Beiträge von Herkman

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    Hallo zusammen,



    erst einmal ganz herzlichen Dank an alle, die sich diesem Thread gewidmet und hier Ihre Meinung kundgetan haben.


    Ich hatte mittlerweile ein Gespräch mit dem Trainer und auch vorher mit dem JL (wobei wir uns beide einig sind, dass das Besprochene definitiv unter uns bleibt).
    Der JL ist absolut vorbildlich, lebt die Philosophie Erlebnis- statt Ergebnisfußball und gehört zu der Sorte Jugendtrainer, die sogar mal einen Spieler vom Feld nehmen wenn die eigene Mannschaft zu überlegen ist.
    Seine Philosophie hat er beim letzten Trainerabend auch noch einmal allen Jugendtrainern deutlich rübergebracht (dummerweise kam unser Trainer zu spät und hat das daher nicht mitbekommen... ).
    Letztendlich sind wir so verblieben, dass ich erst einmal ein Gespräch mit dem Trainer führe und dann die nächsten Wochen beobachte, wie es läuft.


    Das Gespräch mit dem Trainer war dann soweit eigentlich ganz gut, Er hat sich für den rüden Ton mir gegenüber entschuldigt und ich mich dafür, dass ich ihn während des Turniers zwischen den Spielen angequatscht habe wo er verständlicherweise natürlich auch etwas unter Strom steht. Zwischenmenschlich ist also erst einmal alles geklärt. Während der Saison will er auch umsetzen, dass alle Kinder gleichberechtigt spielen, nur bei Turnieren außerhalb der Saison rückt er nicht davon ab, auch ergebnisorientiert zu spielen. Unser Sohn soll jetzt die ersten beiden Spiele zwar erst einmal im Tor stehen, womit ich kein Problem habe, wenn er danach regelmäßig spielt und nicht im Tor geparkt wird damit die Eltern Ruhe geben. Am Samstag gab es dann auch das erste Erfolgserlebnis als unser Sohn als Torwart einen Foulelfmeter schießen durfte, den er souverän verwandelt hat. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie stolz der Kleine war. Statt dem obligatorischen Händedruck beim nachhause gehen hat er den Trainer herzlich umarmt - der hat geschaut sag ich euch :-).


    Also an alle Trainer die hier mitlesen: Gebt den Kinder und vor allem auch den Schwächeren Erfolgserlebnisse und sie geben es Euch doppelt und dreifach zurück (und zwar in Form von echter Dankbarkeit anstatt nackten Ergebissen, die einen Tag später eh keinen mehr interessieren...).

    also erst einmal vielen vielen Dank an alle, die sich zu dem Thema geäußert haben. Bin froh, dass ich mit meiner Denkweise nicht allein dastehe und dass hier soviel Verständnis für unsere Situation gezeigt wird.


    Mittlerweile habe ich eine Mail vom Trainer bekommen mit dem Wunsch sich am Donnerstag nach dem Training zu unterhalten ("über die Zukunft unseres Sohnes in der F1"...).


    Hier mal seine Mail, die ja eigentlich schon alles sagt:


    " Ich würde mich gerne mit Dir bzw. euch beiden über die Zukunft von XXX in der F1 unterhalten. Mich hat es offen gesagt geärgert, dass Du mich wieder vor den Kindern bzw. XXX zu den Spielzeiten angesprochen hast. Ich habe während des Turniers keine Zeit und keine Lust, mich auf diese Diskussionen einzulassen. Wenn sich Kinder über die aus ihrer Sicht zu geringe Spielzeit bei den Eltern “beschweren”, dann sollte die Antwort zu den Kindern immer sein, dass das der Trainer (unabhängig welcher) festlegt und es dazu keine Diskussion gibt. Die Kinder müssen das akzeptieren lernen. Danach kann man das dann gern in Ruhe ohne Kinder besprechen."


    Ich habe ihn übrigens nicht vor den Kindern angesprochen, habe mich nicht beschwert, dass mein Sohn nicht gespielt hat sondern habe lediglich wörtlich folgendes gefragt: "Du Trainer ich hab heute den ganzen Tag hinter dem Grill gestanden und hab daher von den Spielen nicht so viel mitbekommen. Wie lange hat denn mein Sohn heute schon gespielt?" Das war erstens nicht vor den Kindern und zweitens keine Kritik am Trainer...).
    Ich werde jetzt den JL informieren mit der Bitte das ganze vertraulich zu behandeln, nicht auf den Trainer zuzugehen sondern sich nur dazu zu äußern, wie der Verein zu dem Thema steht.


