereinen zum Einsatz kommen, wobei ich auch da finde, dass Bundesligisten sich nicht so aufspielen sollten, als seien ihre Jugendspieler ihr Eigentum...


    Der Hintergrund ist die Aufwandsentschädigung die für ganz Deutschland einheitlich geregelt ist. Besteht der Verein darauf und es wird nicht gezahlt, gibts keine Zustimmung, also Sperre bis 1.11. deshalb ist für alle Spieler ab C bei einem Wechsel die Freigabe des Vereins erforderlich, auch wenn während der offiziellen Wechselfrist gewechselt wird. wir diskutieren hier aber nicht nur über Spieler ab C, sondern ursprünglich um einen E-Jugendspieler. somit passt dann mein Beitrag sehr wohl


    Der Thread hat sich aber durchaus gewandelt. Am Anfang ging es noch um einen F-Junior, der sich dann als älterer E-Jugendlicher entpuppte, dann um einen Trainer, der die Regularien in Eigennutz maximal ausschöpfen möchte, und um ein Elternteil, das keinen eigenen Vereinshintergrund hat, die Regularien nicht kennt und sich nun, nach eigenem Empfinden, in einem repressiven Käfig wieder findet.
    Don Quijote hat dann recherchiert, wie die Wechsel im betreffenden Gebiets des Württembergischen Fußballverbands geregelt sind, hat sich schockiert geäußert, und das Beispiel eines C-Jugendlichen gebracht. Das war der Stand der Diskussion, als du dann, stark verkürzt und evtl. auch (hoffentlich nur leicht) sinnentstellend sagtest: "Finde ich nicht, ich finde, das Team ist wichtiger als der einzelne Spieler, und überhaupt braucht ein Verein ja Planungssicherheit."


    Ich verstehe jetzt, dass du nicht an die unmittelbare Diskussion anknüpfen wolltest. Das wurde in deinem Beitrag aber leider nicht klar. Daher mein Missverständnis, dass sich deine Aussagen auf die Äußerungen von Don Quijote und mir beziehen. Aber das ist ja nun geklärt.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • tobn


    Ich bin, obwohl 2 mal von der Regelung Betroffener, mit der Handhabung ab C-Jugend konform.
    ich bin absolut für die Aufwandsentschädigung. Gerade kleinere Vereine profitieren davon.
    teilweise 8 Jahre Ausbildung bis dahin, sollten nicht unberücksichtigt bleiben.
    hier stelle ich das Vereinsinteresse über das Interesse des Einzelnen.


    wofür ich wäre, dass auch ein C-Jugendspieler (auch für B durchaus denkbar) im Laufe der Saison mit Zustimmung des abgebenden Vereins jederzeit wechseln könnte.


    Das wäre aber auch wiederum ein Votum für Vereine mit Geld.


    bei Problemfällen könnte das ohne Ablöse sein, wer hält schon gern Spieler, mit denen man nur Probleme hat) in den anderen Fällen halt mit entsprechender Aufwandsentschädigung.


    aus eigener Erfahrung kann ich dir auch sagen, dass ein C-Jugendspieler mit einer 3monatigen Sperre besser umgeht als
    hier diskutiert wird.


    gg

  • Zitat günter:

    Zitat

    Ich bin, obwohl 2 mal von der Regelung Betroffener, mit der Handhabung ab C-Jugend konform.
    ich bin absolut für die Aufwandsentschädigung. Gerade kleinere Vereine profitieren davon.
    teilweise 8 Jahre Ausbildung bis dahin, sollten nicht unberücksichtigt bleiben.
    hier stelle ich das Vereinsinteresse über das Interesse des Einzelnen.


    Ich nehme hier als Beispiel einen kleinen Dorfverein. Trainer werden nicht bezahlt. Training 1 x je Woche. Turniere werden wenig gespielt. Zu Auswärtsfahrten wird der kostenlose Fahrdienst der Eltern in Anspruch genommen....


    Wofür hier eine Ausbildungsentschädigung für den Verein ? Wenn sich hier ein Talent entwickelt liegt es doch kaum am Verein und warscheinlich auch wenig am Trainer. Vielmehr am Talent und Fleiß des betreffenden Spielers und Eigeninitiative desselbigen bzw. auch seiner Eltern. Hier würde ich dem Spieler raten, wenn andere Möglichkeiten nicht in Frage kommen, rechtzeitig im alten Verein zu kündigen und dort auf die Spiele zu verzichten, damit man dann für den neuen Verein schnellstmöglich spielberechtigt ist. - Ohne anderen Leuten Geld hinterher zu werfen....


    Ich frage mich, was sich einige Vereinsfunktionäre in solchen Fällen einbilden, wenn ein Spieler ordentlich in der Wechselpriode wechseln möchte, hier die Zustimmung zu verweigern. Die Jugendlichen sind kein Eigentum der Vereine !


    Für mich wäre eher eine pauschale Abgabe der Profivereine für Nachwuchssportler denkbar und gerechter, die dann allgemein der Förderung nachweislich ! guter Nachwuchsarbeit in den Amateurvereinen zukommen sollte.


