Trainer Neuling im Haifischbecken! Zur Hülf!

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  • Hallo, liebe Forenteilnehmer.




    Wollt mich mal kurz vorstellen und habe gleich einige Probleme am Haken bin 32, ledig aber nicht suchend. Beruflich bin ich im Import-Export Tätig, habe aber denk ich schon so ziemlich alles durch, angefangen von einigen Jahren Bundeswehr über Kinderanimation auf Malle bis zur Zeitarbeit in der Fleischfabrik.




    Weitere Fragen gern:)




    Also nun zu meinem Problem:




    Ich habe im Winter eine E Jugend Mannschaft übernommen.-Wie bin ich dazu gekommen... wie die Meisten wahrscheinlich..... nach dem Motto... Kannste nicht mal.


    Nun ja , sei es wie es ist, jetzt bin ich drinn. Dazu muss ich sagen, das ich der 4te Trainer in 2 Jahren bin. Alle Vorgänger haben vorzeitig hingeschmissen, warum nur...:)


    Mache auch die C Breitensport Lizenz, die ich am 1.6. abschliessen werde.




    Die Mannschaft ist bis auf 2 alles jüngerer Jahrgang, und da es die einzige Jugendmannschaft in unserem Verein ist, sind auch noch 3 F Jugendspieler dabei. Wobei ich dazu sagen muss, das einer davon unser Torwart ist, der sehr akzeleriert ist. Körperlich und geistig ist er mit seinen 7 Jahren ganz vorn dabei., spricht bereits 3 Sprachen und ist der Zweitlängste im Team. Insgesamt habe ich 11 Spieler, die Regelmäßig erscheinen.2 Felspieler ragen aus dem Team heraus und sind auch ehrlich gesagt bisher die Einzigen, die wirklich schon kicken können, wenn ihr wisst, was ich meine. Dem Rest fehlt großenteils die grundlegende Bewegungsschule.Diesen Spagat habe ich zu überbrücken. Einerseits nicht unterfordern und andere nicht überfordern.




    Es scheint für die Meisten, obwohl teilweise aus sehr gebildetem Elternhaus , unmöglich zu sein dem Training auch nur für kürzeste Zeit aufmerksam zu Folgen.


    Erkläre ich eine Übung, schalten einige bereits nach 20 Sekunden ab, werden unruhig, fangen an durcheinander zu reden, wenn Bälle da sind, werden die durch die Gegend geschossen usw usw.


    Während dem Training , in jeder Übung werde ich mindestens 5 Mal gefragt, wann wir endlich ein Spiel machen. *Nerv*


    Dann machen wir ein Abschlusspiel, natürlich auf kleinem Raum, wegen den Ballkontakten usw ist es auch nich recht. Warum so kleines Feld, das ist doch scheissee....blabla




    Meine Anweisungen werden konsequent ignoriert, sodaß ich bei jedem Training mindestens 2 Mal alle zusammenrufen muss um eine gewisse Ordnung wieder herzustellen. Es kommt auch regelmäßig vor, das ich ein oder 2 Spieler vom Training ausschliessen muss, damit es überhaupt weitergehen kann. Habe auch leider schon meinen besten Spieler für 4 Wochen komplett ausschliessen müssen, da sein Verhalten gegenüber mir nicht mehr tragbar war.(o Ton, du hast mir gar nix zu sagen du Arschloch.. und das von nem 9 jährigen...nein, nicht mit Migrationshintergrund!)




    Alles muss 10 mal erklärt werden und selbst die einfachsten Dinge, wie z.B das Trinken beim Training nicht in der Kabine lassen, damit wir nicht bei jeder Pause wieder so lange Zeit verbrauchen, klappen NIE. Ok es sind Kinder, aber an irgendeiner Stelle muss man mal einen Punkt machen.


    Teilweise kommen da echt peinliche Momente rüber, wenn ich z.B vor dem Spiel die Aufstellung erkläre, und wir dann 2 Minuten später auf dem Platz stehen und plötzlich 3 zu viel im Feld stehen, die dann behaupten, sie hätten nie etwas davon gehört wer spielen soll. Da komm ich mir doch verklappst vor.




    Ich habe mich sehr mit der Materie befasst, habe das DFB Konzept zur Grundlage meiner Arbeit gemacht, mache alle Übungen mit Ball und in Wettkampfform, mache bei jedem Training andere Variationen von Übungen auch zum selben Thema, damit es öfter etwas neues gibt und eigentlich keine Langeweile aufkommen sollte.Versuche auch die Entwicklung jedes einzelnen für mich zu dokumentieren,sodaß ich auf jeden individuell eingehen kann und seine Fortschritte loben kann usw..


    Auf das Ergebnis zu schielen bringt eh nichts, da ich die Mannschaft sowieso schon im Tabellenkeller übernommen habe und sich in dieser Saison daran eh nichts mehr ändern wird. Jeder bekommt bei Spielen die gleichen Anteile.






    Zusammenspiel ist auch überhaupt nicht. Jeder fährt seinen Ego Trip.-Im Training habe ich es schon so versucht, das die Tore doppelt zählen , wenn bestimmte Spieler vorher abspielen --Erfolg mäßig...


    Ich habe während einigen Spielen schon jeden auf jede Position gestellt um einfach zu schauen, wie wir am besten zurecht kommen und habe damit einen G Jugend Knäulbildungshaufen verursacht, da meine Spieler ja noch nie auf anderen Positionen gespielt haben.^^.. Nun ja, versuch macht Klug.






    Nun habe ich mal einen Elternabend einberufen, damit die Probleme mal auf den Tisch kommen.


