Tore schießen Tore verhindern = freies Spiel oder Eingangstür für Trainingsformen abseits der Altersgruppe

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  • Ähm, ich war nun ein paar Tage nicht im Forum und muss mit Erschrecken feststellen, dass mein Posting zu von mir mich gedachten Reaktionen führte.
    Naja, das Andre darauf anspringt, obwohl ich explizit erwähnte, dass ich einiges überspitzt darstelle, hat mich nicht verwundert.
    Was mich aber wirklich schockiert hat, ist, dass Andre, der ja recht offensiv damit hausieren geht, dass er Polizeibeamter ist, in so einer Art und Weise reagiert.
    Beleidigungen und Unterstellungen scheinen wohl in manchen Kreisen normal zu sein, aber egal. Was ich mit meinem Postings eigentlich ausdrücken wollte war, dass, wie ich schrieb, es kein nur schwarz oder weiss gibt. Es gibt viele Trainer, dazu zähle ich mich auch, die die DFB-Konzeption gelesen und auch verstanden haben, diese aber situativ, also auf die spezielle Mannschaft bezogen, erweitern bzw. reduzieren.
    Ein stures festhalten an einer Konzeption kann nur klappen, meiner Meinung nach, wenn alle Spieler die selben technischen, koordinativen und taktischen Voraussetzungen haben. Dies dürfte aber in den meisten Vereinen eher nicht gegeben sein. Deshalb halte ich, wie ich auch schon mehrmals in anderen Themen schrieb, eine individuelle Förderung, auch wenn sie über das DFB-Konzept hinaus geht, für legitim.
    Der Gralshüter der KiFu-Weisheit ist da leider wenig einsichtig, so dass ich es persönlich begrüsse, dass er sich, wenn auch auf, meiner Meinung nach, erbärmliche Art und Weise aus dem Forum verabschiedet hat, wobei ich weiss, dass er hier weiterhin mitliest und bald auch wieder hier schreiben wird, weil er halt alle anderen Trainer, die nicht 100%, nach seiner Meinung, die DFB-Konzepte umsetzen, massregeln wird und jedes Thema, egal ob es um Passtraining oder die Wahl der Trikots geht auf die Grundprinzipien der reinen Lehre reduzieren wird.
    Schade eigentlich, dass ein so guter Theoretiker sich in Beleidigungen und Unterstellungen ergeben muss, weil er nicht realisieren kann, dass die Welt, wie ich auch schon öfter schrieb, nicht nur schwarz oder weiss ist.


    An alle anderen: ich mag die teilweise kontroversen Diskussionen und gestehe, dass ich ab und an mal einige Thesen hier raushaue, die ich selbst für Schwachfug halte, um zu sehen, ob sich daraus eine gewinnbringende Diskussion entwickelt, die, zum Teil abseits der strengen KiFu-Lehre den Vater-trainern an der Basis weiter hilft.


    Danke fürs lesen!

  • Habe viel gedacht und gelesen die letzten Tage ;)


    Aus meiner Sicht liegt die Krux echt in der Publikation des DFB Konzepts. Das ist viel zu ungenau in den Aussagen. Wenn man sich mal die Arbeit macht und viele der DFB Publikationen vergleicht - z.B. auch diejenigen in denen Trainingseinheiten ja als Umsetzung des Konzepts stehen (z.B. DFB Info Abende) - dann stellt man eh fest, dass darin "Fußball spielen" eher mit Spielform als mit "einfach spielen lassen" umgesetzt ist. In meinen alten Unterlagen zur Trainerausbildung steht auch nix von freiem Spiel sondern nur von Spielformen. Ich hab mir auch die neuste Ausgabe der Ausbildungsunterlagen besorgt: "einfach spielen lassen" Fehlanzeige. Kommt nicht vor. Das Abschlußspiel gibt es aber überall ;)


    Aber in nem Hauptteil gibt es halt die versch. Kombinationen von Üben und Spielform (z.B. Üben/Üben/Spielen usw.) - "einfach Spielen lassen" kommt da nirgends vor. Explizit auch nicht im Teil der F/E Junioren. Sehr wohl kommen kleine motivierende Spielformen 2:2/3:3/4:4 auf verschiedene Tore usw. vor. Darum dreht sich alles: Basis-Spielform der Trainingseinheit. So habe ich es auch gelernt.