    Für Spieler, die Vereine verlassen, z.B. weil sie mit der Ausbildung nicht einverstanden sind, halte ich eine Entschädigung und damit begründete Sperre für nicht in Ordnung, da hier entweder die Kosten den Eltern auferlegt werden oder Vereinsfrust am Kind/Jugendlichen ausgelebt wird.

  • Vielleicht sollte man beim Sperren auch mal die Kirche im Dorf lassen.


    Klar, wir lesen hier immer die extremen Fälle weil die Leute auch Rat suchen. In meinen 13 Jahren als Trainer hatten wir es äußerst selten (2-3 mal), dass wir einen Spieler gesperrt haben. Und wenn wir das taten, dann nur deswegen, weil der Spielr noch außenstände hatte.


    In alle regel geht ein Veeinswechsel normal über die Runden. Und gerade die Wchselfristen ab der C-Jgd sind vollkommen in Ordnung. Machen wir das nicht, können sich gerade die Klassenhöheren an unserem Mannschasftspool bedienen wie sie wollen.


    Und auch der Dorfverein, der seine Trainer nicht bezahlt hat umkosten mit JEDEM Spieler. Material,Schidsrichterkosten, Versicherungen.......... . Wenn dann ein Spieler talentiert ist, ist er natürlich eine Begierde für andere Vereine. Schaue ich mihc mal bei uns im Kreis um, dann finde ich häufiger Vereine die Klassenhöher spielen, allerdings mit der eigentlichen jugenarbeit erst ab der D-Jgd anfangen. Dort wird dann auch massiv abgeworben. Ich finde daher die "Ablöse" für gerechtfertig, zumal der neue Verein bei einer weitren Ausbildung ja ebenfalls "Geld mit dem Spieler" macht. Oder woher kommen die Schweinsteigers, Lahms, Götzes.... ?


    Wir haben es immer so geregelt, das wir Spieler i.d.R. frei gehen lassen, mit einem zusatzschreiben, dass dieser Spieler wieder frei zu uns zurück kommen kann, oder wir die Ablöse erhalten wenn der Spieler weiterverkauft wird.

  • Es ist uns so nun im August/September ergangen, daß ein langjähriger Spieler (Jg 2000, Altjahrgang D) zum Saisonauftakt nicht zum Training kam. Wir hatten direkt in der ersten "Schulwoche" dann unser Vorbereitungsturnier, bei dem sich die neue Mannschaft beschnuppern sollte und die "Frischen" das komplett neue Spiel (von 6+1 ohne Abseits zu 8+1 mit vielen Regeln und größerem Feld) entsprechende Praxis sammeln sollte.
    Er war trotz fehlendem Trainings dennoch eingeladen, hat dann aber auch das Turnier abgesagt ("Privattermin").
    Nun stand zwei Wochen später das erste Punktspiel an und er war für mich durch sein Können eine wichtige Größe.
    Da kam die Botschaft wie ein Schlag ins Gesicht, die Mutter rief mich an:"Es liegt nicht an Dir, es hat ihm bei euch immer gut gefallen. Aber sein bester Freund spielt bei TSV B., und dessen Vater ist dort Co-Trainer und fragte ihn, ob er nicht wechseln möchte. Es sind durch die weiterführende Schule auch einige Klassenkameraden dabei. Er trainiert auch bereits seit einigen Wochen da."
    Ich war natürlich perplex, fragte ob er sich das gut überlegt hat - und bot an, dass er sich das Ganze nochmal überlegen soll und darf.


    Es nützte nichts, er wollte wechseln. Ok, es war bereits Ende August, ich gab unserem Paßwart den Paß und wollte in Fürsorge für den Jungen keine Sperre. Doch unser Paßwart nannte mir den Passus, daß D-Jugendliche automatisch drei Monate gesperrt sind. Ok, schlecht - aber so sind nun mal die Regularien, und die müssen für alle gelten, sonst gibt es Wechsel-Tohuwabohu. Dachte ich, ich naives Dummchen...


    Denn wie das Schicksal so will, hatten wir am dritten Spieltag ein Heimspiel gegen diese Truppe. Ich saß im Büro am Eingang der Spielerkabinen, da hörte ich ein leises "Hallo, Thomas." Hää, die Stimme kenne ich doch?! Da stand der Blondschopf mit Trainingstasche und schaute mich verschämt an.
    Meine Augenbrauen zogen sich nach ganz hinten - was wird das denn jetzt?! Was bürdet ihn denn der neue Verein da auf? Gegen seine Ex-Kameraden spielen?
    An dieser Stelle ein Lob an meine Truppe: Obwohl sie im Vorfeld sagten, daß sie sein Verhalten echt nicht gut finden, haben sie dann im Spiel die bestmögliche Antwort gegeben: Als hätten wir mit 5 Leuten Überzahl gespielt, haben wir als damaliger Tabellenvorletzter den vermeintlichen Tabellenführer klar dominiert und ein sicheres 3:0 erzielt. Und sogar jede Provokation vermieden, ihn quasi ignoriert. Er kam im Spiel nie richtig zum Zug, sobald er am Ball war, schnappten ihn meine Spieler sofort wieder weg. Nur mein Sohn konnte sich einen blöden Spruch nicht verkneifen:"Na? Der Wechsel ging ja wohl in die Hose, was?" Das der "liebe" Co-Trainer dann nach dem Spiel den 14jährigen Jungschiedsrichter übelst angegangen ist (trotz erstklassiger Leistung) ist vielsagend ("Das werde ich melden! Total parteiisch! Dich muß man sperren!") , aber für mich keiner weiteren Erwähnung wert. Nur, daß er mir nach dem Spiel den Handschlag verweigert hat: "Dir gebe ich nicht die Hand!" - sowas habe ich in acht Jahren noch nicht gehabt!


