F-Jugend (2004-er) - mein Sohn sitzt permanent auf der Bank

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  • Hallo zusammen,


    ich hätte mal eine Frage an die Experten hier im Forum: Mein SOhn, 8 Jahre alte F-Jugend, 2004-er sitzt meiner nach unverhätnismäßig lange auf der Bank.
    Jetzt werden viele gleich denken "wieder so einer, der will dass nur sein Sohnn immer spielt..." aber das ist definitiv nicht so.


    Dazu ein Beispiel: Beim Heimturnier heute hatten unsere Mannschaft insgesamt 7 Spiele. Mein Sohnemann "durfte" gnädigerweise von 70 möglichen Spielminuten ungefähr 10 Minuten mitspielen.
    Was seine Fähigkeiten angeht, bin ich mir bewusst, dass der hinter anderen hinterherhinkt aber meiner nach nicht so eklatant, dass dies eine so kurze Spielzeit rechtefrtigt.


    Er geht regelmäßig ins Training (2-mal die Woche) und besucht außerdem ein Fördertraining der Münchner Fußballschule (MfS) einmal die Woche. Der Trainer der MfS sieht unseren Sohn auch nicht schlechter als die anderen Jungs aus seiner Mannschaft, die am Fördertraining teilnehmen. Klar gibt es welche die momentan weiter sind - ganz klar.
    Die letzte Woche war er auch 5 Tage im Fußballcamp der MfS und hat dort super Selbstbewusstsein mitgenommen da er immer wieder auch positives Feedback bekommen hat.


    Das Turnier heute hat das dann alles wieder komplett kaputt gemacht - Resultat ein weinendes Kind und das nur weil der Trainer nicht einwechselt. Jedes Mal wenn einer ausgewechselt, steht mein Sohn neben dem Trainer, hebt die Hand, bettelt dass er reindarf und kommt dann doch nicht rein. Mir zerreist´s bei so etwas das Herz und gleichzeitig werde ich stinksauer. Habe natürlich den Trainer schon darauf angesprochen. Erste Reaktion vor einiger Zeit war: "Ich stell die Mannschaft auf, ich lass mir da nicht reinreden." Da ich heute beim Turnier für die Verköstigung Turnierteilnehmer zuständig war und den ganzen Tag hinterm Grill stand, hatte ich das Spielgeschehen nur am Rande mitbekommen, von meiner Frau aber nach jedem Spiel gehört, dass unser Sohn entweder gar nicht gespielt oder nur am Ende eingewechselt wurde, wenn das Spiel fast schon zu Ende war. Ich habe daraufhin den Trainer angesprochen mit folgenden Worten: "Du Trainer, sag mal wie lange hat der ... denn heute eigentlich gespielt? Ich hab das wegen dem Grillen nicht so mitbekommen" Seine Reaktion: "Dazu sag ich nichts, das hatten wir schon einmal und darüber diskutiere ich nicht mehr mit Dir." Ich war daraufhin ehrlich gesagt zu perplex um noch was zu sagen und wollte auch keine Diskussion anfangen.


    Ich weiß ehrlich gesagt nicht weiter und wie ich mich verhalten soll. Mein Kleiner hat Spaß am Fußball aber wenn das so weitergeht ist die Frage nur noch wie lange.
    Mein Gedanke war mit dem Jugendleiter des Vereins darüber zu reden. Aber ich möchte natürlich nicht alles noch schlimmer machen, weil sich der Trainer dann hintergangen und in den Rücken gefallen fühlt.
    Ich würde am liebsten den Verein wechseln, wenn das mein Sohn auch wollte - aber in der Mannschaft spielen nun mal seine Freunde. Also ist das auch keine Option...


    Würde mich freuen, wenn ihr als Experten hier einen Rat für mich hättet.



    Herzlichen Dank schon einmal im Voraus für jegliches Feedback!


    P.S.: Ich gehör übrigens nicht zu den Eltern, die permanent pushen, d.h. ich steh nicht an der Außenlinie und spiel Trainer, ich red dem Trainer auch nicht in seine Arbeit rein, wie er aufstellen oder spielen oder trainieren soll.

