Der Titel klingt jetzt hart, aber im Grunde trifft er den Punkt. Wir haben 28 Kinder in der E-Jugend, davon 11 in der E1 und 17 in der E2. Wir sind mit 4 Trainern (3 mit C-Lizenz), die auch i.d.R. alle beim Training da sind. Eine dritte Mannschaft lässt sich allerdings nicht aufstellen, da einige E2-Kinder relativ unregelmäßig erscheinen. Da wir eine sehr heterogene Gruppe haben, war unser Plan, dass wir beim Training mannschaftsübergreifend 3 bis 4 leistungsähnliche Gruppen machen und diese dann je nach Leistungsstand in einem "Übungsrundlauf" trainieren, so dass alle Kinder im Grunde die gleichen Übungen machen, je nach Leistungsstand in der Schwierigkeit angepasst. Jeder Trainer soll dabei im Wechsel mal stärkere und mal schwächere Gruppen trainieren. Soweit die Theorie. Allerdings haben wir 4 Kinder, die ganz extrem abfallen, 2 davon (beide älterer Jahrgang) können wirklich kaum gegen den Ball treten und stehen auch im Spiel auf dem Platz eigentlich nur herum, versuchen nicht ernsthaft an den Ball zu kommen. Bei den ersten Einheiten hat sich gezeigt, dass diese zwei in keiner Gruppe auch nur annähernd mithalten können und jede Übung, sei sie auch noch so leicht, extrem aufhalten. Der Anspruch der Übungen, die diese Kinder ausführen können, ist derart gering, dass sich selbst die "nächstschwächeren" Spieler langweilen und Gruppenwettkämpfe kaum noch Sinn machen. Selbst beim Innenseitstoß aus dem Stand haben die beiden Probleme überhaupt den Ball zu treffen. Klingt krass, ist aber so. Die Frage ist nun wie man hier vorgeht. Aus meiner Sicht gibt es nun zwei Möglichkeiten: man macht mit den beiden eine Art Einzeltraining und versucht sie nach und nach an die anderen heran zu führen. Das haben wir jetzt ein paar mal gemacht, es ist seeehr mühsam und ich weiß nicht, ob ich persönlich altruistisch genug bin, das auf Dauer zu ertragen.
Außerdem frage ich mich ernsthaft, ob es Sinn macht, sich derart überproportional mit den allerschwächsten zu beschäftigen, zumal es äußerst fraglich ist, wie oft die beiden im nächsten Jahr in der D-Jugend zum Einsatz kommen. Ich fürchte, dass unsere knappen Trainings-Ressourcen da "verschwendet" werden. Die andere Alternative wäre logischerweise, den Kindern bzw. deren Eltern die Teilnahme an einer anderen Sportart im Verein, z.B. Leichtathletik nahe zu legen. Etwas anderes fällt mir nicht ein. Was würdet Ihr tun?
Extrem schwache Spieler "behindern" Trainingsablauf
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Danke, dass Du dieses Thema aufwirfst, denn die Heterogenität der Mannschaft ist auch eines meiner größten Probleme. Denn haben wir 2 Spieler aus 2003, die genauso schwach sind, wie Du es beschreibst. Aktuell haben wir die in die 2004er Mannschaft gesteckt (wir haben Jahrgangsmannschaften in der F), aber mir graust schon vor dem nächsten Jahr, wenn die hoch mit in die E müssen. Denn obwohl wir alles andere als ein Leistungsverein sind, sind die schon in der F2 komplett überfordert.
Und meine Erfahrung ist genau wie Deine: Natürlich kann ich mit Einzeltraining da ein bisschen was rausholen. Das versuche ich ohnehin mit allen so machen, Leistungsunterschiede gibt es ja immer. Aber bei den 2 Spielern ist das extrem, da müsste ich mich eigentlich das komplette Training nur mit denen beiden beschäftigen. Aber darunter leidet der Rest der Gruppe, dem ich dann weniger Zeit widmen kann. Das kann es nicht sein.
Patentrezept habe ich nicht, leider. Wegschicken mag ich die nicht, aus prinzipiellen Gründen. Wer Spass hat, soll weiter mitspielen. Natürlich kann man mal über eine andere Sportart mit denen reden. Aber ganz ehrlich: Mir fällt keine Sportart ein, in der ich meine Kandidaten wesentlich besser einschätzen würde. Aktuell tendiere ich dazu, die mitlaufen zu lassen, wie man z.B. auch jüngere Geschwister mal mitmachen lässt: Sie sind dabei, können alles ausprobieren, aber müssen auch mal zur Seite treten, wenn etwas nicht klappt. Wer hat eine bessere Idee?
Grüße
Oliver -
Ein klasse Thema.
Warum?
Weil es vieleTeams in dieser Altersklasse betrifft.Ich wollte erst abwarten was so die Allgemeinheit zum Thema von sich gibt. Hier hätte ich erwartet, dass sowas kommt wie 'gerade die Schwachen zu verbessern ist eine Herausforderung' oder '
Kinder dürfen auf keinen Fall aufgegeben werden' und was weiß ich noch alles.Alles schön und gut. Jedoch bin ich fest davon überzeugt, dass es sie gibt: Die Nicht-Fußballer im Fußballverein.