    Fazit:
    Wenn dein Verein den Kreisvorsitzenden stellt, dann sind Regularien schlicht Schall und Rauch. :D

    Einmal editiert, zuletzt von Tomminator ()

  • @Terminator


    die Aussage deines Passwartes ist schlichtweg falsch.


    D-Jugend jüngerer Jahrgang werden nicht gesperrt.
    erst wenn sie älterer Jahrgang sind und in der neuen Saison in die C-Jugend wechseln greift die Sperrregelung.


    Somit kann ein Kreisvorsitzender da nicht eingreifen (dein Vorwurf an diesen ist somit nicht gerechtfertigt, zumindest nicht in diesem Fall)
    er hat sich da im Gegensatz zu deinem Passwart halt in den Regularien ausgekannt.


    lies mal meinen ausfürhlichen Beitrag zum Wechseln von Gestern.


    andererseits ist der von dir geschilderte Fall für mich ein Argument gegen freies Wechseln.


    da wird ein junger Spieler von einem anderen Trainer angesprochen, fühlt sich gebauchpinselt und trifft eine kurzfristige Entscheidung.
    Hält diese sogar geheim, sodass sein bisheriger Trainer keine Möglichkeit hat, diesen Schritt mit ihm zu besprechen und andere überzeugende
    Gesichtpunkt anzubringen.
    Steht jedoch die Sperre im Raum, muss geredet werden. droht sogar eine Sperre überlegt er es sich.
    ausserdem ganz wichtig: auch wenn er wechselt, kann er innerhalb dieser 3 Monate wieder direkt zum alten Verein zurück.
    Ich kenn einige Spieler, die dies gemacht haben, nachdem sie beim neuen Verein im Training festgestellt hatten, dass dort auch nicht alles Friede,Freude, Eierkuchen ist und Versprochenes nicht zutrifft.


    gg


    um kein Missverständnis aufkommen zu lassen.


    Zum Zeitpunkt des Wechselfensters zählte dein Junge noch als D-jüngerer Jahrgang

    Einmal editiert, zuletzt von guenter ()

  • Tomminator
    In jeder Zeile Deines Postings kann man spüren, dass Du Dich durch den Wechsel persönlich beleidigt fühlst. Aber warum eigentlich? Der Junge hat einen besten Freund, der in der anderen Mannschaft spielt. Er hat Klassenkameraden, die dort spielen. Da halte ich es für das natürlichste der Welt, dass er sich überlegt, ob er da nicht hingehen sollte. Und das er dort einige Wochen zur Probe mittrainiert, ohne schon "offiziell" zu wechseln, zeigt doch nur, dass er sich den Wechsel nicht leicht gemacht hat. Einzig, dass er das in der Entscheidungsphase nicht offen kommuniziert hat, kann man ihm vorwerfen. Aber wenn ich Dein Posting lese, kann ich ihn auch in diesem Punkt gut verstehen, Du scheinst kein Trainer zu sein, der den Wechselwunsch als legitim ansieht. Was soll er da im Vorfeld mit Dir besprechen? Und hättest Du ihn vorbehaltlos wieder in Deine Mannschaft zurück genommen, wenn er nach dem Probetraining doch hätte bei Euch bleiben wollen?


    @Günther
    Bin komplett andere Meinung. Der Spieler hat keine kurzfristige Entscheidung getroffen, sondern er hat sogar einige Wochen zur Probe trainiert, um zu sehen, ob es ihm in der "neuen" Mannschaft gefällt. Danach hat er sich entschieden. Aus meiner Sicht ist das quasi der Prototyp eines Wechsels, der keinesfalls eine Sperre nach sich ziehen dürfte.


    Wir hatten in der F genau so einen Fall. Der Spieler hat sich über etliche Wochen offen gehalten, ob er bei uns bleibt, oder doch lieber zu seinen neuen Schulkameraden wechselt (der Jungs war im Ort umgezogen und hatte die Schule gewechselt). Ich habe ihm die Rückkehroption natürlich offen gehalten. Letztlich ist er (leider) gewechselt. Bei Spiel gegen seinen neuen Verein (wo er dann mitspielte) gab es dann ein großes "Hallo", das war eines des schönsten Spiel in der Saison, und das, obwohl wir verloren haben.


    Grüße
    Oliver

  • Ich bin mal wieder völlig bei Don Quijote. Aber der Reihe nach:


    Ich bin, obwohl 2 mal von der Regelung Betroffener, mit der Handhabung ab C-Jugend konform. ich bin absolut für die Aufwandsentschädigung. Gerade kleinere Vereine profitieren davon. teilweise 8 Jahre Ausbildung bis dahin, sollten nicht unberücksichtigt bleiben. hier stelle ich das Vereinsinteresse über das Interesse des Einzelnen.