  • Hallo Herkman,


    leider gibt es immer wieder Trainer, die so doof agieren...Und auch die Reaktion auf Deine Frage spricht Bände. Du hast jetzt mehrere Optionen:


    a) EInfach abwarten -> scheint mir wenig sinnvoll nach Deiner Beschreibung
    b) Jugendleiter ansprechen -> Könnte sinnvoll sein, muss aber nicht. Wie ist der JL denn drauf? Lässt der seine Trainer vor sich hin machen (weil er froh ist, überhaupt jemanden gefunden zu haben) oder gibt es vielleicht sogar ein verbindliches Jugendkonzept?
    c) Vereinswechsel -> Letzter Ausweg, Freunde hin oder her, ohne Spieleinsätze wird Dein Junge nicht glücklich werden


    Also erst mit dem JL reden und wenn das nichts hilft, würde ich einen Vereinswechsel ins Auge fassen.


    Grüße & viel Glück
    Oliver

  • Sehe es ähnlich wie Don Quijote. Beim Verbleib in der Mannschaft bzw. bei dem Trainer wird Dein Sohn nicht glücklich. Sprich doch mal mit ihm, ob er nicht doch Lust hätte zu wechseln, um mehr Spielzeit zu bekommen.


    Es besteht natürlich das Risiko, dass er vom Regen in die Traufe kommt. Im anderen Verein könnte ein ähnlicher Trainer agieren. Mein Rat:

    • Hör Dich um, welche anderen Vereine passen könnten.
    • Mach ein, zwei oder drei Probetrainings
    • Sprich mit dem Trainer der potentiellen neuen Mannschaft, um herauszufinden, wie er tickt. Redet er von Tabellen und Erfolgen, ist Vorsicht angesagt. Geht es ihm auch um Spaß und langfristige Entwicklung, könnte Dein Sohn seine neue Mannschaft gefunden haben.

    Gruß
    Matze

  • Ich würde versuchen, ein gemeinsames Gespräch mit dir, dem Trainer und dem Jugendleiter zu vereinbaren.


    Und dann einfach mal die Situation schildern und fragen, wie der Trainer und der Jugendleiter die Situation sehen.


    Aus meiner Erfahrung mit meinem Sohn kann ich dir aber wenig Hoffnung machen. Gegen einen "Trainergott" hast du keine Chance. Und potenzielle Nachfolger stehen gewöhnlich auch nicht Schlange.


    Mein Sohn hat deshalb den Verein gewechselt. Nun spielt er mit einer Kadergröße von 9 Kindern auf dem 7er-Feld. Da dürfte er seine Einsatzzeiten bekommen.

    Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie
    allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
    Dort wo du nur eine Spur gesehen hast,
    da habe ich dich getragen.

  • Wenn dir der Trainer schon gar nicht mehr zuhört geschweige denn mit dir Reden bzw Diskutieren will , bleibt eigentlich nur die Lösung mit dem JL zu sprechen.
    Du beschwerst dich ja nun nicht das dein Sohn auf der Bank sitzt sondern das er kaum - garkeine Spielzeit bekommt ( was gerade bei einem Turnier locker machbar ist )


    Einen Vereinswechsel würde ich eher nicht vorschlagen weil da das Kind :
    1. Aus dem gewohnten Umkreis rausgerissen wird und sich wieder neu Orientieren muss.
    2. Es dem Trainer recht gibt in welcher Form auch immer.
    3. Du und dein Sohn es dem Trainer zeigen könnt das es nicht richtig ist was er abzieht ( was ihr mit einem vereinswechsel in gewisser art und weise machen würdet )

  • Das Problem kenn ich.. nur von der anderen Seite.


    Hatte voriges Jahr ein Kind ? war eher einer der schwächeren ? aber brav und bemüht. Da sind die Eltern auch zu mir gekommen und haben mich damit konfrontiert, dass ihr Kind nur 12 Minuten gespielt hat, andere aber länger, bzw. doppelt so lange.


    An der Linie hat man andere Sorgen als auf die Stoppuhr zu schauen? da bekommt man das nicht so mit.


    Mit dem Vorwurf konfrontiert, hab ich am selben Abend mal meine Statistiken durchgeschaut ? ich führe für alles Buch


    Der junge hatte eine Trainingsbeteiligung von 76% und war damit unter den Top 3 von hinten ? er spielet von 36 Spielen 26-mal und hat dabei 16mal gewonnen, 2mal Unentschieden und 8mal verloren. Er hatte 8 Tore geschossen.


    Für das, das er eher einer der schwächeren von 24 Kindern war, ist das eine gute Statistik. Über die einzelnen Minuten führe ich aber keine Aufzeichnungen.