Aber was sollen wir mir ihnen abfangen? Extrem viel Zeit aufwenden, um einfachste Basics zu vermitteln? Einzeltraining? Puh...
Ich hatte in meinen 6 Jahren mit der Mannschaft 6 bis 7 dieser Fälle (zum Glück nicht alle auf einmal). Ich hab's ausgesessen und akzeptiert, solange sie da waren, dass nicht alle Übungen erfolgreich durchgeführt werden konnten, dass manchmal Unmut bei anderen Spielern aufkam (von den Eltern mal ganz zu schweigen), dass wir in Spielen, bei denen diese Jungs auf dem Platz waren, in Unterzahl spielten.
Aber irgendwann sehen diese Jungs ein, dass Fußball eigentlich gar nicht ihr Sport ist und ziehen sich zurück. Ich denke, sowas gehört zum Breitensport. Da müssen wir als Trainer durch. Ich würde es auch kaum über's Herz bringen, einem Jungen eine andere Sportart zu empfehlen, ihn also fast aktiv auszuschließen. Manche Dinge erledigen sich von selbst.
Aktuell habe ich 2 solcher Spieler in meinem Kader. Einen Newbie, der es eben schwer hat, weil er erst mit 12 zum Fußball kam und einen anderen Spieler, den ich von Anfang an bei mir habe. Der wäre ein toller Turner. Was der von Haus aus kann ist beeindruckend. Leider schafft er es nicht, einen Ball über 5 Meter geradeaus zu spielen. Ich mag ihn aber und er hat seinen Platz in der Gemeinschaft. Also muss ich mich zusammennehmen und akzeptieren, dass, wenn er spielt, das meiste schief geht. Aber ok, wie gesagt, wir befinden uns im Breitensport.
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Diese Situation kenne ich auch, bei mir sind es allerdings nicht ältere, sondern Neueinsteiger und/oder jüngere Kinder (Jg. 2002), die in 'meiner' weitestgehend aus dem Jg. 2001 bestehenden Mannschaft dabei sind, weil vor ein paar Jahren der damalige 02'er-Jahrgang mit dem Trainer geschlossen den Verein gewechselt hat. Ich sehe es ähnlich wie Ihr, eigentlich bräuchten wir noch einen Trainer, der sich speziell diesen Spielern annimmt, um sie durch eine entsprechend intensive Betreuung an den Rest der Gruppe heran zu führen. Den haben wir aber nicht, wir trainieren derzeit 18 Kinder zu zweit, wobei ein Viertel bis die Hälfte der Trainings von nur einem von uns durchgeführt werden kann, weil halt auch mal berufliche Belange dazwischen funken. Wenn wir zu zweit sind, versuchen wir es schon oft so zu machen wie eingangs beschrieben, d.h. wir teilen die Kinder in Gruppen unterschiedlicher Leistungsstärke ein und modifizieren ggf. die Übungen etwas.
Ansonsten würde ich ein Kind im Team behalten, solange es Spaß am Fußball hat und gerne zum Training kommt. Ich habe tatsächlich am Ende der letzten Saison ein Gespräch mit der Mutter eines Kindes geführt, dass zwar regelmäßig zum Training kam, das aber kein Interesse am Fußball hatte. Ich muss ihm dafür Respekt zollen, wie sehr es sich im Training zusammen genommen hat, aber ich habe darin auf Dauer keinen Sinn gesehen, nicht um meiner sondern um des Kindes willen. Die Motivation der verbesserten Sozialkompetenz durch das Ausüben einer Mannschaftssportart in allen Ehren, aber das ging mir in diesem Fall zu weit. Ein anderer Fall bei uns ist ein Kind mit Down-Syndrom, das seit Beginn der letzten Saison unregelmäßig ins Training kommt. Der Junge behindert die Übungen natürlich ganz massiv und wird auch nicht aufholen können, im Gegenteil, die Schere öffnet sich hier immer weiter. Da ihm der Fußball aber unheimlich viel Spaß macht, rate ich hier den Eltern dazu, ihn entweder bei uns mit jüngeren Kindern zusammen spielen zu lassen oder in einem Team des Behindertensports. Ich bin absolut pro Integration, aber der Junge hat nichts davon, wenn er bei uns mittlerweile hoffnungslos unterlegen ist und so gut wie nie den Ball berührt. Ich bin ja schon mächtig stolz darauf, dass einige meiner Spieler so sozial sind, dass sie ihm den Ball zuspielen oder ihn nicht attackieren, wenn er ihn mal hat. Aber auf Dauer bringt es das nicht, weder für ihn noch für die anderen Kids. Unwohl ist einem dabei dann aber dennoch..
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Ich bin ja schon mächtig stolz darauf, dass einige meiner Spieler so sozial sind, dass sie ihm den Ball zuspielen oder ihn nicht attackieren, wenn er ihn mal hat.
Respekt. Und das in dem Alter.
Denke, dein Vorschlag in einer jüngeren Truppe zu spielen, macht Sinn. Wobei ich nachvollziehen kann, dass man so einen Jungen nicht einfach so wegschickt. -
Hut ab tobn!