    Je mehr ich darüber nachdenke umso mehr komme ich zu dem Schluß, dass "einfach Spielen lassen" in der Extremform (z.B. ohne methodisches einfrieren im Rahmen eines Schwerpunktes) nix mit Ausbildung zu tun hat.


    Das Zauberwort ist "Spielform". Und noch ein Fazit für mich der letzen Tage: Die Kommunikation des DFB Ausbildungskonzept ist ungenau und im Grunde ohne Vorwissen nur eingeschränkt zu gebrauchen.

  • An alle anderen: ich mag die teilweise kontroversen Diskussionen und gestehe, dass ich ab und an mal einige Thesen hier raushaue, die ich selbst für Schwachfug halte, um zu sehen, ob sich daraus eine gewinnbringende Diskussion entwickelt


    Na das finde ich aber nicht so toll.....
    Das käme ja auch einem Fake sehr nahe, wenn man "Meinungen" hier vertritt, die man in echt garnicht vertritt, nur um mal in einem Wespennest zu "pieken"


    Andre hat defenitiv eine wichtige Rolle;
    ich hinterfrage mein Tun nicht zuletzt auch durch seine Postings; ich trainiere meien jetzige F anderse wie damalige..
    noch nicht 100% ig so wie es Andre möchte, aber deutlich besser, wie wenn ich das Forum hier nicht kennen (und damit auch Andres Thesen) kennen würde !

  • Das Zauberwort ist "Spielform". Und noch ein Fazit für mich der letzen Tage: Die Kommunikation des DFB Ausbildungskonzept ist ungenau und im Grunde ohne Vorwissen nur eingeschränkt zu gebrauchen.


    "Leider" muss ich Dir hier zustimmen; unterm Strich ist es "Ungenau" vom DFB dargestellt; aber auch nur,
    weil Ihr/wir ein Schritt weiter bzw. tiefer in der Materie sind, und der DFB da noch "nachschiessen" muß mit Informationen...


    Diese EInteilung F/E Jugend mit ihren Trainingseinheiten geht nicht tief genug , als dass damit dieses Thema hier bzw. die ganze Diskussion bzgl. KIFU-Merkmale bzw. freies Spielen im Training damit "abgedeckt" wird.


    Sprich, ich denke der DFB sollte sich da noch klarer mit ihrer Position bzgl. der richtigen Ausbildung im F / E Bereich zu erkennen geben.

  • Der Thread leidet immer noch unter der Vermischung von Training und Spiel:

    • Freies Spielen im Spiel (sic!) ist bei G-E unstrittig, oder?
    • Anweisungen/Vorgaben des Trainers im Training (im Übungsteil) sind auch unstritttig, oder?
    • Bleibt noch das Abschlussspiel im Training. Da kann man drüber streiten, aber viel verkehrt machen kann man da nicht meiner Meinung nach. Ich lasse das meistens laufen und beschränke mich auf's Mannschaften wählen und Torezählen :) .

    Grüße
    Oliver

    • Offizieller Beitrag

    Das ich den DFB schützen muss...


    Im Gegensatz zum Forum ist der DFB natürlich seinen Mitgliedern und den vielen Ehrenamtlern verpflichtet und kann vielleicht nicht immer das sagen, was er denkt.


    Um seine Konzepte wirklich schnell durchzusetzen und zwar klar und deutlich, müsste er seine Helfer an der Basis teilweise massiv auf die Anforderungen hinweisen und auch gegen große Widerstände durchsetzen, mit ganz klaren Vorgaben. Wenn diese nicht eingehalten werden, muss es Konsequenzen geben.


    Oder, um es deutlicher zu machen: ab F abwärts benötigt der Fußball keine Fußballtrainer, er benötigt Kinderbetreuer, die den Kindern die Freude am Sport vermitteln. Aber wer will das öffentlich sagen? Was passiert, wenn man den Trainern den Fußball wegnimmt? Aus solchen Dingen entstehen dann häufig die Unklarheiten im Konzept oder es wird "rumgeeiert".


