Beim gesamten Talentfördersystem geht es weniger um hehre Ideale als Geld: es ist verbandsseitig ein je Jahr (nur) 10 Mio teures Investment in die eigene Zukunft, or? Interessant dabei, wieviele Talente man für eine Summe fördern kann, die ein einzelner mittelprächtig guter BuLi-Spieler an Ablöse kostet. Rentabilität legt sich da nahe. Und Erfolg macht sexy (s. Uwe's Beitrag an anderer Stelle), wirkt auf jeden Menschen "bestechend", steigert immer auch den Profit, dasist doch banal, darüber braucht man gar nicht streiten, was bei allem Engagement auch Faktor wie Motiv ist.
Ich versteh diese Empfindlichkeiten gar nicht, in anderen Ländern redet man ganz offen darüber, in Deutschland tut man immer bieder so, als gäbe es das nicht, redet gleich dramatisierend von Verschwörung, Bestechlichkeit, unterstellt dem da offen Ansprechenden irgendwelche böse Absichten - vielleicht plagt da kollektiv ein schlechtes Gewissen: dass man zuinnerst sehr wohl ahnend weiß, wie es läuft, das aber vor sich verdrängt?Der Psychologe würde es evtl. so deuten, bitte nicht gleich böse reagieren, ist ja nur eine Frage. Auf jeden Fall ist doch auffällig, welch Abwehrreflex das Thema Geld (eben auch als "Kriterium" bei allem "Auswählen") wieder auslöst: will man unbedingt so tun, als ginge es beim Fußball immer noch nur (o. vor allem) um Fußball, trotz Hoffenheim & Co??? Egal, in meinem Radar ist Geld mit drin, in dem manch anderer eben nicht, lassen wir es eben so stehen, jedem das Seine, ok?