Keine leichte Situation mit einem behinderten Spieler in einer normalen Mannschaft! Finde ich toll, dass du diese Einstellung hast und der Verein mitzieht.
Wir haben im Verein eine Integrationsmannschaft, die sich aus verschiedensten Altersgruppen zusammensetzt, die unregelmäßig trainert bzw. gemeinsam Fußball spielen!
Jedes Jahr im Sommer macht der Verein auch ein Integrationsturnier, bei dem gemischte Mannschaften bestehend aus Kindern mit und ohne Handicap miteinander Fußball spielen - der Begriff gegeneinander auch zwischen den Mannschaften stimmt hier einfach nicht!
Trotz Niederlagen haben die Kinder den größten Spaß! Die schönsten Momente ereignen sich bei solchen Veranstaltungen aber Abseits des Platz und sind zum Teil wirklich rührend!Aber zurück zum Thema - Anti-Fußballer gibt es nicht nur bei den kleinsten - ich habe einen Fall in meiner U19. Es mangelt an allen Ecken und Enden - von Koordination über einfachste technische Abläufe - fast ein totaler Ausfall. Aber auch hier - er ist mit Spaß und Engagement dabei, versucht die Übungen richtig zu machen - scheitert zwar oft und viel - hat sich aber in den vergangen Jahren davon nicht einschüchtern lassen und ist ein Teil dieser Mannschaft! Er bekommt in der zweiten Mannschaft seine Einsatzzeit mit mindestens 30 Minuten pro Spiel, je nach Gegner und Spielstand auch mehr - gerade in der Vorbereitung lasse ich ihn viel spielen!
Er akzeptiert das, hat eine Trainingsbeteiligung von 100% und kommt gerne! Solange er Spaß hat, möchte ich ihm im Breitensport doch keine Steine in den Weg legen!Es ist natürlich anstrengend einen Spieler dauerhaft individuell betreuen zu müssen - aber lässt sich nicht ändern! Der Spaß am Sport steht hier klar im Vordergrund!
So sehe ich das auch bei den kleinen - entweder beissen sie sich durch, was meine vollste Hochachtung verdient, oder irgendwann hören sie von selbst auf und probieren einen anderen Sport, der ihnen eventuell mehr liegt und damit auch mehr Spaß bringt.Grüße
Zodiak -
Ich bin ja schon mächtig stolz darauf, dass einige meiner Spieler so sozial sind, dass sie ihm den Ball zuspielen oder ihn nicht attackieren, wenn er ihn mal hat. Aber auf Dauer bringt es das nicht, weder für ihn noch für die anderen Kids.
Und an dieser Stelle sieht man dann, dass Deine gesunden Spieler auch etwas von diesem Kind gelernt haben.
Aber fußballerisch gebe ich Dir natürlich Recht: Auf Dauer bringt´s das nicht.
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Es ist natürlich anstrengend einen Spieler dauerhaft individuell betreuen zu müssen - aber lässt sich nicht ändern!
Wirklich "dauerhaft individuell"? Heisst das, dass Du diesen Spieler permanent mit Einzelübungen beschäftigst? Wie gehst Du vor, wenn Du mit dem Team komplexere Übungen machen willst, die bei ihm dann jeweils stecken bleiben?
Grüße
Oliver -
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Der Titel klingt jetzt hart, aber im Grunde trifft er den Punkt. Wir haben 28 Kinder in der E-Jugend,
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Allerdings haben wir 4 Kinder, die ganz extrem abfallen, 2 davon (beide älterer Jahrgang) können wirklich kaum gegen den Ball treten und stehen auch im Spiel auf dem Platz eigentlich nur herum, versuchen nicht ernsthaft an den Ball zu kommen.
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Selbst beim Innenseitstoß aus dem Stand haben die beiden Probleme überhaupt den Ball zu treffen. Klingt krass, ist aber so.
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Außerdem frage ich mich ernsthaft, ob es Sinn macht, sich derart überproportional mit den allerschwächsten zu beschäftigen, zumal es äußerst fraglich ist, wie oft die beiden im nächsten Jahr in der D-Jugend zum Einsatz kommen. Ich fürchte, dass unsere knappen Trainings-Ressourcen da "verschwendet" werden. Die andere Alternative wäre logischerweise, den Kindern bzw. deren Eltern die Teilnahme an einer anderen Sportart im Verein, z.B. Leichtathletik nahe zu legen. Etwas anderes fällt mir nicht ein. Was würdet Ihr tun?Zunächstmal: Ich glaube auch, dass sich das Problem in den allermeisten Fällen irgendwann von selbst erledigt.
Aber die generelle Frage bleibt: Sollte man Kindern oder deren Eltern empfehlen mit Fußball aufzuhören?
Ihr habt in diesem Doppeljahrgang aktuell 28 Spieler. Wenn sie irgendwann auf´s Großfeld wechseln, könntest Du daraus immerhin noch eine 11er und eine 9er Mannschaft machen. Wenn ein paar aufhören, hast Du irgendwann eine Mannschaft mit einem Riesenkader, in dem auch noch große Leistungsunterschiede bestehen. Natürlich weiß man nicht, was bis dahin noch alles passiert. Wer dazu kommt, ob noch mehr gehen...