    Wie nicht anders zu erwarten, waren einige Eltern regelrecht geschockt. Unsere lieben Kleinen..die können doch so etwas gar nicht..^^


    Es wurde Besserung gelobt und mir aufgetragen einen Vertrag zu entwerfen, indem unsere Verhaltensregeln aufgeführt sind, und den die Kinder dann unterschreiben sollen. Ich war sehr skeptisch, habe mich aber überreden lassen. Habe mir den hier bei Soccerdrills beschriebenden als Grundlage genommen und folgende Punkte aufgeführt, die ich entsprechend unser Situation angepasst habe. Die Überschriften habe ich so belassen. Meine Frage an euch, wie sind eure Erfahrungen damit, falls ihr das so benutzt?




    1. Pünktlichkeit
    2. Zuverlässigkeit
    3. Freundlichkeit - Teamfähigkeit
    4. Umwelt und Sauberkeit
    5. Kritikfähigkeit - Diskussionen
    6. Hilfsbereitschaft
    7. Fairplay
    8. Ehrlichkeit





    3 Tage später hat ichs also fertig und habe das Werk an jeden Verteilt. Das ist nun 4 Wochen her und ratet mal wie viele Unterschriften ich bisher habe. Genau eine einzige.


    Jetzt kommen mir die selben Eltern, die so etwas gefordert haben damit, das so viele Punkte doch gar nicht verstanden werden können. O ton: Das sind doch noch Kinder und soooo viele Punkte können die sich doch überhaupt nicht merken.3 Punkte sind doch das Maximum bei den armen Kleinen.... Was soll ich dazu noch sagen.....???




    Ich habe einfach mal etwas ausprobiert. Habe aus einem Fußballbuch einen Fragenkatalog herauskopiert und meine Spieler ankreuzen lassen, was ihre Motivation ist Fußball zu spielen.


    Ihr habt es bestimmt schon erraten, welchen Punkt ALLE angekreuzt haben: "Ich will Nationalspieler werden und mit dem Fußball viel Geld verdienen."




    Auch das habe ich den Eltern mal vorgelegt und ich war der Meinung , das es doch schön ist, wenn die Kinder Ziele und Träume haben. Das die Meisten es nicht schaffen wissen wir alle. Aber ich denke als Motivationsaufhänger ist doch das nicht das Allerschlechteste.


    Leider wird das von den Eltern so nicht geteilt. Die sind der Meinung das sei alles nur Hohles Kindergeschwätz. Schade.




    Also liebe Community, wer kann mich wer rettet mich aus dem Haifischbecken? Wer weiß Rat?






    Das goldene Problem: Wie mache ich aus diesem Haufen eine Mannschaft??








    Ich danke euch schon mal im Vorraus






    Liebste Grüsse




    Tobias

  • Hallo Tobias,


    Das hört sich ja nach einem ganzen Berg von Problemen an... Aber mal der Reihe nach: Ich kenne Deine Probleme nur zu genau weil ich sie zeitweilig in meinem Team auch habe. Lebhaftes und sprunghaftes Verhalten bekommt man aus Kindern nie ganz raus; wie du schon richtig bemerkt hast: Es sind Kinder...


    Nun wenn Ihr nur eine Jugendmannschaft im Verein habt gehe ich mal nicht davon aus dass Du für die Preußen (also den mutmaßlich größten Fußballklub in Hameln) tätig bist. Dann wären die Voraussetzungen sicherlich andere.


    Grundsätzlich denke ich zum Thema (Achtung Neudeutsch) Teambuilding dass es nicht schlecht ist mit den Kindern einzelne Aktionen außerhalb des Trainings zu machen (z.B. Ausflüge, Testspiele ohne Ergebnisdruck gegen andere Mannschaften mit anschließendem Grillen, Trainingslager (können auch mit wenig Aufwand auf dem eigenen Platz gemacht werden), Übernachtungen und was einem sonst noch alles dazu einfällt.


    Den Vertrag finde ich eine gute Idee. Ich denke dass es aber sehr gut wäre, wenn Du die Inhalte dieses Vertrages die Kinder selbst festlegen lässt (natürlich mit Deiner Hilfe). Das sorgt für mehr Identifikation. Und diesen dann natürlich auch konsequent einhalten:


    Nicht schämen, wenn Du mal ein Kind vom Training wegschicken musst,


    Das Wort Arschloch geht gegenüber keinem, erst recht nicht gegenüber dir als Trainer. Das muß den Kindern klar sein.


    Handgreiflichkeiten werden ebenfalls sofort geahndet.



    Auch wenn es schwierig ist solltest Du die Eltern immer dann mit ins Boot nehmen, wenn es die Situation erlaubt (in die Aufstellung und das Training dürfen sich Eltern nicht aktiv einmischen selbst wenn sie noch so kompetent dafür wären...oder besser: Sich dafür halten :rolleyes: ). Das ist mal das erste was mir einfällt. Falls mir noch der eine oder andere gute Gedanke kommt,teile ich ihn Dir natürlich mit.



    Grüßle aus dem Ländle


    Andi

    "Ihr kennt das doch: Von allen Läufern, die im Stadion zum Wettlauf starten, gewinnt nur einer den Siegeskranz. Lauft so, dass ihr ihn gewinnt!"


    Die Bibel, 1. Korinther; 9, 24
    (Übersetzung "Hoffnung für alle")

  • Armer Kerl,


    ich habe hier nie Probleme gehabt und damals einen Spieler aufgenommen, den keiner haben wollte und von dem mir jeder heftigst abriet.....ich habe mit dem Spieler nie auch nur eine Sekunde ein Problem gehabt.


    Ich bin nicht der große Fachmann, was solche Frage angeht, aber....drei Kinder....6 Jahre Jugendfußballtrainer....und ein Job, der mich viele Charaktere hat kennenlernen lassen.


    Kinder sind keine Partner......ist meine erste wichtige Erkenntnis.


    Das bedeutet....es gibt Dinge, die diskutiere ich nicht, die gebe ich vor.


    Ich spreche von Vorgaben....Gesetzmäßigkeiten....von Regeln.


