Wechsel des Vereines f-Jugend

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  • Von der Polizei habe ich nichts geschrieben.


    Nee, das war ich. Aber ich sehe es in diesem Punkt ganz genauso wie Don Quijote, der folgenden Absatz hätte ebenso von mir stammen können:


    Aber wie es sei: bei den Außenständen geht es doch meist um Kleinigkeiten (siehe Deine Aufzählung). Da muss man halt auf persönlicher Eben nachbohren. wenn einem das zu nervig ist (mir wäre es das), dann muss man das geld entweder abschreiben oder man darf keine Schulden auflaufen lassen. Eine "Verrechnung" mit der Spielberechtigung halte ich für falsch.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)


  • doch!!!!


    lt. Juniorenordnung Fussballverband Württemberg wird ein Spieler der ausserhalb des Wechselfensters ohne Zustimmung des abgebenden Vereins wechselt für "längstens 6 Monate" gesperrt.


    Hattest du das in diesem Thread erwähnt? Mir ist es neu, ich hatte ja auch davon geschrieben, dass ich von dem ausging, was Don Quijote recherchiert hatte.


    kleiner Vorwurf, nicht nur an dich: dies ist doch bei jedem Landesverband klar und deutlich geregelt, eigendlich brauchte man da nur nachlesen. einige meiner Beiträge hätten sich da erübrigt.


    Tja, aber Don Quijote hat doch nachgelesen. Scheinbar an der falschen Stelle, aber woher sollte er das wissen? Und wir anderen gehen, da wir es nicht besser wissen, davon aus, dass er Recht hat.


    ich glaub langsam, dass es sich lohnen würde, eine Beratungsstelle für niedergeschriebenes Verbandsrecht aufzumachen :D:D:D:D:D


    Das wäre in der Tat eine sehr praktische Institution, da es ja offensichtlich keine einheitlichen Regelungen geben kann.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • im F und E Jugend-Bereich, gibt es lediglich 2 Monate Sperre, wenn er während der laufenden Spielzeit wechselt. richtig so, sonst weisst du am Montag nicht, wer am Samstag noch da ist.


    Das weißt du doch aber auch so nicht. Wenn ein Kind kein Bock mehr auf dein Training hat, dann kommt es doch einfach nicht mehr. Aber zwei Monate Sperre finde ich da auch in Ordnung, solange es den aktuellen Spielbetrieb, d.h. die Jagd um die Goldene Ananas vielerorts im F- und E-Bereich gibt. Andererseits würde ich mir eher einen Spielbetrieb wünschen, der das Abwerben von Spielern in diesen Altersklassen eben nicht belohnt, so dass Kinder einfach dort ihrem Hobby nachgehen, wo es ihnen am meisten Spaß macht.


    Und, das richtet sich aber eher an Stefan67, was die Bestechung mit Eis anbelangt, dessen Faszination hält erstens nicht lange an und zweitens kann sich sowas auf Dauer kein Trainer leisten. Und am Ende kommen doch die Kinder, weil sie gerne Fußball spielen und sich in der Gruppe wohl fühlen. Solange dem so ist, wechseln sie von sich aus doch nicht. Ich verstehe nicht, warum man meint, sie mit Regularien an den Verein ketten zu müssen.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Günter


    Habe ich Aufwandsentschädigung geschrieben? Ich meine natürlich Ausbildungsentschädigung. Allerdings beginnt sie bereits beim älteren D-Jugend-Jahrgang (siehe: http://www.nfv-www.de/download…igung_jugend_20120620.pdf)


    Allerdings ist hier der DFB nicht als Hauptschuldiger zu suchen, denn er hat in dieser Sache lediglich die Interessen und Verbände vertreten.


    Wie auch hier zu erkennen ist, scheiden sich schnell die Geister, wenn es ums liebe Geld geht, weshalb mich mir wünschen würde, wenn kontrovers aber fair diskutiert wird.


    Mir wäre wesentlich wohler, wenn es beim Vereinswechsel im Jugendbereich eine neutrale Beratungsstelle gäbe, wo sich Eltern und Kinder individuell beraten lassen könnten. In der aktuellen Situation können Eltern und Kinder nicht immer erkennen, wann es sich um sachliche Informationen und Abwerbepropaganda des Vereins ist.


    Deshalb darf man auch nicht von den Vereinen, die maßgeblich von der heutigen Situation profitieren, eine Änderung dieser Intransparenz erwarten. Die Aufwandsentschädigung halte ich deshalb nur für eine Notlösung, weil auch die abgebenden Vereine ein Schutzbedürfnis für die dort geleistete Arbeit mit aktiven und passiven Vereinsmitgliedern besitzen.