    Andre schreibt oft das, was der DFB wahrscheinlich gerne sagen würde und schießt dann auch mal übers Ziel hinaus, dass haben wir ab und zu auch schon per Mail besprochen. Das ist dann der Frust und ich kann damit umgehen. Ich möchte nicht wissen, wieviel Kindern Andre mit seinen Beiträge schon geholfen hat und wenn auch nur damit, dass einige von uns hier angefangen haben nachzudenken und es etwas entspannter abgeht am Spielfeldrand. Natürlich ist Andre manchmal "verbohrt" in seinen Grundsätzen, dann knallt es auch mal und passt auch nicht. Diesen Frust schieben noch ganz andere Leute, die sich der Umsetzung des kingerechten Fußballs widmen, aber eben nicht öffentlich.
    Deshalb lasst es auch mal krachen, kann auch helfen, wie Paul schrieb.

  • Da sieht man aber auch wie sich einiges wandelt:


    Anfang der 90er war es glaube ich üblich, wenn ein Verein nur wenige lizensierte Trainer haben, diese hauptsächlich in die A oder B Jugend zu "stecken"
    die Kleinen bräuchten ja nur jemand zum Aufpassen, den lieben netten Onkel (kumpeltyp Trainer)


    Dann aber wandelte sich das, und bei meinem C Lehrgang 1997 meine ich, wurde langsam erzählt, dass man eher im oberen Bereich A B C Jugend lieber den "netten" Vater / Kumpeltyp Trainer hinschickt (wenn man nicht genug lizensierte hat), und bei den kleinen die "richtigen" Fussballtrainer; damit
    bei den Kleinen schon "richtig" trainiert wird, und oben (ABC Jugend) kein Drop-Out stattfindet....


    OK, sehr vereinfacht dargestellt gab es Quasi
    Trainer (Väter) die Lieb und nett sind und Kumpeltypen , und kein richtiges Fussballtraining machen und auf der anderen Seite


    die lizensierte / "Leistungs-"orientierte Trainer, die "gutes" Training machten, aber Druck aufbauen, nur die besten spielen ließ etc.


    In vielen Köpfen unbeteiligter steckt immer noch der oben beschriebene krasse Gegnsatz von 2 Trainertypen !


    ......
    Uwe, ich bin nicht der Meinung, dass eine F Jugend nur Kinderbetreuer benötigt werden,
    sondern die Gattung Trainer die Fussballsachverstand haben und allen Kindern die Freude am Sport vermitteln.

    Hier bildet sich seit Jahren ein "neuer Trainertyp" bzw. einige Trainer in diesem Forum kommen diesen sehr nah
    (Schliesse ich aus den Beiträgen), allen voran CoerverCoach...


    Und nochmal zum Andre + DFB:
    Es gab und gibt immer viel zu viele wirklich "schlimme" Trainer, und dafür lohnt sich jeder "Kampf"...
    Wir bewegen uns hier doch relativ auf gutem Niveau, wo es den Kindern nun wirklich nicht so schlecht geht !


    Aber besser geht immer, daher ist Andres krasse Haltung gut !

  • Mir ist nicht klar, ob sich alle Beteiligten einig sind, was das Hauptziel des Kinderfußballs ist:

    • Den Kindern möglichst viel Spaß an der Bewegung vermitteln, Drop Out verhindern, den sozialen Aspekt in den Vordergrund stellen oder
    • Die Ausbildung in dem Sinne, dass wir die optimalen Voraussetzungen legen wollen, um später gute oder sehr gute Fußballer aus den Kindern werden zu lassen!

    Diese beiden Ziele führen aus meiner Sicht nicht direkt zu den gleichen Konsequenzen.
    Kann es sein, dass deswegen in diesem Thema so viele aneinander vorbeireden?

  • koeppchen: Sehr guter Beitrag. Frage: Ist nicht auch beides möglich: Ausbildung und Spaß?


    Natürlich schließt sich Ausbildung und Spaß nicht aus. Wo kämen wir denn da hin?


    Ich glaube auch nicht, da widerspreche ich "koeppchen", dass das der Hauptkonflikt bei diesem Thema hier ist. Vielmehr geht es um die Ausbildung an sich - was ist da richtig und was falsch, oder was darf man überhaupt als falsch bezeichnen. Hier möchten sich viele, zurecht, nicht als schlechte Ausbilder hinstellen lassen.


    Was ich aber gelesen habe hat für mich was von "Bruderkrieg". Im Grunde seid Ihr alle nicht weit auseinander, zankt Euch aber aufgrund von persönlichen Forums-Eitelkeiten und Rechthaberei (sorry). Hoffe die zu trainierenden Kinder lesen das nicht......