Ich habe für mich aber entschieden: Wenn ich will, dass der Verein auch in der C- oder B-Jugend noch zwei Mannschaften stellt, darf ich schon im unteren Bereich so wenig wie möglich verlieren. -
Wirklich "dauerhaft individuell"? Heisst das, dass Du diesen Spieler permanent mit Einzelübungen beschäftigst? Wie gehst Du vor, wenn Du mit dem Team komplexere Übungen machen willst, die bei ihm dann jeweils stecken bleiben?
Grüße
OliverNein - der Spieler wird natürlich eingebunden in die komplexen Übungen - aber bestimmte Provokationsregeln gelten nach Möglichkeit für ihn nicht - heißt, wenn andere direkt spielen sollen, erwarte ich, dass er eine saubere Ballannahme macht und den Ball gezielt weiterspielt, sofern das funktioniert, kann er sich auch am schwereren Versuchen.
Es ist ja nicht so, dass die Übungen sonst nicht auch zum erliegen kommen und lediglich bei ihm scheitern - davon sind wir im Breitensport wohl alle sehr weit entfernt.Zumal dauheraftes Einzeltraining sicherlich nicht förderlich wäre für das Zugehörigkeitsgefühl des Spielers zur Mannschaft.
Aber es ist natürlich so, dass bei ihm auch während den Übungen über dem Maßen viel korigiert werden muss.
Generell vertrete ich aber die Meinung, das schwache Spieler in starken Gruppen viel lernen können, sofern die Gruppe den Spieler nicht vom Spiel ausschließt und diese Situation haben wir glücklicherweise nicht!Grüße
Zodiak -
Zunächstmal: Ich glaube auch, dass sich das Problem in den allermeisten Fällen irgendwann von selbst erledigt.
Aber die generelle Frage bleibt: Sollte man Kindern oder deren Eltern empfehlen mit Fußball aufzuhören?
Ihr habt in diesem Doppeljahrgang aktuell 28 Spieler. Wenn sie irgendwann auf´s Großfeld wechseln, könntest Du daraus immerhin noch eine 11er und eine 9er Mannschaft machen. Wenn ein paar aufhören, hast Du irgendwann eine Mannschaft mit einem Riesenkader, in dem auch noch große Leistungsunterschiede bestehen. Natürlich weiß man nicht, was bis dahin noch alles passiert. Wer dazu kommt, ob noch mehr gehen...
Ich habe für mich aber entschieden: Wenn ich will, dass der Verein auch in der C- oder B-Jugend noch zwei Mannschaften stellt, darf ich schon im unteren Bereich so wenig wie möglich verlieren.Letzteres versuchen wir auch zu beherzigen, sonst hätten wir die Jungs schon vor Monaten nach Hause geschickt. Allerdings ist es ja so, dass wir in die beiden jetzt erstmal deutlich mehr investieren müssen als in alle andere Spieler und die Aussicht darauf, "dass sich das Problem irgendwann von selbst erledigt", hebt die Motivation dazu nicht unbedingt.
Dennoch werden wir es wohl so machen, dass reihum einer von uns Vieren sich abseits des "normalen" Trainings mit den ganz schwachen beschäftigen und nur die Grundtechniken trainieren wird. Ich halte es aber auch für wichtig die Eltern der betroffenen Kinder darüber zu informieren, was wir da tun und warum wir das tun, denn die Teilnahme am Spielbetrieb der E2, die ohnehin schon einen großen Kader hat, wird für die Spezialfälle erstmal sehr spärlich ausfallen.
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Hi, ganz knappe Antwort:
-wollen diese Kinder tatsächlich und wirklich Fußballspielen, meine ich....darf man sie nicht ablehnen und man muß sie halten
-andererseits spricht in solchen Fällen nichts dagegen, den Eltern vernünftig und sachlich mitzuteilen, dass man mit vier Trainern der Auffassung ist, dass das Kind mit Ball und Fuß nicht klar kommt....dass es ständig überfordert damit ist....und es andere Sportarten gäbe, wo es prima sein könnte. Hierbei der Hinweis, dass das eine Empfehlung ist und kein Rauswurf darstellt!!!!!!!!!!!!!!
Gruß Andre
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Schönes bzw. interessantes Thema.
Mich würde mal interessieren, wie Ihr vorgehen würdet bei Kindern, die nichts oder nicht viel können und die im Wettspiel eine Spielteilnahme mehr oder weniger verweigern. Ich habe da so 2-3 Kandidaten, da kommen so Sachen vor wie mit verschränkten Armen während des Spieles auf dem Platz stehen oder ich muss alle 30 Sekunden daran erinnern, dass Fußball ein Bewegungssport ist. Ich werde innerlich auch immer etwas glühend, wenn eben solche Spieler bei der Auswechslung noch nicht mal im Ansatz außer Atem sind, während andere auf dem Platz kurz vorm Hyperventilieren sind.
Ich überlege ehrlich gesagt, diesen Jungs die Einsatzzeit erheblich zu kürzen, solange bis ich entsprechendes Engagement und Einsatz für die Mannschaft sehe. Alternativ kann ich auch nach 5 Minuten wieder auswechseln, der Junge kann drüber nachdenken und dann wird er wieder eingewechselt. Wenn es dann nicht läuft, ist der Spieltag für ihn beendet.