  • übrigens: die ganz grosse Mehrzal der Vereine hier lassen keine Jugendlichen sperren, sie nutzen nur die bestehende Regelungen um entsprechende Vereinbarungen zu erreichen. Und das macht für mich absolut Sinn, weil es im Interess der Jugendlichen letztendlich ist.


    Schon recht. Aber genau mein Punkt (und, wie ich meine auch der von Don Quijote) ist ja, dass man dann die Regelungen so ändern sollte, dass sie eben den Vereinbarungen, die dann geschlossen werden, entsprechen. Dass eine Sperre nicht für Zwecke, für die sie nicht gedacht ist, missbraucht wird.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Deshalb darf man auch nicht von den Vereinen, die maßgeblich von der heutigen Situation profitieren, eine Änderung dieser Intransparenz erwarten. Die Aufwandsentschädigung halte ich deshalb nur für eine Notlösung, weil auch die abgebenden Vereine ein Schutzbedürfnis für die dort geleistete Arbeit mit aktiven und passiven Vereinsmitgliedern besitzen.


    ja darum geht es, aber wo ist die bessere Lösung?


    wie so oft, wenn 2 unterschiedliche Interessen aufeinanderstossen (hier der Jugendliche und da die Vereine, oder auf der einen Seite
    der aufnehmende und da der abgebende Verein) muss man einen Kompromiss finden. einseitige Interessenvertretung ist wohl auch nicht das Wahre.


    Lass mal in dieser Diskussion den Kinderfussball aussen vor, dort gibt es ausser der 2monatigen Sperre im laufenden Spielbetrieb, keine
    Einschränkungen. Übrigens sind es da nicht die Kinder die wechseln wollen, sondern die Eltern und somit entspricht der
    Wechselwunsch absolut nicht immer Kinderwunsch.
    Es gibt wesentlich mehr Eltern, die am Kinderwunsch bzw-interesse vorbeihandeln als Vereine und Trainer.


    zum Wechsel im D-Jugendalter meinen wir das gleiche. könnte aber zu Missverständnissen führen.
    deshalb: D-Jugendspieler vorm Wechsel in die C Jugend.
    massgebend ist die Zeit vor dem Wechselfenster. das jetzt nur zur Klarstellung

  • Verstehe ich das richtig, dass hier einige gegen die Ausbildungsentschädigung sind, weil sie die Freiheit der Kinder bzw. Jugendlichen einschränkt?


    Bei uns in Hessen ist eine Ausbildungsentschädigung auch erst ab dem älteren D-Jugendjahrgang nötig. Für jüngere Kinder ist nur der fristgerechte Zeitpunkt der Abmeldung wichtig, wenn ich nicht falsch liege.


    http://www.hfv-online.de/filea…dnungen/Jugendordnung.pdf


    Leider nutzen das viele Vereine schon aus und werben schon früh talentierte Kinder ab, teilweise schon in der F-Jugend. Ich bin daher fast schon der Meinung, dass das Alter für eine Ausbildungsentschädigung nach unten reguliert werden sollte, schließlich richtet die sich auch weitestgehend nach den Jahren, die der abgebende Verein damit verbracht hat, sich um das Kind zu kümmern.


    Es ist natürlich schade, wenn ein Kind gesperrt wird, weil der aufnehmende Verein die Entschädigung nicht bezahlen kann/will, aber ansonsten würden einige Vereine - überwiegend die kleineren - dumm aus der Wäsche gucken.

    "Fussball ist kein Menschenrecht, aber ein Grundnahrungsmittel." Marcel Reif

  • schließlich richtet die sich auch weitestgehend nach den Jahren, die der abgebende Verein damit verbracht hat, sich um das Kind zu kümmern.


    Klarstellung, da oft verwechselt:


    diese Jahre zählen erst ab dem Jahr, ab dem eine Ausbildungsentschädigung gezahlt werden muss.


    also G,F, E finden keine Berüclsichtigung
    gerechnet wird erst ab D-Jugend



    gg

    3 Mal editiert, zuletzt von guenter ()

  • Bist du sicher? Davon steht nichts in der Jugendordnung, oder?
    Ändert aber trotzdem nichts an der Tatsache, dass ich eine Ausbildungsentschädigung als sinnvoll ansehe, solange es keine wirkliche Alternative zu geben scheint...

    "Fussball ist kein Menschenrecht, aber ein Grundnahrungsmittel." Marcel Reif

  • Habt ihr euch eigentlich schon mal überlet, dass wenn die Wechselfristen/sperren nach unten geändert werden, das abwerben von Spielern sich dadurch auch erhöht?


    was habe ich als trainer davon, wenn ich einen spieler abwerbe und dieser erst in 3 oder 6 monaten spielen kann. mehr habe ich davon, wenn er sofort spielberechtigt ist.