    Grundsätzlich habe ich auch nichts dagegen, dass ein Verein, der einen Spieler abwirbt, für diesen eine Ablöse zahlt. Von mir aus auch ab der C-Jugend. Aber man sollte das Ding dann, wie ich finde, auch so nennen. und sie sollte nur anfallen, wenn der Wechsel zu einem Verein vollzogen wird, wo der Spieler dann auch höherklassig spielt. Wenn hier ein Spieler von einer Kreisklassen- zu einer Kreisligamannschaft wechselt, finde ich eine Ablöse lächerlich. Und tatsächlich entstehen doch den kleinen Vereine durch einzelne Spieler überhaupt keine substanziellen Mehrkosten, es geht doch in Wahrheit darum, aus den wenigen Talente, die ein Verein halt zufällig in seinen Reihen hat, möglichst auch Kapital zu schlagen. Wie gesagt, wenn jetzt einer unserer Spieler zu Eintracht Frankfurt wechseln sollte, fände ich es gut, wenn von dort etwas rüber käme. Wenn er aber zu einer anderen Truppe in der Region wechselt, die vielleicht dann Gruppenliga spielt, da empfinde ich die Forderung einer Ablöse als lächerlich. Etwas anderes wäre es natürlich, wenn er von dort aus dann ziemlich bald zu Eintracht Frankfurt wechselt, da sollte dann schon (in diesem völlig hypothetischen Beispiel) eher unser Verein die Ablöse kriegen als der Zwischenhändler. Ich wäre also dafür, dass eine Ablöse bezahlt wird, wenn ein Spieler eine gewisse Aufstiegshöhe durchläuft, und diese, nach Verweildauer gewichtet, an die Vereine verteilt wird, in denen er die letzten X Jahre verbracht hat.


    Ich habe nichts dagegen, dass für bestimmte Wechsel Geld fließt. Aber dann sollte man das Kind auch beim Namen nennen.


    wofür ich wäre, dass auch ein C-Jugendspieler (auch für B durchaus denkbar) im Laufe der Saison mit Zustimmung des abgebenden Vereins jederzeit wechseln könnte.


    Das ist mir zu einseitig, man sieht doch nicht zuletzt an den Äußerungen von Stefan67 und Tomminator, dass viele Vereinsverantwortliche letzztlich beleidigt reagieren, wenn ein Spieler weg wechseln möchte. Darunter sollten die Jugendspieler, wie ich finde, nicht leiden müssen.


    Vielleicht sollte man beim Sperren auch mal die Kirche im Dorf lassen.


    Das Problem gehört sicher nicht zu den gravierendsten und dringendsten, aber da ist es dennoch. Und es gibt da halt auch immer mal wieder unheimlich ärgerliche Einzelfälle, die belegen, dass die Regularien, so zumindest meine Meinung, reformbedürftig sind. Ich denke übrigens, dass die Dunkelziffer in diesem Bereich auch recht hoch ist, dass sich die meisten halt damit abfinden, dass sie gegen die Regeln nichts unternehmen können, was ja auch im Einzelfall so ist. Man weiß es dann für das nächste mal und wird dann nicht nochmal den Fehler machen. Ich finde aber nur, dass es durchaus erstrebenswert wäre, die Zahl der gebrannten Kinder zu verringern.


    Klar, wir lesen hier immer die extremen Fälle weil die Leute auch Rat suchen. In meinen 13 Jahren als Trainer hatten wir es äußerst selten (2-3 mal), dass wir einen Spieler gesperrt haben. Und wenn wir das taten, dann nur deswegen, weil der Spielr noch außenstände hatte.


    Man liest aber auch von Vereinen, die grundsätzlich sperren, wenn keine Ablöse gezahlt wird. Und ich bin weiterhin der Meinung, dass eine Sperre nie und nimmer eine legitime Maßnahme sein kann, um Außenstände einzutreiben. Ich kann da die juristische Argumentationskette überhaupt nicht nachvollziehen.


    Machen wir das nicht, können sich gerade die Klassenhöheren an unserem Mannschasftspool bedienen wie sie wollen.


    Was hältst du von meinem obigen Vorschlag? Ich bin auch dagegen, dass die Klassenhöheren sämtliche Vereine im Umkreis ausräubern. Allerdings finde ich es auch völlig legitim, wenn einzelne Spieler sich einem Verein anschließen wollen, der sie sportlich mehr voran bringt und mehr fordert als ihr jetziger. Als Trainer muss ich das meinem Spieler doch auch eigentlich wünschen, oder?

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • @ tobn


    Die unterteilung zwischen den einzelnen Klassen gibt es ja. Je höher der Verein ist wohin der Spieler wechselt, desdo höher ist auch die Ablöse. Innerhalb der Kreisligen habe ich selber auch noch nie gehört,dass Vereine die Ausbildungsentschädigung genommen haben. Jeder VErein weis ja, dass beim nächsten Wechsel von Spielern zu ihrem Club adsselbe anfällt. Wie ich ja auch geschrieben habe, haben wir uns auch immer davor gedrückt, dass ei Klassen höherer Verein Bezahlt. Lediglich die Unterschrift dass der Spieler immer zurück kommen darf ohne Geld und bei einem "Weiterverkauf" wir die Summer erhalten, verlangen wir. Ich denke mal, dass das legitim ist.