    Hier ist weniger mehr. Die wenigen mir wichtigen Regeln verteidige ich.


    Ich verteidige sie mit Strafen, Sanktionen, aber auch mit meiner Stimme und meinem Geist. Meine Stimme ist eine Waffe und die setzte ich persönlich dosiert und selten, aber wenn dann gezielt und kräftig ein. Ich kann damit jonglieren. Dabei vergesse ich nicht, dass ich ein oder mehrere Kinder vor mir habe.


    Mit meiner Stimme verteidige ich die Grenzen, ...die Grenzen die ich diskussionslos bestimmt habe!


    GENAU das scheint denen falsch vorgelebt zu haben und es könnte sein, dass du sie -weil du es gut meintest- hier als Partner behandelt hast und im Willen es besser und anders als die Vorgänger zu tun, irgendwo in die gleiche Linie eingestiegen bist. Du warst -mit anderen Worten- gleich zu Beginn ....vielleicht zu freundlich...zu sehr Partner.


    Ich würde hier die Grenzpfähle nochmals setzen. Hierzu würde ich sie beim nächsten Training auf den Topf setzen. Sie würden eine Ansprache erhalten, gezielt, prägnant und mt Feuer. Wer danach gegen die wenigen, aber mir wichtigen Regeln verstößt, setzt sich auf die Bank...zeitlich anfangs begrenzt. Dort würde ich sie -weil ich halt so bin- mit lauter Stimme vor allen hin zitieren. Setzt er sich nicht, würde ich direkt vor allen zum Handy greifen und die Eltern informieren, dass sie den Koten direkt vom Platz abholen. Die Handynummern der Eltern würde ich mir zuvor organisieren. Ich würde auch die Eltern hier nicht weiter ins Boot holen, das was auf dem Platz abgeht, ist nicht ihre Sache. Im Vorgriff würde ich, wenns passt...meinem Jugendleiter davon berichten. Dann stehste sauber dar.


    Ich bin mir sicher, dass das ein, zwei, dreimal so laufen wird....danach wissen die, wer der Kapitän ist und dann kann man auch wieder freundlicher sein, es würde sich normalisieren. Wenn du später dann mal die Stimme anhebst, wissen sie ja was passieren würde. Meine Regeln damals waren:


    -wenn das Brot spricht, haben die Krümmel die Klappe zu halten, dabei wird kein Ball bewegt oder auch nur angefaßt
    -es wird nicht gespuckt...auch nicht beim Spiel...war mir sehr wichtig
    -die Trikots wurden in der Hose getragen
    -keine Fäkalwörter und Beleidigungen...im Fairplay
    -die Fußballschuhe mußten zum Training geputzt sein
    -ich erwartete bestes Benehmen ausserhalb des Platzes zu jeder Stunde, an jedem Tag und überall!


    Einige dieser Regeln sind altertümlich. Ich habe sie gesetzt, weil ich die alte Schule vertrete. Sie sind mir nicht wirklich wichtig, aber ich habe es so gespielt. Rotze einer und ich sah es, wurde es kurz richtig peinlich laut. Deshalb rotzten die auch nicht in meiner Gegenwart.


    Gruß Andre

  • Also zur Linie kann ich nur sagen, das ich seit Anfang an einen autoritären Stil fahre. Dank Bundeswehr und anderem kann ich gar nicht anders.


    Ich spreche klar, deutlich - kurz und knapp. Jeder bekommt die Stimme, die er braucht.



    In meiner allerersten Trainingsstunde , das weiss ich noch genau, musste ich einen vom Platz tragen. Der hatte sich einfach geweigert sich umziehen zu gehen, nachdem er scheisse gebaut hat.


    Was soll man noch tun um sich durchzusetzen....



    Das Problem ist, alle vorherigen Trainer,so wie ich sie beim Training und Spiel erlebt habe, haben genau den Gegenkurs verfolgt." Das sind doch noch Kinder, lass sie doch spielen".... na und, deswegen können sie sich trotzdem an Regeln halten!



    Eine der Hauptsachen, die mich ins Grübeln bringt und die ich so noch nie erlebt habe:


    Du kannst einen wegen eines bestimmten Verhaltens rausschmeissen und der nächste fängt beim nächsten Training mit genau der selben Misttour von vorne an.


    Ich gehe auch eigentlich auch davon aus, das das Prinzip der heissen Herdplatte funktioniert.


    Nur bin ich nicht mehr so sicher, seit ich Trainer dieser Mannschaft bin.



    Die Handy Nr von den Eltern habe ich, und ich mache auch Gebrauch davon. Nur scheint es da zu Haus keinerlei Konsequenzen zu geben.


    Auf das Verhalten hat so eine Maßnahme jedenfalls nur kurzfristigen Einfluss...

  • Meiner Meinung nach helfen hier nur ganz klare und eindeutige Regeln. Dabei muss man unterscheiden, ob es Regeln für die Kinder sind, für den Trainer oder für die Eltern. Wichtig ist es nur ganz wenige Kinderregeln aufzustellen.


    Elternregeln:
    1. Kinder haben pünktlich zu sein.
    2. Kinder haben genug zu trinken mit - Wasser
    3. Rechtzeitig vor jedem Traiing/Spiel abmelden.
    4. Immer alle Klamotten dabei haben


    Trainerregeln
    1. Pünktlichkeit
    2. Immer Vorbild sein
    3. Nie ein Kind alleine lassen
    4. Jedes Kind ernst nehmen


    Spieleregeln
    1. Zuhören und das tun was der Trainer sagt
    2. Nicht schlagen, treten, spucken etc.
    3. Nachfragen, wenn etwas nicht verstanden wurde
    4. Niemand darf das Vereinsgelände einfach so verlassen


    Da es, wie es aussieht, nicht mit guten Worten klappt bei Regelverstößen, muss du Konsequenzen folgen lassen. Lass sie Runden laufen - jeden einzelnd, setz sie an den Rand - vor allem beim Abschlussspiel oder das Spiel fällt komplett aus...... Die "Strafen" kannst du unendlich erweitern oder abschwächen, je nach dem wie es klappt. Du kannst mit verschiedenen Mitteln arbeiten, wie z.B. mal die Stimme erheben. Auch würde ich die Eltern bitten mal 2 Wochen direkt bei Training zuzusehen, ohne dass sie einen Kommentar abgeben dürfen aber alles mitbekommen.