    Mit der Info werde ich am Donnerstag ins Gespräch mit dem Trainer gehen und danach wie die weiteren Schritte angehen.

    Hallo zusammen,


    ich hätte mal eine Frage an die Experten hier im Forum: Mein SOhn, 8 Jahre alte F-Jugend, 2004-er sitzt meiner nach unverhätnismäßig lange auf der Bank.
    Jetzt werden viele gleich denken "wieder so einer, der will dass nur sein Sohnn immer spielt..." aber das ist definitiv nicht so.


    Dazu ein Beispiel: Beim Heimturnier heute hatten unsere Mannschaft insgesamt 7 Spiele. Mein Sohnemann "durfte" gnädigerweise von 70 möglichen Spielminuten ungefähr 10 Minuten mitspielen.
    Was seine Fähigkeiten angeht, bin ich mir bewusst, dass der hinter anderen hinterherhinkt aber meiner nach nicht so eklatant, dass dies eine so kurze Spielzeit rechtefrtigt.


    Er geht regelmäßig ins Training (2-mal die Woche) und besucht außerdem ein Fördertraining der Münchner Fußballschule (MfS) einmal die Woche. Der Trainer der MfS sieht unseren Sohn auch nicht schlechter als die anderen Jungs aus seiner Mannschaft, die am Fördertraining teilnehmen. Klar gibt es welche die momentan weiter sind - ganz klar.
    Die letzte Woche war er auch 5 Tage im Fußballcamp der MfS und hat dort super Selbstbewusstsein mitgenommen da er immer wieder auch positives Feedback bekommen hat.


    Das Turnier heute hat das dann alles wieder komplett kaputt gemacht - Resultat ein weinendes Kind und das nur weil der Trainer nicht einwechselt. Jedes Mal wenn einer ausgewechselt, steht mein Sohn neben dem Trainer, hebt die Hand, bettelt dass er reindarf und kommt dann doch nicht rein. Mir zerreist´s bei so etwas das Herz und gleichzeitig werde ich stinksauer. Habe natürlich den Trainer schon darauf angesprochen. Erste Reaktion vor einiger Zeit war: "Ich stell die Mannschaft auf, ich lass mir da nicht reinreden." Da ich heute beim Turnier für die Verköstigung Turnierteilnehmer zuständig war und den ganzen Tag hinterm Grill stand, hatte ich das Spielgeschehen nur am Rande mitbekommen, von meiner Frau aber nach jedem Spiel gehört, dass unser Sohn entweder gar nicht gespielt oder nur am Ende eingewechselt wurde, wenn das Spiel fast schon zu Ende war. Ich habe daraufhin den Trainer angesprochen mit folgenden Worten: "Du Trainer, sag mal wie lange hat der ... denn heute eigentlich gespielt? Ich hab das wegen dem Grillen nicht so mitbekommen" Seine Reaktion: "Dazu sag ich nichts, das hatten wir schon einmal und darüber diskutiere ich nicht mehr mit Dir." Ich war daraufhin ehrlich gesagt zu perplex um noch was zu sagen und wollte auch keine Diskussion anfangen.


    Ich weiß ehrlich gesagt nicht weiter und wie ich mich verhalten soll. Mein Kleiner hat Spaß am Fußball aber wenn das so weitergeht ist die Frage nur noch wie lange.
    Mein Gedanke war mit dem Jugendleiter des Vereins darüber zu reden. Aber ich möchte natürlich nicht alles noch schlimmer machen, weil sich der Trainer dann hintergangen und in den Rücken gefallen fühlt.
    Ich würde am liebsten den Verein wechseln, wenn das mein Sohn auch wollte - aber in der Mannschaft spielen nun mal seine Freunde. Also ist das auch keine Option...


    Würde mich freuen, wenn ihr als Experten hier einen Rat für mich hättet.



    Herzlichen Dank schon einmal im Voraus für jegliches Feedback!


    P.S.: Ich gehör übrigens nicht zu den Eltern, die permanent pushen, d.h. ich steh nicht an der Außenlinie und spiel Trainer, ich red dem Trainer auch nicht in seine Arbeit rein, wie er aufstellen oder spielen oder trainieren soll.