    Aufgrund der ungerechten Behandlung meinerseits haben die Eltern den Verein gewechselt. Der neue Verein hatte bisher 6 spiele, und der junge hat noch kein einziges Mal gespielt?


    Ich will damit nur aufzeigen dass es auch eine andere Sichtweise geben kann. Wenn sich aber dein Kind nicht wohlfühlt, dann musst du natürlich reagieren und ev. den Verein wechseln. Führe aber zuerst ein Gespräch mit dem Trainer und dann mit dem Jugendleiter.

    Wer aufhört sich weiter zu entwickeln, hört auf besser zu werden.

  • "Ich stell die Mannschaft auf, ich lass mir da nicht reinreden."


    Diesen Kinder-"Trainer"-Typ kenn ich zu Genüge: er macht es eben als "sein" Hobby, also kommt zuerst sein Ego und dann der Rest: das Team, die Pädagogik, die Chancengleichheit für alle... Wer ihn zu kritisieren wagt, dessen Kind muss erst Recht auf die Bank als Machtdemonstranz: mit den zahlenden Eltern wie ein Dienstleister am Team diskutieren, das wäre die ultimative Zumutung: ICH diskutiere nicht mit Eltern, will sagen: Untergegebenen - überspitzt gesagt. Was tun? Wenn "der Verein" diesen Teamsport-Trainer im Egotrip uneingeschränkt stützt (da er ja zB kostenfrei sich "engagiere" - fragt sich nur wofür, für wen), auch nichts offen. rational u. ehrlich diskutieren will, obwohl der de facto gar kein Teamcoach o. kindertauglich ist, dh einzelnen Kindern, aber indirekt auch dem Klima, Team und Verein in ihrer Entwicklung schadet, bleibt nur der Vereinswechsel, der in München ja ortsnah möglich ist. Traurig fürs Kind, dass so seine Kumpels verliert, aber: besser ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.


    Ändern wirst du diesen sich irrational vergötternden Typ mit Fragen o. gutem Zureden eher nie u. bist in seinem Freund-Feind-schema sicher fix ganz unten, damit auch dein Kind... Jeden guten KiFu-Trainer ist klar, dass in diesem Altern alle gleich viel spielen sollten zwecks Teamgeist u. Fairplay: Erlebnis- statt Ergebnisfußball. Wer derart davon abweicht, weiß nicht, was KiFu ist. Ab der D-Jugend wird bzgl. Einsatzzeiten leistungsorientierter "selektiert", da Kinder selbst sonvt Druck ausüben. In der F sollte aber keiner Kinder so abschreiben, das dürfte schon auch gegen dich gehen (Rausekeln) - willst du nun auf dem Rücken deines Kindes weiter diesen Kampf? Klar, bis Winter kommt ihr kaum raus, also mal den JL etc. ansprechen, aber damit droht auch die Eskalation, wenn die zusammen kungeln...

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

    2 Mal editiert, zuletzt von Kicker ()

  • An der Linie hat man andere Sorgen als auf die Stoppuhr zu schauen? da bekommt man das nicht so mit.


    Aber du würdest es schon mitbekommen, wenn einer deiner Jungs eine Einsatzzeit von nur 10% bekommt, oder?


    Mein Sohn ist mal in einem Spiel (50 Minuten) in HZ1 die letzten vier und in HZ2 die letzen drei Minuten eingewechselt worden. Wenn da der Trainer den Spruch mit der Stoppuhr gebracht hätte, hätte ich ihn wohl ausgelacht.


    Im Fall des Threaderöffners geht es wohl eher darum, dass ein Trainer einen Spieler loswerden will.


    Ich finde es aber positiv, dass du eine Statistik führst. So eine Statistik kann dir helfen, dass du einigermaßen gerecht nominierst. Aber wenn du dann die nominierten Spieler nicht einigermaßen gleichmäßig einsetzt, nützt dir die beste Statistik nichts. Und ein Kind einzuladen und dann 10% spielen zu lassen - dann kann ich mir die Einladung auch gleich sparen.