    Halt uns auf dem Laufenden



    Andre .....-die Trikots wurden in der Hose getragen..... Das hat doch nicht wirklich geklappt? Das versuche ich seit 6 Jahren und hat noch NIE funktioniert bei mir.

  • Hallo,


    ich trainiere zwar eine G-Jugend Mannschaft, hatte aber am Anfang ähnliche Probleme wie du (zugegeben, nicht sooo extrem wie du).
    Mir wurde Anfangs auch nicht zugehört, und Bälle wurden weggekickt usw und sofort... Mit der nötigen Konsequenz habe ich die Jungs soweit bekommen, dass bei Besprechungen die Bälle nicht angefasst werden, nach den Übungen sammeln sie mir die Bälle und Hüttchen inzwischen sogar ein.


    Was habe ich gemacht:
    1. Wenn ich was zu sagen habe, treffen wir uns an der "Linie" (Torausline oder Strafraumlinie), die Jungs stellen sich nebeneinander und hören zu.
    --> Schlagwort, fester Trainingsablauf
    --> es hat etwas Übung benötigt, aber inzwischen klappt das ganz gut.
    2. Ich mache den Kindern immer wieder klar, dass wenn sie bei den Übungen nicht mitmachen oder zuviel Quatsch machen, verlieren wir die Zeit die wir für das Abschlußspiel benötigen, das führte auch mal dazu, dass es kein Abschlußspiel gab. Und genau das führte auch dazu, dass die Jungs Bälle und Hüttchen inzwischen selber einsammeln.
    --> Deine Spieler geben dir ja quasi eine Steilvorlage, sie sagen dir sie wollen das Abschlußspiel unbedingt, nutze das als mögliche "Strafe", ich denke dann werden sie es begreifen, und aus purem Egoismus besseres Verhalten an den Tag legen, damit sie ihr Abschlußspiel wieder bekommen.
    3. Ich habe den Kindern immer wieder klar gemacht, dass lachen und Spaß haben auf jeden Fall erlaubt sind, sogar gewünscht. Aber das Ärgern, Schlagen und Bälle wegschießen ein tabu ist, und bei zweifacher Ermahnung zum Trainingsausschluß führt.
    4. Alles was du den Jungs sagst, musst du auch leben. Das heißt bleib Konsequent! Wenn du Sanktionen ankündigst, zieh sie auch durch. Sonst wirst du nicht ernst genommen.
    5. Ich habe das Buch "Warum Kinder zu Tyrannen werden" gelesen. Da lernst du unheimlich viel darüber, weshalb sich deine Spieler so verhalten, an der Reaktion der Eltern merkt man schon, dass deine Probleme mit den Kids in erster Linie Probleme Ihrer Erziehung sind. Ein Punkt den Andre angesprochen hat, Kinder sind keine Partner, wird in dem Buch auch behandelt.


    Viele Grüße

  • Es scheint für die Meisten, obwohl teilweise aus sehr gebildetem Elternhaus , unmöglich zu sein dem Training auch nur für kürzeste Zeit aufmerksam zu Folgen.
    Erkläre ich eine Übung, schalten einige bereits nach 20 Sekunden ab, werden unruhig, fangen an durcheinander zu reden, wenn Bälle da sind, werden die durch die Gegend geschossen usw usw.
    Während dem Training , in jeder Übung werde ich mindestens 5 Mal gefragt, wann wir endlich ein Spiel machen. *Nerv*
    Dann machen wir ein Abschlusspiel, natürlich auf kleinem Raum, wegen den Ballkontakten usw ist es auch nich recht. Warum so kleines Feld, das ist doch scheissee....blabla

    Das kommt mir sehr bekannt vor. Ich denke mal, für eine durchschnittliche E-Jugend ist das völlig normal. Die Kinder haben teilweise bis 15 Uhr Schule, dann gibt es noch Musikunterricht, Kommunionunterricht und was weiß ich. Immer müssen sie konzentriert sein und Anweisungen befolgen. Logisch, dass sie dann beim Fußball eher das freie Spiel suchen. Wir haben uns früher auf dem Bolzplatz ausgetobt und waren dann beim Training bereit und in der Lage uns auf die Übungen einzulassen. Das ist heute anders, für viele Kinder ist das Training der Boltzplatz-Ersatz. Manchmal kann einen das schon unheimlich nerven, aber da muss man durch. Ich versuche jeder Woche aufs Neue den Jungs klar zu machen, dass sie sich nur verbessern können, wenn sie die Übungen ordentlich mitmachen. Der ein oder andere verdreht dann halt die Augen, aber ein paar scheinen es langsam zu kapieren. Mir fallen dazu nur zwei Worte ein: Geduld und Beharrlichkeit. Gerade wenn die Kinder jahrelang etwas anderes erlebt haben, wirst Du das nicht in wenigen Wochen rausbekommen. Da braucht es eher Monate oder Jahre. Fakt ist aber auch, dass Kinder im Grunde Regeln haben wollen. Definiere sie klar, halte Dich konsequent daran und begründe immer Dein Handeln. Mit der Zeit wird es besser werden.





  • Also wirklich Andre!


