Völlig falsche Sichtungskriterien bei der Talent-Auswahl (von LZ/Stp)?

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  • Beim gesamten Talentfördersystem geht es weniger um hehre Ideale als Geld: es ist verbandsseitig ein je Jahr (nur) 10 Mio teures Investment in die eigene Zukunft, or? Interessant dabei, wieviele Talente man für eine Summe fördern kann, die ein einzelner mittelprächtig guter BuLi-Spieler an Ablöse kostet. Rentabilität legt sich da nahe. Und Erfolg macht sexy (s. Uwe's Beitrag an anderer Stelle), wirkt auf jeden Menschen "bestechend", steigert immer auch den Profit, dasist doch banal, darüber braucht man gar nicht streiten, was bei allem Engagement auch Faktor wie Motiv ist.


    Ich versteh diese Empfindlichkeiten gar nicht, in anderen Ländern redet man ganz offen darüber, in Deutschland tut man immer bieder so, als gäbe es das nicht, redet gleich dramatisierend von Verschwörung, Bestechlichkeit, unterstellt dem da offen Ansprechenden irgendwelche böse Absichten - vielleicht plagt da kollektiv ein schlechtes Gewissen: dass man zuinnerst sehr wohl ahnend weiß, wie es läuft, das aber vor sich verdrängt?Der Psychologe würde es evtl. so deuten, bitte nicht gleich böse reagieren, ist ja nur eine Frage. Auf jeden Fall ist doch auffällig, welch Abwehrreflex das Thema Geld (eben auch als "Kriterium" bei allem "Auswählen") wieder auslöst: will man unbedingt so tun, als ginge es beim Fußball immer noch nur (o. vor allem) um Fußball, trotz Hoffenheim & Co??? Egal, in meinem Radar ist Geld mit drin, in dem manch anderer eben nicht, lassen wir es eben so stehen, jedem das Seine, ok?

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • Am Ende kann jeder hieraus hoffentlich was für sein privates "Sichten" mitnehmen. Mir geht es erstmal ums allgemein Beobachtete, wobei jeder anderes sieht... Zum TW hat ich auch mal Erlebtes mitgeteilt, weiß nicht, ob das "repräsentativ" wäre. Und was hat ein Auswahltrainer der Mutter eines Mädchen seines Teams grad empfohlen, damit sie größer würde: eine Hormonbehandlung! DDR läßt grüßen... Die Mutter hat das zum Glück sofort abgelehnt: "Fußball ist nicht alles"!

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  • das mit den umschlägen kann ich indirekt bestätigen


    bei dem bundesligisten, bei dem ich damals tätig war, gab es in der d1 mehrere spieler, die nicht unbedingt sportlich da hingehörten, von deren vätern aber bekannt war, dass sie die jugendabteilung mit nennenswerten summen unterstützen


    glaube nicht, dass sich das heute entscheidend geändert hat
    große talente werden natürlich immer angenommen

  • Für mich war dies Kriterium eigentlich (seit jeher) so banal, dass kaum der Erwähnung wert, soviel wie ich davon hörte, weiß - daher war ich verwundert, wie vehement einige sich dagegen verwahrten. Es ist da nur immer die Frage: was ist eher Ausnahme, was eher Regel: Anstand o. Korrumpierbarkeit? Wobei letzteres viele Aspekte hat, nicht nur finanzielle, auch menschliche: Anerkennung durch (vermeintliche) Freunde, Druck, Präsenz o. Stimmungsmache autoritärer Eltern (in Kombi mit Konfliktscheu, so dass Trainer nachgeben u. lieber wunschgemäß aufstellen) etc. Nun denn, hat mit der Sache - Fußball als Sport - aber nichts zu tun, wenngleich das Bonmot gilt: Sports? It's just economics!"