    Wie würdest du denn verfahren, wenn ein Spieler Trikot, trainingsanzug und Ball ausgeliehen bekommt und dieses beim Wechsel nicht zurück geben will? Ich halte das dann für vollkommen in Ordnung wenn man den Spieler sperrt. Auch beui außenstände innerhalb einer Mannschaftskasse oder gf Kiosk finde ich das ok. Oder wäre es dir lieber das man diese Jugendlichen besser vor Gericht zitiert??


    @ Don


    Wo kannst du denn lesen dass sich Toominator beleidigt gefühlt hat das der Spieler gewechselt ist?? also ich lese das da nicht heraus. Lediglich eine enttäuschung, das finde ich aber vollkommen Menschlich. Aber das hat sicherlich mit geschriebenen Worten zu tun, die man je nach Gemütslage, Motivation oder gerade selber negativen/positiven Ereignissen verscheientlich auslegen kann.


    @guenther


    Das war mir neu, dass ein Spieler ende August noch als Jungjahrgang angesehen wird. Ich bin eigentlich immer davon ausgegangen dass mit beendigung der Wechselperiode die jeweiligen Spieler in die höhere Klasse wechseln, als C zur B oder Alt- zu Jungjahrgang. Wäre dann der Stichtag der 1. September? Oder wie wird das dann gewertet?

  • Stefan


    nicht Ende August, das Wechselfenster ist im Juni.
    in diesem Zeitraum muss er den Verein wechseln.


    auf Terminator bezogen heisst das, dass der betreffende Junge bereits im Juni beim neuen Verein unterschrieben hat den alten Trainer aber erst bei Saisonbeginn davon Kenntnis bekam.
    Wer sowas, für gut findet dann noch mit Spielerinteresse begründet, kann ich nicht verstehen.
    Es gibt nicht nur ein Spielerinteresse, dagegen stehen auch Vereinsintersse.


    gg

  • Die unterteilung zwischen den einzelnen Klassen gibt es ja. Je höher der Verein ist wohin der Spieler wechselt, desdo höher ist auch die Ablöse. Innerhalb der Kreisligen habe ich selber auch noch nie gehört,dass Vereine die Ausbildungsentschädigung genommen haben. Jeder VErein weis ja, dass beim nächsten Wechsel von Spielern zu ihrem Club adsselbe anfällt.


    Aber ist das so verbindlich geregelt oder entspricht es nur der in weiten Teilen gelebten Praxis? Ich wäre dafür, es zu reglementieren, um Rechtssicherheit in den Vorgang der Ab- und Anwerbevorgänge zu bringen. Ich kenne mich da mit den Formalitäten selbst nicht aus, ich kann nur von dem ausgehen, was ich hier lese und im Alltag mit bekomme.


    Wie ich ja auch geschrieben habe, haben wir uns auch immer davor gedrückt, dass ei Klassen höherer Verein Bezahlt. Lediglich die Unterschrift dass der Spieler immer zurück kommen darf ohne Geld und bei einem "Weiterverkauf" wir die Summer erhalten, verlangen wir. Ich denke mal, dass das legitim ist.


    Eine Regelung könnte ja so oder so ähnlich aussehen, dagegen habe ich gar nichts. Ich möchte aber gerne dieses aus meiner Sicht unselige Druckmittel der Sperre, bei der vor allem der Spieler verliert, entschärfen.


    Wie würdest du denn verfahren, wenn ein Spieler Trikot, trainingsanzug und Ball ausgeliehen bekommt und dieses beim Wechsel nicht zurück geben will? Ich halte das dann für vollkommen in Ordnung wenn man den Spieler sperrt. Auch beui außenstände innerhalb einer Mannschaftskasse oder gf Kiosk finde ich das ok. Oder wäre es dir lieber das man diese Jugendlichen besser vor Gericht zitiert??


    Im Extremfall: ja, klar, denn wenn ein Diebstahl vorliegt, dann kann man das zur Anzeige bringen. Vorab kann und sollte man aber natürlich vorbeugen, indem man die Jugendlichen bzw. ihre gesetzlichen Vertreter den Erhalt der Ausrüstung quittieren lässt und sie darauf hinweist, dass die Ausrüstung spätestens bei Vereinsaustritt zurück zu geben ist, oder sie sich in eine Geldschuld dem Verein gegenüber wandelt, die dem Zeitwert der Ausrüstung bei Vereinsaustritt entspricht. Der würde mit dem Anschaffungspreis des Vereins beginnen und dann linear abnehmen, um nach ca. zwei Jahren dann bei Null anzukommen. Wenn man Angst vor zu großen Außenständen ggü. Mannschaftskasse oder Kiosk hat, dann sollte man halt nicht so hohe Schulden erlauben und den Deckel auf fünf Euro oder was auch immer begrenzen.


    @ Don: Wo kannst du denn lesen dass sich Toominator beleidigt gefühlt hat das der Spieler gewechselt ist??


    Das sagt er doch: "aus jeder Zeile". Mir geht es da übrigens genau so.


    also ich lese das da nicht heraus. Lediglich eine enttäuschung, das finde ich aber vollkommen Menschlich.