    Du rückst mir von Statement zu Statement näher ans Herz ;-)) Ich glaube wir sollten mal ein Bier zusammen trinken !


    tobias.Hameln


    Leider kenne ich diese Probleme gar nicht. Ich war so gut als Trainer - ich musste mir extra ein , zwei "schlimme" Kinder in die Mannschaft holen, damit überhaupt etwas schlecht war ;-)))


    Nee - jetzt mal im Ernst! Du solltest wirklich nicht zu nett sein. Halte dich an gewisse Regeln und setzte sie durch (wie Andre gesagt hat). Erkläre nicht soviel - zeige und lasse sie machen - korrigiere aber immer wieder.


    Die Eltern werden nie auf deiner Seite stehen. Sie reden und du machst - - es eh falsch. Sie können es alle besser!


    Aber je länger sie dich als Trainer haben und feststellen, dass man sich auf dich verlassen kannst und du zu deinem Wort stehst, desto lieber haben sie dich später auch.
    Dann rufen sie wenn sie ienen anderen Trainer haben (so in zwei,drei Jahren) vielleicht auch mal wie bei mir:" Hurra - endlich mal wieder ein strenges Traininig" ... (ohne Worte ...)


    cobbek

    +++ "Qualität kommt von Quälen. Ich möchte die Spieler in einen Zustand versetzen, in dem sie optimal Fußball spielen können" +++
    +++ Das Positive war, dass wir hinten zu Null gespielt haben. Das Negative war, dass wir auch vorne zu Null gespielt haben. +++
    +++ "Disziplin, Ordnung, Fitness -- Das sind die Grundvoraussetzungen, um Erfolg zu haben!" +++
    +++" Das Schlechteste am heutigen Spiel ist, daß ich nichts zu meckern habe." +++

  • Danke Danke für die aufmunternden Antworten.



    Zum Thema Konsequenz: Ziehe ich durch, sodaß es einigen Eltern schon zu viel wird( och lass doch die armen Kleinen.) Nein, Ordnung muss sein. Wie ich schon geschrieben hab, fliegen ja auch regelmäßig beim Training einige raus. Das mit den Eltern beim Training habe ich schon durch. Natürlich klappt es dann, aber es können nicht immer alle Eltern anwesend sein. Soweit wie möglich sind die, die Zeit haben immer da.


    Wenn die dann da sind, oh Wunder, klappt es. Ist ja Logisch... nur drehen die sich einmal um.... PENG!!!!! Da kann man die Uhr nach stellen.



    Das mit dem Abschlussspiel handhaben wir so. Ich habe mein Training in Zeiten eingeteilt. Aufwärmen-Hauptteil-Schluss, sprich Spiel. Falls es zu lange dauert, verkürzt sich die Spielzeit.


    Fangen wir später an, weil einige immer zu spät kommen- verkürzt sich die Spielzeit


    Trödeln alle nur rum -verkürzt sich die Spielzeit


    Hier ereifern sich wieder einige Eltern, das alle drunter leiden müssen, weil einige Mist bauen.- Da verweise ich darauf, das wir eine Mannschaft sind und alle mitziehen müssen. Hatte erst gestern die Diskussion bei der eine Mutter meinte, das die Kinder zu klein wären so etwas zu verstehen....Was denkt ihr? Können E jugend Spieler verstehen das ein ständiges Fehlverhalten einzelner Einfluss auf die ganze Mannschaft hat?



    Ich werd es mit dem Ausschluss vom Training mal so versuchen, das ich dann ein Spiel mache sobald einer rausgeflogen ist. Sodaß wir gerade dann was spielen , wenn derjenige zugucken muss. Was ,meint ihr?



    Das Erziehungsproblem von den Eltern her sehe ich auch, nur das was da in den letzten 7 bis 10 Jahren schiefgelaufen ist kann ich wohl kaum in kurzer Zeit auffangen, das ist wohl war. Geduld Geduld!



    Noch ein Punkt ist ja das neudeutsche Teambuilding. Ich muss es einfach irgendwie fertig bringen aus den ganzen Egos ein Team zu machen. Das Potential ist ja vorhanden, und der Wille auch.


    Ich habe vor einigen Wochen direkt gefragt, ob die überhaupt ein ernsthaftes Training wollen und etwas erreichen wollen oder ob nur ein lauer Spielenachmittag gewünscht ist. Einstimmig kam heraus:; Wir wollen Trainieren, wir wollen in dieser Saison endlich mal ein Spiel gewinnen.


    Soweit so gut, nur müssen wir einen Weg finden zusammen zu kommen. ?( ?( Das Wie ist die große Frage!!



    Auch zu den Regln, wie sie bei Soccerdrills stehen: Sind das zu viele? Können das Kinder wirklich nicht verstehen?




    Fragen über Fragen




    Grüsse Tobias

  • Was denkt ihr? Können E jugend Spieler verstehen das ein ständiges Fehlverhalten einzelner Einfluss auf die ganze Mannschaft hat?

    Ja, das können sie. Definitiv.
    Wir reden hier von Dritt- bis Fünftklässlern.
    Andererseits: Wenn es immer nur dieselben Einzelnen sind, die das Fehlverhalten zeigen, macht es keinen Sinn immer alle zu bestrafen.


    Wichtig ist aber, dass man nicht zu viele Regeln hat. Bei einer überschaubaren Anzahl an Regeln sollten die Kinder irgendwann selbst auf die Einhaltung achten. Gerade diese Kinder, die offensichtlich noch nicht allzu oft mit Regeln konfrontiert wurden, wirst Du mit zu viel auf einmal überfordern.


    Wenn Du in jedem Training einen nach Hause schickst, verpufft die Wirkung irgendwann.
    Denk mal an Deine Schulzeit: Als Du das dritte Mal die Schulordnung abgeschrieben hattest, ließ es Dich irgendwie kalt... ;) War bei mir zumindest so. :wacko:


    Du könntest mal versuchen, das Training mit einer sehr anstrengenden Übung zu beginnen, so dass sie sich erstmal auspowern können.
    Z.B. diese hier:
    http://www.soccerdrills.de/War…seiten/warm%20up%2012.htm
    Ist eigentlich eine lockere Warmmachübung. Wenn Du die Variante "Die Gruppen versuchen sich einzuholen." einbringst, wird daraus eine Mannschaftsverfolgung, in der sich keiner hängen lassen will. Keiner will der Erste sein, der abreißen lässt.
    Pass dabei aber auf. Brich ggf. die Übung ab, wenn manche über ihr Limit gehen. Denn das könnte dabei passieren.