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  • bei dem bundesligisten, bei dem ich damals tätig war, gab es in der d1 mehrere spieler, die nicht unbedingt sportlich da hingehörten, von deren vätern aber bekannt war, dass sie die jugendabteilung mit nennenswerten summen unterstützen


    das ist aber doch keine Errungenschaft der Neuzeit und nur im bezahlten Fussball?.


    schon vor 50 Jahren war das beim Dorfverein so.
    da war der Stammspieler, dessen Vater ein Trikot spendierte, oder der, dessen Vater ein Auto hatte und zu den
    Auswärtspielen fuhr.


    gg

  • womit wir ja beim grundtenor von kicker angekommen wären: die welt im allgemeinen und der fußball im besonderen sind schlecht :)


    mich hatte das damals anfangs schon geschockt, ich dachte, ein bundesligist hätte sowas nicht nötig...

  • womit wir ja beim grundtenor von kicker angekommen wären: die welt im allgemeinen und der fußball im besonderen sind schlecht :)


    Vielleicht kann ich aber Kicker etwas Hoffnung geben.
    der Eine beendete mit 21 jahren seine Karriere in der 2. Mannschaft, der Leidtragende
    hatte aber im Rahmen seiner Möglichkeiten eine kleine Erfolgslaufbahn.


    gg

  • Chris
    Es wurde auch nicht wiedersprochen, das es eine latente Korrupierbarkeit gibt. Jährlich entsteht auch der deutschen Wirtschaft ein Schaden in Millardenhöhe. Es geht darum, ob das der Standard und alles andere die Ausnahmen sind. Und das kann ich beim besten Willen nicht bestätigen! Denn sonst könnte man sich das ganze Scouting sparen und ganz einfach ein paar Wochen vor dem Ende des Transferfensters eine Ausschreibung machen: "suchen Talente nach bestmöglichen, finanziellen Angeboten".
    Ein anderer Punkt ist sicherlich auch, das den Eltern der Kinder im D-Jugend-Alter vorgegaukelt wird, das wenn sie jetzt nicht in diesen Verein wechseln, aus der Profikarriere und der Nationalmannschaft nichts mehr werden kann! Dass jedoch erst ab der C-Jugend ein Leistungsfussball beginnt, wird dabei gerne verschwiegen. Dann dann Papi mit dem Geldbeutel zuckt, um der Sache ein wenig nachzuhelfen, dann wohl auch in der Blauäugigkeit, man könne fehlendes fussballerisches Talent durch Geld ersetzen. Für Papi ist es aber erst mal wichtig, das Sohnemann einen Trainingsanzug von Verein X trägt, genauso, wie er selbstverständlich aufs Elite-Privat-Gymnasium Y geht! Manche (wie zu Guttemberg) bringen es dann sogar noch auf einen Doktortitel.


    Dennoch muß man sich die Frage stellen, welcher Nutzen darin besteht, derlei "Ausnahmekarrieren" ins Kalkül zu ziehen! Aber wie du schon bei deinem Beispiel sagst, in der 2. Mannschaft kann man so einen schon mal eine zeitlang mit durchschleppen! Denn irgendwann hat auch das Kind eines Mäzens genug davon, ständig von den Mannschaftskameraden und Zuschauern ausgelacht zu werden, weil immer was schief geht!

  • die welt im allgemeinen und der fußball im besonderen sind schlecht


    Wieso sollte grad ich so einseitig sein? Umgekehrt wird (für uns Menchen als Weltengestalter o. gar "Macher") ein Schuh draus: wer stets nur den Status quo bejaht, gegen kritische Änderung zum Positiven kämpft, der verleugnet, dass die Erde eine sich drehende Kugel ist, sich bewegt wie Dinge sich per se verändern, eben immer entweder zum Positiven o. Negativen, aber nie einfach so auf ewig in allem nur positiv ist. Wer also den Wandel verleugnet und die offenbare Chance jedes Menschen sich per offener Diskurs in einer zwischenmenschlich dynamischen Vernunft ins Wandlungsgeschehen einzubringen, der muss im Selbstbezug extrem pessimistisch, negativ gepolt sein, oder? Man sieht so Menschen als nur schlecht, unfähig zur Verbesserung an, daher die statuarische Einstellung zur Welt: Alles gut! Wer das in einer Welt wie unserer vertritt, der will all die verhungernden o. nie geborenen (weggeplanten) Kinder, zerstörte Regenwälder, die durch unsere Schuldenökonomie verspielte Zukunft... nicht sehen, leugnet das Offensichtlichste u. kann so bequem untätig bleiben, im Kopf wie im Handeln.