Dieses lustlose Verhalten auf dem Platz steckt andere oft mit an, nach dem Motto, wenn der nichts macht, mache ich auch nichts. Als Konsequenz müssen unsere Jungs nach dem Spiel die selbst geschossenen Tore von den Gegnertoren abziehen und die verbleibenden Runden als Strafunden um den kleinen Trainingsplatz laufen. Dient nur als Ansporn, dass auch wenn wir zurückliegen weiter gekämpft wird. Ich behalte mir auch vor, das außer Kraft zu setzen, wenn die Mannschaft wenigstens im Ansatz als Mannschaft gegen die Niederlage gekämpft hat.
Ich gehe jetzt schon einmal in Deckung, ob der Antworten die jetzt von Euch angeflogen kommen.
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Sehr interessantes Thema. Da weiß man mal wieder, dass man nicht alleine solche Probleme hat. Ranwie, hilft dir jetzt nicht wirklich weiter, aber mir

Das ich keinen Co im Trainingsbetrieb habe, macht die Sache auch nicht gerade leichter. Aufgrund meiner damals drei "Sorgenkinder" habe ich mir deswegen Gedanken gemacht, wie ich sie speziell fördern kann, ohne die anderen zu vernachlässigen. Angefangen habe ich damit in der F 1. Seitdem gibt es bei mir eine feste Station: Kopfballpendel und den Ball an der Schnur so daran aufhängen, dass er just auf dem Boden liegt. Sozusagen liegt er auf der Grasnarbe. Und dann 5 Minuten pro Kind. Innenseitstoß und Ballannahme bis der Ball wieder liegt. Kurzer Schritt zurück und dann wieder von vorn. Der Vorteil gegenüber einer Bank mit gleichem Modus ist, das die Flugbahn des Balles eben nicht immer 100% genau zu berechnen ist und der Spieler somit lernt, sich richtig zum Ball zu stellen. Und er lernt: zu hart ist schlecht ( Ball trudelt oder überschlägt sich ), zu weich ist auch schlecht. In der F 1 haben dies alle Spieler gemacht. Die guten später im Wechsel links und rechts. Noch später dann auch direkt und als Spannstoß. Zur Motivation zählt jeder laut mit und kann sich beim nächsten Mal verbessern. Seit der E 2 sind nur noch die drei bei dieser Station, haben aber nach wie vor Spaß daran. Und bei zweien ist wirklich ein großer Fortschritt zu sehen. Im Grunde genommen bräuchten sie es nicht mehr. Tja nur der eine, da verzweifel ich mittlerweile dran. Und nebenbei bemerkt, an mir zeitweise auch was ihn betrifft. Aber was ich an diesem Kerl wirklich schätze: Er ist bei jedem Training und gibt nach seinen Möglichkeiten alles.
Ich glaube in eurem Fall ist Einzeltraining denke ich auch das Beste. Wäre froh, wenn ich diese Möglichkeit hätte. Für die D-Jugend sehe ich aber schwarz, wenn sich bei ihm nicht langsam ein Schub bemerkt macht.
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Wahrscheinlich (ohne irgendwelche Aspekte des Soziogramms zu kennen) würde ich sie aus der Gruppe raus nehmen. Was aber nicht bedeutet: Aus der Gruppe raus nehmen und nichts mehr mit ihnen machen. Was man tun kann hängt aber doch sehr stark von Euren Möglichkeiten ab.
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Schönes bzw. interessantes Thema.
Mich würde mal interessieren, wie Ihr vorgehen würdet bei Kindern, die nichts oder nicht viel können und die im Wettspiel eine Spielteilnahme mehr oder weniger verweigern. Ich habe da so 2-3 Kandidaten, da kommen so Sachen vor wie mit verschränkten Armen während des Spieles auf dem Platz stehen oder ich muss alle 30 Sekunden daran erinnern, dass Fußball ein Bewegungssport ist. Ich werde innerlich auch immer etwas glühend, wenn eben solche Spieler bei der Auswechslung noch nicht mal im Ansatz außer Atem sind, während andere auf dem Platz kurz vorm Hyperventilieren sind.
Ich überlege ehrlich gesagt, diesen Jungs die Einsatzzeit erheblich zu kürzen, solange bis ich entsprechendes Engagement und Einsatz für die Mannschaft sehe. Alternativ kann ich auch nach 5 Minuten wieder auswechseln, der Junge kann drüber nachdenken und dann wird er wieder eingewechselt. Wenn es dann nicht läuft, ist der Spieltag für ihn beendet.
Dieses lustlose Verhalten auf dem Platz steckt andere oft mit an, nach dem Motto, wenn der nichts macht, mache ich auch nichts. Als Konsequenz müssen unsere Jungs nach dem Spiel die selbst geschossenen Tore von den Gegnertoren abziehen und die verbleibenden Runden als Strafunden um den kleinen Trainingsplatz laufen. Dient nur als Ansporn, dass auch wenn wir zurückliegen weiter gekämpft wird. Ich behalte mir auch vor, das außer Kraft zu setzen, wenn die Mannschaft wenigstens im Ansatz als Mannschaft gegen die Niederlage gekämpft hat.