  • ""Wenn Du in jedem Training einen nach Hause schickst, verpufft die Wirkung irgendwann.
    Denk mal an Deine Schulzeit: Als Du das dritte Mal die Schulordnung abgeschrieben hattest, ließ es Dich irgendwie kalt... ;) War bei mir zumindest so. :wacko: ""


    Hey Danke:)




    Naja ich handhabe das so, das es 2mal eine Ermahnung während des Trainings gibt. Beim 3ten Mal werden sofort die Eltern angerufen und das Training ist für den Spieler vorbei.


    Sollte das Ganze innerhalb von kurzer Zeit noch einmal vorkommen, ist das nächste Spiel für den Spieler gestrichen. Er darf sich mit warmmachen kommt aber nicht zum Einsatz-Bankschmorer.


    Es gibt also schon Abstufungen, sonst verlierts ja wirklich die Wirkung.


    Die Übung sieht gut aus- Hatte auch schon mal den Fliegermarsch, falls den noch jemand aus seiner Bw Zeit kennt:)

  • Hallo Tobias,


    die Probleme die du da ansprichst klingen wirklich sehr Extrem. Ich fand den einwand sehr gut das man bedenken muiss das die Kinder Heute zum teil sehr lang Schule haben und es dadurch für sie schwierig ist sich danach nochmal ordentlich zu Konzentrieren. Ich plane eigentlich bei meiner F-Jugend immer 10 min. vom Training zum Tummeln, Trinken und (ganz wichtig!!) Toilette ein. In der Zeit haben die Kinder Freispiel und können erstmal machen was sie wollen. Alternativ machen wir meist noch 11meter schießen als Wettbewerb. Nach den 10 min. kommen alle Bälle ins Tor und die Mannschafft versammelt sich um mich. Der erste bewegungsdrang wurde bereits abgearbeitet und wenn keine Bälle da sind kann damit auch niemand unfug machen. Die 10 min. die du am anfang "verlierst" holst du durch die höhere aufnahmebereitschaft der Kinder locker wieder rein.
    Als erste Übung sollte immer etwas Laufintensives anstehen (Fangspiele in der F) zum austoben.
    Sollten danach noch einzelne den Trainingsablauf ergeblich Stören wird bei mir eine Runde um den 16er gelaufen, sollte es nicht besser werden um den Halben Platz und wenns danach immer noch nicht Klappt (selten) ist das Training für denjenigen beendet.


    In dem Alter die ganze Truppe zu bestrafen, für einzelne die mist Bauen, halte ich nicht für Sinnvoll.
    Das klappt mittlerweile sehr gut wobei ich sagen muss das ich noch von keinem Spieler beschimpft worden bin. 8o
    Ich hatte einen extremen Störenfried in der Truppe und muss sagen das da ein Gespräch mit den Eltern echt geholfen hat.


    Halte dir vor Augen das die Kinder da sind weil sie Spaß am Fußball haben und ich denke die schlimmste Strafe für ein Kind ist nicht Rundenlaufen ist sondern das es beim Abschlussspiel nicht mitmachen darf.


    Ich drück die auf jedenfall die Daumen das du die Truppe in den griff bekommst!!

  • Hallo,
    also ich sehe das etwas anders. Das was am meisten zieht, und das nicht nur bei den kleinen, nach mehrmaligem ermahnen das Training abbrechen. So zu sagen ein Trainerstreik. Equipment einpacken, den Platz verlassen und am Rand Platz nehmen. Schon alleine wegen der Aufsichtpflicht kann man nicht ganz gehen, aber hauptsächlich, weil alle fragend und bittend kommen werden, man möchte doch bitte weiter machen.
    Bis jetzt hat es immer funktioniert, auch weil die Mehrzahl der Spieler ja weiter machen möchten und die Störenden dies wissen lassen.
    Versuch es doch mal, schaden kann es denke ich nicht.
    Gruß Alex

  • tobias.Hameln


    Anhand Deiner Beschreibungen vermute ich, dass Du die Truppe alleine betreust. Zuviele Baustellen für einen alleine :!:


    4ter Trainer in zwei Jahren bei einer F/E und offensichtlich viel nach Laissez-faire behandelt.


    Zumindest kannst Du schon mal behaupten, die ganze Palette eines Breitensportvereins bewältigen zu müssen. Eine echte Herausforderung.



    Möchte Dein Verein auch weiterhin eine Jugendmannschaft haben? Hast Du die Verantwortlichen mal um Hilfe gebeten? Wäre ein Elternteil ( die ja offensichtlich viel zu sagen haben :rolleyes: ) bereit, Dich zu unterstützen?

  • Hallo. wollte mich mal wieder zu Wort melden.


    Es gibt neues, natürlich nichts gutes:(


    Ich bin heute während des Trainings in den weiter oben beschriebenen Trainerstreik getreten.


    Sachen gepackt und mich an den Rand verzogen.


    Was war passiert.