    Keine Frage, wer letztlich die politikbestimmende Mehrheit unter uns Menschen ist!?Daher macht es wenig Spaß, an die Realitäten zu erinnern, die gar nicht so ideal sind, wie man meinen möchte. Dafür wird man schnell zum Prügelknaben gemacht, da man die (selbst)kritische Minderheit gern bis zum eigenen Exitus :) nach mir die Sintflut, solange möge es noch gut gehen) zum Verstummen bringen würde. Diesen schrecklich vereinfachenden Pragmatismus erlebe ich schon täglich bei meiner Ehefrau, aber am Ende nützt er eben gar nichts, s. Griechenland, Spanien, Irland. Dort geht die heile Welt längst schon unter...


    Warum steht D aktuell so super da, kriegt Geld gar für einen Zins unter Null? Weil man uns grad so zum letzten Offenbarungseid bringen will: das Ende des Euros als Währung! Denn dann würde die Herrschaft des Geldes an sich, der imaginären Druckerpresse, die uns z.Z. noch stets zu retten scheint, total: die Börsen, alles, das ganze Kartenhaus uneres Pseudo-Wohlstandes bräche komplett zusammen u. die Finanzmärkte bekämen vollends das Sagen, könnte sich die gesamte "Realwirtschaft" für nen Appel und Ei einverleiben. Wie es dazu kommen wird, kann ich hier nicht weiter erläutern, klar, nur mal dieser kleine Exkurs dazu. Die totale Pleite kommt auch noch zu uns, garantiert - aber solange reden wir drüber, solange ist Fußball als Opiat für die Mengen die schönste Nebensache der Welt, aber mitunter auch "Menetekel" - lasst uns dies Privileg genießen, solange es in D noch geht, bevor uns dann unser Himmel auf den Kopf fällt ;)


    PS: Das war zu philosophisch, obwohl es doch Kabarett aus der alt. Anstalt sein soll, bitte mich dafür nicht schlagen, jeder ist, wie er ist! Geld als latentes, nicht gleich einleuchtendes, da unterschwellig wirkendes Kriterium bei der Talentauswahl - man mag es akzeptieren o. nicht, es dikutiert haben wir nun, haken wir es ab u. wenden uns nach den äußerlichen den weiteren innerlichen Kriterien zu, oder?

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  • Wo stand, dass keiner was lesen soll? Nein, nur Vorsicht war erbeten von denen, die nicht so "masochistisch" veranlagt sind, auch! das Schlechte dieser Welt (das man gern verborgen hält) offenen Auges zu sehen: Damit nachher nicht drüber geschimpft wird! - Politisch wird's da, wo Wahrheit unter die Teppiche gekehrt wird, statt Ziel ist, wenn man vor lätigen Fragen und "Kameras" :) als sehenden Augen) eilends davonläuft... Weinrich ist ja kein erfolgreicher Politiker wie Herr Blatter & Co, denen letztlich natürlich jede Talentsichtung/förderung (aus dieser Ecke stammen gedanklich auch die üblichen Kriterien), jede Fixierung der Jugend auf "den Fußball" (möglichst ohne kritisches Nachfragen welchen denn) etc. dient. Ich würde sagen: W. ist ein Philosoph :) Freund des Wahren/Weisen), der es schwer hat, sein (grad reell erarbeitetes) Geld zu "verdienen" ;)