    Natürlich ist das menschlich, auch, dass er sich verletzt fühlt, ist menschlich absolut nachvollziehbar. Enttäuscht, verletzt, beleidigt, da ist der Übergang fließend. Wie es nun genau um Tomminators Gemütslage bestellt ist, ist aber nicht entscheidend. Tatsache ist, dass er sich aus einem Gefühl heraus an dem Spieler, der ihn vermeintlich verletzt hat, rächen möchte. Und das geht halt nicht.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Leute, ihr lest zuviel! =)


    Zitat: "Ok, es war bereits Ende August, ich gab unserem Paßwart den Paß und wollte in Fürsorge für den Jungen keine Sperre."


    Danke an Günther, ich habe den Passus bislang falsch verstanden. Ist natürlich logisch, daß es sich auf einen "zukünftigen Zeitraum" bezieht. Beamtendeutsch...


    Letztendlich wollte ich dem Burschen keine Steine in den Weg legen, aber da der 2000er Kernkader zusammen bleiben sollte, wird es für die kommende Saison verdammt eng, überhaupt ein Team zu melden. Bereits letzte Saison mußte ich hin und wieder bei unserer E um Spieler betteln, um überhaupt antreten zu können - einmal sogar mit einem Klassenkameraden meiner Tochter aus der Dritten Klasse. Durch Nebenangebote (Handball, Basketball, Tennis, starke Nachbarvereine) muß unsere Sparte sich mächtig strecken. Zumal wir nen ziemlich malträtierten Sportplatz haben, der regelmäßig für diverse Nebennutzung (Oldtimertreffen, Zeltfest, Handballweekends, etc.) freigegeben wird. Ab Ende Oktober ist der Rasen dann auch (dank Krähen auf Würmerjagd) eigentlich gesundheitsgefährdend. Zum Saosonende schauen mich dann viele große Kinderaugen an, sodaß ich trotzdem weitermache...

  • tobn


    wäre ja fürchterlich, wenn wir hier immer einer Meinung wären.


    wenn ich zusammenhängend etwas mehr Zeit habe (zur Zeit verdrücke ich mich immer nur kurz von der Badezimmerrenovierung)
    werde ich die Begründung für meine Ansicht von mir geben.


    Wisst ihr eigendlich über welche Summen wir hier eigendlich reden? das Gefühl hab ich nicht.



    @Don


    Trainer sind nicht die einzigen, die mit viel Zeit und ehrenamtlich tätig sind.
    da gibst noch die Vorstandsmitglieder, die vielen Helfer auft Festen und Veranstaltungen, die Helfer die Samstag auf dem Platz arbeiten, damit
    die Anlage auch für die Kinder in einem ordentlichen Zustand sind. die ehrenamtlichen Handwerker, die Clubhaus und Umkleidekabinen umbauen oder renovieren (werden angeblich auch von Kindern benutzt), der Sponsor, der der E-Jugend ein Trikot spendet.


    Sie alle sind ehrenamtlich, ohne jede Entschädigung für den Verein und somit auch für die Kinder tätig, nicht nur die Trainer.


    ohne diese Personen gäbe es keinen Verein, ohne Verein keine Möglichkeit geregelten Fussball zu spielen.
    Und genau aus diesem Grund kann nicht nur das Kinderinteresse als vorrangigstes Gut gesehen werden, Gleichwertig
    sollten wir auch das Interesse des Vereins betrachten.


    Ich hab garantiert keinen Trainer gemacht, dass Spieler XY eine gute Ausbildung bekommt und sich dann selbst je nach eigener
    Interessenlage verhalten kann. Unter anderem wurde ich Trainer, dass der Verein eine Mannschaft melden konnte .
    Und für mich hat ohne wenn und aber Mannschafts- und Vereinsinteresse Vorrang vor den Bedürfnissen Einzelner.


    gg



    gg

  • wäre ja fürchterlich, wenn wir hier immer einer Meinung wären.


    Da sind wir wiederum einer Meinung. =)


    wenn ich zusammenhängend etwas mehr Zeit habe (zur Zeit verdrücke ich mich immer nur kurz von der Badezimmerrenovierung) werde ich die Begründung für meine Ansicht von mir geben. Wisst ihr eigendlich über welche Summen wir hier eigendlich reden? das Gefühl hab ich nicht.


    Gerne, würde mich interessieren. Und nein, ich habe keine Ahnung, um welche Summen wir reden, zumindest nicht bei den Ablösen. Mich stört tatsächlich in dem Zusammenhang, dass das Mittel der Sperre, aus meiner Sicht zu häufig, missbraucht wird. Dagegen wende ich mich.


    ohne diese Personen gäbe es keinen Verein, ohne Verein keine Möglichkeit geregelten Fussball zu spielen. Und genau aus diesem Grund kann nicht nur das Kinderinteresse als vorrangigstes Gut gesehen werden, Gleichwertig sollten wir auch das Interesse des Vereins betrachten.


    Ich hab garantiert keinen Trainer gemacht, dass Spieler XY eine gute Ausbildung bekommt und sich dann selbst je nach eigener Interessenlage verhalten kann. Unter anderem wurde ich Trainer, dass der Verein eine Mannschaft melden konnte. Und für mich hat ohne wenn und aber Mannschafts- und Vereinsinteresse Vorrang vor den Bedürfnissen Einzelner.