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  • Diesen Kinder-"Trainer"-Typ kenn ich zu Genüge: er macht es eben als "sein" Hobby, also kommt zuerst sein Ego und dann der Rest: das Team, die Pädagogik, die Chancengleichheit für alle... Wer ihn zu kritisieren wagt, dessen Kind muss erst Recht auf die Bank als Machtdemonstranz: mit den zahlenden Eltern wie ein Dienstleister am Team diskutieren, das wäre die ultimative Zumutung: ICH diskutiere nicht mit Eltern, will sagen: Untergegebenen - überspitzt gesagt. Was tun? Wenn "der Verein" diesen Teamsport-Trainer im Egotrip uneingeschränkt stützt (da er ja zB kostenfrei sich "engagiere" - fragt sich nur wofür, für wen), auch nichts offen. rational u. ehrlich diskutieren will, obwohl der de facto gar kein Teamcoach o. kindertauglich ist, dh einzelnen Kindern, aber indirekt auch dem Klima, Team und Verein in ihrer Entwicklung schadet, bleibt nur der Vereinswechsel, der in München ja ortsnah möglich ist.

    Sorry, das klingt schon sehr theoretisch. Ich selbst habe in der Bambini-Zeit zwei Jahre die Fahne des Kinderfussballs hoch gehalten - mehr als alle Mannschaften aus meinem Umfeld. Trotzdem haben wir jetzt wieder extreme Probleme mit Eltern, weil sie uns in die sportlichen Angelegenheiten reinreden wollen und von außen Unruhe in die Truppe bringen.


    Man muss als Trainer eine gewisse Souveränität und Distanz wahren. Zu viel Diplomatie ist eine Sackgasse. Im Endeffekt steht bei vielen Eltern das Glück des eigenen Kindes an erster Stelle (absolut verständlich), aber sie vergessen dabei aber den Blick fürs Ganze bzw. sich mal in die Situation des Trainer hineinzuversetzen (genau hier ist viel Nachholbedarf).


    Ich meine damit aber ausdrücklich nicht den Threadersteller. Die Situation klingt wirklich bedauernswert.


    Ich würde empfehlen:


    - Gespräch mit Trainer (ggf. JL) in einem ruhigen Umfeld suchen. Selbst wenn er gewinndenkend ist, muss er kein schlechter Mensch sein. Er sollte aber dann eure Situation verstehen und Spielzeit gegen schlechtere Gegner oder in Freundschaftsspielen zusagen (das wäre ein Entgegenkommen womit alle leben könnten). Wichtig ist, dass er signalisiert, deinen Sohn nicht hängen zu lassen. Er MUSS bei allen Kindern eine Entwicklung anstreben und sollte deswegen Lösungen für die Nichtberücksichtigung aufzeigen können.


    - falls das nicht hilft, bleibt nur der Vereinswechsel (hier fände ich es auch ganz wichtig, sich vorher über Training und Trainer zu informieren)


    Gruß, Christoph

    C 1 Viktoria Buchholz


    Auf jede Mannschaft, die in Schönheit stirbt, kommen hundert, die in Hässlichkeit sterben – kein Grund also, sich auf Hässlichkeit zu fokussieren.
    Martin Rafelt

  • Im Fall des Threaderöffners geht es wohl eher darum, dass ein Trainer einen Spieler loswerden will.


    That's it! Und über das Kind den Vater. Wer das so auf dem Rücken "schutzbefohlener" 8-jähriger betreibt, dass das Kind in seinem Team fast gar nicht spielen darf, "ist" dann KiFu-Trainer?! Da liegt doch viel im Argen bei diesem KiFu-System, das so unfaires, willkürhaft diskriminierendes Verhalten gegen Kinder ermöglicht, ja strukturell protektioniert... Leider steht man mit dieser Wahrnehmung aber oft allein, sonst gäbe es diese Verhältnisse ja bestenfalls als äußerst seltene Ausnahme und nicht regelmäßig. Ich selbst hatte auch diese Probleme mit "Trainergöttern" kraft eigener Einbildung u. leider viel zu lang etwas zu verbessern versucht, was nur fruchtlos bleiben konnte angesichts der Machtverhältnisse. Daher mein Rat: einmal Dialog mit JL probieren, dann nichts wie weg, da das Kind hier offenbar in der Mühle zermahlen werden soll... Und "sportliche Belange" setzen voraus, dass auch sportlich gedacht wird. Wo Kinder so nicht mitspielen, da der Trainer den Vater nicht mag, ist Antisport Fakt und der Rest Etikettenschwindel. Denn wer sportlich agiert, hat ganz praktisch klare Kriterien, kann die kommunizieren, ist gegen jeden anderen sportlich fair, zumal gegen 8-jährige Kinder!

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • An der Linie hat man andere Sorgen als auf die Stoppuhr zu schauen? da bekommt man das nicht so mit.