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  • Nun mal ehrlich: Mein Anlass hier war der Frust darüber, dass andere Trainer unseren Ältesten oft zurücksetzten, er es daher nie zu seinem mutmaßlichen Leitungsvermögen (bzw. Auswahl) schaffte. Da bin ich nun froh, dass nun im Zuge der Neuorientierung gleich jeweils 2 gute (DFB-qualifizierte) Trainer von Vereinen unabhängig voneinander genau meine Ansicht teilten, ihn unbedingt (leider muss dafür ein schwächerer zu mir, aber besser als viel Wechselei für alle o. "Bankdrücken" für ihn) als 10er haben wollten. Das belegt aber nur die subjektiv blinde Willkür statt echter, vermittelbarer Beurteilungs-"Kriterien" zuvor und die Eingangsthese - und daher schreibe ich es noch hier rein: Kinder werden eben oft ohne rechte Ahnung der "verantwortlichen Entscheidungsträger" (auch oft mit "C-schein") auf falsche Positionen hin gestellt bzw. gar nicht aufgestellt, so dass sie dann versagen, in der Folge ihre Chancen einbüßen... Und plötzlich schauen andere beim Probetraining vllt genauer hin u. plötzlich wird aus "Aschenputtel" die Prinzenbraut? Kann das ein gutes, kindgerechtes "Fördersystem" des Fußballs sein? Die verlorenen Jahre des Versauerns kriegt man eh nie wieder...

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  • Bleibt festzuhalten, das nur der Vater die Auswahl der Talente für richtig empfindet, dessen Kind anschließend auf dem Stützpunkt aufgenommen wird!


    Überall dort, wo nicht alle mitmachen dürfen ist es schwer zu entscheiden, ob der Sportsgeist oder Neid das Motiv der Kritik ist! Mag sich jeder selbst sein Urteil fällen.

  • Danke für die Antwort! Eine Auswahl erfolgt ja immer nach irgendwelchen Kritertien, fragt sich nur, ob man die benennen kann oder will, sie bewusst sind etc. Es ist korrekt, was da so an äußeren Kriterien im Umlauf ist, aber viele - auch für Kinder voll "verantwortliche Entscheider" können gar nicht recht differenzieren, wenn man fragt, werfen alles nur durcheinander: Talent, Potential, Leistungsstärke etc. Vieles ist per definitionem "unsichtbar" an Menschen. Wer meint, er könnte und dürfte Kinder, fremde Menschen von außer vollends besichtigen", auf- o. abwertend, "auserwählend" sichten, ist für mich irrational auf sich fixiert (auch wenn man darauf ein Wertystem errichtet hat, das man uns allen überzustülpen die Macht hat).


    Andere beurteilen ohne klare Kriterien, das eben wäre völlig vermessen und als respektlos zu beanstanden (Diktat vs Dialog): ohne dass das leider was bewegen könnte.Denn man ist ja im Zweifel immer nur der unzufriedene Vater (daher ja o.g. Beispiel von zs 4 Trainern), andere haben "einen die Einbildung dann fördernden TR-schein" (oder -schatten?). Über Meinung o. Werturteile muss man in Fremd-Verantwortung übereugend streiten können. Wer es nicht vermag, dillettiert, ob er dann die Macht und Posten dazu hat, ist in der sache irrelevant, auch wer Vater und wer toller Trainer sei: es geht um Respekt vor Kindern, Vernunftgründe, Fairplay. Mich interessiert immer die reelle Leistung, bei Kindern wie anderen Menschen, denn nur sie kann wenn überhaupt - Bevorzugungen rechtfertigen. Reelle Leistung aber ist rational, also "diskursiv", vermittelbar. Irren ist menschlich, die faire Konsequenz daraus: keine Urteile über andere "fällen", die sich zum subjekt, sie zum Objekt erklärten. Oder wo ist da ein Denkfehler?


    Noch ein Beispiel: haben den 5. Torwart vom LZ-Vereine bekommen (da keine Einsätze), die haben regelmßig TW-Training gehabt: um Längen besser, souveräner als die beiden alten. Doch sind die darum auch per se als schwächer, "schlechter", untalentierter als der 5. zu beurteilen, der dort wiederum zu schwach war, also offenbar nach Expertensichtung ohne Talent - oder nur ungeübter, "jünger" im Fußball-/Trainingsalter?