    Ich finde, es geht um eine Abwägung Beider Interessen. Gerade im Kinderbereich sind die individuellen Bedürfnisse der Spieler sehr wichtig, da ist es eine der vorrangigen Aufgaben des Trainers, überhaupt erst für die Integration von lauter Egoisten, das sind G- und F-Junioren ja noch, zu sorgen. Aber auch später wird sich der Einzelne in der Gruppe nur wohl fühlen, wenn auch seinen Interessen Rechnung getragen wird. Zumindest wünsche ich mir solche mündigen Spieler, mir graut es vor einer Truppe von entmündigten Befehlsempfängern. Das heißt noch lange nicht, dass ich aus dem Team und dem Verein eine Demokratie machen möchte. Aber ich möchte, dass sich jeder Spieler ernst genommen fühlt. Der Verein besteht aus allen seinen Mitgliedern, nicht nur aus den Amtsträgern. Sicher tragen sie die Hauptlast, und vielen Vereinsmitgliedern ist die wahre Last, die sie tragen, nicht bewusst. Dennoch gehört der Verein nicht ihnen. Und seine Mitglieder eben auch nicht. Das hast du auch nicht gesagt, aber wenn Vereinsvertreter attackiert werden, neigen sie nicht selten dazu, alles abzukanzeln und einen auf Landvogt zu machen. Das stört mich.


    Aber lassen wir das, so wie es unter den Vereinsvertretern schwarze Schafe gibt, gibt es sie auch unter Vereinsmitgliedern, d.h. Spielern und ihren Eltern.


    Gibt es da nicht auch noch die gängige Meinung, dass die beste Methode gegen die Abwanderung von Spielern Training und Spielbetrieb sind, die den Bedürfnissen der Spieler entgegen kommen? Und ein Klima im Verein, das ein Verbundenheitsgefühl erzeugt, das positive Identifikation erlaubt? Passen aber Sanktionen, die am kolportierten Ziel vorbei gehen, dazu?

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • so jetzt mal die Begründung warum ich für diese Aufwandsentschädigung bin.


    zuerst mal Zahlen


    entscheident für die Höhe, ist die Zügehörigkeit der 1. Mannschaft des neuen Vereins inKlasse


    nehmen wir eine D-Jugendlichen, der zur C Jugend wechseln möchte.


    in die 11. Klasse 25,--€
    in die 8. Klasse 150,--€
    in die 3.Liga 750,--€
    in die Bundesliga 1.500,-- €


    nachzulesen in der Ausbildungsentschädigungstabelle des DFB


    das Argument, dass durch die Aufwandsentschädigung einem Talent der Weg verbaut werden kann, ist nicht nachvollziehbar.
    gibt es da jetzt ein wirklich richtig gutes Talent, das in die Bundesliga wechselt, spielen die Summen ja wohl keine Rolle.
    da wird gezahlt.


    auch unterklassig sind die Summen so niedrig, dass der Verein, der einen jungen Fussballer unbedingt haben will, keine Rolle spielen.


    ich berichte jetzt mal aus unserer Gegend:


    da gibts einen grösseren Verein,(4.Liga) der alle Jugendmannschaften ab C in der Regionalliga, die 2. Mannschaften in der Verbandsliga
    spielen haben,die grasen rundherum alles ab D und C alles ab. blähen jede Mannschaft auf 20 Spieler auf.
    die Jugendarbeit in G und F und jüngere E wird dort absolut stiefmütterlich behandelt.


    Viele Eltern, die meinen, ihr Junge wäre ein Talent, weil er den Ball geradeausstossen kann, rennen zu diesem Verein.


    daneben gibt es dann noch 4 Vereine die ab c-Jugend in der Bezirksliga oder Landesliga vertreten sind.
    Auch diese bedienen sich ab C-Jugend aus den umliegenden Vereinen.


    Folge: die umliegenden Dorfmannschaften bluten Leistungsmässig aus. das Niveau der Mannschaften sinkt nach der D-Jugend
    erheblich durch die Abgänge ihrer Besten.


    dass dies nun ein Sprungbrett für Talente wäre ist irrig.Ich kenn einen einzigen Spieler, aus der von mir beschriebenen
    Region es in den letzten 10 Jahren +ber einen dieser Vereinein einen Bundesligakader geschafft hat.


    eine der wenigen Chancen der Dorfvereine sich zu wehren, ist diese Aufwandsentschädigung.
    allein, dass der neue Verein nicht bereit ist, diese zu zahlen, bringt doch den ein oder anderen Spieler, bzw. Elternteil zum Nachdenken.


    hat ein Verein jedoch echtes Interesse an einem Spieler kommt es zu Gesprächen.


    allein daraus kommt es zu Vorteilen:
    der neue Verein verpflichtet sich, zu einem Freundschaftspiel/Turnierteilnahme (sehr interessant, wenn höherklassig)
    vertragliche Regelung, dass Spieler jederzeit wieder unentgeltlich zurückkommen kann.
    es ist nämlich schon passiert, dass ein junger Spieler ohne Entschädigung gewechselt ist, dann als Aktiver wieder zu seinem
    Heimatverein zurück wollte und dann eine saftige Ablöse verlangt wurde
    vertragliche Regelung, dass wenn der Spieler von dem neuen Verein wirklich mal zu einem Spitzenverein wechselt, dann man an den höheren Ablösesummen beteiligt wird .