    Ich denke das wichtigste ist, dass jeder ernstzunehmende Trainer seinen eigenen Stil findet und den im Rahmen der Ziele durchzieht. Ob es da in jedem Schritt oder in jeder Trainingseinheit strikt nach der Lehre geht oder nicht, ist hierbei zweitrangig.


    Auch wenn ich manche Statements nicht teile so glaube ich doch, dass die meisten hier viel Erfarung haben und gute Trainer sind, waren oder werden (Andre eingeschlossen).


  • Je mehr ich darüber nachdenke umso mehr komme ich zu dem Schluß, dass "einfach Spielen lassen" in der Extremform (z.B. ohne methodisches einfrieren im Rahmen eines Schwerpunktes) nix mit Ausbildung zu tun hat.

    Mit "einfach spielen lassen" habe ich bislang eher das Punkt- /Freundschaftsspiel verstanden. Also den Feiertag, nicht den Alltag.


    ich hinterfrage mein Tun nicht zuletzt auch durch seine Postings; ich trainiere meien jetzige F anderse wie damalige..
    noch nicht 100% ig so wie es Andre möchte, aber deutlich besser, wie wenn ich das Forum hier nicht kennen (und damit auch Andres Thesen) kennen würde !

    Da stimme ich Dir zu. Geht mir in einigen Bereichen ähnlich. Ich kann heute durch eine Einwechslung bewusst einen Finaleinzug verpassen - und es lässt mich kalt.

    Diese EInteilung F/E Jugend mit ihren Trainingseinheiten geht nicht tief genug , als dass damit dieses Thema hier bzw. die ganze Diskussion bzgl. KIFU-Merkmale bzw. freies Spielen im Training damit "abgedeckt" wird.


    Sprich, ich denke der DFB sollte sich da noch klarer mit ihrer Position bzgl. der richtigen Ausbildung im F / E Bereich zu erkennen geben.

    Hat das Thema beim DFB einen entsprechenden Stellenwert? Ich bin mir nicht sicher...

    Das ich den DFB schützen muss...


    Im Gegensatz zum Forum ist der DFB natürlich seinen Mitgliedern und den vielen Ehrenamtlern verpflichtet und kann vielleicht nicht immer das sagen, was er denkt.


    Um seine Konzepte wirklich schnell durchzusetzen und zwar klar und deutlich, müsste er seine Helfer an der Basis teilweise massiv auf die Anforderungen hinweisen und auch gegen große Widerstände durchsetzen, mit ganz klaren Vorgaben. Wenn diese nicht eingehalten werden, muss es Konsequenzen geben.

    Du musst den DFB nicht schützen. Wir gehören doch zu den Mitgliedern und Ehrenamtlichen. Ich sehe das eher so, dass wir ein Recht auf klare Konzepte haben.


    Natürlich schließt sich Ausbildung und Spaß nicht aus. Wo kämen wir denn da hin?

    Ja, so sehe ich das auch.


    Ich habe bei den Veröffentlichungen des DFB oft den Eindruck, dass sie gar nicht für die Breite gedacht sind. Seien es teils sehr anspruchsvoll formulierte Ziele, seien es anspruchsvolle Mustertrainingseinheiten: Ich bezweifel, dass man da immer das durchschnittlich talentierte Kind im Auge hat. Ich verurteile das gar nicht - aber es wäre gut, das auch entsprechend mitzuteilen.


    Ich kenne eine E-Jugend da hat 3/4 der Kinder ADHS, Übergewicht und/oder motorische Defizite. Sollen die nach den gleichen Zielen arbeiten wie eine E-Jugend eines Proficlubs?

  • Ich habe bei den Veröffentlichungen des DFB oft den Eindruck, dass sie gar nicht für die Breite gedacht sind.


    Das ist auch so. Soweit ich mich entsinne sind diese DFB-Info Abend Heftchen ja auf Basis von Stützpunkteinheiten. Das ist schon anspruchsvoll. Was man da also nicht unbedingt kopieren kann sind die Einheiten selber.