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    Einmal editiert, zuletzt von Kicker ()

  • Ein Interview mit dem Kölner Chefscout bezüglich Talent, was ist ein Talent, wie wird gesichtet, etc.


    http://www.spox.com/de/sport/f…talente-jugend-druck.html



    Auszug:


    In diesen Altersstufen steht das Ganze unter der Überschrift
    "Bewegungstalent". Selbstverständlich verfügt ein F-Jugendlicher noch
    nicht über ausgeprägte taktische Fähigkeiten. Wir schauen, dass ein
    Spieler dieser Altersklasse eine gute Koordination hat, ein gutes
    Orientierungs- und Gleichgewichtsvermögen besitzt und schnell ist. Dazu
    achten wir auch auf Attribute wie Aktivität, Spielfreude. Im technischen
    Bereich sollten Fertigkeiten in Grobform erkennbar sein, sprich der
    Spieler sollte den Ball schon "als seinen Freund" bezeichnen können.

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • Weil die Nachwuchsabteilungen der Profi- und Leistungsvereine in ihren Entscheidungen freier sind als die des DFB, kann man hin und wieder ein gutes Interview bekommen. Allerdings gibt es auch immer eine Vermischung zwischen Vereinsinteressen aus Marketinggesichtspunkten und Fakten!
    Hier ist besonders hervorzuheben, das die körperliche Robustheit erst für die U 17 und U 19 von Bedeutung ist. Auch wird zugegeben, das aufgrund des großen Sichtungsgebiets lediglich Stichtags-Talentbewertungen möglich sind, bei denen der Ball der "Freund des Spielers" sein soll. Dieses Verfahren ist solange gut, wie der Irrtumsfaktor sehr hoch sein darf und sich trotzdem genügend Talente im groben Raster befinden!

  • Vermischung zwischen Vereinsinteressen aus Marketinggesichtspunkten und Fakten


    Dies Gespinst durchschauen, kann nur der Insider, der ich nicht bin. Wer außen vor bleiben muss, der kann nur mutmaßen, spekulieren oder eben nachfragen: hier oder dort. Der Gehalt der Antworten aber bleibt meist spärlich, so dass mir das Marketing übergewichtig erscheint. Die Fehlerquote aber ist enorm und führt alles "Talentsichten" der aktuellen Art fast ad absurdum. Natürlich kann jeder Fast-Blinde noch erkennen, dass der o. der grad stärker wie x oder y war. Aber was sagt das aus?


    Klar ist auch, dass der Erwählte erstmal einen Motivationsschub bekommt (der andere ja das Gegenteil), zudem plötzlich viel mehr und besseres Training, Aufmerksamkeit etc. Also greift die "self-fullfilling phrophecy" und die tolle Auswahl der Auserwählenden erscheint berechtigt: bald Früchte zu tragen. Trainer, Kind, Eltern, Fördersponsoren, alle jubeln: toll, toll, toll! Nur irgendwann nutzt sich der Effekt ab, hier und da kommt es gar zum Burn-out beim Kind und genau: die nächsten stehen wg. des Vorführeffektes im Eingangs-Marketing, wg. des logischem Erfolgs des aus den Besten zusammengesuchten Teams und seinem Pushen auf Anschlag schon parat: also hat das betreffende kind eben versagt, wird ausgewechselt, "darf" "gut ausgebildet" wieder zurück zum Heimatverein - na danke, so kann man natürlichen den pädagogch nur dillettantisch auf eigene Vorteile bedachten "Aussaug-Mechanismus" auch positiv u. gut verkaufen! Oder falsch?

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  • Meine Befürchtungen sind eingetroffen, das ein User dieses Forum zu seinem Forum macht. X(


    Es hat mir sehr viel Spaß gemacht mit euch zu diskutieren und habe für mich sehr viel mitnehmen können! Mach es gut!


    Für die User, die mit mir bislang per PN diskutieren möchten, bin ich selbstverändlich weiterhin erreichbar.