    Ähem, mal eine ketzerische Frage: Was hat man denn sonst zu tun? Ich habe jetzt 2 Jahre F und 2 Jahre E hinter mir und bin der Meinung, die wichtigste Aufgabe des Trainers bei den Spielen in dieser Altersklasse ist es, darauf zu achten, dass regelmäßig gewechselt wird. Da spare ich mir dann doch lieber die Statistik...

  • also erst einmal vielen vielen Dank an alle, die sich zu dem Thema geäußert haben. Bin froh, dass ich mit meiner Denkweise nicht allein dastehe und dass hier soviel Verständnis für unsere Situation gezeigt wird.


    Mittlerweile habe ich eine Mail vom Trainer bekommen mit dem Wunsch sich am Donnerstag nach dem Training zu unterhalten ("über die Zukunft unseres Sohnes in der F1"...).


    Hier mal seine Mail, die ja eigentlich schon alles sagt:


    " Ich würde mich gerne mit Dir bzw. euch beiden über die Zukunft von XXX in der F1 unterhalten. Mich hat es offen gesagt geärgert, dass Du mich wieder vor den Kindern bzw. XXX zu den Spielzeiten angesprochen hast. Ich habe während des Turniers keine Zeit und keine Lust, mich auf diese Diskussionen einzulassen. Wenn sich Kinder über die aus ihrer Sicht zu geringe Spielzeit bei den Eltern “beschweren”, dann sollte die Antwort zu den Kindern immer sein, dass das der Trainer (unabhängig welcher) festlegt und es dazu keine Diskussion gibt. Die Kinder müssen das akzeptieren lernen. Danach kann man das dann gern in Ruhe ohne Kinder besprechen."


    Ich habe ihn übrigens nicht vor den Kindern angesprochen, habe mich nicht beschwert, dass mein Sohn nicht gespielt hat sondern habe lediglich wörtlich folgendes gefragt: "Du Trainer ich hab heute den ganzen Tag hinter dem Grill gestanden und hab daher von den Spielen nicht so viel mitbekommen. Wie lange hat denn mein Sohn heute schon gespielt?" Das war erstens nicht vor den Kindern und zweitens keine Kritik am Trainer...).
    Ich werde jetzt den JL informieren mit der Bitte das ganze vertraulich zu behandeln, nicht auf den Trainer zuzugehen sondern sich nur dazu zu äußern, wie der Verein zu dem Thema steht.


    Mit der Info werde ich am Donnerstag ins Gespräch mit dem Trainer gehen und danach wie die weiteren Schritte angehen.

    Einmal editiert, zuletzt von Herkman ()

  • Bei diesem Trainer werden auch keine Gespräche weiterhelfen.
    offensichtlich habt ihr ja eine F2. Mit diesem Trainer würde ich reden und eine Problemlösung suchen.
    für mich ist das auch nur ein zeitliches Problem, denn so wie der offensichtlich gestrickt ist, wird der noch andere Probleme bekommen
    und über kurz oder lang scheitern.


    ist dein Sohn eigendlich der einzig Betroffene, oder betrifft ähnliches Verhalten auch andere Kinder?


    gg

  • Ähem, mal eine ketzerische Frage: Was hat man denn sonst zu tun? Ich habe jetzt 2 Jahre F und 2 Jahre E hinter mir und bin der Meinung, die wichtigste Aufgabe des Trainers bei den Spielen in dieser Altersklasse ist es, darauf zu achten, dass regelmäßig gewechselt wird. Da spare ich mir dann doch lieber die Statistik...


    Sicher achtet man darauf, dass regelmäßig gewechselt wird und alle ungefähr gleich lang spielen. Aber ich steh nicht an der Linie mit der Stoppuhr und schau drauf ob der junge jetzt 12 Minuten oder 10 Minuten drinnen war. Das wird keiner machen.


    Meine wichtigste Aufgabe als Trainer an der linie ist es: mir das Spiel anzusehen und Notizen zu machen, wie gute Aktionen, schöne Finten, Tore, und natürlich auch Fehler um das im Training anzusprechen bzw. zu verbessern oder loben. Das mach ich von jedem Spieler am Feld, den ich einsetze. Manche lass ich auch länger drinnen weil es gerade gut bei ihm läuft oder weil er eine neue Vorgabe zugeteilt bekommen hat. Da nehm ich den nicht nach 10 Minuten raus weil da lernt er nichts dabei. Manche kommen auch früher raus weil sie sich bei einem Zusammenstoß verletzt haben oder nicht mehr können etc...