    Was man aber kopieren kann ist das Layout der Einheit. Aufwärmen - Hauptteil - Schlußteil und im Hauptteil den Wechsel zwischen Übung und Spielform. Sowie die methodische Reiher der Einheiten. So sollte jede Einheit aufgebaut sein das wird in der Trainerausbildung auch so gelehrt. Und genau hier an der Stelle wurde mir klar: Der DFB kann mit freiem Spiel nicht "einfach spielen lassen" gemeint haben, sondern er muss "Spielform" gemeint haben, sonst passt das alles hinten und vorne nicht zusammen. Frei ist in diesem Zusammenhang wohl so zu verstehen das man nicht zwingend von links nach rechts auf exakt zwei stationäre Fußballtore, nach exaktem Fußball-Layout spielt, sondern vielfältige Aufgaben im Rahmen einer Spielform anbietet.

  • Ich danke für einige nette Worte.


    Was mich aber wirklich schockiert hat, ist, dass Andre, der ja recht offensiv damit hausieren geht, dass er Polizeibeamter ist, in so einer Art und Weise reagiert.
    Beleidigungen und Unterstellungen scheinen wohl in manchen Kreisen normal zu sein, aber egal.


    Ja, ich hausiere damit, zufällig ein kleiner gemeiner Polizist zu sein. Diese "Gattung" (lt. Zamorra....Kreise) beleidigt und unterstellt gern und macht sich diesbezüglich laut Zamorra gern strafbar. Das ist das Kernbild von Polizeibeamten, die ja so gerne hausieren, wie er sagt. Das hat auch auf keinen Fall damit zu tun, dass Andre unter der Uniform auch nur ein Mensch ist und es hat auch überhaupt nicht mit Zamorras Art und Weise zu tun, dessen weitere Beschreibung ich mir im Hinblick auf den Frieden im Forum besser erspare und runterschlucke. Was soll das, ist das normal. Du verschießt hier -genau wie einige andere Kollegen- ständig versteckt kleine Giftpfeile und wunderst dich dann, wenn darauf reagiert wird? Greif doch einfach mal sachlich so richtig heftig an, statt es so versteckt hintenrum zu tun. Das ist dein Ziel haste beschrieben....ich wünsche dir, dass du es nur so formuliert hast, weil du sauer bist, dass ich das was ich tatsächlich denke, so heftig in Worte gefaßt habe. So gesehen hättest du da auch nicht anders reagiert als ich, du verpackst es halt anders.....wie es aussieht. Vielleicht treffen wir uns da mal in der Mitte, fände ich gut.


    Aus meiner Sicht liegt die Krux echt in der Publikation des DFB Konzepts. Das ist viel zu ungenau in den Aussagen. Wenn man sich mal die Arbeit macht und viele der DFB Publikationen vergleicht - z.B. auch diejenigen in denen Trainingseinheiten ja als Umsetzung des Konzepts stehen (z.B. DFB Info Abende) - dann stellt man eh fest, dass darin "Fußball spielen" eher mit Spielform als mit "einfach spielen lassen" umgesetzt ist. In meinen alten Unterlagen zur Trainerausbildung steht auch nix von freiem Spiel sondern nur von Spielformen. Ich hab mir auch die neuste Ausgabe der Ausbildungsunterlagen besorgt: "einfach spielen lassen" Fehlanzeige. Kommt nicht vor.


    Ausbildungskonzept DFB: F Jugend: Seite 20.....Trainingsbaustein.....Zitat: "Freies Fußballspielen" in kleinen Teams......rechts daneben....keine Meisterschaften.....darunter......in der Trainerleitlinie ....u.a. ....kein Leistungsdruck....dazu die konkreten Ausbildungsziele für die Altersgruppe.


    Seite 10 ....Leitlinie 3.....Schlüsselfunktion des Trainer.....Hauptaufgaben des Trainers sind je nach Alters-und Spielklasse...Nr. 4....das effektive , erfolgsorientierte Coachen des Teams/der Spieler rund um ein Spiel.


    Benenne ich, weil es auch auf Leistungsorientierung hinweist, aber klar und deutlich aussagt,.....Zitat: ....je nach Alters.-und Spielklasse und in den Zielen der F steht deutlich.....siehe oben.....und wenn man das dann willig und logisch mit bedacht zusammenbringt, hat man ein deutliches Ergebnis das gut ist. Man erkennt nämlich, dass das Ergebnisdenken beispielsweise da "unten" nicht gewollt ist, ...weil es später angedacht ist...aber das nur nebenbei. Schaut es euch doch einfach mal intensiv aufmerksam an und ihr werdet sehen es erkennen und sehen.