  • muss glaub ich mal loswerden, warum ich mich bei diesem Thema so stark reinhänge und ein ziemlich festgefahrene Meinung habe.


    wie einige andere hier, hatte ich auch mal die Meinung vertreten, dass Aufwandsentschädigung und Sperren im Jugendfussball nicht passend sind.. Beeinflusst war dies stark, weil es mal eine Zeit gab, wo nur die wirklich talentierten Spieler höherklassig wechselten,
    und diesen sollte aus meiner Sicht kein Stein in den Weg gelegt werden. Wechsel aus anderen Gründen waren höchst selten und relativ unbedeutend.


    Als nun mein jüngster Sohn vor 2,5 Jahren höherklassig wechselte hab ich mich fürchterlich aufgeregt, als der Verein mit Aufwandsentschädigung kam. Da spielten noch einige besonders extreme Begleitumstände eine Rolle, war übrigens mein Einstiegsthema in
    dieses Forum.


    In den folgenden Monaten hab ich mich dann sehr intensiv mit diesem Thema befasst. viele Satzungen,Vorschriften und Verordnungen gelesen,
    und viele Gespräche mit Personen auf den unterschiedlichsten Ebenen geführt. (vom Trainer bis zum Verbandsfunktionär)


    die Argumente die ich allerorts mitbekam (teilweise von mir übernommen und schon beschrieben hier) und Begebenheiten bei verschiedenen
    Vereinen mit Jugendspielern und anderen Vereinen geschildert bekam, haben dann meine Meinung erheblich beeinflusst.


    Seitdem, obwohl ich, besser mein Sohn, benachteiligter dieses Systems waren, bin ich ein absoluter Befürworter der bestehenden
    Regelung, auch wenn ich sie etwas, wie schon beschrieben, modifiziert sehen möchte.


    Und da möchte ich mich Thomekz anschliessen: " so lange es keine wirkliche Alternative gibt".und ich sehe derzeit keine vernünftig Bessere.


    gg

  • Habt ihr euch eigentlich schon mal überlet, dass wenn die Wechselfristen/sperren nach unten geändert werden, das abwerben von Spielern sich dadurch auch erhöht?
    was habe ich als trainer davon, wenn ich einen spieler abwerbe und dieser erst in 3 oder 6 monaten spielen kann. mehr habe ich davon, wenn er sofort spielberechtigt ist.


    Ich kann nicht für die anderen sprechen, aber ich, für meinen Teil, habe mir das durchaus überlegt. Oben schreibe ich:

    [...] Wenn ein Kind kein Bock mehr auf dein Training hat, dann kommt es doch einfach nicht mehr. Aber zwei Monate Sperre finde ich da auch in Ordnung, solange es den aktuellen Spielbetrieb, d.h. die Jagd um die Goldene Ananas vielerorts im F- und E-Bereich gibt. Andererseits würde ich mir eher einen Spielbetrieb wünschen, der das Abwerben von Spielern in diesen Altersklassen eben nicht belohnt, so dass Kinder einfach dort ihrem Hobby nachgehen, wo es ihnen am meisten Spaß macht.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Günter
    Wenn ein hoch veranlagtes Talent das Interesse des Nachwuchsteams eines Profivereins in der Nähe ab der C-Jugend weckt, würde dieses Kind vermutlich von den Vereinsverantwortlichen auf Händen zum neuen Verein getragen.


    Hier geht es jedoch größtenteils zu frühe und/oder perspektivlose Vereinswechsel mit hohen Risiken. ( Stefan67: das mit dem Eis als Abwerbeargument kenne ich noch nicht! Wie hoch ist da die Erfolgsquote? :thumbup: )


    Für diesen Bereich sollte ein neutrales Gespräch vor einem Wechsel erfolgen, damit Eltern und Kind sich über die Konsequenzen eines Wechsels im Klaren sind und Informationen von Abwerbepropaganda unterscheiden können.


    Auf einem ganz anderen Blatt stehen meine juristischen Zweifel an der derzeitigen Regelung von Sperren und Aufwandsentschädigung im Kinder- und Jugendbereich.


    Für alle gänzlichen juristischen Laien: Recht hat rein gar nichts mit dem persönlichen Rechtsempfinden zu tun. Es handelt sich hierbei lediglich um die Interpretation und Anwendung geltender gesetzlicher Vorschriften auf Einzelfälle. Hier sind dies die Paragraphen des Grundgesetzes nach der freien Ortsbestimmung privater Aktivitäten, welches höher bewertet werden könnte, als das Recht eines Vereins an der sportlichen Leistung eines Kindes.