    Wer aufhört sich weiter zu entwickeln, hört auf besser zu werden.

  • ja wir haben noch eine F2. Der JL ist zufällig der Co-Trainer und hat schon eine Mail von mir in der Inbox. Bin schon auf die Reaktion gespannt.

  • Ich würde eines nicht tun....den Verein wechseln. Du kannst in jedem Verein auch abseits des Fußballs auf diese Idioten treffen. Vergiss nicht, ...Vereine sind nicht selten Sammelpools von Narzissten!


    Ferner...ich denke es gibt drei Möglichkeiten


    1. Der Trainer zieht leine und wechhhh mit dem Kerl
    2. Eine kompetente Person macht dem Trainer klar, was Kifu bedeutet und er setzt es um und kann bleiben
    3. 1 + 2 trifft nicht zu und dein Sohn verläßt den Verein.


    Wenn ich diesen Scheiss schon wieder höre, denke ich so im stillen Kämmerlein, dass es oft Sinn machen würde, seine Koten zu Hause zu lassen. Die könnten mehr Ausbildung auf der Wiese zu Hause erhalten, als im Verein von solchen Vollpfosten zerstörrt und krank gemacht zu werden.


    Mir fällt gerade noch Punkt 4 ein.....


    ....gibt`s ne F2...dann sofort dahin auch ohne Freunde!

  • Ich finde aber die E-Mail von dem Trainer OK. Wie das jetzt genau bei euch gelaufen ist, kann ich natürlich nicht wissen. >Ich weis aber auch, dass man als Elternteil seine eigene Sichtweise hat, wie auch ein Traier seine eigene Sichtweise hat.


    Nur mal als Beispiel für das Turnier: Weist du wieviele eltern den trainer an diesem tag etwas gefragt, gelöchert oder sonst was gemacht haben? dann noch der Stress auf der Bank mit den Kindern( ja, ich sage extra und bewußt Stress, weil turniere das einfach sind).


    Vielleicht war beim turnier kein Kind anwesned, als du ihn aus seiner Sicht "genervt" hattest. Aber warscheinlich bei dem gespräch vorher. Und da muss man ihm einfach recht geben, dass solche Angelegenheiten nicht vor den Kindern ausgetragen werden dürfen.


    Der JL und der Trainer zusammen an einem tisch ist schon mal eine gute Sche. Und wenn ich das richtig sehe, habt ihr mehrere F-Jgd, also wäre ein Mannschaftswechsel eigentlich sinnvoll.


    Außerdem solte man auch mal erwähnen, das der Trainer sich wohl gedanken gemacht hat, sonst würde er keine E-Mail geschrieben haben.


    Letztlich muss ich natürlich auch sagen, dass in einer F-Jgd jeder Spieler gleich viel Zeit bekommen sollte. Egal ob man gewinnt oder verliert. Allerdings erkläre das mal den eltern von den starken Spielern.


    Einteilungen nach Leistung würde ich allerdings schon im letzten halben Jahr der E-Jgd machen.


  • Andre, ohne Herkmann zu nahe treten zu wollen:


    Du beurteilst einen Menschen auf Grund der Aussage eines Betroffenen??? Wie wäre es mal erst den trainer zu fragen aus welcher Sicht er das mitbekommen hat. Ich will hier keinem der Lüge bezichten, aber die Sichtweise eines jeden ist immer eine andere. Und, sry, Elternsicht ist immer sehr seltsam. das kenne ich von mir selber. Ich weis nicht ob du Kinder hast Andree, wenn ja, wirst du das bei dir schon mal selber bemerkt hjaben.


    Also bitte nicht solche äußerungen ohne das man beide Seiten gehöt hat

  • Ich würde vom Verein nicht zu viel Akzeptanz erwarten. Trainer wachsen nicht auf Bäumen und Breitensport-Vereine können sich die Trainer nicht aussuchen.


    Deswegen wäre mein Ansprechpartner auch der Trainer. Wenn er etwas Ahnung von KiFU hat und in seinem Herzen "menschelt", wird er ein Lösung finden, um deinen Sohn Spielzeit zu ermöglichen. Wenn nicht -> Vereinswechsel!

    C 1 Viktoria Buchholz


    Auf jede Mannschaft, die in Schönheit stirbt, kommen hundert, die in Hässlichkeit sterben – kein Grund also, sich auf Hässlichkeit zu fokussieren.
    Martin Rafelt