    Heute kam der Vater von einem der Dauerstörenfriede vor dem Training auf mich zu, und nahm mich ins Gebet seinen Sohn doch nicht ständig zu maßregeln. Dieser sei sehr Sensibel und könne meine laute Stimme nicht vertragen...
    Er fragte mich nach konkreten Situationen, wo es Probleme gibt. Ich zählte einiges auf. Er berichtete mir, das sein Sohn sich vor dem Training standhaft geweigert hatte mit zu kommen, da ich immer mit so laut mit ihm schimpfen würde...
    Er holte Sohnemann dazu, nannte die Punkte und Sohnemann gelobte Besserung.
    Wie mir vorher schon brühwarm von anderen Spielern berichtet wurde, plant er jedoch sowieso meinen Verein spätestens am Saisonende zu verlassen.
    OK, ich habs einfach mal so hingenommen. Schade in sportlicher Hinsicht, da er ein Riesentalent ist, für die Mannschaft und Disziplin wohl eher ne Erleichterung.
    Während des Trainings war dann Glasklar, der hat keinen Bock mehr.
    Kein Einsatz, keine Motivation. Was soll ich noch mit dem Anfangen?


    Was bei mir jedoch das Fass zum Überlaufen brachte, er quatschte jeden Spieler an und versuchte mich schlecht zu machen und die Spieler sollten doch mit ihm den Verein wechseln , weil ich so scheisse sei usw...
    Irgendwann hatte er so viel unruhe reingebracht, das überhaupt kein Training mehr möglich war.
    Ich bin , wie oben beschrieben, in den Streik getreten und habe die Eltern angesimst.,das sie ihre Mischpoke bitte aufsammeln möchten.
    Siehe da, es geschah erstaunliches, es stellte sich ganz klar heraus, wer Trainieren wollte und wer nicht.
    Es gab einen Riesenkrach unter den Spielern was das Verhalten und das Training angeht.---> Gruppendynamischer Prozess.
    Die Reaktionen der Eltern waren etwas gespalten,. Einige meinten es hätte gereicht den einzelnen Rauszuschmeissen, andere waren auf meiner Seite.
    Es hat jedenfalls nen Riesenknall gegeben. Der Verein hat mich erstmal aus der Schusslinie genommen. Das Coaching beim Spiel morgen wird ein Kollege übernehmen, danach gibt es eine Krisensitzung.
    Ich werde 1. die Vertrauensfrage stellen und 2tens sehr genau überlegen, ob ich weitermache, wenn dieser Spieler noch bleibt.
    Man kann sagen, es tut sich etwas!


    Ich halte euch auf dem laufenden, spätestens wenn ich ne neue Stelle suche:) Ich freue mich auf eure Angebote:))



    Lg Tobias

  • Ja liebes Forum, wie oben in der Überschrift zu erlesen, ich habe heute zum Saisonende gekündigt.



    Wir hatten ja heute unsere nette Krisensitzung. Es kam heraus, ich sei Beratungsresistent, ich würde alles alleine entscheiden(ja bin ich der Trainer oder wer?) und es würde mir so irgendwas fehlen um die Kinder zu erreichen.


    Ist meiner Meinung nach Richtig: Der Wille und die Lust mich beleidigen, beschimpfen und ständig vollmaulen zu lassen, der fehlt mir wirklich.



    Ausserdem sei ich zu streng. Man könne von den armen kleinen doch nicht erwarten sich an einen Regelkatalog von 5 aufgestellten Regeln zu halten. Das Verstehen die doch noch gar nicht... das sind doch noch Kinder....^^



    Es sind doch sooo arme kleine-. und wenn die mal nen Schimpfwort gebrauchen , dürfte man das einfach nicht persönlich nehmen.....- Ok, kann und muss ich eben meine Konsequenzen drauss ziehen. Beleidigungen nehme ich persönlich, auch wenn sie von einem Kind kommen.



    Wer also einen Trainerjob haben will, in dem er sich von 9/10 Jahre alten Kindern beleidigen lassen muss, selbstverständlich darf darauf nichts erwidert werden, nicht vergessen.. sind ja noch Kinder--- Pn an mich:))



    Ebendso Pn an mich, wer einen Trainerjob in meiner Umgebung zu vergeben hat:)



    Beste Grüsse



    Tobias

  • Hallo Hamelner. Als ich Deinen letzten Kommentar gelesen hatte fiel mir doch glatt die Kaffeetasse aus der Hand. Dank Dir habe ich jetzt die Sauerei in meinem Büro.... :D .


    Ich kann Dich aber aus meiner Sicht heraus nur beglückwünschen: Du hast die richtige Entscheidung getroffen! Es kann absolut nicht angehen und ohne Konsequenz bleiben wenn Dich andere Menschen (egal ob groß oder klein) beleidigen. Und was jemand als Beleidigung empfindet bleibt ihm selbst überlassen! Das hat ein Vorstand nicht zu beurteilen; dieses Recht darf sich kein anderer Mensch herausnehmen!


    Nun weiß ich nicht in welchem Verein Du konkret arbeitest (Stadt oder Dorf). Vielleicht solltest Du versuchen zu einem kleinen Verein mit geringeren sportlichen, dafür aber umso höheren gesellschaftlichen Ansprüchen (z.B. Umgang miteinander, Gemeinschaftspflege, Disziplin, usw...) zu wechseln.


    Ich habe in meinem Verein überwiegend Kinder aus (teilweise sehr) schwierigen Familienverhältnissen was diverse deutliche Verhaltensauffälligkeiten nach sich zieht. Gestern habe ich nach nur 15 Minuten zwei Kinder wieder nachhause geschickt weil es überhaupt nicht ging mit ihnen. Der Rest der Kinder ist zwar auch ein lebhafter Haufen (Kinder eben...) wollte aber unbedingt trainieren und die hatten auch ihren Spaß daran; obwohl man sie schon des öfteren zur Ruhe rufen musste.


    Mir hilft es dabei einen Jugendleiter hinter mir zu wissen mit dem ich ein freundschaftliches Verhältnis pflege und der hinter meinen Entscheidungen weitestgehend steht. Wenn er es mal nicht tut diskutiert er eben nach dem Training darüber mit mir und man findet eine tragfähige Lösung.