    Fazit: Du irrst....spielen lassen kommt doch vor. Nimm es bitte zur Kenntnis.


    Freies Spielen im Spiel (sic!) ist bei G-E unstrittig, oder?


    Für dich nicht, für mich nicht, ...für andere schon.


    Ich streite im Bezug auf die Sinnhaftigkeit ...also das warum sollte man spielen lassen....auch im Spiel....es geht mir nicht darum, Werbung für den Dfb zu machen....nur ist es zufällig der Verband, der das thematisiert und wie ich meine, ziemlich gut konzeptioniert hat und zwar so, dass die Anhänger hier bei vorhandenem Willen schnell erkennen können, was gewünscht ist und was nicht und darüber hinaus erfährt man sogar die Gründe dafür....man muß es halt nur mal intensiv lesen! Es steht alles drin und was noch viel besser ist ist, ....dass man dann erkennt, das alles zusammen hängt.


    Und selbst wenn man nicht liest, kann man trainingsmäßig nicht viel falsch machen, wenn man "nur" die Traineronlinebank "quält"....denn selbst die hat man für diese Fälle erzeugt.


    Andre schreibt oft das, was der DFB wahrscheinlich gerne sagen würde und schießt dann auch mal übers Ziel hinaus,


    Ja Uwe, die Botschaft erkenne ich. Mir tut`s nur überhaupt nicht leid, dass es nur so aus mir heraus quoll, das was ich gesagt habe, meinte ich so. Sollte das dazu geführt haben, dass sich einige mit mir nicht mehr unterhalten wollen, bitteschön...das kann ich mir leisten, ich bin anonym und ich möchte von den Leuten nichts, was nicht gegen dich gemeint ist....aber ich muß ihnen nichts verkaufen. Die Wahrheit -in diesem Fall meine Wahrheit- mußte raus, dafür habe ich erwartete Hiebe erhalten, ...macht auch nichts, die Wunden heilen. Ich habe mir vorgenommen, in Zukunft etwas weniger einzusteigen, vielleicht hilft das ja dem Forum, dass ich nicht ganz so präsent bin. Das meine ich nicht boßhaft, sondern einfach als nüchterne trockene Feststellung. Ich lese dennoch immer mit, auch in "Kriegszeiten", da hatte Zamorra schon recht.


    Der DFB kann mit freiem Spiel nicht "einfach spielen lassen" gemeint haben, sondern er muss "Spielform" gemeint haben, sonst passt das alles hinten und vorne nicht zusammen. Frei ist in diesem Zusammenhang wohl so zu verstehen das man nicht zwingend von links nach rechts auf exakt zwei stationäre Fußballtore, nach exaktem Fußball-Layout spielt, sondern vielfältige Aufgaben im Rahmen einer Spielform anbietet.


    Ich bin der Ansicht, dass du hier falsch liegst, ...über das Warum habe ich oben gepostet. Im Training Spielformen....bei der E z.B. cirka 50 Prozent des Trainings, wo ich die trainierten Themen -so wie du sagst- in Spielformen verpacken soll. Freies Spiel am Schluß als Abschlußspiel und weitgehend unbeeinflußtes Spiel beim Pflichtfreundschaftsspiel.....auf jeden Fall im unteren Jugendbereich. Bewertet werden sollte, schon -aus der Logik des Konzeptes heraus-, nur das...was den Zielen der jeweiligen Altersgruppe entspricht.


    Die Altersziele zu achten dient....einer super Grundschule im Bereich der individuellen Ausbildung als großer Baustein für alles weitere und das unter Verzicht gewisser anderer Dinge.


    Hier mal ein paar LInks die ich gefunden habe...gefunden habe um zu dokumentieren, dass das was der Dfb "für da oben will" auch für "da unten" bedacht hat. Es haben meiner Ansicht nach alle etwas davon. Man muß nicht immer alles so schwierig interpretieren und soviel hineindenken, ....was die Kernaussage als Antwort zu diesem Thread aus meiner Sicht wäre. Warum mancher hier viel hineindenkt, ....die Gründe dafür....die haben mich hier in Verbindung mit der Art und Weise einiger zur Weissglut gebracht.