    Wer sein Werteempfinden mit entsprechenden Gerichtsurteilen einmal auf den Prüfstand stellen will, sollte im Internet oder der Fachliteratur nach für ihn interessanten Gerichtsurteilen und deren Begründungen surfen. Viele werden vermutlich aus dem Staunen nicht herauskommen.

  • [...] Wenn ein Kind kein Bock mehr auf dein Training hat, dann kommt es doch einfach nicht mehr. Aber zwei Monate Sperre finde ich da auch in Ordnung, solange es den aktuellen Spielbetrieb, d.h. die Jagd um die Goldene Ananas vielerorts im F- und E-Bereich gibt. Andererseits würde ich mir eher einen Spielbetrieb wünschen, der das Abwerben von Spielern in diesen Altersklassen eben nicht belohnt, so dass Kinder einfach dort ihrem Hobby nachgehen, wo es ihnen am meisten Spaß macht.

    100% Zustimmung. Das ist nichr ganz die völlige Freiheit, die Dir, TW-Trainer, offenbar vorschwebt, aber mit diesem Kompromiss könnte ich gut leben.


    Grüße
    Oliver

  • Hier mal ein interessanter Link:

    http://www.rtlregional.de/player.php?id=20482</a>


    "Wenn Profifußballer den Verein wechseln, sind Ablösesummen im Spiel, von denen normale Fußballfans nur träumen können.
    Dass nun das Geschacher um Gelder bereits bei Amateuren Gang und Gebe
    ist, ärgert einen Vater. Er hat gegen die sogenannte
    Ausbildungsentschädigung und die Sperre für seinen Sohn geklagt. Weil
    das Amtsgericht Wennigsen die Klage abgewiesen hat, zieht er jetzt vor
    das Bundesverfassungsgericht. "


    Für mich persönlich absolut unverständlich, wie der Vater reagiert, obwohl ich selber mal in einer ähnlichen Lage (als Spieler) war.

    "Fussball ist kein Menschenrecht, aber ein Grundnahrungsmittel." Marcel Reif

  • Ja, scheint diese Geschichte zu sein. Bin nur zuerst auf meinen Link gestoßen. Die Klage wurde vom Bundesverfassungsgericht abgelehnt - zurecht.


    Für mich ganz entscheidend ist dieser Satz:


    „Wir haben den Burschen ausgebildet“, sagt Kaiser: „Ich finde es fair,
    wenn wir dafür eine kleine Entschädigung bekommen, das ist auch eine
    Bestätigung für die ehrenamtlichen Trainer.“

    "Fussball ist kein Menschenrecht, aber ein Grundnahrungsmittel." Marcel Reif

    Einmal editiert, zuletzt von Thomekz ()

  • Ja, an diese Sache kann ich mich auch noch erinnern. Darüber wurde hier im Forum ausgiebig diskutiert.


    Allerdings wurde seinerzeit geklagt, weil man aufgrund von Geldforderungen ("Freikauf" durch Eltern statt durch aufnehmenden Verein, um eine Sperre des Kindes zu vermeiden) klagte. Dies konnte die höchsten Richter unseres Landes jedoch nicht überzeugen, weil ungleiche Einkommen bei allen Rechtsgeschäften zugrunde liegen.


    Bei einer anderen Antragsstellung hätte es vermutlich bessere Chancen zur Rechtsprüfung und Entscheidung mit Präzidenzfallwirkung gegeben.

  • Ja, an diese Sache kann ich mich auch noch erinnern. Darüber wurde hier im Forum ausgiebig diskutiert.


    Allerdings wurde seinerzeit geklagt, weil man aufgrund von Geldforderungen ("Freikauf" durch Eltern statt durch aufnehmenden Verein, um eine Sperre des Kindes zu vermeiden) klagte. Dies konnte die höchsten Richter unseres Landes jedoch nicht überzeugen, weil ungleiche Einkommen bei allen Rechtsgeschäften zugrunde liegen.


    Bei einer anderen Antragsstellung hätte es vermutlich bessere Chancen zur Rechtsprüfung und Entscheidung mit Präzidenzfallwirkung gegeben.

    Da frage ich mich aber, warum ein solcher Antrag gestellt wurde. Wenn der aufnehmende Verein die Ausbildungsentschädigung nicht bezahlt, warum auch immer, dann haben die Eltern die Möglichkeit diese zu bezahlen, absolut keine Pflicht! Niemand hat die Eltern dazu gezwungen. Sie können sie bezahlen, wenn sie ihrem Sohn eine Sperre ersparen wollen, müssen aber nicht.

    "Fussball ist kein Menschenrecht, aber ein Grundnahrungsmittel." Marcel Reif