Ich gehe jetzt schon einmal in Deckung, ob der Antworten die jetzt von Euch angeflogen kommen.
Ja, bezogen auf speziell dieses Statement -besser gesagt auf den Inhalt- bezogen, solltest du den Kopf einziehen.
F Jugend...ist für mich heute eine Findungsphase. Da dürfen die Kinder kommen und Fußball probieren und das hat Trainer auszuhalten. Eigentlich gibt es hier auch garnichts auszuhalten, denn der Auftrag des Trainers in diesem Alter ist ziemlich deutlich abgesteckt....es geht um Ausbildung, nicht um Gewinndenken oder andere ähnlich gelagerte Motivationen. Es ist verwerflich, hier immer und immer wieder den Ehrgeiz aus dem Erwachsenenfußball auszupacken und versteckt oder gar offiziell hier tätig zu werden oder zu aggieren.
Wer im Sinne eines Gewinndenkenden oder an Erwachsenenfußball angelehntes Denken hat, ....hat ebend aus dieser Sichtweise gesehen "Pech" gehabt, wenn sein Verein nur eine oder zwei Mannschaften aufweist, da man -aus meiner Sichtweise- halt jedes Kind aufzunehmen hat und so ist das nunmal und das ist auch richtig so.
Hier -wie ich es zuvor in einem anderen Statement geschrieben habe- mal ....imme Sinne des Kindes....eine Empfehlung an die Eltern auszusprechen, emfpinde ich als kein Muß, jedoch wäre es ...soweit kein Gewinndenken des Trainers dahinter steckt....ok.. Es gibt manchmal andere Sportarten, wo das Kind die Erfolge hat, die es auch braucht. Ein "Antifußballer" ist manchmal ein super Tischtennisspieler.
Jedenfalls finde ich es nicht gut, was du mit deinen Koten da machst....ich spreche das mit den Rundenlaufen an. Rundenlaufen sind antiquirtes Training von 1970 und im weiteren ...und das ist meine Hauptbotschaft....gewichtest du das Ergebnis durch deine Reaktion auf Gegentore und das hat -sorry- in dieser Altersgruppe etwas weniger als nichts zu suchen.

Du überlegst, den F-Lingen weniger Einsatzzeiten zu geben. Das macht mein Trainerkollege derzeit bei einer D auch. Er puschte die Jungs durch Angstmacherei hoch in dem er ihnen wohl sagte, dass ihre schwachen Leistungen wohl dazu führten, dass sie entweder auf der Bank sitzen würden oder die D 2 auch ein Thema wäre, wo schon 20 Kinder sind.
Hierauf gab es Elternbeschwerden, weil einige Kinder der D mit Bauchschmerzen zu Hause saßen.
Als mir dieses zu Ohren kam, bin ich kontrolliert geplatzt.
Das gibt es bei mir auch in der A nicht, wer soetwas macht ist ein Körperverletzer und wenn ich Gottfußball wäre, würde man diese so aggierenden Magaths entfernen, soweit kein Umdenken stattfinden würde....was hier wohl danach der Fall war.Jedenfalls wechselt mein Trainerkollege -der offiziell das Hauptamt inne hat- nun fleißig ein und aus, dafür stehe ich gerade, das macht der niemals anders, dafür sorge ich persönlich. Guten Tag!
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Erst einmal danke für Dein Statement. Ich hatte ja geschrieben, dass ich relativer Neuling bin. Insofern muss ich eben auch um Verzeihung bitten, wenn ich bisweilen mit Gedanken um die Ecke komme, die einigen von Euch antiquiert erscheinen. Hierzu vielleicht folgende Anmerkungen:
1. gehe ich davon aus, dass die Kinder zum Fußball kommen, weil sie es möchten und nicht weil sie jemand zwingt. Das versuche ich bei einem Neuling als erstes zu ergründen, warum er zum Fußball kommt. Davon hängt dann auch mein weiteres Integrationsverhalten ab. Wenn aber nun ein Kind mit jeder Faser seines Körpers erkennen lässt, dass es keine Lust auf Fußball bzw. Bewegungssport hat und es ihm sogar egal ist, wieviel Spielzeit er bekommt, sogar von selbst fragt, wann er endlich ausgewechselt wird, dann frage ich mich schon, warum ich hier nicht doch auch Unterschiede machen soll, zu anderen Kindern, die sich richtig für die Mannschaft einsetzen.
2. darf man nicht vergessen, dass es auch Kinder mit Ehrgeiz gibt, die eben auch mal gewinnen wollen. Wenn Du nun Spiel um Spiel verlierst, weil eben einige nicht verstehen, was Mannschaftssport bedeutet. Wenn die Kids sich montags in der Schule unterhalten und ein Kind eines anderen Vereines regelmäßig von Siegen berichtet und Kinder unserer Mannschaft nur von Niederlagen, dann möchte ich mal jemanden in diesem Forum sehen, der das nicht nachvollziehen kann. Ich vermittle meinem Sohn auch immer, dass Niederlagen kein Beinbruch sind. Meine erste Frage ist immer, hat es Dir Spaß gemacht, was er mittlerweile nicht mehr ausnahmslos bejaht. Es gibt Spiele und Erlebnisse, die hakt ein Kind eben nicht einfach so ab. Ich lasse die Runden direkt nach dem Spiel laufen und dann wird sofort wieder nach vorne gedacht und die Niederlage wird gar nicht weiter besprochen. Das Rundenlaufen habe ich bisher auch nur 1x machen lassen. Es dient eigentlich nur zur Abschreckung, da wir leider noch nie ein Spiel drehen konnten, nachdem wir zurücklagen. Wir kriegen ein Gegentor und schon verlieren die Jungs die Lust am Kämpfen. Gib mir doch mal einen Tip. Nicht immer gleich alles schwarz oder weiß sehen.