    Es tut mir leid...die Links funktionieren nicht...lasse sie aber stehen, weil man sie oben kopiert eingeben könnte, um sie über den Explorer zu finden.


    http://www.dfb.de/index.php?id=500014&tx_dfbnews_pi1[/url][showUid]=12289&tx_dfbnews_pi1[sword]=ausbildungskonzept&tx_dfbnews_pi4[cat]=121


    http://www.dfb.de/uploads/media/dfb_rtk_flyer_A4_quer_01.pdf[/url]


    http://www.dfb.de/index.php?id=500014&tx_dfbnews_pi1[/url][showUid]=14017&tx_dfbnews_pi1[sword]=ausbildungskonzept&tx_dfbnews_pi4[cat]=134


    http://www.dfb.de/index.php?id=500014&tx_dfbnews_pi1[/url][showUid]=25986&tx_dfbnews_pi1[sword]=Breitensport&tx_dfbnews_pi4[cat]=192




    Dort ist (z.B. im Ausbildungskonzept Dfb) -wenn man es komplett lesen würde, genau und präzise erklärt, was gemeint und gewünscht ist. Das Problem das herrscht ist aus meiner Sicht, dass jeder von UNS -gerade im unteren Jugendbereich- je nach Trainer....ob mit Schein oder ohne....teilweise leicht bis stark "zurückschrauben" müßte, wenn man sich an das was der Dfb - auch für den Breitensportfußball - empfiehlt ...gut findet und es beherzigen und halten will, weil man den guten Sinn darin erkennt. Zurückschrauben....weil man bereits über das teilweise, der ein oder andere ein bischen, ...andere dolle....hinweg sind/ist, was dort als ausreichend bis gut deklariert ist. Es wäre in mancher Beziehung für manch einen gefühlt und tatsächlich weniger und für die Kinder und den Fußball am Ende mehr.....wenn das stimmt, was dort propagiert wird.


    Das zu entscheiden, darüber zu befinden ob und wie weit ich da als Trainer mitgehe, obliegt Euch. Ich gehe diesen Weg....und dann dürft ihr mich auch nicht mehr Theoretiker nennen, .... ;)

    5 Mal editiert, zuletzt von Andre ()

  • Klar, dass jeder gute Trainer die Ausbildung und den Spaß im Blick haben sollte.
    Ich bin allerdings der Meinung, dass es nicht immer klappt, alle Ziele gleichrangig zu behandeln.
    Daher geht man zwangsläufig Kompromisse in die eine oder andere Richtung ein.

  • Klar, dass jeder gute Trainer die Ausbildung und den Spaß im Blick haben sollte.
    Ich bin allerdings der Meinung, dass es nicht immer klappt, alle Ziele gleichrangig zu behandeln.
    Daher geht man zwangsläufig Kompromisse in die eine oder andere Richtung ein.

    Da bekommst du von mir ein entschiedenes nein.
    Man kann Ausbildung und Freude (ich finde diesen Begriff deutlich treffender als Spaß, weil oft Spaß eben als Gegensatz zu leistungsorientiert interpretiert wird) beides maximal fördern.
    Ich sehe hier ganz deutlich keine Notwendigkeit von Kompromissen in eine Richtung.

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

    • Offizieller Beitrag

    Andre schreibt oft das, was der DFB wahrscheinlich gerne sagen würde und schießt dann auch mal übers Ziel hinaus,


    Ja Uwe, die Botschaft erkenne ich.


    Andre, dass war keine Botschaft, sondern nur eine nüchterne Feststellung. Wir kennen uns viel zu lange und wissen beide, wir werden niemals in sämtlichen Dingen einer Meinung sein, im Kern allerdings schon. Und? Ist das schlimm? Auch ich bin schon übers Ziel hinausgeschossen und Andere auch, du kennst mich, pack die Goldwaage wieder ein. ;)

  • Da bekommst du von mir ein entschiedenes nein.
    Man kann Ausbildung und Freude (ich finde diesen Begriff deutlich treffender als Spaß, weil oft Spaß eben als Gegensatz zu leistungsorientiert interpretiert wird) beides maximal fördern.
    Ich sehe hier ganz deutlich keine Notwendigkeit von Kompromissen in eine Richtung.

    ... wenn man eine lernwillige ("leistungsbereite"), einigermaßen homogene Mannschaft hat.