    Es ist immer bitter wenn man feststellt dass seine ehrenamtliche Arbeit (mit der man ja jederzeit und ohne andere zu fragen aufhören KÖNNTE) nicht genug honoriert wird. Lass Dich dadurch aber nicht entmutigen!!! Es gibt ja offensichtlich viele Kinder die mit Dir super klarkommen und die mit Dir trainieren und weiterkommen möchten. Mach weiter als Trainer und gehe im Sommer zu einem Verein der Deinen Überzeugungen entspricht. Es ist auch nicht verboten sich diese Vereine im Vorfeld der Entscheidung genau anzusehen!

    "Ihr kennt das doch: Von allen Läufern, die im Stadion zum Wettlauf starten, gewinnt nur einer den Siegeskranz. Lauft so, dass ihr ihn gewinnt!"


    Die Bibel, 1. Korinther; 9, 24
    (Übersetzung "Hoffnung für alle")

  • Hallo Tobias,



    ich hätte nicht bis zum Saisonende weitertrainiert, wenn ich mir soetwas in der Kriesensitzung anhören muss.



    Hier hätte der Jugendleiter reagieren müssen und die Eltern der (armen) kleinen nicht so einfach dovon kommen lassen!

    Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind. - Albert Einstein


    Es ist das Schicksal des Genies, unverstanden zu bleiben. Aber nicht jeder Unverstandene ist ein Genie. - Ralph Waldo Emerson

  • Hi und Hallo,



    nun habe ich heute eine Mail vom Abeteilungsvorstand bekommen, in der mir beschieden wird, das ich für die restliche Saison einen anderen Trainer (meinen Vorgänger)vor die Nase gesetzt bekomme, und ich diesen halt nur noch aufgrund meiner praktischen Kenntenisse beraten soll.



    Danke fürs Gespräch! Den Hütchenträger kann jemand anderes machen.



    Zitat

    Nun weiß ich nicht in welchem Verein Du konkret arbeitest (Stadt oder Dorf). Vielleicht solltest Du versuchen zu einem kleinen Verein mit geringeren sportlichen, dafür aber umso höheren gesellschaftlichen Ansprüchen (z.B. Umgang miteinander, Gemeinschaftspflege, Disziplin, usw...) zu wechseln.


    Der Verein ist absolut Breitensportorientiert. Es gibt in sportlicher Hinsicht keinerlei vorgaben. Daher auch die Kritik an mir, Störer aus der Mannschaft zu werfen. Man müsse sich um jeden kümmern und könne es sich als Verein nicht leisten Mitglieder zu verlieren. Ok, dann muss sich wie gesagt jemand anders damit herumprügeln.


    Da ich in disziplinarischer Hinsicht keinerlei Rückendeckung vom Vorstand oder den Eltern bekomme stehe ich auf verlorenem Posten.


    Einen dieser Störer hatte ich bereits einmal aus der Mannschaft geworfen. Nach Beschwerden beim Vorstand durch einige andere Eltern musste ich diesen leider wieder aufnehmen. Eigentlich hätte ich an dieser Stelle schon schluss machen sollen, aber man gibt ja nun doch nicht so leicht auf.




    Zitat

    Ich kann Dich aber aus meiner Sicht heraus nur beglückwünschen: Du hast die richtige Entscheidung getroffen! Es kann absolut nicht angehen und ohne Konsequenz bleiben wenn Dich andere Menschen (egal ob groß oder klein) beleidigen. Und was jemand als Beleidigung empfindet bleibt ihm selbst überlassen! Das hat ein Vorstand nicht zu beurteilen; dieses Recht darf sich kein anderer Mensch herausnehmen!


    Genauso sehe ich das auch. Die Eltern und mit ihnen der Verein ist jedoch der Meinung, wie schon geschrieben, das man gegenüber Kindern viel gelassener sein MUSS.Ich wäre zu sehr angespannt. Es sind eben doch kleine Kinder(!), und da müsse man Nachsicht walten lassen. Dazu spar ich mir jeden Kommentar.




    Zitat

    Es ist immer bitter wenn man feststellt dass seine ehrenamtliche Arbeit (mit der man ja jederzeit und ohne andere zu fragen aufhören KÖNNTE) nicht genug honoriert wird. Lass Dich dadurch aber nicht entmutigen!!! Es gibt ja offensichtlich viele Kinder die mit Dir super klarkommen und die mit Dir trainieren und weiterkommen möchten. Mach weiter als Trainer und gehe im Sommer zu einem Verein der Deinen Überzeugungen entspricht. Es ist auch nicht verboten sich diese Vereine im Vorfeld der Entscheidung genau anzusehen!


    Meine Leistungen im Training und in der Entwicklung der Spieler werden nicht in Frage gestellt und entsprechend honoriert. Es sind eben 2(!) Spieler in der Mannschaft, Leistungsmäßig den anderen weit voraus, die alles durcheinander bringen.


    Wie schon geschrieben, ist es vom Verein nicht gewünscht sich von diesen zu trennen.,bzw diese durch disziplinarische Maßnahmen zu zähmen, nein da trennt man sich lieber vom Trainer.



    Der Vorstand sagte mir heute, das sie das Verhalten unter einem neuen Trainer dann entsprechend beobachten werden und ggfls. Konsequenzen ziehen werden.. beim dann 5. Trainer in dann 2,5 Jahren. Ok, dann mal los!



    Habe am 14. einen Vorstellungstermin bei einem neuen Verein, bei dem ich bereits mal ein halbes Jahr Co bei einer D Truppe war, bevor ich den Haufen übernommen habe. Mal sehen was die mir anbieten können.



    Danke mal für eure sehr aufmunternden Antworten.




    Beste Grüsse Tobias

  • Ich bilde mir nicht ein, zu dieser Situation ein Urteil bilden zu können. Aber wenn die zwei Ärger machen, weil sie unterfordert sind, warum steckt man sie dann nicht einfach in die nächst höhere Mannschaft?