3. Eines möchte ich hier mal ganz klar hervorheben. ICH HABE KEINERLEI GEWINNDENKEN!!! Mein tollstes Erlebnis war, als wir in der Endrunde der Hallenbestenermittlung den letzten Platz belegt haben. Unsere Jungs haben gekämpft wie die Löwen und 2 Unentschieden herausgeholt. Den Rest verloren. Na und. Ich war so was von stolz auf den Einsatz der Jungs. Und keiner der Jungs war traurig oder so. Ich feue mich einfach am meisten, wenn sich alle für die Mannschaft einsetzen und kämpfen. Ob sie gewinnen oder verlieren ist doch egal. Auch die abfälligen Gesten anderer Trainer, wenn sie gegen uns spielen, sind mir egal. Aber irgendwann kommt der Punkt, wo man eben doch überlegt, den einsatzfreudigen Jungs mal einen Gefallen zu tun.
4. Bei mir im Training wird überhaupt kein Rundenlaufen gemacht. Nur als disziplinarische Maßnahme, wenn ich nach dem Pfiff mal wieder ewig warten musste, bis alle bei mir waren. Klappt gut, denn mittlerweile werden gar keine Runden mehr gelaufen, denn die Jungs sind beim Pfiff sofort da. Dieses Vorgehen findest Du antiquiert? Wie würdest Du denn das machen?
5. Ich veranstalte keine Angstmacherei. Wer bei uns spielt ob Training oder Wettspiel soll sich doch ausprobieren, dazu gehören auch Fehler. Ich will sogar dass Fehler gemacht werden, weil dann kann man darüber reden. Aber wer gar nichts macht, macht auch keine Fehler und wird sich folglich auch nie verbessern. Ich schimpfe auch nicht mit den Jungs. Machen wir uns nichts vor. Vieles was wir Trainer bewusst tun, kriegen die Kinder nicht mal im Ansatz mit. Beispiel: Vor längerer Zeit war die Disziplin im Training schlecht. Folglich sagte ich den Kindern, dass das Schlussspiel kürzer ausfällt und nur 5 min dauert. Ich hab sie dann doch 15 min spielen lassen, beim Abfpfiff haben sich alle beschwert, wie kurz das war. Ein anderes Mal konnte ich aus Zeitgründen nur 5 min spielen lassen. Den Kindern kam das Spiel vor wie 15 min.
Ich kann jedenfalls mit gutem Gewissen sagen, noch keine Kinderseele verletzt zu haben. Das zeigen mir die Reaktionen der Kinder und auch der Eltern. -
OK.,
es sind oft Eindrück die man von jemandem bekommt, hier lag ich nur zum Teil richtig. Einerseits finde ich das was du machst gut bis symphatisch, dererseits bin ich natürlich schnell bei einem gewissen Thema.
Wenn du deine Runde laufen lässt und an sonsten tatsächlich kein Gewinndenkender bist, geht für mich deshalb nicht die Sonne unter, wenngleich ich das anders regeln würde, zumal die Runde verschenkte Ausbildungszeit wäre und ich die erzieherischen Dinge halt anders regel....was nicht besser sein muß.
Das ein Spieler zum Fußball gezwungen wurde, habe ich noch nie erlebt. Es waren ein paar dabei, die wollten unbedingt, auch wenn sie es bis heute nicht gut machen und das finde ich ok., auch die werden und müssen meiner Ansicht nach im Breitensport aus einigen Gründen bedient werden.
Was du beschreibst ist für mich eine Situation, wo ich als Trainer halt -wie ich es beschrieben habe- tätig werden würde. Ich würde den Eltern genau das -mit Speck an der Sache- verkaufen und einen Rat erteilen und das auch ungefragt. Damit hängt man sich auch schon wieder weit raus, ist aber aus meiner Sicht im Sinne des Kindes und der Ausbildung.
Allgemein gesagt....bin ich halt der Meinung, dass ich niemanden wegschicken würde und ich würde diesem Kind das dann doch nach allen Ratschlägen bliebe, die gleichen Möglichkeiten bieten. Vielleicht würde ich etwas jonglieren und von meinen Prinzipien als Kompromiss abrücken, in dem ich den Jungen als Stürmer einwechseln würde. Das dürfte die Mannschaft verschmerzen und da man ja so oft ein.-und auswechseln darf wie man will....hat man da seine Möglichkeiten. Gruß Andre
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2. darf man nicht vergessen, dass es auch Kinder mit Ehrgeiz gibt, die eben auch mal gewinnen wollen. Wenn Du nun Spiel um Spiel verlierst, weil eben einige nicht verstehen, was Mannschaftssport bedeutet. Wenn die Kids sich montags in der Schule unterhalten und ein Kind eines anderen Vereines regelmäßig von Siegen berichtet und Kinder unserer Mannschaft nur von Niederlagen, dann möchte ich mal jemanden in diesem Forum sehen, der das nicht nachvollziehen kann. Ich vermittle meinem Sohn auch immer, dass Niederlagen kein Beinbruch sind. Meine erste Frage ist immer, hat es Dir Spaß gemacht, was er mittlerweile nicht mehr ausnahmslos bejaht. Es gibt Spiele und Erlebnisse, die hakt ein Kind eben nicht einfach so ab. Ich lasse die Runden direkt nach dem Spiel laufen und dann wird sofort wieder nach vorne gedacht und die Niederlage wird gar nicht weiter besprochen. Das Rundenlaufen habe ich bisher auch nur 1x machen lassen. Es dient eigentlich nur zur Abschreckung, da wir leider noch nie ein Spiel drehen konnten, nachdem wir zurücklagen. Wir kriegen ein Gegentor und schon verlieren die Jungs die Lust am Kämpfen. Gib mir doch mal einen Tip. Nicht immer gleich alles schwarz oder weiß sehen.
Ich kenne dieses Problem. Zwar nicht bei einer ganzen Mannschaft, aber doch bei einzelnen Spielern. Die beste "Medizin" ist das Erlebnis, ein Spiel gedreht zu haben. Das kannst Du aber natürlich kaum beeinflussen. Ich würde im Training Spielformen/Wettkämpfe machen, bei denen Regeln gelten, mit denen man das Ergebnis schnell drehen kann. Das kann man z.B. nach dem "Schlag-den-Raab-Prinzip" machen. Da gibt´s für´s erste Spiel einen Punkt, für´s zweite Spiel zwei Punkte, für´s dritte Spiel drei usw.
Bei einer solchen Regel erleben Sie, dass es sich lohnt weiter zu kämpfen.Das ein Spieler zum Fußball gezwungen wurde, habe ich noch nie erlebt. Es waren ein paar dabei, die wollten unbedingt, auch wenn sie es bis heute nicht gut machen und das finde ich ok., auch die werden und müssen meiner Ansicht nach im Breitensport aus einigen Gründen bedient werden.
Spiel unseres Kleinen (2005) am WE:
Ein Kind der gegnerischen Mannschaft wird weinend auf den Platz getragen. "Neiiiiin, ich will nicht Fußball spielen!!!!" Sowas gibts...
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Es ist natürlich anstrengend einen Spieler dauerhaft individuell betreuen zu müssen - aber lässt sich nicht ändern! Der Spaß am Sport steht hier klar im Vordergrund!
So sehe ich das auch bei den kleinen - entweder beissen sie sich durch, was meine vollste Hochachtung verdient, oder irgendwann hören sie von selbst auf und probieren einen anderen Sport, der ihnen eventuell mehr liegt und damit auch mehr Spaß bringt.Grüße
ZodiakEinen talentlosen Spieler individuell zu betreuen ist absolute Verschwendung. Es geht hier nicht nur um die Energie eines Trainers, sondern auch darum, dass bessere oder gar talentierte Spieler viel weniger davon profitieren. So hart das auch klingen mag, die talentierten Kinder merken schon selbst, wenn andere kaum Ansätze zeigen. Aus diesem Grund, so meine Beobachtung, versuchen dann die guten auch im Training in der selben Mannschaft zu spielen. Sozialverhalten hin oder her...
Im Breitensport gibt es meiner Meinung nach nur ein Modell:1) Den Spielern insgesamt den Spaß am Fußball ohne Druck vermitteln. Das bedeutet einfach so viel tun, wie es der gesamte Stand der Mannschaft erlaubt. Die Ergebnisse hier sollten den Trainer nicht auf die Palme bringen.
2) Sollten talentierte Kinder dabei sein, dann individuell fördern und evtl. auch dazu ermutigen, einen besseren oder je nach Fall einen leistungsorientierten Verein zu suchen. Viele Kinder tun das nicht, weil die Eltern keine Ahnung davon haben.Ich bin selber kein Freund der Versteckspiele und deshalb habe ich oft genug manchen Eltern ganz klar meine Eindrücke zu deren Kindern mitgeteilt. Ich bin sehr oft dazu befragt worden, wie ich die jeweiligen Kinder betrachte. Konnte die Rede von Talent sein, so habe ich das auch unterstriechen. War da nicht viel zu sehen, so habe ich auch die Wahrheit gesagt. Ganz klar und ohne Schnörkelei wie z.B: mit dem Fußball wird da nichts.
Auf jeden Fall würde ich kein talentiertes Kind in einem Verein behalten, nur um die Ergebnisse für den Verein zu erzielen. Mehr als das, talentierte Kinder würde ich eindeutig bevorzugt eine Zeit lang trainieren und dann zu einem besseren Verein empfehlen. Zum einen finde ich das lecker und auf der anderen Seite fände ich es schade Kinder zu fördern, die später in der Herrenmannschaft BOL spielen sollen. Das ist Verschwendung!