  • koeppchen
    Das ist ja eines, was man im Sport für's Leben lernen (und lehren) kann: Dass die maximale Freude auf lange Sicht nur dadurch erreichbar ist, dass man kurzfristig auch mal eher unangenehme Sachen macht. Ich kenne keinen Jugendspieler, der von sich aus freiwillig mit dem schwachen Fuss schießt, wenn man ihn nicht mehr oder minder dazu nötigt. Wenn er es aber gelernt hat und im Spiel einsetzen kann, wird er begeistert sein. Unser Job als Trainer ist es, die (im Sinne auf den langfristigen Ausbildungserfolg) sinnvollen Dinge möglichst attraktiv zu "verpacken", so dass sie der Spieler nicht als blose Schinderei wahrnimmt.


    Aber ich glaube, inhaltlich sind wir da kaum auseinander. Denn natürlich trifft man auch auf Spieler, denen jeder Sprint (und sei es mit Ball) schon als Quälerei gilt und die am liebsten nur 7m üben wollen.


    Grüße
    Oliver

  • ... wenn man eine lernwillige ("leistungsbereite"), einigermaßen homogene Mannschaft hat.


    Nein, ich stimme Sir Alex zu. Freude und Ausbildung läßt sich ohne Kompromisse gemeinsam fördern, auch in nicht homogenen Gruppen. Das ist alles eine Frage der Herangehensweise.
    Das fängt schon damit an, dass man keine armeetauglichen Aufstellungen abverlangt oder 1.000 mal ermahnt, die Kinder mögen doch bitte hintereinander stillstehen.


    Ein Beispiel:
    Kurze Aufmerksamkeitstiefs sind bei Kindern normal, mache ich recht komplexe Übungen, liegt auch schonmal ein Kind zwischendurch im Gras und träumt - aber wenns dann dran ist, ist es mit Eifer dabei, dann wird bei und nach der Aktion gelobt, gejubelt etc. und das Kind hat Freude, auch wenn es zu Anfang nicht danach aussah.
    Ich akzeptiere ein gewisses "Chaos", solange die Übung ohne Probleme durchführbar ist. Und das ist sie meist. Meine Beobachtung ist, dass die Kinder dann auch sehr anspruchvolle Sachen versuchen. Nicht immer, aber oft.


    @ Andre: Eins noch zum Thema Manndeckung. Ich verstehe Deine Einstellung hier zu 100% und sie ist auch richtig. Ich versuche den Satz "Deckt die Leute" zu vermeiden, was mir auch zu, sagen wir 98% gelingt.


    Das Resulat ist, dass die Kinder zwei Dinge tun:
    1.) Sie stehen meist im Raum, manchmal auch (trotzdem) am Mann und manchmal auch irgendwo im Nichts des Spielfeldes.
    2.) Ein, zwei Spieler geben klare Anweisungen, wer wo hinzu laufen hat. Ist manchmal auch falsch was sie sagen, aber oft auch richtig.


    Für mich ist das ein lehren von Eigenverantwortlichkeit auf dem Platz, sowie ein erstes Entwickeln von Raumgefühl.


    Im übrigen bekommen wir 50% unserer Tore, weil die Kinder nicht am Mann stehen. Soll ich jetzt deswegen umdenken und die Kinder manndecken lassen?


    Bei unserer letzten teamübergreifenden Trainersitzung sagte einer der Trainer einer älteren Mannschaft, der unser letztes Spiel gesehen hat: "Ich finde es erstaunlich, dass Deine Abwehrspieler nicht am Mann verteidigen, meterweit weg stehen und auch nicht gleich angreifen, sondern sich im Raum verschieben und den richtigen Zeitpunkt abwarten." Er sprach dann von individueller Spielintelligenz und ich entgegnete: "Ich lasse sie halt nicht mandecken."


    Übrigens haben wir das Spiel 0:1 verloren.
    8)

  • Geile Meile, genau das ist es! Und ich zwei drei Jahren, da sieht das Ergebnis anders aus, ....wenn das Konzept gut ist und davon gehe ich aus.


    Finde ich klasse das du es so versuchst, im Gegensatz zu mir bist du wohl kein Theoretiker. Viel Spass weiterhin und berichte gelegentlich mal, wie es sich entwickel.


    Dazu der Gedanke....RESPEKT....an den Beobachter, der ist Wissender und bewertete das


    a) nicht am Ergebnis
    b) im Wissen um die Dinge für den Kifu
    c) im Vorgriff auf das, was noch kommen soll.


    Gruß Andre