    viele Spieler wollen auch aus einer kurzfristigen Verärgerung wechseln, neue Freunde kennengelernt haben, die schon in 4 Wochen keine Freunde mehr sind, und vor allem von irgendeinem Trainer bequatscht wurden, (in dem Alter ist man schnell beeinflussbar)
    durch die erschwerten Bedingungen stellen sie dann plötzlich fest, dass der neue Verein gar kein so grosses Interess an ihm hat wie er oder die Eltern annahmen, im Gegensatz vielleicht überrascht sind, dass das Interesse im bisherigen Verein an ihm wesentlich grösser ist.


    ein ganz wichtiger Punkt für mich wurde hier ja bereits dargestellt.ohne Aufwandsentschädigung bekommt man einen Wechsel
    oft erst dann mit wenn alles gelaufen ist. Wie oft wurde aber ein Wechselgedanke aus dem Weg geräumt, wenn man mit dem Spieler darüber sprechen konnte.


    dann gibt es Spieler, die wollen am liebsten jedes Jahr den Verein wechseln, ohne Aufwandsentschädigung kriegt man die doch nie geregelt.


    Natürlich gibt es Fälle, wo ein Spieler total unglücklich im Verein ist(oder sind das doch mehr die Eltern?)
    möglich dass das auch ist, obwohl er bereits seit der G dabei ist.
    aber welcher Verein ist da nicht selbst froh, wen ein echter Problemfall weg ist? den wird er ohne Aufwandsentschädigung ziehen lassen.
    Wenn nicht, sehe ich es nicht als ein allzugrosse Problem an, dann halt 3 Monate Sperrfrist zu bekommen.
    Da geht kein Spieler dran kaputt.



    gg

  • Günther, mir geht es nicht um die Wechsel in die Bundesliga (oder knapp drunter), die spielen zahlenmäßig wohl kaum eine Rolle. Mir geht es um die Wechsel von Kreisklasse zu Kreisliga oder ähnlich. Da geht es nicht darum, ob der neue Verein "den Spieler unbedingt haben will". Sondern es geht um die Freiheit des Spielers, sich seinen Verein selbst auszusuchen, ohne 150 Ocken dafür zahlen zu müssen. Es gibt viele Gründe, sich einen neuen Verein zu suchen: Mangelnde Akzeptanz bei den Mitspielern oder dem Trainer, keine Einsätze mehr oder auch profane Sachen wie Unvereinbarkeit der Trainingstermine mit anderen Verpflichtungen. Und ja, auch der Versuch, sportlich weiter zu kommen. Ich halte das für legitim. Keiner hat mit dem Eintritt bei den Bambini einen lebenslangen Vertrag geschlossen. Sondern der muss erneuert werden, jede Saison neu. Dafür muss sich der Verein einsetzen, denn wenn der Verein seinerseits dem Spieler ein gutes Gesamtpaket anbieten kann, dann wird der nicht wechseln. Nein, ich spreche nicht von Geld.


    Und wir sind uns einig, dass 3 Monate Sperre niemanden überfordern. Aber ich hatte oben ja aus den Regeln zitiert, dass ein wechselwilliger C-Jugendlicher durchaus 12 Monate gesperrt werden kann. Findest du das ebenso in Ordnung? Oder interpretiere ich die Regel falsch?


    Grüße
    Oliver

  • @ Don


    Ich kenne nicht die Regularien aller Landesverbände.


    Aber meines WIssens (also bei uns ist das so) kann ein Spieler genau 6 Monate nach seinem letzten Pflichtspieleinsatz irgendwo anders spielen. (Einzige Ausnahme Beitragsrückstände müssen beglichen sein.)
    D.h. auch bei einem Wechsel außerhalb der Wechselperiode und bei verweigerter Freigabe gehen nicht mehr als 6 Monate Sperre. (Und das betrifft natürlich nur Pflichtspiele, also keine Turniere oder Freundschaftsspiele, da ist man fast sofort spielberechtigt).
    Bei einem Wechsel innerhalb der Wechselperiode (Austritt vor dem 1.7. bzw. 1.1. haben maximal 3 Monate Sperre zur Folge, also 1.11. oder 1.4. Spielrecht.)
    Das gilt für Jugendspieler, wie für Männerspieler.



    Davon abgesehen sehe ich es, wie du: Nur weil einer aus irgendwelchen Gründen auch immer mal irgendwo in einen Verein eingetreten ist, so "gehört" der Spieler nicht dem Verein.


    Die schlimmsten Erfahrungen diesbezüglich habe ich mich den mittelgroßen Vereinen (und deren Trainern), welche selbst häufig Spieler aufgrund besserer Perspektive zu sich locken, dann aber bei einem Wechsel zu einem "großen" Verein, eine Doppelmoral aufzeigen, die man kaum in Worte fassen kann.
    (In Ballungszentren gibt es kleine, mittlerer, große und extrem große Vereine, d.h. talentierte Spieler durchlaufen häufig mehrere Stufen nacheinander. Und manche Vereine sehen sich am Ende der Nahrungskette, schimpfen auf die kleineneren, wenn diese Ablöse wollen oder den Spieler "bearbeiten", wenn aber ein größerer Verein (NLZ) kommt, wird alles genau gegenteilig bewertet/argumentiert.)

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill