Motivation der Eltern zur Mitwirkung, Unterstützung

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  • Hallo,


    vllt. hat der ein oder andere ja das Rezept die Eltern dazu zu bewegen das Treiben der Kinder auf dem Platz etwas ernster zu nehmen.


    Wir stehen immer wieder vor dem selben Problem. Eltern halten uns für die Nanny an zwei Tagen / Woche und nehmen das Hobby ihrer Kids leider zu wenig ernst.


    Da kommen Spieler nicht weil die Eltern lieber Einkaufen gehen und dafür 2 statt 1,5 Stunden benötigen wollen.


    Fahrgemeinschaften zu den Auswärtsspielen bekommt man nur mit Mühe und Not zusammmen.


    Spieler tauchen zu den Spielen nicht auf weil Mami und Papi schon um 13:00 Uhr bei Omi sein wollen und wenn dasKind zum Spiel kommt würde es 14:00 Uhr werden.



    Die Kids sind natürlich auch teilweise merklich von Ihren Eltern enttäuscht. Manche bringen das klar zum Ausdruck und manchen ist es sichtlich peinlich wenn ich sie frage wo sie denn waren.


    Ich selbst bin in der Situation das ich einen Kader von insges. 12 Spielern / Spielerinnen habe und es sehr schnell dazu kommt das plötzlich nur 7 o.8 zugegen sind wenn es ans Training / Spiel geht .



    Vorsprachen bei den Eltern haben meist das gleiche Ergebnis.Es wird Besserung gelobt und zum nächstem Trainingstag ist alles wieder beim altem.

  • Versuche an einem Elternabend einen Fahrdienst einzuteilen!
    Wer an dem einigeteilten WoEn nicht kann muss sich selbst um Ersatz kümmern!


    Zum Training ist jedes Elternteil für sein Kind verantworltich aber auch hier kann man bei Nachbarn oder Freunden Fahrgemeinschaften bilden - das obliegt aber den Eltern nicht dir als Trainer!


    Mehr wirst du fast nicht tun können, wenn das Engagement so gering ist.


    Grüße
    Zodiak

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • Im Breitensport ist es wahrscheinlich immer damit zu rechnen. Die Eltern verstehen sehr wenig vom Fußball und erkennen das nicht mal, daher gibt es auch so viele Meinungen wie Eltern. In einem Punkt sind sich diese Leute aber einig: Fußball ist ausschließlich mit Spaß verbunden. Sollte der Trainer auch mal lauter werden, oder sollten die Kinder auch mal mehr Leistung bringen, so reagieren die meisten gereizt. Es wird als selbstverständlich angenommen, dass ein Trainer seine Freizeit opfert. Natürlich unentgeltlich. Hier würde ich mal daran schrauben. Bleib z.B. hin und wieder fern vom Training. Ohne Bescheid zu sagen, versteht sich. Die Eltern sollen auch mal sehen, wie es ist, wenn sie sich die Mühe machen und kein Trainer zugegen ist.
    Auf der anderen Seite ist auch die Frage der Ziele zu beantworten: kann man mit der Mannschaft etwas erreichen, oder geht es wirklich nur um Bewegung, Spaß und Rasenduft. Was wollen die Kinder, was wollen deren Eltern?

  • ... Bleib z.B. hin und wieder fern vom Training. Ohne Bescheid zu sagen, versteht sich. Die Eltern sollen auch mal sehen, wie es ist, wenn sie sich die Mühe machen und kein Trainer zugegen ist....

    Selten so einen Blödsinn gelesen :thumbdown:


    Grüße
    Oliver

  • Selten so einen Blödsinn gelesen :thumbdown:


    Grüße
    Oliver

    Wir haben das letztes Jahr einmal gemacht - aber um unserer U17 zu zeigen wie es ist, am Wettkampftag mit zu wenig Spielern da zu stehen - natürlich unabgemeldet!
    Wir sind aber 30 Minuten nach Trainingsbeginn gekommen und haben die restliche Trainingszeit mit der Mannschaft über Disziplin und Verpflichtungen im Manschaftssport geredet!
    Das hat sehr gut geklappt !


    Aber mehrmals als Trainer fern bleiben - und das bei Kleinfeldmannschaften geht garnicht da kann ich Oliver nur zustimmen!


    Grüße
    Zodiak

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • Da gibts ja dann auch noch die Sache mit der Aufsichtsverletzung. Darüber hinaus fände ich es albern, absichtlich nicht zu kommen.
    Wir werden diese Saison Probleme mit den Auswärtsfahrten bekommen. Wenn die Eltern nicht mitfahren, müssen wir halt ein paar ausfallen lassen. Dann kriegen die Eltern aber Ärger mit den Spielern. :D

    "Multiple exclamation marks,' he went on, shaking his head, 'are a sure sign of a diseased mind."
    Terry Pratchett

  • Aber nochmal zur Beteiligung der Eltern: manche Eltern ziehen toll mit, sind immer da, machen Fahrdienste, helfen beim Kuchenstand usw. Andere halten sich da ziemlich raus. Natürlich sind die Voraussetzungen unterschiedlich, Eltern eines Einzelkindes haben einfach mehr Zeit als Eltern von 3 Kindern z.B. Problematisch ist das gerade bei den Kleinen (G+F), die noch permanent bemuttert werden sollen/wollen.


    Ein Patentrezept habe ich nicht, außer den betreffenden Eltern permanent auf die Nerven zu gehen. Die Kinder zu benachteiligen (z.B. nicht einzusetzen) und so indirekt Druck auf die Eltern auszuüben halte ich für falsch. Aber klar, mit einem 12er Kader kann es dann schnell eng werden. Wenn die Eltern schlecht mitziehen brauchst Du eher 15 Spieler.


    Grüße
    Oliver

  • Das Programm mit dem auf die Nerven gehen spiele ich gerade ab. Anrufe von mir vor dem Training u.s.w.


    Das mit den Eltern von mehreren Kindern erlebe ich anders. Genau diese sind es bei mir die ständig da sind. Eine der Mütter kommt mit Sohnemann zu fast jedem Training, die anderen Söhne dabei und wenn es sein muß wird das kleinste Kind etwas Abseits auf dem Rasen gestillt.

  • mal einen schritt zurückgetreten und die position der eltern einnehmen:


    das kind sucht sich ein hobby, gut. es ist fußball. für manche hört da der spass bereits auf, lassen es aber laufen, die anderen finden das klasse.
    ich zahl beiträge, sportsachen, trainingsanzüge, gebe was in die teamkasse und steuere etwas zu den trikots bei, die ich regelmässig waschen muss.
    meine kinder machen mir mit ihrer asche die autobezüge kaputt, weil sie immer noch nicht duschen. müssen sie irgendwie nicht, naja.
    beim spiel haut einer meinen jungen um, ich rege mich auf, mein kind! ernte aber sofort vom trainer einen bösen blick. die eltern dürfen nicht negativ brüllen, nur loben.
    ansonsten schnautze halten, der trainer sagt wo es lang geht. achja, ob ich fahren könnte? turnier in hassenichgesehen. schade, mein schöner samstag ist kaputt,
    weil ich für das hobby meines sohnes von 8.00 uhr bis 16.00 uhr unterwegs bin. dabei habe ich ihn ca. 40 minuten spielen sehen.
    Ich glaube, das wird mir zuviel, ich zieh mich da mal raus, ist ja das hobby meines sohnes und die anderen sind ja auch noch da....
    fußball ist eh nicht mein sport und von meinem samstag will ich nach einer 42 stunden woche auch was haben.


    tja, was will man da sagen?


    meine jungs sind nun 14, 15. gefahren sind immer die selben, auch heute noch.
    die jungs kommen und gehen selbständig, zum training wie zum spiel.
    bei den spielen kommen die eltern zuschauen, zumindest zuhause, manchmal.
    nach dem spiel sind sie aber schnell wieder weg und die jungs fahren allein nach hause.
    persönlich finde ich das nicht schlimm, bei auswärtsfahrten in der stadtgruppe ist das auch egal.
    schwierig war es letztes jahr in lk, teilweise 50 km fahrten. bei den spritpreisen und ansetzungen unter der woche kein wunder.
    da kannste immer nur fragen, das ging dann irgendwie. aber es war alle 14 tage das gleiche...

  • Hallo dudelpudel
    Ja also... ich will Dich hier nicht runter kriegen oder so aber hier mal meine Fakten.
    Elternabend vom 19.08.2011 für Dc- und Dd - Junioren von Verein X (Name behalte ich für mich OK?):
    Von 28 Junioren wurden 11 Junioren erfolgreich rapräsentiert. Das gibt: 39.28% Beteiligung... ;)


    Wofür Elternabend?
    Ganz einfach; Um Missverständnisse durch klare Kommunikation zu vermeiden... Resultat; Diese lassen sich nun bei 40% der Eltern vermeiden. 60% ist also nicht informiert... dabei eine Anmerkung: Nach dem ersten Spiel kam die erste komische Anfrage(ein Tag nach Elternabend) von einer Mutter die "eben nicht" zum Elternabend kam.
    Da musste ich etwas entnervt die Augen rollen, da es genau so ein Fall gewesen währe... wenn die Mutter am Elternabend gewesen währe, hätte ich eine Diskussion weniger.


    Wie gross ist bei 60% nicht informierte Eltern, die Wahrscheinlichkeit für weitere Missverständnisse?
    Zum Glück habe ich eine Website, so dass ich dort nun eine Seite reserviert habe und die Eltern Infos runterladen können... Nanu.., Trotzdem... ober schwach!


    Grüsse und Kopf hoch :thumbup:
    TRPietro

  • Selten so einen Blödsinn gelesen :thumbdown:


    Grüße
    Oliver


    Stimme den Oliver zu. Nicht vom Frust fressen lassen... Das was von Don Quijote da steht, denke ich manchmal auch, gemacht habe ich es aber nie. Dies währe ein Eigentor... eine Gratis - Angriffsfläche.

  • Zum einfach nicht Auftauchen würde ich auch nicht greifen.


    Die Kids wären mega enttäuscht und völlig unbeaufsichtigt.


    Derzeit werden die Eltern aber ziemlich häufig von mir genervt weil sich ständig Änderungen ergeben. ( liegt am Verein, nicht an mir )


    Mal sehen vllt werden sie jetzt auch etwas aufmerksamer.

    • Offizieller Beitrag

    ... natürlich Unsiinn. Als Vorbild hält man sich an die Regeln, wenn du das nicht machst, kannst du es auch nicht von den Anderen erwarten.

  • ... natürlich Unsiinn. Als Vorbild hält man sich an die Regeln, wenn du das nicht machst, kannst du es auch nicht von den Anderen erwarten.

    nochmal - ich würde das nicht pauschal verurteilen - klar bei kleinen auf keinen Fall, aber ab einer U15 oder U17 sind die Spieler alt genug um ihr handeln soweit zu begreifen, dass man sich entweder abmeldet oder pünktlich beim Training erscheint. Das dies nicht immer klappt ist klar - aber wenn bewusst fern geblieben wird, da der Kader dünn besetzt ist und man weiß das man am Wochenende spielt, dann muss man schon auch ein Zeichen setzen.


    Sei es nun, nicht spielen lassen und mit 7-10 Spielern unter zu gehen oder halt einfach mal 30 Minuten zu spät kommen - dies darf aber beides nicht unkommentiert bleiben - soll heißen der Sinn hinter der Aktion muss erklärt werden! Und selbstverständlich macht man soetwas nicht zur Regel - dies ist die Ausnahme bzw. das letzte Mittel welches man als Trainer zur Verfügung hat!


    Grüße
    Zodiak

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • ...dann werde ich das auch mal ausprobieren,...eine halbe Stunde später kommen und mich dann vor Eltern und Kids erklären! ;(


    Das vermitteln von Werten, ...geht schon manchmal eigenmartige Wege!


    Nochmal - macht das wirklich Sinn?


    beste Grüße

  • Ich denke das ist wie nun schon mehrfach erwähnt situationsbedingt!
    Aber dann möchte ich mir die Arbeit machen, hier zu erläutern was mich im letzten Jahr dazu bewogen hat dies einmal zu tun.


    In der vergangenen Saison habe ich die U17 unserer Vereins trainiert - diese sind am Anfang der Saison zusammengewürfelt worden aus drei Vereinen und kannten sich zum großteil garnicht. Folge dieser Situation war, dass sich die "Platzhirschen" der beiden Gruppen postieren mussten und sich von Beginn an ziemlich daneben benommen haben.
    Hier mein erster Fehler, den ich aus Jugendlichem Leichtsinn begangen habe - ich habe hier die Chance verpasst frühzeitig und entschlossen durchzugreifen.
    Nachdem ich anfänglich 2 Co-Trainer zur Seite gestellt bekommen habe, welche sich aber schon nach wenigen Einheiten als Unzuverlässig herausstellten, habe ich die restliche Saison alleine mit 16 Spielern zugebracht.
    Die Zusammensetzung in dieser Gruppe ist recht ausgeglichen, leider wurden aber einige von den anderen in ihrem Verhalten negativ beeinflußt.
    Wir hatten 7 oder 8 Spieler die bei nahezu jedem Training anwesend waren und richtig Bock hatten auf Fußball. Dann gabe es eine Gruppe von 3 oder 4 Spielern die meistens da waren, aber auch eher den Charakterzug Mitläufer verkörperten und sich schnell mal von der dritten und letzten Gruppe die gleichfalls aus 3-5 Spielern bestand beeinflußen lies. Diese dritte Gruppe zeichnet sich dadurch aus, von Haus aus den Begriff Disziplint und Respekt nur aus der Theorie zu kennen. Um es in aller Härte zu sagen, hier hat leider die Erziehung der Eltern (in meinen Augen) gründlich versagt - aber sei es drum, darunter waren 3 extrem talentierte Spieler die mit einer Portion Ehrgeiz dazu im stande gewesen wären deutlich mehr zu leisten.
    Schon während der Hinrunde gab es einige Konflikte mit der Mannschaft - zum größten Teil nicht böswillig aber leider haben einige Leute meine Anweisungen kaum oder garnicht befolgt - was es gerade für einen jungen und relativ unerfahrenen Trainer schwer macht. Rückblickend muss ich sagen, dass ich das Verhalten dieser Spieler mehr als feig fand, denn als ich nicht mehr weiter wusste habe ich mir Hilfe geuscht bei einer Mutter - die selbst mehrere Jahre im Profifußball als Spielerin/Trainer tätig war um den Karren nicht an die Wand zu fahren.
    Wir haben dann zur Vorbereitung für die Rückrunde abgefragt wer wann im Urlaub und/oder verhindert ist und nicht kommen kann und den Terminplan an diese Aussagen angepasst. Ende vom Lied war, dass wir trotz 12-14 Zusagen mit 2-3 Spielern auf dem Platz standen - und das nicht nur einmal.
    Wir haben diese Situation angesprochen als wir am Ende der Vorbereitung endlich mal wieder (fast) vollzählig waren, denn zwei Spieler hatten sich dazu entschlossen die Schuhe an den Nagel zu hängen (einer wegen Freundin, der andere weil er Football spielen möchte) - darüber hinaus, hat uns ein Spieler für 6 Monate verlassen wegen eines Aufentahlts in den USA. Somit war der Kader auf 13 Spieler zusammengeschrumpt und wir waren auf jeden Spieler angewiesen.
    Alle gelobten nach dem Gespräch Besserung und wollten gemeinsam weiter an einem Strang ziehen und den Traum vom Aufstieg weiter leben lassen.
    Nachdem wir nun mit der Trainingsbetiligung bzw. -anwesenheit keine Probleme mehr hatten, kam es aber vermehrt zu unverschämten Verhalten einzelner Spieler und es entbrannte (leider erinnere ich mich nicht mehr wie) dann eine Diskussion um Zuverlässigkeit und Disziplin (An- Abmelden zu Training und Spiel) - denn so kam es mehrfach vor das Spieler am Wettkampftag einfach nicht auftauchten.
    Kurzum haben wir die Jungs dann mal 30 Minuten (in Absprache mit dem JL) am Platz warten lassen - die Kabinen und Bälle waren abgesperrt und der JL kam "zufällig" vorbei und ihm viel auf das keine Trainer anwesend waren - er stellt sie zur Rede - natürlich alles in Absprache und wir kamen gut 10 Minuten später dazu - zu dritt haben wir dann mit den Jungs die restliche Einheit über die Probleme und Wünsche beider Seiten gesprochen und diese ein für allemal aus der Welt geschafft.
    Ende der Story ist, 2. Platz in der Meisterschaft, Teilnahme an der Relegation wo wir leider im zweiten Spiel scheiterten und das Pokalhalbfinale, aus welchem wir unglücklich durch einen Elferentscheidung in der Nachspielzeit auschieden.
    Möglich gemacht hat dies sicherlich nicht das Gespräch bzw. die Maßnahme - ich denke aber das sie den richtigen Impuls in der Mannschaft gesetzt hat - ich trainiere die Mannschaft auch dieses Jahr noch und bis auf einige Kleinigkeiten funktioniert es noch heute sehr gut!


    Grüße
    Zodiak

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • Tja Zodiak, oft lohnt es sich, ein paar Zeilen mehr darüber zu schreiben.


    Ich nehme mir das Recht heraus, das Ende deiner plausiblen Geschichte zu schreiben!


    ...und sie werden sich noch hoffentlich eine ganze Weile daran erinnern!!!


    Beste Grüße und weiterhin viel Erfolg mit der Truppe!!!

  • Um es nochmal klar zu sagen. Die Frage des Threaderstellers bezieht sich auf F oder E-Jugend ("Kinder"). Da halte ich das unangekündigte Fernbleiben in der Tat für hanebüchenen Unsinn. Bei einer U17 mag das im Einzelfall anders aussehen, das beschreibt Zodiac ja recht eindrücklich. Aber auch da halte ich das nicht für ein "Rezept", das man mehrmals einsetzen kann.


    Grüße
    Oliver